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Es wäre der vierte Corona-Impfstoff in Europa gewesen: Jetzt verzögert der Hersteller Johnson und Johnson die Lieferung – wegen Thrombosefällen.

Der US-Konzern Johnson und Johnson zieht Konsequenzen nach seltenen Thrombosefällen, die möglicherweise durch den Corona-Impfstoff ausgelöst werden. Man habe sich entschlossen, die Auslieferungen des Impfstoffs in Europa „proaktiv“ zu verzögern, teilte der Pharmakonzern mit.

Zehn Millionen Impfdosen für Deutschland

Am Montag hatte Johnson und Johnson mit der Lieferung seines im März zugelassenen Impfstoffes in die EU-Staaten begonnen. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) erwartet bis Ende Juni 55 Millionen Dosen. Davon sollen gut zehn Millionen Dosen nach Deutschland gehen.

Wie bei Astrazeneca: Untersuchung seltener Thrombosen

Die US-Gesundheitsbehörden hatten zuvor nach mehreren Fällen von Sinusvenenthrombosen zu einer sofortigen Aussetzung von Corona-Impfungen mit dem Mittel in den USA geraten. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme.

CDC and FDA reviewing data involving six reported U.S. cases of a rare type of blood clot in individuals after receiving Johnson & Johnson COVID-19 vaccine. See full statement: https://t.co/ekYT9dljtd https://t.co/a7Fiixg735

Sechs Fälle seltener Blutgerinnsel würden jetzt auf einen Zusammenhang mit dem Impfstoff von Johnson und Johnson untersucht. In drei Fällen sei zusätzlich eine Thrombozytopenie, also ein Mangel an Blutplättchen, gemeldet worden, meldeten die US-Gesundheitsbehörde CDC und die US-Arzneimittelbehörde FDA. Betroffen seien Frauen im Alter zwischen 18 und 48 Jahren.

Bislang seien mehr als 6,8 Millionen Dosen des Impfstoffes, der Ende Februar in den USA zugelassen worden war und von dem es nur eine Dosis braucht, in den USA gespritzt worden.

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