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Mit AppleTV+ möchte der Smartphone und Computer Hersteller ab dem Jahresende Netflix und Co. Konkurrenz machen. Das Unternehmen aus Kalifornien investiert Millionen auch in eigene Serien und Werbung, um so mit den Platzhirschen mithalten zu können. Von einer Marketingidee könnten möglicherweise auch die Nutzer profitieren.

Es wird offenbar an einer Kombination aus Apple Music und AppleTV gearbeitet. Musik und Serien streamen zu einem vermutlich niedrigen Einstiegspreis. Solche Kombinationsmodelle gibt es zum Beispiel von Netzbetreibern, wenn es darum geht DSL mit dem Smartphone-Tarif zu verbinden.

appletvplus; Foto: dap/picture-alliance/TonyAvelar
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Plattenfirmen finden es nicht so super

Die Kosten dafür wird nicht nur Apple tragen. Das Schnäppchen wird nur dann möglich wenn die Plattenfirmen auf einen Teil ihres Profits verzichten. Bislang haben sie noch nicht öffentlich auf die Pläne reagiert. Die Begeisterung wird sich vermutlich in Grenzen halten, denn das Streaming-Geschäft mit Apple, Spotify oder Amazon ist längst nicht so lukrativ wie der Verkauf von mp3s oder CDs. Unabhängig von den Lock-Angeboten lohnt es sich auch bei allen anderen Anbietern auf Aktionen zu achten und flexibel zu bleiben, um immer wieder den Anbieter zu wechseln. Langfristig können die Kombi-Angebote auch von Amazon und MagentaTV Angeboten werden.

Spotify Musik-Streaming; Foto: imago/zuma press

Spotify, Soundcloud & Co. haben Einfluss auf die Länge der Songs.

imago/zuma press

Der kluge Streamer wechselt regelmäßig

Bis dahin empfiehlt es sich, vor allem bei Streamingdiensten zu prüfen, ob es möglich ist, einen Vertrag ein paar Monate auszusetzen oder die Probe-Monate anderer Anbieter zu nutzen, um den Jahresdurchschnitt für die Kosten von Musik-Streamingdiensten zu drücken. Wer ein bisschen Zeit investiert, schafft es leicht, die Kosten von über 10 Euro pro Monat auf die Hälfte zu senken. Und nicht vergessen: Es gibt ja auch immer noch Radio. Da werden einem die Millionen Titel geordnet und es gibt auch immer wieder Überraschungen.

Autor
Kai Karsten
Autor
SWR3