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Obwohl Spanien mit Ausnahme der Kanaren inzwischen vom RKI als Risikogebiet eingestuft wurden, konnten über 100 Reiserückkehrer am Wochenende in Berlin nicht getestet werden. Wie gut funktionieren die Teststationen in SWR3Land?

Darum wurden die Reiserückkehrer in Berlin nicht getestet

Am Freitagabend um 20:30 Uhr landete auf dem Berliner Flughafen Tegel eine Maschine aus Mallorca – eine halbe Stunde früher als es der Zeitplan vorgesehen hatte. Für die 170 Passagiere galt, wie für alle anderen Rückkehrer aus Risikogebieten auch: Test-Pflicht auf das Coronavirus vor der Wiedereinreise nach Deutschland. Das Testzentrum am Berliner Flughafen, das eigentlich bis 21 Uhr geöffnet sein sollte, hatte aber schon geschlossen, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Auch in SWR3Land gibt es verschiedene Corona-Teststationen. Läuft es dort besser?

So laufen die Teststationen in SWR3Land

Das das RKI Spanien mit Ausnahme der Kanaren am Freitag zum Risikogebiet erklärt hat, haben einige Passagiere aus SWR3Land erst nach ihrer Landung am Freitag mitbekommen als sie direkt zum Corona-Test sollten. Auch für die dort aufgestellten Teststationen hatte die Einschätzung des Robert-Koch-Instituts einige Folgen, erklärt Benedikt Hart, Leiter des DRK-Testzentrums am Frankfurter Flughafen.

Das hat natürlich zu längeren Wartezeiten geführt und da hatten wir am Wochenende bis zu eineinhalb Stunden Wartezeit. [...] Das ist grundsätzlich nicht unser Anspruch. Das ist natürlich dem Umstand geschuldet, dass das alles von jetzt auf gleich ging. Im internationalen Vergleich liegen wir da, was die Wartezeiten angeht, aber trotzdem noch weit vorne.

Im Normalfall gibt es aber „sehr erträgliche Wartezeiten“ von ungefähr 30 Minuten, erklärt Benedikt Hart. Das bezieht sich dann auch nicht nur auf die Wartezeiten, sondern auf den gesamten Ablauf: Von der Wartezeit bis zu dem Zeitpunkt an dem die Passagiere das Testzentrum wieder verlassen können. Insgesamt ist Benedikt Hart sehr zufrieden, was die Abläufe im Testzentrum betrifft.

Im Gesamten läuft das rund. Die Passagiere haben eine sehr schnelle Befundmitteilung. Das ist eben wichtig, weil diese Befundmitteilung zumindest bei den meisten Gesundheitsämtern für die Quarantäneaufhebung sorgt, wenn sie denn negativ sind.

Wer schon vor der Rückreise weiß, dass er sich testen lassen muss, kann sich auch schon Online beim Testzentrum des DRK anmelden und sollte das auch tun.

Wir sind natürlich immer dabei es noch weiter zu optimieren und es noch besser zu machen, aber es läuft gut.

Wie läuft der Corona-Test am Flughafen ab?

Wer aus dem Flieger steigt, kommt ganz einfach (mit oder ohne Anmeldung) zum DRK-Zentrum, registriert sich dort und lässt einen Abstrich vom Personal machen. Danach können die Passagiere direkt nach Hause gehen. Das Ergebnis gibt es dann innerhalb von 24 Stunden per E-Mail.

Teststation in Neuenburg

Auch an der Teststation an der A5 bei Neuenburg sind die Mitarbeiter zufrieden mit den aktuellen Abläufen bei den Coronatests und auch damit, wie die Tests von den Patienten angenommen werden.

Möglichst nicht länger als zwei Tage soll es dauern, bis jeder Passagier mit einem personalisierten Code sein Testergebnis im Internet abfragen kann. Ausgewertet werden die Proben von einem lokalen Labor.

Wir wollen einfach sichergehen, dass wir die Testergebnisse dann auch so schnell wie möglich auswerten können. Es ist immer natürlich abhängig von der Anzahl der getesteten Personen und von den Laborkapazitäten. Es stehen ja immer überall die 48 Stunden im Raum, wir versuchen so schnell wie möglich – ich möchte die 48 Stunden nicht versprechen.

Wer positiv getestet ist, bekommt außerdem einen Anruf vom jeweiligen Gesundheitsamt. Das spricht dann die Quarantäne aus und kümmert sich um die Nachverfolgung.

Testen lassen können sich dort übrigens nicht nur Reiserückkehrer können, sondern jeder, der hier vorbeikommt.

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