Im Urlaub kann es plötzlich teuer werden. Drei bis sieben Euro pro Minute könnte ein Anruf kosten, wenn ihr in der Nähe eines Schiffes seid. 135 Euro seid ihr los, wenn in einigen französischen Großstädten die Plakette fehlt. Auf diese Fallen müsst ihr achten:

Unbezahlbar-Falle: Kreditkarten oft nur noch mit PIN

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Wer seine Kreditkarte nur selten benutzt, könnte im Ausland plötzlich davon überrascht werden, dass er den PIN Code eingeben muss. Bisher war es bei Kreditkartenzahlung im Laden, der Tanke oder im Restaurant verbreitet, einfach zu unterschreiben – ganz ohne PIN. Wegen vieler Betrugsfälle ist damit bald Schluss. Inzwischen sind weltweit viele Zahlungsterminals umgestellt und die Kreditkarten haben einen zusätzlichen Chip. Also: Vor dem Urlaub die vielleicht selten oder noch nie benutzte Kreditkarten-PIN raussuchen und merken.

7-Euro-pro-Minute-Falle: Roaming auf und in der Nähe von Schiffen

Das Telefonieren im EU-Ausland ist seit diesem Jahr viel günstiger und man zahlt meistens kaum mehr als Zuhause. Aber teuer kann es auf einem Schiff werden. Oder sogar schon in der Nähe eines Schiffes. Nämlich dann, wenn man über das schiffseigene Satelliten-Netz telefoniert. Drei bis sieben Euro pro Minute könnte das kosten, weil sich das Handy eventuell automatisch ins Schiffsnetz einwählt. Die Verbraucherzentralen weisen darauf hin, dass das schon passieren kann, wenn man nur am Hafen spazieren geht. Denn ob die Schiffe ihr Satelliten-Telefon-System wie vorgeschrieben ausschalten, wenn sie anlegen, kann niemand überprüfen. Hier hilft nur der Blick aufs Display. Das zeigt an, wo sich mein Handy eingewählt hat. Mehr Infos findet ihr hier.

135 Euro-Falle: Bußgeld wenn französische Umweltplakette fehlt

Wer in Frankreich in diesem Jahr mit seinem eigenen Auto unterwegs ist, könnte in die Umwelt-Falle fahren. In verschiedene Innenstädte kommt man nur mit Umweltplakette – so wie in Deutschland. Das gilt aktuell zum Beispiel für Paris, Lille oder Lyon. Demnächst kommt auch Straßburg dazu. Hier geht die Umweltzone schon direkt hinter der deutschen Grenze los. Die deutsche Umweltplakette hilft hier nicht. Jedes Auto braucht auf jeden Fall die französische Umweltplakette - Crit'Air Vignette – sonst droht in diesem Sommer zum ersten Mal ein Bußgeld. Die Plakette muss auf unbedingt vorher übers Internet bestellt werden und kostet inkl. Versand 4 Euro 80.

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150 Euro-Falle: Familienextras im Mietwagen

Wenn die Familie im Urlaub mit dem Mietwagen unterwegs ist, kann es am Schalter schnell überraschend teuer werden. Wer sich beim Fahren abwechseln will, muss den Zusatzfahrer bei der Anmietung eintragen – nur dann ist er auch versichert. Zusatzfahrer und Kindersitz kosten am Abholschalter je nach Mietlänge mal schnell 150 Euro extra. Am besten schon bei der Buchung auf mögliche Familienpakete achten – inklusive Kindersitz und Zusatzfahrer. Diese sind in der Regel viel günstiger. Wem die Schlepperei nichts ausmacht, kann seinen Kindersitz bei vielen Fluggesellschaften kostenlos als Zusatzgepäck aufgeben.