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SWR3 Nachrichten-Team

Die Corona-Pandemie hält an. Die Politik rüstet sich für den Herbst mit neuen Maßnahmen. Alle Infos dazu hier!

Corona-Sachverständige für Maskenpflicht nur in Innenräumen

Der Corona-Sachverständigenrat der Bundesregierung empfiehlt, dass künftig eine Maskenpflicht nur noch in Innenräumen verhängt werden soll. Dort gelte ein höheres Infektionsrisiko, schreiben die Sachverständigen in ihrem am Freitag veröffentlichten Analyse der bisherigen Corona-Politik. „Eine generelle Empfehlung zum Tragen von FFP2-Masken ist aus den bisherigen Daten nicht ableitbar“, heißt es.

Kassenärzte: Weg mit den kostenlosen Bürgertests

In der Debatte über Corona-Bürgertests fordert die Kassenärztliche Bundesvereinigung, sie komplett abzuschaffen. Verbandschef Andreas Gassen sagte der Bild, sie seien zu teuer, zu bürokratisch und die Aussagekraft für die Pandemiebekämpfung sei gleich null. PCR-Tests bei Menschen mit Symptomen seien dagegen wichtig, so Gassen. Schon gestern hatten die Kassenärzte bundesweit erklärt, Bürgertests künftig nicht mehr abzurechnen.

WHO warnt vor Corona-Welle

Die Weltgesundheitsorganisation rechnet mit einer neuen Corona-Welle in Europa. Als Grund nennt der Europachef der WHO, Hans Kluge, dass alle Länder ihre Schutzmaßnahmen aufgehoben hätten. Wurden in den 53 Ländern, die zur Europa-Region der WHO zählen, Ende Mai noch 150.000 Infektionsfälle pro Tag registriert, nähert sich jetzt die Zahl der Marke von 500.000. Die WHO rät deshalb unter anderem, sich bei Atemwegssymptomen weiter zu isolieren, und in belebten Orten Mundschutz tragen. Zudem sollten die Länder ihre Impfraten weiter erhöhen.

Lauterbach: Formblatt für Pflegeheimbesuch, um Betrug zu verhindern

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hält den bürokratischen Aufwand bei der neuen Corona-Testverordnung für „überschaubar“. Für Besuche in Pflegeheimen gibt es zum Beispiel ein Formblatt, das von der Einrichtung unterschrieben werden muss. Es werde dokumentiert und unterschrieben, dass man die Kriterien für weiterhin kostenlose Tests erfülle – „das wäre gezielter Betrug, wenn man lügt“, sagte Lauterbach am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin.

Hier geht's zum Formblatt zur Berechtigung für kostenlose Tests

Ab heute muss man für einen Corona-Test drei Euro zahlen. Ausnahmen gibt es zum Beispiel für Risikopatienten, Kinder bis 5 Jahren und Besucher von Pflegeheimen oder Krankenhäusern.

Gründer der "Querdenker" in Untersuchungshaft

Laut einer Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft Stuttgart wurden am Mittwoch zwei Wohnungen und Geschäftsräume im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen zwei Tatverdächtige durchsucht. Außerdem wurde ein 47-jähriger Tatverdächtiger festgenommen. Dabei handelt es sich nach Informationen des SWR um Michael Ballweg, den Gründer der „Querdenken“-Initiative.

Ballweg wurde am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt und kam anschließend in Untersuchungshaft. Der Beschuldigte wird verdächtigt, seit Mai 2020 durch öffentliche Aufrufe finanzielle Zuwendungen eingeworben und dabei über die beabsichtigte Verwendung getäuscht zu haben. Einen höheren sechsstelligen Betrag der finanziellen Zuwendungen soll er für sich selbst zweckentfremdet haben. Die Beamten hätten umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, heißt es in der Mitteilung.

Stuttgart

Vorwürfe gegen Gründer der "Querdenken"-Bewegung Michael Ballweg nach Hausdurchsuchung in Untersuchungshaft

Michael Ballweg, Gründer der Bewegung "Querdenken-711", ist am Mittwochmorgen festgenommen worden. Wegen des Verdachts auf Betrug und Geldwäsche wurde zuvor sein Haus durchsucht.  mehr...

