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Inzwischen beklagt Deutschland mehr als 100.000 Corona-Tote, die bundesweite Inzidenz liegt weit über 400. Aktuelle Entwicklungen im Corona-Ticker.

„Zahlreiche Intensivstationen werden keine Patienten mehr aufnehmen können“

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen fordert wegen der anhaltend starken Zunahme von Corona-Infektionen umfassende Vorbereitungen für Patientenverlegungen in andere Kliniken. Dies sei „ein koordinativer Kraftakt“, der frühzeitig und zentral gesteuert werden sollte, sagte der Bundestagsabgeordnete der Nachrichtenagentur dpa. „Es ist durchaus realistisch, dass Hunderte Patienten in Kürze verlegt werden müssen.“ Für diese Herausforderung brauche es endlich einen operativen Bund-Länder-Krisenstab, den es bereits seit Beginn der Pandemie hätte geben müssen. „Schon nächste Woche werden zahlreiche Intensivstationen keine neuen Patienten mehr aufnehmen können“, warnte Dahmen. Im Süden und Osten des Landes reichten die Versorgungskapazitäten absehbar nicht aus.

Baden-Württemberg

Volle Intensivstationen überall im Land Am Limit: Wie medizinisches Personal in Baden-Württemberg die vierte Corona-Welle erlebt

Auch in der vierten Welle der Pandemie laufen die Intensivstationen voll. Wie geht es dem medizinischen Personal, das nun wieder am Limit arbeitet? Hier kommen sie zu Wort.  mehr...

RKI: 42.727 neue Infektionen, Inzidenz steigt auf 372,7

Der Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen geht weiter. Das Robert-Koch-Institut gibt den Wert aktuell mit 372,7 an – nach 362,2 gestern. Er erreicht damit den 14. Tag in Folge einen Höchststand. Die Gesundheitsämter meldeten mehr als 42.727 neue Fälle. Das sind rund 9.200 mehr als vor einer Woche. 75 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus wurden innerhalb von 24 Stunden gemeldet.

Wieder Gewalt bei Demonstration in den Niederlanden

In den Niederlanden ist es bei Protesten gegen die Corona-Politik die zweite Nacht in Folge zu Ausschreitungen gekommen. In Den Haag bewarfen Randalierer Polizisten mit Steinen und legten Brände. Fünf Beamte wurden verletzt. Es gab sieben Festnahmen. Auch an anderen Orten kam es nach Polizeiangaben zu Ausschreitungen, vor allem von Jugendlichen. In Rotterdam korrigierte die Polizei die Zahl der Schwerverletzten nach den Ausschreitungen vom Vortag. Demnach liegen nicht zwei, sondern vier Demonstranten mit Schussverletzungen im Krankenhaus.

Schärfere Regeln in Schleswig-Holstein

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie verschärfen weitere Bundesländer ihre Maßnahmen. Am Abend beschloss das Kabinett in Schleswig-Holstein, dass ungeimpfte Menschen ab Montag von weiten Teilen des öffentlichen Lebens ausgeschlossen werden. Bei Freizeitveranstaltungen sowie in Innenräumen von Gaststätten haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt. Bereits gestern waren in Hamburg und im Saarland strengere Regeln in Kraft getreten.

Griechenland, Belgien und weitere Länder sind Hochrisikogebiete

Belgien, der Großteil der Niederlande und weitere Länder gelten seit Mitternacht als Corona-Hochrisikogebiete. Der Grund sind unter anderem stark steigende Infektionszahlen. Auch das bei Urlaubern beliebte Griechenland und Irland zählen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts jetzt zu den Hochrisikogebieten. Wer aus einem solchen Gebiet nach Deutschland einreist und nicht geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann diese frühestens nach fünf Tagen durch einen negativen Test beenden.

Vor allem in Belgien hat sich die Corona-Situation zugespitzt. Die Inzidenz liegt bei über 830. Die Zahl der Patienten, die täglich mit einer Covid-Erkrankung ins Krankenhaus kommen, stieg zuletzt um mehr als die Hälfte. Frankreich wird seit heute nicht mehr als Hochrisikogebiet gelistet.

Dreyer gegen allgemeine Corona-Impfpflicht

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) lehnt eine allgemeine Impfpflicht in Deutschland ab. Sie verwies auf die Entscheidungen der Ministerpräsidentenkonferenz von dieser Woche. Diese seien zielführend. Beim Thema Impfpflicht müsse man auf Einrichtungen schauen, wo besondere Personengruppen zu schützen seien, sagte Dreyer am Rande der Koalitionsverhandlungen in Berlin.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte sich wegen neuer Höchststände bei den Corona-Neuinfektionen für eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen.

