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Das Buch Der letzte Herr des Waldes erzählt von einem Indianerstamm im Amazonaswald, der noch sehr ursprünglich lebt – in einer für sie heilen Welt, die von der Zivilisation, vom Weißen Mann, bedroht wird. Thomas Fischermann erzählt die Geschichte des jungen Kriegers Madarejúwa Tenharim, der bereit ist für die Verteidigung seines Volkes zu sterben.

Impressionen von Thomas Fischermann

Thomas Fischermann: Der letzte Herr des Waldes; Foto: Thomas Fischermann

Thomas Fischermann: Der letzte Herr des Waldes

Thomas Fischermann

Der junge Krieger Madarejúwa Tenharim ist einer der letzten Wächter des Amazonaswaldes. Das Reservat von Tenharim und seinem Stamm ist so groß wie Schleswig-Holstein. Sein traditionsreiches Volk umfasste einmal mehr als 10.000 Menschen, ist aber auf knapp 1000 geschrumpft, denn von überall dringen Goldschürfer, Holzfäller, Farmer und Staudammbauer ein, und auch die Indianer bekämpfen sich gegenseitig. Auf einer Expedition durch den Amazonas ist der ZEIT-Journalist Thomas Fischermann Madarejúwa zum ersten Mal begegnet. Seither ist er immer wieder in diese Gegend gereist, wurde zu den Heiligen Stätten des Volkes geführt, hat am Leben der Tenharim teilgenommen und hunderte Stunden Interviews geführt und aufgezeichnet – mit Madarejúwa selbst, den Häuptlingen, Heilern und den Stammesältesten.

Wenn der Wald stirbt, stirbt auch das Volk

Das Buch handelt vom Leben Madarejúwas. Es geht auf die Jagd nach Wildschweinen und Affen, in den Kampf mit Jaguaren und Anakondas, an mystische Stätten zu Ritualen und Festen. Die Streifzüge mit dem jungen Krieger machen begreifbar, was der Wald für den jungen Mann und sein Volk bedeutet: Wenn die Natur stirbt, dann sterben auch sie. Aus dem Wald beziehen sie ihre Nahrung, ihre Naturheilmittel, ihre Identität und Spiritualität. Aus erster Hand erfahren wir von einem uralten Verständnis der Balance zwischen Mensch und Natur.

Autor
SWR3