Manchmal der einzige Verbündete bei der Steuererklärung: Das Steuerprogramm für den Computer. Es soll unterstützen und vereinfachen. Manche machen es aber eher komplizierter. Die Stiftung Warentest hat elf Programme gecheckt, wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Welches Programm ist durchgefallen?

Klassisch durchgefallen (Note „mangelhaft“ oder „ungenügend“) ist keins. Von den elf von der Stiftung-Warentest getesteten Programmen erreichten zwei am Ende aber tatsächlich nur die Note „ausreichend“. Steuerfuchs und Lohnsteuer Kompakt können die Tester daher nicht weiterempfehlen. Bei Lohnsteuer Kompakt war zum Beispiel die so genannte „Anlage KAP“ für Kapitalerträge etwa aus Aktien nicht wirklich im Programm integriert. Einzelne Daten konnten nicht mehr selbst verändert werden, zum Beispiel der ursprüngliche Kaufkurs einer Aktie - was zu teuren Fehlern führen kann. Auch der Klassiker Steuersparerklärung von Wolters Kluwer schnitt in der 2017er-Version nur mittelmäßig ab.

Tipps für die Steuererklärung

  • Die Steuererklärung zu machen ist Arbeit, die sich in den meisten Fällen lohnt. Im Schnitt gibt es für Arbeitnehmer 900 Euro zurück.
  • Die Steuererklärung online zu erstellen ist meist bequemer und geht schneller als die klassische Erklärung über ein Steuerformular.
  • Vorsicht! Steuersoftware hilft einem zwar beim Erstellen dieser Online-Steuererklärung und nimmt einem damit Arbeit ab, nicht aber die Verantwortung für die Richtigkeit der eingetragen Daten. Deshalb sollte ich mir die Zeit nehmen und die digitale Steuererklärung noch einmal genau prüfen, ob auch alles stimmt, bevor ich sie online losschicke.

Was macht denn ein schlechtes Steuerprogramm aus?

Am Ende kann ich Geld verlieren. Rechnen können natürlich alle Programme. Aber wenn mir das Programm bspw. nicht sagt, dass zu den „Werbungskosten“ auch meine Pendelkosten zur Arbeit gehören, bekomme ich weniger Geld zurück, als mir zusteht. Deshalb sind gute Programme solche, die mich bei der Hand nehmen, mir auch mal etwas erklären können und mich so Schritt für Schritt durch meine Steuererklärung begleiten. Ohne mich im Zahlen- und Zettelwust ertrinken zu lassen.

Die Testsieger

Die WISO-Programme Steuersparbuch bzw. Steuerweb und Tax 2017 heißen die Testsieger. Sie haben bei der Handhabung mit „gut“ abgeschnitten – besser als der Rest. Tax 2017 kostet dabei gerade mal 15 Euro, nicht mal halb so viel wie die WISO-Software für je knapp 35 Euro. Allerdings: Wer selbstständig ist, kann mit „Tax“ nicht wirklich arbeiten, sagen die Tester. Da fehlen bestimmte Vorlagen, die ich als Selbstständiger brauche. Außerdem gibt es „Tax“ nur für Windows-Rechner. Das Wiso Steuersparbuch 2017 läuft auch auf dem Mac.