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Die Corona-Pandemie hält an. Die Zahlen steigen wieder und die neue Variante BA.5 beschäftigt die Politik. Alle Infos dazu hier!

Lauterbach: Verlängerung der Corona-Maßnahmen unumgänglich

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hält mit Blick auf eine drohende neue Corona-Welle im Herbst eine Überarbeitung und Verlängerung des noch bis zum 23. September geltenden Infektionsschutzgesetzes für unumgänglich. Allerdings solle zunächst ein für Ende Juni erwartetes neues Experten-Gutachten abgewartet werden, sagte Lauterbach im Deutschlandfunk. Zudem drängte er auf eine bessere Daten-Übermittlung durch die Krankenhäuser. „Das Infektionsschutzgesetz muss auf jeden Fall wieder geändert werden, es muss auch vor allen Dingen verlängert werden“, sagte der Minister. Dabei müsse sich die Politik auf mögliche neue, gefährlichere Virusvarianten einstellen, auch wenn es bislang dafür keine Anzeichen gebe. Die Neufassung solle aber erst nach Vorliegen der Ende Juni erwarteten Evaluation der bisherigen Eindämmungsmaßnahmen durch unabhängige Sachverständige erfolgen. Dies abzuwarten, fordert auch die FDP.

Ärzteschaft warnt vor „Corona-Datenblindflug“ im Herbst

Vor dem Hintergrund einer möglichen Corona-Welle im Herbst fordert die Ärzteschaft eine bessere Datenbasis zur Lagebewertung. Der Chef der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, sprach in den Funke-Zeitungen von einem Datenblindflug in den vergangenen zweieinhalb Jahren. Nur bei Klarheit über das Infektionsgeschehen könne die Krankenhausbelastung realistisch prognostiziert werden. Der Corona-Expertenrat hatte gestern eine bessere Datenerhebung verlangt. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft forderte unterdessen Vorschläge von der Politik, wie das finanziert und umgesetzt werden solle.

Neue Corona-Welle im Herbst? Ampel-Politiker uneins, wie sehr die Zeit drängt

Politiker der Ampel-Parteien sind sich uneins, wie schnell sich Deutschland auf möglicherweise steigende Corona-Infektionszahlen im Herbst vorbereiten sollte. Das müsse vor der Sommerpause des Bundestags beginnen, die in etwa einem Monat anfängt, sagte der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen. Denn danach bleibe zu wenig Zeit. „Wir brauchen für den Herbst einen schnell und flexibel einsetzbaren Instrumentenkasten“, sagte Dahmen.

Janosch Dahmen, Gesundheitsexperte Bündnis 90Die Grünen, spricht bei einer Sitzung des Bundestags.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Kay Nietfeld)
Janosch Dahmen, Gesundheitsexperte Bündnis 90/Die Grünen, im Bundestag picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ist in Bezug auf den Zeitplan offenbar ähnlicher Ansicht wie der Grünen-Politiker Dahmen: Der Bundestag müsse noch vor der parlamentarischen Sommerpause eine Neufassung des Infektionsschutzgesetzes auf den Weg bringen, so Lauterbach. Die aktuelle Fassung läuft am 23. September aus.

Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) ist dagegen der Ansicht, dass auch nach der Sommerpause noch genügend Zeit dafür bleibt. So sagte er am Mittwochmorgen in der ARD, über den Sommer solle zunächst gemeinsam mit den Ländern beraten werden, „was zu tun ist“. Nach der Sommerpause blieben dann zwei Bundestagssitzungswochen, „um ein ganz geordnetes, reguläres Gesetzgebungsverfahren zu durchlaufen“.

Expertenrat: Deutschland muss sich gut auf den Herbst vorbereiten

Deutschland sollte sich nach Ansicht des Corona-Expertenrats der Bundesregierung so auf den Herbst vorbereiten, dass es dann schnell auf steigende Infektionszahlen reagieren kann. Das steht in einer Stellungnahme des Rates mit dem Titel „Pandemievorbereitung auf Herbst/Winter 2022/23“. In den nächsten Monaten sollten die deutschen Behörden Gesetze schaffen, um mit ihnen schnell Schutzmaßnahmen gegen Infektionen durchsetzen zu können, empfiehlt das Gremium.

Es seien verschiedene Szenarien möglich. In einem schlechten Fall könnte eine neue Virusvariante, die sehr ansteckend sei und schwere Symptome hervorrufen könnte, wieder zu einer Maskenpflicht und Abstandsregeln führen. Dann würden die Regeln voraussichtlich erst wieder im Frühjahr 2023 gelockert, so das Gremium. Dem Corona-Expertenrat gehören neben Virologen und Virologinnen auch Ärzte und Bildungsforscher an.