Begrenzung von Biontech-Auslieferung: Spahn verteidigt Entscheidung

Bundesgesundheitsminister Spahn hat die geplante Rationierung des Corona-Impfstoffs von Biontech gegen Kritik verteidigt. Er wisse, dass diese kurzfristige Umstellung für Arztpraxen und Impfzentren viel zusätzlichen Stress bedeute.

Nächste Woche würden jedoch sechs Millionen Dosen des Biontech-Impfstoffs ausgeliefert, sagte Spahn in der ARD-Tagesschau. „Das heißt aber auch, unser Lager läuft gerade leer. Deswegen müssen wir zusätzlich zum Impfstoff von Biontech auch den von Moderna wieder stärker mit einsetzen. Das sind beides gute, sichere und wirksame Impfstoffe“, so Spahn.

Wien: Zehntausende Menschen demonstrieren gegen Corona-Maßnahmen

In Wien haben Zehntausende Menschen gegen die bevorstehenden Corona-Beschränkungen demonstriert. Nach Angaben der Polizei nahmen rund 40.000 Menschen an der Großkundgebung im Zentrum der österreichischen Hauptstadt teil.

Der Protestzug legte am Nachmittag weite Teile des Verkehrs in der Innenstadt lahm. Die Stimmung sei aufgeheizt, sagte ein Polizeisprecher. Es habe mehrere Festnahmen gegeben. Nach Medienberichten wurden die Beamten mit Flaschen beworfen. Viele Demonstranten trugen keine FFP2-Masken.

Zu den Protesten hatte unter anderem die rechte FPÖ aufgerufen. Deren selbst an Corona erkrankte Chef, Herbert Kickl, wurde mit einer Videobotschaft zugeschaltet. Ab Montag treten in Österreich Ausgangsbeschränkungen in Kraft. Ab 2022 gilt eine Corona-Impfpflicht.

Biontech investiert mehr als eine Milliarde Euro in Standort Mainz

Biontech-Gründer Ugur Sahin hat die Investitionspläne seines Unternehmens in seinen Standort in Mainz konkretisiert. Wenn alles umgesetzt sei, werde Biontech mehr als eine Milliarde Euro investiert haben, sagte Sahin in einem Zeitungsinterview. Insgesamt seien zehn neue Gebäude über Mainz verteilt geplant oder bereits im Bau, darunter ein Campus für Wissenschaft, ein Forschungsbereich für Krebstherapien sowie Büroflächen. Aktuell hat Biontech nach Sahins Worten rund 1.800 Beschäftigte in Mainz. In den nächsten fünf bis acht Jahren sollen es 3.000 bis 4.000 werden, so Sahin.

Kritik an Spahns Plänen für Biontech-Begrenzung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist wegen seiner Pläne für eine zeitweise Deckelung der Biontech-Impfstofflieferungen an die Hausärzte kritisiert worden. Der Beschluss, bei der Kampagne für die Auffrischungsimpfungen bevorzugt den Impfstoff von Moderna einzusetzen, weil bei diesem in den Lagern das Verfallsdatum bald ablaufe, sei nicht richtig, sagte der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach am Samstag im Deutschlandfunk. Angesichts der stark steigenden Infektionszahlen dürfe man den Biontech-Impfstoff nicht begrenzen.

Auch der rheinland-pfälzische Hausärzteverband kritisiert die Pläne des Bundesgesundheitsministeriums. Verbandschefin Barbara Römer sagte dem SWR, die damit nötige Umstellung auf Moderna werde zu einem höheren Beratungsbedarf in den Praxen führen. Die Ärzte hätten aber keine Zeit für langwierige Aufklärungsgespräche.

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) nannte die Begrenzung von Biontech-Lieferungen ein fatales Signal. Es gehe um den Impfstoff, dem die Menschen am meisten vertrauten. Luchas Parteikollege sieht das ähnlich, er twitterte: „Das sollten wir nicht tun! Wir brauchen alles andere als eine Handbremse beim Impfen.“

Das sollten wir nicht tun! Wir brauchen alles andere als eine Handbremse beim Impfen. Grade für junge Menschen ist der #BioNTech Impfstoff besonders gut verträglich. Auch die Wahl zwischen verschiedenen Vakzinen spielt bei der Entscheidung für die wichtige Erstimpfung eine Rolle. https://t.co/bsQ1VOxpwr

Baden-Württemberg: Ausgangssperre für Ungeimpfte in drei Landkreisen

Von Montag an gilt in drei Landkreisen in Baden-Württemberg wegen besonders hoher Infektionszahlen eine Ausgangssperre für Ungeimpfte. Betroffen sind der Schwarzwald-Baar-Kreis (Inzidenz 660), der Ostalbkreis (701) und Biberach (678). Zwischen 21 und 5 Uhr dürfen Ungeimpfte die Wohnung nur noch aus triftigem Grund verlassen, etwa um zur Arbeit zu gehen. Zudem gilt dort ab Montag im Einzelhandel, der nicht dem täglichen Bedarf dient, in Hotels und Gaststätten die 2G-Regel.

