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Im SWR3-Ticker halten wir euch auf dem Laufenden in Sachen Coronavirus. Hier kannst du zurückblicken auf die Ereignisse vom 1.12. bis 31.12.2020.

31.12.2020, 22:12 Uhr – Stuttgart: Polizei löst Versammlung auf

Einige Menschen haben am Silvesterabend in Stuttgart gegen die Corona-Politik demonstriert und dabei offenbar gegen die Auflagen verstoßen. Eine Versammlung sei aufgelöst worden, weil die Teilnehmer teils die Mindestabstände nicht eingehalten und die daraufhin verhängte Auflage zum Tragen von Masken ignoriert hätten, so eine Polizeisprecherin. Die Auflösung habe für Unmut gesorgt, als Reaktion habe sich eine Spontanversammlung mit etwa 100 Teilnehmern gebildet. Die Beamten kontrollierten am Abend Teilnehmer, die angaben, mit einem ärztlichen Attest von der Maskenpflicht befreit zu sein. Verschiedene Veranstalter hatten mehrere Aktionen mit je 50 bis 100 Teilnehmern in der Innenstadt angemeldet.

31.12.2020, 20:21 Uhr – Gericht kippt Versammlungsverbot an Silvester in Nordrhein-Westfalen

Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht hat ein vom Land verhängtes Demonstrationsverbot für Silvester und den Neujahrstag kurzfristig aufgehoben. Die Landesregierung hatte in der Corona-Schutzverordnung für den 31.12. und den 1.1. Demonstrationen grundsätzlich untersagt. Dahinter stand die Sorge, dass angemeldete Versammlungen missbraucht werden könnten, um das Verbot von Silvesterfeiern zu umgehen.

Die Richter befanden, diese Regelung sei rechtswidrig und unverhältnismäßig - die Behörden könnten den Infektionsschutz auch ohne das pauschale Versammlungsverbot gewährleisten.

Die Polizeidienststellen im Land seien deshalb kurz vor dem Jahreswechsel über die neue Rechtslage informiert worden, bestätigte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums. Sollten Demonstrationen nun noch kurzfristig angemeldet werden, würde die Polizei als Aufsichtsbehörde sie entsprechend überwachen.

31.12.2020, 19:01 Uhr – Giffey besucht Polizisten vor Silvestereinsatz

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) und die SPD-Landesvorsitzende, Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, haben am Nachmittag Berliner Polizisten bei ihrem Silvestereinsatz besucht. Am Großen Stern trafen die Politiker eine Einsatzhundertschaft und bedankten sich bei den Beamten für die geleistete Arbeit.

Die Polizei ist in der Nacht mit rund 2.900 Kräften im Einsatz. Sie sollen verhindern, dass sich Menschenansammlungen bilden, die wegen der Corona-Pandemie verboten sind. Die Polizei stellt sich auch darauf ein, dass es unerlaubte Demonstrationen geben könnte - etwa von "Querdenkern" oder aus dem linksextremistischen Bereich.

Es gebe solche Aufrufe im Internet, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik im Sender rbb. "Das müssen wir gut im Auge haben." Gestern hatten zwei Gerichte das Versammlungsverbot an Silvester und Neujahr in Berlin während der Corona-Pandemie für rechtens erachtet.

31.12.2020 - 17:40 Uhr – Neue Corona-Variante auch in China nachgewiesen

Die in Großbritannien aufgetretene Coronavirus-Mutation ist erstmals in China nachgewiesen worden. Sie sei bei einer 23-jährigen Studentin entdeckt worden, die von Großbritannien nach China zurückgekehrt sei, heißt es in einer Publikation der chinesischen Seuchenbehörde. Die Frau sei bereits am 14. Dezember in Shanghai getestet worden.

31.12.2020, 15:25 Uhr – Diskussion über Impfstoffknappheit: Könnte die zweite Dosis verschoben werden?

Für den größtmöglichen Corona-Impfschutz sind zwei Impfungen notwendig - in einem Zeitraum von rund zwei bis vier Wochen. Da es derzeit nur wenig Impfstoff gibt, raten Experten die Auffrischungsimpfung nach hinten zu verschieben. "Da der Abstand zwischen beiden Impfungen mit großer Wahrscheinlichkeit (...) variabel sein kann und der Schutz auch nach einer Impfung schon sehr gut ist, ist es durchaus überlegenswert, (...) zunächst bevorzugt die erste Impfung zu verabreichen", sagte Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission. Wenn man die zweite Impfung später gebe, könne man die Impfkapazitäten verdoppeln, erklärte auch Virologe Hendrik Streeck in einem RTL-Interview.

31.12.2020,14:37 Uhr – Vatikan bekommt Biontech/Pfizer-Impfstoff

Der Vatikan hat 10.000 Dosen des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer bestellt – das haben nach Angaben der Katholischen Nachrichtenagentur interne Quellen bestätigt. Das Kontingent reiche aus, um die rund 4.500 Mitarbeiter des Heiligen Stuhls und des Vatikanstaats sowie bestimmte Familienangehörige und Pensionäre zu impfen. Kommende Woche solle damit begonnen werden. Papst Franziskus und der Vatikan haben wiederholt betont, dass die neuen Impfmittel global gerecht verteilt werden müssten.

31.12.2020,13:02 Uhr – Verfassungsrechtler: Keine Einschränkungen für Nicht-Ansteckende

Der Berliner Verfassungsrechtler, Christoph Möllers, ist gegen Einschränkungen für Corona-Geimpfte – allerdings nur, wenn sicher sei, dass die Menschen nach einer Impfung nicht mehr ansteckend seien. Beschränkungen wären dann für diese Gruppe unverhältnismäßig, sagte er der Süddeutschen Zeitung. Allgemeine Corona-Ausgangsbeschränkungen könnten also möglicherweise, juristisch gesehen, nur noch übergangsweise toleriert werden. Ähnlich hatte sich auch schon der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, geäußert.

31.12.2020,12:15 Uhr – Gewerkschaften und Lehrerverbände gegen baldigen Regelbetrieb in Schulen

Gewerkschaften und Lehrerverbände haben eindringlich davor gewarnt, an den Schulen zu schnell in den Regelbetrieb zurückzukehren. Bei den hohen Fallzahlen sei das in vielen Regionen völlig verantwortungslos, sagte Ilka Hoffmann von der der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft der Zeitung Die Welt. Die GEW setze sich für Wechselunterricht in kleinen Gruppen und mit Abstand ein.

Der Chef des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, forderte einen Hygienestufenplan für Schulen, der an wissenschaftsbasierte Inzidenzwerte gekoppelt sein müsste. Dem Robert-Koch-Institut sind 32.552 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden, deutlich mehr als in den vergangenen Tagen.

31.12.2020,10:37 Uhr – Lucha räumt Startschwierigkeiten bei Impfungen in BW ein

Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) hat Anlaufschwierigkeiten bei den Corona-Impfungen eingeräumt. Im SWR sagte er, es gebe Engpässe bei der Lieferung des Impfstoffes. Die Herstellung sei hochkompklex. Es handle sich schließlich nicht um „Sprudelbrause“. Es werde mit höchstem Druck gearbeitet, damit die erforderlichen Impfdosen geliefert werden. Anlaufschwierigkeiten gebe es auch noch dabei, einen Impftermin zu bekommen. Wer aber einen habe, könne sicher sein, dass er geimpft werde. Die Impfzentren in Baden-Württemberg seien bestens ausgestattet, betonte Lucha.

BW, RP, Hessen, NRW und Saarland Impfungen im Südwesten: Wo und wann kann ich einen Termin machen?

Die Impfungen gegen das Coronavirus sind in Pflegeheimen schon gestartet. Alle anderen Menschen im Südwesten Deutschlands müssen sich zum gegebenen Zeitpunkt zu einer Impfung im Impfzentrum anmelden. Aber auch hier gibt es regionale Unterschiede.  mehr...


31.12.2020,10:02 Uhr – Forderungen nach Verlängerung des Lockdowns

Aus Politik und Medizin mehren sich Forderungen, die Corona-Kontaktbeschränkungen über den 10. Januar hinaus zu verlängern. SPD-Chefin Saskia Esken sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, sie glaube nicht, dass die Infektionszahlen Lockerungen erlauben würden. Ähnlich äußerte sich der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU).

Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, die Kontaktbeschränkungen müssten aufrechterhalten werden. Anderenfalls würden die Krankenhäuser überfordert. Die Kliniken verzeichneten etwa doppelt so viele Covid-19 Patienten wie während der ersten Welle. Der jetzige Lockdown gilt zunächst bis 10. Januar. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder wollen nächste Woche entscheiden, wie es weitergeht.

31.12.2020, 9:08 Uhr – China lässt ersten Impfstoff zu

Die chinesischen Behörden haben den ersten Corona-Impfstoff offiziell zugelassen. Die Aufsichtsbehörde genehmigte ein Präparat des staatlichen chinesischen Pharmakonzerns Sinopharm. Das Mittel hat nach Firmenangaben eine Wirksamkeit von etwa 80 Prozent. Nach Medienberichten will die Führung in Peking bis zum Neujahrsfest im Februar bis zu 50 Millionen Chinesen impfen lassen. Zuletzt hatte auch Großbritannien einen eigenen Impfstoff zugelassen.

Großbritannien

Von britischer Firma Astrazeneca Großbritannien lässt neuen Impfstoff zu: Kommt der bald zu uns?

In Großbritannien ist ein weiterer Impfstoff zugelassen worden. Dieses Mal ist es sogar ein eigener – er kommt nämlich vom britischen Pharmaunternehmen Astrazeneca. Entwickelt wurde er in Zusammenarbeit mit der renommierten Oxford University. David Beck aus der SWR-Wissenschaftsredaktion beantwortet die wichtigsten Fragen.  mehr...

31.12.2020, 6:32 Uhr – Über 32.000 Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland steigt weiter. Das Robert-Koch-Institut meldet 32.552 erfasste Fälle in den vergangenen 24 Stunden. Weitere 964 Menschen sind in der Bundesrepublik an oder mit dem Covid-19-Virus gestorben. Damit liegt die Zahl etwas unter dem gestrigen Wert: Mit über 1.000 Corona-Toten hatte das RKI einen Höchststand gemeldet. Die aktuell sehr hohen Zahlen sind nach Ansicht der Experten auch auf Nachmeldungen zurückzuführen. An den Feiertagen haben viele Gesundheitsämter keine Daten übermittelt.

31.12.2020, 6:04 Uhr – Labor-Meldungen zu positiven Tests künftig digital

Labore müssen positive Ergebnisse von Corona-Tests mit Beginn des neuen Jahres digital an die Gesundheitsämter melden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur, so ließen sich Infektionsketten schneller nachvollziehen und unterbrechen. Die Zeit, in der Nachweise über Neuinfektionen per Fax geschickt und dann per Hand in die Systeme der Ämter übertragen wurden, sei damit endgültig vorbei. Die FDP im Bundestag kritisierte, die Digitalisierung dauere zu lange.

31.12.2020, 1:30 Uhr – Weitere Infos zu Astrazeneca-Impfstoff angefordert

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat vom schwedisch-britischen Pharmaunternehmen Astrazeneca zusätzliche Informationen zu seinem Corona-Impfstoff angefordert. Für eine Zulassung in der EU seien mehr Angaben zur Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit nötig. Großbritannien hatte den Astrazeneca-Impfstoff zugelassen, schon ab Montag soll damit geimpft werden.

31.12.2020, 0:15 Uhr – Merkel: Kampf gegen Corona auch im neuen Jahr

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auch für das neue Jahr zu Zusammenhalt im Kampf gegen das Coronavirus aufgerufen und die Hoffnung durch schrittweise Impfungen hervorgehoben. "Es wird noch eine ganze Zeit an uns allen liegen, wie wir durch diese Pandemie kommen", so Merkel in ihrer voraussichtlich letzten Neujahrsansprache als Kanzlerin. Merkel bekräftigte, dass die Corona-Pandemie eine politische, soziale und ökonomische Jahrhundertaufgabe sei. Sie danke allen dafür, sich mit Vertrauen und Geduld auf "diesen historischen Kraftakt" einzulassen. Die Neujahrsansprache der Kanzlerin ist am Silvesterabend um 19:15 Uhr im ZDF und um 20:10 Uhr in der ARD zu sehen.

30.12.2020, 23:25 Uhr – Demoverbot an Silvester in Berlin bestätigt

In Berlin bleiben Demos an Silvester und Neujahr verboten. Das zuständige Oberverwaltungsgericht (OVG) hat entschieden, dass das für beide Tage geltende Versammlungsverbot rechtlich nicht zu beanstanden sei. Angesichts der speziell zu Silvester besonders gesteigerten Gefahr infektiöser Kontakte und der aktuellen Infektionslage mit einem Höchststand an Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus sei das auf zwei Tage beschränkte Verbot rechtmäßig, so das OVG. Es verwies dabei auch auf die angespannte Situation auf den Intensivstationen. In dem Eilverfahren ging es nicht um eine "Querdenken-Demo" gegen die Corona-Regeln, die ursprünglich für Silvester angemeldet worden war, sondern um eine Versammlung am Brandenburger Tor.

30.12.2020, 20:20 Uhr – Nach Kritik: Bund zieht Impfstoff-Lieferungen vor

Das Bundesgesundheitsministerium hat angekündigt, eine Lieferung mit dem Corona-Impfstoff vorzuziehen. Diese werde am 8. Januar erfolgen, teilte das Ministerium auf Twitter mit. Zuvor hatten mehrere Bundesländer über Probleme geklagt - darunter auch Rheinland-Pfalz.

Die geplante Lieferung des Corona-Impfstoffs in der ersten Januarwoche falle aus, teilte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) mit. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Vormittag darauf hingewiesen, dass der Corona-Impfstoff auf der ganzen Welt knapp sei. Nach und nach werde sich das aber ändern. Dann würden auch zusätzliche Impfstoffe zur Verfügung stehen. Bisher wurden in Deutschland laut Robert-Koch-Institut gut 78.000 Menschen geimpft.

30.12.2020, 18:20 Uhr – Großbritannien weitet Einschränkungen für England aus

In Großbritannien gilt ab morgen in weiteren Landesteilen die höchste Corona-Warnstufe. Sie werde über London und den Südosten von England hinaus auf weite Teile der Mitte, des Nordens und des Südwestens von England ausgeweitet, teilte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock mit.

Damit gelten nun für drei Viertel der englischen Bevölkerung die stärksten Beschränkungen, die die Corona-Regelungen des Landes vorsehen: Es ist verboten, dass sich Angehörige mehrerer Haushalte zusammen treffen. Nicht unbedingt erforderliche Geschäfte werden geschlossen, Restaurants und Bars können nur einen Abholservice anbieten.

Binnen 24 Stunden wurden in Großbritannien mehr als 50.000 neue Corona-Infektionen und fast 1.000 Todesfälle registriert.

30.12.2020, 17:58 Uhr – Gesundheitsministerium: Impfstoff-Lieferunge wird vorgezogen

Das Bundesgesundheitsministerium hat angekündigt, eine Lieferung mit dem Corona-Impfstoff vorzuziehen. Diese werde am 8. Januar erfolgen, teilte das Ministerium auf Twitter mit. Zuvor hatten mehrere Bundesländer über Probleme geklagt – darunter auch Rheinland-Pfalz. Die geplante Lieferung des Corona-Impfstoffs in der ersten Januarwoche falle aus, teilte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) mit.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Vormittag darauf hingewiesen, dass der Corona-Impfstoff auf der ganzen Welt knapp sei. Nach und nach werde sich das aber ändern. Dann würden auch zusätzliche Impfstoffe zur Verfügung stehen. Bisher wurden in Deutschland laut Robert-Koch-Institut gut 78.000 Menschen geimpft.

30.12.2020, 14:32 Uhr – RKI: Rund 78.000 Geimpfte in Deutschland

In Deutschland haben bisher gut 78.000 Menschen eine Corona-Impfung bekommen. Das hat das Robert-Koch-Institut mitgeteilt. Dessen Chef Lothar Wieler rief heute noch einmal dazu auf, sich an die Schutzmaßnahmen zu halten. Das Virus sei weiter in allen Bevölkerungs- und Altersgruppen verbreitet und das werde auch noch viele Wochen so sein.



30.12.2020, 12:36 Uhr – Lauterbach: Fallzahlen müssen nach unten

Wegen der sich ausbreitenden Coronavirus-Mutationen plädiert SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach für eine Verlängerung des Lockdown. „Wir müssen jetzt konsequent mit dem Lockdown die Fallzahlen sehr deutlich herunterbringen, so wie die Wissenschaftler das vorgeschlagen haben“, sagt Lauterbach im ZDF.

Blieben die Fallzahlen hoch, würden sich die gefährlicheren Varianten verstärkt ausbreiten. Der Inzidenz-Grenzwert für die Fallzahlen von derzeit 50 Ansteckungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen müsse daher unter 25 liegen. „Man darf nicht mit dem Feuer spielen“, mahnt Lauterbach.

30.12.2020, 11:50 Uhr – Wieler: Virus noch immer in allen Altersgruppen vertreten

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, verwies darauf, dass das Virus weiter in allen Bevölkerungs- und Altersgruppen verbreitet sei. Das werde auch noch viele Wochen so sein. Seinen Angaben zufolge werden in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion derzeit rund 5.600 Menschen auf Intensivstationen behandelt. Wieler rief die Menschen noch einmal auf, nicht zu verreisen und möglichst wenige Menschen zu treffen – und wenn, dann nur im Freien.

30.12.2020, 11:18 Uhr – Spahn: „Wir sind noch weit von Normalität entfernt“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich betroffen über die aktuellen Corona-Zahlen geäußert. Sie belegten, wie brutal das Virus zuschlage und dass man noch weit von einer Normalität entfernt sei, sagte er am Vormittag. Der Jahreswechsel morgen werde wahrscheinlich der ruhigste, den Deutschland je erlebt habe.

In Bezug auf die Corona-Impfungen bat Spahn die Bevölkerung noch einmal um Geduld. Er verstehe, dass viele Menschen so schnell wie möglich geimpft werden wollten. Das sei aber voraussichtlich erst Richtung Sommer möglich. Spahn kündigte außerdem an, dass wahrscheinlich im Januar auch der Impfstoff des US-Biotechkonzerns Moderna in der EU zugelassen werden könne.

30.12.2020, 11:06 Uhr – Lehrerverband: Kein Normalbetrieb an Schulen nach Ferien möglich

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, hat seine Auffassung bekräftigt, dass ein Normalbetrieb an den Schulen nach den Weihnachtsferien nicht möglich ist. Die Infektionslage werde das nicht zulassen, sagte er dem TV-Sender NTV. Man müsse sich auf Distanz- und Wechselbetrieb vorbereiten.

Trotz breiter Kritik bleibt die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) bei ihrer Forderung, Kitas und Grundschulen ab dem 11. Januar wieder zu öffnen. Das gelte auch, wenn die aktuellen Corona-Beschränkungen verlängert würden, sagte die CDU-Politikerin der Bild-Zeitung. Der deutsche Kinderschutzbund hat vorgeschlagen, die Weihnachtsferien bis Ende Januar zu verlängern – und dafür die Sommerferien zu verkürzen.

30.12.2020, 8:10 Uhr – Impfstoff von Astrazeneca in Großbritannien zugelassen

Großbritannien hat den Corona-Impfstoff der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca zugelassen. Die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel (MHRA) habe dem heimischen Vakzin eine Zulassung erteilt, gab das Gesundheitsministerium in London bekannt. Damit steht nach dem Biontech/Pfizer-Vakzin in dem Land ein weiteres Präparat zum Impfen bereit.

30.12.2020, 6:10 Uhr – 1.129 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus hat zum ersten Mal die Marke von 1.000 überschritten und damit einen Höchststand erreicht. Binnen einen Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut 1.129 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Morgen hervorgeht. Außerdem wurden 22.459 Neuinfektionen gemeldet. Vergangenen Mittwoch waren 24.740 Neuinfektionen und der bisherige Höchststand von 962 Todesfällen gemeldet worden.

30.12.2020, 5:49 Uhr – Waiblingen: Bewerberandrang beim Impfzentrum

Mehr als 500 Menschen haben sich gemeldet, um beim Impfzentrum des Rems-Murr-Kreises mitzuhelfen. Nun kann das Landratsamt aus einem Pool von Mitarbeitenden auswählen. Gemeldet hätten sich Bürgerinnen und Bürger mit ganz unterschiedlicher Qualifikation. Rund 70 Menschen werden in Vollzeit, Teilzeit oder in Mini-Jobs beim Service und in der Organisation mithelfen, wenn am 15. Januar das Kreisimpfzentrum in Waiblingen seinen Betrieb aufnimmt. Gearbeitet wird sieben Tage die Woche von 7 bis 21 Uhr. Das medizinische Personal wird vom Land gestellt. Wie lange das Kreisimpfzentrum im Betrieb sein wird, bis alle, die es wollen, geimpft sind, kann derzeit niemand sagen.

