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Die Corona-Pandemie hält an. Die Zahlen steigen wieder und die neue Variante BA.5 beschäftigt die Politik. Alle Infos dazu hier!

Offenbar wenig Ungeimpfte im Pflegebereich

Die Krankenhäuser haben nach einem Medienbericht im Schnitt sechs Prozent ihrer Beschäftigten wegen fehlender Impf- oder Genesenennachweise an die Gesundheitsämter gemeldet. Das zeigt eine repräsentative Umfrage der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) bei knapp 400 Kliniken, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt. Bei den Pflegediensten liegt die Meldequote demnach bei sieben Prozent, bei der Intensivpflege bei vier Prozent. Im ärztlichen Dienst sind es demnach drei Prozent.

DKG-Chef Gerald Gaß spricht von einer außerordentlich hohen und vorbildlichen Impfquote im Vergleich zur Gesamtbevölkerung. Aber mehr als die Hälfte der Krankenhäuser (53 Prozent) rechnet der Umfrage zufolge mit Einschränkungen in der Patientenversorgung bei einer möglichen Freistellung des ungeimpften Personals.

EU-Staaten wollen bei vierter Corona-Impfung gemeinsam vorgehen

Die EU-Staaten wollen bei einer möglichen vierten Corona-Impfung einheitlich vorgehen. Die EU-Kommission werde „innerhalb kürzester Zeit auf Basis wissenschaftlicher Expertise eine Empfehlung zur vierten Impfung erarbeiten“, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) nach einem Treffen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel. Die Gesundheitsminister der EU-Länder hätten seinen Vorschlag, die nationalen Impfstrategien anzugleichen, mehrheitlich unterstützt. Die Empfehlung der EU-Kommission könne „auch für Deutschland ein wichtiger Kompass für den Umgang mit der zweiten Boosterung sein“.

Europa braucht eine gemeinsame Strategie zur 4. Impfung. Wir werden das heute hier in Brüssel auf meinen Wunsch hin verhandeln. Die Daten aus Israel zeigen eine fast 80% Senkung der Omicron Sterblichkeit Ü 60 wenn 4 Mon nach Booster die 4. Impfung kommt. https://t.co/SPX05MhDAG

RLP: Die meisten Corona-Regeln entfallen – Keine Hotspot-Regelung

Wie in Baden-Württemberg werden auch in Rheinland-Pfalz die meisten Corona-Regeln entfallen – und zwar bereits am Sonntag. Eine Hotspot-Regelung wird es zunächst nicht geben. Das teilte die Landesregierung nach einer Kabinettssitzung mit. Die Maskenpflicht in Krankenhäusern, Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen und im Öffentlichen Personen-Nahverkehr soll bestehen bleiben. Hintergrund der Entscheidung ist laut Landesregierung die von der Ampelkoalition im Bund durchgesetzte Änderung des Infektionsschutzgesetzes.

Mainz

Keine Hotspot-Regelung In RLP wurden die meisten Corona-Regeln gestrichen

In Rheinland-Pfalz wurden ab 3. April die meisten Corona-Maßnahmen gestrichen. Wer corona-positiv getestet ist, aber keine Symptome hat, soll unter Umständen arbeiten gehen können.  mehr...

BW: Praktisch keine Maskenpflicht mehr – Land verzichtet auf Hotspots

Baden-Württemberg wird die im Bundesinfektionsschutzgesetz vorgesehenen Hotspotregeln nicht anwenden. Darauf haben sich die Spitzen der grün-schwarzen Regierungskoalition am Vormittag verständigt. In Baden-Württemberg werden damit von Sonntag an alle wesentlichen Corona-Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht in Innenräumen oder 3G-Zugangsregeln wegfallen. Nur im ÖPNV, in Kliniken und in Arztpraxen müssen noch Masken getragen werden.

Baden-Württemberg

Corona-Regeln ab 3. April Maskenpflicht in BW gefallen – Kretschmann setzt auf Freiwilligkeit

Seit dem 3. April sind die meisten Corona-Maßnahmen in Baden-Württemberg weggefallen – wie Maskenpflicht und 3G-Regel. Auch die Hotspot-Regeln des Bundes kommen nicht zum Zug.  mehr...

Vertreter der grün-schwarzen Koalition bedauern diesen Schritt, sehen rechtlich allerdings keine andere Möglichkeit. Die Hürden für die Hotspot-Regeln seien so hoch, dass sie in Baden-Württemberg nicht umgesetzt werden können, so Grünen-Fraktionschef Schwarz gegenüber dem SWR.

Baden-Württemberg

Kretschmann kritisiert Bund erneut scharf Corona-Regeln: Am 3. April fallen Maskenpflicht und Co. - Baden-Württemberg verzichtet auf Hotspots

Die BW-Landesregierung will nicht auf die umstrittene Hotspot-Regel im Infektionsschutzgesetz zurückgreifen. Damit fallen am 3. April Regeln wie Maskenpflicht und 3G.  mehr...

