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Die Corona-Pandemie hält an. Die Zahlen steigen wieder und die neue Variante BA.5 beschäftigt die Politik. Alle Infos dazu hier!

Corona-Ausbruch: Britische Airlines sagen Dutzende Flüge ab

Wegen Corona-Ausbrüchen in der Belegschaft haben britische Fluglinien Dutzende Flüge abgesagt. Bei der Billiglinie Easyjet waren allein etwa 100 Verbindungen betroffen, darunter 62 aus dem Vereinigten Königreich, wie die BBC berichtete. „Infolge der derzeit hohen Raten von Covid-Infektionen in ganz Europa erlebt Easyjet wie alle Unternehmen einen überdurchschnittlich hohen Krankenstand der Mitarbeiter“, teilte das Unternehmen mit. Bei British Airways traf es rund 90 Flüge.

Lehrerverbände warnen vor Mobbing wegen Masken

Lehrerverbände haben vor Mobbing aufgrund der wegfallenden Regeln gewarnt: „In der Tat droht jetzt die Gefahr, dass einerseits Kinder, die Maske tragen, von Mitschülern als Weicheier und überängstlich gehänselt werden oder auch umgekehrt Druck auf Nicht-Maskenträger ausgeübt wird“, sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, der dpa.

Auch die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, warnte, dass „das Thema 'Maske ja oder nein' in jedes Klassenzimmer getragen wird und damit Schulfrieden und Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler“ gefährde.

Baden-Württemberg

Im Unterricht oder beim Einkaufen Keine Maskenpflicht und 3G-Regel mehr: Verband befürchtet Anfeindungen an Schulen

Die Pflicht zum Tragen einer Schutzmaske gegen das Coronavirus ist aufgehoben. Doch wie wird sich das auf den Alltag auswirken? Bildungsverbände schlagen Alarm.  mehr...

BW: Corona-Testpflicht an Schulen fällt Ende April weg

In den Schulen in Baden-Württemberg sollen nach Ostern die regelmäßigen Coronatests wegfallen. Darauf hätten sich die Spitzen von Grünen und CDU geeinigt, berichtet die Deutsche Presseagentur. Ab dem 25. April könnten sich Schüler und Lehrer aber immer noch gratis testen lassen, hieß es. Erst vor kurzem waren die Tests schon von drei auf zwei pro Schulwoche reduziert worden. Von diesem Montag an müssen Schüler und Lehrer auch keine Maske mehr tragen.

Stuttgart

Entscheidung der Landesregierung Nach den Osterferien: Keine regelmäßigen Corona-Tests mehr an Schulen in BW

In den Schulen in Baden-Württemberg sollen nach den Osterferien die regelmäßigen Corona-Tests wegfallen. Freiwillige Tests bleiben aber möglich - wenn eine Voraussetzung erfüllt ist.  mehr...

Lauterbach rechnet mit Mehrheit für Corona-Impfpflicht im Bundestag

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) geht ungeachtet der parlamentarischen Widerstände weiter von der Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht aus. Der SPD-Politiker sagte im Deutschlandfunk, er rechne damit, dass der Bundestag am kommenden Donnerstag die allgemeine Impfpflicht gegen Covid beschließe.

Wenn es im kommenden Herbst wieder eine Lage wie jene der vergangenen Monate gebe, werde man erneut vieles dichtmachen müssen, warnte der Minister. Krankenhäuser und Ärztevertreter dringen auf die schnelle Einführung einer Corona-Impfpflicht.

Deutscher Städtetag warnt vor Scheitern einer allgemeinen Corona-Impfpflicht

Der Deutsche Städtetag hat vor einem Scheitern der allgemeinen Corona-Impfpflicht gewarnt. „Wir riskieren im Herbst wieder viele schwere Krankheitsverläufe, falls die Impfpflicht nicht kommt“, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Sonntag. „Und damit sich die Impfquote noch einmal deutlich erhöht, ist die Impfpflicht ab 18 Jahren eindeutig besser geeignet als ab 50 Jahren.“

China meldet höchste Corona-Neuinfektionszahl seit über zwei Jahren

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in China auf einen Höchstwert gestiegen. Am Sonntag meldete die nationale Gesundheitskommission 13.146 lokale Infektionen. Der Großteil der Fälle (11.691) verläuft der offiziellen Statistik zufolge asymptomatisch. Die Regierung bekräftigte unterdessen ihr Festhalten an der „Null-Covid“-Strategie.

Mehrheit will weiter Maske im Supermarkt tragen

Ein Großteil der Deutschen will laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA nach Ende der Maskenpflicht beim Einkaufen weiterhin Maske tragen. 63 Prozent der Befragten sprechen sich laut einem Vorabbericht der Bild am Sonntag für das Maskentragen aus. 29 Prozent geben an, dass sie dies nicht tun möchten. Acht Prozent der Umfrageteilnehmer wollen sich nicht festlegen.

