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Inzwischen beklagt Deutschland mehr als 100.000 Corona-Tote, die bundesweite Inzidenz liegt weit über 400. Aktuelle Entwicklungen im Corona-Ticker.

SPD macht Druck beim Thema Impfpflicht

Die Bremer SPD-Fraktion fordert in einem Beschluss eine allgemeine Impfpflicht, um auf eine mögliche fünfte Welle vorbereitet zu sein. Offene juristische und umsetzungsorientierte Fragen dazu seien bis Februar 2022 zu klären, um diese allgemeine Impfpflicht dann umgehend einführen zu können. „Die neue Regierungskoalition im Bund wird ersucht, dies bundesweit zu regeln“, heißt es mit Blick auf die Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP. Bis Weihnachten soll in Bremen zudem eine einrichtungsbezogene Teil-Impfpflicht geprüft werden, um besonders gefährdete Gruppen zu schützen. In der Hansestadt stellen die Sozialdemokraten den Bürgermeister.

Söder rechnet mit Änderungen am Infektionsschutzgesetz

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) rechnet mit Änderungen am gerade erst verabschiedeten neuen Infektionsschutzgesetz. „Dieses Gesetz bleibt nicht so, wie es jetzt beschlossen wurde“, sagte Söder in einer Regierungserklärung im bayerischen Landtag. Die darin für die Länder aufgeführten Möglichkeiten zur Bekämpfung der Pandemie reichten nicht aus. Trotzdem wäre eine Blockade des Gesetzes im Bundesrat „eine Katastrophe gewesen“. Deshalb habe Bayern zugestimmt.

Bundesweit: Neue Corona-Regeln können morgen in Kraft treten

Die in der vergangenen Woche beschlossenen neuen Corona-Regeln können morgen in Kraft treten, nachdem der geänderte Gesetzestext am Vormittag im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde. Das bedeutet, dass ab morgen am Arbeitsplatz und in Bussen und Bahnen die sogenannte 3G-Regel gilt. Beschäftigte und Fahrgäste müssen dann entweder nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind, oder sie müssen einen aktuellen, negativen Corona-Test vorlegen. Spätestens am 9. Dezember wollen Bund und Länder die neuen Schutzmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit überprüfen und gegebenenfalls nachschärfen.

Österreich: Infektionszahlen gehen zurück

In Österreich ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen deutlich gesunken. Zum ersten Mal seit zwei Wochen liegt sie mit gut 9.500 unter 10.000 täglich gemeldeten Fällen. Allerdings werden weiter immer mehr Patienten, die mit Covid-19 infiziert sind, auf Intensivstationen eingeliefert. Angesichts der hohen Inzidenz von 1.100 pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen gilt seit gestern ein Lockdown für alle. Die Maßnahme soll bis zum 13. Dezember gelten.

Corona außer Kontrolle Österreich ist wieder im Lockdown – Impfpflicht ab Februar

In Österreich gilt ein Lockdown für alle. Der Grund: Die bisherigen Corona-Maßnahmen haben nicht geholfen. Außerdem müssen sich alle Österreicher bald gegen Corona impfen lassen.  mehr...

Medizinische Labore an Kapazitätsgrenze

Die medizinischen Labore in Deutschland stoßen wegen steigender Corona-Zahlen nach Angaben ihres Interessenverbandes an ihre Kapazitätsgrenzen. Die Labor-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter seien stark belastet, in einigen Regionen verzögere sich bereits die Bearbeitung der PCR-Tests, sagte ein Verbandssprecher. Das Infektionsgeschehen steige ungebremst, es gebe eine deutliche Zunahme der positiven PCR-Tests.

Kretschmann und Söder für allgemeine Impfpflicht

In Deutschland wird weiter über eine allgemeine Impfpflicht diskutiert. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte im ARD-Morgenmagazin, Deutschland befinde sich in der schlimmsten Corona-Welle der Pandemie. Wenn man da herauskommen wolle, sei die allgemeine Impfpflicht der Weg dahin, so der Grünen-Politiker. Er und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatten zuvor in einem gemeinsamen Gastbeitrag in der FAZ erklärt, eine Impfpflicht sei kein Verstoß gegen Freiheitsrechte, sondern die Voraussetzung dafür, dass man die Freiheit zurückgewinne.

Für eine allgemeine #Impfpflicht hat sich der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried #Kretschmann (Grüne), ausgesprochen. Es seien einfach zu wenige Menschen geimpft. Auch Bayerns Ministerpräsident @Markus_Soeder (CSU) ist dafür. https://t.co/18WL8a9gu5

Schausteller fordern Unterstützung von Politik

Nach der Corona-bedingten Absage des Stuttgarter Weihnachtsmarktes fordern die Schausteller Unterstützung durch die Politik. Im SWR sagte der Vorsitzende des Schaustellerverbandes Südwest, Mark Roschmann, die Einnahmeausfälle seien massiv – um eine Perspektive zu haben, müsse wirksam gegen die Pandemie vorgegangen werden. Er appelliere an die Politik, das in den Griff zu bekommen. Die Politik habe Fehler gemacht. Die Schausteller müssten es nun ausbaden.

Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

Stuttgarter Weihnachtsmarkt abgesagt Weihnachtsmärkte während Corona: Welche finden statt, welche fallen aus?

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Nachlassende Wirkung von Johnson-und-Johnson-Impfstoff

Der Corona-Impfstoff von Johnson und Johnson hat nach sieben Monaten nur noch einen Impfschutz von 13 Prozent. Das ist das Ergebnis einer neuen US-Studie. Jeder, der damit nur einmal geimpft sei, solle sich so verhalten, als wäre er nicht geimpft, hat der Epidemiologe Timo Ulrichs dem ARD-Magazin Report Mainz gesagt. In Deutschland betreffe das mehr als drei Millionen Menschen. Sie stellten angesichts der hohen Infektionszahlen eine Gefahr für sich und andere dar.

Logo SWR3 (Foto: SWR, SWR)

Nachrichten Report Mainz: Nachlassende Wirkung bei Johnson und Johnson

Dauer

Rechtswissenschaftler: Impfpflicht mit Grundgesetz vereinbar

Die Befürworter einer allgemeinen Corona-Impfpflicht bekommen jetzt auch Rückendeckung von Rechtswissenschaftlern. Renommierte Juristen halten sie für vereinbar mit dem Grundgesetz. Der Staatsrechtler Ulrich Battis von der Berliner Humboldt-Universität hält sie laut Neuer Osnabrücker Zeitung für vertretbar, um das Leben anderer Menschen zu schützen. Der Bielefelder Rechtsprofessor Franz C. Mayer sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, die Freiheit des Einzelnen ende da, wo Freiheit und Gesundheit anderer in Gefahr seien – das sei der Fall, wenn die Impfkampagne nicht gelinge.

Auch BW will heute schärfere Regeln beschließen

Die baden-württembergische Landesregierung will heute schärfere Corona-Regeln beschließen, die morgen landesweit in Kraft treten sollen. Auf Weihnachtsmärkten und bei körpernahen Dienstleistungen außer Friseuren gilt dann die 2G-Plus-Regel, also Zutritt nur für Geimpfte und Genesene mit negativem Corona-Test. Gleiches wird für Bars, Clubs und Diskotheken sowie für Veranstaltungen mit Gesang und Blasmusik vorgeschrieben. Wie der SWR aus Regierungskreisen erfahren hat, soll es in Corona-Hotspots mit Sieben-Tage-Inzidenzen über 500 nächtliche Ausgangssperren für Ungeimpfte geben.

Baden-Württemberg

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Israel startet Kinderimpfung

Israel hat damit begonnen, Kinder ab fünf Jahren zu impfen. Zugelassen ist der Kinder-Impfstoff von Biontech und Pfizer. Er ist niedriger dosiert als der Impfstoff für Erwachsene. Die Hersteller geben an, das Vakzin schützte in dieser Altersgruppe mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit vor einer Covid-19-Erkrankung. In den USA ist dieser Kinder-Impfstoff schon seit mehreren Wochen im Einsatz. In Deutschland und der EU rechnen Experten mit einer Zulassung bis Weihnachten.

RLP: Kabinett berät über neue Corona-Verordnung

Das rheinland-pfälzische Kabinett will heute die neue Corona-Verordnung beraten und beschließen. Sie gilt ab morgen. Maßgeblich für Einschränkungen ist dann die Hospitalisierungsrate. Liegt der Wert wie derzeit im Land über 3, dürfen nur noch Genesene und Geimpfte etwa zu Veranstaltungen, Restaurants oder Friseuren. Ausnahmen gibt es für Kinder und Jugendliche. Am Arbeitsplatz gilt die 3G-Regel, ebenso in Bussen und Bahnen. Kann der Abstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden, gilt sowohl drinnen als auch draußen eine Maskenpflicht.

Mainz

2G flächendeckend RLP in der Pandemie: Diese Regeln gelten seit Mittwoch

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RKI: Bundesweite Inzidenz bei 399,8

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut auf einen Höchststand gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am frühen Morgen mit 399,8 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 386,5 gelegen, vor einer Woche bei 312,4 (Vormonat: 100,0). Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 309 Todesfälle verzeichnet.

USA mit Reisewarnung für Deutschland und Dänemark

Wegen der hohen Corona-Infektionsraten sprechen die USA eine Reisewarnung für Deutschland und Dänemark aus. Die US-Seuchenschutzbehörde CDC und das US-Außenministerium heben ihre Reiseempfehlung auf Stufe vier: Sehr hoch an und raten Amerikanern von Reisen in die beiden europäischen Länder ab.

