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Die Corona-Pandemie hält an. Die Politik rüstet sich für den Herbst mit neuen Maßnahmen. Alle Infos dazu hier!

Lauterbach rät zum Abwarten bei der Auffrischungsimpfung

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat in der ARD für den neuen Impfstoff gegen den Omikron-Subtyp BA.1 geworben. Er und ein weiterer Impfstoff seien in Kürze erhältlich. seien wirksam und schützten sehr wahrscheinlich auch vor einer Ansteckung. Er rief deshalb dazu auf, mit einer Auffrischungsimpfung zu warten, bis die neuen Impfstoffe zugelassen seien. Im Fall einer Genehmigung könnten die Impfstoffe bereits kommende Woche ausgeliefert werden, so Lauterbach.

EMA berät über Zulassung neuer Corona-Impfstoffe

Die Europäische Arzneimittelbehörde will heute darüber entscheiden, ob neue Corona-Impfstoffe zugelassen werden. Der EMA liegen Anträge von Biontech/Pfizer und Moderna vor. Beide Präparate sollen auch auf die Omikron-Virusvariante zugeschnitten sein. Es wird erwartet, dass die Behörde eine Zulassung empfiehlt und die EU-Kommission zustimmt. Dann könnten die ersten Impfdosen ausgeliefert werden. Deutschland soll in den ersten beiden Wochen 14 Millionen davon erhalten.

Homeoffice-Recht wird doch nicht wieder eingeführt

Das Recht auf Homeoffice für Arbeitnehmer wird doch nicht wieder eingeführt. Die Bundesregierung hat bei ihrer Kabinettsklausur in Meseberg eine neue Corona-Arbeitsschutzverordnung angenommen. Ursprünglich wollte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD), dass Arbeitgeber ab Herbst wieder verpflichtet werden, Homeoffice anzubieten. Jetzt gilt eine Kann-Regelung. Auch müssen Unternehmen nicht mehr zwei Corona-Tests pro Woche anbieten – stattdessen soll es Hygiene-Konzepte geben. Die neue Regel soll von Oktober bis Anfang April gelten.

China: Lockdown auf mehrere Regionen ausgeweitet

In China haben weitere Regionen im Zuge der „Null-Covid-Strategie“ erneut Lockdowns oder Einschränkungen des öffentlichen Lebens verhängt. Die neuen Maßnahmen nur wenige Tage dauern, wie die Behörden mitteilten.

So schloss Longhua, ein Stadtteil von Shenzhen mit 2,5 Millionen Einwohnern, verschiedene Unterhaltungsstätten und Großhandelsmärkte und setzte Großveranstaltungen aus. In der Hafenstadt Dalian, im Nordosten Chinas, die für Sojabohnen und Eisenerzimporte wichtig ist, traten die größten Stadtteile mit rund drei Millionen Einwohnern in einen Lockdown ein, der bis Sonntag dauern soll.

Die Schritte folgten ähnlichen Maßnahmen, die am Montag angekündigt wurden und drei weitere Bezirke mit über sechs Millionen Menschen in Shenzhen betrafen. Offiziellen Daten zufolge wurden am 29. August in China 1717 Infektionen gemeldet, 349 symptomatische und 1368 asymptomatische. Unter den über 20 Provinzen, Regionen und Gemeinden, die Fälle gemeldet haben, trugen die Region Tibet, die Provinz Sichuan, deren Hauptstadt Chengdu ist, und die Provinz Qinghai am Montag die meisten täglichen Fälle bei. Ökonomen befürchten weitere Beeinträchtigungen der Wirtschaft bei einer erneuten Eskalation oder Verlängerung der Beschränkungen in großen Metropolen.

Landtags-CDU in RLP will Masken-Empfehlung an Schulen

Die rheinland-pfälzische CDU-Landtagsfraktion hat sich dafür ausgesprochen, das Tragen von Masken in allen Schulen zu empfehlen, also auch in Grundschulen. Mit Blick auf möglicherweise steigende Corona- Zahlen kritisierte Fraktionschef Christian Baldauf, dass nicht alle Schulen mit sicheren Lüftungsanlagen ausgestatten seien. Das neue Schuljahr fängt in Rheinland-Pfalz in der kommenden Woche an.