Fast alle Corona-Regeln fallen weg

In weiten Teilen Deutschlands sind seit Sonntag die meisten Corona-Auflagen weggefallen – zum Beispiel 3G- oder 2G-Regelungen oder die generelle Maskenpflicht in Innenräumen. Bundesweit muss man allerdings weiter in Fernzügen und Flugzeugen eine Maske tragen. Eine Maskenpflicht kann auch unter anderem in Kliniken, Arztpraxen und im Nahverkehr bestehen bleiben. Das regelt jedes Bundesland für sich.

Auch können etwa Geschäfte, Restaurants oder Diskotheken von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und entsprechende Vorgaben machen. In Schulen soll eine Testpflicht weiterhin möglich sein. Auch das müssen die Länder entscheiden. Kostenlose Bürgertests soll es bis Ende Juni geben.

Weitergehende Vorgaben gelten zunächst nur noch in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Die beiden Länder nutzen als vorerst einzige die so genannte Hotspot-Regel des Infektionsschutzgesetzes.

Politik und Ärzteverbände raten angesichts hoher Ansteckungsraten zur Vorsicht: Gerade in Supermärkten und Restaurants sei es sinnvoll, Masken zu tragen. Ein Sprecher der Deutschen Bahn machte deutlich, dass die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen auch weiterhin kontrolliert werde. Ob im Nahverkehr neben FFP2- auch medizinische Masken erlaubt sind und wie Maskenpflicht auf Bahnsteigen geregelt wird, hängt vom jeweiligen Bundesland ab.

Inzidenz jetzt bei knapp 1.460

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 1.457,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1.531,5 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1.723,8 (Vormonat: 1.174,1). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 74.053 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5:00 Uhr wiedergeben.

Vor einer Woche waren es 111.224 Ansteckungen. Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 42 Todesfälle verzeichnet.

Städtetag spricht sich für Impfpflicht ab 18 Jahren aus

In Deutschland geht die Diskussion über eine mögliche allgemeine Corona-Impfpflicht weiter. Der Deutsche Städtetag warnt vor einem Scheitern der allgemeinen Impfpflicht. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, man riskiere im Herbst wieder viele schwere Krankheitsverläufe, falls die Impfpflicht nicht komme. Um die Impfquote deutlich zu erhöhen, sei eine Impfpflicht ab 18 Jahren eindeutig besser geeignet als eine ab 50 Jahren. Am kommenden Donnerstag soll der Bundestag entscheiden, ob eine Corona-Impfpflicht kommt, für wen sie gelten soll und wie sie umgesetzt werden könnte.

Diskussion über allgemeine Impfpflicht

Kurz vor der Bundestags-Abstimmung über eine Corona-Impfpflicht warnen Ärzte und Krankenhausvertreter vor einem Scheitern. Wenn schon nicht ab 18, dann wenigstens ab 50 Jahren, sagte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, der Welt am Sonntag. Sonst drohe im Herbst eine neue Infektionswelle. Die Impfpflicht ist umstritten. Am kommenden Donnerstag soll der Bundestag endgültig entscheiden, ob eine Impfpflicht gegen das Coronavirus kommt, für wen sie gelten soll und wie sie umgesetzt werden könnte.

Shanghai: Roboter-Hund erinnert an Corona-Regeln

Shanghai, eine der größten Städte in China, befindet sich im Lockdown. Um sicherzustellen, dass alle Menschen auf dem gleichen Stand sind, läuft ein kleiner Roboter mit Lautsprecher durch die Straßen. Der schwarze, hundeähnliche Roboter erinnert die Bürgerinnen und Bürger an die Corona-Regeln. Medienberichten zufolge lautet eine häufige Durchsage: Tragen Sie Gesichtsmasken, waschen Sie sich häufig die Hände, messen Sie Ihre Temperatur und desinfizieren Sie Ihre Wohnung.

Lehrer raten zum freiwilligen Tragen von Masken im Unterricht

Der Deutsche Philologenverband ruft dazu auf, auch nach dem Ende der Corona-Auflagen weiter Maske zu tragen. Man freue sich über jeden Schritt zurück zur Normalität, aber die Schritte müssten zur aktuellen Lage passen, sagte Verbandschefin Susanne Lin-Klitzing dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das sei derzeit nicht der Fall. Der Verband empfehle daher sowohl Lehrkräften als auch Schülerinnen und Schülern eine verantwortungsbewusste Maskenfreiwilligkeit an Schulen. Die GEW warf der Politik wegen der Aufhebung der Corona-Schutzmaßnahmen Verantwortungslosigkeit vor.

Unternehmen in Deutschland halten an Corona-Regeln fest

Trotz der allgemeinen Corona-Lockerungen halten deutsche Unternehmen an ihren Schutzmaßnahmen fest. In einer Umfrage der Welt am Sonntag geben unter den 40 Dax-Konzernen die meisten Befragten an, dass ihre Mitarbeiter vorerst weiterhin eine Maske tragen müssten – überwiegend aber nur in Innenräumen und wenn sie ihren Arbeitsplatz verlassen.

