Im Falle eines Herzinfarkts kann schnelle Hilfe lebensrettend sein. Doch viele zögern aus Angst, etwas falsch zu machen! Keine Angst davor, jede Hilfe ist besser als keine Hilfe. Wann muss man helfen und was passiert, wenn man nichts macht? Bernd Wolf aus der ARD-Rechtsredaktion hat Antworten.

Ekel allein genügt nicht, um sich aus der Affäre zu ziehen

Bei einem Unglücksfall muss man alles unternehmen, was zur Rettung erforderlich und möglich ist. Was wirklich jeder kann und tun muss: den Notruf 112 wählen und die Wartezeit nutzen: sich um den Verunglückten kümmern. Was genau, das hängt vom Einzelfall ab. Nicht zumutbar ist es zum Beispiel von einem Nichtschwimmer zu verlangen, einen Ertrinkenden aus dem Fluss zu ziehen; wohl aber muss er ihm einen Rettungsring zuwerfen. Rechtlich schwieriger ist es, ob man einem kollabierten Obdachlosen Mund-zu-Mundbeatmung leisten muss – das kommt auf den Einzelfall an. Aber: Ekel allein genügt nicht, um sich aus der Affäre zu ziehen.

Klar ist: jeder muss die ihm nach seinen persönlichen Fähigkeiten bestmögliche und wirksamste Hilfe leisten; gibt er sich Mühe und arbeitet sorgfältig, dann kann ihm kein Strick daraus gedreht werden, wenn doch etwas schief geht. Denn: Falsche Erste Hilfe gibt es nicht.

Was droht bei unterlassener Hilfeleistung?

Gefängnis bis zu einem Jahr oder Geldstrafe drohen dem, der nicht hilft, obwohl es erforderlich und ihm auch zumutbar war, zu helfen. Warum ist das strafbar? Der Gesetzgeber hat die unterlassene Hilfeleistung deswegen zur Straftat gemacht, um ein Mindestmaß an solidarischen Pflichten, nämlich die Nothilfe am Hilfsbedürftigen, zu sichern. Übrigens: Außer Haft- oder Geldstrafe muss jeder, der hätte helfen können und müssen, auch noch Ansprüche des Opfers oder seiner Hinterbliebenen fürchten: das sind Schadensersatz und oder Schmerzensgeld!

Mehr zu diesem Thema gibt es bei den Kollegen der Tagesschau.

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