Bund bereitet Impfstart mit angepassten Corona-Präparaten vor

Die Bundesregierung bereitet einen baldigen Impfstart mit Corona-Präparaten vor, die an die Virusvariante BA.1 angepasst sind. Vorbehaltlich einer erwarteten EU-weiten Zulassung soll Deutschland in den Wochen ab 5. September und ab 12. September insgesamt rund 14 Millionen Dosen der Impfstoffe von Biontech und Moderna erhalten, wie aus einem Schreiben von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) an die Leistungserbringer der Impfkampagne hervorgeht. Nach Studiendaten wirkten die Impfstoffe deutlich besser gegen die derzeit vorherrschende BA.5-Variante als Impfstoff der ersten Generation, heißt es in dem Schreiben.

Studie: Pandemie kostete BW-Tourismus mehrere Milliarden

Die Corona-Pandemie hat laut einer Studie ein Milliardenloch in die Kassen des Tourismus im Südwesten gerissen. Die Bruttoumsätze lagen nach Angaben des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif) im Jahr 2021 fast 7,6 Milliarden Euro unter dem Wert von 2019. Vor der Pandemie konnten demnach 380.000 Menschen vom Tourismus leben, nun seien es nur noch etwa 250.000.

Das Institut erstellt die Studie alle zwei Jahre im Auftrag des Tourismus- und Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg.

mRNA-Patentklau? Moderna verklagt Biontech und Pfizer

Der US-Pharmakonzern Moderna verklagt den Mainzer Impfstoffhersteller Biontech und dessen US-Partner Pfizer. Moderna sagt, beide Unternehmen hätten Patente verletzt. Der Vorwurf: Biontech und Pfizer hätten bei der Entwicklung ihres Corona-Impfstoffs mRNA-Techologien abgekupfert, die Moderna teils schon vor mehr als zehn Jahren entwickelt habe. Eingereicht hat Moderna die Klagen im US-Bundesstaat Massachusetts und beim Landgericht Düsseldorf. Wegen ähnlicher Vorwürfe hat auch das Tübinger Unternehmen Curevac Biontech verklagt.

Lauterbach will Verschreibung von Paxlovid erleichtern

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will das Corona-Medikament Paxlovid neben der Impfung zur zweiten Säule in der Pandemiebekämpfung machen. Als erste Maßnahme dürfen Hausärzte das Mittel ab sofort in ihrer Praxis vorrätig haben und direkt an Corona-Patienten abgeben, sagt Lauterbach dem Spiegel. Der Umweg über die Apotheken sei damit nicht mehr notwendig. Eine Verordnung soll zudem mit 15 Euro vergütet werden. Jedes Pflegeheim solle neben einem Impf- auch einen Paxlovid-Beauftragten ernennen, der sich um alles Organisatorische kümmere.

Arbeitsminister plant Wiedereinführung der Homeoffice-Pflicht

Das Bundesarbeitsministerium arbeitet an einer Wiedereinführung der Homeoffice-Pflicht ab Herbst. Einem Referentenentwurf zufolge sollen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mit Blick auf möglicherweise steigende Corona-Infektionszahlen verpflichtet werden, ein Hygienekonzept mit erprobten Schutzmaßnahmen zu entwerfen.

Ab Oktober bis zum 7. April 2023 solle dann den Beschäftigten angeboten werden, ihre Tätigkeiten von Zuhause aus auszuführen, wenn keine „zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen“. Die Arbeitgeber sollen auch allen Beschäftigten, die weiterhin in Präsenz arbeiten, mindestens zweimal pro Woche einen Corona-Test zur Verfügung zu stellen. Die zuletzt verhängte Homeoffice-Pflicht ist am 19.März ausgelaufen.

RKI meldet 37.343 Neuinfektionen – Inzidenz sinkt auf 263,6

In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 37.343 auf über 32 Millionen. Das sind 9.318 Fälle weniger als am Freitag vor einer Woche, als 46.724 Ansteckungen verzeichnet wurden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 263,6 von 271,3 am Vortag. Das RKI meldet 90 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 147.003.

RKI: Höhepunkt der Welle auch bei schweren Erkrankungen überschritten

Das Abebben der Omikron-Welle in diesem Sommer zeigt sich auch bei den schweren Corona-Erkrankungen. „Übereinstimmend zeigen diese Daten, dass auch bei schwer verlaufenden Erkrankungen der Höhepunkt der aktuellen Welle überschritten ist“, heißt es im Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zu Covid-19 von Donnerstagabend.