Weltweit rund 257,57 Millionen Corona-Infektionen

Weltweit haben sich bislang rund 257,57 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Über 5,41 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus, das erstmals im Dezember 2019 im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde. Die meisten Infektions- und Totenzahlen weisen die USA auf. Bei den Ansteckungen folgen Indien und Brasilien.

Frankreichs Premier Castex positiv auf Covid-19 getestet

Frankreichs Premierminister Jean Castex ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Sein Büro teilte mit, dass er einen PCR-Test gemacht habe, nachdem seine 11-jährige Tochter positiv getestet worden sei. Castex war von einer Reise aus Brüssel zurückgekehrt, wo er den belgischen Premier Alexander De Croo getroffen hatte.

Auch De Croo und die belgischen Minister für Äußeres, Verteidigung, Justiz und Inneres begaben sich daraufhin umgehend in Quarantäne. De Croo werde am Mittwoch auf das Virus getestet, erklärte sein Büro.

Stuttgarter Weihnachtsmarkt ist abgesagt

Die Stadt Stuttgart hat den Weihnachtsmarkt abgesagt. „Auch wenn es unglaublich wehtut, bleibt uns jetzt keine andere Wahl mehr“, teilte der Stuttgarter Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) mit. „Nachdem heute aber andere große Weihnachtsmärkte in der Region, gerade auch der Barockweihnachtsmarkt in Ludwigsburg und der mittelalterliche Weihnachtsmarkt in Esslingen abgesagt wurden, ziehen wir die Notbremse.“ Nopper sprach sich mit Blick auf Gastronomen und Schausteller für gezielte Corona-Hilfsmaßnahmen aus. Auch in Esslingen wird in diesem Jahr kein Mittelaltermarkt in der Vorweihnachtszeit stattfinden. Ursprünglich war geplant, dass er am Dienstag eröffnet wird.

Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

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Steinmeier unterschreibt neues Infektionsschutzgesetz

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das neue Infektionsschutzgesetz des Bundes unterschrieben. Es kann damit am Dienstag im Bundesgesetzblatt veröffentlicht werden und am Mittwoch in Kraft treten. Bundestag und Bundesrat hatten in der vergangenen Woche unter anderem die 3G-Regel am Arbeitsplatz und in öffentlichen Verkehrsmitteln beschlossen. Außerdem können Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen auch nach Auslaufen der sogenannten „epidemischen Lage nationaler Tragweite“ gelten.

Auch der Bundesrat sagt Ja Arbeit, Geschäfte, Schulen – Infektionsschutzgesetz beschlossen

Nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat zugestimmt: Die epidemische Corona-Notlage läuft am 25. November aus. Was stattdessen vorgesehen ist.  mehr...

Spahn: Eine Million zusätzliche Biontech-Dosen

Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech wird in der kommenden Woche eine Million zusätzliche Dosen seines Corona-Impfstoffs ausliefern. Das sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach übereinstimmenden Medienberichten bei einer Konferenz mit seinen Länderkollegen. „Wir prüfen aktuell, ob und wenn ja, wie viele Dosen wir kurzfristig und zusätzlich zu den vertraglich vereinbarten liefern könnten“, hatte Biontech-Sprecherin Jasmina Alatovic zuvor in Mainz gesagt. Damit stehen in der kommenden Woche drei statt zwei Millionen Dosen des Vakzins zur Verfügung. Spahn sagte, er habe diese zusätzliche Lieferung mit dem Unternehmen ausgehandelt. Zuvor hatte er angekündigt, dass die Biontech-Lieferungen bis Jahresende begrenzt werden, damit gleichwertiger Impfstoff des Herstellers Moderna nicht verfällt.

Corona-Lage im Südwesten spitzt sich weiter zu

Fast die Hälfte aller Kreise in Baden-Württemberg wären laut der ab Mittwoch geltenden Corona-Verordnung ein Hotspot. Nach den jüngsten Zahlen des Landesgesundheitsamtes lag bei 21 von 44 Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen bei über 500. Fünf Kreise lagen dicht davor. Ungeimpfte dürften dann zwischen 21.00 Uhr und 5.00 Uhr nur noch in Ausnahmefällen auf die Straße. Das Landesgesundheitsamt meldete am Montag (Stand: 16 Uhr) 489 aktuelle Corona-Fälle auf den Intensivstationen im Land. Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt bei 5,8 im Vergleich zu 5,1 vor einer Woche. Außerdem vermeldete das Landesgesundheitsamt 5.501 übermittelte Corona-Neuinfektionen. 48 weitere Menschen starben mit und am Coronavirus.