Lauterbach dringt EU-weit auf vierte Corona-Impfung für alle ab 60

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach wirbt EU-weit für eine vierte Corona-Impfung für alle ab 60 Jahren. „Wir dürfen nicht vergessen, dass die Covid-Pandemie nicht zu Ende ist in Europa. Wir haben sehr hohe Fallzahlen, wir haben leider auch sehr hohe Sterbezahlen“, sagte der SPD-Politiker heute am Rande von Beratungen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel.

Er wolle eine Diskussion anstoßen, „ob wir nicht eine europäische Empfehlung für die vierte Dosis der Impfung bekommen bei den Über-60-jährigen“.

„Zu träge“: Kommunen und Verbände kritisieren Hotspot-Regel

Kommunalverbände haben die sogenannte Hotspot-Regel für weitergehende Corona-Schutzmaßnahmen kritisiert. Bei dieser Regelung sei „das Verfahren über einen Landtagsbeschluss viel zu träge“, sagte der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, sagte der Rheinischen Post: „Bedauerlicherweise hat der Gesetzgeber keine Kriterien festgelegt, unter welchen Voraussetzungen eine Hotspot-Regelung in Betracht kommt.“

Den Ländern sind nach einer Übergangszeit bis kommenden Samstag nur noch wenige allgemeine Corona-Schutzregeln etwa zu Masken und Tests in Einrichtungen wie Kliniken und Pflegeheimen erlaubt. Sie können aber für regionale Hotspots weitergehende Beschränkungen etwa mit mehr Maskenpflichten und Zugangsregeln verhängen, wenn das Landesparlament dort eine kritische Lage feststellt.

Mehrere Länder beklagen, dass dafür rechtssichere Kriterien fehlten. Schwellenwerte, ab wann eine Region ein Hotspot ist, sind im Gesetz nicht beziffert. Generelle Voraussetzung ist, dass eine Überlastung der Klinikkapazitäten droht.

Nach Abfuhr vom Bund: BW entscheidet über Pandemie-Politik

Die Regierung aus Grünen und CDU in Baden-Württemberg entscheidet heute über das weitere Corona-Management. Allerdings sieht das Land kaum noch Möglichkeiten einzugreifen, weil der Bund per Gesetz dafür gesorgt hat, dass nach einer Übergangsfrist ab kommenden Sonntag nahezu alle Schutzmaßnahmen wegfallen.

Übrig bleibt die sogenannte Hotspot-Regel, womit der Landtag regional eine besonders kritische Corona-Lage feststellen und schärfere Maßnahmen verhängen kann. Doch die Spitzen von Grünen und CDU halten diese Regel im Gegensatz zu Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) für rechtlich nicht umsetzbar.

RKI meldet rund 237.000 Neuinfektionen

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt höher als am Vortag. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 1.703,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1.700,6 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1.733,4 .

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 237.352 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5:10 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 222.080 Ansteckungen.

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg und Brandenburg nicht. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig.

BW und andere Bundesländer scheitern mit Vorstoß zu Verlängerung der Corona-Auflagen

Mehrere Bundesländer sind mit dem Versuch gescheitert, die Corona-Schutzmaßnahmen um weitere vier Wochen zu verlängern. Ein entsprechender Antrag der Länder Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hessen und Saarland habe bei den Beratungen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Montag keine Mehrheit gefunden, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in Berlin.

Damit laufen die derzeitigen bundesweiten Maßnahmen wie von der Bundesregierung beschlossen spätestens zum 2. April aus.

Lauterbach verspricht Ländern „Hilfestellung“ bei Hotspot-Regelung

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat vor den Beratungen mit den Gesundheitsministern der Länder erneut für die Nutzung der künftigen Corona-Hotspot-Regelung geworben. Der SPD-Politiker verwies am Montag in Berlin auf Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg, die eine Anwendung der Regel angekündigt hatten.

Er werde seine Kollegen in den Ländern informieren und eine „Hilfestellung“ geben, wie das auch in anderen Bundesländern genutzt werden könne.

Steinmeier kann wegen Corona nicht nach Krakau fliegen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kann nun doch nicht am Mittwoch nach Krakau fliegen. Es gehe ihm gut, ein Corona-Test sei aber nach wie vor positiv ausgefallen, hieß es am Montag aus dem Bundespräsidialamt.

Steinmeier wollte unter anderem an der Trauerfeier für den 2020 verstorbenen polnischen Komponisten Krzysztof Penderecki teilnehmen. An seiner Stelle werde dort Botschafter Arndt Freytag von Loringhoven seine Rede verlesen.

Ende der Testpflicht in Schulen gefordert

Der Kinderärztepräsident, Thomas Fischbach, fordert ein Ende der Corona-Testpflicht an Kitas und Schulen. Kinder ohne Symptome ständig zu testen, sei eine überflüssige Zumutung, sagte Fischbach der Neuen Osnabrücker Zeitung. Fischbach verwies auch auf den hohen Anteil falsch-positiver Ergebnisse. Viele Familien müssten deshalb zu Unrecht in Quarantäne. Fischbach forderte, Kinder nur noch zu testen, wenn sie Covid-Symptome haben.

