STAND
AUTOR/IN
Stefanie Tücking

Der Zwischenmensch im Traumland

Wenn man wirklich versucht, die Realität in einem Traum zu überprüfen, wacht man entweder auf, oder der Traum verändert sich. So sagen es die Psychologen. Und unser Held Fenton weiß das auch ganz genau, er hat nämlich Psychologie studiert. Trotzdem läuft ein Experiment, an dem er teilnimmt, für ihn aus dem Ruder.

Mittels einer neuen Droge sollen die geistigen Fähigkeiten von Fenton verstärk werden. Das klappt auch zunächst mal bestens, doch dann löst er sich von seinem Körper und gerät in eine Parallelwelt in der Elfen gegen Monster kämpfen. Er kann dort als so was wie ein sichtbarer Geist der Elfenkönigin helfen und erfährt, dass er momentan ein sogenannter Zwischenmensch ist. Will er als richtiger Mensch wieder zu den Elfen, muss er das Haus zwischen den Welten, also eine Art Verbindungstür, finden. Dann wird er aber plötzlich mit aller Kraft zurück in seinen Körper gezogen, der ja immer noch im psychologischen Institut in Berkeley auf der Couch liegt. Die Psychologin Sally dokumentiert alles, was Fenton von seiner Reise zu erzählen hat, und belegt ihm, dass sein Erlebnis nur ein Traum gewesen sein kann, denn alles andere müsste er ja erst mal beweisen, und genau das kann er natürlich nicht.

Was ist Traum oder Rausch, und was Realität?

Fenton will aber unbedingt zurück in die faszinierende Welt der Elfen und nimmt deshalb noch ein paar Mal an dem Drogenexperiment teil, aber dann schließen ihn die Psychologen der Uni aus. Denn er glaubt ihrer Meinung nach mittlerweile zu sehr an diese Parallelwelt und lässt sich auch nicht mehr davon überzeugen, dass das alles nur ein Traum ist. Fenton ist erst mal auf Eis gelegt, aber als ihm ein Dealer die bewusstseinserweiternde Droge anbietet, fackelt er nicht lange und geht zum Selbstversuch über.

Marion Zimmer Bradley ist weltberühmt geworden mit ihrem Roman Die Nebel von Avalon - lief ja auch gerade im Fernsehen - aber ich werde sie immer wegen der vielen anderen Bücher verehren, die sie geschrieben hat.

Das Haus zwischen den Welten zum Beispiel beschäftigt sich eingehend mit der Frage, was ist noch Realität und was schon Phantasie, ein Problem mit dem übrigens alle Parapsychologen der Welt zu kämpfen haben. Man kann viele Dinge einfach nicht beweisen, aber das heißt ja noch lange nicht, dass es sie nicht gibt. Und ganz oft ertappe ich mich dabei, dass mir die phantastischen Dinge einfach die lieberen sind.

Ach ja, falls jemand weiß, wo sich gerade das Haus zwischen den Welten befindet, bitte eine kurze Mail an mich.

STAND
AUTOR/IN
Stefanie Tücking

Meistgelesen

  1. Deine Rechte Darf ich im Hotel das Shampoo mitnehmen?

    Im Hotel übernachten, einfach die kleinen Fläschchen einpacken und dann mit nach Hause nehmen – ist das erlaubt? Und wie siehts mit der Dose Cola aus der Minibar aus?

  2. Liveblog: Der Krieg in der Ukraine 14 Tote wegen Überflutungen nach Dammbruch

    Russland versucht weiter, die Ukraine einzunehmen. Der Krieg hat auch Auswirkungen auf Europa und die ganze Welt. Alle Infos dazu.

  3. „Danke, dass ihr bei uns seid“ Nach MeToo-Vorwürfen: So lief das Rammstein-Konzert in München

    Nach den Vorwürfen gegen Rammstein-Sänger Till Lindemann hat die Band ihr erstes Konzert der aktuellen Tour in München gespielt – ohne größere Vorkommnisse.

  4. Skyline im Smog Warum New York im Nebel versinkt

    Es sind krasse Bilder: New York City versinkt in orangenem Nebel. Die Luftqualität ist bedrohlich. Der Grund für den dichten Rauch: Waldbrände in Kanada.

  5. Zu high zum Fliegen Hier dröhnen sich Schwäne mit Opium zu

    Ein harmloses Mohnfeld im Süden der Slowakei wird plötzlich zum Schauplatz einer Drogenparty für Schwäne. Und bringt einen Biobauern zum Verzweifeln. Hier liest du es!

  6. „Ich muss hier sofort raus“ Influencerin Kayla Shyx berichtet von ihrer Erfahrung auf Rammstein-Konzert

    Mehrere Frauen werfen Rammstein-Frontmann Till Lindemann übergriffiges Verhalten vor. Influencerin Kayla Shyx teilt ihre Erfahrung von einer Rammstein-Aftershowparty.