Baden-Württemberg

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Mehr Neuinfektionen auch in Rheinland-Pfalz

Die Gesundheitsämter in Rheinland-Pfalz haben rund 2.000 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Das hat das Landesuntersuchungsamt mitgeteilt. Demnach ist die Sieben-Tage-Inzidenz auf knapp 250 gestiegen. Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz ist leicht gesunken und liegt jetzt bei 3,5. Sie ist künftig maßgeblich für Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Mainz

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Kretschmann und Söder sprechen sich für allgemeine Impfpflicht aus

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat sich für eine allgemeine Impfpflicht im Kampf gegen das Coronavirus ausgesprochen. In einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb der Grünen-Politiker gemeinsam mit Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU): „Eine Impfpflicht ist kein Verstoß gegen die Freiheitsrechte. Vielmehr ist sie die Voraussetzung dafür, dass wir unsere Freiheit zurückgewinnen.

Das Grundgesetz schütze nicht eine Freiheit der Willkür, es folge vielmehr dem Prinzip der Freiheit in Verantwortung, heißt es weiter. „Es verpflichtet uns dazu, die Freiheiten aller Betroffenen zu gewichten und auf dieser Basis zu entscheiden. Das Ergebnis dieser Abwägung ist gerade jetzt, nachdem wir mit milderen Mitteln nicht weiterkommen, die Forderung nach einer allgemeinen Impfpflicht“, schreiben Kretschmann und Söder.

Söder und Kretschmann: Impfpflicht bedeutet keine Spaltung der Gesellschaft

Durch die Impfpflicht würde nach Meinung der beiden Politiker auch die Gesellschaft nicht zerbrechen. Vielmehr wäre das der Fall, wenn der Staat die Dinge „treiben“ ließe. Die Impfpflicht würde am schnellsten aus der Pandemie führen und die Gesellschaft auf mittlere Sicht befrieden, so die Ministerpräsidenten.

BW: 2G+ und Ausgangsbeschränkungen ab Mittwoch möglich

Baden-Württemberg will wegen der stark steigenden Corona-Zahlen schon von diesem Mittwoch an vielerorts 2G+ und in Hotspots ab einem bestimmten Grenzwert Ausgangsbeschränkungen möglich machen. Das teilte das Sozialministerium mit. Die neue Alarmstufe soll dem Vernehmen nach greifen, wenn die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen bei über 450 liegt – das ist bereits der Fall – und die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz auf 6 steigt. Diese liegt momentan noch knapp darunter.

Baden-Württemberg

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Cichutek: Deutsche sitzen im Impf-„Schlaraffenland“

Der Präsident des Paul-Ehrlich-Institus, Klaus Cichutek, hat die Debatte in Deutschland über den Einsatz der Impfstoffe von Moderna und Biontech als unangemessen bezeichnet. Die Deutschen säßen im Schlaraffenland, sagte er am Vormittag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Anders als in vielen anderen Staaten stehe hier ausreichend sehr guter Impfstoff zur Verfügung. Spahns Ministerium hatte am Freitag angekündigt, dass die Abgabe von Biontech-Impfstoff an die Arztpraxen zunächst rationiert wird. Stattdessen soll verstärkt das gleichwertige Mittel von Moderna verimpft werden. Der Plan hatte unter anderem bei den Ärzten Kritik ausgelöst.

Merkel: Aktuelle Maßnahmen gegen Corona-Welle nicht ausreichend

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält wegen der dramatischen Entwicklung bei den Corona-Infektionen die aktuellen Maßnahmen nicht für ausreichend. „Wir haben eine hoch dramatische Situation. Was jetzt gilt, ist nicht ausreichend“, wurde Merkel aus Teilnehmerkreisen der hybriden Beratungen des CDU-Vorstands in Berlin zitiert. Merkel war aus dem Kanzleramt zugeschaltet. Sie warnte demnach: „Wir haben eine Lage, die alles übertreffen wird, was wir bisher hatten.“ Auch die 2G-Regel mit Zugängen für Geimpfte und Genesene werde jetzt nicht mehr ausreichen.

Seibert: Bundesregierung lehnt Impfpflicht ab

Die Bundesregierung hält nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert an der Ablehnung einer allgemeinen Impfpflicht fest. Die Diskussion sei verständlich, aber die amtierende Bundesregierung werde ihre Haltung nicht mehr ändern. Deshalb sei auf die Homepage der Regierung auch ein entsprechender Satz wiederaufgenommen worden – ergänzt mit dem Hinweis, dass die Ministerpräsidenten eine Teil-Impfpflicht möchten. Dass der Satz am Wochenende gelöscht wurde, sei ein Fehler gewesen, sagt Seibert.

Spahn: Ende des Winters alle „geimpft, genesen oder gestorben“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist sich sicher, dass am Ende dieses Winters jeder in Deutschland „geimpft, genesen oder gestorben“ sein wird. Mit Blick auf die hochansteckende Delta-Variante rate er daher dringend nochmals zur Impfung, sagt Spahn.