Corona-Lockdown für eine Hälfte Shanghais in Kraft getreten

Im Kampf gegen steigende Corona-Infektionszahlen in der ostchinesischen Wirtschaftsmetropole Shanghai hat am Montag für eine Hälfte der 25-Millionen-Einwohner-Stadt ein Lockdown begonnen. Im östlichen Stadtbezirk Pudong, zu dem ein Finanzdistrikt und der internationale Flughafen von Shanghai gehören, sind die Menschen aufgerufen, ihre Wohnungen bis Freitag nicht zu verlassen. Die Ankündigung des Lockdowns war erst am Sonntagabend erfolgt und hatte einen Ansturm auf Lebensmittelläden ausgelöst.

RKI: Sieben-Tage-Inzidenz bei 1.700 ohne BW und Brandenburg

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen bleibt auf hohem Niveau. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen (Stand 05.15 Uhr) mit 1.700,6 an, allerdings haben Baden-Württemberg und Brandenburg wie schon am Vortag praktisch keine Fälle gemeldet. In der Vorwoche lag der Wert für die 7-Tage-Inzidenz bei 1.714,2.

Keine Corona-Zahlen am Wochenende: Darum übermittelt BW die Daten nur noch werktags ans RKI

Das Landesgesundheitsamt (LGA) übermittelt künftig an Wochenenden und Feiertagen keine Covid-19-Fälle mehr von den Gesundheitsämtern an das Robert Koch-Institut (RKI). Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wird daran anknüpfend auch der Covid-19-Bericht des LGA an Wochenenden und Feiertagen eingestellt. Bisher hatte das LGA an diesen Tagen einen sogenannten Inzidenzbericht veröffentlicht, in dem die wichtigsten Corona-Daten auch an die Medien vermeldet wurden. Montags bis freitags will die Behörde die Daten aber weiterhin im Lagebericht veröffentlichen. Als Grund nennt das zuständige Sozialministerium, dass seit dem 19. März 2022 eine neue Corona-Verordnung ohne das bisherige Stufensystem (Basis-, Warn- und Alarmstufe) gilt.

Baden-Württemberg

Auswirkung auf bundesweite Inzidenz Keine Corona-Zahlen am Wochenende: Darum übermittelt BW die Daten nur noch werktags ans RKI

Baden-Württembergs Landesgesundheitsamt meldet an diesem Wochenende erstmals keine Corona-Zahlen mehr an das RKI. Was ist der Grund - und welche Auswirkungen hat dies?  mehr...

Sozialministerium: Keine Corona-Hotspots in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg kommen regionale Corona-Hotspots mit schärferen Auflagen nach einer rechtlichen Prüfung des Sozialministeriums nicht infrage. Die Voraussetzungen, die im neuen Infektionsschutzgesetz des Bundes formuliert werden, würden im Südwesten nicht erfüllt, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen.

Baden-Württemberg

Welche Regeln gelten nach dem 2. April? Rechtliche Prüfung: Regionale Corona-Hotspots in BW offenbar nicht möglich

Wie rechtssicher ist die Hotspot-Regel im Infektionsschutzgesetz? Darüber wird aktuell scharf diskutiert. Baden-Württemberg hat dies geprüft - und offenbar ein vorläufiges Ergebnis.  mehr...

Anders als etwa in Mecklenburg-Vorpommern, wo diese Regelung nach dem 2. April greifen soll, sei die Klinikdichte im Südwesten viel höher. Das heißt, für den Fall einer Überlastung der Krankenhäuser in einem Stadt- oder Landkreis könnten Patienten relativ problemlos in Nachbarkreise verlegt werden. Ein Regierungssprecher sagte der dpa, die Prüfungen seien noch nicht abgeschlossen. „Wir beraten am Montag, wie es nach dem 2. April weitergeht.

Hongkong: Flugverbot für Corona-Flüge verkürzen

Hongkong wird das Flugverbot für Fluggesellschaften verkürzen, die bei der Ankunft mindestens drei positiv getestete Passagiere befördert haben. Als Teil des „Flugverbotsmechanismus“ soll ab Freitag das Verbot für Fluglinien von zuvor 14 auf sieben Tage verkürzt werden, teilte die Regierung in einer Erklärung mit. Hongkong meldet am Samstag 8.841 Neuinfektionen gegenüber 10.405 am Freitag.

RKI: Zahl der Neuinfektionen leicht gesunken

Das Robert-Koch-Institut (RKI) verzeichnet 111.224 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 20.568 weniger als am Sonntag vor einer Woche, als 131.792 Neuinfektionen verzeichnet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 1723,8 von 1758,4 am Vortag. Sie gibt an, wie viele Menschen je 100.000 sich innerhalb einer Woche nachweislich mit dem Virus angesteckt haben. Weitere 49 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Seit Beginn der Pandemie sind es damit 128.437.

