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Ein Serienmörder sucht sich seine Opfer bei Facebook. Eine Thriller-Story im im Stil von Sieben, die spannend und ziemlich real rüberkommt. Geschrieben von einem Starfotografen und einem Medienwissenschaftler.

Die Idee ist eigentlich ganz einfach: ein Serienmörder sucht sich seine Opfer bei Facebook. Er chattet Frauen an, trifft sich mit ihnen und bringt sie schließlich um. Allerdings wird das in Der Facebook-Killer wirklich spannend beschrieben.
Der Mörder ist in Paris aktiv und als eine Spezialeinheit der Polizei dort nicht wirklich weiter kommt, wird Hilfe aus dem Ausland geholt: Eine berühmte Psychologin aus Mannheim soll ein Profil des Täters erstellen. Während sie das tut gibt es weitere Morde und schließlich wird sogar eine gute Freundin von ihr getötet. Die Psychologin kommt dem Täter immer näher, irgendwann kennt sie dann auch seinen Facebook-Namen und chattet sogar selbst mit ihm.

Und das fand ich dann wirklich spannend: Gerade wer selbst viel im Internet unterwegs ist, kriegt dann schon irgendwie ein mulmiges Gefühl, wenn man diese Chatprotokolle mit dem Killer liest. Der nutzt die Anonymität in sozialen Netzwerken bestmöglich aus, er ist zwar jederzeit greifbar, kann aber doch nicht wirklich geschnappt werden. Man erfährt immer mehr über den Mörder, der ein religiöser Fanatiker ist und Hinrichtungsmethoden aus der Bibel anwendet. Irgendwann ist dann dank Facebook auch die Identität des Killers klar, aber auch dann bleibt die Jagd weiter spannend, weil er der Polizei immer einen Schritt voraus ist.

Wer also Thriller im Stil von zum Beispiel Sieben mag, wird auch den Facebook-Killer spannend finden. Die beiden Autoren haben sich gut aufgeteilt: Thommy Mardo — eigentlich ein Mannheimer Starfotograf, der hier sein erstes Buch ohne Bilder herausgebracht hat — hatte die Idee zur Story. Die erzählte er dem erfahrenen Schriftsteller Oliver Hoffmann. Der schmückt die Geschichte spannend aus und ist wohl die optimale Wahl für den Facebook Killer — als Medienwissenschaftler hat er auch schon an einem Forschungsprojekt über Mediengewalt an der Uni Mannheim gearbeitet. Vielleicht wirkt der Killer im Buch ja auch deshalb immer ziemlich real.

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