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Ihr wollt mit der Bahn fahren, aber die Tickets sind euch einfach zu teuer? Diese Tipps helfen beim Sparen.

Tipp 1: Frühzeitig buchen

Wer lange voraus plant, hat beste Chancen, an ein günstiges Ticket zu kommen. Im Idealfall sollte die Fahrkarte auf den Tag genau sechs Monate vor Fahrtantritt gekauft werden. Mit diesem Vorlauf gibt die Bahn nämlich ihre Spartickets heraus. Deren Anzahl ist begrenzt. Es gilt: Wer zuerst bucht, fährt günstig – und zwar richtig: Meistens sind die Spartickets die billigste Möglichkeit überhaupt, mit der Bahn zu fahren. Der Haken an der Sache: Wer im Laufe der Zeit merkt, dass er am gebuchten Tag den Zug doch nicht nehmen kann, hat Pech: Eine kostenlose Stornierung ist bei Spartickets nicht möglich.

Tipp 2: Eine längere Fahrt buchen

Die Bahn bietet ihre Sparpreise für konkrete Verbindungen zwischen Städten an. Wenn die ausgebucht sind, kann es sich manchmal lohnen, nach ähnlichen Verbindungen zu schauen. Ein Beispiel: Wer ein Ticket von Stuttgart nach Leipzig braucht, die Sparpreise für diese Verbindung aber ausverkauft sind, sollte nach Fahrkarten für die Strecke Stuttgart-Berlin schauen. Mit ein wenig Glück gibt es die günstigen Tickets noch für diese Fahrt. Leipzig liegt bei vielen Zügen dieser Verbindung auf der Strecke. Deshalb kann es sein, dass das Ticket nach Berlin manchmal billiger ist als die direkte Fahrt nach Leipzig.

Tipp 3: Strategisch Flexpreistickets kaufen

Wer für ein Sparpreisticket zu spät dran war, kann als nächstes ein Flexpreisticket kaufen. Allerdings sind die in der Regel deutlich teurer. Wer aber hier ein wenig strategisch bucht, kann immer noch Geld sparen. Die Flexpreistickets haben nämlich den großen Vorteil, dass sie ohne Zugbindung verkauft werden. Das heißt, am Reisetag selbst kann der Besitzer auf der gebuchten Strecke jeden beliebigen Zug nehmen. Die verschiedenen Verbindungen, die die Bahn an einem Tag anbietet, haben allerdings in der Regel unterschiedliche Preise. Die Devise lautet also: Flexticket für die günstigste Verbindung am Reisetag kaufen – und mit dem Zug der Wahl fahren.

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Tipp 4: Augen offen halten bei Sonderaktionen

Manchmal bringt der Gang in den Supermarkt um die Ecke ein günstiges Bahnticket bis an die Ostsee: In unregelmäßigen Abständen veranstalten Discounter Sonderaktionen mit der Deutschen Bahn. Mit den Tickets, die es dann zeitlich befristet in begrenzter Zahl gibt, kann man dann für unschlagbare 10 oder 20 Euro einmal quer durch Deutschland reisen. Auch wenn Verbraucher mit solchen Aktionen schwer planen können und es manchmal Einschränkungen bei der Zugnutzung gibt: Augen offen halten lohnt sich allemal.


Tipp 5: Die richtige Bahncard nutzen

Das Prinzip der Bahncard ist einfach: Gegen einen fixen Betrag erhält der Besitzer ein Jahr lang einen bestimmten Rabatt auf Bahntickets. Bei der Bahncard 25 sind das 25 Prozent, bei der Bahncard 50 entfällt die Hälfte des Fahrpreises, bei der Bahncard 100 fährt man sogar ohne jegliche Mehrkosten. Für Gelegenheitsbahnfahrer, die nur einmal an ein günstiges Ticket kommen wollen, ist besonders die Bahncard 25 interessant: Die kostet zur Zeit in der zweiten Klasse 62 Euro. Für drei Monate zur Probe gibt es die Bahncard 25 sogar schon für knapp 20 Euro. Ein Betrag, der sich meist schon bei einer einzigen Reise inklusive Rückfahrt lohnt. Ein zusätzlicher Pluspunkt der Bahncard 25: Der Rabatt wird auch auf Sparpreistickets gewährt.

Junge Leute können sogar eine Bahncard 50 in Erwägung ziehen: Bis zum 27. Geburtstag kostet die sogenannte „My BahnCard 50“ 69 Euro im Jahr – das ist weniger als ein Drittel des Normalpreises.

Tipp 6: Alternativen zur Bahn beachten

Wer die Bahntickets immer noch zu teuer findet, aber trotzdem auf der Schiene reisen will, für den gibt es Alternativen: In Deutschland gibt es mittlerweile beispielsweise FlixTrain. Das Unternehmen fährt mittlerweile unter anderem zwischen Stuttgart und Berlin oder Köln und Berlin und ist oft viel günstiger als die Bahn. Wenn der Start- oder Zielbahnhof im benachbarten Ausland liegt, dann lohnt es sich auch bei den Bahnen der Nachbarländer nach Tickets zu suchen. Zum Beispiel bei der SNCF aus Frankreich oder bei den SBB aus der Schweiz. Auch hier lässt sich manchmal noch Geld sparen.