Corona-Demos in Freiburg aufgelöst

Gegner der Corona-Auflagen sind wieder an mehreren Orten auf die Straße gegangen. In Freiburg demonstrierten laut Polizei rund 750 Menschen. Der Versammlungsleiter habe die Kundgebung aufgelöst, weil gegen die Maskenpflicht verstoßen worden sei. Anschließend seien die Teilnehmer in kleineren Gruppen durch die Stadt gezogen. Die Polizei habe schließlich eine Ansammlung von 500 Menschen aufgelöst.

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Krankenhäuser rechnen mit wieder steigender Zahl an Intensivpatienten

Wegen der aktuell hohen Corona-Infektionszahlen rechnet die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) mit einer wieder steigenden Zahl an Intensivpatienten. Hochproblematisch sei die Situation für Kliniken vor allem durch Personalausfälle, sagte der DKG-Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

„Drei von vier Krankenhäusern müssen Leistungen einschränken, weil Personal ausfällt.“ Dies liege an „Infektionen, Quarantäne oder Betreuung von positiv getesteten Kindern“.

Drosten: Es wird keinen infektionsfreien Sommer geben

Der Berliner Virologe Christian Drosten rechnet in der „allernächsten Zeit“ mit weiter hohen Infektionszahlen in Deutschland. Auch wenn es wärmer werde, werde das Infektionsgeschehen „nicht komplett stoppen wie im letzten Jahr“, sagte Drosten am Freitagabend in der ARD:

RKI meldet 252.000 Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet etwas mehr als 252.000 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus innerhalb eines Tages. Das sind über 8.000 Fälle weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist auf gut 1.758 gestiegen. Weitere 278 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

Fünf Gesundheitsminister fordern Verlängerung der Corona-Übergangsregeln

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) will vom Bund mehr Zeit, um Corona-Schutzmaßnahmen wie die Maskenpflicht in Innenräumen aufrechtzuerhalten. Gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hessen und dem Saarland sprach sich Lucha für eine längere Übergangsfrist des neuen Infektionsschutzgesetzes von mindestens vier Wochen aus. Zugleich forderten die Gesundheitsminister der fünf Länder den Bund auf, die noch offenen Fragen zur Umsetzung der Hotspot-Regelung zeitnah zu klären. Es müsse eine bundesweit einheitliche Verfahrensweise sichergestellt werden, so Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU)

Baden-Württemberg

Auch BW-Minister Lucha beteiligt Fünf Gesundheitsminister fordern Verlängerung der Corona-Übergangsregeln

Nach dem 2. April entfallen in Deutschland die meisten Corona-Beschränkungen. Manfred Lucha (Grüne) und weitere Landes-Minister fordern nun eine längere Übergangsfrist.  mehr...

Drosten: Lockerungen vertretbar aber weiter wachsam bleiben

Der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité hält die Lockerungen der Corona-Beschränkungen für vertretbar. Gleichzeitig forderte er in den ARD-Tagesthemen dazu auf, weiter wachsam zu sein. Zwar habe sich die Situation durch die Omikron-Variante und den ansteigenden Impfschutz entschärft. Man dürfe die Situation aber nicht einfach laufen lassen, sagte Drosten. Der Blick in die Nachbarländer zeige, dass Lockerungen trotz Impfungen und milderer Omikron-Variante wieder zu einem Anstieg der Hospitalisierung führen könnten. Als Beispiele nannte er Großbritannien und Dänemark. Deshalb sei es wichtig, die Entwicklung genau zu beobachten, so Drosten – und gegebenenfalls nachzusteuern. In den ARD-Tagesthemen sagte der Virologe: „Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass man das jetzt nicht versteht als ein unreflektiertes Öffnen und Nicht-mehr-darüber-Nachdenken, sondern man muss dieses Geschehen genau beobachten. Das Virus ist nicht absolut harmlos geworden.“

Lauterbach will Corona nicht wie die Grippe einstufen lassen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die Forderung von Baden-Württembergs Sozialminister Manne Lucha (Grüne) abgelehnt, Corona zur Endemie herabzustufen. Hintergrund ist: Würde das Coronavirus als Endemie eingestuft, hätte es denselben Status wie das Grippevirus. Lauterbach sagte dazu, er werde das nicht umsetzen und den vielleicht aus Frust geschriebenen Brief ignorieren. Es gebe täglich 300.000 Neuinfektionen und bis zu 300 Tote. Auch Luchas politischer Vorgesetzter, Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), hatte den unabgesprochenen Vorstoß seines Gesundheitsministers abgelehnt.

Lauterbach: Infektionszahlen vermutlich doppelt so hoch wie gemeldet

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) geht davon aus, dass die offiziell gemeldeten Infektionszahlen von gegenwärtig rund 300.000 pro Tag eigentlich doppelt so hoch sind. Die genaue Dunkelziffer sei aber nicht bekannt, sagt der SPD-Politiker. „Es ist leider keine gute Situation.“ Es könne jetzt nicht einfach abgewartet werden.

