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SWR3 Nachrichten-Team

Die Corona-Pandemie hält an. Die Politik rüstet sich für den Herbst mit neuen Maßnahmen. Alle Infos dazu hier!

Buschmann: Länder können Isolationspflicht ändern

Bundesjustizminister Marco Buschmann hat den Ländern empfohlen, sich in der Corona-Pandemie im Zweifelsfall über die Isolationsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts hinwegzusetzen. Das könnten die Länder in eigenem Ermessen entscheiden, sagte er der „Bild am Sonntag“. Das RKI empfiehlt zurzeit, für Infizierte fünf Tage Isolation anzuordnen. Buschmann stellte außerdem ein Ende aller Corona-Maßnahmen für das nächste Jahr in Aussicht. Wenn die Lage in den Krankenhäusern diesen Winter stabil bleibe, gehöre Corona ab dem Frühjahr mit großer Wahrscheinlichkeit zum allgemeinen Lebensrisiko. Die letzten Maßnahmen könnten dann auslaufen.

Neue Regeln zur Corona-Eindämmung treten in Kraft

Ab Samstag gelten in Deutschland neue Vorgaben für die Corona-Eindämmungsmaßnahmen: Das Tragen einer FFP2-Maske wird im öffentlichen Fernverkehr sowie in Arztpraxen und weiteren Einrichtungen des Gesundheitswesens zur Pflicht. Die Länder können weitere Vorgaben umsetzen, beispielsweise Maskenpflichten in Restaurants sowie in Schulen ab Klasse fünf. Auch Testpflichten können angeordnet werden. Spitzt sich die Lage zu, sind weitergehende Maßnahmen möglich, beispielsweise Personenobergrenzen für Veranstaltungen in Innenräumen. Lockdowns oder Geschäftsschließungen sind aber nicht vorgesehen. Das neue Infektionsschutzgesetz gilt bis zum 7. April 2023.

Lauterbach: Corona-Herbstwelle hat begonnen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die Bundesländer dazu aufgefordert, rechtzeitig wieder strengere Corona-Regeln einzuführen. Lauterbach sagte in Berlin, Deutschland befinde sich eindeutig am Beginn einer Herbst- und Winterwelle. Die Länder müssten die Entwicklung im Auge behalten und falls nötig Gegenmaßnahmen ergreifen – etwa eine Maskenpflicht in Innenräumen.

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Nachrichten Lauterbach: „Diese Welle wird sich so schnell nicht von alleine begrenzen“

Dauer

Lauterbach rief außerdem alle über 60-Jährigen zu einer Auffrischungsimpfung auf. Die vierte Impfung reduziere die Gefahr für einen schweren oder gar tödlichen Verlauf deutlich, so der SPD-Politiker.

Ulm schaltet Luftreinigungsgeräte an Schulen ab

Um Energie einzusparen, will die Stadt Ulm die mobilen Luftreinigungsgeräte in Schulen und Kitas abschalten. Darüber sind die Eltern informiert worden. Wegen der Corona-Pandemie hatte die Stadt 25 solcher Geräte angeschafft, zwanzig für Schulen, fünf für Kitas. Jetzt sollen nur noch diejenigen betrieben werden, die in schlecht zu lüftenden Zimmern stehen.

Baden-Württemberg: Erstmal keine Verschärfung der Corona-Regeln

In Baden-Württemberg gibt es trotz der steigenden Corona-Infektionen erstmal keine strengeren Corona-Regeln. Das hat die Landesregierung heute beschlossen. Zwar gibt es beispielsweise weiter eine Maskenpflicht in medizinischen Einrichtungen oder in Bus und Bahn. In Restaurants und Geschäften bleibt das aber weiter keine Pflicht. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg liegt im Moment bei 273. In Rheinland-Pfalz bei 430.

Baden-Württemberg

Forderung an Bundesgesundheitsminister Corona: BW will Isolationspflicht abschaffen

Trotz steigender Infektionszahlen will das Land seine Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie nicht verschärfen. Die Landesregierung würde vielmehr gerne die Isolationsfplicht beenden.  mehr...

SWR1 Baden-Württemberg SWR1 Baden-Württemberg

Biontech beantragt Impfstoff-Notfallzulassung in USA

Biontech und sein Partner Pfizer haben für ihre an die Omikron-Untervarianten BA.4/BA.5 angepasste Auffrischungsimpfung eine Notfallzulassung in den USA zum Einsatz bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren beantragt. Ein Antrag zur Erweiterung der Marktzulassung in der EU für diesen Impfstoff in dieser Altersgruppe soll in den nächsten Tagen auch bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA eingereicht werden, wie die Unternehmen mitteilen. Als Booster ab zwölf Jahren hat das Vakzin in der EU und den USA bereits grünes Licht erhalten.

Bundeskanzler Scholz positiv auf Corona getestet

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe milde Erkältungssymptome und sich sofort in seiner Wohnung im Kanzleramt in Isolation begeben, teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit mit.

Alle öffentlichen Termine für diese Woche seien abgesagt. Interne Termine sowie die Konferenz mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten würden virtuell wahrgenommen. Scholz war am Wochenende in den Golfstaaten. Vor Antritt der Reise und unmittelbar danach war er negativ getestet worden.

Kanzler Scholz am Golf Große Vision, kleine Schritte

Drei Länder in zwei Tagen: Für Kanzler Scholz war die Reise an den Golf eine schwierige Mission. Auf der Suche nach neuen Energielieferanten musste er einige Augen zudrücken, anal…  mehr...