Die Autoren beschreiben darin rückläufige Entwicklungen bei der Zahl der Patienten mit Covid-19 auf deutschen Intensivstationen und bei Covid-19-Diagnosen. „Trotz insgesamt weiter rückläufiger Fallzahlen bleibt der Infektionsdruck in der Allgemeinbevölkerung in allen Altersgruppen hoch“, warnt das RKI. Es schätzt, dass vergangene Woche 300.000 bis 800.000 Menschen in Deutschland erkrankten

Eine Million Corona-Tote weltweit seit Januar - WHO fordert zu mehr Impfungen auf

Eine Million Menschen sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in diesem Jahr an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. „Wir haben den tragischen Meilenstein von einer Million Todesfälle durch Covid-19 seit Anfang des Jahres überschritten“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstag in Genf.

Die WHO fordere die Regierungen auf, die Impfungen voranzutreiben, da ein Drittel der Weltbevölkerung noch nicht geimpft sei.

Keine Corona-Impfung: Djokovic sagt US-Open-Teilnahme ab

Der nicht gegen das Coronavirus geimpfte Tennis-Superstar Novak Djokovic hat seine Teilnahme an den US Open wie erwartet abgesagt. „Leider bin ich nicht in der Lage, nach New York zu reisen“, schrieb der Serbe am Donnerstag bei Twitter. Gründe führte der 35-Jährige nicht an, für die Einreise in die USA ist aber eine Impfung nötig. Es gibt nur wenige Ausnahmen von der Impfpflicht.

Sadly, I will not be able to travel to NY this time for US Open. Thank you #NoleFam for your messages of love and support. ❤️ Good luck to my fellow players! I’ll keep in good shape and positive spirit and wait for an opportunity to compete again. 💪🏼 See you soon tennis world! 👋🏼

WHO: Schon eine Million Corona-Tote in diesem Jahr

Mehr als eine Million Menschen sind seit Anfang des Jahres im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das gab die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf bekannt. Angesichts dieser Zahl könne keine Rede davon sein, dass die Welt gelernt habe, mit Corona zu leben, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus während einer Pressekonferenz.

Tedros wies darauf hin, dass eigentlich alle Mittel zur Verfügung stünden, um diese Todesfälle zu verhindern. Trotzdem habe ein Drittel der Weltbevölkerung noch immer keine Erstimpfung gegen das Corona-Virus erhalten.

LIVE: Media briefing on #Ukraine, #monkeypox, #COVID19 and other global health issues with @DrTedros https://t.co/k5a4TSzUzT

Schärfere Corona-Regeln für Herbst und Winter beschlossen

In Deutschland soll es ab Oktober eine bundesweite FFP2-Maskenpflicht im Fern- und Flugverkehr geben. Kinder zwischen sechs und 14 Jahren sowie Personal dürfen auch nur medizinische Masken tragen können. Das hat die Bundesregierung heute beschlossen. In dem Gesetzentwurf steht auch, dass eine Masken- und Testpflicht in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen geplant ist. 

Ansonsten können von Oktober an die Bundesländer ihre Corona-Maßnahmen je nach Lage verschärfen. Um die Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens zu gewährleisten, können sie Masken in Innenräumen vorschreiben. Außerdem sollen die Bundesländer Tests anordnen können, etwa in Schulen und Kindertagesstätten. Diese Einrichtungen sollen offen gehalten werden, Lockdowns und Kontaktsperren sind nicht vorgesehen. SWR3-Reporter Sascha Kaub mit Einzelheiten:

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Nachrichten Ab Oktober neue Regeln bei Maskenpflicht

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Damit hat die Bundesregierung wieder schärfere staatliche Eingriffsmöglichkeiten für eine erwartete Corona-Welle im Herbst und Winter auf den Weg gebracht.

Buschmann äußert Verständnis über Debatte über Corona-Masken in Flugzeug

Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hat Verständnis für die Debatte über eine Maskenpflicht in Flugzeugen geäußert. Ausgelöst wurde sie, nachdem die meisten Mitreisenden in einem Regierungsflieger mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) auf dem Weg nach Kanada keine Corona-Masken trugen. Im Morgenmagazin von ARD und ZDF, sagte Buschmann:

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Nachrichten Justizminister Buschmannn zu Corona-Masken im Flugzeug

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Die Bundesregierung will die neuen Corona-Maßnahmen für Herbst und Winter, die in dem überarbeiteten Infektionsschutzgesetz geregelt sind, am Vormittag auf den Weg bringen.

Inzidenz sinkt auf 275,3

In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 52.939 auf über 31,9 Millionen. Das sind 14.451 Fälle weniger als am Mittwoch vor einer Woche, als 67.390 Ansteckungen verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 275,3 von 288,5 am Vortag. Das RKI meldet 147 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 146.797.

