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Kira Urschinger
Kira Urschinger; Foto: SWR3 / Nadine Luft
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Als Kind sieht man die Welt noch anders. Ein riesengroßer Spielplatz voll toller Sachen, die man mal ausprobieren muss. In SWR3-Popup mit Sebastian Müller habt ihr uns erzählt, welche bekloppten Ideen ihr als Kinder hattet. Hier sind die schönsten – und manche tun schon beim Lesen echt weh.

Erdbeeren mit Seife, extrahelle Glühbirnen und Matchbox-Autos im Videorecorder

Ich musste als Kind die frisch gepflückten Erdbeeren waschen. Und mit was wäscht man? Natürlich mit Seife, dachte ich. Ich sehe heute noch das Gesicht von meiner Mutter, als sie die Erdbeeren im Seifenwasser im Spülbecken schwimmen sah.

Silke aus Pfullingen

Als Kinder dachten mein Bruder und ich, der Videorekorder mit der Klappe vorne dran, könnte auch eine Tiefgarage für Matchbox-Autos sein. Naja, die Autos lagen drinnen und mein Vater durfte hocherfreut den Videorekorder zerlegen und unsere Matchboxautos rausholen.

Nils aus Villingen

Meine Mutter schickte mich eine 60 Watt Glühbirne kaufen. Voller Stolz kam ich für das gleiche Geld mit einer 100 Watt Birne zurück und meinte für das gleiche Geld haben wir jetzt mehr Licht. Ich war um die 10 Jahre alt.

Frank


Kinder machen Dummheiten; Foto: imago/Westend61

Und man denke nur an die Eltern ... die machen ja auch oftmals gut was mit.

imago/Westend61

Superheldin im Einsatz, Gasverschwendung und Hühnerfutter für Opa

Ich habe als Kind mal die Zündflamme von unsere alten Gasheizung ausgepustet. Gas lief, Feuer war aber aus. Meine Mutter hat irgendwann kein warmes Wasser mehr gehabt. Als sie es meinem Vater erzählt hat, habe ich auch erzählt das ich das Feuer ausgepustet habe.

Thomas

Als 4-Jährige hielt ich mich für eine Superheldin, die sich festhaltend an der hinteren Stoßstange eines fahrenden Autos hinterher fliegen könnte... Mein Papa hat nicht gesehen, wie ich mich hinten angeschlichen und positioniert habe und fuhr los. Nach etwa 20 m kam er zum Stehen, weil Passanten wild winkten und riefen... Ergebnis: kein Flugschein, dafür bös aufgerissene Schienbeine und Knie...

Sonja aus Nürtingen

Ich habe als Kind meinem Großvater Hühnerfutter in den Rasenmäher Tank gefüllt... Der war danach futsch.

Sven

Was hast du als Kind angestellt? Erzähle uns hier deine Geschichte!

Kampf dem Knoblauch, fieser Steckdosen-Prank und Kindheit auf dem Bauernhof

Als Junge im Grundschulalter wollte ich unbedingt wissen, was passiert, wenn man ein Kabel in die Steckdose steckt. Ich war zu feige, das zu testen und so habe ich abends meinem Bruder (wir hatten ein Zimmer zusammen) ein Draht von einem Fahrrad in die Hand gegeben und gesagt, er solle mal schauen was passiert, wenn man den in die Steckdose steckt. Mein Bruder ist zwei Jahre jünger als ich. Damals so um die 6 Jahre, und er hat es tatsächlich gemacht. Er bekam einen Stromschlag, saß dann heulend auf dem Boden und meine Eltern kamen dann ins Zimmer. Mein Bruder hat mich aber nicht verpfiffen! Heute lachen wir drüber. War schon ziemlich blöd.

Christian aus Ludwigsburg

Mein Vater mochte aus beruflichen Gründen keinen Knoblauch im Essen ... meine Oma schon. In dem gemeinsam genutzten Garten standen aus dem Grund etliche Knoblauchpflanzen. Ich habe alle Pflanzen im Garten, die im entferntesten wie Knoblauch aussahen, beseitigt – um meinem Vater einen Gefallen zu tun... Das ist beim Rest der Familie super angekommen.

Stefan aus dem Westerwald

Ich wohne auf einem Bauernhof und als ein guter Freund und ich Kinder waren, dachten wir es sei eine gute Idee Steine auf die Stall-Fenster zu werfen. Keine Ahnung was wir daran gut fanden, aber im Endeffekt haben wir es unseren Eltern als „Gute Idee“ verkauft. Unsere Ausrede war hinterher, dass wir sowieso fast kein Fenster getroffen haben und es daher gar nicht so schlimm sei. Zum Glück fanden es unsere Eltern nicht allzu dramatisch, da die Tiere auf der Weide waren.

Lukas aus Freiburg


Kinder machen Dummheiten; Foto: imago/Westend61

Kinder sind doch ein Segen... meistens.

imago/Westend61

Eis ohne Bazillen, Hochzeitstorten-Matsche und Bier mit Spülmittel

Der Eiswagen kam in unsere Straße und klingelte seine Glocke. Ich wollte auch ein Eis haben, mein Papa war etwas voreingenommen und meinte nur: „Nein, da holen wir keines, da sind lauter Bazillen drin.“ Meine Mama gab mir dann doch das Geld für eine Kugel Eis. Ich bin dann hin und als ich dran war, habe ich sehr selbstsicher bestellt: „Eine Kugel Erdbeer, aber ohne Bazillen!“

Tom aus Achern

Im Mai bekam ich zu meinem Geburtstag ein rotes, nagelneues Klappfahrrad. Ich war so 9 Jahre alt. Mein Bruder und ich spielten vor dem Haus, ich mit meinem schicken Rad um ihn rum gedüst. Er ärgerte mich und warf mit Kieselsteinen nach mir. Woraufhin ich über die kaum befahrene Straße auf die andere Seite ausgewichen bin. Ein kreischendes Bremsen stoppte mich. Es war Samstag. Es war ein weißer Kastenwagen. Vom Bäcker. Voll mit Hochzeitstorten und sonstigen Kuchen. Die waren nun kunterbunt durchmischt. Meine Eltern mussten die Torten alle abkaufen, was die Hochzeit machte, weiß ich nicht ... und ich musste den ganzen Sommer lang mein Fahrrad abgeben. Wir aßen sehr lange davon.

Martina aus Kreuzlingen

Ich sollte als Kind (7) meinem Papa eine Flasche Bier aus dem Kühlschrank holen. Es war aber keine mehr da, was ich ihm auch sagte.
„Doch“, er meinte, „da muss noch eine da sein.“
Also ging ich in die Küche, nahm eine leere Flasche Bier, füllte sie mit Wasser und etwas Spülmittel. Habe sie ein wenig geschüttelt und stellte sie ihm hin und sagte „Prost“ zu ihm ... bin noch nie so gerannt...

Mario aus Kloten