Gericht: Selbstständiger und Kanzlei können Corona-Hilfe behalten

In Nordrhein-Westfalen hat ein weiteres Verwaltungsgericht die Forderung des Landes zurückgewiesen, dass Selbstständige und Unternehmen Corona-Soforthilfen zurückzahlen. Die Richter gaben damit einem selbstständigen Veranstaltungstechniker und einer Rechtsanwaltskanzlei recht. Das Land hatte von ihnen Soforthilfe in Höhe von 3.092 Euro beziehungsweise 7.000 Euro zurückverlangt. Zuvor hatten die Verwaltungsgerichte in Düsseldorf und Köln schon entsprechend in anderen Fällen entschieden.

Hongkong beendet Hotel-Quarantäne-Vorschrift

Hongkong streicht nach Angaben von Regierungschef John Lee die Regel für Einreisende, sich wegen des Coronavirus in bestimmten Hotels in Quarantäne zu begeben. Ab Montag müssen sich Einreisende stattdessen für drei Tage zu Hause beobachten. Wenn sie nach den drei Tagen ein negatives Coronavirus-Testergebnis haben, dürfen sie Restaurants und Bars besuchen.

Corona-Pandemie Hongkong beendet Hotelquarantäne

Hongkong schafft nach mehr als zwei Jahren die verpflichtende Hotelquarantäne für Einreisende ab. Damit hebt die Stadt eine der weltweit strengsten Pandemie-Regeln auf. Von Eva La…  mehr...

Japan: Strenge Corona-Beschränkungen für Touristen werden aufgehoben

Nach rund zweieinhalb Jahren werden die strengen Regeln am 11. Oktober aufgehoben. Das sagte Japans Ministerpräsident Fumio Kishida. Der Ministerpräsident erklärte, es wird dann wieder möglich sein frei und individuell nach Japan zu reisen.

Fußballspieler Neuer und Goretzka positiv auf Corona getestet

Fußball-Nationaltorhüter Manuel Neuer und Mittelfeldspieler Leon Goretzka sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Angaben des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) reisen beide aus dem Lager der Nationalmannschaft ab. Sie fallen damit für die letzten Nations-League-Spiele des Jahres am Freitag in Leipzig gegen Ungarn und am Montag in England aus. Nachnominiert werden Torhüter Oliver Baumann von der TSG Hoffenheim und ein weiterer, noch nicht benannter Spieler, so der DFB.

ℹ️ @Manuel_Neuer und @leongoretzka_ sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Beide Spieler wurden isoliert und werden das Team-Hotel verlassen. ➡️ https://t.co/Xn32hmNUu4 https://t.co/HwdLaphGLD

Hausärzte: Corona-Impfzentren definitiv nicht mehr nötig

Die Hausärzte sehen mit der Zulassung der Impfstoffe gegen neue Corona-Varianten keine Notwendigkeit, die Impfzentren hochzufahren. Diese Parallelstrukturen seien definitiv nicht mehr nötig, sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbandes, Markus Beier, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Wichtig sei, dass die Impfstoffe zuverlässig und in ausreichender Menge an die Hausärzte geliefert würden, sagte er.

Stiko plant neue Corona-Impfempfehlung

Die Ständige Impfkommission (Stiko) plant eine neue Corona-Impfempfehlung. Aus einem Beschlussentwurf geht hervor, dass bei fälligen Auffrischungsimpfungen die neuen, an die Omikron-Variante angepassten Mittel genutzt werden sollen. Das Gremium bleibt demnach aber bei der bisherigen Linie, nur bestimmten Gruppen wie Menschen ab 60 Jahren und Jüngeren mit einer Vorerkrankung zur Booster-Impfung zu raten.

Kretschmann: Pandemie wird zur Endemie

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sieht das Land im Bezug auf Corona im Übergang von der Pandemie zur Endemie. Weitere Schutzmaßnahmen seien deshalb nicht nötig, sagte Kretschmann in Stuttgart. Es sei jetzt die Phase, in der die Menschen wieder selbst für sich verantwortlich seien. Eine Überlastung der Kliniken sei derzeit nicht zu befürchten.

Zwar seien die neuen Omikron-Varianten ansteckend, sie führten aber nicht zu gravierenden Erkrankungen. Gestern hatte schon US-Präsident Joe Biden die Pandemie für beendet erklärt. Nach Definition des Robert-Koch-Instituts kann das Virus bei einer Endemie trotz Impfungen immer wieder auftreten, aber mit überwiegend leichten Symptomen.

Baden-Württemberg

Corona in Baden-Württemberg Kretschmann sieht Land "im Übergang zur Endemie"

Winfried Kretschmann hat sich selbst oft als "Team Vorsicht" bezeichnet. Das sei nun vorbei, erklärte der Ministerpräsident. Die Zeit der Liberalisierung in der Endemie stehe nun an.  mehr...

Nachrichten, Wetter SWR2

BW: Keine Kontrolle von Drittimpfungen in der Pflege

Die baden-württembergische Landesregierung hebt die Kontrolle der dritten Corona-Impfung beim Personal in Kliniken und Pflegeheimen fast überall auf. Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) will damit nach eigenen Angaben die Einrichtungen und die Gesundheitsämter von bürokratischem Aufwand entlasten. Die einrichtungsbezogene Impfpflicht läuft Ende des Jahres aus. Die Kontrolle von Personen ohne entsprechende Nachweise sei bis dahin nicht abschließend möglich, sagte Lucha der Deutschen Presse-Agentur. Nur Personen, die neu eingestellt werden, müssen ab dem 1. Oktober den Leitungen der Einrichtungen den Nachweis einer dritten Impfung vorlegen.

Baden-Württemberg

Regelung gilt ab 1. Oktober BW setzt Kontrolle von Drittimpfungen in der Pflege aus

Die allgemeine Corona-Impfpflicht ist gescheitert. Lediglich in der Pflege mussten Beschäftigte einen Impfnachweis vorlegen. Nun soll auch das nicht mehr gelten - mit einer Ausnahme.  mehr...