Spahn: Biontech-Kinder-Impfstoff wird ab 20. Dezember ausgeliefert

Die EU-Staaten werden den Kinder-Impfstoff von Biontech nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn am 20. Dezember ausliefern. Deutschland bekomme dann 2,4 Millionen Dosen auf einen Schlag. „Das sollte den Großteil des Bedarf zunächst abdecken“, sagt Spahn. Es gebe etwa 4,5 Millionen Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren.

Charité und Paul-Ehrlich-Institut: Biontech und Moderna gleichwertig

Die Impfstoffe von Biontech und Moderna sind nach Angaben des Charite-Experten Leif Erik Sander gleichermaßen für die Erstimpfung und das Boostern geeignet. Auch eine Kreuzimpfung mit beiden Stoffen sei sicher und gut verträglich, sagt der Leiter der Forschungsgruppe für Infektionsimmunologie und Impfstoff-Forschung der Charité in Berlin. Laut Paul-Ehrlich-Institut (PEI) sind beide Impfstoffe auch gleichwertig. Ihr Wirkungsgrad liege bei mehr als 90 Prozent, sagt Institutspräsident Klaus Cichutek. Studien hätte auch ergeben, dass die Impfreaktionen bei beiden sehr gering seien.

Biontech: Zusätzliche Lieferungen an Bundesrepublik möglich

Das Mainzer Biotechunternehmen Biontech zieht zusätzliche Impfstofflieferungen an Deutschland in Betracht. Aktuelle prüfe Biontech, ob und wenn ja, wie viele Dosen das Unternehmen kurzfristig und zusätzlich zu den vertraglich vereinbarten liefern könnte, sagte eine Firmensprecherin. Bild hatte davor berichtet, Biontech sei bereit, Deutschland kurzfristig zehn Millionen Impfdosen außerplanmäßig zu liefern. Über Umdisponierungen bei Lieferungen an andere Staaten sei dies noch im November und Dezember möglich.

Grünen-Politiker: Ampel-Corona-Maßnahmen nachschärfen?

Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen hält es für möglich, dass die vergangenen Donnerstag von den Ampel-Parteien beschlossenen Corona-Maßnahmen in zwei Wochen nachgeschärft werden müssen. Er sei „sehr besorgt über die Entwicklung“, sagte er in der ARD. „Es kann durchaus sein, dass wir, wenn wir in zwei Wochen reevaluieren mit den Länder, sagen, 'es reicht nicht' und wir werden dann weiterreichende Maßnahmen beschließen müssen“, fügte Dahmen hinzu. Vergangene Woche hatte es eine Debatte gegeben, ob das Maßnahmenpaket angesichts der rasch steigenden Infektionszahlen ausreicht. Die Länder hatten eine Überprüfungsklausel am 9. Dezember durchgesetzt.

Holotschek für Impfpflicht in Deutschland

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) ist für eine Impfpflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Er sei eigentlich immer ein Gegner einer Impfpflicht gewesen, aber inzwischen glaube er auch nach Empfehlungen der Wissenschaftsakademie Leopoldina und des Ethikrates, dass man relativ schnell über dieses Thema sprechen müsse, sagte Holetschek im Deutschlandfunk. Die Diskussion darüber sollte nicht verzögert, sondern unmittelbar aufgenommen werden. „Wir sind mitten in dieser Pandemie. Ich glaube, dass wir aus diese Endlosschleife tatsächlich nur rauskommen, wenn diese Impfpflicht auch kommt.

RKI: 30.643 Neuinfektionen, Inzidenz steigt auf 386,5

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet einen neuen Rekordwert bei der Sieben-Tage-Inzidenz: Sie liegt jetzt bei 386,5 (gestern: 372,7). Binnen 24 Stunden wurden 30.643 positive Tests registriert, das sind 7.036 Fälle mehr als vor einer Woche. 62 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 99.124.

Pflegerat fordert: Bei Impfpflicht Ungeimpfte kündigen

Der Deutsche Pflegerat ist dafür, dass ungeimpftes Personal gekündigt wird, wenn eine Impfpflicht in Pflegeheimen kommen sollte. Pflegeratspräsidentin Christine Vogler sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, wenn der Gesetzgeber vorschreibe, dass nur Geimpfte und Genesene in den Heimen arbeiten dürfen, hätten diese Einrichtungen gar keine andere Wahl, als sich von diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu trennen. Deshalb müsse das Recht auf solche Kündigungen im Gesetz klar vorgegeben sein. „Wer zum Einfallstor für Corona im Pflegeheim wird, kann dort einfach nicht arbeiten“, so Vogler weiter. Außerdem kritisierte sie die einmaligen Bonuszahlungen und forderte stattdessen, einen verbindlichen Pandemiezuschlag von 15 Prozent im Tarifvertrag festzulegen.