SWR Aktuell Baden-Württemberg SWR Fernsehen BW

RKI registriert 132.671 Corona-Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen mit fast 669 angegeben. Gestern lag der Wert bei rund 646. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI zuletzt rund 132.671 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

USA kaufen Biontech-Impfstoff im Wert von Milliarden

Das Mainzer Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer haben einen milliardenschweren Auftrag von der US-Regierung erhalten. Sie hat weiteren Corona-Impfstoff im Wert von mehr als 3,1 Milliarden Euro bestellt. Die Regierung in Washington plant für den Herbst eine Booster-Kampagne. Abhängig von der Genehmigung der Behörden soll dabei auch Impfstoff eingesetzt werden, der an neuere Corona-Varianten wie Omikron angepasst ist.

Neue Verordnung tritt in Kraft: Corona-Tests nicht mehr generell gratis

Viele Menschen müssen ab sofort für einen Corona-Schnelltest selbst zahlen. Das steht in einer neuen Testverordnung, die seit Mitternacht gilt. Demnach sind die Bürgertests zum Beispiel noch für Risikogruppen und für Menschen, die mit besonders gefährdeten Gruppen zu tun haben, kostenfrei.

Das ändert sich alles ab Juli Jetzt fällt der Strompreis! Außerdem: Bonuszahlungen für ausgewählte Gruppen

Mehr Geld für alle! So könnte man einen Großteil der Neuerungen ab Juli zusammenfassen. Bonuszahlungen für Eltern, eine größere Rente,... Hier gibt's alle Infos!  mehr...

Pflegende Angehörige sollen weiterhin kostenlose Tests bekommen

Pflegende Angehörige, Menschen mit Behinderung und deren Betreuer sollen auch weiterhin kostenlose Corona-Tests bekommen. Damit werde der Kreis der Anspruchsberechtigten erweitert, hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gesagt. Unter anderem wegen der hohen Kosten gibt es ab morgen kostenlose Bürgertests nur noch für bestimmte Risikogruppen und Menschen, die sich nicht impfen lassen können. Alle anderen müssen drei Euro zuzahlen.

„Wir müssen die Menschen in der ambulanten und stationären Pflege besser schützen, als wir das in der Vergangenheit getan haben." @Karl_Lauterbach nach dem Austausch mit Vertreter:innen der Leistungserbringer in der #Pflege über Maßnahmen und Vorbereitungen auf #Coronawelle|n. https://t.co/GgGtuBSUZn

Tennisprofi Cornet: Corona bei den French Open

Bei den French Open sollen viele Corona-Infektionen verschwiegen worden sein. Das hat die französische Tennisspielerin Alizé Cornet der Sportzeitung L'Équipe gesagt. Sie spricht von einer regelrechten „Epidemie“ und einem „Stillschweigeabkommen“ unter Spielern. Paris war das erste Turnier ohne Test- oder Impfpflicht für die Profis. Auch in Wimbledon gibt es keine Auflagen – und schon die ersten Fälle.

Soziale Ungleichheit hat durch Corona-Pandemie zugenommen

Die soziale Ungleichheit in Deutschland hat sich durch die Corona-Pandemie weiter verschärft. Zu diesem Ergebnis kommt der diesjährige Armutsbericht des Verbands „Der Paritätische“. Demnach gelten inzwischen knapp 14 Millionen Menschen in Deutschland als arm – 600.000 mehr als vor der Pandemie. Wegen der hohen Inflationsrate werde sich die Lage weiter verschärfen, so der Verband. Er forderte die Bundesregierung auf, ein weiteres Entlastungspaket auf den Weg zu bringen. Das müsse vor allem bei Grundsicherung, Wohngeld und Bafög ansetzen. Als arm gilt laut Bericht, wer über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens in Deutschland verfügt.

Deutschland sehr gespalten über Drei-Euro-Beteiligung an Bürgertests

Die Deutschen sind sehr gespalten, wenn es um die Kostenbeteiligung an den Corona-Bürgertests geht. Nach einer Yougov-Umfrage finden es 47 Prozent in Ordnung, ab morgen drei Euro zahlen zu müssen. 43 Prozent der Befragten nicht. Zehn Prozent hatten keine Meinung. Die Bundesregierung hatte es den Ländern überlassen, ob sie die Kosten übernehmen. Das macht aber wohl keines.

Corona-Tests kosten auch in BW ab Freitag 3 Euro

Auch in Baden-Württemberg müssen die Bürger ab Freitag drei Euro Selbstbeteiligung für einen Corona-Test bezahlen. Sie werden nicht vom Land ersetzt. Darauf hat sich die grün-schwarze Landesregierung verständigt, teilte Gesundheitsminister Manfred Lucha am Mittag mit. Er gehe davon aus, dass alle Länder dies so handhaben werden.