RKI: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist weiter rückläufig. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen mitteilte, liegt der Wert nun bei 1.531,5. Am Freitag hatte er 1.586,4 betragen, vor einer Woche lag er bei 1.758,4. Der Wert beziffert die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen.

Kassenärzte erwarten deutliche Zunahme von Long Covid Fällen

Die deutschen Kassenärzte erwarten eine deutliche Zunahme von Long Covid Fällen. „Der Beratungsbedarf in den Arztpraxen ist jetzt schon immens. Und er wird eher noch wachsen“, sagt der Vorstandvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der Funke Mediengruppe einem Vorabbericht zufolge. Angesichts der hohen Fallzahlen in der aktuellen Omikronwelle könne es sein, dass auch die Zahl der Patienten mit Verdacht auf Long Covid in den kommenden Wochen noch einmal deutlich ansteige.

Corona Langzeitfolgen Das ist über Long Covid bekannt

Wer unter Long Covid leidet, der zeigt noch Wochen nach einer akuten Coronainfektion anhaltende Symptome. Wen trifft es? Und wie kann Betroffenen geholfen werden?  mehr...

Unternehmen können ab jetzt verlängerte Corona-Hilfen beantragen

Unternehmen können ab sofort die bis Ende Juni verlängerte Corona-Hilfe beantragen. Darauf hat das Bundeswirtschafts-Ministerium hingewiesen. Konkret geht es um die „Überbrückungshilfe Vier“ für den Förderzeitraum April bis Juni 2022. Unternehmen können Anträge stellen, wenn ihr Umsatz coronabedingt um mindestens 30 Prozent eingebrochen ist.

#Corona-Ticker: Ab heute können von der Corona-Pandemie betroffene Unternehmen mit Umsatzrückgang von über 30% über prüfende Dritte Anträge auf die bis Ende Juni verlängerte #Überbrückungshilfe IV über die Plattform https://t.co/5v5wCHXN2m stellen. Mehr:https://t.co/Hta0Pcta6w https://t.co/h98GUcITMm

Lockdown in Shanghai geht in zweite Phase

In der chinesischen Stadt Shanghai hat die zweite Stufe des achttägigen Lockdowns begonnen. Für 16 Millionen Einwohner und Einwohnerinnen im Westen der Stadt gilt nun vier Tage lang ein striktes Ausgangsverbot. Sie sollen alle auf das Virus getestet werden. Im ersten Schritt des Lockdowns waren der Osten und der Süden der Stadt abgeriegelt worden. Die chinesische Regierung verfolgt eine Null-Covid-Strategie, stößt sie bei der ansteckenderen Omikron-Variante aber an ihre Grenzen.

Shanghai im Lockdown mit Ausgehverbot (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/XinHua | Wang Yanting)

Shanghai-Korrespondentin: Corona-Lockdown erinnert an Star Wars

Dauer

Nach Pandemie-Jahr 2021: Kommunen haben Milliardenüberschuss

Die Kommunen in Deutschland haben im vergangenen Jahr knapp 4,6 Milliarden Euro mehr eingenommen als ausgegeben. Das hat das Statistische Bundesamt ausgerechnet. Demnach haben die Einnahmen sogar das Niveau vor der Pandemie übertroffen. Allein die Gewerbesteuer ist um fast 35 Prozent gegenüber 2020 gestiegen. Auch bei der Einkommenssteuer gab es ein Plus. Nur die Einnahmen bei der Umsatzsteuer sind leicht, um 0,8 Prozent, gesunken.

Die #Kommunen in Deutschland erzielten 2021 einen Finanzierungsüberschuss von knapp 4,6 Milliarden Euro. Insgesamt beliefen sich ihre #Steuereinnahmen auf 113,4 Milliarden Euro, 15,2 % mehr als im Vorjahr. Mehr dazu: https://t.co/xMmOfEfd0S #Haushalt https://t.co/mT7nbGgLyt

RLP: Corona-Sondervermögen des Landes ist zum Teil verfassungswidrig

Der Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz hat entschieden: Der größte Teil des Corona-Sondervermögens ist rechtens. Manche Bereiche sind aber nicht mit der Verfassung vereinbar, sagt das Gericht. Als Beispiel dafür nannte das Gericht, dass das Geld auch verwendet wurde, um den Breitbandausbau mit 120 Millionen Euro oder Unternehmen im Umweltbereich mit 50 Millionen Euro zu fördern. Das ist nach Meinung des Gerichts mit der Schuldenregel der Landesverfassung unvereinbar. Neue Schulden dürften nur für solche Maßnahmen aufgenommen werden, die gezielt und zweckgerichtet auf die Überwindung der Notlage gerichtet seien. Geklagt hatte die AfD-Fraktion im Landtag. Das Urteil aus Koblenz hat nun womöglich bundesweite Bedeutung. Denn mit der ähnlichen Frage muss sich wohl bald auch das Bundesverfassungsgericht beschäftigten.