Lindner gegen pauschale Corona-Beschränkungen im Herbst

FDP-Chef Christian Lindner ist gegen pauschale Corona-Beschränkungen im Herbst. Er hat der ARD gesagt, dass man erst die Einschätzung der Wissenschaft abwarten müsse: Ob und wie viel die bisherigen Maßnahmen geholfen haben. Diese Auswertung soll bis Ende des Monats kommen.

Am Nachmittag will der Corona-Expertenrat Empfehlungen für den Herbst und Winter geben – also wie sich Deutschland auf eventuell steigende Infektionszahlen vorbereiten sollte. Der Sozialverband VdK hat schon jetzt gefordert, aktiv zu werden und zum Beispiel die Testpflicht in Pflegeheimen wieder einzuführen.

Baerbock positiv auf Corona getestet – Besuch in Pakistan abgebrochen

Außenministerin Annalena Baerbock hat nach einer Infektion mit dem Corona-Virus ihre viertägige Reise nach Pakistan, Griechenland und die Türkei abgebrochen. Sie habe beim Mittagessen festgestellt, dass sie nichts mehr schmecke, und einen Schnelltest gemacht, teilte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Christofer Burger, am Dienstag wenige Stunden nach Beginn des Besuchsprogrammes in Pakistan mit. Dieser sei positiv gewesen. Am Abend teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Islamabad mit, ein am Nachmittag durchgeführter PCR-Tests habe den positiven Befund bestätigt.

Besuch in Pakistan Baerbock positiv auf Corona getestet

Außenministerin Baerbock ist bei ihrem Besuch in Pakistan positiv auf das Coronavirus getestet worden. Alle weiteren Termine wurden abgesagt. Zuvor hatte Baerbock die schwierige L…  mehr...

OECD-Bildungsdirektor will Impf-Diskussion in der Schule

Schüler in Deutschland sollten im Unterricht über Corona-Impfungen debattieren. Das empfiehlt der Bildungsdirektor der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Andreas Schleicher. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland hat er Finnland als Vorbild genannt. Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren konnten in Helsinki mit Fachleuten und Impfgegnern debattieren und sich danach auch ohne ihre Eltern für oder gegen eine Impfung entscheiden.

Nouripour fordert schnelle Anpassung des Infektionsschutzgesetzes

Grünen-Chef Omid Nouripour fordert eine schnelle Änderung des Infektionsschutzgesetzes, um das Coronavirus zu bekämpfen. Je früher Deutschland auf den Herbst vorbereitet sei, desto besser, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Es gehe darum, die Fehler der letzten beiden Jahre nicht zu wiederholen. Mit dem geänderten Infektionsschutzgesetz sind seit Anfang April allgemeine Schutzmaßnahmen wie Maskenpflichten für Veranstaltungen weggefallen. Die Grünen fordern eine Rechtsgrundlage, um die Maßnahmen im Herbst anpassen zu können, sollte sich eine Notlage entwickeln.

RKI meldet 41.087 Neuinfektionen – Inzidenz steigt auf 270,3

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 41.087 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 1.111 Fälle mehr als am Samstag vor einer Woche, als 39.976 Corona-Infektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 270,3 von 261,3 am Vortag. 73 weitere Personen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 139.386.

Corona-Warn-App: Impfzertifikate selbst verlängerbar

Die technische Gültigkeit von Corona-Impfzertifikaten kann jetzt auch in der Corona-Warn-App von den Betroffenen selbst verlängert werden. In elektronischer Form waren die Bescheinigungen bisher nur ein Jahr gültig. Nutzer waren dafür bisher auf neue Bescheinigungen auf Papier aus der Apotheke angewiesen. Die Gültigkeit der Zertifikate hat nichts mit der Wirksamkeit der Impfung an sich zu tun.

🆕Version 2.23 der #CoronaWarnApp ist da (48-h-Rollout)! 🔁Ihr könnt jetzt die *technische* Gültigkeit abgelaufener Impf- und Genesenen-Zertifikate (ist auf 365 Tage begrenzt) direkt über die #CWA erneuern. Was Ihr tun müsst und welche Fristen gelten ➡️https://t.co/8TZcyLRaHD https://t.co/NHEWKsZ6GI

Immunologe Watzl: Müssen zwischen Inzidenz und schwerer Erkrankung unterscheiden

Gestern haben sich die Vertreter von Bund und Ländern wieder einmal zur Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) getroffen, unter anderem, um den weiteren Umgang mit der Pandemie zu besprechen. Für den Herbst und Winter soll es einen Anti-Corona-Plan geben.

Carsten Watzl, Immunologe und einer unserer SWR3-Corona-Erklärer, sagte in den Topthemen am Mittag mit Stefan Hoyer: „Es ist im Moment noch unklar, welche Sachen da wirklich als Vorbereitung ins Auge gefasst worden sind.“ Es sei sicher sinnvoll, sich jetzt vorzubereiten – aber ein paar Punkte hätte er gestern schon gerne gehört.