Mit Blick auf den Herbst fordert die Landesregierung den Bund auf, Vorbereitungen zu treffen:

Baden-Württemberg

Vorbereitung auf den Herbst Baden-Württemberg fordert neue Corona-Verordnung vom Bund

Wie entwickelt sich die Corona-Pandemie im Herbst? Um sich für eine weitere Welle zu wappnen, fordert die grün-schwarze Landesregierung nun erneut dringend eine Verordnung vom Bund.  mehr...

SWR Aktuell Baden-Württemberg SWR Fernsehen BW

China: Kürzere Quarantäne bei Einreise

China hat seine strikten Corona-Einreisebeschränkungen etwas gelockert. Wie der Staatssender CCTV unter Berufung auf neue Regierungspläne berichtete, sollen Reisende nach ihrer Ankunft künftig nur noch 7 statt bisher 14 Tage in zentraler Hotel-Quarantäne verbringen.

Hausärzte kritisieren kostenpflichtige Schnelltests

Der deutsche Hausärzteverband kritisiert die neuen Regeln zu kostenpflichtigen Corona-Tests. Der Vorsitzende nannte die Pläne der Bundesregierung ein Bürokratiemonster. Hausarztpraxen seien nun gezwungen von Getesteten drei Euro zu kassieren. Gleichzeitig müsse man kontrollieren, ob bestimmte Patienten tatsächlich zu einer Risikogruppe gehören und Anspruch auf einen kostenlosen Test haben. Das führe zu Zettelwirtschaft und Unklarheiten. Hausarztpraxen seien nicht die Geldeintreiber eines überforderten Staates.

Karagiannidis warnt vor Personalengpass auf Intensivstationen

Der Intensivmediziner Christian Karagiannidis vom Corona-Expertenrat der Bundesregierung warnt vor massiven Personalengpässen in den Kliniken. Die Situation sei enorm angespannt, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Von bundesweit 1.300 Intensivstationen hätten Mitte Juni rund 580 erhebliche Personalengpässe gemeldet, inzwischen seien es etwa 630. Es sei zu erwarten, dass sich die Lage durch weiter steigende Infektionszahlen und dementsprechend mehr Personalausfälle noch verschlechtere. Laut dem Robert-Koch-Institut ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz innerhalb einer Woche von 450 auf 630 gestiegen.

Im Rahmen der aktuellen #Sommerwelle ist einer der Gründe der zunehmenden Personalausfall durch #Corona, aber das ist nicht der Kern des Problems. Das System war über viele Jahre zu lange über seinem erträglichen Limit. #Kipppunkt Wir Mediziner müssen das System verändern. Wir. https://t.co/QceXNDYpGL

Biontech: Omikron-Impfstoff wirkt gut

Eine Booster-Impfung mit neueren, auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Versionen des Corona-Vakzins von Biontech und Pfizer hat nach Angaben der beiden Unternehmen eine erhöhte Wirksamkeit gegen die Omikron-Variante. Das habe eine Studie ergeben.

Mainz

Studien mit BA.1-Sublinie BioNTech stellt Daten von Omikron-Impfstoffen vor

Zwei Corona-Impfstoffe von BioNTech, die auf eine Omikron-Sublinie zugeschnitten sind, haben laut den Herstellern gute Ergebnisse erzielt - allerdings mit Subtypen, die hier nicht mehr vorkommen.  mehr...

SWR Aktuell Rheinland-Pfalz SWR Fernsehen RP

Lauterbach will „Pandemie-Radar“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will mit einem neuen „Pandemie-Radar“ bessere Vorhersagen über neue Corona-Wellen ermöglichen. Krankenhäuser sollen zum Beispiel schneller Angaben zu Bettenbelegungen machen. „Bislang wissen wir nur, wie viele Betten in den Kliniken frei sind - und das mit Verspätung. Das ist zu wenig“, sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Außerdem sollten „stärker als bisher Infektions- und Durchimpfungsraten in Gesundheitseinrichtungen erhoben werden“, berichtet das RND unter Berufung auf einen Formulierungsvorschlag des Ministeriums für eine Neuregelung des Infektionsschutzgesetzes. Auch die Abwasserüberwachung solle dort ausgebaut werden.

