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„Wenn ich im Laufe der Geschichte den perfekten Körper gehabt hätte, hätte ich so ausgesehen“, schreibt eine Influencerin und veröffentlicht bei Instagram sechs Fotos, die innerhalb kürzester Zeit über Hunderttausend Likes bekommen.

Alle reden von 'Body Positivity' und Selbstliebe. Von Toleranz und Akzeptanz, so wie wir sind. Die Realität sieht allerdings oft anders aus. Immer gibt es gerade ein bestimmtes Schönheitsideal, dem viele Frauen nacheifern und das sie unbedingt erreichen wollen.

Die Fitness-Bloggerin Blogilates will jetzt wachrütteln – mit einem ganz besonderen Instagram-Post. Darin zeigt sie sich in Unterwäsche: mal füllig, mal schlank, mal mit großem Hintern, mal mit flachen Brüsten. Sie hat ihr eigenes Bild mehrfach bearbeitet und demonstriert so, wie sich unser Schönheitsideal im Laufe der Jahrhunderte und Jahrzehnte gewandelt hat. Und wie sie aussehen würde, hätte sie diesen Idealen entsprochen.

Schönheitsideale im Wandel; Foto: www.instagram.com/blogilates/

1400 bis 1700: Ein großer, weicher Bauch, breite Hüften und ein üppiger Busen waren die typischen Schönheitsmerkmale in diesen Jahrhunderten. Dick zu sein war ein Zeichen von Reichtum und einem guten Leben. Schlank waren nur arme Menschen.

www.instagram.com/blogilates/

Gegen Schönheitsideale: Liebt euren Körper, wie er ist

Die Message dahinter ist klar und die schreibt Blogilates auch unter ihr Bild: Betrachtet euren Körper mit Liebe und Respekt und versucht nicht, auf Biegen und Brechen jedem Schönheitsideal hinterherzurennen. Liebt den Körper, den ihr habt, denn er ist euer perfekter Körper! Behandelt ihn nicht wie Mode, die ständig wechselt, nur weil heute vielleicht kleine Brüste und morgen ein dicker Po angesagt sind.

Instagram-Follower sind begeistert

„Unsere Körper sind keine Trendobjekte, sie sind unser zu Hause!“ und „Dieser Post sollte um die Welt gehen! Ich hoffe, Millionen Frauen sehen das.“ Schon nach nur einem Tag hatte die Botschaft über 100.000 Likes auf Instagram, ständig kommen neue, begeisterte Kommentare dazu.


Autor
Nadine Heber
Autor
SWR3