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Christine Langer
Kolja Schwarz
Vanessa Valkovic
Vanessa Valkovic (Foto: SWR3)
Katrin Stöver-Böhm
Katrin Stöver-Böhm (Foto: Max Orlich)
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Patrick Schütz
Patrick Schütz (Foto: SWR3)

Die Corona-Warn-App kann helfen, dich davor zu warnen, wenn du Kontakt zu einer infizierten Person hattest. Aber wie reagierst du, wenn dir die App einen riskanten Kontakt anzeigt?

Laut Bundesregierung wurde die Corona-Warn-App bereits 40 Millionen Mal heruntergeladen. Wenn man die App öffnet, dann ist da im Normalfall alles grün mit der Info: „Niedriges Risiko – bisher keine Risiko-Begegnung“. Es kann aber auch sein, dass alles grün ist und dort steht „Niedriges Risiko – 1 Risikobegegnung“. Was mache ich dann?

Was mache ich bei einer Risikobegegnung?

Solange der Hintergrund in der App grün ist, ist das Risiko, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, gering. Man ist zwar jemandem begegnet, der positiv getestet wurde, vielleicht war die Begegnung aber nur ganz kurz oder man war doch eher weit weg – oder beides.

Eine Rolle spielt auch, wie viele Tage diese Begegnung schon her ist. Das alles wird in der App unterschiedlich gewichtet und da kommt dann das persönliche Risiko bei raus. Diese Berechnungen passieren alle auf dem Smartphone – das Robert-Koch-Institut (RKI) spricht in diesem Fall davon, dass ein bestimmter Schwellenwert für das Risiko nicht überschritten wurde.

Wenn man so eine Begegnung mit geringem Risiko hatte, warnt die App einen nicht extra – das sieht man dann nur, wenn man selbst aktiv die App öffnet. Solange die Anzeige da grün ist – egal, ob mit oder ohne Risikobegegnung – gilt: Weiter die allgemeinen Regeln einhalten. Also regelmäßig Hände waschen, Abstand halten und Maske tragen, wenn man den Abstand nicht einhalten kann.

Corona-Warn-App: Wann wird gewarnt?

Eine rote Meldung heißt: Du hast ein erhöhtes Risiko, dass du dich vielleicht angesteckt hast. Da warnt dich dann die App auch aktiv mit einer Nachricht. Konkret bedeutet das, dass du in den letzten 14 Tagen einer Person begegnet bist, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Der Kontakt war lange und nah genug, um dich theoretisch anzustecken. Aber: Durchatmen! Das muss nicht heißen, dass du dich tatsächlich auch infiziert hast. Denn es gibt viele Faktoren, die die App nicht aufnehmen kann: Zum Beispiel ob du dich draußen oder drinnen aufgehalten oder ob du eine Maske getragen hast. Du solltest dann auf jeden Fall so wenige andere Leute wie möglich treffen – die App empfiehlt in diesem Fall eine freiwillige Selbstquarantäne, bis ein negativer Corona-Test vorliegt. Außerdem solltest du darauf achten, ob bei dir Symptome auftreten.

RKI: Corona-Warn-App bei Besuch in Testzentren kurz abschalten

Klingt seltsam, ist aber so: Das Robert-Koch-Institut weist darauf hin, die Corona-Warn-App kurz auszuschalten, solange man in einem Testzentrum ist. Dort seien zwar viele Kontakte möglich, die Ansteckungsgefahr sei aber sehr gering. So sollen unnötige Warnungen in der App vermieden werden.

Corona-Warn-App bei Besuch in Testzentren kurz abschalten

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Bekomme ich bei einer roten Warn-App einen kostenlosen PCR-Test?

Nein. In Zukunft reicht eine rote Meldung der App nicht mehr aus, um einen kostenlosen PCR-Test zu bekommen. Das hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt (Stand: 10. Februar 2022). Nach dieser Neuregelung bleibt der grundsätzliche Anspruch für alle Bürgerinnen und Bürger auf kostenlose PCR-Tests zwar grundsätzlich bestehen. Um die Labore zu entlasten, muss der Verdacht vorher aber in jedem Fall mit einem überwachten Antigen-Schnelltest abgeklärt werden, das heißt, einem Schnelltest aus einer Teststation.

Kann mein Chef oder meine Chefin mir vorschreiben, dass ich trotz einer roten Warnmeldung in der App zur Arbeit kommen muss?

Nein, das darf der Chef bzw. die Chefin nicht so einfach entscheiden, sagt Kolja Schwartz aus der ARD-Rechtsredaktion. Aber als Arbeitnehmer darf ich auch nicht einfach deswegen zwei Wochen zu Hause bleiben. Die Warnung in der App ist rechtlich erstmal nichts anderes als der private Hinweis, dass man Kontakt zu jemanden hatte, der infiziert ist.

Arbeitnehmer sollten sich in dieser Situation sofort an ihren Arzt oder besser gleich an das Gesundheitsamt wenden. Wenn der Arzt oder das Gesundheitsamt die Quarantäne anordnen, dann ist das bindend für den Arbeitgeber.

Und wenn ich die Meldung bei der Arbeit sehe, sofort heimgehen will, aber so schnell niemanden vom Gesundheitsamt erreiche?

Dann sollte man erstmal mit dem Chef reden und das erklären. Und ich kann jedem Arbeitgeber nur raten, auch dann Möglichkeiten zu finden, den Arbeitnehmer gehen zu lassen, denn als Arbeitgeber hat man eine Fürsorgepflicht gegenüber den Angestellten. Die müssen also vor einer möglicherweise infizierten Person geschützt werden. Wie man das macht, ob mit Einzelbüro, Homeoffice oder kurzzeitiger Freistellung, hängt dann von den Gegebenheiten ab.

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