Abwasser zeigt höhere Corona-Belastung

Im Abwasser finden Behörden in den letzten Wochen immer mehr Coronaviren – zum Beispiel auch in Neustadt an der Weinstraße. Die Stadt gehört zu einem Modellprojekt, bei dem man Corona-Ausbrüche durch die Untersuchung des Abwassers früher entdecken will. Jede zweite Woche werde die Corona-Virus-Belastung im Abwasser gemessen. Neustadt ist in dem bundesweiten Projekt eine von 20 ausgewählten Städten. Das im April 2021 gestartete Corona-Frühwarnsystem ist weiterhin im Aufbau, sagte der Koordinator im Eigenbetrieb Stadtentsorgung in Neustadt. Die Ergebnisse seien je nach Niederschlag und Temperatur jedoch nicht immer aussagekräftig. Die federführenden Bundesbehörden planen nach Angaben des Koordinators noch dieses Jahr eine Internetseite mit abrufbaren Daten für alle Interessierten. Bundesweit könnten sie einen Anstieg der Corona-Infektionen bis zu 10 Tage früher anzeigen, als Fallzahlen der Gesundheitsämter.

Bürgertests sollen künftig drei Euro kosten

Corona-Bürgertests sollen bald kostenpflichtig werden. Das hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) angekündigt. Ein Test soll ab dem 30. Juni dann drei Euro kosten. Für Risikogruppen bleiben sie nach Angaben von Lauterbach aber weiter kostenlos. Dazu zählen unter anderem Kinder bis fünf Jahre, Frauen zu Beginn der Schwangerschaft und Besucher von Kliniken und Pflegeheimen. Die Länder hätten die Möglichkeit, die Eigenbeteiligung von drei Euro auch für weitere Gruppen zu übernehmen, erklärte der Gesundheitsminister.

RKI: Inzidenz steigt auf mehr als 600

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Morgen mit 618,0 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner und Woche bei 532,9 gelegen. Expertinnen und Experten gehen allerdings seit einiger Zeit von einer hohen Zahl vom RKI nicht erfasster Fälle aus - vor allem, weil bei Weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen.

Omikron-Variante BA.5 ist jetzt vorherrschend in Deutschland

Die Omikron-Variante BA.5 ist nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) in Deutschland nun vorherrschend. Ihr Anteil habe in der 23. Kalenderwoche - und damit vor knapp zwei Wochen - bereits bei 50 Prozent gelegen, heißt es im aktuellen Wochenbericht. Die Verläufe gelten zwar bei den Geimpften und Genesenen als milder, die Variante sei aber deutlich ansteckender.

EMA lässt weiteren Corona-Impfstoff zu

In der EU kommt ein weiterer Corona-Impfstoff auf den Markt: Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat empfohlen, das Mittel des französischen Pharmakonzerns Valneva für Menschen zwischen 18 und 50 Jahren zuzulassen. Für ältere Menschen fehlt es laut EMA an Daten. Die EU-Kommission muss noch zustimmen, das gilt aber als Formsache. Der Impfstoff ist der sechste gegen das Coronavirus in der EU – und der erste sogenannte Totimpfstoff. Er wird in zwei Dosen verabreicht.

Gesundheitsminister wollen Herbst-Maßnahmen am 1. Juli vorstellen

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen Ende nächster Woche die Corona-Maßnahmen für den Herbst vorstellen. Bis dahin liege ein Gutachten zur Wirksamkeit der Vorkehrungen im vergangenen Winter vor, sagte die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Petra Grimm-Benne (SPD), nach zweitägigen Beratungen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagte, man müsse mit einer schweren Welle rechnen. In der umstrittenen Frage nach der Zukunft von kostenlosen Bürgertests gibt es noch kein fertiges Konzept. Lauterbach bekräftigte seine Forderung, dass Tests ohne Anlass eingeschränkt werden sollen.

Österreich schafft Corona-Impfpflicht ab

Die Corona-Impfpflicht in Österreich wird wieder abgeschafft. Gesundheitsminister Johannes Rauch meinte: „Die Impfpflicht bringt niemanden zum Impfen.“ Seit Februar gab es das Gesetz, das eigentlich auch hohe Strafen für alle eingeplant hatte, die sich nicht impfen lassen wollten. Österreich hatte die generelle Impfpflicht für Erwachsene im Parlament beschlossen, sie war zuletzt aber per Verordnung ausgesetzt.