FDP will Maskenpflicht in Flugzeugen kippen

Die FDP-Bundestagsfraktion will mit den Koalitionspartnern über Lockerungen der Corona-Regeln in Flugzeugen sprechen. Bei der Maskenpflicht sehe seine Partei Prüfungsbedarf, sagte Fraktionschef Christian Dürr dem Spiegel. Sein Vize Alexander Graf Lambsdorff schrieb bei Twitter, nach den Bildern aus dem Regierungsflieger könne es bei der Maskenpflicht in normalen Flugzeugen nicht bleiben. Hintergrund sind Aufnahmen von Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Vizekanzler Robert Habeck (Grüne), die bei ihrer Reise nach Kanada keine Masken getragen haben.

Ifo-Institut: Corona-Ersparnisse der Deutschen sind aufgebraucht

Die während der Corona-Pandemie angesammelten Ersparnisse der Deutschen sind wegen der Inflation mittlerweile aufgebraucht. Zu diesem Ergebnis kommt das Ifo-Institut. Die Forscher haben dafür das zurückgelegte Geld privater Haushalte zwischen April 2020 und März 2021 untersucht.

Wieviel hatten die Menschen gespart? SWR3-Wirtschafts-Fachredakteurin Sabrina Fritz berichtet:

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Nachrichten Ifo-Institut zu Ersparnissen

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Debatte über Maskenpflicht in Flugzeugen

Nach Wirbel um einen Regierungsflug mit Passagieren ohne Corona-Masken fordert der FDP-Politiker Alexander Graf Lambsdorff gleiches Recht für alle. Nach diesen Bildern von Kanzler, Vizekanzler und Journalisten beim Flug nach Kanada könne es nicht bei der Maskenpflicht in normalen Flugzeugen bleiben, hat der Fraktionsvize bei Twitter geschrieben. Die Bundesregierung argumentiert, auf Flügen der Luftwaffe gebe es keine Maskenpflicht, dafür müssten alle Passagiere einen negativen PCR-Test haben.

Baden-Württemberg fördert Pop-Projekte

Das baden-württembergische Kunstministerium fördert mit weiteren zwei Millionen Euro die Musikszene im Land. Das teilte das Ministerium mit. Demnach fließen Corona-Hilfen an 49 Pop-Projekte. Unterstützt werden unter anderem das Stuttgarter Festival „About Pop“ und die Karlsruher Künstlerin Diana Ezerex mit jeweils 75.000 Euro.

Wir wollen mit ‚Perspektive Pop‘ Aktiven in der Live-Musikszene Mut machen, neue künstlerische Impulse zu wagen. 49 Projekte bilden die Vielfältigkeit der #Popmusik ab, unterstützen #Newcomer und erschließen neue Spielorte für das Genre. https://t.co/RNOD7vzeY1

RKI meldet 60.411 Neuinfektionen – Inzidenz bei 288,5

In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 60.411 auf über 31,8 Millionen. Das sind 3.334 Fälle weniger als am Dienstag vor einer Woche, als 63.745 Ansteckungen verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 288,5.

US-Virologe Fauci kündigt Abschied an

Der medizinische Chefberater von US-Präsident Joe Biden, Anthony Fauci, hat für Dezember seinen Rückzug aus der Regierungsarbeit angekündigt. „Ich werde aus diesen Ämtern im Dezember diesen Jahres ausscheiden, um das nächste Kapitel meiner Karriere anzugehen“, sagte der 81-Jährige in einer Mitteilung.

Fauci hat unter insgesamt sieben US-Präsidenten gearbeitet und spielte unter anderem in der Corona-Krise eine wichtige Rolle in der amerikanischen Gesundheitspolitik. In der politisch aufgeladenen Debatte über die Corona-Pandemie war Fauci auch regelmäßig Ziel von Kritik und Anfeindungen. Mit dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump hatte er ein schwieriges Verhältnis. Trump bezeichnete Fauci unter anderem als „einen netten Mann“, der aber viele Fehler gemacht habe. Vermutlich auch wegen seiner Beliebtheit bei vielen Amerikanern und seinem Ruf als „Stimme der Vernunft“ entließ er den Experten aber nicht.

