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Jessica Schnellbach
Jessica Schnellbach (Foto: SWR3)
INTERVIEW
Sabrina Kemmer

„Telefonsex hat was Charmantes, ist intim und weniger inszeniert als ein erotisches Foto“, sagt Mimi Erhardt. Sie ist Journalistin, hat über Telefonsex geschrieben und vieles ausprobiert. Mit SWR3-Moderatorin Sabrina Kemmer teilt sie in der Beziehungsshow ihre Tipps.

Was zeichnet Telefonsex aus?

Das Kopfkino, wenn der andere diese erotischen Vorstellungen in dir wecken kann. Das ist wahnsinnig heiß. Wenn der andere weiß, worauf du stehst. Je nachdem, wie man das gestaltet, kann ein gewisses Machtgefälle reizvoll sein.

Ist Telefonsex überhaupt etwas für mich, wie überwinde ich mich und komme mir währenddessen nicht total bescheuert vor? Hier gibt's sieben Tipps für gelungenen Telefonsex!

  1. Muss ich Telefonsex mögen?
  2. Telefonsex – ist das was für mich?
  3. Ich will Telefonsex, mein Partner oder meine Partnerin nicht – was tun?
  4. Wie klingt die „perfekte“ Telefonsexstimme?
  5. Telefonsex ausprobieren: So kannst du anfangen
  6. Lass dich nicht verunsichern!
  7. Telefonsex – was sollte ich lieber lassen?

1. Muss ich Telefonsex mögen?

NEIN! Wir alle haben verschiedene Bedürfnisse und Vorlieben und das ist auch gut so. Finde für dich heraus, auf was du stehst und ob du mit Telefonsex diese Vorlieben befriedigen kannst. Bist du jemand, der etwas vor sich sehen muss, um in Stimmung zu kommen, ist Telefonsex womöglich nicht das Richtige. Bist du allerdings der Typ, der allein durchs Zuhören die passenden Bilder im Kopf hat, könntest du viel Spaß mit Telefonsex haben. Du solltest nichts tun, wobei du dich unwohl fühlst und im Gegenzug auch nicht deinen Partner oder deine Partnerin zu etwas überreden, das er oder sie nicht möchte.

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2. Telefonsex – ist das was für mich?

Das kannst du ganz leicht herausfinden, indem zu beispielsweise unter der Dusche mögliche Sätze vor dich hin sprichst, die du am Telefon sagen würdest. Das können Anweisungen sein, die du deinem Partner oder deiner Partnerin gibst oder du erzählst von einer Sexfantasie, die du schon immer ausprobieren wolltest.

SWR3 Moderatoren Sabrina Kemmer und Max Oehl (Foto: SWR3)

Doktorspiele Audiopornos – Sex für die Ohren

Dauer

Porno zum Hören, funktioniert das? Sabrina und Max haben sich für diese Podcast-Folge in die Welt der Audiopornos gelauscht und berichten euch in gewohnt deutlichen Worten, wie gut oder schlecht das bei ihnen persönlich ankam.
Selbstverständlich mit Hörbeispielen: Da gibt es ASMR, Anleitungen zum Masturbieren, Arten von Telefonsex und natürlich erotische Geschichten. Ob flüsternde Geräusche, undeutliches Gestöhne aus der Dusche oder die Story von der Reporterin in der Fußballumkleide Gefühle auslöst, ist natürlich Geschmackssache. Nachteil ist, dass der Qualitätsanspruch bei fehlendem Bild wesentlich höher ist. Vorteil: Dass wir wir weniger abgelenkt werden, wenn wir uns auf einen Sinn konzentrieren. Das kann sich lohnen, für den oder vor allem die, die sich darauf einlässt. Ob Audiopornos mit Dialekt das Zeug zum neuen Geheimtipp haben, testen Max und Sabrina sofort mit fränkisch und badisch. Und wer bis dahin nicht lachen musste, für den gibt es zum Schluss: oberskurile Tiergenitalieninfos vom Oktopus.