Lauterbach: Maskenpflicht an Schulen wohl den ganzen Winter

Der Gesundheitsexperte der SPD, Karl Lauterbach, hält eine Maskenpflicht an den Schulen für notwendig, voraussichtlich den gesamten Winter über. Das sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland in einem Podcast-Interview. Er schätzt es als sehr unwahrscheinlich ein, dass die Corona-Pandemie so verläuft, dass die Maskenpflicht an den Schulen im Winter nicht mehr gebraucht wird. Außerdem warnt er vor Langzeitfolgen von Covid-Erkrankungen bei Kindern. Es sei damit zu rechnen, dass etwa vier bis sieben Prozent der infizierten Kinder mit Covid-19-Symptomen das sogenannte Long Covid entwickeln, so Lauterbach.

Union im Bundestag gegen allgemeine Impfpflicht

Die Unionsfraktion im Bundestag ist gegen eine allgemeine Corona-Impfpflicht. Der stellvertretende Fraktionschef Thorsten Frei (CDU) sagte der Zeitung Welt, eine solche „Zwangsimpfung“ dürfte „wegen des schwerwiegenden Eingriffs in das Recht auf körperliche Unversehrtheit unter den derzeitigen Rahmenbedingungen auch unverhältnismäßig und damit verfassungswidrig sein“. Er könne sich allerdings vorstellen, dass Menschen in bestimmten Bereichen nachweisen müssen, dass sie geimpft sind, ähnlich wie bei der Masern-Impfpflicht für Betreuungspersonal.

Ausgangssperre für Ungeimpfte in drei BW-Landkreisen tritt in Kraft

Ab heute gelten in Baden-Württemberg nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Nichtgeimpften in drei Hotspot-Regionen. In den Kreisen Schwarzwald-Baar, Ostalb und Biberach dürfen Menschen, die weder gegen das Coronavirus geimpft noch davon genesen sind, von 21 bis 5 Uhr nur noch aus triftigem Grund auf die Straße. Als Ausnahmen gelten beispielsweise medizinische Notfälle und der Weg von oder zur Arbeit.

In den drei Landkreisen wird zudem die 2G-Regel ausgeweitet. Nur noch Geimpfte und Genesene haben dort Zutritt zu Gastronomie und Hotels. Davon ausgenommen sind Geschäftsreisende. 2G wird auch im Einzelhandel Pflicht, der nicht der Grundversorgung dient. Hier gelten also die üblichen Ausnahmen für Lebensmittelmärkte, Drogerien, Apotheken, Tankstellen, Poststellen, Banken und körpernahe Dienstleistungen.

Die Ausgangsbeschränkungen und 2G-Regeln seien notwendig, weil die Corona-Infektionen in diesen Landkreisen „durch die Decke gingen“, so der Amtschef im Sozialministerium, Uwe Lahl. Im SWR schloss Lahl nicht aus, dass die strengeren Maßnahmen diese Woche auch für weitere Stadt- und Landkreise kommen.

Strengere Maßnahmen in Sachsen und Schleswig-Holstein

Wegen steigender Corona-Zahlen gelten seit Mitternacht in Sachsen und Schleswig-Holstein strengere Regeln im Alltag. In Sachsen schließen außer den Bibliotheken alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Bars, Clubs und Diskotheken. Supermärkte und Apotheken bleiben aber offen. In Schleswig-Holstein greift ab heute eine neue Landesverordnung: Bei Freizeitveranstaltungen drinnen gilt 2G, bei beruflichen Veranstaltungen und für Jugendliche 3G.

Vierter Lockdown in Österreich

Österreich hat sein öffentliches Leben zum vierten Mal in der Corona-Pandemie drastisch eingeschränkt. Drei Wochen lang darf man seine Wohnung nur noch aus dringenden Gründen wie Arbeiten, Einkaufen oder Arztbesuche verlassen. Geschäfte und Restaurants müssen schließen, nur Läden wie Supermärkte und Apotheken haben offen.

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Erneut Ausschreitungen in den Niederlanden

Die dritte Nacht in Folge ist es in den Niederlanden zu Ausschreitungen bei Demonstrationen gegen die Corona-Auflagen gekommen. In der Stadt Groningen seien mehrere Gruppen randalierend durch die Stadt gezogen, teilte die Polizei mit. Demnach gab es auch Krawalle in Enschede, Leeuwaden und Tilburg. In den Niederlanden gilt wegen steigender Corona-Zahlen seit einer Woche wieder ein Teil-Lockdown.

Brüssel: Gewalt bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen

Bei einer Demo gegen verschärfte Corona-Vorschriften in Brüssel ist es zu Ausschreitungen gekommen. Demonstrierende beschädigten Polizeiautos, errichteten brennende Barrikaden und setzten Pyrotechnik ein. Die Polizei war mit Wasserwerfern und Tränengas im Einsatz. Später beruhigte sich die Lage.