RLP

Signalwirkung für den Bund Urteil: Corona-Sondervermögen des Landes RLP teils verfassungswidrig

Die Zusatz-Kredite, die sich die rheinland-pfälzische Landesregierung wegen der Corona-Pandemie eingeräumt hat, sind teilweise verfassungswidrig. Das hat der Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz entschieden. Das Urteil war mit Spannung erwartet worden, da es bundesweite Signalwirkung hat.  mehr...

SWR Aktuell SWR Fernsehen

Studien: Größte Immunität nach Impfung und Infektion

Menschen, die sowohl vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind als auch infiziert waren, haben Studien zufolge den stärksten Schutz gegen das Coronavirus. Diese „hybride Immunität“ sorge bis zu 20 Monate für einen hohen Schutz gegen eine erneute Infektion, heißt es in einer in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet Infectious Diseases veröffentlichten Studie. Sie basiert auf Daten aus Schweden, bezieht sich allerdings noch nicht auf die Omikron-Variante.

Impfdurchbrüche Können infizierte Geimpfte andere mit Covid-19 anstecken?

Wie kann es sein, dass auch Geimpfte noch an Corona erkranken? Und wenn sie infiziert sind... Können sie andere anstecken? Die neuen Corona-Varianten werfen alte Fragen wieder auf.  mehr...

Umfrage: Mehrheit besorgt über Ende vieler Corona-Maßnahmen

Die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland blickt einer Umfrage zufolge mit Sorge auf das Ende vieler Corona-Schutzmaßnahmen am Wochenende. 58 Prozent der Befragten zeigten sich besorgt über das Auslaufen der Maskenpflicht an den meisten Orten oder der 2G- und 3G-Maßnahmen, wie aus der am Freitag veröffentlichten Erhebung des Instituts Yougov hervorgeht. 38 Prozent sorgen sich darüber nicht, 5 Prozent machten keine Angaben.

Ende der Corona-Maßnahmen Reinfektion: Deshalb kann man sich mehrmals mit Omikron anstecken

Die Corona-Maßnahmen fallen. Gleichzeitig warnen Forschende vor einer neuen Welle, die auch Genesene treffen könnte. Wie hoch ist das Risiko, sich ein zweites Mal zu infizieren?  mehr...

Corona-Notstand in Italien endet: weitreichende Öffnungen

In Italien treten heute mit dem Ende des Corona-Notstandes weitreichende Lockerungen in Kraft. Eine wichtige Neuerung gibt es pünktlich vor der Urlaubssaison für Reisende: In Hotels müssen Gäste keinen Impf-, Genesungs- oder Negativtest-Nachweis, der in Italien „Green Pass“ heißt, mehr vorzeigen. Auch für den Außenbereich von Bars und Restaurants sowie innen in Geschäften ist das Dokument nicht mehr nötig.

Lediglich in den Innenräumen der Gastronomie gilt für Touristen die 3G-Regel, man muss also nachweislich gegen Covid-19 geimpft oder von der Krankheit genesen oder negativ auf das Virus getestet sein.

RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz auf unter 1.600 gesunken

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gesunken. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen mitteilte, liegt der Wert nun bei 1.586,4. Am Donnerstag hatte er bei 1.625,1 gelegen, vor einer Woche betrug er 1.756,4. Der Wert beziffert die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen.

Studie bestätigt: Wurmmittel unwirksam bei Covid-19

Der Arzneistoff Ivermectin hilft nicht nicht gegen Covid-19. Das hat eine große Studie aus Brasilien bestätigt. Die im New England Journal of Medicine veröffentlichte Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass das Wurmmittel etwa das Risiko für eine erforderliche Behandlung im Krankenhaus nach einer Coronavirus-Infektion im Vergleich zum Placebo nicht senkt. Das Wurmmittel Ivermectin galt vor allem unter Impfgegnern als vermeintliche Wunderwaffe.

Bundesärztekammer für Verkürzung der Quarantäne

Die Bundesärztekammer spricht sich für eine Verkürzung der Quarantäne für Corona-Infizierte aus. „Trotz der aktuell hohen Infektionszahlen ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um die Isolations- und Quarantäneregeln zu lockern“, sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt den Funke-Zeitungen einem Vorabbericht zufolge. Die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vorgeschlagene Verkürzung auf fünf Tage sei ein pragmatischer Schritt, um einen Stillstand des öffentlichen Lebens zu verhindern und die Personalsituation in Gesundheits- und Pflegeberufen zu entspannen.