Philippinen öffnen nach zwei Jahren wieder Schulen

Die Philippinen haben heute – nach zwei Jahren Pandemie-Pause – wieder die Schulen landesweit geöffnet. Damit können Millionen Kinder wieder in Präsenz unterrichtet werden. Allerdings wollen vorerst nur knapp die Hälfte der mehr als 24.000 öffentlichen Schulen an fünf Tagen in der Woche öffnen; die anderen machen einen Mix aus Präsenz- und Online-Unterricht bis November. Zum einen befürchten letztere Ausbrüche von Corona. Auf der anderen Seite sind viele Schulgebäude durch Stürme und Erdbeben beschädigt worden.

Zweite Auffrischimpfung: Weltärztechef fordert Empfehlung für Jüngere

Der Vorsitzende des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, plädiert für einen zweiten Corona-Booster auch für unter 60-Jährige. Die Ständige Impfkommission sollte seiner Ansicht nach ihre Impfempfehlung entsprechend ändern, sagte Montgomery dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Dreyer: Rheinland-Pfalz bereitet sich auf Corona-Herbst vor

Rheinland-Pfalz bereitet sich auf verschiedene Szenarien im dritten Corona-Herbst vor. „Die vergangenen mehr als zwei Jahre haben gezeigt, dass schwer vorhersagbar ist, wie sich das Virus entwickeln wird“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. „Deshalb bereiten wir uns intensiv auf verschiedene Szenarien vor, um wie in den letzten beiden Jahren auch, anlassbezogen reagieren zu können.“ Klar sei, dass Rheinland-Pfalz ohne die Schließung von Schulen auskommen wolle, betonte die SPD-Politikerin.

Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) will am Montag die Corona-Strategie des Landes für den Herbst in Mainz vorstellen.

Corona-Warn-App wird teurer

Die Corona-Warn-App wird noch einmal deutlich teurer als geplant. Einem Bericht der Welt am Sonntag zufolge steigen die zusätzlichen Kosten für den Bund bis zum Jahresende auf 70 Millionen Euro – 20 Millionen mehr als bislang geplant. Insgesamt kostet die App dann rund 160 Millionen Euro, sagte eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums. Grund für die gestiegenen Kosten sind laut dem Bericht unter anderem die Anbindung weiterer Teststellen oder eine verbesserte Anzeige.

RLP und BW verlängern Corona-Verordnung

In Rheinland-Pfalz wird die bisherige Corona-Verordnung ab dem 20. August um vier Wochen verlängert. Das teilt das Gesundheitsministerium mit. Damit bleibt es vorerst bei der Maskenpflicht in Arztpraxen, Krankenhäusern sowie Bussen und Bahnen. In Alten- und Pflegeheimen gilt ebenfalls weiterhin eine Maskenpflicht für Mitarbeiter und Besucher, wenn der Abstand zu den Bewohnern kleiner als eineinhalb Meter ist. Außerdem bleibt die Testpflicht für Besucher von Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen bestehen.

Baden-Württemberg verlängert seine Verordnung ab dem 22. August ebenfalls um vier Wochen.

Inzidenz in RLP sinkt weiter – sechs Todesfälle

Das Landesuntersuchungsamt (LUA) hat am Freitag 1.775 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Sechs weitere Personen sind im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken, sie liegt jetzt bei 289,1 je 100.000 Einwohner. Vor einer Woche waren es noch 346,1. Die landesweite Sieben-Tage-Hospitalisierungsrate beträgt 3,70, vor einer Woche lag sie bei 4,16. Die Kommune mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz ist nun der Kreis Südwestpfalz mit 473,1. Den niedrigsten Wert verzeichnet der Kreis Südliche Weinstraße (198,6), gefolgt von den Kreisen Cochem-Zell (201,4) und Neuwied mit 205,3.

Zahl der Corona-Teststellen in Rheinland-Pfalz gesunken

Die Zahl der Corona-Teststellen in Rheinland-Pfalz ist seit der Einführung der Gebührenpflicht um fast 650 auf 1.315 zurückgegangen. Diese Reduzierung könne aber nicht auf die Gebührenpflicht allein zurückgeführt werden, hieß es im zuständigen Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung in Mainz. Ein erneuter Zuwachs an Teststellen ist den Angaben zufolge momentan nur insofern möglich, dass inaktive Stellen den Betrieb wiederaufnehmen. Die Beauftragung neuer Teststellen sei nach der aktuellen Testverordnung des Bundes bis auf Weiteres ausgeschlossen.

