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Julia, eine junge New Yorker Anwältin, ist auf der Suche nach ihrem Vater, der vor vier Jahren verschwand. Ein 40 Jahre alter Brief führt sie nach Burma, wo sie seine ungewöhnliche Lebensgeschichte erfährt.

Ich finde es immer toll Bücher da zu lesen, wo sie spielen. Aber für meinen Sommerurlaub bei meiner amerikanischen Gastfamilie war der Koffer einfach schon sooo voll und fürs E-Book bin ich einfach noch nicht überzeugt genug! Um so schöner wars - als mir meine amerikanische Gastmutter ein Buch in die Hand drückte „Nicole, you have to read this? It's awesome!“ Die Handlung beginnt in New York – Mensch klasse – da war ich ein paar Tage zuvor grade das erste mal in meinem Leben...

Julia - eine junge New Yorker Anwältin findet einen Brief, den ihr Vater vor 40 Jahren geschrieben hat. Julia ist auf der Suche nach ihrem Vater, der vor 4 Jahren einfach so Frau und Tochter sitzen gelassen hat. Keine Spur von ihm - nur dieser Brief aus Burma! Julia fliegt dahin - nach Rangoon - und trifft dort Uba, der ihr nach und nach eine Geschichte erzählt, die all ihre Fragen beantworten wird:

Der kleine TinWin wird von seiner Mutter verstoßen, wird von einer Nachbarin großgezogen - mit 8 Jahren erblindet er. Dafür entdeckt er etwas anderes: die Gabe des Hörens. Er kann Vögel am Ton ihres Flügelschlags erkennen. Wenn irgendwo eine Spinne an einem Netz webt, hört er den Klang. Später wächst er bei buddhistischen Mönchen auf. Hier lernt er Werte und Weisheiten kennen und eines Tages auch MiMi, das Mädchen, das sich nur auf ihren Händen bewegen kann, weil ihre Füße nach innen gewachsen sind.

Der blinde TinWin und die lebensfrohe MiMi verbringen jede freie Minute miteinander. Er trägt sie nach Hause über den großen Markt bis zu ihren Eltern und sie gibt ihm Halt - eine tiefe Freundschaft verbindet sie. Er wird zu ihren Füßen, sie zu seinen Augen! Durch eine Augen-OP kann Tin Win wieder sehen und studiert in Amerika. So wird aus TinWin ein erfolgreicher Anwalt mit amerikanischer Familie. Julia erfährt die besondere Lebens- und Liebesgeschichte ihres Vaters, eine ganz ungewöhnliche, die Jan Philipp Sendker da aufgeschrieben hat.

Der war früher Asien- und Amerikakorrespondent beim Stern. Wobei ich unterstelle: so kann doch kein Korrespondent schreiben! Tiefsinnig, bewegend, null kitschig - aber in wunderbaren Worten erzählt! Es ist sein Debüt auf englisch: „the art of hearing heartbeats“ auf deutsch Das Herzen hören. Gerade arbeitet er am Drehbuch für die Kinofassung. Der Nachfolger ist auch schon erschienen und sobald es davon eine englische Version gibt, schicke ich die gleich raus - zu meiner amerikanischen Gastmutter!

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