So würden Impfungen weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Im Herbst werde man sicher Risikopatienten und Ältere mit angepassten Impfstoffen schützen müssen – dafür brauche man die Infrastruktur. Es sei bereits vorbereitet, dass die Impfzentren nicht abgebaut würden und man wieder ohne Infrastruktur dastehe.

Ein weiterer Punkt sei, dass es jetzt gar nicht mehr so sehr darum gehe, die reine Infektion zu verhindern, sondern die Erkrankung zu verhindern. Man müsse zwischen Inzidenz und schwerer Erkrankung unterscheiden:

Logo SWR3 (Foto: SWR, SWR)

Nachrichten Immunologe Watzl über die Corona-Vorbereitung für den Herbst

Dauer

So könnte der Corona-Herbst in Rheinland-Pfalz aussehen

Auch in Rheinland-Pfalz sorgt man sich um die Omikron-Variante BA.5. Ein Experte hält drei Szenarien für denkbar:

Rheinland-Pfalz

Einschätzungen von Experten Wie der Corona-Herbst in RLP aussehen könnte

Nichts Genaues weiß man nicht: So könnte man die Prognosen von Experten zur Corona-Lage im kommenden Herbst zusammenfassen. Nur bei wenigen Fragen scheint es Gewissheit zu geben.  mehr...

SWR Aktuell Rheinland-Pfalz SWR Fernsehen RP

Bundesweite Inzidenz steigt weiter an

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 42.693 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 40.841 Fälle mehr als am Freitag vor einer Woche, als 1852 Corona-Infektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 261,3 von 221,4 am Vortag.

91 weitere Personen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 139.313. Aufgrund des Feiertages in Deutschland am vergangenen Donnerstag ist es möglich, dass die RKI-Zahlen am vergangenen Freitag wegen Meldeverzögerungen niedriger ausfielen.

RKI: Anteil von Omikron-Subtyp BA.5 wächst auf niedrigem Niveau

Bei der Omikron-Sublinie BA.5, die unter anderem in Portugal die Corona-Fallzahlen steigen ließ, zeigt sich auch in Deutschland immer klarer ein Wachstum. Ihr Anteil in Stichproben verdoppelte sich zuletzt im Wochentakt - bisher aber noch auf recht niedrigem Niveau, wie aus dem Covid-19-Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) von gestern Abend hervorgeht.

Die Entwicklung im Detail: Machte BA.5 Ende April noch 0,6 Prozent der auf Varianten untersuchten positiven Proben aus, so waren es in den Folgewochen 1,2 und 2,5 Prozent. Der aktuellste verfügbare Wert für vorletzte Woche liegt bereits bei 5,2 Prozent. Sollte sich der Trend fortgesetzt haben, wäre aktuell von einem noch höheren Anteil auszugehen.

Kommt in Baden-Württemberg die Maskenpflicht zurück?

Die steigende Zahl der Infektionen mit der Omikron-Subvariante BA.5 bereitet auch der Stuttgarter Landesregierung Sorgen:

Baden-Württemberg

Neue Omikron-Variante BA.5 Rückkehr der Maskenpflicht? BW-Gesundheitsministerium bereitet sich auf mögliche Corona-Welle vor

Kommen im Herbst wieder Maskenpflicht, Zugangsbeschränkungen und Co.? Bund und Länder bereiten sich auf eine neue Corona-Welle im Spätjahr vor.  mehr...

Lauterbach: Vorbereitung für den Herbst läuft auf Hochtouren

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hält die Omikron-Subvariante, die sich derzeit in Portugal rasant ausbreitet, für „ansteckender und gefährlicher“ als die ursprüngliche Omikron-Variante BA1. Im Hinblick auf den anstehenden Herbst sagt Lauterbach im ZDF-heute-journal: „Wir werden später ähnliche Probleme möglicherweise bekommen (…) Es könnte durchaus im Herbst die Variante sein, mit der wir kämpfen müssen“, ergänzt Lauterbach. Derzeit mache der Anteil der Subvariante in Deutschland fünf Prozent aus. Lauterbach zeigt sich zuversichtlich im Hinblick auf die Corona-Vorbereitungen für den Herbst: Es seien unter anderem Impfstoffe bestellt worden, die gegen unterschiedliche Variante wirken, die Impfzentren würden weiter finanziert: „Die Vorbereitung läuft auf Hochtouren.“

RLP: Rückgang der Corona-Infektionen kommt zum Stillstand

Der seit Ende März anhaltende Rückgang der amtlich registrierten Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz hat sich in dieser Woche nicht weiter fortgesetzt. Das Landesuntersuchungsamt ermittelte am Donnerstag 251,5 Infektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Am Mittwoch vergangener Woche waren es 230,8.