Kostenlose Tests gibt es nur noch für Risikogruppen und andere Ausnahmefälle. Für Tests etwa für Familienfeiern, Konzerte oder Treffen mit Menschen ab 60 werden drei Euro Zuzahlung fällig. Wer einen solchen Test will, muss unterschreiben, dass er zu diesem Zweck gemacht wird. Die aktuelle Testverordnung gelte bis zum 25. November.

Lauterbach begrüßt Stiko-Empfehlung

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) begrüßt die neue Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für eine zweite Corona-Auffrischimpfung schon für über 60-Jährige. Dem Nachrichtenportal T-online sagte Lauterbach, er rate Bürgerinnen und Bürgern in dieser Altersklasse unbedingt, dem Rat der Stiko zu folgen und nicht auf die neuen Impfstoffe zu warten. Ab dem kommenden Monat könnten Impfstoffe zur Verfügung stehen, die an die Corona-Variante Omikron angepasst sind.

„Die bei uns verfügbaren #Impfstoffe schützen zuverlässig vor Tod und schwerem Verlauf. Ich rate den Bürgerinnen und Bürgern über 60 unbedingt, der #STIKO-Empfehlung zu folgen und nicht auf die neuen Impfstoffe zu warten“, so @Karl_Lauterbach weiter. (2/2)

Stiko empfiehlt Menschen ab 60 zweiten Corona-Booster

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt allen Menschen ab 60 Jahren eine zweite Corona-Auffrischungsimpfung – bisher galt das erst ab 70 Jahren. Zudem sollten sich nach Ansicht der Stiko auch bestimmte Risikopatienten ab fünf Jahren noch einmal impfen lassen. So solle erreicht werden, dass die besonders gefährdeten Gruppen weiter vor schweren Covid-Verläufen geschützt sind. Laut Stiko sollten diese Menschen nicht auf einen angepassten Impfstoff warten, sondern die bereits zugelassenen nutzen.

2/ Auch Personen im Alter ab 5 Jahre mit einem erhöhten Risiko für schwere #COVID19-Verläufe infolge einer Grunderkrankung sollen eine weitere Auffrischimpfung erhalten. ➡️https://t.co/h7dtNDBYwf https://t.co/3qVtpxK14Q

Nur wenig Geld für Luftfilter in Schulen und Kitas abgerufen

Die Landesregierungen haben nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums nicht einmal ein Viertel des Geldes abgerufen, mit dem sie mobile Luftreiniger für Schulen und Kitas kaufen sollen. Das Förderprogramm des Bundes ist Ende Juli ausgelaufen. Die Bundesregierung hatte 200 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Nur rund 43 Millionen Euro davon seien abgerufen worden. Rheinland-Pfalz gehört den Angaben zufolge zu den Bundesländern, aus denen am wenigsten Mittel abgerufen wurden; und zwar nur 5 Prozent der maximal möglichen Auszahlung. In Baden-Württemberg waren es demnach etwa 27 Prozent. Aus den Ländern hatte es allerdings auch Kritik an dem Programm gegeben. Es sei zu strikt ausgelegt.

Curevac beginnt Studie zu Omikron-Impfstoff

Das Tübinger Pharmaunternehmen Curevac hat mit einer klinischen Studie zu seinem Omikron-Impfstoff begonnen. Er sei als Auffrischungsimpfung gedacht, teilte die Firma mit. Der erste von Curevac entwickelte Covid-Impfstoff war nicht wirksam genug. Das Präparat der Tübinger ist ein sogenannter mRNA-Impfstoff – wie die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna. Daten aus der neuen Phase-1-Studie werden laut Curevac in der zweiten Jahreshälfte 2022 erwartet.

Plan von Lauterbach: RKI soll Coronatest-Betrug aufdecken

Recherche von NDR/WDR: Ein Referentenentwurf aus dem Gesundheitsministerium sorgt für Kopfschütteln: Da die Kassenärztlichen Vereinigungen sich weigern, Coronatests auf Betrug zu überprüfen, will der Minister die Aufgabe nun dem RKI übertragen.

Verteidigungsministerin Lambrecht hat Corona

Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht ist an Corona erkrankt. Sie müsse nun ein paar Tage in Selbstisolation bleiben, teilt die SPD-Politikerin auf Instagram mit. Daher werde sie auch nicht am Tag der offenen Tür im Verteidigungsministerium am Wochenende teilnehmen können.

