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Faustregel: Wer mehr als 60 Euro pro Jahr für das Girokonto zahlt, hat definitiv ein zu teures Konto und sollte ganz dringend wechseln.



Kostenloses Girokonto finden

Ja, es gibt sie noch – die kostenlosen Girokonten. Das sind meist Online-Kontomodelle. Das Problem: Oft gibt's dann doch wieder Kosten für Zusatzleistungen, wie Papier-Überweisungen oder die Kreditkarte. Der Trick: Der Begriff Gratis-Konto bezeichnet zumeist nur, dass die Kontoführungsgebühren entfallen.

Wir sollten daher ein bisschen Zeit investieren, um uns über die unterschiedlichen Kostenpunkte zu informieren. Kontoführung, Girokontokarte und Kreditkarte sollten auf jeden Fall kostenlos sein. Daueraufträge, Geldabheben, Überweisungen und Lastschriften sollten ebenfalls nichts kosten.



Kostenfalle: Geldabheben im Ausland

Unterschiede gibt es auch bei den anfallenden Kosten für's Abheben im Ausland. Für manche Kunden wird das egal sein, andere wollen im Urlaub oder auf Geschäftsreisen weiterhin Zugriff auf ihr Konto haben – das muss man individuell entscheiden.

Beim Blick in die Vergleichsportale wird schnell klar, wo Kosten entstehen und damit auch, wo die Sparmöglichkeiten zu finden sind. Und die sind enorm: In den meisten Fällen sind durch einen Bankenwechsel jährlich rund 100 Euro rauszuholen, pro Person. Gerade für Familien rechnet sich das natürlich: schließlich gibt's meist mehr als ein Konto pro Familie.


Vergleichsportale sind beim Vergleich der Kosten von Girokonten besonders hilfreich. Denn die Kosten für einzelne Positionen sind auf den Websites der Banken oft gut versteckt.

Hermann-Josef Tenhagen


Banken müssen helfen!

Es gibt also gute Gründe zu wechseln. Die gute Nachricht für alle Wechsel-Faulpelze: Das Konto zu wechseln ist gar nicht so aufwändig. Dafür hat der Gesetzgeber gesorgt, mit dem sogenannten Zahlungskontengesetz. Banken müssen ihren Kunden beim Kontowechsel helfen. Man muss nur nachfragen – freiwillig bieten es die meisten Berater natürlich nicht an.