RKI: Infektionszahlen bleiben hoch

Das Robert-Koch-Institut (RKI) verzeichnet 296.498 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 1.347 weniger als am Freitag vor einer Woche, als 297.845 Neuinfektionen verzeichnet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 1756,4 von 1752,0 am Vortag. Sie gibt an, wie viele Menschen je 100.000 sich innerhalb einer Woche nachweislich mit dem Virus angesteckt haben. Weitere 288 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Seit Beginn der Pandemie sind es damit 128.110.

Ende der pandemischen Lage: Kretschmann pfeift Lucha zurück

Mit seiner Forderung nach einem baldigen Ende der pandemischen Lage hat sich baden-württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) Ärger mit seinem Chef eingehandelt. Ministerpräsident Winfried Kretschmann distanzierte sich deutlich. Gegenüber dem SWR erklärte ein Sprecher, die Position Luchas sei nicht mit Kretschmann abgestimmt gewesen. Druck bekam der Grünen-Minister offenbar auch aus den beiden Regierungsfraktionen, von Grünen und CDU.

Gesundheitsminister Lucha muss teilweise zurückrudern. Noch am Abend sagte sein Sprecher, das Ministerium erkläre die Pandemie explizit nicht für beendet. Es gebe keinen Strategiewechsel bei den Schutzmaßnahmen. Doch zuvor hatte Lucha in einem Brief an Lauterbach einen Strategiewechsel gefordert. Darin hieß es: Ende April sei ein Wechsel aus der pandemischen in eine endemische Phase angesagt. Und zwar mit weitreichenden Folgen: Tests und Quarantäne sollten weitgehend wegfallen. Das Coronavirus würde ähnlich wie das Grippevirus eingestuft.

Luchas Begründung: die Gesundheitsämter hätten ohnehin keinen Einfluss mehr auf das Ausbruchsgeschehen. Dabei stützte sich der Minister auf ein Positionspapier von 16 Gesundheitsämtern. Zustimmung bekam er vom Landkreistag und von der FDP. Von seinem Chef und Parteifreund Winfried Kretschmann wurde Lucha aber zurückgepfiffen. Danach erklärte das Ministerium: das Schreiben an Lauterbach habe einen falschen und irreführenden Eindruck vermittelt.

Baden-Württemberg fordert Ende der pandemischen Lage

Baden-Württemberg hat den Bund zu einem baldigen Wechsel von der pandemischen in die endemische Phase aufgefordert. In einem Brief an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, verlangt der Stuttgarter Sozialminister Manne Lucha (Grüne), dieser Strategiewechsel solle für Ende April eingeleitet werden.

Das würde bedeuten, dass von diesem Zeitpunkt an das Coronavirus wie das Grippevirus eingestuft würde. Positiv getestete Menschen und deren Kontaktpersonen müssten sich nicht mehr absondern und Erkrankte nicht mehr zu Hause bleiben. Als Grund für seine Forderung führt Lucha an, die Gesundheitsämter hätten wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante sowieso keinen Einfluss mehr auf das Ausbruchsgeschehen.

Corona: Vettel droht Ausfall auch in Saudi-Arabien

Sebastian Vettel droht wegen seiner Corona-Infektion auch das zweite Saisonrennen der Formel 1 zu verpassen. Der 34-Jährige habe auch am Donnerstag keinen negativen Test für die Reise nach Saudi-Arabien vorlegen können, teilte sein Team Aston Martin mit. Daher verschob der Rennstall die Entscheidung über einen Einsatz des viermaligen Weltmeisters beim Grand Prix am Wochenende auf den Freitag.

Verdi fordert Beibehaltung der Maskenpflicht im Handel

Die Gewerkschaft Verdi spricht sich gegen eine Aufhebung der Maskenpflicht im Handel aus. „Wir sehen die Aufhebung der Maskenpflicht in der jetzigen Lage angesichts der hohen Infektionszahlen kritisch, vor allem für alles was sich im öffentlichen Raum abspielt, also auch für den Handel“, sagt Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut einem Vorabbericht. Es gehe nicht nur um den Umsatz. Der Schutz der Kundinnen und Kunden und der Beschäftigten sei am wichtigsten. Die Beschäftigten hätten zwei Jahre lang in der Pandemie den Laden buchstäblich am Laufen gehalten und hätten das Recht geschützt zu werden und gut und gesund durch die Pandemie zu kommen.