Die Corona-Inzidenz in Rheinland-Pfalz liegt damit etwas über dem Bundesdurchschnitt. Bundesweit betrug die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag nach Daten des Robert Koch-Instituts 221,4.

Wüst nach MPK: Länder „wollen kein weiteres Hin und Her“

Die Länder sehen den Bund bei der Vorbereitung auf eine mögliche wieder angespannte Corona-Lage im Herbst und Winter in der Pflicht. Der nordrhein-westfälische Regierungschefs Hendrik Wüst (CDU) sagte nach dem Treffen der Länderchefs in Berlin, der Bund habe die Entscheidung getroffen, selber stärker in die Verantwortung zu gehen und solle nun sagen, wie es weitergehe.

Die Länder erwarteten, dass es bei diesem Verfahren bleibe, sagte Wüst als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz vor einem Treffen der Länderchefs mit Kanzler Olaf Scholz (SPD). „Wir wollen alle kein weiteres Hin und Her zwischen Lockdowns und Lockerungen, wie wir es in der Vergangenheit gesehen haben. Deswegen müssen wir uns jetzt vorbereiten, mit Umsicht, vorausschauend bleiben im Umgang mit der Pandemie“, sagte Wüst.

Ministerpräsidenten-Treffen Mit einem Anti-Corona-Plan in den Herbst

Im Herbst könnte eine neue Corona-Welle drohen. Bei einem Treffen der Ministerpräsidenten ging es deshalb um einen Anti-Corona-Plan. Hierfür sehen die Länder den Bund in der Pflic…  mehr...

Omikron-Variante BA.5: Die Welle kommt – was das für uns bedeutet

In Portugal gehen die Infektionszahlen gerade steil nach oben, die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen liegt bei rund 1.800. Es ist die höchste Inzidenz in der EU. Verantwortlich dafür ist offenbar der neue Omikron-Subtyp namens BA.5. Er ist in Portugal bereits die vorherrschende Variante und verantwortlich für 87% der Neuinfektionen.

Laut Wissenschaftlern löst er keine schlimmeren Infektionen aus, als sein Vorgänger, ist aber ansteckender. Anja Braun aus der SWR Wissenschaftsredaktion, erklärt, was es bedeutet, wenn die Welle hier ankommt:

Die vom National Institute of Allergy and Infectious Diseases zur Verfügung gestellte Elektronenmikroskopaufnahme zeigt das Coronavirus SARS-CoV-2. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/National Institute of Allergy and Infectious Diseases | Niaid-Rml)

Nachrichten "Es könnte schon im Juli sein"

Dauer

Ministerpräsidenten beraten über Corona

Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Bundesländer haben am Donnerstag in Berlin Beratungen über die Corona-Lage und die Folgen des Ukraine-Krieges aufgenommen. Die Vorbereitung auf einen erwarteten Anstieg der Corona-Infektionen im Herbst ist ein zentrales Thema der regulären Ministerpräsidentenkonferenz (MPK).

Die Länder machen Druck auf den Bund, die Sommermonate für die Vorbereitung auf eine möglicherweise verschärfte Infektionslage im Winter zu nutzen. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bereitet eine Strategie für einen erwarteten Anstieg der Infektionen in der kälteren Jahreszeit vor. Dazu soll auch eine neue Impfkampagne gehören.

Dahmen: Müssen uns auf Corona-Varianten aus Portugal vorbereiten

In Portugal breitet sich eine neue Corona-Variante aus und sorgt dort für einen Wiederanstieg der Fallzahlen. Auch bei uns wird im Jahresverlauf mit wieder steigenden Infektionszahlen gerechnet. Darauf muss Deutschland reagieren, sagte der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen. Die schon erfolgte Vorbestellung angepasster Impfstoffe allein reiche nicht. Dahmen schlug im SWR weitere Maßnahmen vor:

Logo SWR3 (Foto: SWR, SWR)

Nachrichten Dahmen: Auf neue Corona-Varianten vorbereiten

Dauer

Forderungen nach Vorbereitung auf Corona-Herbst

Bund und Länder beraten heute unter anderem über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Zuvor sind Forderungen laut geworden, sich auf eine mögliche neue Infektionswelle im Herbst vorzubereiten. Konkret geht es um die Zeit ab Ende September, wenn das Infektionsschutzgesetz ausläuft. Vom Städte- und Gemeindebund etwa heißt es, dann müssten wieder bundesweit einheitliche Maßnahmen möglich sein, wenn die Lage sich verschärfen sollte. Das hat Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt. Als Beispiele nannte er Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen sowie 2G- oder 3G-Regelungen.