Guten Morgen Baden-Württemberg SWR1 Baden-Württemberg

Vor nächster Corona-Welle: BW startet Impftermin-Portal

Vor der erwarteten nächsten Corona-Welle im Herbst hat das Baden-Württemberg sein Buchungsportal für Impftermine gestartet. Etwa 660 Ärztinnen und Ärzte sowie Apotheken haben sich schon registriert, sodass rund 10.000 Impftermine pro Woche bereitstehen, wie Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) mitteilte.

Baden-Württemberg

10.000 Impftermine pro Woche BW startet Buchungsportal für Corona-Impftermine

Im Herbst wird die nächste Corona-Welle befürchtet. Für wen eine weitere Auffrischungsimpfung empfohlen wird, ist noch unklar. Baden-Württemberg will für die Impfungen vorbereitet sein.  mehr...

MOVE SWR3

Biden erklärt Pandemie in den USA für beendet

US-Präsident Joe Biden erklärt die Corona-Pandemie in den USA für beendet. „Die Pandemie ist vorbei“, sagt Biden in einem Interview mit der CBS-Sendung 60 Minutes. „Wir haben immer noch ein Problem mit Corona. Wir arbeiten immer noch daran. Aber die Pandemie ist vorbei. Wie Sie sehen, trägt niemand mehr Masken. Alle scheinen in ziemlich guter Verfassung zu sein. Ich glaube also, dass sich das Blatt wendet.“ Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC sterben in den Vereinigten Staaten jedoch weiterhin fast 400 Menschen pro Tag an einer Infektion mit dem Virus.

RLP: Landesimpfkoordinator erwartet Schub für Impfkampagne

Der rheinland-pfälzische Landesimpfkoordinator Daniel Stich (SPD) erwartet einen Schub für Corona-Booster-Impfungen durch den neuen Impfstoff. Bis jetzt hätte sich erst etwas mehr als ein Viertel der über 60-Jährigen in Rheinland-Pfalz für eine zweite Auffrischungsimpfung entschieden. Das sei zu wenig, sagte Stich. Mit dem Start des an die neuesten Virusvarianten angepassten Impfstoffs werde die Impf-Kampagne wieder an Fahrt gewinnen.

Stich vermutet, dass viele auf den Impfstoff im Oktober warten, der auch gegen die Virusvarianten BA.4 und 5 hilft. Er empfahl trotzdem, sich schon jetzt impfen zu lassen, da auch der aktuelle Impfstoff vor schweren Verläufen schütze.

Der an die Virusvarianten BA.4 und BA.5 angepasste Impfstoff von Biontech/Pfizer werde nach Informationen des Bundes ab dem 5. Oktober ausgeliefert, sagte Stich. Er ging davon aus, dass wenige Tage später das Vakzin auch im Land verabreicht werden könne. Das neue Präparat war vor knapp einer Woche von der Europäischen Kommission zugelassen worden.

Lauterbach nennt Oktoberfest „vertretbar“ und ruft zu Vorsicht auf

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat zum Auftakt des Oktoberfestes in München zur Vorsicht aufgerufen:

Ich möchte kein Spielverderber sein: Aber wer die Wiesn besucht, sollte trotzdem aufpassen. Vorerkrankten ist ein Besuch auf jeden Fall abzuraten. Und alle anderen sollten sich vor einem Zeltbesuch aus Rücksicht auf andere testen lassen. Die Impfbereitschaft, das Verständnis für die Maßnahmen, die Vorsicht der Bevölkerung machen es möglich.

Lauterbach selbst hat nach Angaben seines Ministeriums eine Einladung zur Wiesn aber ausgeschlagen.

Nach zwei Jahren Corona-Pause wurde das größte Volksfest der Welt am Mittag eröffnet. Es gibt keine Maskenpflicht oder andere Auflagen, und der Andrang ist riesig, wie dieser Kollege vom Bayerischen Rundfunk berichtet:

Die #wiesn2022 ist eröffnet! 🥨 Hunderte Besucher stürmen auf die Theresienwiese, um einen Platz im Zelt zu ergattern. Um 12 Uhr wird dann ozapft 🍻 #Oktoberfest2022 #Oktoberfest #münchen @BR24 https://t.co/dte6H2MlHe

Weigeldt: Oktoberfest trotz Covid vertretbar

Der frühere Chef des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, hält die anstehenden Volksfeste in Deutschland für medizinisch vertretbar – trotz der Corona-Pandemie. Die Corona-Lage sei aktuell gut beherrschbar, auch wenn davon ausgegangen werden müsse, dass die Infektionszahlen im Herbst wieder steigen, sagte der Mediziner dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Heute Mittag beginnt in München das Oktoberfest. In den vergangenen beiden Jahren waren die Wiesn wegen der Corona-Pandemie ausgefallen.

Lauterbach: Neuer BA.5-Impfstoff wird nächste Woche ausgeliefert

Der Corona-Impfstoff, der an die BA.5-Variante angepasst ist, wird ab kommender Woche ausgeliefert. Das hat Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) im Bundesrat angekündigt. Der BA.5-Impfstoff ist erst am Montag von der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA zugelassen worden. Lauterbach sagte aber, dass auch der bereits verfügbare BA.1-Impfstoff gut vor den aktuellen Varianten schütze. Offen ist noch, welcher Impfstoff für welche Gruppen empfohlen wird.