Letzte Corona-Maßnahmen fallen in der Schweiz

In der Schweiz sind mit dem 1. April die letzten landesweiten Covid-Maßnahmen aufgehoben worden. Die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr und in Gesundheitseinrichtungen fällt heute. Die Swiss-Covid-App zur Kontaktverfolgung wurde deaktiviert. Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, müssen sich nun nicht mehr isolieren. Die Behörden riefen die Menschen aber dazu auf, bei Symptomen trotzdem zu Hause zu bleiben.

Italien lockert Corona-Beschränkungen

In Italien fallen heute auch mit Blick auf die beginnende Tourismus-Saison wichtige Corona-Beschränkungen. Der Ausnahmezustand, den die Regierung vor mehr als zwei Jahren verhängt hatte, ist um Mitternacht ausgelaufen. In die Hotels dürfen ab sofort wieder alle – egal, ob sie geimpft oder genesen sind, auch ein Covid-Test ist nicht mehr nötig. In Bars und Restaurants gilt statt 2G ab sofort die 3G-Regel. Die Maskenpflicht für geschlossene Räume bleibt aber weiter bestehen.

RKI: Gipfel der Corona-Welle „wahrscheinlich erreicht“

Nach einem Rückgang der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zur Vorwoche ist nach Darstellung des Robert-Koch-Institutes (RKI) der Gipfel der gegenwärtigen Welle „wahrscheinlich erreicht“. Allerdings bleibe der Infektionsdruck mit mehr als 1,5 Millionen übermittelten Fällen weiter sehr hoch, heißt es im wöchentlichen Lagebericht.

BW: Sieben-Tage-Inzidenz fällt auf 1586,8

In Baden-Württemberg fällt die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen weiter. Sie lag am Donnerstag nach Angaben des Landesgesundheitsamtes (Stand 16.00 Uhr) bei 1.586,8 (Mittwoch: 1.638,8/Dienstag: 1.695,8/Montag: 1.746,2). Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 1.921,1 gelegen. 45 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus.

Mehr als 90 Prozent der Beschäftigten in der Pflege doppelt geimpft

Zwei Wochen nach Einführung der Teil-Impfpflicht in der Pflege sind laut Gesundheitsministerium mehr als neun von zehn Beschäftigten vollständig geimpft. Es haben allerdings nur zwei Drittel von ihnen auch eine Booster-Impfung erhalten. Nach neuen Zahlen des Landesgesundheitsamtes (Stand: 25. März) seien 91,8 Prozent der Mitarbeitenden und 94,5 Prozent der Betreuten doppelt geimpft.

Zudem seien 67,2 Prozent der Beschäftigten und 83,4 Prozent der Betreuten geboostert. Sämtliche Quoten lägen über denen in den entsprechenden Altersgruppen in der Bevölkerung, teilte das Ministerium am Donnerstag in Stuttgart mit.

Im Bundestag bleibt die Maske vorerst auf

In den meisten Innenräumen fällt an diesem Wochenende die Maskenpflicht – im Bundestag nicht. Die Abgeordneten und ihre Mitarbeiter müssen auch weiterhin FFP2-Masken tragen und 3G-Nachweise dabei haben.

Die entsprechende Allgemeinverfügung sei weiterhin in Kraft, hieß es am Donnerstag in einer E-Mail der Bundestagsverwaltung an die Abgeordneten mit Blick auf die kommende Sitzungswoche.

Nach zwei Jahren Corona: Bahn-Fahrgäste kehren zurück

In ICE und Intercity steigen wieder so viele Menschen wie vor der Pandemie. Trotz hoher Corona-Infektionszahlen kehren die Fahrgäste zurück. Im März saßen erstmals in einem Monat mehr Fahrgäste in den Fernzügen als vor Corona, wie Bahnchef Richard Lutz sagte. Zu Ostern sind Sonderzüge im Einsatz. Dieses Jahr rechnet er mit 130 Millionen Fahrgästen in den ICE und Intercitys – nach 82 Millionen im Jahr 2021.

Giffey sieht keine Möglichkeit für Corona-Hotspot-Regel in Berlin

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sieht derzeit keine Möglichkeit, Berlin in der andauernden Corona-Pandemie zum sogenannten Hotspot zu erklären. Eine entsprechende Entscheidung des Abgeordnetenhauses wäre die Voraussetzung für Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht oder Zugangsregeln, die nach dem Bundes-Infektionsschutzgesetz ab Freitag weitgehend wegfallen.

Edeka-Kunden müssen ab Montag keine Maske mehr tragen

Nach mehreren Handelsketten hat auch Edeka angekündigt, die Maskenpflicht ab kommender Woche nicht grundsätzlich aufrechtzuerhalten. Das Unternehmen empfehle zwar weiterhin beim Besuch der Supermärkte das freiwillige Tragen einer medizinischen Maske, um Kunden und Mitarbeiter zu schützen. „Leider hat der Gesetzgeber mit der Novelle des Infektionsschutzgesetzes entschieden, dass die Pflicht zum Tragen von Masken nur noch in Ausnahmefällen und in besonderen Hotspots angeordnet werden kann“, kritisierte Edeka. Man könne daher nun nicht erwarten, dass die Läden mithilfe des Hausrechts weiterhin eine Maskenpflicht durchsetzten.

