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Während Rheinland-Pfalz bei den Erstimpfungen bundesweit ganz vorne liegt, ist das Land bei den Zweitimpfungen fast Schlusslicht. In Baden-Württemberg ist es genau andersherum. Warum ist das so?

Seit einem Monat wird in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gegen das Coronavirus geimpft. Unterschiedlich erfolgreich. Der Grund: Die Bundesländer haben fürs Impfen zwei verschiedene Strategien. Baden-Württemberg setzt auf Rücklagen. Das heißt. Für jeden, der die erste Impfdosis bekommen hat, wird eine zweite Dosis zurückgelegt. Deshalb gibt es nicht so viele Erstimpfungen, dafür aber umso mehr Menschen, die bereits beide Impfungen bekommen haben. Das hat einen Vorteil: Wenn es Probleme mit der Lieferung von neuem Impfstoff gibt oder wenn es gar keine neuen Lieferungen mehr geben würde, könnten die Menschen, die die erste Impfung bereits bekommen haben, auch das für den Impfschutz notwendige zweite Mal geimpft werden.

Rheinland-Pfalz hat eine andere Impfstrategie

In Rheinland-Pfalz sieht es auf den ersten Blick so aus, als wären dort schon mehr Menschen geimpft worden. Das liegt daran, dass das Bundesland beim Impfen eine andere Strategie verfolgt. Denn: Dort haben schon viel mehr Menschen die erste Dosis erhalten. Dafür gibt es aber nur sehr wenige, die doppelt geimpft sind. Denn anders als in Baden-Württemberg wurde die zweite Dosis nach der Erstimpfung nicht zurückgehalten, sondern für eine weitere Erstimpfung verwendet.

Seitdem klar ist, dass in den nächsten Wochen erst einmal weniger Impfstoff nachkommt, muss der, der jetzt noch da ist, für die zweiten Impfungen aufbewahrt werden. In Rheinland-Pfalz gibt es deswegen für mindestens drei Wochen fast gar keine Erstimpfungen mehr.

Baden-Baden

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Die jeweils erste Zahl bei den einzelnen Bundesländern gibt die Menschen an, die geimpft wurden, die zweite Zahl zeigt, wie viele davon den vollen Impfschutz erhalten haben.

Was ist die bessere Strategie beim Impfen?

Welches System langfristig erfolgreicher ist, wird sich noch zeigen. Die Gesellschaft für Immunologie sagt: Es sei besser, die jetzt verfügbaren Impfdosen nicht für eine zweite Impfung zurückzuhalten. Stattdessen sollten möglichst viele Menschen zumindest teilweise immunisiert werden. Mit der zweiten Dosis könne man bis zu zwei Monate warten.

Für das Bundesgesundheitsministerium ist es wichtiger, dass die, die zum ersten Mal geimpft sind, die zweite Dosis bekommen, bevor weitere Menschen geimpft werden.

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