Bundesrat beschließt Corona-Regeln für Herbst und Winter

Der Bundesrat hat neue Corona-Schutzauflagen für Herbst und Winter beschlossen. Sie gelten ab dem 1. Oktober. Das sind Details des neuen Infektionsschutzgesetzes:

FFP2-Masken und Tests

  • Bundesweit vorgeschrieben werden FFP2-Masken in Kliniken, Pflegeheimen und Arztpraxen. In Pflegeheimen und Kliniken muss außerdem vor dem Zutritt ein negativer Test vorgelegt werden.
  • In Fernzügen gilt weiter eine Maskenpflicht, wobei für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren eine einfache OP-Maske reicht. In Flugzeugen fällt die Maskenpflicht weg.

Bundesländer können weitere Maßnahmen festlegen

Die Bundesländer dürfen über weitere Corona-Maßnahmen entscheiden. Möglich sind:

  • Eine Maskenpflicht in Nahverkehrszügen und -bussen sowie in Innenräumen wie Geschäften, Restaurants und Veranstaltungsräumen – aber es soll dann auch Ausnahmen geben: Wer einen negativen Test vorzeigt, ist in der Gastronomie und bei Veranstaltungen zwingend von einer solchen Pflicht auszunehmen.
  • Tests an Schulen und Kitas.
  • Ab Klasse fünf ist eine Maskenpflicht möglich.

Sollte sich die Lage verschärfen, haben die Länder weitere Möglichkeiten der Pandemiekontrolle. Voraussetzung ist, dass eine konkrete Gefahr für die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems oder der sonstigen kritischen Infrastruktur besteht. Dann könnten verschiedene Maßnahmen festgelegt werden:

  • Maskenpflicht auch bei Draußen-Veranstaltungen, wenn Abstände von 1,50 Meter nicht möglich sind
  • Besucher-Obergrenzen für Innen-Veranstaltungen
  • Hygienekonzepte für Betriebe und andere Einrichtungen

RKI: Erkältungszeit steht bevor – Anstiege bei Inzidenz und Neuinfektionen

Angesichts der Jahreszeit erwartet das Robert Koch-Institut (RKI) in nächster Zeit wieder mehr Atemwegskrankheiten. „In den kommenden Wochen ist nach dem Ende der Ferienzeit mit einer saisonal bedingten Zunahme an respiratorischen Erkrankungen insgesamt zu rechnen“, heißt es im Covid-19-Wochenbericht des Instituts vom Donnerstagabend. Demnach könnten insbesondere ältere Menschen schwer davon betroffen sein. Das RKI rief zu gegenseitiger Rücksichtnahme auf: Bei neu auftretenden Symptomen wie Schnupfen, Halsschmerzen oder Husten solle man nicht zur Arbeit gehen, kranke Kinder sollten nicht in Schule oder Kindergarten. Es gelte im Krankheitsfall vielmehr, Kontakte zu meiden und sich bei Bedarf beim Hausarzt zu melden.

1/ 🆕#Wochenbericht ist online!🧵 Die Zahl der schweren Atemwegserkrankung durch #COVID19 ist stabil und im Vergleich zum Vorjahr auf einem niedrigeren Niveau. Weiterhin sind Hochaltrige (80+) am stärksten von schweren Verläufen betroffen. ➡️https://t.co/mtCB354wHW https://t.co/OBrVexVwjx

Die Zahl der bekannten Infektionsfälle in Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages um 38.749 Fälle auf über 32,64 Millionen. Das sind 2.754 Fälle mehr als am Freitag vergangener Woche. Damals wurden 35.995 Fälle gemelde. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 249,9 von 244,4 am Vortag. Das RKI verzeichnet 117 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

AOK startet Long-Covid-Coach

Die Krankenkasse AOK will Menschen mit Long-Covid-Symptomen durch ein neues, kostenloses Online-Angebot helfen. Der so genannte „Long-Covid-Coach“ bündele aktuelles Wissen über die Erkrankung und biete Erklär- und Übungsvideos, teilte die AOK mit. Betroffene sollten dadurch etwa mit den Symptomen Luftnot oder Energiemangel besser umgehen können. Laut einer AOK-Studie waren seit Beginn der Corona-Pandemie Beschäftigte mit Long-Covid-Symptomen im Schnitt fast sieben Wochen krankgeschrieben.

Die #AOK bietet seit heute einen für alle Interessierten kostenfrei zugänglichen #LongCovid-Coach an. Er soll Betroffene mit Informationen und Übungsvideos bei der Bewältigung der Erkrankung unterstützen. Mehr zu den Hintergründen unter https://t.co/bg9Fm6Ebhd #MECFS #PostCOVID https://t.co/XpIu8VJsjD

Hausärzte für gleichzeitige Corona- und Grippe-Impfung

Angesichts der Corona-Pandemie wirbt der Deutsche Hausärzteverband für ein gleichzeitiges Impfen gegen Covid-19 und die Grippe. Der Verbandsvorsitzende Ulrich Weigeldt sagte dem SWR, er setze dabei im Herbst auf die Unterstützung durch die Politik. Sich gleichzeitig impfen zu lassen, sei aus medizinischer Sicht unproblematisch und praktisch für die Betroffenen. Er empfehle, sich nach den Impfungen zu schonen und dem Körper einige Tage Ruhe zu gönnen. So könne sich das Immunsystem anpassen.

Eine Frau erhält eine Corona-Impfung. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Robert Michael)

Covid-19 und Grippe: Was für gleichzeitiges Impfen spricht

Dauer

Corona-Prämie kommt bei vielen Pflegekräften nicht an

In Deutschland sollen mehrere Pflegeeinrichtungen die Corona-Prämie nicht beantragt haben. Dadurch hätten Pflegekräfte die Prämie von 1.000 Euro nicht erhalten. Das geht aus einem bisher unveröffentlichten Prüfbericht des Bundesrechnungshofes hervor, der WDR, NDR und der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Der Bericht komme zu dem Ergebnis, das Verfahren zur Auszahlung der Prämien sei „fehler- und missbrauchsanfällig“ gewesen. Um wie viele Einrichtungen und Beschäftigte es sich handelt, ist nicht bekannt. Laut dem Bericht soll es auch Fälle geben, wo Einrichtungen die Prämie zu Unrecht auch für sich selbst in Anspruch genommen haben. Das Bundesgesundheitsministerium hat auf die Vorwürfe bisher nicht reagiert.