29.12.2020, 23:03 Uhr – Biden: USA möglicherweise vor härtester Phase der Pandemie

Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat die Amerikaner auf die möglicherweise schwierigste Phase in der Corona-Pandemie eingeschworen. „Die nächsten paar Wochen und Monate werden sehr hart sein, eine sehr harte Phase für unsere Nation. Vielleicht die härteste in der ganzen Pandemie“, sagte Biden in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware. „Ich weiß, es ist schwer, das zu hören, aber es ist die Wahrheit.“ Biden versprach den Amerikanern, nach seinem Amtsantritt am 20. Januar seine Befugnisse zu nutzen, um die Herstellung von Impfstoffen und Schutzausrüstung zu beschleunigen. Seine Regierung habe das Ziel, sicherzustellen, dass in ihren ersten 100 Tagen 100 Millionen Impfungen verabreicht würden. „Wenn der Kongress die Mittel bereitstellt, könnten wir dieses unglaubliche Ziel erreichen“, sagte Biden. Der Regierung von Amtsinhaber Donald Trump warf er vor, dass ihr Impf-Zeitplan in Verzug gerate.

29.12.2020, 20:54 Uhr – Frankreich: Längere Nacht-Ausgangssperre in besonders betroffenen Regionen geplant

Frankreich will wegen steigender Corona-Zahlen die Ausgangssperren verschärfen. Der französische Gesundheitsminister Olivier Véran sagte, in besonders betroffenen Gebieten wie etwa dem Elsass solle die Ausgangssperre schon um 18 Uhr statt um 20 Uhr beginnen. Raus dürfe dann nur, wer einen wichtigen Grund hat – Einkaufen soll nicht dazu gehören. Die Regierung will die schärferen Regeln Anfang Januar einführen. Von Ende Oktober bis Mitte Dezember galten in ganz Frankreich strenge Ausgangsbeschränkungen. Mit deren Ende wurde eine abendliche Ausgangssperre eingeführt. Geschäfte durften bereits Ende November wieder öffnen.

29.12.2020, 20:29 Uhr – Spahn: Auch nach dem 10. Januar noch Beschränkungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist davon überzeugt, dass die Corona-Beschränkungen auch nach dem 10. Januar zumindest teilweise verlängert werden. Bei der Eindämmung der Pandemie sei Deutschland bei weitem noch nicht da, wo es hin müsse, sagte er in der ARD. Deshalb werde es ohne Zweifel weiter Maßnahmen geben. In welchem Umfang, müssten dann Anfang Januar Bund und Länder entscheiden. Ähnlich hatten sich auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und weitere Länderchefs geäußert.

29.12.2020, 18:20 Uhr – Ifo-Institut: Mehrwertsteuersenkung hat nur geringen Effekt

Die befristete Senkung der Mehrwertsteuer hat offenbar nur geringe Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum gehabt. Das Ifo-Institut schätze den Konsumeffekt auf 6,3 Milliarden Euro, berichtet das Handelsblatt. Der Konsum sei im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent gestiegen. Kosten und Nutzen der Maßnahme stünden somit in einem eher ungünstigen Verhältnis, zitiert die Zeitung den Ifo-Experten Andreas Peichl. Die Senkung der Mehrwertsteuer habe den Staat 20 Milliarden Euro gekostet und sei die teuerste Maßnahme im Konjunkturpaket.

29.12.2020, 18:08 Uhr – Welt-Ärztepräsident: Sonderrechte nur für Menschen, die immun gegen Corona sind

Nach Meinung von Welt-Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery sollte es zunächst keine Privilegien für Menschen mit Corona-Impfschutz geben. Es gehe nämlich primär darum, immun zu werden, sagte Montgomery im SWR. Man müsse nach dem Impfen feststellen, dass Betroffene Antikörper hätten. Erst dann könnten sie auf bestimmte Vorsichtsmaßnahmen für sich verzichten . Montgomery sprach sich dafür aus, denen Vorteile zu geben, die immun seien. Dann würden auch sehr viel mehr Menschen auf die Idee kommen, sich impfen zu lassen.

29.12.2020, 17:20 Uhr – Neue Virus-Variante in NRW nachgewiesen

Die neue Variante des Coronavirus ist jetzt auch in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen worden. Ein 58 Jahre alter Mann sei daran bereits Anfang des Monats erkrankt und inzwischen wieder genesen, teilte der Kreis Viersen mit. In den vergangenen Tagen war die Virus-Variante bereits bei Menschen in Baden-Württemberg und Niedersachsen festgestellt worden. Die Mutation soll für viele Corona-Neuinfektionen im Süden Englands verantwortlich sein und könnte deutlich ansteckender als die ursprüngliche Variante sein.

29.12.2020, 15:47 Uhr – Spahn gibt Krankenhaus-Beschäftigten Gehälter-Garantie

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat den Beschäftigten in Krankenhäusern eine Gehälter-Garantie abgegeben. Bund und Länder stünden in der Verantwortung, dass die Kliniken in der Corona-Krise liquide seien. Darauf könnten sich die Mitarbeiter verlassen, sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland für die morgigen Zeitungsausgaben.

In den heutigen Ausgaben hatte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, von einer dramatischen finanziellen Lage gesprochen. Viele Kliniken könnten bald kein Geld mehr haben, um die Mitarbeiter zu bezahlen. Die Bundesregierung müsse ihre Hilfen deutlich erhöhen, forderte Gaß.

29.12.2020, 14:14 Uhr – Lambrecht wirbt für Fairness in Puncto Sonderrechte für Geimpfte

In der Debatte über mögliche Sonderrechte für Menschen mit Corona-Impfung fordert Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) Fairness und Solidarität. So lange es noch nicht genügend Impfstoff für alle gebe, dürften solche Sonderrechte weder eingefordert noch angeboten werden, erklärte sie.

Ähnlich äußerten sich die Bundesärztekammer und der Ethikrat. Auslöser für die Debatte sind Ankündigungen aus der Privatwirtschaft, Menschen, die eine Corona-Impfung nachweisen können, anders zu behandeln als Nicht-Geimpfte. Die australische Fluggesellschaft Qantas etwa will künftig nur noch geimpfte Passagiere mitfliegen lassen.

29.12.2020, 13:34 Uhr – Corona-App bekommt neue Funktionen

Die Corona-Warn-App kann dabei helfen, Infektionsketten zu unterbrechen, indem Kontakpersonen gewarnt werden. Jetzt hat die App auch eine neue Funktion, die das noch einfacher machen soll. Die neue Version der Corona-Warn-App bietet nun ein sogenanntes Kontakttagebuch. Darin können die Nutzer notieren, mit wem sie sich in einem Zeitraum von 14 Tage getroffen haben und wo sie sich aufgehalten haben.

Update mit neuer Funktion Corona-Warn-App jetzt auch mit Kontakttagebuch

Die Corona-Warn-App kann dabei helfen, Infektionsketten zu unterbrechen, indem Kontakpersonen gewarnt werden. Jetzt hat die App auch eine neue Funktion, die das noch einfacher machen soll.  mehr...

29.12.2020, 12:10 Uhr – Fast 42.000 Menschen in Deutschland geimpft

In Deutschland haben bislang knapp 42.000 Menschen eine Corona-Impfung bekommen. Das hat das Robert-Koch-Institut mitgeteilt. In Baden-Württemberg waren es rund 4.700 Menschen, in Rheinland-Pfalz rund 1.500. Um einen vollständigen Impfschutz zu bekommen ist nach drei Wochen eine zweite Impfung nötig. Gleichzeitig wird weiter über mögliche Sonderrechte für Menschen debattiert, die bereits geimpft sind – etwa bei Flugreisen oder in Restaurants. Union und SPD wollen das ausschließen und prüfen entsprechende gesetzliche Schritte. Bundesjustizministerin Christiane Lambrecht (SPD) sagte, so lange es nicht genügend Impfstoff für alle gebe, sei es ein Gebot der Fairness und der Solidarität, Sonderrechte weder einzufordern noch anzubieten.

29.12.2020, 11:52 Uhr – Corona-Impfstoff wird in ganz Rheinland-Pfalz verteilt

Ab sofort bekommen alle Regionen in Rheinland-Pfalz den Corona-Impfstoff, um in Seniorenheimen zu impfen. Das hat Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler im SWR gesagt. Bislang wurde der Impfstoff nur Regionen mit besonders hohen Fallzahlen zugewiesen. Das ist zum Teil scharf kritisiert worden. Nach Angaben der Ministerin ist nun deutlich mehr Impfstoff vorhanden.

29.12.2020, 11:18 – Zufahrt zum Erbeskopf gesperrt

Die Hauptzufahrt zum Wintersportzentrum am Erbeskopf im Hunsrück ist gesperrt – und zwar vorerst bis zum Sonntag. Das hat ein Sprecher des Zentrums mitgeteilt. Polizei sei zur Überwachung vor Ort. Mit der Schließung wolle man einen erneuten Massenandrang verhindern. Gestern und am Sonntag waren tausende Besucher zum Erbeskopf in Rheinland-Pfalz gekommen. Es kam zu chaotischen Zuständen. Ob auch die Wintersportzentren im Schwarzwald gesperrt oder teilgesperrt werden, ist bisher nicht bekannt. Gestern waren die Ausflugsziele auch dort überfüllt.

Erbeskopf

Winter in der Corona-Pandemie Zu viel Andrang: Zufahrt zum Erbeskopf wird gesperrt

Die Zufahrt zum Wintersportzentrum am Erbeskopf (Kreis Bernkastel-Wittlich) wird gesperrt. Der Grund: Der Andrang war in den letzten Tagen einfach zu groß.  mehr...

29.12.2020, 9:55 Uhr – Höchste Fallzahlen in Israel seit Oktober

Zwei Tage nach Beginn eines neuen Teil-Lockdowns in Israel sind die Corona-Infektionszahlen im dem Land auf den höchsten Stand seit drei Monaten geklettert. Das Gesundheitsministerium teilte mit, binnen 24 Stunden seien 5449 neue Fälle registriert worden - zuletzt waren die Zahlen Anfang Oktober so hoch gewesen. Zum Vergleich: Die deutschen Gesundheitsämter haben binnen 24 Stunden 12.892 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Deutschland hat etwa neunmal so viele Einwohner wie Israel. Am Sonntagnachmittag war in dem Mittelmeerland ein dritter Teil-Lockdown in Kraft getreten, der zunächst für zwei Wochen dauern soll. Es wird jedoch mit einer Verlängerung um mehrere Wochen gerechnet.

29.12.2020, 9:41 Uhr – Müller erwartet Verlängerung der geltenden Maßnahmen

Trotz aktuell leicht sinkender Infektionszahlen könnte der Shutdown nach Einschätzung von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller nach dem 10. Januar in die Verlängerung gehen. "Ich gehe fest davon aus, dass wir weiterhin mit Einschränkungen leben müssen. Ob das so umfassend ist, wie wir das jetzt erleben, das muss man dann eben an Hand der Zahlen bewerten", sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidenten-Konferenz im ZDF.

29.12.2020, 9:20 Uhr – Verstoß gegen Corona-Regeln in Ulm

Ein Mann in Ulm hat sich bei der Polizei gemeldet, weil er drei Männer in einem anderen Dachgeschoss gesehen hatte. Als die Beamten dann da waren, stellten sie fest, dass alle aus verschiedenen Haushalten kommen. Zwei der Männer wollten sich vom dritten die Haare schneiden lassen. Der hatte dafür sogar extra Friseureinrichtung aufgestellt. Gegen alle drei wird nun wegen Verstoß gegen die Corona-Auflagen ermittelt.

29.12.2020, 6:10 Uhr – RKI: 12.892 Corona-Neuinfektionen

Die deutschen Gesundheitsämter haben binnen 24 Stunden 12.892 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 852 weitere Todesfälle verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut am Morgen bekannt gab. Diese Zahlen sind aber nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar, da das RKI zum Jahreswechsel hin mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnete. Dennoch war die Zahl der Todesfälle vor einer Woche mit 731 Fällen geringer. Ein Höchststand von 952 Todesfällen war am 16. Dezember registriert worden. Die Zahl der Neuinfektionen betrug vor einer Woche 19.528.

29.12.2020, 3:19 Uhr – Biontech: Spezielle Spritzen könnten Impfdosen erhöhen

Die Zahl der verfügbaren Impfdosen gegen das Coronavirus könnte durch spezielle Spritzen um 20 Prozent erhöht werden. Das hat eine Sprecherin des Mainzer Impfstoffherstellers Biontech dem Westfalen-Blatt bestätigt. Demnach könnte man aus einer Ampulle sechs statt fünf Dosen ziehen, wenn sogenannte Feindosierungsspritzen verwendet werden. Ärzte hatten am Wochenende bei der Impfung erster Patienten festgestellt, dass der Impfstoff in den Glasbehältern großzügig bemessen ist. Einige haben deshalb bereits mehr Menschen geimpft, als geplant.

29.12.2020, 1:58 Uhr – Kliniken können bald Gehälter nicht mehr zahlen

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft warnt davor, dass Kliniken möglicherweise bald keine Gehälter mehr zahlen können. Wenn die Bundesregierung die Hilfen nicht deutlich erhöhe, wäre das in den ersten drei Monaten des kommenden Jahres flächendeckend der Fall, sagte der Präsident der Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das Geld aus der Regelversorgung fehle, die Krankenhäuser verfügten nur noch über begrenzte finanzielle Mittel. Von dem Rettungsschirm der Bundesregierung würde aktuell nur jede vierte Klinik erfasst.

Weniger Einnahmen Verband: Kliniken könnten bald Probleme haben, Gehälter zu zahlen

Manche Krankenhäuser in Deutschland könnten schon im ersten Quartal 2021 massive Zahlungsprobleme haben. In der Corona-Pandemie brechen wichtige Einnahmen weg.  mehr...

29.12.2020, 1:44 Uhr – SPD und Union prüfen Verbot von Privilegien für Geimpfte

Rechtspolitiker von Union und SPD prüfen ein gesetzliches Verbot von Sonderrechten für Menschen mit Corona-Impfung. Der rechtspolitische Sprecher der SPD-Bundestagfraktion, Johannes Fechner, sagte der Zeitung Die Welt, man prüfe gesetzliche Maßnahmen, wie Ungleichbehandlungen von Nicht-Geimpften und Geimpften durch die Privatwirtschaft ausgeschlossen werden könnten. Es sei nicht hinnehmbar, wenn Fluggesellschaften nur Geimpfte mitnehmen oder Restaurants Nicht-Geimpften den Zutritt verwehren wollten. Eine solche Sonderregelung würde laut Fechner zu einer Spaltung der Gesellschaft führen.

29.12.2020, 0:41 Uhr – Corona verstärkt Diskriminierung

Die Corona-Pandemie hat nach Behördenangaben zu mehr Diskriminierungsfällen geführt. Das Virus habe für die Diskriminierung einzelner Menschengruppen wie ein Brandbeschleuniger gewirkt, sagte der Leiter der Anti-Diskriminierungsstelle des Bundes, Bernhard Franke, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Die Zahl der Beratungsanfragen sei bis Ende November auf mehr als 6.000 Fälle gestiegen – beinahe doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Zu Beginn der Pandemie seien meist asiatisch aussehende Menschen diskriminiert worden, später seien Wohnhäuser von Sinti und Roma publikumswirksam abgeriegelt worden.

29.12.2020, 0:35 Uhr – WHO fordert Vorbereitung auf zukünftige Pandemien

Nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation WHO muss sich die Weltgemeinschaft besser auf zukünftige Pandemien vorbereiten. Corona sei ein Weckruf, sagte der WHO-Direktor für medizinische Notfälle, Michael Ryan. Diese Pandemie sei sehr schlimm, das neuartige Virus habe sich extrem schnell auf der ganzen Welt verbreitet. Die Sterberate sei aber vergleichsweise niedrig. Die Welt müsse sich auf etwas vorbereiten, das vielleicht noch heftiger sei, so Ryan. Auch der WHO-Experte Bruce Aylward mahnte eine erhöhte Wachsamkeit an: „Wir sind nicht ausreichend vorbereitet für die aktuelle (Pandemie), ganz zu schweigen von der nächsten.“

28.12.2020, 23:38 Uhr – Verfassungsschutz: Sorge vor Anschlägen von Corona-Leugnern

Bei den Sicherheitsbehörden wächst die Sorge vor Anschlägen radikalisierter Corona-Leugner. Das Apokalyptische der Verschwörungstheoretiker verbinde sich mit dem Rechtsextremismus, sagte der Chef des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes, Burkhard Freier, dem Tagesspiegel. Im Oktober hatten mutmaßliche Corona-Leugner in Berlin Brandflaschen auf das Gebäude des Robert-Koch-Instituts geworfen und nahe der Leibniz-Gemeinschaft einen Sprengsatz gezündet. Freier befürchtet außerdem, dass die Gefahr von Anschlägen der Terrormiliz IS wieder wächst. Anfang November hatte ein Islamist im Wiener Stadtzentrum um sich geschossen und dabei vier Menschen getötet – 23 weitere wurden verletzt. Dieser Angriff zeige, dass der IS in den EU-Ländern wieder Strukturen aufbauen wolle, so Freier.

28.12.2020, 22:25 Uhr – Neue Virus-Variante seit November in Deutschland

Die neue Variante des Coronavirus ist bereits im November in Deutschland aufgetreten. Sie wurde jetzt bei einem in Niedersachsen verstorbenen Corona-Patienten nachgewiesen, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover mit. Die Proben seien bereits vergangenen Monat entnommen worden. Nach dem Auftreten der neuen Virus-Variante in Großbritannien habe man diese nachträglich darauf geprüft. Die Tochter des Patienten hatte sich Mitte November in England aufgehalten. Auch seine Frau habe sich damit infiziert, sie sei mittlerweile wieder genesen. Die Virus-Mutation, die möglicherweise ansteckender sein soll, ist vor etwas mehr als einer Woche auch bei einer Frau aus Baden-Württemberg nachgewiesen worden.

28.12.2020, 21:00 Uhr – Kommentar: „Politik hat nichts mit Impfstoffproduktion zu tun“

Aus der Linkspartei kommen Forderungen nach einer Lizenzproduktion von Corona-Impfstoffen. Dazu könne der Bundesgesundheitsminister Unternehmen nach dem Ersten Bevölkerungsschutzgesetz zwingen, sagte Gesundheitspolitiker Achim Kessler (Linke) dem Spiegel. Auch FDP-Chef Christian Lindner sieht die Bundesregierung in der Pflicht. Sie müsse gemeinsam mit der Pharmaindustrie prüfen, wo es freie Produktionskapazitäten gebe, forderte er in einer Bild-Sendung.

SWR-Wissenschaftsredakteur David Beck sieht in solchen Forderungen auch politisches Kalkül. In seinem Videokommentar sagt er, das sei für Oppositionsparteien eine Möglichkeit zu sagen: "Die Große Koalition macht's mal wieder falsch, wir wissen wie's richtig geht." Die Impfstoffhersteller würden bereits aus wirtschaftlichen Gründen ihr Produktionsnetzwerk ausbauen.

28.12.2020, 19:32 Uhr – Wieder Impf-Termine in Baden-Württemberg verfügbar

In Baden-Württemberg gibt es wieder freie Termine in den Corona-Impfzentren. Das hat ein Sprecher des Sozialministeriums mitgeteilt. Wie viele Termine vergeben werden, hänge aber unter anderem davon ab, wie viel Impfstoff überhaupt verfügbar sei. In Baden-Württemberg - und auch in Rheinland-Pfalz - ist die Impf-Kampagne gut angelaufen. Es wurden bereits mehrere tausend Menschen geimpft. In Baden-Württemberg waren zeitweise alle Termine vergeben.

28.12.2020, 18:15 Uhr – Russland hat Corona-Opferbilanz nach oben korrigiert

Russland hat seine Corona-Opferbilanz deutlich nach oben korrigiert. Seit Jahresbeginn seien mehr als 186.000 Menschen mit dem Coronavirus gestorben. Dieser Wert ist rund dreieinhalb Mal so hoch wie der, der an Heiligabend mitgeteilt wurde. Damals war noch von gut 53.000 Toten die Rede. Über den Grund für die Diskrepanz gibt es keine Angaben.

28.12.2020, 16:44 Uhr – Kanzleramtschef Braun: Lockdown dürfte verlängert werden

Auch Kanzleramtschef Helge Braun hat Zweifel geäußert, dass die Corona-Maßnahmen im Januar gelockert werden können. „Ich rechne damit, dass wir zunächst am 5. Januar, wenn wir uns das nächste Mal treffen, das Ganze noch nicht genau beurteilen können und deswegen den Lockdown noch fortsetzen müssen“, sagte Braun der Sendergruppe RTL/ntv. Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans äußerte sich ähnlich. Der Lockdown müsse aus seiner Sicht „auch Anfang Januar verlängert werden“, wird er zitiert. Mitte Januar müsse man schauen, wie sich die Feiertage ausgewirkt haben, um dann weiter zu planen.