EU-Kommission billigt Corona-Hilfen für Polen

Nach monatelangem Streit hat sich die EU-Kommission mit der polnischen Regierung beim Thema Corona-Hilfen geeinigt. Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni teilte mit, man habe sich auf einen Plan verständigt. Einzelheiten werde Kommissionchefin Ursula von der Leyen morgen in Warschau vorstellen. Sie hatte gefordert, dass Polen Teile der Justizreformen zurücknehmen muss, um Geld aus dem Corona-Fonds zu erhalten. Polen kann laut Kommission knapp 24 Milliarden Euro daraus bekommen. Die polnischen Justizreformen schränken nach Ansicht von Kritikern die Unabhängigkeit der Richterinnen und Richter in dem Land ein.

Streit mit Polen EU-Kommission genehmigt Corona-Hilfen

Polen kann sich nun doch Hoffnung auf milliardenschwere Unterstützung aus dem Corona-Fonds der EU machen. Die EU-Kommission bewilligt die Auszahlung, da Polen im andauernden Justi…  mehr...

Tesla-Chef Musk: Wer nicht mindestens 40 Stunden im Büro verbringt, fliegt

Tesla-Chef Elon Musk beordert seine Mitarbeiter ins Büro zurück. „Jeder bei Tesla muss mindestens 40 Stunden in der Woche im Büro verbringen“, schrieb Musk am Dienstagabend in einer E-Mail an die Mitarbeiter des US-Elektroautobauers, die Reuters vorliegt.

„Wenn jemand nicht erscheint, müssen wir davon ausgehen, dass diese Person das Unternehmen verlassen hat.“ Zwei Tesla-Insider bestätigten die Echtheit der E-Mail. Tesla selbst antwortete nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Angesichts wieder steigender Corona-Infektionen in Kalifornien weigern sich einige Mitarbeiter von Tech-Firmen, in die Büros zurückzukehren.

„Omikron-Impfstoff“ : Biontech erwartet Studienergebnisse „in den kommenden Wochen“

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech erwartet „in den kommenden Wochen“ die Ergebnisse seiner laufenden klinischen Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit verschiedener an die Omikron-Variante angepasster Corona-Impfstoffkandidaten. Das sagte Vorstandschef Uğur Şahin heute auf der Online-Hauptversammlung von Biontech.

Şahin rechnet demnach mit der Zulassung eines angepassten Covid-19-Impfstoffs bis zum Herbst: „Je nach Entscheidung der Behörden könnte ein angepasster Impfstoff im August, September oder Herbst genehmigt werden.“

Mainz

Hauptversammlung des Mainzer Unternehmens BioNTech: Noch kein Durchbruch bei Omikron-Impfstoff

Das Mainzer Pharmaunternehmen BioNTech kann noch keinen Durchbruch bei der Weiterentwicklung seines Corona-Impfstoffs verkünden. Bei der Hauptversammlung sagte BioNTech-Chef Ugur Sahin, Ergebnisse der Studien würden "in den kommenden Wochen erwartet".  mehr...

April: Zwei Millionen Briten hatten Long-Covid-Symptome

Nach Schätzung des britischen Statistikamtes haben im April rund zwei Millionen Britinnen und Briten Long Covid gehabt. Das entspricht rund 3,1 Prozent der Bevölkerung, wie die Statistikbehörde am Mittwoch mitteilte.

Bei der Erhebung der Behörde galten Menschen als Betroffene von Long Covid, wenn sie auch vier Wochen nach ihrer Infektion nach eigenen Angaben noch entsprechende Symptome hatten, die nicht auf andere Gründe zurückzuführen waren. Vom 4. April bis 1. Mai wurden insgesamt rund 300.000 Menschen befragt.

Montgomery warnt: BA.5-Variante auch bei uns auf dem Vormarsch

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat vor einer Ausbreitung der Omikron-Subvariante BA.5 des Coronavirus in Deutschland gewarnt. „Corona ist noch nicht vorbei - das belegt der heftige Ausbruch von Omikron in Portugal“, sagte Montgomery der Rheinischen Post.

BA.5 werde sich auch in Deutschland ausbreiten. Viele Menschen – auch Geimpfte – würden erkranken. Geimpfte hätten aber deutlich mildere Symptome. Das Robert Koch-Institut berichtete kürzlich von einer Zunahme der Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.5 auf niedrigem Niveau. Dominant ist weiter BA.2 mit 96,4 Prozent.

Nach Erfahrungen in Portugal scheint BA.5 zudem zwar ansteckender als andere Varianten zu sein, verursacht aber seltener schwere Verläufe.

BA.5 treibt Infektionen Mutante breitet sich in Portugal aus

In Portugal ist die Zahl der Corona-Infektionen zuletzt wieder stark angestiegen. Verantwortlich dafür scheint BA.5 zu sein, eine Mutante der Omikron-Variante. Die Regierung warte…  mehr...

