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Herzklopfen, zitternde Knie, Schweißausbruch – typische Anzeichen unserer Körpers bei Angst. Doch: „Wir brauchen die Angst, weil sie ein Warnsignal ist“, sagt Psychotherapeutin Doris Wolf. Warum es wichtig ist, Angst zu haben, ab wann sie krankhaft wird und wie wir am besten mit ihr umgehen, darum soll es im SWR3-Report gehen.

Das sind die häufigsten Alltagsängste

Angst vor Spinnen (Arachnophobie)

Die Angst vor Spinnen ist die häufigste aller Alltagsängste. Meist fürchten sich die Betroffenen vor einem Biss und den Folgen. Andere finden das Krabbeln beängstigend. Allein der Gedanke an die Tiere lässt viele schon erschaudern. Für Nichtbetroffene sind panische Reaktionen auf Spinnen oft nicht nachvollziehbar. Vom Verstand her wissen Betroffene, dass ihre Angst irrational ist. Dieses Wissen hilft aber nichts. Gegen rationale Argumente sind Angstpatienten immun. Gallery: Die größten Mythen rund um Spinnen!

Flugangst (Aviophobie)

16 Prozent der Deutschen leiden laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach unter Flugangst (Zahlen von 2015). Weitere 22 Prozent fühlen sich unwohl, wenn sie ein Flugzeug besteigen. In den übrigen westlichen Ländern sieht es ähnlich aus. Angeblich müssen von insgesamt 3,3 Milliarden Flugreisen pro Jahr ca. zehn Millionen Dienstreisen wegen Flugangst gecancelt werden. SWR3-Redakteurin Mirja Raff gehört zu den 16 Prozent. Sie hat es mit einem Flugangstseminar versucht. Ob es geholfen hat? Zum Erfahrungsbericht.

Diese Promis haben Angst vor…

davor haben die Promis Angst; Foto: imago / ZUMA Press

Schauspielerin Eva Mendes hat panische Angst vor Spinnen. Damit ist sie nicht allein. Spinnen-Phobie gehört zu den meist verbreitetsten Alltagsängsten.

imago / ZUMA Press

Höhenangst (Aerophobie)

Eine gewisse Angst vor Höhen ist eine biologische Alarmreaktion unseres Körpers, die schon bei Kleinkindern existiert. Behindert einen die Angst allerdings im Alltag, sollte man dagegen ankämpfen. Höhenschwindel oder auch Höhenangst kann man sich abtrainieren. Bei kaum einer anderen Angststörung ist die Erfolgsquote so hoch. Wir haben Stefan getroffen. Er leidet schon seit langer Zeit unter Höhenangst, weiß inzwischen aber, wie er sie unter Kontrolle halten kann. Zum Erfahrungsbericht.

Platzangst (Klaustrophobie)

Platzangst ist die Furcht vor engen und geschlossenen Räumen wie zum Beispiel in Aufzügen oder auch in Flugzeugen. Betroffene fühlen sich eingesperrt und denken, sie würden ersticken. Häufig haben Betroffene auch Angst vor großen Menschenansammlungen. Bei manchen kann die Angst so ausgeprägt sein, dass sie die eigenen vier Wände nicht mehr verlassen.

Angst vor Krankheiten (Hypochondrie)

Kopfweh? Das muss ein Tumor im Kopf sein! Probleme beim Atmen? Mit Sicherheit Lungenkrebs! Menschen, die bei jedem Zipperlein denken sie seien sterbenskrank, nennt man Hypochonder. Betroffene leiden unter einer krankhaften Angst vor Krankheiten – oft ohne, dass es dafür einen medizinischen Befund gibt. Häufig suchen Betroffene im Internet nach Rat und googeln ihre vermeintlichen Symptome.

Autor
Mirja Raff
Autor
SWR3