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Eine Tüte Kunst für jeden Schultag

Norman aus Bornheim bei Bonn findet neben der Arbeit im Moment nur wenig Zeit für seinen siebenjährigen Sohn – zu wenig Zeit für seinen Geschmack! Deshalb hat er sich einen Weg überlegt, wie er ihm trotzdem seine Liebe zeigen kann. Und das mit Erfolg:

Für jeden Schultag in Präsenzunterricht bemalt er seit einigen Wochen am späten Abend in mühevoller Kleinarbeit die Vesper-Papierbrottüten mit den Lieblingsmotiven seines Sohns.

Aufwand ging mit vollem Präsenzunterricht nach oben

Bei zwei Tagen Präsenzunterricht pro Woche war das Pensum noch gut zu erfüllen. Mit Verstärkung des Präsenzunterrichts hat sich auch die Anzahl der zu bemalenden Brottüten mehr als verdoppelt. Ein Aufwand, den Norman aber gerne auf sich nimmt. So widmet er inzwischen mehrere Abendstunden pro Woche seine neuen Hobby.

Und auch seinem Sohn gefallen die individuellen Vespertüten. Er hat sich mit einem liebevollen Brief bei seinem Vater bedankt:

Lieber Papa, du bist nicht nur der Hammer, sondern du bist der ganze Werkzeugkasten!

Alle Vespertüten, die den Schulalltag gut überstanden haben, schaffen es zur dauerhaften Aufbewahrung in ein Album, wo sie Vater und Sohn jederzeit wieder hervorholen können.

Der liebevollste Papa im Internet

Auch im Netz wird er von allen Seiten gefeiert. Als er seine Brottüten auf Twitter teilte, rechnete Norman noch nicht mit großem Zuspruch und schrieb im April:

Liest eh zwar keiner, aber ich möchte es trotzdem, entgegen meiner Gewohnheiten, mal loswerden: Ich mache morgens meinem großen Sohn (7J) Frühstück und Brote für die Schule. Die Brote kommen dabei immer in eine #Brotpapiertüte.

Was darauf folgte, war das Gegenteil von Desinteresse: Mehrere hundert Likes pro Tüte und viele aufbauende Nachrichten fluten seitdem unablässig seinen Account. Und vermutlich ist es gerade seine bescheidene, ehrliche Art, die diese Zeichnungen so liebenswert machen; nicht nur für seinen Sohn.

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