Damals sei Delta die dominierende Variante gewesen, so Rauch, und die Intensivstationen des Landes seien an der Grenze ihrer Belastbarkeit gewesen. Omikron habe „die Regeln verändert“. In Deutschland ist die Impfpflicht im April bei einer Abstimmung im Bundestag gescheitert.

Aus Wien berichtet Wolfgang Vichtl:

Logo SWR3 (Foto: SWR, SWR)

Nachrichten Österreich: Impfpflicht ist Geschichte, Widerstand zu groß

Dauer

Lauterbach: Kostenlose Corona-Tests nur für bestimmte Gruppen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) fordert, kostenlose Corona-Tests aus finanziellen Gründen nur noch gezielt einzusetzen. Die Bürgertests kosteten den Staat rund eine Milliarde Euro im Monat, sagte Lauterbach im Deutschlandfunk. Nach seinem Willen sollen sie deshalb nur noch für bestimmte Gruppen kostenfrei sein – etwa für Besucher von Krankenhäusern, Pflegeheimen und Großveranstaltungen sowie Menschen mit Krankheitssymptomen.

Inzidenz steigt auf 532,9

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 119.232 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 30.218 mehr als am Donnerstag vor einer Woche, als 89.142 Corona-Fälle verzeichnet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 532,9 von 488,7 am Vortag. 98 weitere Personen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 140.560.

USA: Einer von 13 hat langfristige Covid-Symptome

In den USA weist einer von 13 Erwachsenen langfristige Covid-Symptome auf. Das teilte die amerikanische Seuchenbehörde mit. Die Behörde verweist auf eine Erhebung, wonach ältere Erwachsene seltener Zeichen des sogenannten „Long Covid“ aufweisen als jüngere. Frauen seien mit 9,4 Prozent eher betroffen als Männer mit 5,5 Prozent, heißt es weiter unter Berufung auf den Household Pulse Survey.

Umfrage: Deutschland über Gefahren einer Herbstwelle gespalten

Die deutsche Bevölkerung ist einer Umfrage zufolge über die Gefahren einer möglichen Corona-Herbstwelle gespalten. Die Hälfte der befragten Erwachsenen gab an, sich über eine Infektion mit einer Variante des Virus keine Sorgen zu machen, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Instituts Yougov hervorgeht. Hingegen zeigten sich 46 Prozent besorgt. Fünf Prozent machten keine Angaben.

Angesichts des weiterhin hohen Infektionsgeschehens wollen sich heute und morgen die Gesundheitsminister von Bund und Länder in Magdeburg darüber austauschen, wie es mit den Corona-Tests, dem Impfen und den Impfzentren sowie mit dem Masketragen weitergehen soll. Für den Herbst und Winter befürchten Experten eine weitere Corona-Welle.

Neue Corona-Welle auch in Frankreich

Auch Frankreich sieht sich mit einer neuen Welle von Corona-Infektionen konfrontiert, die durch neue Virus-Varianten ausgelöst werden. Es bestehe kein Zweifel daran, dass die Pandemie im Lande wieder auf dem Vormarsch sei, sagte der französische Impfbeauftragte Alain Fischer am Mittwoch dem Sender France 2.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hatte am Dienstag mit mehr als 95.000 den höchsten Stand seit fast zwei Monaten erreicht. Der gleitende Siebentages-Durchschnitt hat sich seit Ende Mai auf rund 50.000 fast verdreifacht. Zu Jahresbeginn hatte die Zahl allerdings noch bei rund 366.000 gelegen. In zahlreichen europäischen Ländern gibt es derzeit einen Anstieg der Neuinfektionen. Dies geht auf die neuen Omikron-Untervarianten BA.4 und BA.5 zurück.

Lauterbach will kostenlose Corona-Tests abschaffen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will einem Medienbericht zufolge die kostenlosen Corona-Schnelltests für alle beenden. Zugang sollen nur noch Patienten mit Symptomen und Risikogruppen wie etwa Schwangere haben, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der Plan sei Teil einer Vorlage für die heutige Gesundheitsministerkonferenz der Länder.

Baden-Württemberg

BW-Landesregierung formuliert klare Ziele Treffen der Gesundheitsminister: Wie geht es mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie weiter?

Seit Mittwochnachmittag diskutieren Bund und Länder auf der Gesundheitsministerkonferenz das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Aus Baden-Württemberg kamen vorab eindeutige Signale.  mehr...

