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Kosmetikwerbung funktioniert gerne über Begriffe, die eh keiner kennt. Ihr neuestes Wort: Mizellen. Die können zwar viel, können aber auch genauso gefährlich sein.

Mizellen klingt schon so schön innovativ. Eigentlich ist es aber nichts anderes als Seife. Wenn auch eine spezielle.

Mizellen; Foto: natros

Mizellen sind der neue Trend im Beauty-Business. Die eine Seite der kleinen Partikel absorbiert Feuchtigkeit, die andere nicht.

natros

Mit Kaulquappenseife zur sauberen Haut

In der Seife sind Moleküle, die wie Kaulquappen aussehen. Diese Kaulquappen gucken mit dem Kopf gerne in Richtung Wasser, finden es aber doof, wenn der Schwanz nass wird.

Sobald genug davon im Wasser sind, drehen sich die wasserabweisenden Schwänze zusammen und schließen Fett und Schmutz mit ein. Daraus entstehen kleine Kügelchen, das sind die Mizellen.

Was bringt Mizellenwasser?

Experten glauben, dass Mizellenwasser die Haut tatsächlich sauberer macht, als normale Seife. Weil die Mizellen so klein sind, kommen sie auch in die kleinsten Poren. Das ist gleichzeitig das Gute, sowie das Schlechte an Mizellenwasser.

Nicht alle Produkte sind gleich gut

Denn: Die kleinen Mizellen kommen zwar bis ins letzte Eck der Poren, können aber eben auch schädliche Stoffe mit reinbringen. Wenn also ein Hersteller billige Duftstoffe, oder mutmaßlich krebserregende Stoffe verwendet, kommen auch die bis tief in die Poren. Zum Beispiel PHMB oder Emulgatoren wie PEG und PEG-Derivate, die als Allergieauslöser gelten.

Was ist eigentlich drin in den ganzen Tuben und Tiegelchen aus dem Drogeriemarkt? Sind Cyclopentasiloxane oder Glycol Stearate womöglich gefährlich? Es gibt Apps, die bei Überforderung vor dem Regal Abhilfe verschaffen können.

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Inhaltsstoffe checken

Also, genau drauf schauen, was in den Mizellenwassern drin ist. Nach einer Untersuchung des Verbrauchermagazins Öko-Test sagt der Preis dabei nichts über Qualität aus.

Beim Checken der Produkte helfen verschiedene Apps. Die haben wir euch im App-Check zusammengestellt.