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Es muss nicht immer die chemische Keule sein, mit der man eine Erkältung bekämpft. Viele Mittel aus der Natur tun es auch. Wie ihr eine Erkältung mit Hausmittelchen in den Griff bekommt, verrät Susanne Henn aus der SWR Umweltredaktion.

Tipp 1: Ordentlich schwitzen

Inhalieren; Foto: Fotolia.com / Bernd Leitner
Fotolia.com / Bernd Leitner

Wenn die Erkältung im Anmarsch ist, der Hals schon kratzt, die Nase juckt und der Kopf sich leicht matschig anfühlt, dann kann eine Schwitzkur das Schlimmste noch abwenden. Zwei Tassen Lindenblütentee oder heißen Holundersaft trinken, ab ins Bett, Wärmflasche dazu, zwei Decken oben drauf und richtig schwitzen. Danach schnell umziehen und ausschlafen. Wenn man Glück hat, ist es am nächsten Tag vorbei.

Tipp 2: Erkältungsbad


Hat es einen schon so richtig erwischt, dann hilft ein Erkältungsbad. Dazu 100 Gramm getrockneten Thymian, Oregano und Majoran mischen – mit zwei Liter Wasser übergießen und eine Viertelstunde ziehen lassen. Den Sud in die Badewanne abgießen, 20 Minuten drin entspannen und danach ausruhen.

Tipp 3: Allzweckwaffe Zwiebeln

Zwiebeln; Foto: dpa/picture-alliance
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Der absolute Allrounder bei Erkältungen ist die Zwiebel! Ihre Inhaltsstoffe wirken entzündungshemmend, töten Krankheitserreger ab und helfen bei so ziemlich allem, zum Beispiel auch bei Ohren- und Halsschmerzen. Einfach eine Zwiebel klein schneiden, leicht warm machen, in einem Baumwolltuch als Säckchen verschnüren und dann auf dem Ohr oder am Hals mit einem Tuch fixieren. Auch bei Husten helfen Zwiebeln, besser gesagt Zwiebelsaft: kleinschneiden, mit heißem Wasser übergießen, ziehen lassen, Honig dazu und trinken. Schmeckt übrigens besser als es klingt.

Tipp 4: Thymian gegen den Husten

Erkältungstee; Foto: Fotolia.com / kathrinleu
Fotolia.com / kathrinleu

Gegen Husten hilft übrigens auch Thymian. Thymian ist Bestandteil vieler Hustensäfte, wirkt aber auch allein als Tee. Den Tee kann man zum Beispiel in Drogerien und Apotheken kaufen. Thymian hilft übrigens auch bei Halsschmerzen – genau wie Salbei. Tee aufgießen, langsam trinken und immer wieder auch damit gurgeln. Ist nicht unbedingt lecker aber tut richtig gut. Weitgehend unbekannt als Hilfe bei Erkältungen, aber trotzdem sehr wirksam ist Anis. Löst den Schleim und wärmt von innen. Das kann man in dieser Jahreszeit ja eigentlich immer gebrauchen.

Tipp 5: Suppe, am besten selbstgemacht!

Suppe; Foto: Fotolia.com / Tanja
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Eine Tütensuppe tut bei einer Erkältung gut, denn sie ersetzt auf jeden Fall die Salze, die man durch Fieber und Schwitzen verloren hat. Und wenn man etwas Heißes trinkt, dann werden durch den Dampf die Schleimhäute befeuchtet, und der ganze Schleim kann leichter abfließen. Aber: Eine frisch gekochte Hühnersuppe ist etwas GANZ anderes: In so eine Brühe gehören ein Hühnchen und jede Menge Gemüse, Zwiebeln, Kartoffeln, Sellerie, Möhren und Petersilie. Und diese Kombination, stundenlang auf kleiner Flamme gekocht, hat – anders als eine Tütensuppe – jede Menge Nährstoffe und sie sorgt dafür, dass bestimmte Blutkörperchen, die für Entzündungsprozessen mit verantwortlich sind, blockiert werden. Wer diese entzündungshemmende Wirkung noch verstärken will, der darf auch noch Ingwer oder ein bisschen Chili mit in die Suppe werfen und so kann man die Erkältung oft im Schach halten.

Autor
Susanne Henn