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Dubiose Behandlungen, die zum Beispiel schwule Männer zu heterosexuellen Männern „umwandeln“ sollen, sind in Deutschland: Erlaubt! Ja, wirklich. Diese so genannten Konversionstherapien sind so umstritten, dass sich aktuell der Bundesrat damit beschäftigt hat, ob sie nicht verboten werden müssten.

Bei diesen Therapien geht es grob gesagt darum, dass Therapeuten behaupten, sie könnten Menschen, die zum Beispiel schwul oder lesbisch sind, „umwandeln“. Heterosexuell machen. Das geht zurück auf die Theorie, dass Homosexualität angeblich eine Art Krankheit sein soll, die man wie eine psychische Störung therapieren kann.

Homosexualität ist keine Krankheit

Das ist Unsinn, sagen Wissenschaftler. Unter anderem stellt die Weltgesundheitsorganisation WHO ganz klar fest: Homosexualität ist keine Krankheit, und was keine Krankheit ist, das soll man auch nicht behandeln. Und die WHO und viele andere Forscherinnen oder Ärzte warnen davor: Wer zu so einer dubiosen Konversionstherapie geht, für den kann das psychisch belastend sein. Die Folgen sind sehr individuell, Betroffene berichten aber zum Beispiel sogar von Selbstmordgedanken.

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Trotzdem sind diese Behandlungen in Deutschland erlaubt, und genau das ist es jetzt auch ein Thema für die Politik: Mehrere Bundesländer fordern, dass Konversionstherapien verboten werden. Ziel: Zum einen, dass niemand mehr unter den Behandlungen leidet und zum anderen, dass Organisationen, die so was anbieten, keine öffentlichen Gelder mehr kriegen. Heute wurde das Thema erst mal im Bundesrat vorgestellt, noch gibt es also kein Verbot. Bis Sommer will Gesundheitsminister Spahn dazu aber einen konkreten Vorschlag machen.

Autor
Jakob Reifenberger
Autor
SWR3