Der Amtschef des Sozialministerium Baden-Württemberg, Uwe Lahl, sagte im SWR, es sei davon auszugehen, dass die verschärften Regeln bald auch in weiteren Kreisen gelten könnten – wenn die Entwicklung bei den Infektionszahlen so bleibe.

Demos in Wien gegen Lockdown

In Österreich protestieren tausende Menschen gegen den Corona-Lockdown und die geplante allgemeine Impf-Pflicht. In Wien waren es nach Polizeiangaben am frühen Nachmittag etwa 7.000. Einige von ihnen riefen „Freiheit“. Viele trugen keine Masken.

Verletzte durch Schüsse bei Corona-Demonstration in Rotterdam

Bei gewaltsamen Protesten gegen Corona-Maßnahmen sind am Freitagabend mehrere Menschen durch Schüsse verletzt worden. Die Polizei feuerte auf Randalierer und setzte einen Wasserwerfer ein, um mehrere Hundert Menschen auseinanderzutreiben. Bürgermeister Ahmed Aboutaleb sprach am Samstagmorgen von einer „Orgie der Gewalt“.

Die Polizei habe es mehrfach für notwendig gehalten, die Waffen zu ziehen, um sich selbst zu verteidigen, sagte Aboutaleb. Sieben Menschen wurden verletzt. Die Teilnehmer der Protestaktion randalierten im Einkaufsviertel der Hafenstadt, legten Brände und warfen Steine und Feuerwerkskörper auf die Beamten.

Am Limit: Wie medizinisches Personal in Baden-Württemberg die vierte Corona-Welle erlebt

Auch in der vierten Welle der Pandemie laufen die Intensivstationen voll. Wie geht es dem medizinischen Personal, das wieder am Limit arbeitet? Der SWR hat nachgefragt:

Baden-Württemberg

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Auch in der vierten Welle der Pandemie laufen die Intensivstationen voll. Wie geht es dem medizinischen Personal, das nun wieder am Limit arbeitet? Hier kommen sie zu Wort.  mehr...

Drosten zu 3G: Antigen-Schnelltests nicht sicher genug

Der Virologe Christian Drosten hat auf eine begrenzte Aussagekraft von Antigen-Schnelltests zum Erkennen einer Coronavirus-Infektion hingewiesen. „Vor Symptombeginn sind Schnelltests einfach nicht empfindlich genug. Daher meine Zweifel an 3G“, schrieb er am Samstag auf Twitter mit Bezug auf Regeln, die Geimpften, Genesenen und Getesteten Zugang zu Einrichtungen oder Veranstaltungen gewähren.

So sieht es aus. Vor Symptombeginn sind Schnelltests einfach nicht empfindlich genug. Daher meine Zweifel an 3G. Bei Geimpften scheint die Empfindlichkeit noch schlechter (vorläufige Daten). Darum Impflücken schließen, boostern und bis dahin Kontakte reduzieren. https://t.co/sbd27eHapc

Polizeigewerkschaft warnt vor Aggressivität und Kontroll-Verweigerern

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen erwartet nach den jüngsten Verschärfungen deutlich mehr Konfliktsituationen bei der Kontrolle von Corona-Regeln. Wer sich bislang weigere, die Regeln anzuwenden, werde jetzt lauter und aggressiver werden, sagte der GdP-Landesvorsitzende Michael Mertens der Rheinischen Post.

„Und wir werden es auch erleben, dass Veranstalter, die gerade auf diese Klientel abzielen, lascher kontrollieren werden“, so Mertens. Der Staat müsse jedoch „ganz klar sein, genau hinschauen und im Zweifelsfall sogar Einrichtungen schließen“. Mertens plädierte zugleich dafür, den Kontrolldruck zu erhöhen: „Erst wenn es ein Entdeckungsrisiko gibt, macht eine Maßnahme überhaupt Sinn“, sagte er. Für die Polizei sei das wegen einer engen Personalsituation eine besondere Herausforderung.

