Wetterapps kennt jeder, aber kaum einer hat Apps, die in solchen Situationen helfen können. Dabei gibt es spezielle Apps für solche Katastrophenfälle. Die können mehr als die ganz normalen Wetterapps.

Man könnte sie Unwetter-Apps nennen: Die zeigen eben nicht nur die normale Wettervorhersage, sondern warnen, wenn das Wetter extrem wird. Also bei starken Gewittern, Unwettern, Sturm. Dabei checken die Apps per Standortabfrage, wo man gerade ist und schicken eine Push-Nachricht, wenn es für die Gegend eine Unwetterwarnung gibt. Der Push-Nachricht muss man vorher natürlich zustimmen und sollte das auch machen, denn ohne die Funktion ist so eine App ja kaum sinnvoll.

Woher kommen die Infos?

Fast alle Apps bekommen ihre Daten vom Deutschen Wetterdienst. Der hat auch eine eigene App – die heißt WarnWetter (für iOS und Android). Da sieht man direkt, für welche Gebiete es Warnungen gibt und bekommt mit Tab auf eine Karte genauere Infos. Bei schweren Unwettern gibt es dann auch Videos aus der jeweiligen Region.

Screenshots der App Warnwetter; Foto: Screenshot: SWR3.de

Die App WarnWetter vom Deutschen Wetterdienst

Screenshot: SWR3.de

In den letzten Jahren sind die Warnungen auch immer genauer geworden. Inzwischen wird nicht mehr für ganze Landkreise gewarnt, sondern ortsgenau.

Spezielle Katastrophen-Apps sollen Leben retten

Vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt es die App NINA (für iOS und Android). Die gibt unter anderem auch allgemeine Tipps für Notsituationen und wie ich mich bei Gefahren richtig verhalte. Zum Beispiel bei Gewitter – klar, irgendwo reingehen, am besten in einen eher kleinen Raum. Wenn man draußen ist und kein Schutz in Sicht ist, dann Füße eng zusammenstellen und auf den Fußballen in die Hocke gehen. Dazu Checkliste, mit denen man für einen Katastrophenfall gewappnet sein soll. NINA soll aber nicht nur vor Unwettern warnen, sondern auch vor anderen Gefahren am aktuellen Ort - wie bei einem Bombenfund, Großbrand oder wenn in einem Atomkraftwerk was passiert.

Screenshot der App NINA; Foto: Screenshot: SWR3.de

So sieht die App NINA vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Screenshot: SWR3.de

Ähnlich ist das auch bei der App Katwarn (für iOS, Android und Windows). Da kann man zusätzlich zum aktuellen Standort vorher Orte festlegen, über die man informiert sein will. Zum Beispiel, wo die Eltern oder Großeltern wohnen oder am Arbeitsort.

Screenshot der App Katwarn; Foto: Screenshot: SWR3.de

Bei Katwarn kann man mehrere Orte festlegen, über die man informiert sein will.

Screenshot: SWR3.de

Noch mehr Unwetter-Apps

Bei den reinen Unwetter-Apps gibt es recht viele, die sich meist auf die Daten vom Deutschen Wetterdienst berufen. Hier eine Auswahl ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Unter den Unwetterapps gibt es auch einige, die ein Abomodell beinhalten. Darauf solltet ihr in den jeweiligen Shops achten. Andere Apps und Dienste benachrichtigen einen auch per SMS. Auch hier fallen dann aber Gebühren an.

Wann immer etwas passiert, bekommt ihr die neuesten Infos auch mit der App von SWR aktuell (für iOS und Android). Bei Unwettern, Schäden und Warnungen aktualisieren wir laufend, was in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz los ist.