Viele Kinder sind während der Pandemie dick geworden

Viele Kinder sind seit Beginn der Corona-Pandemie dicker geworden, essen mehr Süßigkeiten und bewegen sich weniger. Gleichzeitig habe der Medienkonsum zugenommen, berichtet die Deutsche Adipositas-Gesellschaft nach einer Umfrage. Viele Kinder hätten wahrscheinlich dauerhaft ihr Verhalten geändert. Das sei alarmierend. Besonders betroffen seien Zehn- bis Zwölfjährige aus Familien mit wenig Einkommen.

Lockdown in Shanghai wird gelockert

Die chinesische Millionenmetropole Shanghai hat weitere Lockerungen der strikten Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus angekündigt. Die aktuelle epidemische Lage habe sich stabilisiert und verbessere sich weiter, sagte die Sprecherin der Regierung von Shanghai, Yin Xi. So würden ab Montag die Test-Bestimmungen erleichtert. Bereits am Sonntag öffnete nach wochenlanger Schließung ein Einkaufszentrum in der Innenstadt. Von Mittwoch an soll in der Stadt, in der rund 25 Millionen Menschen leben, der zwei Monate dauernde Lockdown im Wesentlichen aufgehoben werden.

RKI meldet 755 Neuinfektionen – Inzidenz sinkt auf 189

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 755 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 490 Fälle weniger als am Montag vor einer Woche, als 1245 Corona-Infektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 189,0 von 196,2 am Vortag. Zwei weitere Personen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 138.864.

RLP: Verlängerte Corona-Verordnung

In Rheinland-Pfalz müssen weiter Masken getragen werden – in Arztpraxen, Krankenhäusern sowie in Bussen und Bahnen. Das steht in der Corona-Verordnung des Landes, die ab heute für vier Wochen verlängert wird.

Rheinland-Pfalz

Regelungen bis Ende Juli RLP verlängert Corona-Maßnahmen um weitere vier Wochen

Viele Corona-Beschränkungen gibt es nicht mehr in Rheinland-Pfalz. Die bestehenden Maßnahmen werden allerdings auch im Juli weiter gelten. Das hat die Landesregierung am Donnerstag beschlossen.  mehr...

Sonntagmorgen SWR1

Corona-Inzidenz sinkt weiter auf 196,2

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 2.713 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 1.110 Fälle weniger als am Sonntag vor einer Woche, als 3.823 Corona-Infektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 196,2 von 209,4 am Vortag. Acht weitere Personen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 138.862.

Corona-Ausbruch in Kanzler-Delegation nach Afrika-Reise

Nach der Afrika-Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) soll es im Umfeld des Kanzlers zu einem größeren Corona-Ausbruch gekommen sein. Das berichtet der Tagesspiegel. So seien unter anderem seine Büroleiterin Jeanette Schwamberger, sein außenpolitischer Chefberater Jens Plötner und Regierungssprecher Steffen Hebestreit positiv auf das Coronavirus getestet worden.

„Es ist zutreffend, dass im Nachgang zur Reise des Bundeskanzlers nach Afrika Teilnehmer der offiziellen Delegation PCR-positiv auf Corona getestet worden sind, obwohl die während der Reise und nach Rückkehr durchgeführten Schnelltests allesamt negativ gewesen sind“, zitierte der Tagesspiegel einen Regierungssprecher.

RKI-Chef warnt vor neuer Corona-Welle im Herbst

Der Chef des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler befürchtet eine neue Corona-Welle im Herbst. Deshalb müsse es jetzt schnell ein neues Infektionsschutzgesetz geben, hat Wieler im Bayrischen Rundfunk gesagt. Viele Wissenschaftler rechnen mit steigenden Infektionszahlen im Herbst. Unklar ist aber, wie gefährlich die dann vorherrschende Variante ist.

RKI meldet 39.976 Neuinfektionen – Inzidenz sinkt auf knapp 210

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 39.976 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 2.399 Fälle weniger als am Samstag vor einer Woche, als 42.375 Corona-Infektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 209,4 von 211,2 am Vortag. 73 weitere Personen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 138.854.

Weltärztechef Montgomery fordert Anti-Corona-Plan mit Lockdown-Option

Weltärztechef Frank Ulrich Montgomery hat einen Anti-Corona-Plan inklusive Lockdown-Option für den Herbst gefordert. „Gesundheitsminister Karl Lauterbach muss das Infektionsschutzgesetz anpassen, damit Eindämmungsmaßnahmen eingeführt werden können, wenn die Lage ernst wird, und zwar bundesweit einheitlich“, sagte der Vorsitzende des Weltärztebundes der Neuen Osnabrücker Zeitung. Als „Ultima Ratio“ müsse im angepassten Infektionsschutzgesetz auch die Möglichkeit zu einem Lockdown verankert werden, sagte Montgomery.