Nach Angaben der Polizei hat es 44 Festnahmen gegeben, drei Beamte sind verletzt worden. Sechs Polizeifahrzeuge seien beschädigt, ein Roller der Beamten in Brand gesetzt worden. Auch Schaufenster und Autos von Privatpersonen seien in Mitleidenschaft gezogen worden.

Die Demo war zunächst friedlich losgegangen – mit geschätzt 35.000 Teilnehmern, die unter anderem dagegen protestierten, dass Ungeimpfte in Belgien nicht mehr in Restaurants und Bars dürfen.

Spahn zu Lieferbegrenzung: „Wir halten nichts zurück“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat in einem Interview betont, dass er die viel kritisierten Bestellobergrenzen für den Corona-Impfstoff von Biontech nicht zurücknehmen kann. In der ZDF-Sendung „Berlin direkt“ sagte er, das sei eine Frage der verfügbaren Menge. „Wir halten da nichts zurück. Ich kann keinen Impfstoff von Biontech ausliefern, der nicht da ist.

Mit der Lieferung für die beginnende Woche seien acht bis neun Millionen Dosen in Impfzentren und Arztpraxen verfügbar, die verimpft werden können, so Spahn. Er warb dafür, jetzt auch den Impfstoff von Moderna zu nutzen. Dieser sei gut, wirksam und verfügbar, erklärte der noch amtierende Gesundheitsminister – und er stellte klar: „Wir haben genug Impfstoff für alle.

Das Interview mit Jens Spahn beginnt bei Minute 8:41.

Hohe Fallzahlen bei Polizei in Sachsen

Bei der sächsischen Polizei häufen sich die Corona-Fälle massiv. Immer mehr Beamte erkrankten und Dienststellen seien personell am Limit, heißt es in einer Mitteilung der Polizeigewerkschaft in Sachsen. Aktuell seien 400 Polizisten mit dem Corona-Virus infiziert, mehr als 600 weitere befänden sich in Quarantäne. Das entspreche einer Inzidenz von mehr als 4.000 unter den Kollegen.

Eine Sprecherin der Gewerkschaft sagte, es sei nicht sicher, wie lange der Dienstbetrieb noch aufrechterhalten werden könne. Sie warf der Politik vor, die Impfkampagne aus finanziellen Gründen zu früh eingestellt zu haben.

Das sächsische Innenministerium weist die Vorwürfe zurück. Die Einsatzfähigkeit der Polizei sei nicht gefährdet, hieß es.

Grüne in Rheinland-Pfalz verschieben Landesparteitag

Die Grünen in Rheinland-Pfalz verschieben ihren Landesparteitag wegen der aktuellen Corona-Lage auf das Frühjahr 2022. Die Versammlung der Delegierten war für das nächste Wochenende geplant – inklusive einer Neuwahl des Landesvorsitzes. Trotz eines ausgefeilten Hygienekonzeptes habe sich der Landesvorstand zum Schutz der Gesundheit aller Teilnehmer gegen das Treffen entschieden, erklärten die Grünen in Mainz.

BW: Bislang 23 Quarantäne-Verweigerer in Kliniken untergebracht

In Baden-Württemberg sind bislang 23 Menschen in Kliniken untergebracht worden, weil sie sich einer Corona-Quarantäne wiederholt verweigert haben. Vier uneinsichtige Quarantäne-Verweigerer wurden zeitweise im Universitätsklinikum Heidelberg aufgenommen, 19 im Robert-Bosch-Krankenhaus Schillerhöhe in Gerlingen (Kreis Ludwigsburg). Die beiden Krankenhausstationen wurden Anfang des Jahres speziell für Quarantäneverweigerer eingerichtet.

Baden-Württemberg

Corona in Baden-Württemberg Bislang 23 Quarantäne-Verweigerer in Kliniken untergebracht

In Baden-Württemberg sind bislang 23 Menschen in Kliniken untergebracht worden, weil sie sich einer Corona-Quarantäne wiederholt verweigert haben.  mehr...

Günther schließt allgemeine Impfpflicht nicht aus

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) zeigt sich offen für eine Corona-Impfpflicht. Er hoffe zwar noch, „dass es am Ende ohne allgemeine Impfpflicht geht. Wenn nicht, bin ich allerdings auch bereit, diesen Schritt zu gehen. Unser Land darf nicht dauerhaft von dieser Pandemie dominiert werden“, sagte der CDU-Politiker in einem Interview mit der Welt. Er sei für weitere Maßnahmen für Ungeimpfte, etwa Impfpflichten oder zusätzliche Einschränkungen, offen. Einen generellen Lockdown lehnt er ab, da dieser nicht angemessen sei.

Jeder kann sich schützen lassen – durch eine Impfung. Das ist der Unterschied zur Lage vor einem Jahr.