Exklusiv: Bundesrechnungshof übt heftige Kritik am Bundesgesundheitsministerium. Viele Pflegekräfte hätten die vom Staat versprochenen #CoronaPrämie von 1000 Euro nicht erhalten. Außerdem gebe es bis heute keine „wirkungsvolle Betrugsbekämpfung“ bei #Teststellen. @m_grill

Rechnungshof zur Corona-Politik Heftige Kritik am Gesundheitsministerium

Viele Pflegekräfte haben die versprochene Corona-Prämie nicht erhalten. Das geht aus einem Bundesrechnungshof-Bericht hervor, der NDR, WDR und SZ vorliegt. Schuld sei ein "fehlera…  mehr...

WHO-Chef sieht nahes Ende der Corona-Pandemie

Für die Weltgesundheitsorganisation WHO ist das Ende der Corona-Pandemie in Sicht. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, die Lage sei nie besser gewesen. Die Zahl der Todesfälle durch Corona sei zuletzt auf den niedrigsten Stand seit zweieinhalb Jahren gesunken. Die WHO empfiehlt, jetzt vor allem noch die Risikogruppen zu impfen und regelmäßig zu testen, um das Virus weiter einzudämmen und das Entstehen neuer Varianten zu verhindern.

Kampf gegen Corona WHO sieht Ende der Pandemie

Weniger Infizierte und weniger Tote, die Weltgesundheitsorganisation hofft auf ein baldiges Ende der Corona-Pandemie. WHO-Chef Tedros warnte aber vor Euphorie und rief die Länder …  mehr...

WHO-Zahlen zu Long Covid in Europa: 17 Millionen Betroffene

In den vergangenen beiden Jahren hat etwa jeder sechste Corona-Infizierte in Europa länger mit den Folgen der Krankheit gekämpft. Nach Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO litten mindestens 17 Millionen Menschen an Long Covid. Das seien mehr als 16 Prozent der registrierten Infizierten. Die WHO hat Zahlen aus 53 europäischen Ländern verglichen. Sie rief die Regierungen dazu auf, mehr für die Betroffenen zu tun. Viele von ihnen litten im Stillen, ohne Hilfe zu bekommen. Zu den Long-Covid-Symptomen zählt die WHO unter anderem Erschöpfung, Kurzatmigkeit und Depressionen.

At least 17m ppl across 53 Member States of the European Region may have experienced #longCOVID in the first 2 years of the pandemic, according to modelling by @IHME_UWn. Much more research is needed to help support ppl's recovery & rehabilitation. ⬇️ https://t.co/bIfwq2fTdN

Langzeitfolgen einer Corona-Infektion Long Covid? Alle Infos über Symptome, Langzeitfolgen & Vorerkrankungen

Wenn man sich Wochen nach einer überstandenen Corona-Infektion immer noch krank fühlt, könnte es Long Covid sein. Was ist Long Covid überhaupt und kann es behandelt werden?  mehr...

Die Vormittagsshow SWR3

Lauterbach: Wirksame Impfstoffe für Kampf gegen Corona-Herbstwelle

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ist überzeugt, dass mit den aktuell vorhandenen Impfstoffen die befürchtete Corona-Herbstwelle gut bekämpft werden kann. Gestern hatte die EU-Kommission ein an die Omikron-Variante BA.5 angepasstes Serum zugelassen. Dietrich Karl Mäurer berichtet aus Berlin:

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Nachrichten Lauterbach begrüßt EMA-Zulassung von angepasstem Impfstoff

Dauer

Gesundheitsminister wollen weiter Maskenpflicht im Nahverkehr

Die Gesundheitsminister der Länder wollen im Herbst an der geltenden Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr festhalten. Das sei ein Ergebnis der Beratungen zum Infektionsschutzgesetz, sagte eine Sprecherin des sachsen-anhaltischen Gesundheitsministeriums nach einer Schalte der Ressortchefs. Die Länder seien an einer einheitlichen Umsetzung interessiert. Der Bundestag hatte in der vergangenen Woche Neuregelungen im Infektionsschutzgesetz beschlossen. Rechtsgrundlagen für die noch verbliebenen Corona-Maßnahmen wären sonst ausgelaufen. Bundesweit vorgeschrieben sind ab dem 1.Oktober beispielsweise Maskenpflichten in Fernzügen, Kliniken und Arztpraxen.

Hausärzte: Nachfrage nach Omikron-Boostern bisher eher gering

In den Hausarztpraxen stoßen die neuen Omikron-Impfstoffe bislang auf eine eher geringe Nachfrage. „Aktuell hat das Interesse nach Impfungen regional durchaus wieder angezogen, insgesamt ist die Nachfrage bisher jedoch leider eher gering. Wir hoffen natürlich, dass die Impfbereitschaft insbesondere bei vulnerablen Gruppen noch anzieht“, erklärte ein Sprecher des Deutschen Hausärzteverbands. In der Bevölkerung gebe es derzeit viel Verunsicherung hinsichtlich der verfügbaren Impfstoffe. „Viele verlieren auch langsam schlichtweg den Überblick. Wir hoffen, dass es hier zeitnah eine Empfehlung der Stiko gibt, welcher Impfstoff sich wann für wen eignet oder nicht. An dieser Empfehlung können sich dann auch die Hausärztinnen und Hausärzte orientieren.“ In Deutschland haben nur 62,1 Prozent der Menschen eine Auffrischungsimpfungen erhalten, 8,9 Prozent bekamen einen zweiten Booster.