Weltweit mehr als 525 Millionen Corona-Infektionen

Weltweit haben sich jetzt mehr als 525,41 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Danach starben mehr als 6,69 Millionen Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Die höchsten Zahlen weisen die USA auf. Dort wurden über 83,8 Millionen Ansteckungsfälle registriert, mehr als eine Million Menschen starben dort im Zusammenhang mit dem Virus.

Epidemiologe warnt vor gefährlicheren Corona-Varianten

Der Bremer Epidemiologe Hajo Zeeb hat eine gute Vorbereitung auf mögliche neue Corona-Varianten im Herbst gefordert. Es könnte sowohl eine Kombination aus Delta und Omikron oder eine ganz neue Variante auftreten, sagte Zeeb in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Beide könnten gefährlicher sein als die bisherigen. Man muss damit ernsthaft rechnen, auch weil es sich um ein globales Geschehen handelt.“ Deshalb müssten Kliniken, Behörden und Politik sich gut vorbereiten, um schnell reagieren zu können.

Inzidenz sinkt auf 262,6

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 39.705 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 19.014 Fälle weniger als am Donnerstag vor einer Woche, als 58.719 Corona-Infektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 262,6 von 281,8 am Vortag. 136 weitere Personen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 138.779.

Lauterbach will Möglichkeit zur Maskenpflicht erhalten

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will für den Fall einer neuen Corona-Welle im Herbst die Möglichkeit schaffen, wieder eine Maskenpflicht in Innenräumen einzuführen. Derzeit werde wieder am Infektionsschutzgesetz gearbeitet sagte er in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“. Das Gesetz laufe am 23. September aus. Dann werde die Frage erneut zu diskutieren sein. Er halte es für notwendig, für den Herbst zumindest die Möglichkeit für eine Maskenpflicht zu haben.

3G-Regel bei Einreise nach Deutschland entfällt ab 1. Juni

Ab 1. Juni muss bei der Einreise nach Deutschland niemand mehr eine Impfung, Genesenenstatus oder negativen Test nachweisen. Das Kabinett hat das beschlossen. Bei der Einreise geibt es also weniger Kontrollen und Verzögerungen.

Die aktuell gültige Corona-Einreiseverordnung schreibt noch bis zum 31. Mai für alle Menschen über zwölf Jahren einen 3G-Nachweis vor. Für Einreisende aus Virusvariantengebieten gelten noch strengere Regeln, sie müssen sich in Deutschland in eine 14-tägige Quarantäne begeben, auch wenn sie geimpft oder genesen sind.

Lauterbach will Einreiseregeln lockern

Wegen sinkender Corona-Zahlen will die Bundesregierung die Einreiseregeln für die Sommermonate lockern. Die 3G-Regel bei der Einreise nach Deutschland werde vom 1. Juni an bis Ende August ausgesetzt, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das Bundeskabinett will diese Änderungen laut Bericht heute verabschieden – dazu gehöre auch, dass alle von der Weltgesundheitsorganisation zugelassenen Impfstoffe bei der Einreise anerkannt werden.

Stiko empfiehlt Corona-Impfung für alle Kinder ab fünf Jahren

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt jetzt eine Corona-Impfung mit dem Impfstoff von Biontech für alle Kinder von fünf bis elf Jahren. Bisher gab es die Empfehlung nur für Kinder mit Vorerkrankungen. Die Stiko erwartet, dass die Infektionszahlen im Herbst wieder steigen, Kinder sollten darauf vorbereitet werden. Vorerst sollen sie nur eine Impfdosis bekommen, im Herbst dann möglicherweise eine zweite mit einem angepassten Impfstoff. Kinderarzt und Stiko-Mitglied Martin Terhardt geht davon aus, dass die allermeisten Kinder zwischen fünf und elf bereits eine Corona-Infektion hinter sich haben.

1/6 Impfempfehlung der #STIKO zu #COVID19 aktualisiert, u.a. wurde Empfehlung für Kinder ohne Vorerkrankungen zwischen 5-11 Jahren angepasst. Vollständige Empfehlung & wiss. Begründung ➡️https://t.co/QciQwsGsA1 #FAQ mit wichtigsten Neuerungen ➡️https://t.co/D6uFNxW9BN und im🧵

Österreich setzt Maskenpflicht weitgehend aus

Österreich setzt über den Sommer die Maskenpflicht weitgehend aus. Wie Gesundheitsminister Johannes Rauch mitgeteilt hat, gilt sie ab dem 1. Juni nur noch in Kliniken sowie Alten- und Pflegeheimen. Zurzeit muss der Mund-Nasen-Schutz in Österreich zum Beispiel noch in Supermärkten, Bussen und Bahnen getragen werden. Die Lockerung gilt zunächst für drei Monate.