28.12.2020, 16:21 Uhr – Berlin: Polizei und Feuerwehr rechnen mit vielen Böllern an Silvester

Trotz des Verkaufsverbots von Feuerwerk bereitet sich die Berliner Feuerwehr für die kommende Silvesternacht in gleicher Weise wie in den Vorjahren auf einen Ausnahmezustand vor. "Wir hoffen natürlich, dass es ruhiger wird als sonst, aber das können wir eben noch nicht absehen", sagte ein Sprecher. Daher werde wie jedes Jahr die Personalstärke auf den Wachen sowie den Organisationseinheiten erhöht, teilte die Feuerwehr mit. Insgesamt sollen etwa 850 Kräfte der Berufsfeuerwehr im Einsatz sein sowie mehr als 520 Ehrenamtliche von den Freiwilligen Feuerwehren. 427 Fahrzeuge seien besetzt. Hinzu kämen rund 120 Einsatzkräfte der Bundeswehr sowie des Technischen Hilfswerks. "Somit wird die Personalstärke im Vergleich zum Regelbetrieb nahezu verdreifacht." Die große Silvesterparty am Brandenburger Tor fällt in diesem Jahr aus. Stattdessen plant das ZDF dort die Fernsehshow "Willkommen 2021" - jedoch ohne Publikum. 

Ansonsten gilt in der Hauptstadt wie überall sonst ein striktes Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern. Auch das Zünden von Böllern bleibt vielerorts verboten. Der Senat veröffentliche vergangene Woche eine Liste mit 56 Orten, an denen das der Fall sein wird. Darunter sind große Plätze und Sehenswürdigkeiten wie der Potsdamer Platz, der Breitscheidplatz und das Brandenburger Tor. Auch der Aufenthalt an diesen Orten ist untersagt. Der Berliner Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Thomas Spaniel, kritisierte die Maßnahmen des Senats. "Diese Böllerverbotszonen kamen zu spät", sagte er im RBB.

28.12.2020, 14:17 Uhr – Corona-Schnelltest aus Bayern erhält Sonderzulassung

Ein von einem bayerischen Startup entwickelter neuer Corona-Schnelltest hat eine Sonderzulassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erhalten. Das erklärte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger in München. Das Schnellverfahren des Unternehmens GNA Biosolutions aus dem Münchner Vorort Martinsried soll Ergebnisse in weniger einer Stunde liefern, aber vergleichbar zuverlässig sein wie herkömmliche PCR-Tests.

Das Testgerät ist transportabel und kann acht Proben gleichzeitig analysieren. Das Verfahren war in den vergangenen Monaten am Münchner Flughafen probeweise eingesetzt worden.

28.12.2020, 13:39 Uhr – Fünffache Impfdosis für Pflegeheim-Mitarbeiter

Wegen individueller Fehler bei der Aufbereitung des Impfstoffes ist acht Mitarbeitern eines Pflegeheims in Stralsund die fünffache Dosis des Corona-Impfstoffes verabreicht worden. Nach dem Vorfall am Sonntag seien die sieben Frauen und ein Mann nach Hause geschickt worden. Wie der Landrat des Kreises Vorpommern-Rügen, Stefan Kerth (SPD), sagte, haben sich zwischenzeitlich vier der acht Betroffenen zur Beobachtung vorsorglich stationär in einem Krankenhaus aufnehmen lassen. Sie zeigten grippeähnliche Symptome.

Der Landkreis berichtete in seiner Mitteilung, dass nach Informationen des Herstellers Biontech größere Dosen des Impfstoffes in der Phase-1-Studie bereits an Probanden ohne schwerwiegende Folgen getestet worden seien. Es seien keine bleibenden, unerwünschten Ereignisse gemeldet worden.

28.12.2020, 13:21 Uhr – "Brot für die Welt": Spenden statt Böller

Weil das Feuerwerk in Hamburg weitgehend ausfallen wird, ruft das evangelische Hilfswerk "Brot für die Welt" für dieses Silvester dazu auf, das eingesparte Geld zu spenden. "Diese Pandemie macht uns einmal mehr bewusst, dass wir in einer globalen Welt leben und Probleme nur gemeinsam lösen können", sagte Hamburgs Diakoniechef Dirk Ahrens. Es sollte nicht vergessen werden, dass viele Menschen auf der Welt mit ganz anderen Folgen von Corona zu kämpfen haben.

Das Bündnis "Aktion Deutschland Hilft" warnte davor, dass die Pandemie im Zusammenspiel mit Klimawandel und bewaffneten Konflikten den Kampf gegen Armut, Hunger und Gewalt um Jahrzehnte zurückzuwerfen könnte. Derzeit sei das Coronavirus in über 200 Ländern oder Regionen der Welt bestätigt, erklärte der Vorstand. Auch im kommenden Jahr werde sich nichts daran ändern, dass die Pandemie humanitäre Notlagen verschärft.

28.12.2020, 11:56 Uhr – Berlin: Zahlreiche Demonstrationen am 30. Dezember geplant

Gegner der Corona-Maßnahmen haben für kommenden Mittwoch in Berlin zu Kundgebungen aufgerufen. Im Gegensatz zu Silvester und dem Neujahrstag gilt für Mittwoch noch kein Versammlungsverbot in der Hauptstadt. So sind 10.000 Teilnehmer zu einer Demonstration vom Hauptbahnhof bis ans Nordufer im Wedding in die Nähe des Robert Koch-Institutes angemeldet, wie ein Polizeisprecher sagte. Anmelder ist eine Privatperson. Zuvor war eine Demonstration der Berliner "Querdenken"-Initiative auf der Straße des 17. Juni mit 22.500 Personen verboten worden. Für Mittwochabend wird zu einer "Pilgerwanderung" vom Brandenburger Tor zum Großen Stern und zurück aufgerufen. Angemeldet sind 250 Personen.

Gegner der "Querdenken"-Bewegung rufen für Mittwochabend zu einem Radkorso vom Adenauerplatz zum Alexanderplatz auf. Angemeldet sind 500 Teilnehmer. Am Nachmittag wollen sich 500 Menschen am Rosa-Luxemburg-Platz versammeln. Vom Nettelbeckplatz im Wedding zum Rosa-Luxemburg-Platz wollen 200 Personen ziehen. Auch die satirische "Bergpartei" ruft zu einem Radkorso auf.

28.12.2020, 11:52 Uhr – Spahn will Impfstoff nicht von anderen Pharmafirmen herstellen lassen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat skeptisch auf Forderungen der Opposition reagiert, den zugelassenen Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer auch von anderen Pharmafirmen herstellen zu lassen. Der CDU-Politiker sagte im ARD/ZDF-Morgenmagazin, man könne die Produktion nicht einfach beliebig an andere vergeben, das sei sehr kompliziert. Er setzt darauf, dass Biontech/Pfizer schon bald in Deutschland neue Produktionsstätten aufbaut. Für Produktionen in Lizenz hatten sich die Linken und die FDP ausgesprochen.

Welt-Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery bezeichnete FDP-Chef Christian Linders Forderung als aufgeregte Debatte. Im Deutschlandfunk sagte Montgomery, wichtiger sei es, die Vorbehalte gegen die Impfung zu überwinden.

Der Leiter von Caritas International, Oliver Müller, verwies im SWR darauf, dass viele Länder gar nicht in der Lage seien, die beim Biontech/Pfizer Impfstoff geforderte Kühlkette einzuhalten. Er fordert deshalb weitere Forschung mit dem Ziel, weniger sensible Impfstoffe zu entwickeln. Außerdem forderte Müller, den Impfstoff weltweit gerechter zu verteilen. Die entwickelten Staaten hätten bis zu 85 Prozent der verfügbaren Impfdosen für sich reserviert, obgleich sie nur 14 Prozent der Weltbevölkerung ausmachten. Deshalb müsse das geplante Programm zur Verteilung von Impfdosen ausgebaut werden, sagte Müller.

28.12.2020, 7:55 Uhr – Eisenmann: Präsenzunterricht ist nicht zu ersetzen

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) will sich dafür einsetzen, dass Grundschulen und Kitas nach dem Lockdown am 10. Januar wieder öffnen dürfen. Gerade mit kleineren Kindern sei digitaler Unterricht nicht möglich, sagte Eisenmann in Stuttgart. „Ich gehe davon aus und werbe sehr dafür, dass wir Kitas und Grundschulen in jedem Fall wieder in Präsenz öffnen und auch Klasse 5, 6 und 7 sowie die Abschlussklassen im Blick haben – unabhängig von den Inzidenzzahlen“, sagte sie. Präsenzunterricht sei durch nichts zu ersetzen.

Die Kultusminister der Länder wollen in den nächsten Tagen darüber beraten, wie es mit dem Schulunterricht weitergehen soll. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig, sie werde mit ihren Länder-Kollegen vor dem Treffen mit der Kanzlerin am 5. Januar nochmal beraten. Bei der Entscheidung über den Schulunterricht müsse in den Blick genommen werden, wie sich die Corona-Infektionszahlen bis dahin entwickelt hätten, erklärte sie das weitere Vorgehen.

28.12.2020, 6:06 Uhr – RKI: 10.976 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut 10.976 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden gemeldet. Die Zahl der Toten stieg um 348 auf insgesamt 30.126. Die Zahl der binnen sieben Tagen bundesweit gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Morgen bei 157,8. Gestern betrug sie noch 161,3. Ihr bisheriger Höchststand war am vergangenen Dienstag mit 197,6 erreicht worden.

Da am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln, liegen die Fallzahlen des RKI sonntags und montags in der Regel niedriger als an anderen Wochentagen.

28.12.2020, 3:33 Uhr – Polizei sammelt trotz Corona-Einschränkungen 20 Millionen Überstunden

Die Zahl der Überstunden bei der Polizei ist trotz des Lockdowns in diesem Jahr unverändert hoch. Die Beamten würden derzeit 20 Millionen Überstunden vor sich herschieben, hat der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei der Neuen Osnabrücker Zeitung gesagt. Die Pandemie habe für eine ungeheure Menge von Einsätzen gesorgt. Zwar seien viele Großveranstaltungen wie Fußballspiele oder Festivals weggefallen, dafür habe es aber in ganz Deutschland Hunderte Demonstrationen gegen die Corona-Auflagen gegeben. Dabei hätten Provokationen gegen Polizisten deutlich zugenommen. Es beginne mit Beleidigungen und gehe über Anhusten oder Anspucken bis hin zu Gewaltattacken.

28.12.2020, 3:25 Uhr – Neue Virus-Variante auch in Südkorea nachgewiesen

Die mit dem schnellen Anstieg der Infektionen in Großbritannien in Verbindung gebrachte neue Variante des Coronavirus hat Südkorea erreicht. Sie sei bei drei Personen bei der Einreise aus London am 22. Dezember entdeckt worden, erklärte die südkoreanische Gesundheitsbehörde KDCA

28.12.2020, 2:28 Uhr – Trump unterschreibt Corona-Hilfspaket doch noch

Der amtierende US-Präsident Donald Trump hat nach tagelanger Blockade das Corona-Hilfspaket für die Vereinigten Staaten doch noch unterschrieben. Das teilte das Weiße Haus mit. Zuvor hatte Trump das von Demokraten und Republikanern ausgehandelte Maßnahmenbündel noch vehement abgelehnt. Es geht dabei um umgerechnet 740 Milliarden Euro. Davon sollen unter anderem einmalige Hilfszahlungen an Millionen US-Bürger und ein höheres Arbeitslosengeld finanziert werden. Trump unterzeichnete den Angaben zufolge nun auch einen neuen Übergangshaushalt, der zusammen mit dem Corona-Hilfspaket von Republikanern und Demokraten gemeinsam auf den Weg gebracht worden war. Damit wird eine Stilllegung von Bundesbehörden abgewendet, die ab Mitternacht (Ortszeit) gedroht hatte.

28.12.2020, 1:43 Uhr – Lindner fordert schnellere Produktion von Impfstoffen

FDP-Chef Christian Lindner fordert, dass die Corona-Impfstoff-Produktion beschleunigt wird. Derzeit werde zu wenig hergestellt, sagte er der Bild-Zeitung. Er spricht sich deshalb dafür aus, den Impfstoff von Biontech und Pfizer durch andere Hersteller mit einer Lizenz produzieren zu lassen.

28.12.2020, 1:17 Uhr – Spahn lehnt Sonderrechte für Geimpfte ab

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist gegen Sonderrechte für Menschen, die bereits gegen das Corona-Virus geimpft worden sind. Viele Leute würden warten, damit andere zuerst geimpft werden können, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Sie würden umgekehrt erwarten, dass sich die Geimpften solidarisch gedulden. Niemand solle Sonderrechte einfordern, bis alle die Chance zur Impfung gehabt hätten, so Spahn. Gegen die Pandemie würde man gemeinsam kämpfen – man werde sie auch nur gemeinsam überwinden. Zuvor hatten sich bereits Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach gegen Privilegien für Geimpfte ausgesprochen.

28.12.2020, 0:49 Uhr – Kultusminister wollen vor 5. Januar über Schulen beraten

Die Kultusminister der Länder wollen in den kommenden Tagen darüber sprechen, wann und wie es nach den aktuellen Corona-Beschränkungen an den Schulen weitergeht. Am 5. Januar würden sich die Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin treffen, sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig (SPD), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Vorher werde man noch einmal beraten. Dabei werde vor allem darauf geachtet, wie sich die Infektionszahlen bis dahin entwickelt hätten.

27.12.2020, 20:45 Uhr – Mehr als eine Million Corona-Infektionen in Südafrika

Die bestätigten Corona-Infektionen haben in Südafrika die Marke von einer Million Menschen überschritten. Vor neun Tagen waren es noch 900.000 Fälle. Das Gesundheitssystem des Landes gerät durch den schnellen Anstieg immer mehr unter Druck. In Südafrika war vor kurzem eine neue, ansteckendere Form des Coronavirus entdeckt worden.

27.12.2020, 18:58 Uhr – Keine Probleme am ersten Impftag in RP

In Rheinland-Pfalz sind die Corona-Schutzimpfungen am ersten Tag laut Gesundheitsministerium ohne Komplikationen verlaufen. Wie ein Sprecher des Ministeriums dem SWR mitteilte, hätten die rund 1.200 Geimpften keine allergischen Reaktionen gezeigt. Laut Staatskanzlei soll in der kommenden Woche - auch an Feiertagen - weiter geimpft werden. Ziel sei es, so schnell wie möglich so viele Menschen wie möglich zu impfen. Morgen und am Mittwoch erwartet Rheinland-Pfalz insgesamt rund 60.000 weitere Impfdosen. Laut Gesundheitsministerium ist geplant, in den Altenheimen täglich bis zu 2.000 Menschen zu impfen. Dabei werden Einrichtungen in Kreisen mit besonders hoher Inzidenz priorisiert.

27.12.2020, 18:26 Uhr – Auch in anderen EU-Ländern haben Impfungen begonnen

Auch in anderen EU-Ländern haben die Impfungen mit dem Impfstoff von Biontech und Pfizer begonnen. Bis Dienstag wollen die meisten EU-Mitgliedsländer ihre Impfkampagne starten. Für EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sind die EU-weiten Impftage ein berührender Moment der Einheit. Die EU hatte die Impfdosen gemeinsam bestellt. Wer zuerst geimpft wird, bestimmt dabei jedes Land selbst. In Deutschland, Spanien und Frankreich stehen alte Menschen und Pflegeheimbewohner ganz oben auf der Liste. Italien und Polen wollen zunächst Krankenhauspersonal impfen.

27.12.2020, 17:50 Uhr – Mehr Covid-19-Patienten auf Intensivstationen

Die Lage auf den Intensivstationen in Deutschland verschärft sich. Die Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) zählte aktuell 5.562 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen. Das sind etwa 200 mehr als an Heiligabend. Mehr als die Hälfte wird beamtet. Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen ist über die Weihnachtstage deutlich gesunken - allerdings sind die Zahlen nicht mit der Vorwoche vergleichbar. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) wird gerade weniger getestet und die Gesundheitsämter übermitteln weniger Daten an das RKI.

27.12.2020, 16:23 Uhr – Mallorca verschärft Maßnahmen

Auf der spanischen Ferieninsel Mallorca werden wegen der weiter steigenden Corona-Fallzahlen die Schutzmaßnahmen wieder verschärft. Ab kommenden Dienstag müssen Restaurants, Cafés und Gaststätten auch werktags um 18 Uhr schließen und damit vier Stunden früher als bisher. Das hat die Regionalregierung angekündigt. Auch die Geschäfte müssen dann früher zumachen. Die neuen Maßnahmen sollen bis zum 11. Januar gelten. Zuletzt waren die Corona-Regeln auf Mallorca vor rund zwei Wochen verschärft worden.

27.12.2020, 15:38 Uhr – Britische Skiurlauber in der Schweiz verschwinden aus Quarantäne

Rund 400 britische Skiurlauber, die im schweizerischen Verbier unter Corona-Quarantäne gestellt wurden, haben sich abgesetzt. Das teilte ein Gemeindesprecher aus der Region der Deutschen Presse-Agentur mit. 50 Briten seien sofort abgereist, nachdem sie die Mitteilung bekommen hätten. Die anderen seien wohl in der Nacht zum Sonntag heimlich verschwunden. Wegen des mutierten Coronavirus in Großbritannien hatte die Schweizer Regierung am 20. Dezember für alle von dort Eingereisten eine zehntägige Quarantäne verhängt.

27.12.2020, 15:00 Uhr – Entwarnung nach Kühl-Problemen

Nachdem es in mehreren Landkreisen Zweifel an der Verwendbarkeit des Impfstoffs gab, hat der Hersteller Biontech Entwarnung gegeben. Die gemeldeten Probleme mit der Kühlkette des Impfstoffs waren offenbar nicht schwerwiegend. Biontech versicherte, dass der Impfstoff trotzdem sicher und wirksam ist.

27.12.2020, 14:35 Uhr – Bahn droht: Maskenverweigerer werden nicht befördert

Die Deutsche Bahn droht Maskenverweigerern in Zügen mit einem dauerhaften Beförderungsausschluss. Ein Bahnsprecher sagte der Welt am Sonntag, wer das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung wiederholt verweigere, ohne eine Ausnahme glaubhaft machen zu können, „verstößt gegen die Coronaschutzverordnungen der Länder und begründet somit eine Wiederholungsgefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung“. Gemäß der Eisenbahnverordnung könne ein Beförderungsausschluss „bei drohender Gefahr präventiv ausgesprochen werden“.

Bislang droht Fahrgästen, die ohne Mund-Nasen-Bedeckung in Zügen angetroffen werden, der einmalige Rauswurf aus dem Zug am nächsten Bahnhof und ein Bußgeld von der im jeweiligen Bundesland zuständigen Gesundheitsbehörde.

27.12.2020, 14:05 – Trotz Lockdown: Andrang und teils Verkehrschaos in Wintersportregionen Österreichs

Riesenandrang bei den geöffneten Skigebieten in Österreich: Am Wochenende gab es teils so große Verkehrsstaus, dass einige Gebiete die Notbremse zogen und den Zutritt sperrten. In Damüls in Vorarlberg rund 70 Kilometer südlich von Lindau am Bodensee musste eine zu große Menschenansammlung aufgelöst werden.

In Österreich sind einige Skigebiete geöffnet, allerdings praktisch nur für Einwohner. Für Anreisende aus dem Ausland gilt eine zehntägige Quarantänepflicht, was die meisten Touristen abschreckt. Zudem sind die besonders wirksamen FFP2-Masken als Mund- und Nasenschutz für alle Skifahrer über 14 Jahre vorgeschrieben, die Gondeln oder Lifte benutzen oder anstehen müssen.

27.12.2020, 13:30 Uhr – Panne beim Impfen in Oberfranken

In Deutschland hat es zum Start der Impfaktion eine Panne gegeben. In sechs Landkreisen in Oberfranken wurde das Impfen erstmal verschoben, weil es Zweifel an der Verwendbarkeit des Impfstoffs gibt. Möglicherweise wurde die betreffende Charge nicht durchgehend gekühlt. Die Landratsämter der betroffenen Kreise wollen jetzt zusammen mit der Herstellerfirma Biontech klären, ob der Impfstoff weiterhin wirksam ist oder nicht. Nach großen Teilen Oberfrankens haben die Behörden auch im Landkreis Augsburg den Impfstart gegen das Coronavirus aufschieben müssen. Auch dort sei die Kühlkette nicht nachvollziehbar gewesen.