Ministerium: Moderna und Biontech gleich gut für Booster geeignet

Das Bundesgesundheitsministerium hat in der Debatte über Auffrischungsimpfungen betont, dass die Präparate von Biontech und Moderna beide „sicher, wirksam und gleich gut für Auffrischimpfungen geeignet“ seien. In einer Mitteilung des Ministeriums vom Samstag hieß es weiter, bis Ende des Jahres stünden 50 Millionen Dosen beider Corona-Impfstoffe für Erst-, Zweit- und insbesondere Auffrischimpfungen zur Verfügung. „Es ist genug Impfstoff für alle da“.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat Vorsorge getroffen, damit ausreichend #Impfstoff für #Auffrischungsimpfungen zur Verfügung steht. (1/8)

Rund 5,6 Millionen Menschen haben Auffrischungsimpfung bekommen

In Deutschland haben mittlerweile 5,6 Millionen Menschen eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Allein in dieser Woche seien bisher 1,7 Millionen Bürger „geboostert“ worden, teilte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag auf Twitter mit.

In dieser Woche wurden bisher bereits 1,7 Mio Bürgerinnen und Bürger "geboostert". Damit sind insgesamt 5,6 Mio Auffrischungsimpfungen in 🇩🇪 erfolgt. Das Tempo nimmt weiter zu, danke an alle, die mithelfen, es weiter zu steigern!

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts kamen allein am Freitag 357.000 sogenannte Booster-Impfungen hinzu. Insgesamt wurden an dem Tag 475.000 Impfdosen gegen Corona gespritzt (Stand: Samstag, 9:08 Uhr.)

Niedersachsens Gesundheitsministerin wirbt für Corona-Impfungen in Apotheken

Angesichts steigender Corona-Zahlen und des wachsenden Bedarfs an Auffrischungsimpfungen hat sich Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) dafür ausgesprochen, dass künftig auch Apotheker gegen das Coronavirus impfen.

Eine zeitlich befristete und auf die Covid-Schutzimpfungen beschränkte Ausnahmegenehmigung für Apotheken mit entsprechend ausgebildetem Personal könne „ein pragmatischer und sinnvoller Weg sein, um die Impfkapazitäten noch einmal aufzustocken“, sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

Stiko-Chef: Impfungen werden vierte Welle nicht mehr brechen

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, glaubt nicht, dass sich die vierte Corona-Welle durch verstärktes Impfen noch aufhalten lässt. „Man muss sagen, dass Impfungen im Augenblick für die Überwindung der akuten Situation eigentlich keine Rolle mehr spielen können“, sagte er im Fernsehsender Phoenix am Freitagabend.

Dennoch sei es notwendig, weiter zu impfen, denn „die Impfungen sind sehr wichtig dafür, wie es im nächsten Jahr aussehen wird“, sagte Mertens weiter.

Lauterbach rechnet auch in weiteren Bundesländern mit Teil-Lockdowns

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach rechnet auch in anderen Bundesländern mit ähnlichen Teil-Lockdowns wie in Bayern und Sachsen. Dazu werde es „auf jeden Fall“ kommen, weil die Infektionszahlen weiter anstiegen und die beschlossenen Maßnehmen nicht sofort wirkten, sagte Lauterbach im Deutschlandfunk.

Man sei in eine so schwierige Lage gekommen, dass es in Teilen anderer Bundesländer wieder so hohe Fallzahlen und Hospitalisierungsraten geben werde, „dass wir dort auch lokal wieder schließen müssen“.

Maas: Allgemeine Corona-Impfpflicht „wird's nicht geben“

Nach der Ankündigung einer generellen Corona-Impfpflicht in Österreich lehnen Politiker aus den Reihen der möglichen künftigen Ampel-Koalition einen solchen Schritt in Deutschland ab. „Die wird's nicht geben“, sagte der geschäftsführende Außenminister Heiko Maas (SPD) dem TV-Sender Bild Live.

„Weil wir es nicht für notwendig halten, weil wir es auch aus verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten für schwierig halten.“ Es werde eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen geben, „und das halte ich auch für richtig“.

Städtetagspräsident für klare Kante bei Verstößen gegen Corona-Regeln

Städtetagspräsident Markus Lewe hat ein hartes Durchgreifen bei Verstößen gegen die neuen Corona-Regeln angemahnt. Es brauche „klare Kante“, sagte Lewe der Passauer Neuen Presse. Münsters Oberbürgermeister pochte zugleich auf Unterstützung: „Wir können keine kommunalen Türsteher vor die Kneipen stellen.“

Es bedürfe der Unterstützung der Gastwirte und Veranstalter, die Gerichte müssten ebenfalls mitziehen. Der CDU-Politiker betonte: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Ordnungsämter werden natürlich weiter stichprobenartig kontrollieren.“

RKI: 63.924 Neuinfektionen, Inzidenz steigt auf 362,2

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist den 13. Tag in Folge auf einen neuen Höchststand gestiegen. Das Robert-Koch-Institut gibt den Wert aktuell mit 362,2 an – nach 340,7 gestern. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI knapp 63.924 neue Fälle binnen eines Tages. 248 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Infektion.

