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„Hi, wir sind's: die Risikogruppe“: Mit dieser Aussage machen Menschen auf sich aufmerksam, für die eine Erkrankung durch den Coronavirus tödlich sein kann – und an die man vielleicht nicht sofort denkt, wenn das Wort Risikogruppe fällt.

„Coronavirus – das ist nur gefährlich für Leute, die alt und krank sind“ – das scheint ein gängiges Vorurteil zu sein, denn es gibt den verantwortungslosen Trend dazu, dass sich junge Menschen zu Corona-Parties verabreden, um es 'schnell hinter sich zu bringen'. Dabei vergessen offenbar einige, dass es nicht ausschließlich alte Menschen sind, die zur Risikogruppe gehören.

Whatsapp-Gruppe "Corona-Party"

Diese Menschen gehören zur Coronavirus-Risikogruppe

Wer mit dem Coronavirus infiziert ist und bei wem dann COVID-19 ausbricht, hat unter normalen Umständen gute Chancen, mit einem leichten Krankheitsverlauf wieder zu genesen. Manche Personengruppen haben aber ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf, der sogar tödlich enden kann. Zu diesen Menschen zählen laut Robert-Koch-Institut (RKI):

  • Menschen ab 50 – 60 Jahren und älter
  • ältere Menschen mit Grunderkrankungen
  • Menschen mit Grunderkrankungen wie Herzkreislaufstörungen, Diabetes, Atemwegserkrankungen, Leber-, Niere- oder Krebserkrankungen – unabhängig vom Alter
  • Menschen mit unterdrücktem Immunsystem (also einer Immunschwäche)
  • Menschen, die gewisse Medikamente einnehmen, die die Immunabwehr unterdrücken (wie z.B. Cortison)

Und dann gibt es da noch diese Risikogruppe...

Diese Frauen und Männer sind weder „kettenrauchende Todkranke“ und auch nicht „alt“. Keiner ist Rentner und alle gehen gerne in Clubs, Bars und auf Konzerte. In einem Instagram-Post macht deswegen diese weitere Risikogruppe auf sich aufmerksam, denn worauf sie keinen Bock haben, ist zu sterben. „Genau das ist aber gar nicht so unwahrscheinlich, wenn du nicht einfach die nächsten Wochen zuhause bleibst und deinen sozialen Aktionsradius für ein paar Wochen einschränkst. Je nachdem, was der Gesundheitsminister vorschlägt“, schreibt @realjkrolling auf seinem Instagram-Account und stellt sich und seine Mitstreiter und Mitstreiterinnen vor.

Coronavirus Risikogruppe

Und das ist die #Risikogruppe: „@disabletonlive, @amelieebner und @wheel.pics sind das #TetraPack: Sie sind unterhalb der Halswirbelsäule gelähmt und können richtig schlecht abhusten – das Virus könnte sie töten. @kati.gaensebluemchen hat Spina Bifida und ein Lungenvolumen von einem halben Liter – ihr könnt euch vorstellen, wie praktisch das bei einer heftigen Infektion ist. @raulkrauthausen und @typitus haben Glasknochen – same story. @fraugehlhaar hat eine Muskelerkrankung, für die das Virus eine genauso tödliche Gefahr ist – so wie für die Lungen des querschnittgelähmten @realjkrolling.“

Und sie alle haben einen Apell:

Doch das ist alles noch kein Grund zu sterben – finden wir. Ich hoffe, du auch.

So kannst du helfen, dass das Coronavirus sich nicht weiter verbreitet

Egal ob du zur Risikogruppe zählst oder ob du die Risikogruppe durch dein Verhalten schützen willst, allgemein gilt: Das Risiko einer Infektion kann durch Verhaltensregeln extrem vermindert werden. Dazu zählen: Hände waschen und Abstand halten. Das Robert-Koch-Institut hat konkret dazu Maßnahmen zur Kontaktreduzierung veröffentlicht.

Im Privaten Bereich und in der Öffentlichkeit:
  • zu Hause bleiben, wann immer möglich
  • unnötige Reisen absagen
  • Abstand von 2 Metern zu anderen Personen halten
  • private Kontakte reduzieren oder ohne direkten/persönlichen Kontakt nutzen (Telefon, Internet etc.)
  • Risikogruppen durch Familien- und Nachbarschaftshilfe versorgen
  • Umgang mit Erkrankten im Haushalt festlegen (Schlafen und Aufenthalt in getrennten Zimmern, Mahlzeiten getrennt einnehmen, räumliche Trennung von Geschwisterkindern)
  • gemeinschaftliche Aktivitäten reduzieren oder ganz vermeiden
  • enge Begrüßungsrituale vermeiden (Küsschen, Händeschütteln)
Betriebe/Unternehmen
  • Home-Office ermöglichen und fördern
  • nicht notwendige (Dienst-)Reisen absagen oder per Videokonferenz durchführen

Diese Personen gehören nicht zur Risikogruppe

Laut RKI haben nach aktuellem Stand, zwei Personengruppen kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.

  • Schwangere (nach bisherigen Erkenntnissen aus China)
  • Kinder
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