27.12.2020, 13:03 Uhr – RP-Ministerpräsidentin Dreyer sieht in Impfstart „Tag der Hoffnung“

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat nach dem Start der Corona-Impfungen in Rheinland-Pfalz von einem „Tag der Hoffnung“ gesprochen. Die Impfungen gegen den Erreger seien „ein wesentlicher Baustein“, um die Pandemie zu besiegen. Allerdings müssten die Menschen in den nächsten Monaten noch weiter stark aufeinander aufpassen und die Schutzregeln einhalten. Die Impfung bleibe freiwillig, betonte Dreyer. „Aber sich impfen lassen, ist auch ein Gemeinschaftsbeitrag.“

27.12.2020, 12:30 Uhr – Erste Frau in Baden-Württemberg geimpft

Am Mittag wurde in Baden-Württemberg die erste Person gegen das Coronavirus geimpft - eine Krankenpflegerin aus dem Klinikum Stuttgart. Die Frau ist Mitarbeiterin auf der Corona-Isolierstation in der Klinik und sei direkt aus der Frühschicht zur Impfung gekommen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nannte den Start der Impfungen einen „Meilenstein in der Pandemiebekämpfung.“

27.12.2020, 11:40 Uhr – Impfkampagne gegen Covid-19 ist bundesweit angelaufen

Die beispiellose Impfkampagne gegen Covid-19 ist bundesweit angelaufen. Zuerst sollen Menschen über 80 Jahre sowie Pflegekräfte und besonders gefährdetes Krankenhauspersonal immunisiert werden. Dazu werden vor allem mobile Impfteams unterwegs sein. Die mehr als 400 Impfzentren werden größtenteils erst in den nächsten Tagen in Betrieb genommen.

27.12.2020, 11:10 Uhr – Geschlagen, bespuckt, angehustet: Angriffe auf Beamte bei Corona-Kontrollen

Seit Beginn der Corona-Krise sind viele Mitarbeiter der Ordnungsämter angegriffen worden, wenn sie Schutzmaßnahmen gegen die Pandemie durchsetzen wollten. Das zeigt eine Umfrage der Welt am Sonntag.

Köln, Berlin

Bei Corona-Kontrollen Geschlagen, bespuckt, angehustet – Angriffe auf Mitarbeiter von Ordnungsämtern

Seit Beginn der Corona-Krise sind viele Mitarbeiter der Ordnungsämter angegriffen worden, wenn sie Schutzmaßnahmen gegen die Pandemie durchsetzen wollten. Das zeigt ein Bericht der Welt am Sonntag.  mehr...

27.12.2020, 9:47 Uhr – Europol warnt vor Betrug mit Corona-Impfstoffen

Die europäische Polizeibehörde Europol warnt vor Betrug bei Corona-Impfstoffen. Es gebe Verkaufsangebote in sozialen Netzwerken, sagte die Direktorin Catherine De Bolle den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wer dort kaufe, bekomme aber entweder gar nichts geliefert oder gefälschten Impfstoff. Das könne ernste gesundheitliche Folgen haben. Außerdem müssen die Behörden laut Europol darauf vorbereitet sein, dass Kriminelle Impfstoff stehlen wollen.

27.12.2020, 8:20 Uhr – Lufthansa-Chef: Langstreckenflüge zunächst nur mit Test oder Impfnachweis

Langstreckenflüge werden nach Ansicht von Lufthansa-Chef Carsten Spohr eine Zeit lang wohl nur mit einem negativen Corona-Test oder einem Impfnachweis möglich sein. Wenn eine ausreichende Immunität der Weltbevölkerung erreicht sei, würde das Impfzertifikat dann überflüssig, sagte Spohr der Zeitung Welt am Sonntag. Eine Impfpflicht sei bei der Lufthansa außerdem nicht vorgesehen, das könne und wolle die Airline nicht vorschreiben.

27.12.2020, 7:08 Uhr – Jetzt geht's los: Heute startet die Impfkampagne

EU-weit starten offiziell die Impfungen gegen das Coronavirus. In Rheinland-Pfalz geht es am Morgen los, in Baden-Württemberg mittags. Um 13 Uhr gibt es dazu ein SWR Extra „Kampf gegen Corona - Impfstart im Südwesten“ als Livestream.

Baden-Baden

Impfstart in Deutschland Wer kann sich wann und wo impfen lassen? FAQ zur Corona-Impfung

In Deutschland haben die Corona-Impfungen begonnen. Wer darf sich zuerst impfen lassen, wie bekomme ich einen Impftermin und wie wirksam ist das Vakzin? Hier bekommt ihr Antworten auf eure Fragen.  mehr...

27.12.2020, 6:53 Uhr – Mehr als 213.000 Neuinfektionen in den USA

In den USA ist die Zahl der neu mit dem Corona-Virus infizierten Personen binnen 24 Stunden um mindestens 213.824 auf 18,91 Millionen gestiegen. Wie aus einer Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten hervorgeht, starben an oder mit dem Virus mindestens 1.618 Menschen. Die Gesamtzahl der Todesfälle erhöht sich damit auf 331.929. Die USA weisen in der Pandemie weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

27.12.2020, 5:39 Uhr – RKI meldet 13.755 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut in den vergangenen 24 Stunden 13.755 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Gemeldete Todesfälle gab es 365. Das sind zwar deutlich weniger als vor einer Woche, aber die Zahlen sind wohl nicht aussagekräftig, weil nicht vergleichbar. Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass über die Feiertage weniger getestet wird und die Gesundheitsämter weniger Meldungen weitergeben.

27.12.2020, 3:22 Uhr – Auch andere EU-Länder impfen schon

Auch andere EU-Länder haben schon einen Tag vor dem offiziellen EU-weiten Start mit dem Impfen begonnen. In Ungarn und der Slowakei erhielten Menschen bereits den Wirkstoff von Biontech und Pfizer. Beiden Ländern waren in einer ersten Lieferung jeweils rund 10.000 Dosen geliefert worden.

27.12.2020, 2:48 Uhr – Seehofer: Keine Sonderrechte für Geimpfte

Wer gegen Corona geimpft ist, sollte keine Sonderrechte bekommen – das findet Bundesinnenminister Horst Seehofer. Der CSU-Politiker sagte der Bild am Sonntag, unterscheide man zwischen Geimpften und Nicht-Geimpften, komme das einer Impfpflicht gleich. Er warnte auch private Unternehmen wie Fluggesellschaften vor Vorteilen für Geimpfte. Das spalte die Gesellschaft, so Seehofer. In einem Seniorenheim in Sachsen-Anhalt sind gestern die ersten Menschen bundesweit geimpft worden – offizieller Impfstart in allen Bundesländern ist heute.

27.12.2020, 1:17 Uhr – Virus-Variante in Kanada nachgewiesen

Immer mehr Länder bestätigen Fälle der Coronavirus-Variante, die sich zurzeit rasch in Großbritannien ausbreitet. Jetzt haben auch die Behörden in Kanada die Mutation festgestellt. Zwei Menschen im Osten des Landes hätten sich mit der Virus-Variante infiziert – das teilten die Gesundheitsbehörden mit. Das Ehepaar habe aber weder Kontakte mit anderen infizierten Menschen gehabt noch sei es zuvor verreist. In den meisten zuvor bekannt gewordenen Fällen in anderen Ländern sind die Betroffenen vorher aus Großbritannien eingereist. So auch die Frau, bei der die Variante an Heiligabend erstmals in Deutschland nachgewiesen worden war. Zuletzt hatten auch Schweden, Japan, Spanien und Frankreich Fälle gemeldet.

27.12.2020, 0:33 Uhr – Söder: Warten auf Corona-Impfstoff gefährdet Teilnahmebereitschaft

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert Tempo bei der Herstellung des Corona-Impfstoffes. Es sei wichtig, alle Kapazitäten zu erhöhen, sagte der CSU-Chef der Deutschen Presse-Agentur – denn wenn die Menschen endlos warten müssten, sinke auch ihre Bereitschaft sich impfen zu lassen. Söder betonte, je mehr geimpft würden, desto schneller könne der große Schrecken von Corona reduziert werden. Eine Impfpflicht werde es aber nicht geben.

27.12.2020, 0:11 Uhr – Jetzt über 80 Millionen Corona-Fälle weltweit

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat weltweit die 80-Millionen-Marke überschritten. Fast die Hälfte davon wurde in den USA, Indien, Brasilien und Russland festgestellt. Das zeigen Daten der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität. Demnach sind innerhalb nur eines Monats rund 20 Millionen weitere Infektionen registriert worden. Die Zahl der bekannten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus liegt inzwischen bei 1,75 Millionen. Fachleute gehen sowohl bei den Infektionen als auch bei den Todesfällen von hohen Dunkelziffern aus. Die Zahlen der Universität werden regelmäßig aktualisiert und liegen oft etwas höher als amtliche Daten.

26.12.2020, 19:01 Uhr – Patientenschützer kritisieren uneinheitliches Vorgehen

Patientenschützer haben das uneinheitliche Vorgehen der Bundesländer bei der Impfaktion kritisiert. Es sei unklar, wie das Prozedere vor Ort tatsächlich aussehen werde, sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. Jedes Bundesland gehe seinen eigenen Weg. Das sei fatal. 

26.12.2020, 17:38 Uhr – 101-Jährige wird in Deutschland als Erste geimpft

Eine 101-jährige Frau ist als Erste in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft worden. Die Bewohnerin eines Seniorenheims in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) nahm den Pieks nach Angaben von Beobachtern gelassen hin. In dem Seniorenheim wurden 40 Bewohnerinnen und Bewohner und zehn Mitarbeitende geimpft. Bundesweiter offizieller Impfstart ist morgen. 

26.12.2020, 16:42 Uhr – Spahn: Impfstoff ist „entscheidender Schlüssel“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat zu einem nationalen Kraftakt aufgerufen, um so viele Menschen wie möglich gegen das Coronavirus zu immunisieren. Spahn sagt, der Impfstoff sei ein entscheidende Schlüssel, damit wir unser Leben zurück bekämen.

Oppositionspolitiker warfen Spahn Versäumnisse vor. FDP-Fraktionsvize Michael Theurer sagte der Nachrichtenagentur AFP, es herrsche Verunsicherung, wer bis wann geimpft werde. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Kordula Schulz-Asche sprach von einem „Durcheinander der Stimmen von Bundes- und Landesregierungen“. Stattdessen bräuchten die Menschen Klarheit, um ihr alltägliches Leben während der Pandemie organisieren und meistern zu können.

26.12.2020, 15:12 Uhr – Kurz erwartet dritte Welle in Europa

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz rechnet im nächsten Jahr europaweit mit einer dritten Corona-Welle und damit auch mit einem weiteren massiven Anstieg der Infektionszahlen. Zum Sommer bestehe die Chance auf eine gewisse Rückkehr zur Normalität, sagte Kurz dem Sender ORF. Er begründete das mit den Impfungen und einer intensiven Teststrategie. Testen, so Kurz, werde in den kommenden Monaten so normal werden wie das Zähneputzen. In Österreich gelten seit heute wieder strenge Corona-Einschränkungen: Viele Geschäfte bleiben geschlossen, die Menschen dürfen Häuser und Wohnungen nur mit gutem Grund verlassen.

26.12.2020, 14:46 Uhr – Laut New York Times allergische Reaktion auf Moderna-Impfstoff

Der Corona-Impfstoff des US-Konzerns Moderna hat einem Bericht der New York Times zufolge bei einem Arzt aus Boston zu einer ernsten allergischen Reaktion geführt. Der Mann habe sich unmittelbar nach der Impfung am Donnerstag schwindelig gefühlt und Herzrasen bekommen. Ein Sprecher des Boston Medical Center sagte, der Arzt sei behandelt worden und mittlerweise aus dem Krankenhaus entlassen. Es ist der erste öffentlich gewordene Fall einer allergischen Reaktion auf den Moderna-Impfstoff, der seit einer Woche in den USA zugelassen ist.

26.12.2020, 13:45 Uhr – Ungarn startet schon mit Corona-Impfungen

Ungarn hat bereits heute mit den ersten Impfungen gegen das Coronavirus begonnen – und damit einen Tag früher als die meisten EU-Länder. „Wir haben mit den Impfungen unter den Mitarbeitern des Gesundheitswesens nach einem zuvor festgelegten Plan begonnen“, sagte ein Regierungssprecher auf Anfrage von Reuters. Am Morgen hat Ungarn nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur MTI eine erste Lieferung von Impfdosen der Firmen Pfizer und Biontech erhalten, die für die Impfung von 4.875 Personen ausreichen.

26.12.2020, 12:00 Uhr – Spahn: Sind bereit für größte Impfkampagne Deutschlands

Deutschland ist nach Aussage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bereit für den Impfstart am Sonntag. „Morgen werden in allen Bundesländern die ersten Impfungen gesetzt“, sagte der Gesundheitsminister. In ganz Deutschland seien LKWs unterwegs, um die Covid-19-Impfdosen in die Verteilzentren zu liefern. Weitere Lieferungen folgten schon am Montag. „Die Impfzentren sind startklar. Die Impfteams stehen“, so Spahn.

Deutschland

Vorbereitungen auf Hochtouren Erste Corona-Impfdosen in den Bundesländern ausgeliefert

Die Vorbereitungen für die Corona-Impfungen in Deutschland sind in der letzten Phase. „Die Impfzentren sind startklar. Die Impfteams stehen“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.  mehr...

26.12.2020, 10:45 Uhr – USA: Keine Lösung für Corona-Hilfspaket in Sicht

In den USA hat sich über Weihnachten keine Lösung des Streits über das Corona-Hilfspaket abgezeichnet, dem Präsident Donald Trump seine Unterschrift verweigert. Millionen von Amerikanern droht damit nach dem Jahreswechsel ein Wegfall ihrer Corona-Hilfen und den Behörden und Institutionen der Bundesregierung ein Shutdown.

Trump wiederholte auf Twitter seine Forderung, den Zuschuss für unter der Corona-Pandemie leidende Amerikaner von 600 auf 2000 Dollar zu erhöhen. Das hatten am Heiligen Abend im Repräsentantenhaus Abgeordnete seiner republikanischen Partei abgelehnt.

Made many calls and had meetings at Trump International in Palm Beach, Florida. Why would politicians not want to give people $2000, rather than only $600? It wasn’t their fault, it was China. Give our people the money!

26.12.2020, 6:15 Uhr – RKI meldet 14.455 Neuinfektionen und 240 Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am zweiten Weihnachtsfeiertag 14.455 Corona-Neuinfektionen in Deutschland innerhalb 24 Stunden. Das sind weniger als die Hälfte als vor einer Woche, als 31.300 Neuinfektionen registriert wurden. Allerdings weist das Institut darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit weniger Tests und Laboruntersuchungen sowie weniger Übermittlungen von Testergebnissen durch die Gesundheitsämter zu rechnen sei. Weitere 240 Menschen starben. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 170,7 von zuletzt 188,8.

Deutschland

Vorbereitungen auf Hochtouren Erste Corona-Impfdosen in den Bundesländern ausgeliefert

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26.12.2020, 5:20 Uhr – GEW fordert frühzeitige Entscheidung zu Wechselunterricht

Die Lehrer-Gewerkschaft GEW fordert eine frühe Entscheidung darüber, wie es nach den verlängerten Ferien an den Schulen weitergehen soll. „Es ist abzusehen, dass die Lockdown-Maßnahmen über den 10. Januar hinaus verlängert werden müssen“, sagte GEW-Chefin Marlis Tepe dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Deshalb bräuchten Lehrer, Schüler und Eltern frühzeitige Informationen.

26.12.2020, 0:40 Uhr – Erster Fall der neuen Coronavirus-Variante in Frankreich

In Frankreich ist erstmals eine Person positiv auf die neue, in Großbritannien entdeckte Variante des Coronavirus getestet worden. Der Mann aus der Stadt Tours sei am 19. Dezember aus Großbritannien zurückgekehrt und befinde sich in Quarantäne, teilt das französische Gesundheitsministerium mit. Er sei aus London eingereist und habe Symptome entwickelt, es gehe ihm aber gut.

25.12.2020, 23.20 Uhr – Niederlande erklären Deutschland zum Risikogebiet

Die Niederlande erklären Deutschland nach Angaben des Auswärtigen Amtes zum Risikogebiet. Ab dem 29. Dezember 2020 müssen alle Flugreisenden beim Einchecken einen negativen PCR-Test vorweisen, wenn sie in die Niederlande fliegen wollen. Gleiches gilt für Reisende per Zug, Bus oder Schiff. In den Niederlanden angekommen, wird dringend empfohlen, sich in eine zehntägige Quarantäne zu begeben.

25.12.2020, 20.56 Uhr – Türkei verlangt negativen Test für Einreise

Wer in die Türkei einreisen will, muss einen negative Corona-Test vorlegen. Flugpassagiere brauchen schon ab Montag einen negativen Test, alle anderen Reisenden ab Mittwoch, sagte der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca. Der Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Wer als Fluggast keinen Test vorweisen könne, dürfe gar nicht erst nicht einsteigen, sagte er.

25.12.2020, 17:47 Uhr – Forderung: Datenschutz der Warn-App lockern

Wegen der weiterhin hohen Zahl von Neuinfektionen fordern zwei CDU-Politiker, den Datenschutz bei der Corona-Warn-App zu lockern. Bisher können Bewegungsprofile und mögliche Kontakte von Infizierten nicht ausgewertet werden, weil die Daten der Corona-Warn-App dezentral gespeichert werden.

Der Hamburger CDU-Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete Christoph Ploß forderte, die Gesundheitsämter müssten auf die Daten der App zugreifen können. Dadurch könnten Leben gerettet und Unternehmen vor Schließungen geschützt werden.

25.12.2020, 16:28 Uhr – Corona-Mutation auch in Japan festgestellt

Behörden weisen in immer mehr Ländern weltweit die neue Variante des Coronavirus nach, die in Großbritannien entdeckt worden war. Nun wurde sie auch in Japan bei fünf Flugzeugpassagieren von den britischen Inseln bestätigt. Gestern war die Mutation erstmals auch in Deutschland festgestellt worden: bei einer Frau in Baden-Württemberg. Sie und drei Kontaktpersonen sind in häuslicher Quarantäne.

25.12.2020, 13:15 Uhr – Erste Impfdosen in Italien angekommen

In Italien sind die ersten Dosen des Corona-Impfstoffes von Biontech angekommen. Das hat das italienische Gesundheitsministerium bestätigt. Der Transport wurde von Polizeiautos eskortiert. Italien will – wie Deutschland auch – am Sonntag mit dem Impfen beginnen. In dem südeuropäischen Land sind bisher mehr als zwei Millionen Corona-Infektionen bestätigt worden – knapp 71.000 Menschen sind gestorben.

25.12.2020, 12:07 Uhr – FDP kritisiert Ausstattung des RKI

Das Robert-Koch-Institut (RKI) ist nach Ansicht der FDP von der Großen Koalition nicht ausreichend ausgestattet worden. Das RKI habe beispielsweise 68 Stellen in der IT beantragt, es seien aber nur vier davon genehmigt worden, sagte Fraktionsvize Christian Dürr dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es sei ein massiver Fehler, ausgerechnet in der Krise am Personal für die wichtigste Gesundheitsbehörde des Landes zu sparen. Auch im Vergleich zu Bundesministerien seien die Ausgaben für das RKI in den vergangenen Jahren weit niedriger gewesen.

25.12.2020, 11:24 Uhr – Passagiere aus Großbritannien brauchen Corona-Test bei Einreise in die USA

Passagiere aus Großbritannien müssen ab Montag vor ihrem Abflug in die USA einen negativen Corona-Test vorweisen. Der Test dürfe nicht älter als 72 Stunden sein, teilte die US-Gesundheitsbehörde mit. Hintergrund ist die in Großbritannien entdeckte neue Virus-Variante, die erheblich ansteckender sein soll. Diese Variante ist gestern zum ersten Mal auch in Deutschland nachgewiesen worden – bei einer Frau in Baden-Württemberg.

25.12.2020, 8:21 Uhr – Ballweg: Vorerst keine „Querdenken“-Großdemos

Der Initiator der Stuttgarter „Querdenken“-Bewegung, Michael Ballweg, hat dazu aufgerufen, die über den Jahreswechsel verhängten Versammlungsverbote in Berlin zu respektieren. Außerdem hat er in einer Videobotschaft angekündigt, bis auf weiteres keine Großdemos mehr anzumelden. Andere Gruppen der Bewegung sollten das auch lassen und über den Winter Kräfte für den Frühling sammeln. Vergangene Querdenken-Demos waren von der Polizei aufgelöst worden, weil sich Teilnehmer nicht an die die Corona-Auflagen gehalten hatten.

25.12.2020, 6:29 Uhr – Lkw-Stau in England löst sich nur langsam auf

In Großbritannien löst sich der Lastwagenstau an der Grenze zu Frankreich nur langsam auf. Zahlreiche Fahrer werden auch den ersten Weihnachtstag in ihren Kabinen verbringen müssen. Derzeit warten noch etwa 5.000 Lkw in der Grafschaft Kent. Die Regierung hat angekündigt, 300 Soldaten zu schicken, die bei den von Frankreich verlangten Corona-Tests helfen sollen. Von bisher knapp 2.400 Tests unter Lkw-Fahrern seien drei positiv ausgefallen, teilte die Regierung mit.