Guten Morgen Baden-Württemberg SWR1 Baden-Württemberg

Schutzmaßnahmen: Baden-Württemberg fordert Machtwort von Scholz

Baden-Württemberg dringt gemeinsam mit anderen Bundesländern auf rasche Vorkehrungen für eine drohende Corona-Welle im Herbst und fordert ein Machtwort von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Streit mit der FDP. „Es muss ganz klar sein, dass wir uns von der FDP nicht mehr auf der Nase herumtanzen lassen“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur.

„Da muss jetzt auch mal ein bundespolitisches Machtwort gesprochen werden.“ Die Ampel müsse vor der Sommerpause eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes mit schärferen Schutzmaßnahmen vorlegen. SPD und Grüne müssten sich gegen den Koalitionspartner durchsetzen. „Die FDP ist bei der Pandemiebekämpfung nicht unser Maßstab, sondern der verantwortungsvolle Umgang mit der Gesundheit der Menschen.“

RKI meldet mehr Corona-Infizierte

Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland steigt. Das Robert-Koch-Institut gibt die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz mit 458 an - gestern lag der Wert bei 416. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert-Koch-Institut innerhalb eines Tages rund 123.000 Neuinfektionen - etwa 18.000 mehr als noch vor einer Woche. 182 weitere Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus. Allerdings liefern die Zahlen kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem deshalb, weil nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen.

Weltweit mehr als 536 Millionen Corona-Infektionen

Weltweit haben sich nach einer Aufstellung von Reuters mehr als 536,63 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 6.728.977​ Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Seit dem Auftreten der ersten Fälle in China im Dezember 2019 wurden Infektionen in mehr als 210 Ländern gemeldet.

BDI-Chef kritisiert deutsche Corona-Politik

Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Siegfried Russwurm, äußert sich besorgt über eine neue Corona-Welle und Virusmutationen im Herbst. „Die Politik läuft sehenden Auges in diese Situation und tritt seit zwei Jahren auf der Stelle. Das macht mich fassungslos“, sagt Russwurm den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Noch immer gebe es keine vernünftige Datenlage. Inzidenzen würden immer noch mit Zeitverzug per Hand eingesammelt. „Die Tatsache, dass eine Industrienation im dritten Jahr diese Pandemie teilweise immer noch mit den Mitteln des frühen 20. Jahrhunderts bekämpft, ist wirklich verstörend“. Es sei kein Konzept, bis Oktober abzuwarten, um erst dann verschiedene Lösungswege auszuprobieren und so die ohnehin schon angespannte wirtschaftliche Lage weiter zu verschärfen.

USA: Biontech-Impfstoff Zulassung für Kleinkinder

Der Corona-Impfstoff des deutschen Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer steht in den USA vor der Zulassung auch für Säuglinge im Alter ab sechs Monaten. Ein Beratergremium der US-Behörde für Krankheitskontrolle und -Prävention (CDC) stimmte am Samstag einstimmig dafür, das Vakzin auch für diese Altersgruppe zu empfehlen. Die Freigabe für eine Impfung von Kindern im Alter zwischen sechs Monaten und vier Jahren könnte damit kommende Woche beginnen. Für ältere Kinder ist das Mittel bereits zugelassen. Auch für den Einsatz des Impfstoffs des US-Konzerns Moderna für Kinder im Alter zwischen sechs Monaten und fünf Jahren gab es grünes Licht. Die Empfehlung muss noch von CDC-Direktorin Rochelle Walensky unterzeichnet werden.

BREAKING: @US_FDA has granted emergency use authorization for our and @BioNTech_Group’s #COVID19 vaccine for children 6 mos through 4 yrs. We will begin to ship doses as soon as directed by the U.S. government. Learn more: https://t.co/E3dNUEk5Gd

Buschmann bei Maskenpflicht noch skeptisch

Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hat sich skeptisch zur Wiedereinführung einer Maskenpflicht geäußert, wenn die Corona-Infektionen weiter stark steigen. Ihren Nutzen hält er offensichtlich wissenschaftlich noch nicht für erwiesen. „Will der Staat Masken vorschreiben, etwa in Innenräumen, muss das evidenzbasiert und verhältnismäßig sein. Ob das der Fall ist, besprechen wir, wenn alle Gutachten vorliegen“, sagte der FDP-Politiker der Rheinischen Post.

