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Um Palmöl zu produzieren, wird in vielen Ländern Regenwald abgeholzt – mit schlimmen Folgen für Klima und Artenvielfalt. Wir verraten dir, in welchen Produkten Palmöl steckt und geben 6 einfache Tipps, wie du darauf verzichten kannst.

Die „Grüne Lunge“ schrumpft – 2018 ist so viel Regenwald gerodet worden, dass die Gesamtfläche Bayern und Niedersachsen zusammen bedecken könnte. Das bedroht das Klima, denn Regenwälder nehmen einen großen Teil der Treibhausgase auf, die ausgestoßen werden. Aber obwohl er für die ganze Menschheit so wertvoll ist, muss der Regenwald in viele Ländern weichen – das liegt auch an der weltweit hohen Nachfrage an Palmöl. Auch in Deutschland ist der Verbrauch in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.

Regenwald-Killer Palmöl

Besonders in Süd- und Südostasien wird Regenwald abgeholzt, um Platz für den Anbau von Ölpalmen zu schaffen. Palmöl wandert in viele Produkte wie Schokolade, Tierfutter und Benzin. Hier ein paar Tipps, wie du deinen eigenen Verbrauch von Palmöl senken und so ganz nebenbei den Regenwald schützen kannst.

1. Mahlzeiten frisch kochen

Wenn du häufig mit frischen Lebensmitteln kochst, verbraucht du weniger Palmöl als mit Fertiggerichten. Denn in stark verarbeiteten Lebensmitteln wie Tiefkühlpizza oder Tütensuppen steckt häufig Palmöl. Knapp ein Viertel des deutschen Palmöl-Verbrauchs fließt in die Herstellung von Lebensmittel. Wenn du also häufiger den Kochtopf anschmeißt, statt zum Fast Food zu greifen, kannst du Palmöl sparen – und ernährst dich nebenbei noch gesünder.

2. Auto stehen lassen

Fahrradfahren ist gut für den Regenwald - palmölfrei leben; Foto: imago / Eibner Europa
imago / Eibner Europa

Palmöl einsparen kannst du auch, wenn du seltener Autor fährst: Ein Teil der deutschen Palmöl-Einfuhren landen in Bio-Kraft-Stoffen. Überleg dir, ob du kürzere Strecken im Alltag auch mal mit dem Fahrrad statt mit dem Auto fahren kannst. Damit tust du gleichzeitig auch noch etwas Gutes für deine Fitness.

3. Weniger Burger essen

Wenn du weniger Fleisch isst, senkst du deine Palmöl-Bilanz, denn ein Teil des deutschen Palmölverbrauchs entfällt auch auf die Futtermittelindustrie. Außerdem werden brasilianische Regenwälder gerodet, um Soja anzubauen, das an Schweine, Hühner und Kühe verfüttert wird. Auch um Weideflächen für Rinderherden anzulegen, wird an viele Orten Regenwald abgeholzt.

4. Augen auf beim Schokoladen-Kauf

Palmöl versteckt sich auch in Schokoaufstrichen, Schokokeksen und Schokotafeln. Allerdings gibt es inzwischen auch viele Schokoladenhersteller, die bewusst auf Palmöl verzichten. Wenn du es genau wissen willst, lade dir eine entsprechende App herunter: CodeCheck oder Beat the Microbead. Einfach den Barcode des Produkts im Laden scannen und erkennen, was im Produkt drin steckt – neben den Hinweisen auf Palmöl kann man auch gucken, ob ein Produkt laktose- oder plastikfrei ist. So kannst du im Supermarkt oder Drogeriemarkt schnell die Inhaltsstoffe checken und dir überlegen, ob du zur palmölfreien Alternative greifen willst.

In manchen Schokoladensorten steckt Palmöl; Foto: Colorbox
Colorbox

5. Kosmetika und Putzmittel prüfen

Gleiches gilt für Duschgels, Eyeliner und Putzmittel. Auch für die Herstellung solcher Produkte wird häufig Palmöl benutzt. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, lade dir die App herunter und teste deine Lieblingsseife, wenn du das nächste Mal im Drogeriemarkt einkaufen gehst.

6. Ölhaltige Produkte sparen

Palmöl wandert auch in viele Produkte und Lebensmittel mit hohem Fettgehalt, wie beispielsweise Margarine, Knuspermüsli oder Handcremes. Wenn die palmölfreien Alternativen dich nicht überzeugen, kannst du auch versuchen, weniger von solchen Produkten zu verbrauchen.

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