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Corona – das bedeutet für viele Menschen in Deutschland oft auch weniger Geld. Haushaltsbuch, alte Verträge prüfen und Anbieter wechseln – so könnt ihr in der Krise sparen.

1. Haushaltsbuch anlegen

Klingt simpel, kann aber sehr effizient sein: Wer nicht sowieso schon über seine Finanzen Buch führt, der kann die Krise dazu nutzen, damit anzufangen. Denn: Wer genau sieht, für was er monatlich wie viel Geld ausgibt, der entdeckt vielleicht die ein oder andere versteckte Ausgaben-Falle oder Möglichkeiten, um Geld zu sparen. Ausgaben aufzuschreiben hilft außerdem, nicht den Überblick zu verlieren. Auch kleine Beträge können sich summieren!

Um überhaupt sparen zu können, ist es wichtig zu wissen, wie viel überhaupt monatlich an Fixkosten von deinem Konto abgebucht werden. Auch kleine Ausgaben-Fallen werden sichtbar: Wer zum Beispiel jeden Morgen seinen Cappuccino beim Bäcker holt, der sieht, was das in der Summe am Ende des Monats kostet.

Wer nicht alles händisch ausrechnen will, der kann sich auch von einer App fürs Smartphone oder Tablet helfen lassen. Hier gibt es viele verschiedene Angebote, die zum Teil sehr detailliert zeigen, wofür du besonders viel Geld ausgibst. Einige stellen die Kosten zum Beispiel in Form eines Tortendiagramms dar – in diesem Fall kannst du mit einem Blick erkennen, wofür du monatlich am meisten Geld brauchst.

SWR3-Redakteur Kai Karsten hat sich die Haushaltsbuch-Apps näher angeschaut. Er rät zum Thema Datensicherheit:

Klar machen: Es ist nicht die erste Wahl, sensible Daten zu Einnahmen und Ausgaben außerhalb Europas auf irgendwelche Server zu laden. Deshalb fallen Finanz-Apps aus den USA und China bestenfalls aus dem Entscheidungspool raus.

Haushaltsbuch 2.0 Das Geld ist zu schnell weg – aber wo ist es hin?

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2. Alte Verträge prüfen

Finanzexperte Hermann-Josef Tenhagen ist überzeugt: Jeder von uns kann Einsparmöglichkeiten finden. Vertrags- und Tarifwechsel sind zum Beispiel Möglichkeiten, Geld einzusparen. Also: Schau dir an, was genau du für Strom, Handy, Internet und Co. bezahlst.

Gerade bei Handyverträgen würden die meisten Menschen zu viel Geld ausgeben und könnten langfristig Geld sparen, so Tenhagen. Hier hilft es, online Preise zu vergleichen. Oft sind Familien- oder Partnerangebote zum Beispiel günstiger als Einzelverträge.

Auch beim Telefon- und Internetanbieter kann Geld gespart werden. Natürlich geht das nicht immer sofort – hier gibt es oftmals längere Kündigungszeiten. Tenhagen rät:

Wer mehr als 40 Euro im Monat für Telefon- und Internetflatrate zahlt, sollte wechseln!

Jetzt einfach loszustürmen und alles zu kündigen, um billigere Varianten zu nehmen, bringt natürlich auch nichts. Überlege dir zuerst: Was brauche ich in meinem Alltag, wie ist zum Beispiel die Netzabdeckung bei mir zu Hause und wie viel telefoniere und surfe ich?

Netzabdeckung checken: geht ganz einfach im Internet.

Das Gute beim Stromanbieter-Wechsel: Der neue Anbieter übernimmt den Wechsel, inklusive Kündigung. Für den Verbraucher geht es daher fix, aus einem alten Tarif rauszukommen. Wer im Grundtarif drinsteckt und nicht regelmäßig wechselt, zahlt bis zu 300 Euro drauf. Heißt umgekehrt: Diese Summe können wir leicht einsparen. Einige Anbieter locken außerdem mit Neukundenboni.

Aber: Augen auf für die Extrakosten. Wichtig: Nicht nur der Preis pro Kilowattstunde zählt! Relevant für die Gesamtkosten sind auch die Miete für den Stromzähler, Preisgarantien, Vertragslaufzeiten und – wie bei jedem Vertrag – Kündigungsfristen. Das alles kann sich auf den Strompreis auswirken.

Wer unsicher ist, verschafft sich am besten einen Überblick mit Vergleichsrechnern. Die gibt es im Internet, zum Beispiel den Finanztip-Vergleichsrechner.

Um die besseren Verträge zu finden, sind Vergleichsportale im Internet hilfreich. Die würden im Normalfall von der Vermittlung und nicht von Werbung leben, so Tenhagen.

Die Daten, die einem vor allem die großen Vergleichsportale ausgeben, die sind eigentlich ganz gut. Man muss nur aufpassen, dass man zu keinem kommt, der eine besonders hohe Provision zahlt. Das kann man ganz gut sehen: Die obersten Treffer sind zum Beispiel bei Check.de blau hinterlegt und das sind die, die nicht unbedingt am meisten für den Kunden bringen, sondern für die Plattform.

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Eine weitere Kostenfalle: Das eigene Konto. Hier gilt die Faustregel: Wer mehr als 60 Euro pro Jahr für das Girokonto zahlt, hat definitiv ein zu teures Konto und sollte wechseln.

Das Problem bei kostenlosen Girokonten: Hier gibt es oft Kosten für Zusatzleistungen, wie Papier-Überweisungen oder die Kreditkarte. Der Begriff Gratis-Konto bezeichnet zumeist nur, dass die Kontoführungsgebühren entfallen. Deshalb: Zeit investieren, um sich über die unterschiedlichen Kostenpunkte zu informieren. Kontoführung, Girokontokarte und Kreditkarte sollten auf jeden Fall kostenlos sein. Daueraufträge, Geldabheben, Überweisungen und Lastschriften sollten ebenfalls nichts kosten.

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