Neuseeland hebt Corona-Beschränkungen weitgehend auf

Neuseeland hebt die meisten Corona-Beschränkungen auf. Wer in das Land reist, muss ab morgen keine Impfung mehr nachweisen. In Supermärkten, Geschäften, Bussen und Flugzeugen entfällt die Maskenpflicht. Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern sagte, jetzt ende das Gefühl, dass Corona das Leben und die Zukunft bestimmten.

Drosten warnt vor heftiger Corona-Welle

Der Virologe Christian Drosten rechnet mit einer starken Corona-Welle im Herbst. Er sagte der Süddeutschen Zeitung, er befürchte erhebliche Arbeitsausfälle - weil neue Virusvarianten schwerere Verläufe verursachen könnten. Drosten geht davon aus, dass das zwar nicht die Krankenhäuser, aber die Wirtschaft hart treffen könnte und fordert entsprechende Vorbereitungen von der Politik. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet dagegen lediglich mit einer „mittelschweren Welle“ im Herbst. Er geht davon aus, dass keine Schließungen und kein Lockdown nötig sein werden.

Deutscher Tourismus erholt sich weiter von der Pandemie

Der Tourismus in Deutschland hat sich im Juli nach dem pandemiebedingten Einbruch erholt. Im Juli nutzten Reisende rund 56,3 Millionen Mal Hotels, Pensionen, Campingplätze und andere Übernachtungsbetriebe, teilte das Statistische Bundesamt mit. Damit wurde das Niveau vom Juli 2019 knapp verfehlt, als es 58,8 Millionen Übernachtungen waren. Der Wert aus dem Juli 2019 war allerdings ein Rekordwert.

Maskenpflicht: Bahn befürchtet mehr Übergriffe in Zügen

Der Betriebsrat der Fernverkehrssparte der Deutschen Bahn befürchtet künftig mehr Übergriffe auf das Personal. Hintergrund ist die FFP2-Maskenpflicht, die ab Oktober in Fernzügen gelten soll - das hatte der Bundestag gestern beschlossen. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Manfred Scholze sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, zuletzt sei es für das Bahnpersonal schwieriger geworden, die Maskenpflicht durchzusetzen. Viele Passagiere würden diese nicht mehr verstehen. Und weil es künftig keine Maskenpflicht mehr in Flugzeugen geben solle, dürfte das Unverständnis noch größer werden.

Bund bringt neue Corona-Regeln auf den Weg

Der Bundestag hat am Nachmittag neue Corona-Regeln für den Herbst und Winter beschlossen. Danach soll in Fernzügen, Pflegeheimen, Kliniken und Arztpraxen bundesweit eine FFP2-Maskenpflicht gelten. In Flugzeugen dagegen soll sie wegfallen. Der Bund macht diesmal nur wenige Vorschriften – die Bundesländer müssen regeln, was bei ihnen im öffentlichen Leben gelten soll.

Wenn der Bundesrat Ende kommender Woche den gesetzlichen Änderungen zustimmt, treten die Regeln am 1. Oktober in Kraft und gelten bis zum 7. April des kommenden Jahres.

Das sind Details des neuen Infektionsschutzgesetzes:

  • FFP2-Masken und Tests bleiben in einigen Bereichen Pflicht

Eine Verschärfung gibt es für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Dort müssen die Menschen bundesweit nicht nur FFP2-Maske tragen, sondern sie müssen zusätzlich auch einen negativen Test vorweisen können. FFP2-Masken sind außerdem nun auch in Arztpraxen und anderen ambulanten medizinischen Einrichtungen Pflicht.

  • Maske in Fernzügen, aber nicht mehr im Flugzeug

In den Fernzügen müssen Reisende nun laut Gesetz noch Masken tragen, nicht aber im Flugzeug.

  • Länder entscheiden nicht alleine über Maskenpflicht in Innenräumen

Was die Maskenpflicht in Innenräumen betrifft, haben die Länder nicht alle Freiheiten, zu entscheiden, denn das Gesetz legt Ausnahmen fest. So können die Regierungen der Länder zwar eine Maskenplicht in Innenräumen festlegen, müssen aber zum Beispiel in Restaurants, Kultur- und Sportstätten eine Befreiung davon zulassen. Dann nämlich, wenn die Besucher einen aktuellen negativen Test vorlegen können. Die Länder können aber auch Impfungen oder Genesungen als Ersatz für das Testen zulassen.

  • Keine Maskenpflicht in Grundschulen

An weiterführenden Schulen können die Länder ebenfalls eine Masken- und Testpflicht erlassen. Grundschulen sind von der Maskenpflicht laut Gesetz ausgenommen. Flächendeckende Schulschließungen sollen nicht mehr erlaubt sein, es sei denn, es wird die „epidemische Lage“ ausgerufen.

  • Weitere Maßnahmen bei „konkreter Gefahr“

Sollte sich die Lage verschärfen, dann bekämen die Länder weitere Möglichkeiten der Pandemiekontrolle. Aber die sind daran gebunden, dass eine konkrete Gefahr für die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems oder der sonstigen kritischen Infrastruktur besteht.

BW startet Internetportal für Corona-Impfungen

Baden-Württemberg will ab übernächster Woche ein Impf-Portal für Corona-Schutzimpfungen freischalten. Ab dem 19. September können über die Internetseite impftermin-bw.de Termine vereinbart werden. Dafür kann man nach Angaben des Gesundheitsministeriums freie Impftermine buchen oder sich auf eine Warteliste setzen lassen.