25.12.2020, 6:01 Uhr – RKI meldet 25.533 Neuinfektionen

In Deutschland sind binnen 24 Stunden 25.533 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Das Robert-Koch-Institut meldet außerdem 412 weitere Todesfälle. Die Zahlen sind jedoch nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar. Das RKI rechnet während der Weihnachtstage mit einer geringeren Zahl an Tests und weniger Meldungen der Gesundheitsämter. Vergangene Woche Freitag war mit fast 34.000 Infektionen ein neuer Höchststand verzeichnet worden.

25.12.2020, 4:06 Uhr – Minister Müller: Milliardäre sollen höheren Beitrag zur Finanzierung der Corona-Folgen zahlen

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) fordert einen größeren Beitrag von Milliardären zur Finanzierung der Corona-Folgen. „Ich fände es angemessen, wenn sich superreiche Krisengewinner jetzt freiwillig an der Finanzierung der Krisenbewältigung beteiligen“, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der "Funke Mediengruppe".

„Mein Vorschlag ist, dass sie in einen Solidaritätsfonds einzahlen - etwa bei den Vereinten Nationen. Oder sie unterstützen direkt die globale Impfplattform Covax oder das Welternährungsprogramm.“ Damit könnten fehlende Mittel erbracht werden, etwa für die globale Covid-19-Impfkampagne oder die Ernährungssicherung in Flüchtlingslagern.

25.12.2020, 3:13 Uhr – Neuer Streit über Hilfspaket im US-Kongress

Der US-Kongress streitet wieder über das geplante weitere Corona-Hilfspaket. Die Republikaner lehnen den Vorstoß der Demokraten ab, die geplanten Direktzahlungen an Bürger aufzustocken. Der noch amtierende US-Präsident Donald Trump hatte kürzlich gefordert, die Unterstützung von etwa 600 auf 2.000 Dollar anzuheben. Die Demokratin Nancy Pelosi bat Trump, Druck auf seine Parteikollegen auszuüben, um deren „Blockade zu beenden“. Vergangenen Woche hat der US-Kongress die Hilfen über 900 Milliarden Dollar auf den Weg gebracht.

25.12.2020, 2:44 Uhr – Erste Impfungen in Lateinamerika

Als erste Länder in Lateinamerika haben Mexiko, Chile und Costa Rica mit den Corona-Impfungen begonnen. Alle drei Länder benutzen den Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer. In Mexiko wurde live im Fernsehen übertragen, wie einer Intensivstation-Schwester als erster Lateinamerikanerin eine Dosis gespritzt wurde. Die ersten Chargen des Impfstoffs waren am Mittwoch in Mexiko angekommen.

25.12.2020, 00:40 Uhr – Weltweit jetzt über 1,7 Millionen Tote

Weltweit haben sich über 78,85 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Virus gestorben sind 1,734 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Am stärksten betroffen sind die USA mit über 18,418 Millionen Infektionen und 326.333 Todesfällen.

24.12.2020, 23:52 Uhr – Insgesamt fast 190.000 Tote in Brasilien

Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 58.428 Neuinfektionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 762 auf 189.982 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

24.12.2020, 22:18 Uhr – 600.000 Menschen in Großbritannien bereits geimpft

In Großbritannien haben bislang über 600.000 Menschen eine Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Das hat das Gesundheitsministerium mitgeteilt. Verabreicht wird der Wirkstoff, den das Mainzer Unternehmen Biontech zusammen mit seinem amerikanischen Partner Pfizer entwickelt hat. In Großbritannien haben die Massen-Impfungen am 8. Dezember begonnen. Eine 90-jährige Britin hatte als weltweit erster Mensch eine Spritze mit dem Impfstoff bekommen. Die ersten 800.000 Impfdosen in Großbritannien sollten für Risikogruppen verwendet werden.

24.12.2020, 20:13 Uhr – Mehr als zwei Millionen Neuinfektionen in Italien

In Italien ist die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen auf mehr als zwei Millionen gestiegen. Es ist das achte Land, das die Marke von zwei Millionen überschreitet. Innerhalb von 24 Stunden meldeten die Behörden rund 18.000 Neuinfektionen und 505 weitere Todesfälle. Seit Ausbruch der Pandemie im Februar sind damit in Italien 70.900 Menschen mit oder an dem Virus verstorben. Das ist die höchste Zahl in Europa und die fünfthöchste weltweit.

24.12.2020, 18:07 Uhr – Erster deutschlandweiter Fall von Corona-Mutation in Baden-Württemberg

Bei einer Frau, die am 20. Dezember von Großbritannien nach Baden-Württemberg gereist ist, ist die erste Coronavirus-Mutation in Deutschland nachgewiesen worden. Das bestätigte ein Sprecher des baden-württembergischen Sozialministeriums. Bereits am Flughafen in Frankfurt am Main sei ein Schnelltest positiv ausgefallen.

Baden-Württemberg

Neue Variante auch in Deutschland Erster Fall einer Corona-Mutation in Baden-Württemberg nachgewiesen

Die aus Großbritannien bekannte neue Variante des Coronavirus ist nun erstmals in Deutschland nachgewiesen worden: bei einer Frau in Baden-Württemberg. Das wissen wir darüber.  mehr...

24.12.2020, 14:52 Uhr – Bericht: Drogenhandel enorm zugenommen

Deutschland wird nach Angaben von Ermittlern im Zuge der Corona-Krise mit Drogen überschwemmt. Es gebe eine massive Zunahme des Drogenhandels über die Marktplätze im Internet und im Darknet, „der sich dort auch aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Krise verstärkt hat“, sagte der Vorsitzende des Verbandes Bundespolizei beim Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Thomas Mischke, der Zeitung Welt.

Die beschlagnahmten Rauschgiftmengen hätten 2020 noch einmal enorm zugenommen, sagte Mischke. Dies gelte besonders für Kokain und harte synthetische Drogen wie Amphetamin und Metamphetamin (XTC, Speed, Pep, Chrystal Meth). Aber auch Heroin, gestreckt etwa mit Fentanyl und dadurch viel stärker und gefährlicher, erlebe gerade eine Renaissance. 

24.12.2020, 13:01 Uhr – Offenbar weitere neue Coronavirus-Variante in Nigeria

In Nigeria scheint eine weitere neue Variante des Coronavirus entdeckt worden zu sein. Das sagte der Chef der panafrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC, John Nkengasong. Weitere Untersuchungen seien aber nötig. „Es ist eine Linie, die separat von Großbritannien und Südafrika ist“, sagte er. In diesen beiden Ländern waren in den vergangenen Tagen neue Varianten des Virus entdeckt worden.

Gesundheitseinrichtungen in Nigeria würden weitere Proben untersuchen, sagte Nkengasong. Die Warnung vor der möglicherweise neuen Variante des Virus basiere auf zwei oder drei Gensequenzen. Die Variante wurde in zwei Patientenproben entdeckt, die am 3. August und am 9. Oktober in der nigerianischen Region Osun entnommen worden waren, wie aus dem Entwurf für einen wissenschaftlichen Aufsatz hervorgeht, der der Nachrichtenagentur AP vorliegt. „Wir haben keine Beweise, die darauf hindeuten, dass die Variante P681H zu einer verstärkten Verbreitung des Virus in Nigeria beiträgt“, heißt es in dem Text.

24.12.2020, 12:42 Uhr – Von der Leyen: Impfstoffe bald „für alle“ verfügbar

Inmitten der schwierigen Post-Brexit-Verhandlungen hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den Blick auf die Chancen der bald in Europa beginnenden Corona-Impfungen gerichtet. „Ich bin bewegt zu sehen, dass die ersten Covid-19-Impfungen zeitgleich an alle EU-Länder ausgeliefert werden“, schrieb von der Leyen an Heiligabend auf Twitter. Bereits in ein paar Tagen würden „die ersten Europäer geimpft“ und die Corona-Impfstoffe seien bald „für alle“ verfügbar. „Zusammen werden wir die Pandemie überwinden“, beschwor die Kommissionschefin die EU-Bürger

I’m moved to see the first #COVID19 vaccines shipped to all EU countries, at the same time. In a few days, the first Europeans will be vaccinated. Vaccines will be available for all soon. Together, we will overcome the pandemic. https://t.co/PMEV2fAi4q

24.12.2020, 12:01 Uhr – Bundesregierung stuft Estland und Namibia als Risikogebiet ein

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ab Samstag ganz Estland und Namibia im Süden Afrikas als Risikogebiete ein. Außerdem werden dann weitere Regionen in Irland und Norwegen auf die Risikoliste gesetzt, wie das Robert Koch-Institut bekanntgab. In Finnland wird eine Region dagegen wieder gestrichen.

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt, wenn ein Land oder eine Region den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschreitet. Ganz Deutschland ist nach diesen Kriterien wie die meisten anderen europäischen Länder Risikogebiet

24.12.2020, 11:55 – Macron kann Quarantäne beenden

Der mit dem Coronavirus infizierte französische Präsident Emmanuel Macron zeigt keine Krankheitssymptome mehr. Er könne nun seine Quarantäne nach sieben Tagen der Selbstisolation beenden, teilt das Präsidialamt in Paris mit. Am 17. Dezember hatte es erklärt, Macron sei positiv auf das Coronavirus getestet worden.

24.12.2020, 11:18 Uhr – Nordrhein-Westfalen: Keine Heim-Besuche für Testverweigerer

Die nordrhein-westfälische Landesregierung untersagt Besuchern, die einen Corona-Schnelltest ablehnen, den Zugang zu Alten- und Pflegeheimen. Die Allgemeinverfügungen Pflege und Eingliederungshilfe würden mit Wirkung vom Donnerstag entsprechend geändert, sagte eine Sprecherin von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann der Nachrichtenagentur epd. Damit reagierte das Gesundheitsministerium auf eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Aachen vom Mittwoch, wie die Sprecherin sagte. Zuerst hatte die Düsseldorfer Rheinische Post über die geänderten Richtlinien berichtet. 

Ausnahmen soll es laut der Sprecherin geben, wenn medizinische Gründe einem Test entgegenstehen. Auch wenn nachgewiesen werde, dass innerhalb von 72 Stunden vor dem beabsichtigten Besuch bereits eine Testung mit negativem Ergebnis erfolgt sei, sind Besuche möglich.

Das Verwaltungsgericht Aachen hatte in einer Eilentscheidung festgelegt, dass ein Pflegeheim Besucher zurückweisen kann, wenn diese einen Schnelltest verweigern. Ein Heim in Würselen hatte sich darauf berufen, dass das Robert Koch-Institut eine Testpflicht für Besucher einer Pflegeeinrichtung ausdrücklich empfehle.

24.12.2020, 9:22 Uhr – Corona-Beschränkungen vorübergehend gelockert

In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz werden über die Feiertage die Corona-Kontaktbeschränkungen gelockert. An Heilig-Abend und an den beiden Weihnachtsfeiertagen darf ein Haushalt mit vier weiteren Menschen aus dem engsten Familienkreis zusammenkommen. Dazu gehören Verwandte in direkter Linie oder Geschwister und deren Kinder. Bei der Gesamtpersonenzahl zählen Kinder bis 14 Jahren nicht mit, auch eine Beschränkung bei der Zahl der Haushalte gibt es für Familienfeiern an Weihnachten nicht. Bei Treffen mit Freunden und Bekannten gelten dagegen die üblichen Kontaktbeschränkungen von maximal fünf Personen aus höchstens zwei Haushalten.

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Was ist an Silvester im Südwesten erlaubt und was nicht? Und wie lange gelten die aktuellen Corona-Regeln noch? Hier erfährst du mehr!  mehr...

24.12.2020, 8:59 Uhr – Ärtztekammer-Chef warnt vor „Scheinsicherheit“ bei Schnelltests

Vor dem Start der Corona-Impfungen in Deutschland appellieren Ärzte zur Vernunft an Weihnachten. Auch beim Einsatz von Corona-Schnelltests müssten die Corona-Regeln über die Festtage eingehalten werden, sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, der Rheinischen Post. Diese Tests hätten durchaus ihre Berechtigung, „aber ich warne vor einer Scheinsicherheit dieser Testergebnisse: Ein negatives Testergebnis, beispielsweise vor Familienfeiern, darf nicht zu einem sorglosen Umgang verleiten.“ Negative Testergebnisse seien immer nur eine Momentaufnahme und können am nächsten Tag schon positiv ausfallen.

Angesichts hoher Corona-Infektionszahlen und der angespannten Lage in den Krankenhäusern sollte sich auch jeder kritisch fragen, ob er wirklich die gesetzlichen Höchstgrenzen für Zusammenkünfte ausreizen müsse, sagte Reinhardt. „Eine dritte, noch stärkere Infektionswelle, würde unser Gesundheitssystem überlasten. Jeder einzelne kann dazu beitragen, dass zu verhindern.“

24.12.2020, 7:59 Uhr – RKI meldet 32.195 Neuinfektionen

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau. Die deutschen Gesundheitsämter übermittelten dem Robert Koch-Institut (RKI) 32.195 neue Corona-Fälle und 802 Todesfälle innerhalb eines Tages, wie das RKI bekanntgab. Am Donnerstag vor einer Woche waren es noch 26.923 Neuinfektionen und 698 Todesfälle gewesen. Allerdings fehlten damals aus technischen Gründen rund 3500 Infektionen aus Baden-Württemberg. Auch wegen der daraus entstandenen Nachmeldungen war am vergangenen Freitag der Höchstwert von 33.777 Neuinfektionen verzeichnet worden. Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) liegt aktuell bei 196,2.

24.12.2020, 5:55 Uhr – Polizeigewerkschaft: Demonstrationen vor Corona-Impfzentren verbieten

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hat ein Demonstrationsverbot vor Corona-Impfzentren in Deutschland gefordert. „Wir brauchen Demoverbote, sowohl auf den Transportstrecken als auch bei den Impfstationen“, sagte er der Passauer Neuen Presse. Der Impfstoff sei ein wertvolles Gut. „Man muss sich auf alle Eventualitäten vorbereiten, um den Impfstoff zu schützen.“ Eigentlich müsse es jetzt selbstverständlich sein, auf solche Demonstrationen zu verzichten, doch von solchen Selbstverständlichkeiten könne man leider nicht ausgehen. „Wenn die Impfstoff-Transporte so ablaufen wie die Castor-Transporte, werden wir das nicht hinbekommen. Das schafft die Polizei dann kräftemäßig nicht“, warnte Wendt.

24.12.2020, 3:47 Uhr – Intensivmediziner warnt vor dritter Infektionswelle im Januar

Der Chef des Verbandes der Intensivmedizin, Uwe Janssens, hat vor einer dritten Corona-Infektionswelle durch Besuche zu Weihnachten gewarnt. Nur maximale Kontaktbeschränkungen könnten das verhindern, sagte er der Rheinischen Post. Man bitte die Leute dringend, an Weihnachten nicht Oma und Opa zu besuchen, sondern wirklich zu Hause zu bleiben. Das die Lage sich so zugespitzt habe, gehe auf das Zögern der Ministerpräsidenten zurück, so Janssens. Sie hätten wochenlang keine Konsequenzen aus den steigenden Infektionszahlen gezogen.

24.12.2020, 2:22 Uhr – Corona-Labore können in Weihnachtswoche weniger testen

Die Corona-Labore in Deutschland können in der Weihnachtswoche deutlich weniger Tests durchführen als sonst. Laut dem Lagebericht des Robert-Koch-Instituts können die Labore in dieser Woche nur bis zu 1,2 Millionen PCR-Tests anwenden – in der Woche davor waren es 1,6 Millionen mit Luft nach oben. Die Daten würden also nur ein unvollständiges Bild der Corona-Lage in Deutschland abbilden, hieß es.

23.12.2020, 18:30 Uhr – Impf-Aufklärungskampagne gefordert

Die Kommunen wünschen sich eine bundesweite Aufklärungskampagne zur Corona-Impfung. Das hat der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindesbunds, Gerd Landsberg, dem Spiegel gesagt. Die Information der Öffentlichkeit über die Impfung sei mangelhaft, die Menschen seien verunsichert. Eine Aufklärungskampagne könne Fernseh-Spots beinhalten. Informationen sollten auch auf offiziellen Internetseiten abrufbar sein, forderte Landsberg.

23.12.2020, 18:15 Uhr – Neue Coronavirus-Variante in Großbritannien

In Großbritannien ist eine weitere Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Wie der britische Gesundheitsminister Matt Hancock mitteilte, gibt es zwei Fälle: Beide hatten Kontakt mit Infizierten, die in den vergangenen Wochen aus Südafrika eingereist waren. Die neue Virus-Variante sei höchst besorgniserregend, weil sie anscheinend noch ansteckender sei als die andere neue Variante, sagte der Gesundheitsminister. Großbritannien hat heute mit mehr als 39.200 Neuinfektionen einen neuen Corona-Höchststand verzeichnet.

23.12.2020, 17:23 Uhr – Soldaten entlasten Pflegepersonal

Fast 200 zusätzliche Soldaten der Bundeswehr werden ab Heiligabend das Personal in Alten- und Pflegeheimen entlasten. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus dem Verteidigungsministerium. Damit steigt die Zahl der insgesamt in Heimen eingesetzten Soldaten auf knapp 1.500. Sie nehmen administrative Aufgaben wie die Registrierung von Besuchern wahr, damit sich das Pflegepersonal auf seine Kernaufgaben konzentrieren kann. 150 der zusätzlichen Soldaten werden in 91 Heimen in Berlin eingesetzt. Hinzu kommen noch 44 Soldaten in weiteren sechs Bundesländern.

23.12.2020, 17:01 Uhr – Apotheken in Baden-Württemberg führen Corona-Tests durch

Apotheken in Baden-Württemberg dürfen ab sofort symptomlose Menschen auf Corona testen. Dies habe eine Änderung im Infektionsschutzgesetz ermöglicht, so die Landesapothekerkammer. Bezahlen müssten die Kunden den Schnelltest selbst. Welche Apotheken diese Tests anbieten, soll auf der Internetseite der Apothekenkammer veröffentlicht werden.

23.12.2020, 16:42 Uhr – Virologen: Neuer Virus-Typ bisher nicht in Deutschland nachgewiesen

In Deutschland ist bisher noch kein bestätigter Fall einer Infektion mit der in Großbritannien zirkulierenden Coronavirus-Variante entdeckt worden. Es seien im Konsiliarlabor für Coronaviren in Berlin bislang 834 Genomsequenzen aus allen Teilen Deutschlands untersucht worden, teilte der Vorstand der Deutschen Virologischen Gesellschaft mit. In verschiedenen virologischen Laboren in Deutschland seien darüber hinaus mehr als 1.400 Genomsequenzen und über 500 Teilsequenzen untersucht worden. Die neue Variante habe nicht nachgewiesen werden können.

Dennoch gehen Experten davon aus, dass die Virus-Variante Deutschland schon erreicht haben dürfte - wenn auch unerkannt. Die Virologen wiesen darauf hin, dass die Untersuchungsergebnisse derzeit nur eine Momentaufnahme darstellten. Die Sequenzierung gesamter Virusgenome und die bioinformatische Auswertung seien zeitaufwendige Prozesse, so dass aktuelle Geschehnisse nur unzureichend erfasst werden könnten.

23.12.2020, 16:29 Uhr – Sachsens Krematorien sind an der Belastungsgrenze

Krematorien in Sachsen sehen sich an der Grenze des Machbaren angekommen. Der Innungsmeister der Bestatter, Tobias Wenzel, sagte der Nachrichtenagentur dpa, die Kapazitäten seien ausgeschöpft, viele Bestatter fürchteten sich vor den Feiertagen. In Sachsen gibt es zehn Krematorien mit insgesamt rund 1.700 Kühlplätzen. Wenzel zufolge sind sie derzeit fast voll belegt. Gestern wurde bekannt, dass in Zittau, im Landkreis Görlitz, Leichen außerhalb des Krematoriums gelagert werden müssen, weil drin kein Platz mehr ist. Wenzel wies darauf hin, dass Menschen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind, nicht zwangsläufig kremiert werden müssen. Es seien auch Erdbestattungen möglich.

23.12.2020, 15:54 Uhr – Macron geht es besser

Der Gesundheitszustand des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron, der sich mit dem Coronavirus angesteckt hatte, verbessert sich. Das bestätigten Kreise des Präsidialamtes. Der Staatschef war vor knapp einer Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden. Am Wochenende litt er unter Husten, Müdigkeit und Muskelschmerzen. Der 43-Jährige hatte sich in die Präsidentenresidenz La Lanterne am Rande des Schlossparks von Versailles zurückgezogen. Dort arbeitet er auch. Erst am Dienstag sprach er mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin, wie aus Élyséekreisen verlautet war.

23.12.2020, 15:02 Uhr – Lufthansa schickt 80 Tonnen Obst und Gemüse nach Großbritannien

Als Hilfe bei der Versorgung britischer Supermärkte hat die Lufthansa 80 Tonnen Obst und Gemüse ins Vereinigte Königreich geflogen. Der Frachtjet vom Typ Boeing 777 sollte am Nachmittag auf dem Flughafen Doncaster Sheffield in Mittelengland landen, wie das Unternehmen mitteilte. Weitere Flüge seien geplant. Weil Frankreich wegen der Ausbreitung der in Großbritannien entdeckten neuen Variante des Coronavirus seine Grenzen geschlossen hatte, stauen sich Tausende Lastwagen auch mit verderblichen Gütern in Südostengland. Handelsverbände warnen, dass manche frische Produkte spätestens nach Weihnachten in britischen Supermärkten knapp werden könnten. Derzeit stammen rund 80 Prozent der britischen Lebensmitteleinfuhren aus der Europäischen Union.