RKI-Chef Wieler warnt vor fünfter Welle

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, warnt, dass die wellenartige Corona-Ausbreitung auch nach der vierten Welle weitergehen könnte, wenn nicht genügend Menschen geimpft sind. Der Deutschen Presse-Agentur sagte Wieler: „Wenn das Verringern der Kontakte und das Impfen nicht intensiv gelingt, werden wir nach den jetzigen Modellierungen auch noch eine fünfte Welle bekommen.“ Es sei bitter, dass sich bisher nicht mehr Menschen für diesen eigentlich leichten Schritt entschieden hätten.

Der weitere Verlauf des Winters hänge stark davon ab, was jetzt geschehe. Es gelte, flächendeckend in Deutschland Kontakte zu reduzieren und die Impfaktivitäten massiv zu steigern, so Wieler.

Österreichs Präsident ruft trotz Lockdown zu Solidarität auf

Österreichs Präsident Alexander Van der Bellen hat angesichts der Debatte über den neuen Lockdown vor einem Riss in der Gesellschaft gewarnt. Die Reaktionen sollten nicht von Wut, Schmerz und Ärger beherrscht sein, sondern von der Einsicht, dass nur Ausgangsbeschränkungen die massive vierte Corona-Welle brechen könnten. Gegner der Maßnahmen haben für heute zu Protesten aufgerufen.

Lassen wir uns nicht auseinander dividieren.

Rotterdam: Verletzte bei Demo gegen Corona-Regeln

Bei einer gewalttätigen Demonstration gegen schärfere Corona-Regeln in Rotterdam sind nach Schüssen der Polizei mindestens zwei Demonstranten verletzt worden. Die Polizei hatte nach eigenen Angaben zunächst Warnschüsse abgegeben und bestätigte später auch gezielte Schüsse. Auch in den Reihen der Polizei habe es Verletzte gegeben. An dem Protest waren Hunderte Menschen beteiligt. Randalierer setzten Barrikaden in Brand und bewarfen Polizisten und Feuerwehrleute mit Gegenständen.

In den Niederlanden gilt wegen steigender Corona-Infektionszahlen seit dem vergangenen Wochenende wieder ein Teil-Lockdown. Bars, Restaurants und Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Supermärkte müssen laut den aktuellen Regeln spätestens um 20 Uhr schließen, andere Geschäfte bereits um 18 Uhr. Die Bürger dürfen sich nur mit maximal vier weiteren Menschen in ihren Wohnungen treffen, Arbeitnehmer sollen möglichst im Homeoffice arbeiten.

Dutzende Menschen stehen auf einem Platz um einen brennden Roller herum. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/ANP | Killian Lindenburg)
Demonstranten in Rotterdam haben an verschiedenen Stellen Feuer gelegt. Nach Medienberichten soll auch ein Polizeiwagen angezündet worden sein. picture alliance/dpa/ANP | Killian Lindenburg

Auslieferung von Biontech-Impfstoff soll begrenzt werden

Das Bundesgesundheitsministerium will nach einem Bericht der Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland in den kommenden Wochen die Auslieferung des Biontech-Impfstoffs begrenzen. Grund sei der drohende Verfall des eingelagerten Moderna-Impfstoffs. Eine solcher Schritt könnte sich nach Ansicht der Hausärzte aber negativ auf das Impftempo auswirken.

Das liegt an der unterschiedlichen Anzahl an Dosen, die die Fläschchen der beiden Impfstoffe enthalten. Bei Biontech sind es sechs bis sieben. Bei Moderna sind es bei Booster-Impfungen bis zu 20. Das sei für Hausärzte deutlich aufwendiger, sagte der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands Ulrich Weigeldt.

Sachsen: keine Weihnachtsmärkte und neue Einschränkungen

Nach Bayern hat am Abend auch Sachsen deutlich schärfere Corona-Regeln angekündigt. Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Bars, Clubs und Diskotheken sowie Bibliotheken und auch Fitnesstudios müssen schließen. Weihnachtsmärkte wurden abgesagt. In Regionen mit besonders vielen Infektionen werde es nächtliche Ausgangssperren ab 22 Uhr für Ungeimpfte geben.

Weitere Maßnahmen sind ein Beherbergungsverbot für Touristen und ein Verbot von Großveranstaltungen, Festen und Messen. Im Einzelhandel gilt 2G - außer in Geschäften des täglichen Bedarfs. Im Profi-Sport dürfen keine Zuschauer mehr ins Stadion. Schulen und Kitas sollen geöffnet bleiben. Die Einschränkungen gelten zunächst bis zum 12. Dezember. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sagte, die Maßnahmen seien schwer, aber notwendig.