Erstmals mehr als 300.000 Corona-Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut hat einen neuen Höchstwert bei den Corona-Neuinfektionen gemeldet. Innerhalb eines Tages wurden mehr als 318.000 neue Fälle bestätigt - das sind etwa 20.000 mehr als der bisherige Höchststand vom vergangenen Freitag. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist auf 1.752 gestiegen. Zudem sind 300 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

Schulen an der Belastungsgrenze

Viele Schulen in Deutschland kommen zurzeit wegen der hohen Corona-Zahlen an ihre Belastungsgrenzen. Das haben Vertreter von Bildungsgewerkschaften dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt. Der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung, Udo Beckmann, sprach von vermehrten Ausfällen von Lehrkräften wegen Infektionen und Quarantäne. Längerfristig planen sei zurzeit nicht möglich - teilweise würden Stundenpläne wochenweise ausgegeben. Zuletzt hatte auch die Deutsche Krankenhausgesellschaft davor gewarnt, dass viele Kliniken nicht mehr alle normalen Leistungen anbieten könnten, weil immer mehr Personal ausfalle.

Tempo bei Corona-Impfungen sinkt weiter

Das Tempo der Impfungen gegen das Coronavirus sinkt in Deutschland weiter. Laut Robert-Koch-Institut wurden gestern knapp 64.000 Impfdosen verabreicht. Vor einer Woche waren es rund 87.000 und vor zwei Wochen noch mehr als 100.000 an einem Tag. Inzwischen haben knapp 76 Prozent der Gesamtbevölkerung einen Grundschutz erhalten, eine zusätzliche Auffrischungsimpfung bekamen mehr als 58 Prozent.

Corona ist inzwischen die häufigste Berufskrankheit

Eine Corona-Infektion durch Ansteckung im Job ist inzwischen die häufigste Berufskrankheit. Das hat die Deutschen Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin ermittelt. Seit Beginn der Pandemie seien über 200.000 Fälle als mögliche Berufskrankheit gemeldet worden. Mehr als die Hälfte davon seien bislang als solche anerkannt worden. Besonders betroffen sind demnach Beschäftigte im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in Laboratorien. Bisher habe es insgesamt pro Jahr rund 80.000 Verdachtsmeldungen von Berufskrankheiten gegeben. Am häufigsten waren Schwerhörigkeit durch Lärm, Hautkrebs durch Sonneneinstrahlung und astbestbedingte Erkrankungen.

Landtag lehnt SPD-Vorschlag ab, ganz Baden-Württemberg als Hotspot zu erklären

Der baden-württembergische Landtag hat mit großer Mehrheit den Antrag der SPD abgelehnt, das ganze Land zum Corona-Hotspot zu erklären. Damit hätte zum Beispiel die Maskenpflicht auch über den 2. April hinaus gelten können. Die grün-schwarze Koalition sieht dagegen keine Rechtsgrundlage mehr, um solche Einschränkungen weiterzuführen.

Baden-Württemberg

Trotz hoher Infektionszahlen Landtag lehnt landesweite Hotspot-Regelung für Baden-Württemberg ab

Baden-Württemberg wird nicht zum landesweiten Corona-Hotspot, das hat der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen. Ein entsprechender Antrag der SPD wurde am Mittwoch abgelehnt.  mehr...

Drosten: Corona-Maßnahmen werden noch Jahre nötig sein

Der Virologe Christian Drosten rechnet damit, dass auch in den kommenden Jahren im Herbst Maßnahmen gegen das Coronavirus notwendig sein werden. Grund sei die fehlende Herdenimmunität, sagt er der Wochenzeitung Die Zeit. „So viele Infektionen, wie man für eine Gemeinschaftsimmunität wie bei Influenza braucht, kann man in einem Sommer gar nicht haben.“ Es werde Jahre dauern, darum werde man auch noch jahrelang mit relativ milden Maßnahmen im Herbst und Winter die Inzidenzen kontrollieren müssen.

Als milde Maßnahme sieht der Forscher von der Berliner Charite, der dem Corona-Expertenrat der Bundesregierung angehört, unter anderem das Tragen von Masken in geschlossenen Räumen. Für nötig hält er auch Auffrischungsimpfungen für Risikogruppen. Drosten macht Hoffnung auf einen guten Sommer: „Die jungen, dreifach Geimpften können sich aber wieder frei bewegen – sie bauen, wenn sie sich infizieren, Immunität auf, auch für die Gemeinschaft.

Scholz wirbt für allgemeine Impfpflicht

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wirbt erneut für eine allgemeine Corona-Impfpflicht. Es müsse alles dafür getan werden, dass eine neue Pandemie-Welle im Herbst mit einem womöglich gefährlicheren Mutanten als Omikron Deutschland nicht wieder zum Stillstand bringe, sagte Scholz in der Generaldebatte im Bundestag. Ein solches „Deja-vu“ könne nur mit einer Impfpflicht verhindert werden. Klar sei, Freiheit erfordere die Solidarität aller.

Situation in BW-Krankenhäusern angespannt

Weil viele Mitarbeiter während der aktuellen Omikron-Welle krank sind oder sich isolieren, ist die Personaldecke in den baden-württembergischen Krankenhäusern dünn. „Die aktuelle Situation der Krankenhäuser ist vielleicht nicht mehr so angespannt wie beispielsweise im Dezember 2021, von einer Entlastung kann aber absolut keine Rede sein“, sagte Matthias Einwag, Hauptgeschäftsführer der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG).

