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Verlässlich ist anders. Die Spritpreise fahren Karussell. Wann soll ich tanken? Morgens, abends oder doch eher nachts? Fakt ist: Wer morgens an die Zapfsäule fährt, muss bis zu acht Cent mehr bezahlen. Wir sagen euch, wann es sich lohnt, an die Tankstelle zu düsen.

Die Kraftstoffpreise an deutschen Tankstellen fahren Zickzack. Mehrmals am Tag ändern sie sich. Das hat der ADAC bei 14.000 Stichproben im Mai ermittelt. Wer sparen will, sollte zu ganz bestimmten Uhrzeiten an die Tanke fahren. Der mit Abstand teuerste Preis ist dabei morgens zwischen 6 und 9 Uhr. Aber es gibt auch noch andere Zeitpunkte, an denen das Tanken teurer ist. So zum Beispiel zwischen 12 und 15 Uhr oder zwischen 17 und 19 Uhr.

Um diese Uhrzeit tankt ihr am Günstigsten!

Bei den Stichproben hat sich ergeben, dass es in der Regel zwischen 15 und 17 Uhr und zwischen 19 und 22 Uhr am billigsten ist zu tanken. Ab 22 Uhr kann man wieder mit einem leichten Preisanstieg rechnen. In unten stehender Grafik könnt ihr schauen, wann ihr am besten Richtung Zapfhahn aufbrecht.

Infografik ADAC; Foto: ADAC-Grafik
ADAC-Grafik

Außerdem hängt es auch ein bisschen von der jeweiligen Tankstelle ab. Welche gerade am günstigsten ist, verraten verschiedene Tank-Apps fürs Smartphone.

Beim ADAC kannst du Kraftstoffpreise in deiner Umgebung vergleichen!

Bei Clever-Tanken.de gibt es ebenso ein Vergleichsportal!

Tanken im Ausland

Habt ihr vor in den Urlaub zu fahren, lohnt es sich vorher zu überlegen, wo ihr hinfahrt. In Frankreich, Italien, Dänemark und den Niederlanden ist es eher teurer als bei uns. Also, da am besten noch mal kurz vor der Grenze in Deutschland tanken. Umgekehrt ist es in Österreich, der Schweiz oder in Osteuropa eher günstiger.

Frau tankt ihr Auto; Foto: imago
imago

Wird Tanken noch teurer?

Das hängt im Großen und Ganzen vom Ölpreis ab. Der hat in letzter Zeit ordentlich zugelegt, entsprechend auch die Spritpreise. Wann wir das Ende der Fahnenstange erreicht haben, da gehen die Vorhersagen ziemlich auseinander.

Im Moment liegt der Ölpreis bei knapp 78 Dollar. Manche Experten sagen, er wird nur noch minimal auf um die 80 Dollar steigen. Andere glauben, dass er sogar auf 100 Dollar klettern könnte – also noch mal ein Drittel teurer. Und es gibt unzählige Faktoren, die das beeinflussen: Vom Atomstreit der USA mit dem Iran, über den Eurokurs, bis hin zur Ölfördermenge.

Ich befürchte, worauf wir uns auf jeden Fall einstellen müssen: Zumindest günstiger wird es in absehbarer Zeit erst mal nicht – und zwar sowohl bei Öl, als auch bei Benzin, Diesel und Heizöl.