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Eine gute Nachricht in all dem Corona-Frust: Wenn wir eine FFP2-Maske tragen, dann liegt die Infektionsgefahr im Promille-Bereich. Allerdings solltet ihr etwas Wichtiges beachtet.

Die Studie des Max-Planck-Instituts zeigt auf, dass wir uns selber sehr gut vor Corona schützen können. Wenn ein infizierter und ein gesunder Mensch sich in einem Innenraum mit FFP2-Masken auf kurzer Distanz begegnen, liegt die Ansteckungsgefahr demnach auch nach 20 Minuten nur bei 0,1 Prozent. Ist die gesunde Person geimpft, sinkt das Ansteckungsrisiko sogar noch weiter, so die Forscher.

Aber: Die Masken müssen eng anliegen

Allerdings kommt es laut der Forscher auf die richtige Trageweise der Maske an. Für optimalen Schutz muss der Nasenbügel demnach zu einem „abgerundeten W“ geformt werden, so dass er seitlich auf die Nasenflügel drückt.

Bei schlecht sitzenden FFP2-Masken liege das Infektionsrisiko im gleichen Szenario dagegen bei rund vier Prozent, schreibt das Team um Institutsdirektor Eberhard Bodenschatz in den „Proceedings“ der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften (PNAS).

The case for masking up: new study shows tight-fitting #FFP2 & vKN95 face masks drastically reduce the risk of #COVID19 infection - but even ill-fitting masks still significantly reduce the risk of infection https://t.co/vBb4JgBs76 @maxplanckpress https://t.co/V2pkcfEc64

Wie gut schützen OP-Masken?

Die Analyse der Forscher zeigt auch, dass dicht abschließende FFP2-Masken im Vergleich zu gut sitzenden OP-Masken 75 mal besser schützen. Dennoch senken auch medizinische Masken bei guter Passform die Infektionsgefahr auf maximal zehn Prozent.

Damit die #Maske auch richtig sitzt: eine kleine Faltanleitung. 😷 #stayhealthy https://t.co/JrmFb1IDWR

Wie wurde die Studie gemacht?

Die Forscher berechneten das Infektionsrisiko, indem sie diverse Faktoren wie etwa Partikelgrößen, diverse Maskentypen und Risiko des Einatmens von Coronaviren kombinierten. Die Forscher betonen, dass ihre Berechnungen sogar noch sehr konservativ seien:

Im täglichen Leben ist die tatsächliche Infektionswahrscheinlichkeit sicherlich zehn- bis hundert mal kleiner.

Denn die Atemluft, die an den Rändern aus der Maske strömt, werde verdünnt. Die Forscher hätten das Risiko jedoch so konservativ wie möglich berechnen wollen. „Wenn unter diesen Bedingungen sogar das größte theoretische Risiko klein ist, ist man unter realen Bedingungen auf der ganz sicheren Seite“, sagt Bodenschatz.

Ohne Maske: Ansteckungsrisiko extrem hoch

Im Gegensatz dazu steht das Ergebnis bei Begegnungen von zwei Personen, die keine Maske tragen: Wenn in diesem Fall ein gesunder Mensch mit drei Metern Abstand wenige Minuten in der Atemluft eines Infizierten stehe, werde er sich mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent anstecken, so die Forscher.

Wir hätten nicht gedacht, dass es bei mehreren Metern Distanz so schnell geht, bis man aus der Atemluft eines Virusträgers die infektiöse Dosis aufnimmt.

Warum dachten die Forscher nicht, dass es so schnell geht mit der Ansteckung? Weil sich auf diese Distanz die Atemluft schon kegelförmig im Raum verbreitet und die infektiösen Partikel entsprechend verdünnt sind. Die besonders großen und damit besonders virusreichen Partikel fallen zudem schon nach einer kurzen Strecke durch die Luft zu Boden.

„Trotzdem haben wir in unserer Studie auch in drei Metern Entfernung noch ein enormes Ansteckungsrisiko festgestellt, wenn man Infizierten mit einer hohen Viruslast, wie sie bei der vorherrschenden Delta-Variante des SARS-CoV-2-Virus auftritt, für ein paar Minuten begegnet und keine Maske trägt“, sagt Eberhard Bodenschatz. Die Ergebnisse zeigten noch einmal, dass das Maske-Tragen an Schulen und auch „generell eine gute Idee ist.“

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