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Wir haben doch alle schon mal in den Himmel geguckt und dort etwas leuchten sehen. Besuch aus dem All? Satellit auf Abwegen? Anfang des 20sten Jahrhunderts gab es dafür Spezialagenten – zumindest in dem Roman von Kai Meyer in HEX.

1926. Ein deutsches Luftschiff stürzt in Grönland ab. Es soll mit einer merkwürdigen Scheibe am Himmel zusammengestoßen sein. Vielleicht ein Ufo, heißt es. Ein Fall für die Agenten Max von Poser und Sina Zweisam vom HEX, der Abteilung für ungeklärte Kriminalfälle im deutschen Reich.

Die beiden sollen untersuchen, was genau in Grönland passiert ist. Aber die Reise ins ewige Eis bringt kaum Ergebnisse, bis Sina eine beängstigende Vision hat: Ein Sturmwind toste von Norden heran und mit ihm eine große Wolke, ringsum von Lichterglanz umgeben, und ein Feuer, lodernd, mit einem weißglühenden Kern inmitten der Glut. Darin wurde etwas sichtbar, vier Wesen mit menschlichen Körpern. Jedes aber besaß vier Flügel und ebenso viele Gesichter. Blitze schossen zwischen ihren Fingern, Flügeln und Köpfen umher, Flammen umloderten sie.

Klingt erstmal vollkommen irre. Aber die Agentin knallt jetzt nicht etwa völlig durch, sondern fährt wieder heim, mit einem ziemlich mulmigen Gefühl im Bauch. Und das hat Sina auch zu Recht. Denn zu Hause hat sich die Welt total verändert in den paar Tagen, in denen sie unterwegs war. Das HEX gibt es nicht mehr, der beste Freund ihres Kollegen Max, auch ein Agent des HEX, ist tot, Max' Verlobte und sein Vater einfach verschwunden. Und die Lösung für all das steckt, wie sollte es anders sein, in dieser merkwürdigen Vision von Sina.

HEX von Kai Meyer ist eine absolut spannende Geschichte. Eigentlich kann das alles ja so nicht möglich sein, aber es kommt erschreckend real rüber. Und das liegt wahrscheinlich an den vielen Ereignissen, die damals wirklich passiert sind und die der Autor einfach in seine Geschichte eingebaut hat.

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