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Wer dieses Buch liest, braucht Taschentücher. Aber nicht, weil es eine kitschige, herzzerreißende Schnulze ist, sondern eine Geschichte, die bewegt. Ein bisschen eine Mischung aus „Ziemlich beste Freunde“ und „Zwei an einem Tag“.

Wer dieses Buch liest, braucht Taschentücher. Aber nicht weil es eine kitschige, herzzerreißende Schnulze ist, sondern eine Geschichte, die bewegt. Bei "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes habe ich nicht nur Tränen der Rührung, sondern auch echte Lachtränen vergossen. Und genau solche Bücher liebe ich. Da krampft sich eben noch der Magen zusammen, weil die Story so ergreifend ist und einen Satz später muss man laut loslachen, oder eben umgekehrt.

Lou's Welt ist gerade mal so groß wie die englische Kleinstadt, in der sie lebt. Nie hat sie was von der Welt gesehen, hat nie eine Ausbildung gemacht, wohnt noch bei ihrem Eltern und ernährt die Familie mit ihrem Gehalt, dass sie als Kellnerin in einem kleinen Kaffee verdient, mit. Sie vermisst aber auch nichts. Erst als sie Ihrem Job in dem Kaffee verliert, ändert sich für sie alles. Das Arbeitsamt schlägt ihr jede Menge Aushilfsjobs vor, keiner ist was für Lou. Und dann soll sie Will betreuen. Einen Mann der nach einem Unfall vom Hals abwärts gelähmt ist. Ein Job, den noch nicht einmal ihr Vater ihr zutraut: "Als ob es nicht schon eine Strafe wäre, in einem verdammten Rollstuhl zu sitzen, jetzt schicken sie ihm auch noch als Gesellschaft unsere Lou."

Und Will, Mitte 30, der einstige Karrieremann, der Sportler, der Frauenschwarm, der die ganze Welt gesehen hat, hat tatsächlich so gar keine Lust auf die nächste "Aufpasserin", die man ihm da vor die Nase setzen will. Und natürlich, klar, da kommt was jeder ahnt - am Anfang ist es Abneigung, am Ende dann Liebe.

ABER: So einfach machts uns Jojo Moyes nicht... Denn dieses Buch ist viel mehr als eine Liebesstory und Komödie in einem. Es ist ein bisschen eine Mischung aus den Welterfolgen "Ziemlich beste Freunde" und "Zwei an einem Tag", ein Buch bei dem man sich am Ende zwangsläufig die Fragen stellt: Was würde ich tun? Hätte ich die Kraft, loszulassen?

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