3. Ich will Telefonsex, mein Partner oder meine Partnerin nicht – was tun?

Denkst du nur, dass dein Gegenüber es nicht will oder habt ihr offen darüber gesprochen? Das ist nämlich wichtig. Gehe offen mit Telefonsex um, erkläre, was dich daran reizt und bringe die Gründe für das Ablehnen in Erfahrung. Gebt beiden Seiten ausreichend Zeit, sich zu erklären und trefft danach eine Entscheidung. Hier wieder wichtig: NIEMALS etwas tun, wobei sich eine Seite unwohl fühlt.

Wenn sich alle Beteiligten einig sind, Telefonsex auszuprobieren, können die folgenden Tipps die Leitung zum Glühen bringen.

4. Wie klingt die „perfekte“ Telefonsexstimme?

Mimi Erhardt empfiehlt tiefer und langsamer zu sprechen. Das fällt oft nicht leicht, besonders, wenn die Aufregung mitspielt. Deshalb der Tipp:

Einfach mal Dinge vor sich hin sprechen. Sich quasi in Stimmung sprechen, damit die Stimme nicht klingt, als sei man erst aufgewacht.

Was macht eine Stimme sexy? Das hat SWR3 Reporter Jakob Reifenberger herausgefunden. Er war bei einem professionellen Sprechtrainer – bei Mathias Hermann in Frankfurt. Und hat ihn genau das gefragt: Was muss denn passieren, damit wir eine Stimme hören und denken: Boah, der oder die klingt heiß!

Logo SWR3 (Foto: SWR, SWR)

Diverses Sprechtrainer: Was macht eine Stimme sexy?

Dauer

SWR3 Studio Mainz, -34301
TEASER OT: Definiere sexy!
Das machen wir! Was macht eine Stimme sexy? Das hat SWR3 Reporter Jakob Reifenberger herausgefunden. Er war bei einem professionellen Sprechtrainer – bei Mathias Hermann in Frankfurt. Und hat ihn genau das gefragt: Was muss denn passieren, damit wir eine Stimme hören und denken: Boah, der oder die klingt heiß! Auf der Suche nach der perfekten sexy Stimmlage gings für Jakob aber erst mal los mit einer herben Enttäuschung:
TAKE (endet mit: "Alles klar, danke Mathias!")
Das ist dann wohl Jakobs NORMALE Stimmlage. Und was wir an unserer normalen Stimme tunen können, um attraktiver rüberzukommen, zum Beispiel beim ersten Date, das hören wir gleich. Spoiler: Unser Reporter hätte nie gedacht, wie viel er beim folgenden Satz falsch machen kann:
OT „Hey, ich bin Jakob!“

Wenn ihr eine sexy Stimme haben wollt, dann solltet ihr es nicht übertreiben. Sein Tipp: Nutzt eure natürliche Stimme, die ist schon sexy genug – wenn ihr ein paar Tipps beachtet.

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Diverses Tipps für eine sexy Stimme vom Sprechtrainer

Dauer

SWR3 Studio Mainz, -34301
Wenn ihr eine sexy Stimme haben wollt, dann solltet ihr es nicht übertreiben. Sonst klingts schnell nach Porno. Das haben wir eben schon gehört, von Sprechtrainer Mathias Hermann. Sein Tipp: Nutzt eure NATÜRLICHE Stimme! Die ist schon sexy genug – wenn ihr ein paar Tipps beachtet. SWR3 Reporter Jakob Reifenberger hat sich von Mathias coachen lassen. Jakob wollte wissen: Wie begrüße ich jemanden, sodass mein Date direkt denkt: gute Stimme, guter Typ!
TAKE

5. Telefonsex ausprobieren: So kannst du anfangen

Finde dafür zuerst heraus, was für ein Telefonsex-Typ du bist. Was genau möchtest du sagen? Möchtest du überhaupt etwas sagen oder eher Anweisungen empfangen und dir Fantasien anhören?

Möchtest du dich zum Telefonsex verabreden oder ihn spontan starten? Beides kann funktionieren und hat seine Vorteile. Paare, die Sexdates reizvoll finden, sollten sich auch zum Telefonsex verabreden. Besonders bei Fernbeziehungen kann es helfen, wenn man sich vornimmt:

Ich nehme mir jetzt heute Abend Zeit, mache mir eine schöne Atmosphäre, ziehe mich sexy an. Wir haben heute Abend ein Date, ich rufe dich an und ich will, dass wir einfach unseren Spaß zusammen haben und es da richtig krachen lassen am Telefon.