Viele Operationen mussten Einwag zufolge in den vergangenen Monaten zum Teil mehrfach verschoben werden. „Die Kliniken versuchen, wo immer möglich, diese Patienten jetzt zu behandeln.“ In dieser Situation rücke der Zeitpunkt, zu dem die Krankenhäuser wieder in den Normalbetrieb übergehen können, in weite Ferne. Wegen des generellen Fachkräftemangels geht Einwag davon aus, dass schon in „normalen Zeiten“ 10 bis 15 Prozent der Bettenkapazitäten in den Krankenhäusern in Baden-Württemberg faktisch nicht zur Verfügung stehen. „Hinzu kommen noch die Personalausfälle aufgrund von Krankmeldungen durch Omikroninfektionen.

China: Ausgangssperre in Stahlmetropole

Chinas Stahlmetropole Tangshan hat eine befristete Ausgangssperre wegen einer steigenden Infektionsrate verhängt. Einwohner dürfen ihre Wohnungen nur für Tests oder in Notfällen verlassen, ordneten die Behörden an. Seit dem 19. März ist bereits der öffentliche Personennahverkehr eingestellt. Seit dem 20. März werden regelmäßige Verkehrskontrollen durchgeführt. In Tangshan wurden im vergangenen Jahr über 131 Millionen Tonnen Stahl produziert. Das ist mehr als die jährliche Produktion Indiens, des weltweit zweitgrößten Stahlherstellers.

Mehr Infizierte und Corona-Tote als vor einer Woche

In der Corona-Pandemie sind die Infektionszahlen und die Zahl der Toten weiter gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden wurden fast 284.000 neue Infektionsfälle verzeichnet – heute vor einer Woche waren es rund 21.000 weniger. Die Zahl der Toten ist im Wochenvergleich von 269 auf 329 gestiegen. Die Inzidenz liegt jetzt bei 1.734.

Corona-Quarantäne fällt in Spanien in vielen Fällen weg

In Spanien müssen Menschen, die sich mit dem Corona-Virus infiziert haben, künftig nicht mehr zwangsläufig in Quarantäne. Ab Montag gilt: Bei Symptomfreiheit oder mit nur leichten Symptomen entfällt in der Regel die häusliche Isolation. Das hat das Gesundheitsministerium in Madrid mitgeteilt. Nur für gefährdete Gruppen bleibe es bei den bisherigen Maßnahmen – dazu zählen in Spanien etwa Schwangere und alle über 60. Spanien hat aktuell eine Sieben-Tage-Inzidenz von 210.

Ende der meisten Corona-Maßnahmen in Baden-Württemberg rückt näher

In Baden-Württemberg fallen ab dem 3. April die meisten Corona-Schutzmaßnahmen weg. Ministerpräsident Kretschmann sieht durch das neue Infektionsschutzgesetz des Bundes keine rechtliche Grundlage mehr dafür, die Maskenpflicht und andere Einschränkungen zu verlängern. Auch regionale Auflagen für bestimmte Hotspots sind momentan nicht geplant. Von einer Überlastung der Krankenhäuser und Intensivstationen sei man derzeit noch weit entfernt, sagte Kretschmann am Mittag in Stuttgart. Er schloss allerdings regionale Auflagen nicht aus, wenn sich die Pandemie wieder zuspitze.

Baden-Württemberg

Wegfall der Pandemie-Maßnahmen Coronavirus: Ab 3. April kein 3G und keine Maskenpflicht mehr in BW

Die Rechtsgrundlage für die meisten Corona-Maßnahmen ist ausgelaufen. Baden-Württemberg hält übergangsweise bis zum 2. April an einigen Regeln fest. Dann ist aber Schluss.  mehr...

Laborverband: 56 Prozent der Corona-Tests positiv

Beim Corona-Infektionsgeschehen sieht ein großer Laborverband weiter einen starken Hinweis auf eine Untererfassung von Infizierten in den Statistiken. Nach Daten von 183 medizinischen Laboren aus der vergangenen Woche sei die Rate positiver PCR-Tests auf ein Allzeithoch von rund 56 Prozent gestiegen, teilte der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) mit. Im Wochenvergleich habe die Gesamtzahl durchgeführter PCR-Tests um neun Prozent zugenommen, auf nun 2,3 Millionen Untersuchungen. Die Laborauslastung liege mit 84 Prozent im bundesweiten Durchschnitt „wieder an der oberen Grenze für eine längerfristige Belastung“. Der Verband sprach von einem weiterhin „sehr dynamischen Infektionsgeschehen“ bedingt durch die Omikron-Subvariante BA.2.

RKI: 222.000 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages

Das Robert Koch-Institut hat rund 222.000 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages gemeldet – gut 23.000 mehr als heute vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist auf jetzt 1.733,4 gestiegen. Zudem sind 264 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

Personalausfälle in Kliniken wegen steigender Corona-Zahlen

In deutschen Krankenhäusern wird die Personaldecke wegen steigender Corona-Infektionszahlen immer dünner. Flächendeckend gebe es ein Problem mit Personalausfällen durch Quarantäne und Isolation – das hat der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt. Demnach zeigt eine aktuelle Umfrage, dass drei Viertel der Krankenhäuser deshalb nicht mehr in der Lage sind, ihr normales Leistungsangebot anzubieten.