Landeselternbeirat BW fordert zentrale Erfassung von Testergebnissen

In Baden-Württemberg fordert der Landeselternbeirat, die Ergebnisse von Corona-Tests an Schulen zentral zu erfassen. Er reagiert damit auf Recherchen des SWR. Die hatten ergeben, dass weder Landesgesundheitsamt noch Kultusministerium wissen, wie viele Schüler bei Schultests positiv getestet wurden.

Lindner: Impfpflicht in Pflegeberufen wird kommen

Nach Einschätzung von FDP-Chef Christian Lindner wird eine Impfpflicht für Beschäftigte in Pflege- und Alteneinrichtungen kommen. Das sei unausweichlich, sagte er der Süddeutschen Zeitung. Bund und Länder hätten sich dafür ausgesprochen. Die FDP hatte eine Impfpflicht lange Zeit ausgeschlossen. Lindner sagte jetzt, für seine Partei sei wichtig, dass Ausgangssperren, flächendeckende Schließungen und pauschale Lockdowns für alle verhindert würden.

Kretschmann und Strobl mahnen Kommunen: Strenger kontrollieren

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Innenminister Thomas Strobl (CDU) haben die Kommunen ermahnt, ihre Corona-Kontrollen deutlich zu verschärfen. Das Land beobachte mit großer Sorge, dass vielerorts grundlegende Schutzmaßnahmen völlig unzureichend umgesetzt würden, schrieben die beiden am Freitag in einem Brief an Städte und Gemeinden, über den zuerst die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten berichteten.

Niederlande verbieten Böller und Raketen zum Jahreswechsel

Angesichts der sehr angespannten Corona-Lage in den Niederlanden sind Böller und Raketen wegen Verletzungsgefahr auch dieses Jahr zu Silvester verboten. Das beschloss die geschäftsführende Regierung in Den Haag am Freitag, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. Auch der Verkauf von Feuerwerkskörpern für den Privatgebrauch wurde verboten. Es gehe darum, die ohnehin überlasteten Kliniken, das Pflegepersonal und die Polizei zu schonen.

Impfungen in Friseursalons vorgeschlagen

Das Friseurhandwerk schlägt vor, Kunden in den Salons zu impfen. Friseure erreichten alle sozialen Schichten, das sollte in der Corona-Impfkampagne genutzt werden, sagte die Präsidentin des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, Manuela Härtelt-Dören dem Portal T-Online. In vielen Betrieben könnten zum Beispiel mobile Impfteams tätig werden. Beim Haare schneiden könne man die Menschen gut über die Impfungen aufklären.

RLP: Inzidenz jetzt bei über 200

In Rheinland-Pfalz ist die sieben Tage Inzidenz der Corona-Neu- Infektionen erstmals über die Schwelle von 200 gesprungen – auf 218,5. Das sind 25 Punkte mehr als gestern, so das Landesuntersuchungsamt.

Die Hospitalisierungsinzidenz stieg von 3,6 auf 4,0. Dieser Wert ist nach den Bund-Länder-Beschlüssen von gestern ab nächster Woche für Einschränkungen des öffentlichen Lebens im Land maßgeblich. Wie genau die neue Corona-Verordnung aussieht ist noch unklar.

Lauterbach fordert systematische Kontrollen und Strafen

Die neuen beschlossenen Bund-Länder-Maßnahmen kommen für den SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach zwar sehr spät, dennoch hält er sie für ausreichend, vorausgesetzt die Maßnahmen würden konsequent umgesetzt und kontrolliert werden.

In der ARD sagte er: „Wenn wir also beispielsweise die 2G-Maßnahme systematisch kontrollieren, und auch 2G-plus, dann ist das ja mehr oder weniger ein Lockdown für die Ungeimpften, weil sie können sich dann im öffentlichen Leben nicht mehr aufhalten. Wir haben entsprechende Kontrollen auch an den Arbeitsplätzen und im öffentlichen Verkehr, das würde schon sehr stark wirken. Es kommt darauf an, wie gut es kontrolliert, wird.“

Norditalienische Region bietet Deutschen Plätze auf Intensivstationen an

Die norditalienische Region Lombardei hat Deutschland die Aufnahme von Corona-Intensivpatienten angeboten. Das teilte Letizia Moratti, die Vizepräsidentin der Regionalregierung und Assessorin für Gesundheit, am Freitag mit. Die deutschen Kliniken seien in einer dramatischen Notlage, die Intensivstationen stünden kurz vor dem Kollaps, schrieb sie bei Facebook.

Rückblickend auf die deutsche Hilfe für Italien im Frühjahr 2020 „halte ich es für angemessen und unsere Pflicht, Deutschland heute anzubieten, Patienten in unseren Krankenhäusern aufzunehmen, Einrichtungen und Intensivbehandlungen zur Verfügung zu stellen“, meinte Moratti.