RKI: Zahl der Neuinfektionen steigt

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 80.264 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 14.927 mehr als am Samstag vor einer Woche, als 65.337 Fälle gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 445,1 von 427,8 am Vortag. 58 weitere Personen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 140.176. Da weniger Testungen, Labordiagnostik, Meldungen und Übermittlungen stattfinden, ist die Aussagekraft der Zahlen eingeschränkt.

Verband: Gesundheitsämter brauchen wegen steigender Corona-Zahlen mehr Personal

Die Gesundheitsämter geraten nach Angaben des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen wieder an ihre Kapazitätsgrenzen. Die zusätzlichen Mittel aus dem Bund-Länder-Pakt für die Gesundheitsämter müssten angesichts der Lage sofort ausgeschüttet werden, forderte der BVÖGD-Vorsitzende Johannes Nießen gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Zwei Drittel der versprochenen vier Milliarden Euro aus dem Pakt stünden noch aus. „Das Geld muss jetzt und nicht erst Ende des Jahres ausgezahlt werden, damit alle zugesagten 5000 Stellen besetzt werden können“, sagte Nießen. Für die Kontaktnachverfolgung benötigten die Gesundheitsämter wieder mehr Mitarbeiter. Mit dem derzeitigen Personalstand sei eine Kontaktnachverfolgung nur noch für Risikogruppen möglich, betonte Nießen. Ohne eine Aufstockung des Personals müsste bei weiter steigenden Infektionszahlen auch diese eingestellt werden.

Polen soll Milliardenhilfe von EU bekommen

Die EU-Staaten haben unter Auflagen die Auszahlung des Corona-Wiederaufbaufonds an Polen genehmigt. Die Finanzminister billigten einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission - allerdings gegen Bedenken, die im EU-Parlament geäußert wurden. Besonders Belgien, Dänemark, die Niederlande und Schweden glauben nicht an ein Einlenken Polens im Streit über die Unabhängigkeit seiner Justiz. Warschau hat diese Woche zugesagt, die umstrittene Disziplinarkammer abzuschaffen, die unliebsame Richter bestrafen und entlassen sollte. Das Land soll noch weitere Teile seiner Justizreform zurückfahren, um die Milliardenhilfen aus Brüssel zu erhalten.

Lauterbach erwartet bald Impfstoffe, die Infektionen verhindern

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat für den Herbst eine neue Impfkampagne gegen Corona angekündigt. „Ziel ist, dass wir besser in den Herbst hineingehen wollen, als wir das im letzten Jahr konnten und auch im Jahr davor.“

Lauterbach sagte, er erwarte, dass es ab September angepasste Impfstoffe gebe. Außerdem rechne er damit, dass es in einigen Monaten Impfstoffe gebe, die eine Infektion mit dem Virus verhinderten.

Dann wäre Corona eine Krankheit wie jede andere Infektionskrankheit.

Patientenschützer fordern schärfere Kontrollen der Pflegeheime

Angesichts der wieder ansteigenden Corona-Zahlen fordert der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, regelmäßigere Kontrollen von Pflegeeinrichtungen durch die Gesundheitsämter. Die Durchsetzung der Infektionsschutzkonzepte dürfe man nicht internen Fachkräften überlassen: „Hygienemaßnahmen brauchen die regelmäßige externe Überprüfung und Beratung durch staatliche Behörden“, sagte Brysch dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Er forderte zudem eine Testpflicht in stationären Einrichtungen:

Wenn sich Gesundheitspersonal täglich schnelltestet und zwei Mal pro Woche ein PCR-Test vorgenommen wird, ist das keine Panikmache.

RKI: Omikron-Variante BA.5 dominiert in Deutschland

Nach Angaben von Vizepräsident des Robert-Koch-Instituts, Lars Schaade, ist die neue Omikron-Virus-Variante BA.5 in Deutschland mittlerweile dominant. Es gebe keine Hinweise, dass BA.5 zu schwereren Krankheitsverläufen führe, sie sei aber deutlich ansteckender, sagt der RKI-Vize.

Corona Warum steigen die Inzidenzen trotz hoher Temperaturen?

Steigende Temperaturen, steigende Inzidenzen – eigentlich kennen wir das andersherum. Wir beantworten die dringendsten Fragen zur Corona-Sommerwelle.  mehr...