Kretschmann deutet Verzicht auf Corona-Auflagen nach 2. April an

Ministerpräsident Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) hat angedeutet, dass Baden-Württemberg nach dem 2. April keine weiteren Schutzmaßnahmen in Corona-Hotspots mehr verfügen wird. „Diese Hotspots, die stehen auf dem Papier, aber die sind nicht rechtssicher anwendungsfähig“, sagte der Grünen-Politiker am Montagabend im SWR-Fernsehen. „Das ist handwerklich so schlecht gemacht, dass wir damit nichts anfangen können“, kritisierte Kretschmann mit Blick auf den Bund.

Baden-Württemberg

"Nicht rechtssicher anwendungsfähig" Coronavirus: Kretschmann kritisiert Hotspot-Regelung des Bundes scharf

Der Bund hat die meisten Corona-Maßnahmen gestrichen und gibt den Ländern eine Hotspot-Regel an die Hand. Für Ministerpräsident Kretschmann ist diese "handwerklich schlecht gemacht".  mehr...

In der grün-schwarzen Koalition im Südwesten war erwogen worden, nach einer Übergangsphase von Anfang April an das ganze Land zum „Hotspot“ zu erklären, um wegen der hohen Inzidenzen noch etwas länger an den Schutzmaßnahmen wie Masken und Zugangsbeschränkungen festhalten zu können.

Bürgertests bleiben weiter kostenlos

Das Bundesgesundheitsministerium hat bestätigt, dass die Corona-Bürgertests erst mal kostenlos bleiben sollen. Die geltende Testverordnung laufe zwar Ende März aus. Es werde aber schon alles für Gratis-Tests bis Ende Mai vorbereitet. Hintergrund sei die Entwicklung bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen. Die Schnelltests werden vom Bund bezahlt.

Satire: Ist Deutschlands-Bürokratie durch zu wenig Papier gefährdet?!

Die Krankenkassen sehen bei der Einführung der allgemeinen Impfpflicht ein organisatorisches Problem: Sie sagen, es gebe nicht genügend Papier, um alle 60 Millionen Versicherten rechtzeitig per Brief zu informieren. Man stelle sich das mal vor: Die deutsche Bürokratie krankt an zu wenig Papier!

SWR3-Redakteur Jakob Reifenberger hat dieses „Schreckensszenario“ zu Ende gedacht, und in seiner satirischen Glosse überlegt wie er ganz persönlich den Krankenkassen helfen kann, an genügend Papier zu kommen.

Jakob Reifenberger (Foto: Jakob Reifenberger)

Nachrichten Satire: Wie wir alle helfen können, damit die Krankenkassen an genügend Papier kommen

Dauer

Inzwischen hat ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums erklärt, dass ihm über einen akuten Papiermangel keine Erkenntnisse vorliegen würden.

Und auch der Verband „Die Papierindustrie“, der die 105 in Deutschland ansässigen Papierfabrikanten mit ihren 156 Werken vertritt meldet sich zu Wort. Dort stieß die Sorge der Krankenkassen auf Unverständnis. Man sei lieferfähig, sagte ein Verbandssprecher. Es gebe allein in Deutschland elf Fabriken, die Büro- und Administrationspapiere herstellten. Es handele sich mit schätzungsweise 600 Tonnen nur um 0,1 Prozent des jährlichen Verbrauchs in dieser Sparte in Deutschland. „Das ist eine vernachlässigbare Größenordnung“, sagte der Sprecher.

#Papiermangel Der Spitzenverband der GKV hat in einer Stellungnahme angeführt, dass die Umsetzung einer #Impfpflicht wegen des Mangels an #Papier für die nötigen Anschreiben nicht möglich sei. Wir können dies nicht nachvollziehen. Die deutsche #Papierindustrie ist lieferfähig.

Gesundheitsausschuss: Diskussion über allgemeine Impfpflicht läuft

Seit dem Vormittag sprechen Gesundheitspolitiker der Bundestagsfraktionen mit Experten über deren Vorschläge und Einschätzungen einer allgemeinen Corona-Impfpflicht. Im Vorfeld haben sich Arbeitgeber, Krankenhausgesellschaft, Infektiologen und Kinderärzte klar für die Impfpflicht für Erwachsene ausgesprochen. Auch im Bundestag zeichnet sich eine Mehrheit dafür ab. Dort gibt es aber auch Anträge gegen die Impfpflicht und für eine für Menschen über 50. Die Krankenkassen sehen ein organisatorisches Problem. Sie sagen, es gebe nicht genügend Papier, um alle 60 Millionen Versicherten rechtzeitig per Brief zu informieren.

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