BGH: Freiheitsentzug für Maskenverweigerer rechtens

Wer beharrlich dagegen verstößt, eine Corona-Schutzmaske zu tragen, obwohl es vorgeschrieben ist, darf von der Polizei in Gewahrsam genommen werden. Das entschied der Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Im konkreten Fall ging es um einen Mann, der im Dezember 2020 an einer Demo gegen Corona-Maßnahmen teilnahm und sich dabei weigerte, eine Maske zu tragen. Als die Polizei seine Identität feststellen wollte, leistete er körperlichen Widerstand. Daraufhin wurde er in Gewahrsam genommen. Die dagegen eingelegte Beschwerde wiesen das Amts- und auch das Landgericht Köln zurück. Der Bundesgerichtshof bestätigte die Entscheidungen nun. Es sei kein Verfassungsrecht verletzt worden, so die Richter.

RKI: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt niedriger als am Vortag. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 1.625,1 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1.663,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1.752,0 (Vormonat: 1.171,9).

Hamburger Bürgerschaft erklärt ganze Stadt zum Corona-Hotspot

Die Hamburgische Bürgerschaft hat die Hansestadt zum Corona-Hotspot erklärt. Ein entsprechender Antrag der rot-grünen Regierungsmehrheit wurde mit Unterstützung der Linken angenommen. Im Gegensatz zu vielen anderen Bundesländern sollen so Schutzmaßnahmen wie eine Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen und im Einzelhandel über den kommenden Samstag hinaus bis Ende April beibehalten werden.

Mainz

Keine Hotspot-Regelung In RLP wurden die meisten Corona-Regeln gestrichen

In Rheinland-Pfalz wurden ab 3. April die meisten Corona-Maßnahmen gestrichen. Wer corona-positiv getestet ist, aber keine Symptome hat, soll unter Umständen arbeiten gehen können.  mehr...

Schweiz hebt Corona-Schutzmaßnahmen auf

Die Schweiz hebt die letzten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf. Ab Freitag würden die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr und in Gesundheitseinrichtungen sowie die Isolationspflicht für infizierte Personen abgeschafft, teilte die Regierung mit. Wegen der hohen Immunisierung der Bevölkerung sei es in den vergangenen Wochen zu keinem markanten Anstieg der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen mehr gekommen, obwohl die Zahl der Infektionen zwischenzeitlich wieder angestiegen sei. Bis zum Frühjahr 2023 bleibe allerdings eine erhöhte Wachsamkeit und Reaktionsfähigkeit notwendig.

Bundesweite Corona-Inzidenz sinkt auf 1.663

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist gesunken. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen mitteilte, liegt der Wert nun bei 1.663,0. Am Montag hatte er 1.703,3 betragen, vor einer Woche 1.734,2.

Binnen 24 Stunden wurden laut RKI 348 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland stieg damit auf 129.112.

Patientenschützer kritisiert „Geschrei“ der Länder

Patientenschützer Eugen Brysch hat die Länder in der Corona-Pandemie zu schnellem Handeln aufgefordert. „Das Geschrei der Ministerpräsidenten und deren Fingerzeig auf den Bund sind in keiner Weise gerechtfertigt“, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz der Rheinischen Post.

Die Landesregierungen hätten nichts unternommen, um das nun von ihnen scharf kritisierte Infektionsschutzgesetz zu stoppen. Jetzt steckten sie in einer Sackgasse, in die sie sich selbst manövriert hätten.

Den Ländern sind ab Sonntag nur noch wenige allgemeine Schutzregeln etwa zu Masken und Tests in Einrichtungen wie Kliniken und Pflegeheimen erlaubt. Sie können aber für regionale Hotspots weitergehende Beschränkungen etwa mit mehr Maskenpflichten und Zugangsregeln verhängen, wenn das Landesparlament dort eine kritische Lage feststellt. Mehrere Länder, dxarunter Baden-Württemberg, beklagen allerdings, dass dafür rechtssichere Kriterien fehlten.

Offenbar wenig Ungeimpfte im Pflegebereich

Die Krankenhäuser haben nach einem Medienbericht im Schnitt sechs Prozent ihrer Beschäftigten wegen fehlender Impf- oder Genesenennachweise an die Gesundheitsämter gemeldet. Das zeigt eine repräsentative Umfrage der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) bei knapp 400 Kliniken, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt. Bei den Pflegediensten liegt die Meldequote demnach bei sieben Prozent, bei der Intensivpflege bei vier Prozent. Im ärztlichen Dienst sind es demnach drei Prozent.