Bundestag will Regeln für Herbst und Winter beschließen

Die Ampel-Koalition will am Nachmittag im Bundestag neue Corona-Regeln für Herbst und Winter beschließen. Der Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) sieht bundeseinheitliche Regeln vor, die ab dem 1. Oktober gelten sollen. Vorausgesetzt, der Bundestag und nächste Woche der Bundesrat stimmen zu.

Außerdem legt das Gesetz verschiedene weitere Maßnahmen fest, die die Bundesländer je nach Infektionsgeschehen beschließen können.

Hier hört ihr, was im Detail geplant wird – SWR3-Reporter Jan Zimmermann fasst es euch zusammen:

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Nachrichten Stichwort Infektionsschutzgesetz - Welche Corona-Regeln sollen kommen?

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Ich glaube, wir waren noch nie so gut vorbereitet für einen Herbst wie dieses Mal. Wir haben das im Griff, das ist meine persönliche Überzeugung, auch wenn es schwerer kommen sollte.

China: Millionenstadt Chengdu verlängert Lockdown

Die chinesische Provinzhauptstadt Chengdu verlängert den Lockdown für die meisten ihrer mehr als 21 Millionen Einwohner. Eigentlich sollte die Abriegelung am Mittwoch aufgehoben werden, aber die Behörden erklären am späten Abend, dass das Virus in einigen Gebieten immer noch ein Risiko darstelle. Von den Maßnahmen sind 16 Millionen Einwohner der Stadt betroffen. Die Bewohner der abgeriegelten Gebiete werden täglich getestet, und diejenigen, die positiv getestet werden, werden unter Quarantäne gestellt. Bewohner von Gebieten, die als Hochrisikobereiche gelten, dürfen ihre Häuser nicht verlassen. Chengdu will so erreichen, dass es innerhalb einer Woche keine neuen Infektionen mehr gibt.

Maskenpflicht fällt in allen Flugzeugen weg

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat offiziell bestätigt, dass die Maskenpflicht auf allen Flügen wegfällt. Die Lufthansa habe immer wieder erklärt, dass sie diese Pflicht in Flugzeugen nicht mehr umsetzen könne, sagte der SPD-Politiker. Daher habe man davon Abstand genommen. Sollten jedoch im Herbst die Corona-Fallzahlen stark steigen, könne die Regierung die Maskenpflicht per Verordnung wieder einführen. Für Busse und Bahnen hält Lauterbach weiter an der Maskenpflicht fest. Das Infektions-Risiko sei dort sehr viel höher als im Flugverkehr. An Bord von Flugzeugen herrsche durch Filteranlagen mehr Luftzirkulation.

Corona-Maßnahmen Ende der Maskenpflicht auch in Zügen gefordert

In Flugzeugen muss wohl bald keine Maske mehr getragen werden. Dies müsse dann auch in Zügen gelten, fordert der Verband Allianz pro Schiene. Für Gesundheitsminister Lauterbach is…  mehr...

Studie: Bedürftige Schüler hatten zu wenig von Corona-Extrahilfe

Die meisten Bundesländer haben in der Corona-Pandemie Geld der Bundesregierung für hilfsbedürftige Schüler nicht gut genug verteilt. Zu diesem Ergebnis kommt das Wissenschaftszentrum für Sozialforschung (WZB).

Die Bundesregierung hatte das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ in Höhe von zwei Milliarden Euro für die Jahre 2021 und 2022 beschlossen. Anstatt das Geld aber gezielt für Schüler aus sozial benachteiligten Familien oder mit Migrationshintergrund auszugeben, hätten es viele Bundesländer nach dem Gießkannenprinzip verteilt, also ohne strenge Auswahl nach Bedürftigkeit, so die Bildungsforscher. So erhielten in vielen Bundesländern relativ privilegierte Schulen wie etwa Gymnasien oder Privatschulen im selben Umfang Mittel wie Einrichtungen mit vielen förderbedürftigen Schülern.

Nur wenige Bundesländer vergaben demnach teilweise die Mittel auf Grundlage von Lernstandserhebungen (Brandenburg) oder Sozialindizes (Hamburg, Hessen und teilweise Nordrhein-Westfalen).

China: Lockdowns belasten zunehmend Weltwirtschaft

In China hat die Staats- und Parteiführung für weitere Millionen Menschen Corona-Lockdowns angeordnet. Die Betroffenen dürfen Häuser und Wohnungen nicht verlassen. Chinas Null-Covid-Politik belastet zunehmend die Weltwirtschaft. Benjamin Eyssel berichtet aus Peking:

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Nachrichten Chinas Megastädte Shenzhen und Chengdu im Teil-Lockdown

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Erste Anerkennung von Berufsunfähigkeit wegen Corona

Der Lebensversicherer Debeka hat nach eigenen Angaben die ersten sechs Fälle, in denen die Langzeitfolgen einer Covid-19-Infektion als Grund für eine Berufsunfähigkeit anerkannt worden sind. Die Betroffenen erhalten seit 2021 eine Invalidenrente. Vorstandschef Thomas Brahm sagte der Deutschen Presse-Agentur, er gehe davon aus, dass solche Fälle zunähmen: „Das wird vielleicht noch unterschätzt. Long und Post Covid werden sowieso die sozialen Systeme noch mehr belasten.“ Der häufigste Grund für eine Berufsunfähigkeit sind in Deutschland psychische Erkrankungen, an Position zwei und drei stehen Krebs und Rücken- oder Gelenkprobleme.

Keine Impfung: Gericht billigt Praxisverbot für Zahnarzthelferin

Eine Zahnarzthelferin aus der Südpfalz ohne Coronaimpfung darf weiterhin nicht zur Arbeit in die Zahnarztpraxis gehen. Das Oberverwaltungsgericht in Koblenz hat einen Eilantrag gegen das Verbot abgelehnt. Damit bestätigte es eine frühere Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Neustadt.