23.12.2020, 13:56 – Stadt Pirmasens plant Ausgangssperre

Pirmasens plant als erste Stadt in der Westpfalz eine Ausgangssperre für alle Bürger, falls der Corona-Inzidenzwert erneut über 200 steigen sollte. Gestern lag der Wert bei 179. Oberbürgermeister Markus Zwick (CDU) sagte, die Anzahl der Corona-Fälle in Pirmasens würde steigen. Für heute sei bereits ein Inzidenzwert von rund 190 prognostiziert. Neben einem Dutzend neuen Fällen in zwei Altenheimen der Stadt gebe es vor allem im privaten Bereich viele Ansteckungen. Daher sei eine Ausgangssperre für alle Bürger zwischen 21 und 5 Uhr geplant. Ausgenommen seien lediglich die Weihnachtstage: Da gelte die Sperre von Mitternacht bis 5 Uhr früh.

23.12.2020, 13:22 Uhr – Rückholaktion: Baltenstaaten organisieren Sonderflug aus London

Estland, Lettland und Litauen wollen einige ihrer Bürger zurückholen, die wegen Sorgen vor der Coronavirus-Mutante in Großbritannien festsitzen. Die Außenminister der drei Nachbarländer verständigten sich auf eine Rückholung nach Weihnachten. Demnach soll am 28. Dezember ein gemeinsamer Sonderflug von London nach Riga für Menschen organisiert werden, die aus sozialen, humanitären oder rechtlichen Gründen sofort in ihre Heimat zurückkehren müssen. Dies soll nach Angaben der Regierungen von den Botschaften der drei Länder in Großbritannien koordiniert werden.

23.12.2020, 13:15 Uhr – Auch Hunderte Fahrer aus Deutschland im Lkw-Stau in England

Nach der Grenzschließung Frankreichs zum Schutz vor der neuen Corona-Mutation stecken nach Verbandsangaben auch mehrere Hundert Lkw-Fahrer aus Deutschland im Stau in Großbritannien fest. Der Bundesverband Spedition und Logistik sagte der Nachrichtenagentur dpa, er gehe von 300 bis 400 Betroffenen aus.

Seit der angekündigten Wiedereröffnung der Grenze hat sich die Lage laut dem Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) leicht verbessert. „Wir haben eine Zielsetzung, und die ist, dass unsere Fahrer nach Hause kommen und Weihnachten bei ihren Familien verbringen können“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung, Dirk Engelhardt, der Welt. Er sei sich aber sehr sicher, dass es nicht alle Fahrer rechtzeitig zum Fest schaffen würden.

23.12.2020, 13:13 Uhr – NRW führt grundsätzliche Corona-Testpflicht für Einreisende ein

Nordrhein-Westfalen will ab sofort eine grundsätzliche Corona-Testpflicht für Einreisende einführen. Das kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) an. Da die bisherige Messlatte für Risikogebiete bei über 50 Neuinfektionen binnen sieben Tagen gerechnet auf 100.000 Einwohner sei, sei „fast jedes Land des Erdballs“ von der Neuregelung betroffen, sagte Laumann. Die Testpflicht werde für Ein- und Rückreisen per Flugzeug, Auto und andere Verkehrsmittel gelten.

Es gebe zwar auch zwingend nötige Reisen, für andere habe er derzeit aber kein Verständnis, betonte der Minister. Er halte es für angemessen, Ein- und Rückreisenden jetzt solche Schnelltest aufzuerlegen. Unter anderem sollten Flughäfen Angebote für Schnelltests bereit halten.

23.12.2020, 13:06 Uhr – Paul-Ehrlich-Institut gibt mehr als vier Millionen Impfdosen frei

Das für die Prüfung von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut hat den Weg für den Start der Corona-Impfungen freigemacht: Das Bundesinstitut gab drei Chargen mit rund 4,1 Millionen Dosen des Impfstoffs der Hersteller Biontech und Pfizer frei. Die sogenannte Chargenfreigabe gelte EU-weit und damit auch für Deutschland, teilte das Institut mit. Sie ist Voraussetzung für die Anwendung des Vakzins.

Das entsprechende Zertifikat sei bereits am Dienstag ausgestellt worden - einen Tag nach der Zulassung des Stoffs durch die EU-Kommission, erklärte das Institut. Die rasche Freigabe sei dadurch möglich geworden, dass die wissenschaftliche Prüfung der Chargen bereits vor der Zulassung begonnen worden sei, um den Prozess zu beschleunigen. Dieses Verfahren werden auch bei Impfstoffen gegen andere Infektionskrankheiten häufig angewendet.

23.12.2020, 11:35 Uhr – Skisaison in Österreich startet ohne Ischgl und Saalbach-Hinterglemm

Der für Einheimische gedachte Start der Skisaison in Österreich wird am Donnerstag ohne Ischgl und Saalbach-Hinterglemm über die Bühne gehen. In Saalbach-Hinterglemm ist der Grund die österreichweit geltende Pflicht, in den Gondeln und beim Anstehen eine FFP2-Maske zu tragen. Die Pflicht sei aus Sicht der Bergbahnen verfassungswidrig, teilten die Verantwortlichen mit. In Ischgl sei das Problem das grenzüberschreitende Skigebiet mit der Schweiz. "Wenn man zwei Schwünge auf Schweizer Gebiet macht, müsste man bei Rückkehr nach Österreich in Quarantäne", sagte Ischgls Tourismuschef Andreas Steibl.

In Österreich dürfen ab 24. Dezember die Skilifte unter strengen Auflagen öffnen. Touristen werden zunächst keine erwartet, da jeder Einreisende bis zu zehn Tage in Quarantäne muss. Außerdem sind Restaurants und Hotels geschlossen. Ob ein Außer-Haus-Verkauf erlaubt wird, können die Bundesländer entscheiden.

23.12.2020, 9:54 Uhr – Trotz der Beschränkungen: Wirtschaft meldet Umsatzplus

Industrie, Bau, Handel und Dienstleister haben im November, trotz des teilweisen Lockdowns, erneut mehr Geld eingenommen. Das Statistische Bundesamt meldet ein Umsatzplus von 1,3 Prozent – im Vergleich zum Oktober. Seit dem Tiefpunkt im April stieg der Umsatz der gewerblichen Wirtschaft an und lag zuletzt über dem Vorkrisenniveau, heißt es. Experten gehen davon aus, dass die strengen Kontaktbeschränkungen im Dezember das Wachstum aber deutlich bremsen werden.

23.12.2020, 8:53 Uhr – Ab heute schränkt BW Grenzverkehr ein

Shoppen in Roppenheim? Stadtbummel in Straßburg? Oder ein kurzer Skitrip in die Schweiz? Wer bislang über die Grenze reiste, hatte freie Fahrt, eine Quarantänepflicht gab es bei Stippvisiten aller Kritik zum Trotz nicht. Das ändert sich jetzt. Unter diesen Umständen müssen Rückkehrende in Quarantäne.

Baden-Württemberg

Neue Quarantänepflicht Baden-Württemberg schränkt Grenzverkehr ein: Was ist erlaubt?

Shoppen in Roppenheim? Stadtbummel in Straßburg? Oder ein kurzer Skitrip in die Schweiz? Wer bislang über die Grenze reiste, hatte freie Fahrt, eine Quarantänepflicht gab es bei Stippvisiten aller Kritik zum Trotz nicht. Das ändert sich jetzt.  mehr...

23.12.2020, 8:05 Uhr – Bedford-Strohm wirbt für Weihnachtsgottesdienste

Der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, hat für Gottesdienste an Weihnachten geworben. Im SWR2-Tagesgespräch verwies er auf strenge Hygiene-Konzepte und Besucher-Beschränkungen. Bedford-Strohm sagte aber auch den Gemeinden volle Rückendeckung zu, die sich gegen einen Präsenzgottesdienst entschieden. Er gab aber zu bedenken, es gebe auch Menschen, die allein seien und in einem Gottesdienst vor Ort Trost fänden. Der Bundesverband der Amtsärzte dagegen fordert ein bundesweites Verbot von Gottesdiensten. Es sei bekannt, dass sich das Corona-Virus dort leicht ausbreite.

Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. (Foto: dpa Bildfunk, Foto: Sven Hoppe)

Tagesgespräch Bischof Heinrich Bedford-Strohm: „Die Weihnachtsatmosphäre kann kein Virus kleinkriegen!“

Dauer

23.12.2020, 6:26 Uhr – Immer mehr Menschen in Deutschland sterben an Corona

In Deutschland sterben immer mehr Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wurden innerhalb von 24 Stunden 962 neue Todesfälle registriert. Mehr als je zuvor. Die Zahl der verzeichneten Neuinfektionen innerhalb eines Tages betrug 24.740. Das sind rund 3.000 weniger als vergangenen Mittwoch. Seit nun genau einer Woche gelten wieder strenge Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen. Ob sie, wie geplant, zum 10. Januar gelockert werden, das kommt auf die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens an. Am 5. Januar berät die Ministerpräsidentenkonferenz zusammen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) darüber.

23.12.2020, 6:20 Uhr – Europäische WHO berät zu Virus-Mutation aus Großbritannien

Die europäischen Mitglieder der Weltgesundheitsorganisation WHO beraten heute in einer Krisensitzung über die neue Corona-Variante aus Großbritannien. In der Videokonferenz sollen die britischen Behörden über die aktuelle Lage informieren. Außerdem wollen die Länder über Strategien für Corona-Tests beraten, um zu verhindern, dass sich das Virus weiter ausbreitet. Die neue Corona-Mutation bereitet den Experten vor allem in Europa große Sorgen.

23.12.2020, 5:49 Uhr – Britischer Gesundheitsdienst fordert Brexit-Aufschub

Der britische Gesundheitsdienst NHS hat Premierminister Boris Johnson um einen Brexit-Aufschub von einem Monat gebeten. Das würde der Behörde Zeit geben, sich aus der unmittelbaren Gefahrenzone zu bringen, heißt es in einem Brief. Denn dann könne sich der NHS auf die Bekämpfung der Pandemie konzentrieren, ohne dass ein No-Deal-Brexit störende Veränderungen mit sich bringe. Großbritannien verlässt zum Jahresende den EU-Binnenmarkt und die Zollunion. Kommt kein Brexit-Deal zustande drohen Zölle und andere Handelsprobleme, die nach Ansicht von Experten auch Auswirkungen auf die Versorgung mit Medikamenten haben könnten.

23.12.2020, 4:32 Uhr – Spahn fordert höhere Prämie für Pflegekräfte

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Nachbesserungen bei der Corona-Prämie für Pflegekräfte in Aussicht gestellt. Die Entscheidung für eine 1.000 Euro-Prämie sei im Sommer mit Blick auf die Lage im Frühjahr getroffen worden, sagte Spahn im ZDF-Heute-Journal. Nach der zweiten heftigeren Infektionswelle und der Maximalbelastung für sehr viele Pflegekräfte müsse es einen gewissen Ausgleich geben. Man müsse sehen, ob es im nächsten Jahr eine weitere Regelung brauche - auch für einen steuerfreien Bonus, so Spahn.

23.12.2020, 3:14 Uhr – Frankreich lockert Reisebeschränkungen für Reisen aus GB wieder

Frankreich hat die Beschränkungen für Reisen aus Großbritannien wieder gelockert. Ab heute dürfen Menschen mit triftigem Grund wieder von Großbritannien nach Frankreich einreisen, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen können, der nicht älter als drei Tage ist und auch die neue Corona-Variante nachweist. Auch der Verkehr mit Schiffen, Zügen und Flugzeugen kann wieder starten. Auch für die im südenglischen Hafen Dover festsitzenden LKW-Fahrer soll es am Morgen weiter gehen.

23.12.2020, 2:01 Uhr – Trump verweigert Unterschrift für Corona-Hilfsprogramm

US-Präsident Donald Trump weigert sich, ein vom Kongress verabschiedetes Corona-Hilfspaket zu unterschreiben. Die Gesetzesvorlage sei eine Schande und müsse nachgebessert werden, so Trump. Nach monatelangen Verhandlungen hatten sich Republikanern und Demokraten am Montag auf ein Maßnahmenbündel geeinigt, das Hilfen über 740 Milliarden Euro vorsieht. Dazu gehören unter anderem Einmalhilfen und weitere Unterstützungen für Arbeitslose.

23.12.2020, 1:46 Uhr – Coronavirus mittlerweile auf allen Kontinenten

Das Coronavirus ist nun auch in der Antarktis nachgewiesen worden und hat damit offiziell alle Kontinente der Erde erreicht. Die chilenischen Behörden haben nach eigenen Informationen auf Militärstützpunkten und Marineschiffen insgesamt 58 Infizierte getestet. Weitere Staaten, die in der Antarktis aktiv sind, haben bisher keine Infektionen gemeldet.

23.12.2020, 1:33 Uhr – Ärzteverband fordert Gottesdienstverbot an Weihnachten

Der deutsche Ärzteverband hat ein bundesweites Verbot von Präsenzgottesdiensten an Weihnachten gefordert. Man wisse, wie leicht sich das Corona-Virus gerade bei Gottesdiensten übertragen könne, sagte Verbandspräsidentin Ute Teichert den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Angesichts der hohen Infektionszahlen dürfe man kein zusätzliches Risiko eingehen. Außerdem kritisierte Teichert, dass viele Menschen den Ernst der Lage noch immer nicht verstanden hätten. Der harte Lockdown könne nur dann zu einer Verbesserung führen, wenn sich alle an die Regeln hielten.

23.12.2020, 0:55 Uhr – Patientenschützer warnen vor überhasteten Corona-Impfungen

Die Stiftung Patientenschutz warnt vor schlecht vorbereiteten Corona-Impfungen in Pflegeheimen. Man könne nicht einfach in ein Pflegeheim gehen und dort alle Bewohner impfen, sagte der Vorsitzende Eugen Brysch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Impfung von Demenzkranken ohne Zustimmung eines Betreuers oder Bevollmächtigten sei nicht erlaubt. Das wäre rechtlich gesehen schlicht Körperverletzung.

22.12.2020, 17:19 Uhr – Spanien: Großvermieter sollen Mieten halbieren

Spaniens Regierung will Großvermieter mit mehr als zehn Immobilien dazu zwingen, die Mieten für Bars und Restaurants um bis zur Hälfte zu senken. Dies solle so lange gelten, bis der nationale Ausnahmezustand wegen der Corona-Pandemie ende, sagte Regierungssprecherin Maria Jesus Montero. Man wolle den Vermietern Anreize bieten, die Mieten zu senken. Auch sollen Steuerzahlungen für Unternehmen im Gastgewerbe aufgeschoben werden.

22.12.2020, 15:15 Uhr – Bayern verschärft Regeln für Einreisen aus Risikogebieten

Bayern verschärft kurz vor den Urlaubsreisen und Familienbesuchen zu Weihnachten und Silvester die Regeln für Einreisen aus Corona-Risikogebieten im Ausland. Jeder, der ab Mittwoch aus einer solchen Region nach Bayern einreist, muss entweder bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorweisen oder sich umgehend testen lassen, hat das Kabinett von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) beschlossen. Das gilt auch für Leute, die nur kurz über die Grenze fahren. Ausgenommen sind unter anderem Berufspendler. Bisher gilt für Einreisende aus Risikogebieten eine strenge Quarantänepflicht. Die Regierung kündigte Kontrollen an.

22.12.2020, 15:11 Uhr – RKI-Präsident Wieler: Virus lebt von Kontakten

Das Robert-Koch-Institut (RKI) sieht auch nach einer Woche Lockdown keine Trendwende bei den Infektionen in Deutschland. „Zur Zeit verschlechtert sich die Situation weiter“, sagt RKI-Chef Lothar Wieler. „Es wird vermutlich noch mehrere Wochen dauern, bis die Fallzahlen zurückgehen.“ Es stünden schwere Wochen bevor. „Ich bitte Sie eindringlich, die Tage zwischen den Jahren in Ruhe und in kleinstem Familienkreis zu verbringen“, appellierte Wieler an die Menschen in Deutschland.

22.12.2020, 12:25 Uhr – Curevac: Mutiertes Virus sollte keinen Einfluss auf Impfwirksamkeit haben

Das Tübinger Biotechunternehmen Curevac erwartet keine geringere Wirksamkeit seines Covid-19-Impfstoffkandidaten wegen der neuen Virus-Variante. „Wir untersuchen ständig Varianten, da sie häufig vorkommen, und prüfen auch deren Auswirkungen, wenn wir sie für relevant halten“, erklärt ein Curevac-Sprecher. „Grundsätzlich eignet sich die mRNA-Plattform gut, um schnell und flexibel auf Virusausbrüche reagieren zu können.“ Dies gelte für neue Viren, könne aber auch im Falle einer Mutation eines bekannten Virus angewendet werden. Curevac hatte diesen Monat die zulassungsrelevante Studie mit seinem Impfstoff gestartet.

22.12.2020, 12:08 Uhr – Pfizer und Moderna testen Impfstoffe auf Wirkung bei mutiertem Virus

Die US-Pharmakonzerne Pfizer und Moderna testen laut CNN ihre Impfstoffe auf ihre Wirksamkeit gegen die in Großbritannien aufgetretene Mutation des Coronavirus. Moderna rechnet demnach damit, dass der Impfstoff auch gegen Varianten wirkt und will das in den kommenden Wochen durch Tests bestätigen. Pfizer sammle Daten darüber, wie gut Blutproben von Menschen, die bereits geimpft wurden, den neuen Corona-Stamm neutralisieren können.

22.12.2020, 11:25 Uhr – Laschet: Land NRW verbietet keine Weihnachtsgottesdienste

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) überlässt es den Kirchen im Land trotz steigender Infektionszahlen, Weihnachtsgottesdienste stattfinden zu lassen. „Die Landesregierung wird keine Gottesdienste untersagen“, sagte Laschet. Es müssten aber strenge Regeln eingehalten werden. „Es gibt kein 'Oh du fröhliche'“, sagte er mit Blick auf das Gesangsverbot. Sein Stellvertreter, Familienminister Joachim Stamp (FDP), hatte zuvor nach Informationen des WDR die Kirchen aufgefordert, alle Präsenzgottesdienste abzusagen. Laschet ergänzt, er habe zwar Karten dafür gebucht, werde aber angesichts der aktuellen Situation nicht an einem Gottesdienst teilnehmen.

22.12.2020, 11:12 Uhr – Spahn: Das waren meine Fehler in der Krise

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie Fehler eingeräumt. Auf die Frage, für welche Fehler er 2020 um Verzeihung bitten müsse, sagte der CDU-Politiker der Zeit laut Vorabbericht: „Wir hätten als Bundesregierung früher beginnen sollen, Masken zu besorgen. Und ich hätte das als Gesundheitsminister früher anstoßen sollen.“ Eine Pflegekraft, der im Frühjahr FFP2-Masken fehlten, könne er nur um Verständnis bitten.

22.12.2020, 10:50 Uhr – Mutiertes Coronavirus: Schweiz sucht 10.000 eingereiste Briten

Wegen der neuen Coronavirus-Variante in Großbritannien läuft in der Schweiz die Suche nach einigen Tausend angereisten Briten auf Hochtouren. Am Montag hatten die Behörden rückwirkend Quarantäne angeordnet, um die Ausbreitung der neuen Variante in der Schweiz möglichst zu verhindern. Jeder, der seit dem 14. Dezember aus Großbritannien eingereist ist, muss bis zum 10. Tag nach der Ankunft in Quarantäne. Das betrifft auch Tausende Skiurlauber.

Nach Angaben der Behörden kamen vom 14. Dezember bis zur Einstellung der Flüge am Sonntagabend 92 Flugzeuge aus Großbritannien an. Allein am Genfer Flughafen waren es am vergangenen Wochenende etwa 3.500 Passagiere. Die Behörden gehen von etwa 10.000 Fluggästen seit dem 14. Dezember aus.

Südafrika, Großbritannien, Deutschland

Neue Corona-Variante „außer Kontrolle“ Bundesregierung stoppt Großteil der Flüge aus Großbritannien

Eine Mutation des Coronavirus geht in Südostengland um. Großbritannien macht Teile des Landes dicht. Derweil sind andere Europäer bereits dabei den Reiseverkehr mit den Briten zu unterbrechen. Auch die Bundesregierung stoppt den Flugverkehr von dort fast vollständig.  mehr...