Vier Coronatests für Schüler und Lehrer in Baden-Württemberg

Zum Start des neuen Schuljahrs Mitte September bekommen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen in Baden-Württemberg vier Corona-Schnelltests ausgehändigt. Dies teilte das Sozialministerium in Stuttgart mit. Auch für das Personal in Kindertagesstätten und in der Kindertagespflege sowie Kinder in Kinderkrippen, werden die gleiche Anzahl der Antigenselbsttests bereitgestellt. Ein Sprecher des Ministeriums sagte, die Einrichtungen bekämen die Tests vom Land geliefert und entschieden dann selber über den Zeitpunkt der Ausgabe. Die Tests seien für solche Fälle gedacht, bei denen es Unklarheit oder leichte Symptome gebe. 

Das #Kabinett hat heute weitere #Maßnahmen zum #Corona-Management im #Herbst und #Winter auf den Weg gebracht. ➡️ https://t.co/FgFepQtHHD #Surveillance #Impfkonzept #LongCovid #PostCovid #Gesundheitsamt #Hotline https://t.co/yVJkyIKFRU

Streit über Corona-Quarantäne im Urlaub an EU-Gericht

Der Streit darüber, ob bereits genehmigter Urlaub bei einer plötzlichen Corona-Quarantäne gutgeschrieben werden muss, ist noch nicht geklärt. Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hat den Fall eines Schlossers aus Nordrhein-Westfalen aber an den Europäischen Gerichtshof verwiesen. Hintergrund ist eine Lücke im Bundesurlaubsgesetz. Darin steht, dass Urlaubstage nur bei einer ärztlichen Krankschreibung gutgeschrieben werden dürfen. Arbeitnehmer, die aber ohne Symptome in Quarantäne mussten, haben in der Regel kein Attest vom Arzt bekommen.

First Lady Jill Biden positiv auf Corona getestet

Die Ehefrau des US-Präsidenten, Jill Biden, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie habe nur leichte Symptome, teilte das Weiße Haus in Washington mit. Ihr Mann, US-Präsident Joe Biden, der gerade erst eine Infektion mit dem Virus überstanden hat, sei am Dienstag negativ getestet worden. Die First Lady sei doppelt gegen das Virus geimpft und habe zwei Auffrischungsimpfungen erhalten.

RKI meldet 63.745 Neuinfektionen - Inzidenz bei 313,6

In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 63.745 auf über 31,5 Millionen. Das sind 14.953 Fälle weniger als am Dienstag vor einer Woche, als 78.698 Ansteckungen verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 313,6. Das RKI meldet 140 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 145.838.

Ballweg bleibt in Haft

Der Initiator der „Querdenken“-Bewegung, Michael Ballweg, bleibt vorerst weiter in Haft. Bei einem Haftprüfungstermin am Montag traf ein Ermittlungsrichter noch keine Entscheidung über die weitere Untersuchungshaft, wie der Anwalt Alexander Christ am Montagabend in Stuttgart mitteilte.

Den Angaben nach soll das Amtsgericht Stuttgart nun innerhalb einer Woche über die weitere U-Haft des 47-Jährigen entscheiden. Das Gericht war am Abend für eine Stellungnahme nicht mehr erreichbar.

Stuttgart

Verdacht auf Betrug und Geldwäsche "Querdenken"-Gründer Ballweg bleibt in Haft

Die Anwälte von "Querdenken"-Gründer Michael Ballweg hatten für Montag eine Haftprüfung beantragt. Am Abend teilten sie mit: Das Amtsgericht kam noch nicht zu einer Entscheidung.  mehr...

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Bericht: Stiko will zweiten Corona-Booster ab 60 empfehlen

Die für Impfempfehlungen in Deutschland zuständige Ständige Impfkommission (Stiko) hat sich bislang nur bei wenigen Gruppen für eine zweite Corona-Auffrisch-Impfung ausgesprochen – jetzt steht aber eine Erweiterung in Aussicht: Nach Informationen der Bild-Zeitung soll eine Stiko-Empfehlung für einen zweiten Booster nun generell für alle Menschen ab 60 Jahren kommen. Bild beruft sich auf einen vertraulichen Entwurf der Stiko.

Bericht: Zahl der Corona-Krankschreibungen steigt trotz gesunkener Inzidenz weiter

Die aktuelle Corona-Inzidenz bildet offenbar nicht die tatsächliche Lage ab. Das legen Zahlen der Barmer-Krankenkasse nahe, die dem SWR vorliegen. Danach waren in der Woche von 17. bis 23. Juli rund 180 von 10.000 versicherten Arbeitnehmern wegen einer Covid-Erkrankung krankgeschrieben. Die Inzidenz lag bei 800. Eine ähnliche Anzahl von Krankschreibungen hatte es zuletzt in einer Märzwoche gegeben – damals lag die Inzidenz bei fast 2.000. Ein Grund dafür könnte sein, dass viele positiv Getestete inzwischen auf die Bestätigung durch einen PCR-Test verzichten. Doch nur die PCR-bestätigten Infektionen werden in die Statistik des Robert-Koch-Instituts aufgenommen.