DKG-Chef Gerald Gaß spricht von einer außerordentlich hohen und vorbildlichen Impfquote im Vergleich zur Gesamtbevölkerung. Aber mehr als die Hälfte der Krankenhäuser (53 Prozent) rechnet der Umfrage zufolge mit Einschränkungen in der Patientenversorgung bei einer möglichen Freistellung des ungeimpften Personals.

EU-Staaten wollen bei vierter Corona-Impfung gemeinsam vorgehen

Die EU-Staaten wollen bei einer möglichen vierten Corona-Impfung einheitlich vorgehen. Die EU-Kommission werde „innerhalb kürzester Zeit auf Basis wissenschaftlicher Expertise eine Empfehlung zur vierten Impfung erarbeiten“, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) nach einem Treffen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel. Die Gesundheitsminister der EU-Länder hätten seinen Vorschlag, die nationalen Impfstrategien anzugleichen, mehrheitlich unterstützt. Die Empfehlung der EU-Kommission könne „auch für Deutschland ein wichtiger Kompass für den Umgang mit der zweiten Boosterung sein“.

Europa braucht eine gemeinsame Strategie zur 4. Impfung. Wir werden das heute hier in Brüssel auf meinen Wunsch hin verhandeln. Die Daten aus Israel zeigen eine fast 80% Senkung der Omicron Sterblichkeit Ü 60 wenn 4 Mon nach Booster die 4. Impfung kommt. https://t.co/SPX05MhDAG

RLP: Die meisten Corona-Regeln entfallen – Keine Hotspot-Regelung

Wie in Baden-Württemberg werden auch in Rheinland-Pfalz die meisten Corona-Regeln entfallen – und zwar bereits am Sonntag. Eine Hotspot-Regelung wird es zunächst nicht geben. Das teilte die Landesregierung nach einer Kabinettssitzung mit. Die Maskenpflicht in Krankenhäusern, Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen und im Öffentlichen Personen-Nahverkehr soll bestehen bleiben. Hintergrund der Entscheidung ist laut Landesregierung die von der Ampelkoalition im Bund durchgesetzte Änderung des Infektionsschutzgesetzes.

Mainz

Keine Hotspot-Regelung In RLP wurden die meisten Corona-Regeln gestrichen

In Rheinland-Pfalz wurden ab 3. April die meisten Corona-Maßnahmen gestrichen. Wer corona-positiv getestet ist, aber keine Symptome hat, soll unter Umständen arbeiten gehen können.  mehr...

BW: Praktisch keine Maskenpflicht mehr – Land verzichtet auf Hotspots

Baden-Württemberg wird die im Bundesinfektionsschutzgesetz vorgesehenen Hotspotregeln nicht anwenden. Darauf haben sich die Spitzen der grün-schwarzen Regierungskoalition am Vormittag verständigt. In Baden-Württemberg werden damit von Sonntag an alle wesentlichen Corona-Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht in Innenräumen oder 3G-Zugangsregeln wegfallen. Nur im ÖPNV, in Kliniken und in Arztpraxen müssen noch Masken getragen werden.

Baden-Württemberg

Corona-Regeln ab 3. April Maskenpflicht in BW gefallen – Kretschmann setzt auf Freiwilligkeit

Seit dem 3. April sind die meisten Corona-Maßnahmen in Baden-Württemberg weggefallen – wie Maskenpflicht und 3G-Regel. Auch die Hotspot-Regeln des Bundes kommen nicht zum Zug.  mehr...

Vertreter der grün-schwarzen Koalition bedauern diesen Schritt, sehen rechtlich allerdings keine andere Möglichkeit. Die Hürden für die Hotspot-Regeln seien so hoch, dass sie in Baden-Württemberg nicht umgesetzt werden können, so Grünen-Fraktionschef Schwarz gegenüber dem SWR.

Baden-Württemberg

Kretschmann kritisiert Bund erneut scharf Corona-Regeln: Am 3. April fallen Maskenpflicht und Co. - Baden-Württemberg verzichtet auf Hotspots

Die BW-Landesregierung will nicht auf die umstrittene Hotspot-Regel im Infektionsschutzgesetz zurückgreifen. Damit fallen am 3. April Regeln wie Maskenpflicht und 3G.  mehr...

Lauterbach dringt EU-weit auf vierte Corona-Impfung für alle ab 60

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach wirbt EU-weit für eine vierte Corona-Impfung für alle ab 60 Jahren. „Wir dürfen nicht vergessen, dass die Covid-Pandemie nicht zu Ende ist in Europa. Wir haben sehr hohe Fallzahlen, wir haben leider auch sehr hohe Sterbezahlen“, sagte der SPD-Politiker heute am Rande von Beratungen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel.

Er wolle eine Diskussion anstoßen, „ob wir nicht eine europäische Empfehlung für die vierte Dosis der Impfung bekommen bei den Über-60-jährigen“.