22.12.2020, 10:00 Uhr – Weltärztepräsident erwartet längeren Lockdown in Deutschland

Der Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery geht davon aus, dass die Corona-Beschränkungen in Deutschland verlängert werden müssen. Im SWR2-Tagesgespräch sagte er, mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von fast 200 sei Deutschland mindestens rund vier mal so hoch, wie eigentlich angestrebt. Man habe es nicht geschafft, die Bevölkerung von der Ernsthaftigkeit der Pandemie zu überzeugen. Im Hinblick auf das mutierte Coronavirus zeigte sich Montgomery optimistisch. Es sei zwar klar, dass das Virus in Europa angekommen sei. Der jetzt zugelassene Impfstoff wirke auch gegen diese Variante. Montgomery wies noch einmal darauf hin, wie wichtig es sei, sich an Abstands- und Hygieneregeln zu halten.

22.12.2020, 8:36 Uhr – Briten und Franzosen verhandeln über Grenzöffnung

Großbritannien und Frankreich arbeiten der Regierung in London zufolge intensiv an einer Vereinbarung zur Wiedereröffnung der Grenze. „Wir sprechen seit 24 Stunden kontinuierlich mit unseren Kollegen in Frankreich über eine Reihe von Themen und werden diese Arbeit heute fortsetzen“, sagt Innenministerin Priti Patel dem Sender Sky. Frankreich hat wegen der in Großbritannien aufgetretenen Corona-Mutation die Grenze geschlossen.

22.12.2020, 7:50 Uhr – Ifo-Chef wegen hoher Infektionszahlen für Lockdown

Ifo-Präsident Clemens Fuest spricht sich für einen Lockdown aus, solange die Ansteckungszahlen hoch sind. „Es hilft nichts“, sagte der Chef des Instituts für Wirtschaftsforschung im Deutschlandfunk. Die Infektionszahlen müssten „entschlossen“ gesenkt werden. Solange die Infektionen nicht heruntergebracht würden, werde sich die Wirtschaft nicht erholen.

22.12.2020, 7:00 Uhr: Biontech-Chef Sahin: Impfstoff könnte auch bei neuer Coronavirus-Variante wirken

Der Biontech-Impfstoff könnte auch gegen die neue Variante des Corona-Virus wirken, die sich gerade in Großbritannien verbreitet, davon geht der Chef des Mainzer Pharmaunternehmens, Ugur Sahin, aus. Aus wissenschaftlicher Sicht sei die Wahrscheinlichkeit dafür hoch, sagte Sahin. Entsprechende Tests würden etwa zwei Wochen dauern. Die EU-Kommission hat den Impfstoff von Biontech und Pfizer gestern zugelassen.

Mainz

Ansteckendere Corona-Variante Biontech-Chef Sahin trotz Virus-Mutation zuversichtlich

Die EU-Kommission hat den Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer zugelassen. Im Gespräch mit SWR Chefredakteur Fritz Frey äußert sich Biontech-Chef Ugur Sahin zuversichtlich über die Wirksamkeit des Impfstoffs auch im Hinblick auf Mutationen des Virus.  mehr...

22.12.2020, 6:10 Uhr – RKI: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf Rekordwert

In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 19.528 weitere Menschen (Vortag: 16.643) positiv auf das Coronavirus getestet. Damit steigt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen auf 1.530.180. Weitere 731 (226) Menschen starben an oder mit dem Virus. Insgesamt sind 27.006 Todesfälle registriert. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 197,6 (197,1). Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen positiv getestet wurden.

22.12.2020, 4:55 Uhr – Prozess in Koblenz wegen Betrugs mit FFP2-Corona-Masken

Wegen mutmaßlichen Betrugs mit rund einer Million Corona-Masken steht ab heute ein 26-jähriger Mann vor dem Landgericht Koblenz. Laut Anklage hat er zusammen mit zwei Komplizen Kaufverträge über die Lieferung von FFP2-Masken für mehr als drei Millionen Euro an eine Supermarktkette abgeschlossen. Der Angeklagte habe gewusst, dass die Masken den Standard nicht erfüllen – es seien nur einfache Mund-Nasen-Bedeckungen gewesen.

22.12.2020, 2:17 Uhr – Polizei will an Feiertagen scharf kontrollieren

Die Polizei will an Weihnachten und Silvester scharf kontrollieren, ob die Corona-Beschränkungen eingehalten werden. Man erhöhe gerade die Präsenz im öffentlichen Raum, sagte der Vizechef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, der Süddeutschen Zeitung. Die Polizei werde aber nicht ohne Anlass von Haus zu Haus gehen und nachzählen, wie viele Leute am Tisch sitzen. Gebe es jedoch Hinweise, dass Regeln verletzt würden, gehe man ihnen nach.

22.12.2020, 1:31 Uhr - Joe Biden gegen Corona geimpft

Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat sich vor laufenden Kameras gegen Corona impfen lassen. Dem 78-Jährigen wurde in einem Krankenhaus in Newark im Bundesstaat Delaware der Impfstoff von Biontech und Pfizer gespritzt. Auch seine Ehefrau Jill hat sich impfen lassen. Biden warb bei den US-Bürgern um Vertrauen in die Impfung und sagte, es gebe keinen Grund zur Besorgnis. Er appellierte an die Menschen in den USA, sich ebenfalls impfen zu lassen, sobald ein Impfstoff für sie zur Verfügung stehe.

22.12.2020, 0:12 Uhr – Warnung vor Warenengpässen in Großbritannien

Britische Verbände warnen vor Versorgungsengpässen auf der Insel durch den Stopp von Flügen und Fähren. Laut dem Handelsverband BRC sind die Lager zwar gefüllt, jede längere Schließung der französischen Grenze wäre aber ein Problem. Premierminister Boris Johnson gab eine Pressekonferenz und versuchte zu beruhigen. Mit Blick auf die französische Grenzschließung und den Stillstand in Dover sagte Johnson, dass er mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron telefoniert habe und beide das Problem so schnell wie möglich lösen wollten. Wie diese Lösung aussehen könnte, sagte er aber nicht. Allerdings seien 80 Prozent des Warenverkehrs von der französischen Grenzschließung nicht betroffen, versicherte Johnson.

21.12.2020, 17:30 Uhr – Krisensitzung wegen Coronavirus-Variante

Vertreter der EU-Staaten haben bei einem Krisentreffen über Konsequenzen nach der Entdeckung einer neuen Variante des Coronavirus in Großbritannien beraten. Beschlüsse wurden nicht gefasst. Zahlreiche weitere Länder haben inzwischen ihre Flugverbindungen zu Großbritannien eingestellt. Vielerorts saßen Reisende fest. Großbritanniens Premierminister Johnson hatte am Wochenende erklärt, die in Südostengland aufgetretene Mutation sei bis zu 70 Prozent ansteckender als die Ursprungsvariante des Coronavirus. Der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten, wies jedoch im Deutschlandfunk darauf hin, diese Angabe sei nur ein Schätzwert. Es sei noch unklar, ob die neue Variante tatsächlich stärker übertragbar sei.

Stuttgart

Neue Corona-Variante aus Großbritannien Wie gefährlich ist die Mutation des Coronavirus? Das ist bisher bekannt

Im Südosten von Großbritannien geht eine neue Variante des Coronavirus um. Angeblich ist sie viel ansteckender als das bisher bekannte Coronavirus. Was ist dran an den Meldungen? Das ist bisher bekannt.  mehr...

21.12.2020, 15:15 Uhr – EU-Behörde gibt grünes Licht für Corona-Impfstoff von Biontech

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) empfiehlt die bedingte Zulassung des Corona-Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und des US-Pharmariesen Pfizer in der EU. Im nächsten Schritt muss die EU-Kommission über die Verwendung des Präparats für alle Mitgliedsländer entscheiden - das gilt als Formsache und soll noch vor Weihnachten passieren.

Deutschland

Impfstoff von Biontech und Pfizer Corona-Impfstoff für EU zugelassen – Impfungen ab dem 27. Dezember rücken näher

Die letzte Hürde für die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer ist genommen. Die EU-Kommission hat dem Mittel für die Europäische Union die Zulassung erteilt.  mehr...

21.12.2020, 14:55 Uhr – Söder in Quarantäne: „Führe Amtsgeschäfte digital weiter“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich in Quarantäne begeben. Der Leiter der Staatskanzlei, Florian Herrmann, war zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden. „Als Kontaktperson 1 habe ich mich umgehend in Quarantäne begeben“, schrieb der CSU-Chef auf Twitter. „Die Amtsgeschäfte werde ich digital weiterführen.“

Als Kontaktperson 1 habe ich mich umgehend in Quarantäne begeben. Die Amtsgeschäfte werde ich digital weiterführen. Wünsche Florian Herrmann einen milden Verlauf und gute Besserung. https://t.co/4Kz9TwvmyX

21.12.2020, 11:06 Uhr – Fast 300 Fluggäste aus Großbritannien in Baden-Württemberg negativ getestet

Bislang ist die hoch ansteckende Mutation des Coronavirus aus Großbritannien nicht im Südwesten Deutschlands aufgetaucht. Alle 151 Passagiere und Crew-Mitglieder einer Maschine aus London seien negativ getestet worden, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Sie wurden direkt am Flughafen getestet, als sie am Sonntagabend am Stuttgarter Flughafen eintrafen.

Am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden landete am Sonntagabend auch eine Maschine aus London. An Bord waren 134 Passagiere, die nach einem negativen Corona-Schnelltest alle nach Deutschland einreisen durften. Gegen Mitternacht verließ außerdem eine vorerst letzte Maschine nach Großbritannien den Flughafen. Seit Mitternacht dürfen Flugzeuge aus Großbritannien gar nicht mehr in Deutschland landen.

21.12.2020, 10:39 Uhr – 77 Fluggäste aus Großbritannien hängen am BER fest

Am Berliner Flughafen BER hängen 77 Passagiere fest, die vor Mitternacht mit vier Maschinen aus Großbritannien gelandet sind, teilt die Bundespolizei mit. Die mehrheitlich polnischen Fluggäste konnten demnach bei der Einreise keinen negativen Test vorweisen und warten nun im Transitbereich auf einen Corona-Test. Die Personen hätten die Nacht auf Feldbetten verbracht und würden versorgt, sagt eine Sprecherin der Bundespolizei. Andere Passagiere mit deutscher Staatsbürgerschaft, einem Wohnsitz in Deutschland oder einem negativem Testergebnis durften einreisen.

21.12.2020, 10:10 Uhr – Hongkong verbietet Flüge aus Großbritannien

Hongkong verbietet als erste Stadt in Asien Flüge aus Großbritannien. Von Mitternacht an dürften keine Maschinen aus dem Vereinigten Königreich mehr landen, teilen die Behörden mit. Wer vor Dienstag aus Großbritannien in Hongkong eingetroffen sei, müsse sich 21 statt bisher 14 Tage in Quarantäne begeben. Asiatische Länder wie Japan und Südkorea haben bisher kein Flugverbot verhängt, beobachten die Lage nach eigenen Angaben aber genau. Andere Staaten wie auch Deutschland lassen keine Flugzeuge aus Großbritannien mehr landen, um die Verbreitung einer neuen, möglicherweise ansteckenderen Virus-Variante zu verhindern.

21.12.2020, 9:30 Uhr – Frankreich will am Sonntag mit Impfungen beginnen

Frankreich will am kommenden Sonntag mit Impfungen beginnen. Die ersten Einheiten sollten Risikogruppen wie der der älteren Bevölkerung verabreicht werden, schreibt Gesundheitsminister Olivier Veran auf Twitter. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) wird wahrscheinlich noch heute über die Zulassung des Impfstoffs von BioNTech und Pfizer entscheiden. In Großbritannien, den USA und einigen anderen Ländern ist der Impfstoff schon im Einsatz. Noch vor Weihnachten wird damit gerechnet, dass auch die EU-Kommission grünes Licht gibt.

21.12.2020, 7:05 Uhr – Interpol rechnet mit Verbrechenswelle um Corona-Impfstoff

Interpol rechnet mit einer weltweiten Verbrechenswelle rund um die Impfkampagne gegen das Coronavirus. „Mit dem Ausrollen der Impfstoffe wird die Kriminalität dramatisch steigen“, sagte der Generalsekretär der Internationalen Polizei-Organisation, Jürgen Stock, der Wirtschaftswoche. "Wir werden Diebstähle und Lagereinbrüche sehen und Überfälle auf Impfstoff-Transporte.“ Vielerorts werde die Korruption grassieren. „Ein Virus breitet sich von Asien über alle Kontinente aus – und ihm folgt eine Kriminalitätswelle, sozusagen eine Parallel-Pandemie des Verbrechens.“

21.12.2020, 4:48 Uhr – Kinderschutzbund fordert Ferien bis Ende Januar

Der Deutsche Kinderschutzbund fordert, die Weihnachtsschulferien bis Ende Januar zu verlängern. Es sei kaum damit zu rechnen, dass bis zum 10. Januar eine grundlegende Besserung eintrete, sagte Verbandschef Heinz Hilgers der Rheinischen Post. Sollten die Infektionszahlen sich bis dahin nicht kurzfristig ändern, gebe es keine andere Wahl. Im Gegenzug könnten die Sommerferien um drei Wochen gekürzt werden.

21.12.2020, 3:51 Uhr – Flugpassagiere aus London an Flughäfen gestoppt

Wegen der mutierten Variante des Coronavirus haben deutsche Behörden die Einreise von Flugpassagieren aus London an mehreren Flughäfen gestoppt. Seit Mitternacht sind Flüge aus dem Vereinten Königreich ohnehin verboten. Am Abend betraf das unter anderem 63 Passagiere in Hannover. Laut einer Sprecherin müssen sie auf dem Flughafengelände bleiben, bis ihre Testergebnisse vorliegen.

21.12.2020, 2:15 Uhr – Lauterbach warnt vor schnellem Vordringen der Coronavirus-Mutation

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat davor gewarnt, dass die in Großbritannien entdeckte Mutation des Coronavirus auch nach Deutschland kommen wird. Die Wahrscheinlichkeit dafür liege bei 100 Prozent, sagte er im „Bild“-Talk. Er hoffe aber, dass die mutierte Variante jetzt noch nicht in Deutschland angekommen sei. Man müsse alles dafür tun, damit das auch so bleibe, so Lauterbach.

21.12.2020, 1:47 Uhr – „Brot für die Welt“ fürchtet Einbruch bei Weihnachtskollekten

Das evangelische Hilfswerk „Brot für die Welt“ befürchtet weniger Einnahmen bei den Weihnachtskollekten. In diesem Jahr würden wegen der Corona-Beschränkungen deutlich weniger Menschen einen Gottesdienst besuchen, sagte die Präsidentin des Hilfswerks, Cornelia Füllkrug-Weitzel. Die Weihnachtskollekten fehlten dann ausgerechnet in einem Jahr, in dem die Not weltweit massiv gestiegen sei und die Partnerorganisationen auf Hilfen angewiesen seien.

21.12.2020, 0:23 Uhr – Einigung auf Hilfspaket in den USA

In den USA haben sich Demokraten und Republikaner nach monatelangem Streit auf ein Corona-Konjunkturpaket geeinigt. Damit sollten die Auswirkungen der Pandemie abgefedert werden, erklärten Vertreter beider Parteien. Insgesamt seien Hilfen im Umfang von umgerechnet mehr als 730 Millionen Euro geplant. Unter anderem sollen damit höhere Arbeitslosenhilfen und einmalige Direktzahlungen für viele US-Bürger finanziert werden.

21.12.2020, 0:03 Uhr – Mutiertes Virus auch in Italien nachgewiesen

Die neue Variante des Coronavirus aus Großbritannien ist auch bei einem Infizierten in Italien nachgewiesen worden. Das hat das italienische Gesundheitsamt mitgeteilt. Der Patient war vor kurzem aus Großbritannien zurückgekehrt und war mit seiner Familie in Quarantäne. Die neue Virus-Variante wird für einen starken Anstieg der Infektionszahlen im Süden Englands verantwortlich gemacht. Die Ausgangsbeschränkungen in der betroffenen Region sind noch einmal verschärft worden.

20.12.2020, 21:28 Uhr – Virus-Variante in Großbritannien: Mehrere EU-Länder beschließen Einreise-Beschränkungen

Mehrere EU-Länder reagieren mit Einreise-Beschränkungen auf die neue Coronavirus-Variante in Großbritannien. Frankreich stoppt den kompletten Personen-Einreiseverkehr aus dem Vereinigten Königreich für 48 Stunden - das betrifft den Luftraum sowie Schienen, Straßen und Seewege. Die Niederlande sagten Flüge von und nach Großbritannien ab. Belgien schließt für 24 Stunden die Grenzen für Großbritannien-Reisende. Italien will Flugverbindungen aussetzen. Weitere Länder reagieren mit Quarantäne-Anordnungen oder machen negative Testergebnisse zu Einreisebedingungen. In Deutschland gilt ab Mitternacht ein Landeverbot für Passagiermaschinen aus Großbritannien. Für morgen ist ein Krisentreffen in Brüssel geplant, um Reaktionen auf das mutierte Virus abzustimmen.

20.12.2020, 19:21 Uhr – Spahn: Zusätzliche Produktion von Biontech-Impfstoff geplant

Die Bundesregierung bemüht sich darum, gemeinsam mit dem Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech eine zusätzliche Impfstoff-Produktionsstätte in Deutschland aufzubauen. Das kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der ARD an, nannte aber keine Details über einen möglichen Standort oder Zeitvorgaben. Für die ersten drei Monate des Jahres rechnet Spahn mit insgesamt 11 bis 13 Millionen verfügbaren Impfdosen in Deutschland. Diese zu verimpfen werde gut gelingen, auch wenn es anfangs „ruckle“.

20.12.2020, 19:20 Uhr – DGB-Chef fordert mehr Hilfen für stationären Einzelhandel

DGB-Chef Reiner Hoffmann fordert die Bundesregierung auf, dem stationären Einzelhandel die gleichen Wirtschaftshilfen wie der Gastronomie im Rahmen der Novemberhilfe zu gewähren. "Hier gibt es eine Schräglage", sagt Hoffmann der "Rheinischen Post". Hier müsse der Wirtschaftsminister mit Blick auf den kleineren stationären Handel dringend noch mal nachjustieren. "Es kann nicht sein, dass die einen 75 Prozent ihres Umsatzes ersetzt bekommen, die anderen aber nur die Fixkosten", sagt der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB).

20.12.2020, 18:17 Uhr – Deutschland stoppt weitgehend Flüge aus Großbritannien

Wegen der in Großbritannien entdeckten neuen Variante des Coronavirus werden Flüge von dort nach Deutschland weitgehend gestoppt. Landungen aus Großbritannien sind ab Mitternacht untersagt, wie aus einer Verfügung des Bundesverkehrsministeriums von Sonntag hervorgeht. Ausgenommen sind demnach reine Frachtflüge, Flüge mit medizinischem Personal oder wenn Maschinen nur mit Crews an Bord nach Deutschland zurückkehren wollen.

Zum Schutz der Bevölkerung in Deutschland und „zur Limitierung des Eintrages und der schnellen Verbreitung der neuen Virusvarianten“ sei ein sofortiges, befristetes Verbot für Flüge aus dem Vereinigten Königreich und Nordirland in die Bundesrepublik geboten, heißt es.

Südafrika, Großbritannien, Deutschland

Neue Corona-Variante „außer Kontrolle“ Bundesregierung stoppt Großteil der Flüge aus Großbritannien

Eine Mutation des Coronavirus geht in Südostengland um. Großbritannien macht Teile des Landes dicht. Derweil sind andere Europäer bereits dabei den Reiseverkehr mit den Briten zu unterbrechen. Auch die Bundesregierung stoppt den Flugverkehr von dort fast vollständig.  mehr...

20.12.2020, 17:10 Uhr – Impfstoff von Moderna wird in den USA ausgeliefert

Nach der Notzulassung für den Corona-Impfstoff des Herstellers Moderna sind in den USA am Sonntag die ersten Dosen ausgeliefert worden. Bereits am Montag soll mit den Impfungen begonnen werden. Das Vakzin von Moderna ist das zweite, das in den USA zum Einsatz kommt, nach jenem des US-Pharmakonzerns Pfizer und seines deutschen Partners Biontech, mit dem bereits seit einer Woche geimpft wird.

20.12.2020, 14:30 Uhr – Italiener strömen vor dem Lockdown in die Einkaufsmeilen

In Italien haben viele Menschen kurz vor Beginn härterer Corona-Regeln die letzte Gelegenheit genutzt, um Weihnachtseinkäufe zu erledigen. In Großstädten wie Mailand, Rom und Bologna seien die Innenstädte voll gewesen, wie mehrere italienische Medien berichteten. In der nördlichen Metropole Mailand wurden der Nachrichtenagentur Ansa zufolge die Eingänge zu manchen U-Bahn-Stationen bis zum Samstagnachmittag rund 150 Mal für wenige Minuten gesperrt. Wegen der Corona-Pandemie sollen die Züge nur halb so viele Passagiere befördern.

