Dieser Haufen rostiger Schrott stand jahrelang von allen vergessen auf einer verwilderten Wiese in der Eifel – bis die jemand kaufte und aufräumen wollte. Der neue Wiesenbesitzer schaute genauer hin und staunte. Jetzt landeten die Überreste des zweitältesten jemals gebauten VW-Samba-Busses in Bonn bei einem Sammler.

Als er die Fahrgestellnummer gesehen habe, sei für Sammler Florian Kalff aus Bonn schnell klar gewesen, dass es sich bei diesem 1951er VW-Samba-Bus um ein sehr, sehr frühes Modell handeln musste. Schon da habe er sich gedacht: „Holla die Waldfee, das ist ein historischer Moment.“

Und so sieht das Schmuckstück aus

Teilweise ist nur noch das Gerippe des VW Busses übrig; Foto: Florian Kalff

Teilweise ist nur noch das rostige Gerippe des alten VW Busses übrig.

Florian Kalff

Vierstelliger Betrag für zwei Wagenladungen Rost

Der Bus sei mindestens der zweitälteste, überlebende Samba der Welt, sagt Kalff. Das sei jetzt schon verbrieft. Er habe einen vierstelligen Betrag für dessen rostige Überreste ausgegeben. Die Mitarbeiter seines VW-Teile-Handels hätten zunächst ungläubig geschaut, als er mit den zwei Pritschenwagen voller Autoteile auf dem Hof seiner Firma ankam. Als er dann erklärte, was genau er da auf den Ladeflächen hat, da sei auch seinen Mitarbeitern klar gewesen, dass das was Tolles ist.

Ein Bus, wie ein rollendes Puzzle

Kalff will daraus nicht den x-ten perfekt restaurierten Samba-Bus machen. Das sei für ihn relativ reizlos. Das Auto erzähle dann keine Geschichte mehr. Es habe doch eine tolle Story, und die solle auch hinterher sichtbar bleiben. Man müsse sich den fertigen Bus vorstellen wie die Dresdner Frauenkirche. Da werde etwas neues konstruiert. Die erhaltenen, originalen Reststücke sollen in eine neue Konstruktion eingepasst werden und später auch sichtbar sein. Das heißt, auf den fertigen Bus kommt zum Schluss kein komplett neuer Lack drauf, sondern er werde hinterher aussehen wie ein rollendes Puzzle. Zehn bis fünfzehn Jahre werden die Restaurierungsarbeiten dauern, schätzt Kalff. Die Kosten dafür werden wohl deutlich in die Hunderttausende gehen.