Aber auch ohne Maskenpflicht lautet die Empfehlung: Tragen Sie überall dort eine Maske, wo Abstände nicht eingehalten werden können, und besonders dort, wo viele Menschen aufeinandertreffen. 2/3

Lehrerpräsident: Schulen unzureichend auf mögliche Herbst-Welle vorbereitet

Der Deutsche Lehrerverband wirft der Politik vor, die Schulen mit Blick auf die Corona-Pandemie unzureichend auf das kommende Schuljahr vorzubereiten. „Die Politik macht beim Thema Pandemie und Schule schon wieder ihre Hausaufgaben nicht“, sagt Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Bereits jetzt müssten die Weichen für sicheren Unterricht im kommenden Schuljahr gestellt werden. „In einer Herbstwelle können Masken ein entscheidender Faktor sein, um die Schulen offenzuhalten.“ Momentan fehle den Ländern aber die Gesetzesgrundlage, um flächendeckend eine Maskenpflicht an Schulen anzuordnen. „Der Bund muss deshalb das Infektionsschutzgesetz schnell noch einmal anpassen.“ Die Schulen müssten zugleich „spätestens jetzt so ausgestattet und vorbereitet werden, dass Distanzunterricht auf jeden Fall funktioniert.“ Es fehle aber neben der Versorgung mit schnellem Internet weiter an professionellem IT-Support und den versprochenen Fortbildungen für Lehrer.

Reinhardt: Impfstoffkauf voreilig

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hält die Bestellung von neuen Corona-Impfstoffen im Wert von 830 Millionen Euro durch die Bundesregierung für voreilig. „Das ist nur sinnvoll, wenn diese Impfstoffe schon an die neue Virus-Variante angepasst sind“, sagt Reinhardt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Aber noch wissen wir nicht genau, was auf uns zukommt.“ Zudem müsse geklärt werden, ob weitere Impfungen wirklich einen Vorteil brächten: Zu Viertimpfungen gebe es widersprüchliche Studienergebnisse.

Das Impfzertifikat läuft ab? Was ihr jetzt tun müsst

Immer mehr Geimpfte bekommen die Warnung, dass ihre Impfzertifikate ablaufen. Vor allem aber für Urlaubsreisen braucht man eine Aktualisierung.

Nachweis der Corona-Impfung Das Impfzertifikat läuft ab? Was ihr jetzt tun solltet

Immer mehr Corona-Geimpfte, die noch keinen Booster haben, bekommen derzeit die Warnung, dass ihre Impfzertifikate ablaufen. Vor allem für Urlaubsreisen braucht man aber eine Aktualisierung.  mehr...

Biontech plant Impfstoff-Zulassung für Kleinkinder - drei Dosen nötig

Kinder unter fünf Jahren benötigen drei Dosen des Covid-19-Impfstoffs von Biontech und Pfizer für einen ausreichenden Schutz. Drei Impfungen erzeugten starke Immunantworten und eine hohe Wirksamkeit, teilten das Mainzer Biotechunternehmen Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer heute mit.

Die beiden Partner veröffentlichten erste Ergebnisse aus ihrer klinischen Studie der Phase 2/3 mit Kindern im Alter von sechs Monaten bis unter fünf Jahren

WHO-Chef warnt vor Nachlässigkeit im Kampf gegen Corona-Pandemie

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat vor einem Nachlassen im Kampf gegen Covid-19 gewarnt. Die Pandemie sei noch lange nicht vorbei, betonte Tedros bei der Weltgesundheitsversammlung am Montag in Genf.

Die Welt sei auf die Pandemie nicht vorbereitet gewesen, die Welt sei auch nicht genügend auf eine neue Pandemie vorbereitet.

Bundesweite Inzidenz sinkt weiter

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 1.245 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 1.060 Fälle weniger als am Montag vor einer Woche, als 2.305 Corona-Infektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 312,1 von 322,4 am Vortag. Eine weitere Person starb im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 138.326.

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    Bauchgefühl oder handfeste Beweise: Heike Makatsch als Tatort-Kommissarin Ellen Berlinger traut ihrem Instinkt und handelt gegen die Entscheidung der Staatsanwältin. Ist das ein guter Krimi?  mehr...

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  3. Liveblog zum Krieg in der Ukraine Russische Armee nimmt Sjewjerodonezk vollständig ein

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  6. Konzerte, Sport, Winzer & Nachhaltigkeit Stuttgart goes Festival: Das geht beim Kessel Festival

    AnnenMayKantereit, Silbermond, Moop Mama, Lotte und viele mehr sind beim diesjährigen Kessel Festival am Start! Der erste Tag startete schon mal heiß – auf und vor der Bühne.  mehr...