AfD hält an Bundesparteitag fest

Ungeachtet der steigenden Zahl von Corona-Infizierten hält die AfD an ihrem für den 11. Dezember geplanten Bundesparteitag in Wiesbaden fest. Wie Teilnehmer einer Telefonkonferenz des Bundesvorstandes am Freitag übereinstimmend berichteten, wurde besprochen, die zweitägige Veranstaltung vorerst nicht abzusagen.

Sollten an dem betreffenden Wochenende allerdings sowohl in Hessen als auch im benachbarten Rheinland-Pfalz Hotelübernachtungen nur noch nach den 2G-Regeln – geimpft oder genesen – möglich sein, könne der Parteitag wohl nicht stattfinden, hieß es. Ein signifikanter Teil der Mitglieder der AfD lehnt – aus unterschiedlichen Gründen – eine Impfung gegen Covid-19 ab.

Spahn zu Lockdowns: „Sind in einer Lage, wo man nichts ausschließen sollte“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat am Morgen die Möglichkeit von flächendeckenden Lockdowns wie in Österreich nicht mehr ausgeschlossen. “Wir sind in einer nationalen Notlage, die auch eine gemeinsame Kraftanstrengung braucht“, warnte Spahn. Deshalb seien zusätzliche Kontaktbeschränkungen, wie ein „Lockdown für Ungeimpfte“ notwendig. Auf die Frage, ob er einen Lockdown auch für Geimpfte – wie in Österreich – in Deutschland ausschließen würde, antwortete Spahn: „Wir sind in einer Lage, wo man nichts ausschließen sollte“.

BW führt 2G für 12- bis 17-Jährige ein - mit Übergangsregeln

Das Land Baden-Württemberg will die 2G-Regel nun auch für 12- bis 17-Jährige einführen, was auch für Familien weitreichende Konsequenzen haben dürfte. Mit der neuen Corona-Verordnung, die am kommenden Donnerstag in Kraft treten soll, müssen Schülerinnen und Schüler in dem Alter entweder geimpft oder genesen sein, um etwa Zugang zu Restaurants zu bekommen, sagte ein Sprecher der Landesregierung am Freitag.

Das Land will mit der Maßnahme dafür sorgen, dass sich viel mehr Jugendliche impfen lassen, um so die stark steigenden Infektionszahlen einzudämmen.

Söder für Impfpflicht im nächsten Jahr

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder wirbt für eine Impfpflicht im nächsten Jahr. „Sonst wird das eine Endlosschleife.“ Und die Situation im nächsten Jahr nicht besser.

Bayern verhängt Lockdown in Landkreisen mit Inzidenz über 1.000

Bayern verhängt für Landkreise mit einer Corona-Inzidenz von über 1.000 einen Lockdown. „Hier muss alles geschlossen werden“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag nach einer Sitzung seines Kabinetts in München. Ausnahmen werde es für Kitas, Schulen und den Handel geben.

Bayern schließt alle Weihnachtsmärkte, Discos und Bars

Wegen der außer Kontrolle geratenen Corona-Pandemie verschärft Bayern seine Maßnahmen drastisch. Alle Clubs, Diskotheken und Bars sollen für die nächsten drei Wochen schließen, Weihnachtsmärkte soll es in diesem Jahr nicht geben, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag nach Beratungen seiner Koalition in München ankündigte. Kultur- und Sportveranstaltungen werden nur noch mit einer Auslastung von maximal 25 Prozent an Zuschauern und 2G-plus-Regel erlaubt.

Belgien und Niederlande Hochrisikogebiete – Frankreich nicht mehr

Belgien, die Niederlande, Irland und Griechenland werden ab Sonntag als Hochrisikogebiete eingestuft. Dies teilt das Auswärtige Amt in Berlin mit. Damit müssen ungeimpfte Rückkehrer aus diesen Ländern in Deutschland in Quarantäne. Zugleich wird Frankreich ab Sonntag nicht mehr als Hochrisikogebiet gelistet.

RKI rät auch Geimpften vor Besuch bei Älteren zum Test

Das Robert Koch-Institut (RKI) ruft geimpfte wie ungeimpfte Menschen dazu auf, alle nicht notwendigen Kontakte zu reduzieren. Insbesondere vor nötigen Treffen mit besonders von Corona gefährdeten Menschen rät das RKI unabhängig vom Impfstatus zum Test. Das geht aus dem Wochenbericht des Instituts vom Donnerstag hervor.

Zudem rät es „dringend dazu, größere Veranstaltungen und enge Kontaktsituationen wie zum Beispiel Tanzveranstaltungen und Clubs abzusagen beziehungsweise zu meiden“.

