STAND
AUTOR/IN
Fabian Töpel
SWR3

In den nächsten Tagen wird es heiß! Gerade in Städten kann das schnell anstrengend werden. Kurz zur Abkühlung in den nächsten Springbrunnen hüpfen – klingt verlockend, kann aber teuer werden!

Ob ich mich in einem Springbrunnen abkühlen darf, lässt sich nicht pauschal beantworten. Erstmal kann das jede Stadt für sich und theoretisch auch für jeden Brunnen einzeln regeln. In den meisten Städten, wie zum Beispiel in Köln oder Karlsruhe, ist klar geregelt, dass das Baden in Springbrunnen verboten ist.

Bis zu 5.000 Euro Strafe fürs Baden in Brunnen

So heißt es zum Beispiel in der Polizeiverordnung der Stadt Karlsruhe, §3 Absatz 1: „In öffentlichen Anlagen ist untersagt, Wasseranlagen oder Brunnen zu verunreinigen oder zweckfremd zu benutzen, insbesondere in diesen zu baden“. Das gilt für Erwachsene, Kinder und Hunde gleichermaßen. Wer dennoch ins Wasser springt, riskiert ein Ordnungsgeld von bis zu 5.000 Euro.

Baderegeln Wer trägt die Verantwortung im Schwimmbad?

Endlich richtig Sommer! Ab ins Freibad! Aber bitte, liebe Eltern, verlasst euch nicht auf die Schwimmmeister. Denn es ist eure Pflicht, eure eigenen Kinder zu beaufsichtigen.

Städte regeln Brunnen-Baden unterschiedlich

Andere Städte wie Berlin richten im Sommer deshalb sogenannte „Kinderplantschen“ ein, um für eine Abkühlung zu sorgen. In „normalen“ Springbrunnen soll aber nicht geplantscht werden. Ob man dann das Ordnungsgeld wirklich zahlen muss, kommt aber auch immer auf die Kommune an. Da drücken viele an heißen Sommern auch schon mal ein Auge zu, gerade wenn man nur die Füße ins Wasser hält. Es gibt aber auch Kommunen wie zum Beispiel Jena, die das Plantschen in den Brunnen der Stadt erlauben.

Freiburg: Plantschen im Denkmal-Brunnen regt Anwohner auf

Brunnen am Platz der alten Synagoge in Freiburg (Foto: picture alliance / dpa / Patrick Seege)
Aufreger in Freiburg: Im Brunnen am Platz der alten Synagoge erfrischen sich an heißen Tage gerne Menschen. Der Brunnen erinnert an die Opfer der Reichspogromnacht. picture alliance / dpa / Patrick Seege

Es gibt aber auch Gründe, warum Städte den Badespaß an Brunnen im Sommer verbieten. Städte bauen Springbrunnen nicht als Badeflächen, sondern weil sie die Parks optisch aufwerten sollen und von Künstlern designt werden. In Freiburg zum Beispiel steht ein Brunnen auf dem Platz der alten Synagoge, der an die Opfer der Reichspogromnacht erinnern soll. In den letzten Jahren ist der Brunnen aber immer mehr zum Wasserspielplatz mutiert, was viele Anwohner und die jüdischen Gemeinden gestört hat.

Städte wollen sich vor Haftung schützen

Den Kommunen geht es aber auch darum, sich davor zu schützen, für mögliche Schäden aufkommen zu müssen. Das Wasser in den Springbrunnen wird meist nicht getestet und ist auch nicht zum Trinken geeignet. Das heißt: Es kann krank machen darin zu baden. Außerdem besteht immer die Gefahr, dass Leute ausrutschen und sich verletzen. Damit die Stadt dann nicht für die Schäden haften muss, darf das Baden nicht erlaubt sein.

Abkühlung unterwegs: Macht euch den SWR3-Ventilator an!

STAND
AUTOR/IN
Fabian Töpel
SWR3

Meistgelesen

  1. Saarbrücken

    SWR3 Tatort-Kritik „Die Kälte der Erde“ Der Tatort aus Saarbrücken ist absolut packend!

    Ablehnung gegenüber der Polizei. Wut, Hass, Schläge. Bei den Ermittlungen in der Hooliganszene wirken die Kommissare besonders echt. Dennoch gibt es Vertrauensprobleme.

  2. Öko-Test warnt vor diesen Zahncremes „Unverantwortlich“: Mit diesen Pasten schrubben Kinder Gift in den Mund

    Was machen Kinder beim Zähneputzen, vor allem, wenn sie noch ungeübt sind? Sie schlucken kleine Mengen an Zahnpasta. Bei einigen Produkten ist das richtig riskant, sagt Öko-Test. Was ist das Problem?

  3. Wie kam die da rein? „Hallo Polizei, ich hab die falsche Frau im Bett!“ 🛌

    Kann ja mal passieren: Du kommst nach Hause und da liegt in deinem Bett eine absolut fremde Frau. Da rufst du besser die Polizei! Nicht.

  4. Tiktok ist verknallt in diese Omis Egal wie laut die Hüfte knackt! Diese Ladys tanzen zu Miley Cyrus' „Flowers“

    Im aktuellen Song „Flowers“ singt Miley Cyrus über die guten Seiten einer Trennung. Und damit kennen sich diese Ladys offenbar aus! Denn sie zelebrieren eine Tanzversion mit Hingabe. Tiktok liebt es – und ihr? (P.S.: Wir auch!)

  5. Bad Mergentheim

    Horror-Tat in Bad Mergentheim Rentnerin von Fahrrad gestoßen: 14-Jähriger wegen Mordverdacht in U-Haft

    In Bad Mergentheim ist ein Jugendlicher auf eine Rentnerin losgegangen – wohl ohne Grund. Die Frau hat den Angriff nicht überlebt.

  6. Liveblog: Der Krieg in der Ukraine Melnyk fordert deutsche U-Boote für Ukraine

    Russland versucht weiter, die Ukraine einzunehmen. Der Krieg hat auch Auswirkungen auf Europa und die ganze Welt. Alle Infos dazu.