Eine feste Verabredung für Telefonsex brauchst du jedoch nicht unbedingt. Es kann auch sein, dass sich während eines „normalen“ Telefonats eine erotische Stimmung ergibt. Mimi empfiehlt, sich in so einer Situation heranzutasten.

Am Telefon kann man Dinge sagen wie: ‚Ich habe den ganzen Tag an dich gedacht, ich stelle mir vor, du bist da‘, oder ‚ich habe dich vermisst, ich wünschte, du würdest jetzt bei mir liegen‘. Dann kommt vielleicht die Frage: ‚Was würdest du denn dann machen?‘ Und dann entwickelt sich da was.

6. Lass dich nicht verunsichern!

Nun kann es natürlich passieren, dass du dir die perfekten Sätze zurechtgelegt hast, deine Stimme und das Tempo on point sind und alles was du an Reaktion zurückbekommst ist Stille oder ein Kichern. Das kann hart sein aber lasse dich deshalb nicht entmutigen! Besonders, wenn du eine Spontanaktion gestartet hast, ist es vollkommen normal, dass dein Gegenüber überrascht ist. Sprich die Situation offen an, sag wie du dich fühlst und dass du gerne Telefonsex ausprobieren möchtest. Vielleicht ist es nicht nur für dich Neuland.

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7. Telefonsex – was sollte ich lieber lassen?

Gerade zu Beginn solltest du dich nicht selbst aufnehmen und checken, wie deine Stimme klingt. Das kann zusätzlich verunsichern. Es ist okay, wenn du deine Stimme unattraktiv findest. Dein Gegenüber muss das nicht so sehen!

Auch wenn das schon oben erwähnt wurde: Es ist okay, wenn Telefonsex nichts für dich ist! Tu nichts, womit du dich unwohl fühlst und erwarte es auch nicht von anderen.

Mimi, erzähl uns von deiner größten Telefonsex-Panne!

Wenn man Dinge ausprobiert, geht auch mal was schief – natürlich auch bei Mimi. Pannen gehören eben dazu und in den meisten Fällen kann man am Ende gemeinsam darüber lachen. Im Interview für die Beziehungsshow mit Sabrina Kemmer hat sie uns von ihrer größten Telefonsex-Panne erzählt:

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Liebe geht durch die Ohren – Beziehungsshow Mimi Erhardts Telefonsex-Panne

Dauer

Mimi Erhardt teilt mit Sabrina Kemmer Tipps für Telefonsex. Dabei erzählt sie auch von ihrer größten Telefonsex-Panne

Sexting oder Telefonsex? Das sind die Unterschiede

Beim Telefonsex wird telefoniert, Phantasien und Gedanken werden ausgesprochen. Beim Sexting spielt sich das Ganze in einem Chat ab. Ähnlich wie beim Telefonsex kann man phantasieren und Bilder im Kopf erzeugen, aber eben schriftlich. Das fällt vielen einfacher: eine Nachricht ist schneller mal getippt, als die Sätze auch wirklich auszusprechen. Von bloßen Nachrichten geht es dann aber auch schnell weiter zu Bildern oder Videos. Experten warnen aber beim Sexting: Wer Bilder, Videos und Textnachrichten versteckt, muss sich darüber im Klaren sein, dass die auch wo anders landen können. Ein Screenshot ist schnell gemacht und weitergeleitet können Videos ja auch direkt. Sicheres Sexting ist im Grunde nicht möglich; als Garantie hat man nur das Vertrauen zum Sexting-Partner. In verschiedenen Studien wurden verschiedene Aspekte von Sexting untersucht, so beispielsweise 2016 an der Universität in Indiana. Von 6000 alleinstehenden Menschen zwischen 21 und 75 Jahren gaben 23 Prozent an, Sexting-Inhalte schon weiterverbreitet zu haben. Im Schnitt gingen die Nachrichten sogar an drei oder mehr Freunde.

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