Wüst: Bis zu 5.000 Euro Strafe bei 2G-Verstößen in Gaststätten

Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst (CDU), fordert hohe Geldstrafen bei Verstößen gegen 2G-Regeln in Gaststätten. „Wenn ein Wirt das schleifen lässt, dann droht ein Bußgeld“, sagte Wüst bei Bild-TV. Er fordert Strafen in Höhe von 5000 Euro. Empfindliche Strafen verlangt er auch bei Verstößen gegen 3G in Bussen und Bahnen. „Es wird bis zu 1000 Euro sein, auch da: es muss weh tun.

Spahn rechnet nächste Woche mit Zulassung von Biontech-Impfstoff für Kinder

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet mit der Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Kinder in Europa Ende kommender Woche. Stand heute würden rund um den 20. Dezember alle EU-Länder erste Lieferungen des Impfstoffs für Fünf- bis Elfjährige erhalten, sagte Spahn. Deutschland erwarte in einer ersten Lieferung gut zwei Millionen Dosen. Er glaube das man damit die Erstnachfrage sehr gut bedienen könne, sagt Spahn. Es gebe rund 4,5 Millionen Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren. „Ich will jetzt schon im Erwartungsmanagement darauf hinweisen, dass wir alle Fünf- bis Elfjährigen diese Impfung möglich machen wollen.

In den Läden werden die Corona-Selbsttests knapp

Seit September verzeichnen wir einen kontinuierlichen Anstieg der Nachfrage nach Corona-Selbsttests“, teilte die Drogeriekette Rossmann auf Nachfrage mit. „Die Verfügbarkeit ist grundsätzlich gesichert, es kann jedoch aufgrund der derzeit hohen Nachfrage punktuell zu kurzfristigen Engpässen kommen.

Beim Konkurrenten DM sagte Geschäftsführer Sebastian Bayer, wegen der schwankenden Nachfrage sowie gestörter Lieferketten könne es dazu kommen, dass bei den Selbsttests „nicht immer alle Produkte ausreichend verfügbar sind“.

RKI-Chef Wieler: 2G reicht nicht mehr aus

Lothat Wieler hält die von der Bund-Länder-Runde beschlossene 2G-Regel für nicht ausreichend, um die Pandemie in Deutschland in den Griff zu bekommen. Die 2G-Regel sei sinnvoll, aber „in der aktuellen Situation reicht das nicht mehr“, sagte der Präsident des Robert-Koch-Instituts. Er forderte nochmal, Großveranstaltungen abzusagen, Hotspots wie schlecht belüftete Clubs und Bars zu schließen und private Kontakte zu reduzieren.

„Ganz Deutschland ist ein einziger großer Ausbruch“ – @rki_de-Chef Wieler zur aktuellen Corona-Lage. https://t.co/Kd9gDWh4HT

Die 2G-Regel bedeutet, dass nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu Veranstaltungen bekommen. Wieler sagte, darüber hinaus seien weitergehende Maßnahmen nötig. Die Menschen sollten auch „wenn möglich zu Hause bleiben“ und keine Treffen mit vielen Menschen mehr machen. „Wir müssen jetzt die Notbremse ziehen“, sagte Wieler.

Ganz Deutschland sei ein einziger Corona-Ausbruch. Es müssten jetzt Kinder und ältere Menschen geschützt werden. Wieler kritisierte die Corona-Politik der Bundesregierung schon am Mittwochabend in einer Videoschalte mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) heftig.

Wieler offen und schonungslos RKI-Chef: „Hunderte werden sterben – denen kann keiner mehr helfen“

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) war Gastgeber einer Videoschalte. RKI-Chef Lothar Wieler ließ dabei seinem Ärger über die Corona-Politik der Bundesregierung freien Lauf.  mehr...

Bundesrat billigt umstrittene Änderungen am Infektionsschutzgesetz

Mitten in der vierten Corona-Welle hat der Bundesrat nach langem Ringen grünes Licht für neue Corona-Auflagen gegeben. Die Länder stimmten am Freitag einstimmig für das umstrittene, von SPD, Grünen und FDP vorgelegte Infektionsschutzgesetz. Das bedeutet 3G am Arbeitsplatz, in Bussen und Zügen, aber vorerst keine Ausgangsbeschränkungen und flächendeckende Schulschließungen mehr.

Die Union hatte ursprünglich mit einer Blockade gedroht: Der neue „Instrumentenkasten“ schränke die Möglichkeiten der Länder zu stark ein und reiche nicht zum Brechen der Infektionswelle, hatten CDU-Politiker kritisiert. Nach einer Bund-Länder-Runde am Donnerstag zeichnete sich jedoch ein Kompromiss ab: Das Gesetz der Ampel-Parteien soll bereits in drei Wochen evaluiert und gegebenenfalls nachgebessert werden.

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