„Zu träge“: Kommunen und Verbände kritisieren Hotspot-Regel

Kommunalverbände haben die sogenannte Hotspot-Regel für weitergehende Corona-Schutzmaßnahmen kritisiert. Bei dieser Regelung sei „das Verfahren über einen Landtagsbeschluss viel zu träge“, sagte der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, sagte der Rheinischen Post: „Bedauerlicherweise hat der Gesetzgeber keine Kriterien festgelegt, unter welchen Voraussetzungen eine Hotspot-Regelung in Betracht kommt.“

Den Ländern sind nach einer Übergangszeit bis kommenden Samstag nur noch wenige allgemeine Corona-Schutzregeln etwa zu Masken und Tests in Einrichtungen wie Kliniken und Pflegeheimen erlaubt. Sie können aber für regionale Hotspots weitergehende Beschränkungen etwa mit mehr Maskenpflichten und Zugangsregeln verhängen, wenn das Landesparlament dort eine kritische Lage feststellt.

Mehrere Länder beklagen, dass dafür rechtssichere Kriterien fehlten. Schwellenwerte, ab wann eine Region ein Hotspot ist, sind im Gesetz nicht beziffert. Generelle Voraussetzung ist, dass eine Überlastung der Klinikkapazitäten droht.

Nach Abfuhr vom Bund: BW entscheidet über Pandemie-Politik

Die Regierung aus Grünen und CDU in Baden-Württemberg entscheidet heute über das weitere Corona-Management. Allerdings sieht das Land kaum noch Möglichkeiten einzugreifen, weil der Bund per Gesetz dafür gesorgt hat, dass nach einer Übergangsfrist ab kommenden Sonntag nahezu alle Schutzmaßnahmen wegfallen.

Übrig bleibt die sogenannte Hotspot-Regel, womit der Landtag regional eine besonders kritische Corona-Lage feststellen und schärfere Maßnahmen verhängen kann. Doch die Spitzen von Grünen und CDU halten diese Regel im Gegensatz zu Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) für rechtlich nicht umsetzbar.

RKI meldet rund 237.000 Neuinfektionen

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt höher als am Vortag. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 1.703,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1.700,6 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1.733,4 .

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 237.352 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5:10 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 222.080 Ansteckungen.

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg und Brandenburg nicht. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig.

BW und andere Bundesländer scheitern mit Vorstoß zu Verlängerung der Corona-Auflagen

Mehrere Bundesländer sind mit dem Versuch gescheitert, die Corona-Schutzmaßnahmen um weitere vier Wochen zu verlängern. Ein entsprechender Antrag der Länder Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hessen und Saarland habe bei den Beratungen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Montag keine Mehrheit gefunden, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in Berlin.

Damit laufen die derzeitigen bundesweiten Maßnahmen wie von der Bundesregierung beschlossen spätestens zum 2. April aus.

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    Tatort-Kritik „Ich habe den Mord in seinen Augen gesehen.“

    Bauchgefühl oder handfeste Beweise: Heike Makatsch als Tatort-Kommissarin Ellen Berlinger traut ihrem Instinkt und handelt gegen die Entscheidung der Staatsanwältin. Ist das ein guter Krimi?  mehr...

  2. Liveblog zum Krieg in der Ukraine Ukraine: Russland versucht jetzt, auch Lyssytschansk einzukesseln

    Russland versucht weiter, die Ukraine einzunehmen: Während die Welt den Einmarsch verurteilt, zerstören russische Truppen Städte und Infrastruktur. Alle Infos dazu.  mehr...

  3. Positiver Corona-Test 7 Fakten zum CT-Wert bei Omikron: PCR-Test, Skala und Ansteckungen

    Bin ich mit einem CT-Wert von über 30 besonders ansteckend? Wie hängen Quarantäne und Isolation damit zusammen? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum CT-Wert bei der Omikron-Variante.  mehr...

  4. Konzerte von AnnenMayKantereit, Silbermond und LaBrassBanda So geil war das Kessel Festival in Stuttgart

    AnnenMayKantereit, Silbermond, Lotte und viele mehr waren beim diesjährigen Kessel Festival dabei. Zehntausende kamen auf den Canstatter Wasen und haben die zwei Tage gefeiert.  mehr...

  5. Bei Unfall verletzt Sternhagelvoll im Kuhkostüm: Motorradfahrer kassiert mehrere Anzeigen

    An diesen Typen werden sich die Beamten sicher lange erinnern. Das Beste ist seine Ausrede.  mehr...

  6. Verrückte Wahl in den USA Contest-Sieger: Mr. Happy Face ist der hässlichste Hund der Welt

    Im kalifornischen Petaluma ist der „ugliest dog“ – der hässlichste Hund – gekürt worden. Der Sieger heißt Mr. Happy Face – Herr fröhliches Gesicht.  mehr...