Hunderttausende Packungen Paxlovid für den Müll?

In Deutschland drohen Hunderttausende Packungen des Corona-Medikaments Paxlovid zu verfallen. Von den 460.000 bisher ausgelieferten Packungen laufen mehr als die Hälfte im kommenden Februar ab. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland und bezieht sich dabei auf die Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage des CSU-Abgeordneten Stephan Pilsinger. Er forderte, das Medikament rechtzeitig an ärmere Länder zu verschenken, bevor man es wegwerfen müsse. Paxlovid kann bei einer Coronavirus-Infektion verhindern, dass es zu einem schweren Verlauf kommt. Bisher wurde es in Deutschland aber erst rund 30.000 Mal verschrieben.

Lauterbach: Corona-Dunkelziffer steigt

Wir haben eine günstige Entwicklung bei der Sommerwelle“, sagt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in Berlin. Die Fallzahlen und die Sterblichkeit seien rückläufig. Die Dunkelziffer steige aber. Im Herbst, wenn es wieder mehr Kontakte in Innenräumen gibt, müsse man wieder mit stark steigenden Corona-Zahlen zu rechnen. Daher gebe es keinen Grund zur Entwarnung.

Lauterbach: Corona-Fallzahlen sinken

Nach dem Robert-Koch-Institut bewertet auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die Corona-Situation etwas besser. Er sagte in Berlin, die Entwicklung in der Sommerwelle sei günstig. Die Fallzahlen würden sinken und auch die Sterblichkeit gehe zurück. Zwar gebe es eine steigende Dunkelziffer, aber der Rückgang der Fallzahlen insgesamt sei, so Lauterbach, robust. Das gebe Grund zur Freude. Dennoch wolle er an den geplanten Änderungen am Infektionsschutzgesetz festhalten. Dazu gehören eine mögliche Maskenpflicht im Herbst und andere schärfere Schutzmaßnahmen.

RKI sieht Höhepunkt der Corona-Welle überschritten

In Deutschland scheint der Höhepunkt der aktuellen Corona-Welle überschritten zu sein. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Infektionszahlen analysiert und beobachtet einen deutlichen Abwärtstrend. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinke immer weiter – zuletzt im Wochenvergleich um 27 Prozent. Auch müssten immer weniger Patienten wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus. Trotzdem rät das RKI zur Vorsicht: Vor allem für ältere Patienten sei eine Corona-Infektion nach wie vor gefährlich.

Grundsatzurteil für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten gefällt

Arbeitgeber müssen Beschäftigte grundsätzlich weiter bezahlen, wenn sie härtere Corona-Quarantäneregeln anordnen als staatlich vorgeschrieben. Das hat das Bundesarbeitsgericht in Erfurt entschieden und ein Grundsatzurteil gefällt. Die Richter gaben einem Kläger aus Berlin Recht. Er war im August 2020 aus einem Corona-Risikogebiet aus dem Urlaub zurückgekommen und durfte trotz negativem Test seine Arbeitsstelle nicht betreten. Sein Arbeitgeber hatte ihm 14 Tage Quarantäne verordnet – aber ohne ihn in der Zeit zu bezahlen. Das gehe nicht, so die Arbeitsrichter. Strittig war der Lohnanspruch, weil die Quarantäne nicht behördlich angeordnet war.

Internetportale müssen kein Geld für ausgefallene Events erstatten

Wer ein Ticket für ein Event hat, das wegen Corona ausgefallen ist, kann sein Geld nicht von Internetportalen wie Eventim zurückfordern. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Ansprüche haben Kunden demnach nur gegen den Veranstalter. Das Internetportal ist raus, sobald es die Karten an die Kunden übergeben hat. Hintergrund ist die Klage einer Frau: Sie hatte Ende 2019 für mehr als 300 Euro Konzertkarten gekauft. Das Konzert war 2020 dann aber abgesagt worden. Eventim wollte ihr als Ausgleich einen Wertgutschein geben, den hat sie aber abgelehnt und stattdessen geklagt.

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