Lauterbach: Eckpunkte für neues Infektionsschutzgesetz noch vor Sommer

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) geht davon aus, dass noch vor der Sommerpause die Eckpunkte für das neue Infektionsschutzgesetz vorgelegt werden. „Aller Voraussicht nach werden wir das leisten können, so dass nach der Sommerpause dann der Beschluss erfolgen kann“, sagte Lauterbach in Berlin. Er sei derzeit mit Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) im „intensiven Gespräch“ über die Reform des Infektionsschutzgesetzes, das in der geltenden Fassung zum 23. September ausläuft.

Lauterbach verwies darauf, dass das zuständige Expertengremium von Bund und Parlament Ende Juni seine Bewertung der bisherigen Corona-Maßnahmen vorlegen werde. Danach könne er sich mit dem Justizminister auf die Inhalte des Gesetzes einigen, so dass Klarheit herrsche, welche Instrumente im Herbst zur Verfügung stünden. „Ich glaube, dass wir da im Einvernehmen einen guten Vorschlag machen können“, sagte Lauterbach.

RKI: Zahl der Neuinfektionen sinkt

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 28.118 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 49.760 weniger als am Freitag vor einer Woche, als 77.878 Fälle gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 427,8 von 480,0 am Vortag. 19 weitere Personen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 140.118.

Stiko: Keine generelle zweite Boosterimpfung

Die Ständige Impfkommission (Stiko) weitet ihre Empfehlung für eine vierte Corona-Schutzimpfung vorerst nicht aus. „Wir wissen nichts über die Varianten, die im Spätsommer und Herbst auftreten können. Es fehlt also derzeit die Basis für eine solide, begründbare Empfehlung“, sagt der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens der Rheinischen Post laut einem Vorabbericht. Eine erneute Stellungnahme der Stiko zu einer möglichen generellen zweiten Boosterimpfung sei erst nach dem Sommer sinnvoll.

WHO: Starker Anstieg psychischer Krankheiten durch Corona

Die Corona-Pandemie hat zu einem starken Anstieg einiger psychischer Krankheiten geführt. Die Fälle von Depressionen und Angststörungen seien weltweit allein im ersten Pandemiejahr um 25 Prozent gestiegen, berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag bei Vorlage ihres neuen Berichts über Mentale Gesundheit. Fast eine Milliarde Menschen weltweit leben nach WHO-Angaben mit einer psychischen Krankheit. Die Zahl bezieht sich auf 2019, vor der Corona-Pandemie. Einige der wichtigsten Ursachen für Depressionen seien sexueller Missbrauch, Mobbing oder Schikane im Kindesalter. Soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten, Kriege, die Klimakrise und Gesundheitsbedrohungen - wie eine Pandemie - seien Risiken, die zu psychischen Krankheiten beitragen.

Städtetagspräsident fordert Maßnahmen gegen Corona-Sommerwelle

Städtetagspräsident Markus Lewe fordert schnellstmögliche Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Sommerwelle. „Wir brauchen schnelle Entscheidungen und ein neues Bundesinfektionsschutzgesetz noch vor der Sommerpause“, sagte Lewe den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es zeige sich, dass die zur Verfügung stehenden Instrumente nicht ausreichten. Die Städte müssten handeln können, wenn Corona sich weiter sprunghaft ausbreite. „Die Corona-Pandemie darf uns nicht immer wieder überraschen“.

Lauterbach: Vorbereitungen für Corona-Herbst

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat vor Nachlässigkeit im Umgang mit der Corona-Pandemie gewarnt. Die Sommerwelle sei leider Realität geworden, sagte er der "Rheinischen Post". Jetzt müssten die Vorbereitungen für den Herbst getroffen werden. Es werde derzeit an Impfkonzepten gearbeitet. Lauterbach sprach sich auch dafür aus, Infektionsketten schneller zu unterbrechen. Dafür werde es ab Oktober ein neues System geben, um Daten tagesgenau digital zu erfassen.

WHO: Zahl der Corona-Todesfälle nimmt wieder zu

Die Zahl der weltweiten Corona-Todesfälle pro Woche ist erstmals seit gut einem Monat wieder gestiegen. In der vergangenen Woche seien 8700 Infizierte gestorben, teilte die Weltgesundheitsorganisation WHO mit. Das seien vier Prozent mehr als in der Woche zuvor. Besonders deutlich sei die Zunahme auf dem amerikanischen Doppelkontinent und im westlichen Pazifik gewesen, wo eine Zunahme von 21 Prozent beziehungsweise 17 Prozent verzeichnet worden sei.

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