Unbekannte legen Feuer in zwei Testzentren

Zwei Corona-Schnelltestzentren sind am Sonntag im Münsterland in Brand gesetzt worden. Am frühen Morgen hatte ein Zeuge zunächst ein Feuer bei der Teststation in Ahaus gemeldet, wie die Polizei mitteilte. Ein Pavillon und ein Container wurden beschädigt. Wenige Stunden später brannte nach Angaben der Polizei ein Testzelt in Gronau.

An den Schnelltestzentren entstand insgesamt ein Schaden von rund 20.000 Euro. Die Polizei ermittelt, ob es zwischen den Bränden eine Verbindung gibt. An beiden Testzentren sei es in der Vergangenheit bereits zu Brandstiftung gekommen. Ein politisches Motiv für die Tat werde nicht ausgeschlossen. 

Kinder- und Jugendärzte gegen Lieferbegrenzung von Biontech-Impfstoff

Der Verband der Kinder- und Jugendärzte protestiert gegen die Begrenzung von Biontech-Impfdosen. Damit verhindere Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) de facto die Impfung von Kindern und Jugendlichen und vermindere generell die Impfbereitschaft, so der Verband. Spahn habe offensichtlich den Kontakt zur Basis völlig verloren. Hintergrund des Protests ist eine Verfügung, wonach die Kinderärzte pro Woche nur 30 Biontech-Impfdosen bekommen. In einer Resolution fordern sie Spahn auf, die Lieferbeschränkung sofort zurückzunehmen.

Israel: Impfung von Kindern ab fünf beginnt am Dienstag

Die Impfung von Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren gegen das Coronavirus soll in Israel am Dienstag beginnen. „Dies sind spezielle Vakzine für Kinder, sie sind angepasst worden und es ist nur ein Drittel der Dosis, die Erwachsene erhalten“, sagte Regierungschef Naftali Bennett bei der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem. Millionen Kinder auf der Welt, vor allem in den USA, hätten sie bereits erhalten. „Die Impfstoffe sind sicher und effektiv, sie gewähren die Gesundheit unserer Kinder.“

Corona-Proteste: Niederländische Polizei nimmt 30 Menschen fest

Nach den schweren Ausschreitungen bei den Protesten gegen Corona-Maßnahmen in Rotterdam hat die niederländische Polizei in der Nacht mehr als 30 Menschen in anderen Städten festgenommen. Die Polizei teilte am Sonntag mit, die Beamten hätten allein in Den Haag 19 Verdächtige festgenommen. In Den Haag wurden nach Polizeiangaben fünf Beamte verletzt, als sie versuchten, eine Gruppe Jugendlicher unter Kontrolle zu bringen, die mindestens zwei Feuer auf den Straßen gelegt und Feuerwerkskörper geworfen hatten.

Kindermediziner warnen vor erneuten Schulschließungen

Angesichts der verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der vierten Corona-Welle haben Kinder- und Jugendmediziner vor erneuten Schulschließungen gewarnt. „Ich plädiere dringend dafür, den Schulbetrieb während der gesamten vierten Welle aufrechtzuerhalten“, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Jörg Dötsch, der Rheinischen Post.

Er verwies auf Untersuchungen, laut denen die Ansteckung bei Kindern und Jugendlichen eher nicht in den Schulen, sondern hauptsächlich im familiären Umfeld erfolge.

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  2. Impfdurchbruch Wie verläuft Corona bei Geimpften?

    Vollständig geimpft und trotzdem passiert das: Der PCR-Test fällt positiv aus. Das scheint immer häufiger zu passieren. Wie das RKI die Situation einschätzt und welche Symptome Geimpfte mit Corona-Erkrankung haben, lest ihr hier.  mehr...

  3. Dortmund

    SWR3 Tatort-Check: „Masken“ „Das echte, kantige, wirkliche Leben“

    Das Tatort-Team aus Dortmund um die Kommissare Faber und Bönisch ermittelt im Fall eines ermordeten Polizisten, der jede Menge Affären hatte, obwohl seine Frau schwanger ist.  mehr...

  4. B.1.1.529 breitet sich aus Omikron: Was über die Corona-Variante aus Südafrika bekannt ist

    Seit der Delta-Variante hat keine neue Variante des Coronavirus so große Besorgnis ausgelöst wie B.1.1.529 aus Südafrika, auch Omikron genannt.  mehr...

  5. News-Ticker zum Coronavirus Leopoldina-Wissenschaftlerin: Kein Verständnis für Zögern der Politik

    Inzwischen beklagt Deutschland mehr als 100.000 Corona-Tote, die bundesweite Inzidenz liegt weit über 400. Aktuelle Entwicklungen im Corona-Ticker.  mehr...

  6. Ohren auf! Gewinnt ein Digitalradio mit SWR3!

    Dieser Gewinn sorgt lange für Freude, denn das neue SWR3-Digitalradio hat viele neue Möglichkeiten und die einfachste Bedienung, die es gibt. Dafür wollen wir was von euch wissen.  mehr...