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Björn Widmann
Björn Widmann (Foto: SWR3)
Christian Kreutzer
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Ab Mitte Juni soll man sich in Impfzentren, Praxen und vielen Apotheken den digitalen Impf-Nachweis ausstellen lassen können – auch wenn man bereits geimpft ist. Wie einfach das geht, erfahrt ihr hier.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat am Donnerstagmittag den offiziellen Startschuss für den digitalen europäischen Impfpass gegeben. Schritt für Schritt würden jetzt die Impfzentren und Arztpraxen an das System angeschlossen.

Ziel sei, dass bis Ende Juni der sogenannte CovPass „für alle, die wollen, zur Verfügung steht“. Der Impfnachweis kann einerseits in die Corona-Warn-App integriert oder in einer eigenen App installiert werden. Die Update-Version der Corona-App ist in den Stores schon seit Mittwoch verfügbar, hier bekommst Du die Version für iOS oder für Android. Und auch die Impfpass-App „CovPass“ könnt ihr mittlerweile downloaden.

🆕#CoronaWarnApp 2.3 integriert #Impfzertifikate.💉 So geht's⤵️ ✅QR-Code scannen, den Ihr bei der Impfung erhalten habt oder nachträglich erhalten werdet ✅App liest Infos aus, speichert sie sicher nur auf dem Handy ✅Impfschutz als QR-Code vorzeigen ➡️https://t.co/4HDcpCUe4V https://t.co/6qdPHNiZtk

Die neue Version der Corona-App kann den digitalen Impfnachweis einlesen und anzeigen. Allerdings bekommt man den entsprechenden Code für seinen Impfnachweis erst ab Montag, den 14. Juni. Also: vielleicht. Ob das mit den Vorbereitungen alles so klappt, ist nämlich noch nicht so ganz klar, hat Stefan Troendle aus dem SWR3 News-Team herausgefunden.

Der digitale Impfpass startet morgen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild-Pool | Soeren Stache)

Nachrichten Ein kleiner Code für die große Reise

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Der digitale Impfpass kommt: das SWR3 Topthema von Stefan Troendle.

Digitaler Impfnachweis soll auch Sommerurlaub einfacher machen

Ab Juli soll der Digital-Pass dann nicht nur für das Nachweisen der Coronaschutzimpfung in Restaurants oder bei Veranstaltungen dienen, sondern auch für das grenzüberschreitende Reisen in der EU genutzt werden können. Eine Mehrheit der Abgeordneten im Europaparlament hat für die Einführung des digitalen Nachweises gestimmt, jetzt müssen die EU-Staaten nur noch zustimmen. Das gilt als Formsache.

Ab 1. Juli soll das Zertifikat dann europaweit eingesetzt werden. Neben den Daten zu den Corona-Impfungen soll es auch Daten über Tests und überstandene Infektionen enthalten. „Dieses Zertifikat ist ein wichtiger Bestandteil für einen tollen Sommer“, sagte der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese. „Wir können damit sicherstellen, dass die Reisewelle nicht wie im letzten Jahr eine neue Infektionswelle auslöst.

Digitaler Impfpass wird von Apotheken auch nachträglich ausgestellt

Wer schon geimpft ist, aber keinen digitalen Nachweis bekommen hat, kann sich den in Apotheken besorgen. Welche Apotheken das genau sind und ob die Apotheke eurer Wahl dabei ist, erfahrt ihr bald auf der Seite des Deutschen Apothekerverbandes – dort müsst ihr einfach eure Postleitzahl eingeben.

Das Bundesgesundheitsministerium erzeuge einen gigantischen Zeitdruck, sagte der Sprecher des Apothekerverbandes Baden-Württemberg, Frank Eickmann, dem SWR. Er rechne damit, dass höchstens die Hälfte der Apotheken in Baden-Württemberg schon am Montag den Impfnachweis anbieten kann. Der rheinland-pfälzische Apothekerverband geht sogar davon aus, dass höchstens fünf Prozent der Apotheken in Rheinland-Pfalz ab Montag Zertifikate ausstellen können.

Digitaler Impfpass auch in Impfzentren und bei Ärzten erhältlich

Wer ab Montag keine Apotheke in seiner Nähe hat, die das digitale Zertifikat auch nachträglich noch ausstellen kann, hat noch andere Optionen.

Auch die Impfzentren, in denen man die Corona-Immunisierung bekommen hat, können den Code ausstellen. Ebenso die Arztpraxis, wo Patienten die Zweitimpfung bekommen haben. Wer aber nicht ins Impfzentrum oder zum Arzt fahren will, kann sich den Code auch per Post zuschicken lassen.

Die „CovPass“-App gibt es in Kürze im App-Store

Ab jetzt soll auch die App „CovPass“ nach Angaben aus dem Bundesgesundheitsministerium für alle Interessenten in den App-Stores für Smartphones zur Verfügung stehen.

Für vollständig Geimpfte – derzeit rund ein Fünftel der deutschen Bevölkerung – heißt es dann: keine Tests mehr und auch keinen gelben Impfpass, der ohnehin nicht besonders fälschungssicher ist. Handy vorzeigen genügt.

Nachweis-App ist getestet – EU-Parlament spielt auch mit

Die Apothekenlösung ist dabei vor allem für diejenigen interessant, die bereits geimpft sind, aber bis jetzt nur den gelben Impfpass haben. Die können sich die digitale Bestätigung nachträglich in der Apotheke abholen.

Wer noch keinen Impftermin hat oder bald zum Impfen angemeldet ist, soll den Nachweis dann gleich an Ort und Stelle bekommen: beim Arzt oder in den Impfzentren. Vor dem bundesweiten Start hatte es da bereits einen Testlauf gegeben.

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