Ende Juni hatte das Gesundheitsamt der Frau verboten, weiterhin ihren Arbeitsplatz zu betreten. Ansonsten drohe ihr ein Zwangsgeld von 1.000 Euro. Das Verbot gilt zunächst noch bis Ende des Jahres.

Norden von RLP erwartet neue Corona-Impfstoffe

Die drei großen Impfzentren im Norden von RLP sollen ab Mittwoch die neuen Corona-Impfstoffe erhalten. In Lollschied (Rhein-Lahn-Kreis) und Hachenburg (Westerwaldkreis) wurden eigenen Angaben zufolge bereits 2200 Impfdosen bestellt. In Koblenz sei das Zentrum auf 500 Impfungen pro Woche vorbereitet, heißt es. Außerdem sollen in Koblenz auch Hausärzte oder Apotheken den Impfstoff verabreichen. Sie können ihn ab Montag bestellen.

Die Impfzentren sind nach eigenen Angaben auf eine zunehmende Impfnachfrage vorbereitet. Wer sich impfen lassen will, sollte trotzdem vorher im Internet einen Termin vereinbaren, heißt es.

Verwirrung um Entwarnung in Nina-App

Die bundesweite Corona-Warnung in der Warn-App Nina ist heute aufgehoben worden. In der App war auch von einer „Entwarnung“ die Rede. Das zuständige Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wies aber darauf hin, dass diese Formulierung technisch bedingt sei. „Um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen: Die Corona-Pandemie besteht fort. Für Corona gibt es keine Entwarnung!

Verwirrung um Corona-Warnung Entwarnung, aber keine Entwarnung

Eine Formulierung in der Warnapp NINA hat für Verwirrung gesorgt. Inhaltlich ging es darum, die bundesweite Corona-Warnung aufzuheben. In der App tauchte allerdings eine "Entwarnu…  mehr...

USA: CDC empfiehlt Omikron-Impfstoffe

Ein Berater-Team der US-Seuchenbehörde CDC empfiehlt den Einsatz von umgebauten Coronavirus-Impfstoffen, die die Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.5 bekämpfen sollen. Der Beratende Ausschuss für Immunisierungspraktiken (ACIP) der CDC stimmte mit 13 zu 1 Stimmen für die aktualisierten Auffrischungsimpfungen von Biontech/Pfizer und Moderna. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte die beiden Impfstoffe am Mittwoch zugelassen. Sie sollen vor allem bei jüngeren Menschen ab 12 Jahren helfen, Long-Covid-Komplikationen zu vermeiden.

Corona-Pandemie US-Behörde empfiehlt Omikron-Impfstoffe

Seit Mittwoch sind die neuen Omikron-Vakzine von BioNTech und Moderna in den USA zugelassen. Nun hat die Gesundheitsbehörde CDC die Booster-Impfungen empfohlen. Damit könne eine C…  mehr...

Erste Omikron-Auffrischungsimpfungen stehen kurz vor der EU-Zulassung

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht für die ersten Corona-Auffrischungsimpfungen gegeben, die speziell an die Omikron-Variante angepasst sind. Der zuständige Ausschuss der EMA empfahl am Donnerstag die Zulassung der Booster, die sich sowohl gegen die Omikron-Untervariante BA.1. als auch gegen den ursprünglichen Virusstamm richten. Das teilte die EMA auch auf Twitter mit:

‼️ EMA has recommended authorising the first adapted COVID-19 #booster vaccines. The Comirnaty and Spikevax vaccines adapted to the Omicron BA.1 subvariant will provide broader protection against #COVID19. ➡️ https://t.co/6xcmoNRK5c https://t.co/Lw7eqcG8dO

Die finale Entscheidung liegt noch bei der Europäischen Kommission. Deren Zustimmung gilt aber als Formsache.

Die EU-Kommissarin Stella Kyriakides kündigte an, ihre Behörde werde den Einsatz genehmigen: „Our authorisation of the vaccine will follow shortly“, schrieb sie auf Twitter („Wir werden den Impfstoff demnächst genehmigen“).

Important positive opinions by @EMA_News on the first two #COVID19 variant-adapted booster vaccines by BioNTech-Pfizer & Moderna. They will increase protection for our citizens in autumn/winter. Our authorisation of the vaccine will follow shortly. 🧵 https://t.co/ND7kKEMsyc

Die Impfungen wurden von Biontech und Pfizer sowie von Moderna entwickelt.

Längere Krankschreibung als vor der Pandemie

Viele Berufstätige in Deutschland waren im ersten Halbjahr so lange krank geschrieben wie noch nie in diesem Zeitraum, nämlich durchschnittlich rund neun Tage. Das meldet die Techniker-Krankenkasse, die Daten ihrer Versicherten ausgewertet hat. Zum Vergleich: In der Vor-Corona-Zeit war die Dauer der Fehlzeiten nur halb so hoch. Die meisten Krankschreibungen sind laut Techniker Krankenkasse wegen Atemwegserkrankungen wie Erkältung, Grippe und Covid-19 erfolgt.

Lauterbach rät zum Abwarten bei der Auffrischungsimpfung

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat in der ARD für den neuen Impfstoff gegen den Omikron-Subtyp BA.1 geworben. Er und ein weiterer Impfstoff seien in Kürze erhältlich. seien wirksam und schützten sehr wahrscheinlich auch vor einer Ansteckung. Er rief deshalb dazu auf, mit einer Auffrischungsimpfung zu warten, bis die neuen Impfstoffe zugelassen seien. Im Fall einer Genehmigung könnten die Impfstoffe bereits kommende Woche ausgeliefert werden, so Lauterbach.

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SWR3 Nachrichten-Team

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