20.12.2020, 12:30 Uhr – Landkreis Oder-Spree ruft Katastrophenfall aus

Die Verwaltung des brandenburgischen Landkreises Oder-Spree hat laut einem Bericht von tagesschau.de angekündigt, am Sonntag um 24 Uhr das sogenannte Großschadenereignis „Massenanfall von Erkrankten“ auszurufen. Grund dafür sind die weiter steigenden Corona-Infektionszahlen im Landkreis. Durch den Ausruf dieses Katastrophenfalls kann die Verwaltung die Kräfte des Katastrophenschutzes gezielter steuern.

Landrat Rolf Lindemann (SPD) appellierte an die Bevölkerung, ihr Verhalten dem Ernst der Lage anzupassen. In dem Landkreis im Osten Brandenburgs wurden seit Samstag 107 neue Infektionen gezählt. 131 Personen müssen im Krankenhaus behandelt werden: 119 auf der Normalstation, zwölf auf der Intensivstation, zehn davon müssen beatmet werden. Laut Lindemann sind die Intensivbetten vor Ort - so wörtlich - "im Grunde genommen ausgeschöpft". 

20.12.2020, 10:56 Uhr – Söder fordert mehr Tempo bei Beschaffung von Corona-Impfstoff

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat mehr Tempo bei der Beschaffung von Corona-Impfstoff gefordert. „Es muss alles darauf ausgerichtet werden, mehr Impfstoff zu bekommen, der dann schneller verteilt wird“, sagte der CSU-Vorsitzende der Bild am Sonntag. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar zufolge wollen sich 62 Prozent der Menschen in Deutschland gegen Covid-19 impfen lassen. 32 Prozent wollen darauf verzichten.

20.12.2020, 9:40 Uhr – Lauterbach warnt vor „Teufelskreis“ durch Virus-Mutationen

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnte vor Mutationen des Coronavirus. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass Mutationen die Ansteckungsgefahr erhöhen“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Sonntag). „Das ist ein weiterer Grund dafür, dass die zweite Welle nicht so stark werden darf. Je mehr Ansteckungen man zulässt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass noch gefährlichere Mutationen folgen.“

Das sei ein „Teufelskreis“: Mehr Ansteckungen führten zu mehr Mutationsgelegenheiten und damit zu mehr Mutationen. Diese wiederum führten zu mehr Ansteckungen. „So geht es dann immer weiter.“ Derzeit kämpfen Großbritannien und Südafrika mit neuen Varianten des Coronavirus:

Südafrika, Großbritannien, Deutschland

Neue Corona-Variante „außer Kontrolle“ Bundesregierung stoppt Großteil der Flüge aus Großbritannien

Eine Mutation des Coronavirus geht in Südostengland um. Großbritannien macht Teile des Landes dicht. Derweil sind andere Europäer bereits dabei den Reiseverkehr mit den Briten zu unterbrechen. Auch die Bundesregierung stoppt den Flugverkehr von dort fast vollständig.  mehr...

20.12.2020, 8:50 Uhr – „Hinterher ist man immer klüger“ – Kretschmann räumt Fehler beim Krisenmanagement ein

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat im Umgang mit der Pandemie Fehler der Landesregierung eingeräumt. „Hinterher ist man immer klüger. Wir hätten durchaus schneller reagieren können als die Inzidenz über 50 gestiegen ist“, sagte er mit Blick auf die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

„Aber ich darf daran erinnern: Vieles ist uns im Land, aber auch bundesweit, von den Verwaltungsgerichten eingesammelt worden. Wir mussten alles immer auch verhältnismäßig machen.“ Eine Manöverkritik nütze im Moment nichts, sagte der Grünen-Politiker weiter. „Denn der Mensch kann bekanntlich die Vergangenheit nicht ändern. Jetzt geht es erst mal darum, die zweite Welle unter Kontrolle zu bringen.“

Stuttgart

"Hinterher ist man immer klüger" Kretschmann räumt Fehler im Corona-Krisenmanagement ein und wirbt für Impfung

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat im Umgang mit der Pandemie Fehler der Landesregierung eingeräumt. Nun gehe es aber darum, die zweite Welle zu brechen. Hier wirbt er fürs Impfen.  mehr...

20.12.2020, 6:00 Uhr – RKI: Mehr als 22.700 Neuinfektionen

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert-Koch-Institut (RKI) 22.771 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet – rund 2.500 mehr als vergangenen Sonntag. Weitere 409 Menschen sind mit oder an dem Virus gestorben. Die Gesamtzahl der Todesopfer stieg damit auf über 26.000.

20.12.2020, 5:18 Uhr – Verdi: Pflegekräfte auf Corona-Stationen entlasten

Die Gewerkschaft Verdi warnt, dass die Pflegekräfte in den Covid-19-Stationen am Ende ihrer Kräfte seien. Seit dem Sommer hätte es keine Verschnaufpause gegeben. Zunächst seien nach der ersten Welle aufgeschobene Eingriffe nachgeholt worden, direkt danach seien die Infektionszahlen wieder gestiegen. Die Krankenhäuser sollten deshalb auf Eingriffe verzichten, damit mehr Mitarbeiter auf den Corona-Stationen eingesetzt werden könnten, fordert Verdi.

20.12.2020, 4:58 Uhr – Kretschmann: Keine Impfpflicht durch die Hintertür

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ist gegen Privilegien für Menschen, die sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Eine Impfpflicht durch die Hintertür sei nicht geplant, sagte er. In der Demokratie gebe es nur den Weg der Überzeugung. Er könne verstehen, dass einige Menschen unsicher seien. Grundsätzlich seien Impfstoffe aber die mit am besten geprüften Medikamente. Er wolle deshalb mit Nachdruck für das Impfen werben.

20.12.2020, 3:45 Uhr – Hälfte der Deutschen für Verbot von Weihnachtsgottesdiensten

Angesichts der hohen Corona-Zahlen sind 50 Prozent der Deutschen für ein Verbot öffentlicher Weihnachtsgottesdienste in diesem Jahr – 35 Prozent sind dagegen. Das hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergeben. Demnach wollen 87 Prozent dieses Jahr nicht in die Kirche gehen. Bund und Länder hatten entschieden, Gottesdienste zu erlauben. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kündigte im Tagesspiegel aber bereits an, nochmal mit den Kirchen darüber zu sprechen.

20.12.2020, 2:02 Uhr – Niederlande verbieten Flüge nach Großbritannien

Nach der Entdeckung einer neuen Coronavirus-Variante in Großbritannien lassen die Niederlande Flugpassagiere von dort nicht mehr einreisen. Nach Angaben der Regierung gilt das Verbot zunächst bis zum 1. Januar. Zuvor hatte Großbritanniens Premier Boris Johnson gesagt, die neu entdeckte Variante sei bis zu 70 Prozent ansteckender als die bisher bekannte. Es gebe aber keine Hinweise, dass Impfstoffe dagegen weniger effektiv seien. In Teilen Großbritanniens gelten jetzt dennoch wieder strengere Beschränkungen.

20.12.2020, 1:01 Uhr – Ex-Verfassungsrichter: Bundestag hätte Impfplan beschließen müssen

Nach Ansicht des früheren Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hätte der Bundestag über die Reihenfolge bei der Corona-Impfung abstimmen müssen. Die grundsätzlichen Entscheidungen, ob und nach welchen allgemeinen Kriterien einzelne Personengruppen bei der möglicherweise lebensrettenden Impfung bevorzugt würden, müsse „der parlamentarische Gesetzgeber selbst treffen“, sagte Papier den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). Dies gelte jedenfalls dann, wenn Impfungen „für eine erhebliche Zeit nicht allen impfwilligen Personen zur Verfügung stehen“.

20.12.2020, 0:16 Uhr – Söder kritisiert Impfstoffbeschaffung der Bundesregierung

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Strategie der Bundesregierung beim Einkauf von Corona-Impfstoffen kritisiert. Man brauche mehr Tempo, sagte er der Bild am Sonntag. Aus dem Gesundheitsministerium hieß es zuletzt, Deutschland habe sich mehr Impfstoff gesichert als bisher geplant - nämlich 136,3 Millionen Dosen der Firmen Moderna sowie Biontech und Pfizer. Das wäre genug, um die sogenannte Herdenimmunität zu erreichen, bei der mindestens 60 Prozent der Bevölkerung geimpft werden müssten.

19.12.2020, 22:38 Uhr – Israel startet Impfkampagne mit Ministerpräsident

In Israel hat die Corona-Impfkampagne begonnen. Als Erster ließ sich Ministerpräsident Benjamin Netanjahu das Vakzin von Biontech und Pfizer spritzen. Er erklärte: Das Ende der Pandemie sei in Sicht. Ziel der öffentlich Impfung ist es, die Bürger Israels zu ermutigen, sich auch gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Zuerst sollen medizinisches Personal und Risikogruppen den Impfschutz erhalten. Geimpfte sollen in Israel mit einem „grünen Pass“ Vorteile erhalten. Sie können etwa eine Quarantänepflicht umgehen sowie öffentliche Veranstaltungen und Restaurants besuchen. 

19.12.2020, 20:12 Uhr – Thailand schließt größten Fischmarkt nach Corona-Ausbruch

Nach einem Anstieg der Corona-Fälle im Süden von Thailand ist der größte Meeresfrüchte-Markt des Landes geschlossen worden. Wie die Behörden mitteilten, werden 548 Infektionsfälle mit dem Markt in Mahachai in der Provinz Samut Sakhon in Verbindung gebracht. Der Markt und die nähere Umgebung seien zum „Seuchenkontrollgebiet“ erklärt worden, sagte der Gouverneur der Provinz. Bis Ende Januar sollen in dem Gebiet eine strikte Ausgangssperre und ein Lockdown gelten. Schulen, Sportstadien und Einkaufszentren müssen schließen.

19.12.2020, 18:25 Uhr – Corona-Schnelltests vor Weihnachten in Karlsruhe wieder abgesagt

Nach der Ankündigung von Corona-Schnelltests vor Weihnachten in zahlreichen Städten landesweit sind erste Angebote schon wieder abgesagt. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) kündigte an, doch nicht wie geplant am 23. und 24. Dezember in Karlsruhe und Bretten zu testen – auf Bitten von Stadt und Landkreis. Der Landkreis habe schriftlich darauf verwiesen, dass die Aktion das ohnehin überlastete Gesundheitsamt und die Abstrichstellen gerade an den Feiertagen noch zusätzlich belasten werde und dass negative Testergebnisse die Menschen in falscher Sicherheit wiegen würden, teilte der ASB mit.

19.12.2020, 16:11 Uhr – Bundesregierung sichert mehr Impfdosen für Deutschland

Die Bundesregierung hat mehr Dosen für Impfungen gegen das Coronavirus für Deutschland gesichert. Vom ersten Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer kommen aus einer EU-weiten Bestellung nun 55,8 Millionen statt zunächst vorgesehener 40 Millionen Dosen, wie das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage in Berlin mitteilte. Zuerst berichtete die "Bild am Sonntag" darüber. Daneben wurden über nationale Zusagen auch schon weitere 30 Millionen Impfdosen dieses Präparats gesichert.

Am Montag will die EU-Arzneimittelbehörde EMA ihre Beurteilung über den Impfstoff von Biontech/Pfizer abgeben, danach wird eine Zulassung durch die EU-Kommission erwartet. Bund und Länder stellen sich dann auf einen Beginn von Impfungen am 27. Dezember ein.

Viele von uns sind in Gruppe 4 So lange kann es dauern, bis die erste Gruppe geimpft ist

Die Impfungen gegen Covid-19 beginnen mit den über 80-Jährigen und den Pflegekräften – dann kommt erst mal lange nichts. Für die meisten von uns wird es noch ein „langer Winter“, sagt Spahn.  mehr...

19.12.2020, 16:00 Uhr – Schweizer Kantone schließen Skigebiete

Mehrere Schweizer Kantone schließen wegen der Corona-Infektionszahlen nun doch ihre Skigebiete. Die Kantone Zürich, St. Gallen, Luzern, Schwyz, Nidwalden, Obwalden, Zug sowie Appenzell Innerrhoden kündigten an, ihre Skigebiete ab Dienstag geschlossen zu lassen. Die Corona-Lage lasse es nicht zu, dass diese den Betrieb weiterführten oder überhaupt erst aufnähmen, erklärte etwa der Luzerner Regierungsrat. Auch andere Maßnahmen einzelner Kantone gehen teils deutlich über die Schutzmaßnahmen hinaus, die die Regierung in Bern landesweit vorgegeben hatte.

19.12.2020, 15:40 Uhr – Ethikrat-Mitglied: Impfgegner und "Querdenker" sollten auf Corona-Behandlung verzichten

Laut einem Bericht der "Bild" fordert der Humangenetiker Wolfram Henn Impfverweigerer auf, im Fall einer Covid-19-Erkrankung auf alle Notfallmaßnahmen zu verzichten. Er richtet sich damit an "Querdenker" und Corona-Leugner. "Wer partout das Impfen verweigern will, der sollte, bitte schön, auch ständig ein Dokument bei sich tragen mit der Aufschrift: ,Ich will nicht geimpft werden!" zitiert die Zeitung aus einem Schreiben Henns, der auch Mitglied im Deutschen Ethikrat ist.

19.12.29020, 14:55 Uhr – Britischer Chefmediziner: Neue Variante breitet sich schneller aus

Englands Chefmediziner Chris Whitty warnt vor einer neuer Form des Corona-Virus. In Großbritannien sei eine neue Variante von Covid-19 entdeckt worden, sagte Whitty in London. Untersuchungen hätten ergeben, dass sich dieses Virus schneller ausbreiten könne als die bisherige Variante. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass die neue Variante auch zu einer höheren Sterblichkeit führe. Man habe entsprechende Erkenntnisse an die Weltgesundheitsorganisation WHO weitergeleitet. Auch Südafrika hat nach Aussagen seines Gesundheitsministers eine neue Variante des Coronavirus entdeckt:

Südafrika, Großbritannien, Deutschland

Neue Corona-Variante „außer Kontrolle“ Bundesregierung stoppt Großteil der Flüge aus Großbritannien

Eine Mutation des Coronavirus geht in Südostengland um. Großbritannien macht Teile des Landes dicht. Derweil sind andere Europäer bereits dabei den Reiseverkehr mit den Briten zu unterbrechen. Auch die Bundesregierung stoppt den Flugverkehr von dort fast vollständig.  mehr...

19.12.29020, 13:52 Uhr – Macron nach Covid-Infektion stabil

Der Gesundheitszustand des mit Covid-19 infizierten französischen Präsidenten Emmanuel Macron ist nach Angaben seines Büros stabil. Die Ergebnisse der medizinischen Untersuchung seien ermutigend, heißt es zudem. Die Symptome seien ähnlich wie die am Freitag und hinderten Macron nicht daran, seine Pflichten zu erfüllen. Das Büro hatte am Donnerstag mitgeteilt, der Präsident sei positiv getestet worden.

19.12.29020, 12:30 Uhr – Intensivmediziner: Entlastung durch Impfstoff erst ab April

Intensivmediziner in Deutschland gehen davon aus, dass die Intensivstationen noch einige Monate stark ausgelastet bleiben. Das hat der Präsident der entsprechenden Vereinigung, Uwe Janssens, der Rheinischen Post gesagt. Frühestens ab März oder April könne der Impfstoff auch die Intensivstationen langsam entlasten. Deshalb ruft Janssens die Bevölkerung dazu auf, sich auch weiterhin an die Regeln zu halten - dann könnten die Mediziner die Lage gerade noch im Griff behalten.

19.12.2020, 11:44 Uhr – Auch Schweiz lässt Biontech/Pfizer-Impfstoff zu

Mit der Schweiz hat ein weiteres Land das Vakzin der beiden Hersteller Biontech und Pfizer zugelassen. Wie die Arzneimittelbehörde in Zürich laut Nachrichtenagentur Reuters mitteilte, zeigten die vorliegenden Daten einen Schutz von mehr als 90 Prozent. Damit habe der Impfstoff die weltweit erste ordentliche Zulassung erhalten.

19.12.2020, 7:48 Uhr – Mehr als 260.000 Neuinfektionen in USA – fast 3.000 weitere Gestorbene

In den USA sind einer Reuters-Zählung zufolge mehr als 260.000 Neuinfektionen gemeldet worden. Mindestens 261.887 Menschen wurden demnach am Freitag positiv auf das Coronavirus getestet, damit stieg die Zahl der Infektionen insgesamt auf 17,42 Millionen. Weitere 2.947 Menschen starben der Zählung zufolge. Insgesamt stieg die Zahl der Todesfälle in den USA auf 314.049.

19.12.2020, 6:12 Uhr – RP: Wöchentliche Corona-Tests bei Altenheim-Bewohnern

Bewohner von Alten- und Pflegeheimen in Rheinland-Pfalz sollen laut Gesundheitsministerium ab heute einmal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden. Zuvor hatte der Ministerrat die entsprechende Landesverordnung geändert. Darüber hinaus bleibt es bei der Regelung, dass Mitarbeiter von Alten- und Pflegeheimen sich einmal pro Woche verpflichtend auf Corona testen lassen müssen. In Regionen mit besonders hohen Infektionszahlen müssen sich die Mitarbeiter zweimal pro Woche testen lassen. Besucher der Heime müssen sich laut Gesundheitsministerium nicht testen lassen. Es besteht aber weiterhin die Pflicht, FFP2-Masken zu tragen. Die Infektionszahlen in Alten- und Pflegeheimen waren in den vergangenen Wochen extrem angestiegen.

Mehr Schutz für Alten- und Pflegeheime Wöchentliche Corona-Tests, FFP2-Masken für Besucher Pflicht

Bewohner von Alten- und Pflegeheimen in Rheinland-Pfalz sollen einmal pro Woche auf Corona getestet werden. Das hat das Gesundheitsministerium mitgeteilt, nachdem der Ministerrat die entsprechende Landesverordnung geändert hat.  mehr...

19.12.2020, 6:00 Uhr – RKI: 31.300 Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat 31.300 neue Corona-Infektionen gemeldet (Vortag: 33.777). Das sind knapp 2.900 mehr als vor einer Woche. Die Zahl der neuen Todesfälle wird mit 702 angegeben. Der bundesweite 7-Tage-R-Wert lag laut RKI bei 1,05. Das heißt, dass 100 Infizierte rein rechnerisch 105 weitere Menschen anstecken.

19.12.2020, 4:19 Uhr – US-Arzneimittelbehörde erlaubt Moderna-Impfstoff

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Corona-Impfstoff des US-Pharma-Unternehmens Moderna eine Notfallzulassung erteilt. Das teilte die Behörde mit. Es ist die erste Zulassung für den Moderna-Impfstoff weltweit. Vor etwa einer Woche hatte die FDA bereits einem vom Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech entwickelten Corona-Impfstoff eine Notfallzulassung in den USA erteilt.

19.12.2020, 3:37 Uhr – Kultusminister wollen über weitere Pläne beraten

Der Bundeselternrat fordert, schnell wieder zum Präsenzunterricht zurückzukehren. Vizechefin Sabrina Wetzel sagte der Rheinischen Post, es sei damit zu rechnen, dass der momentane Shutdown über den 10. Januar hinaus andauern werde. Jetzt wäre noch die Möglichkeit, Lüftungsgeräte anzuschaffen – für einen sicheren Präsenzunterricht. Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig (SPD), sagte der Zeitung, man werde sich vor der nächsten Bund-Länder-Runde am 5. Januar abstimmen.

19.12.2020, 2:07 Uhr – Italien verschärft Corona-Beschränkungen

Nach mehreren europäischen Ländern verschärft auch Italien die Corona-Beschränkungen von Weihnachten bis Anfang Januar. Das hat Ministerpräsident Giuseppe Conte am späten Abend mitgeteilt. Vom 24. Dezember bis zum 6. Januar sind Geschäfte, Bars und Restaurants zu, Menschen dürfen das Haus nur unter bestimmten Bedingungen verlassen. Nur an vier Tagen gibt es Lockerungen. Auch in Österreich, der Schweiz und Schweden werden die Regeln strenger.

19.12.2020, 1:23 Uhr – Katastrophenschutz-Amt: Triage ist noch vermeidbar

Der Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Armin Schuster, hält es noch für abwendbar, dass in deutschen Krankenhäusern eine Triage durchgeführt werden muss. Im Moment schaffe man es noch, jedem Corona-Patienten die bestmögliche Versorgung zu bieten – auch durch regionale Verlegungen, sagte Schuster dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Wenn sich alle an die Bestimmungen des Lockdowns hielten, werde solch eine Entscheidung auch in Zukunft nicht nötig sein. Triage bedeutet, dass Ärzte bei knappen Ressourcen entscheiden müssen, wer zum Beispiel ein Beatmungsgerät erhält.

18.12.2020, 20:30 Uhr – Erkrankter französischer Präsident Macron meldet sich per Twitter

Nach seiner Corona-Infektion hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine Videobotschaft auf Twitter veröffentlicht. Er fühle sich "gut", sagte der 42-Jährige und fügte hinzu, seine Aktivität habe sich aufgrund von Symptomen wie Müdigkeit etwas "verlangsamt". "Ich habe die gleichen Symptome wie gestern: Müdigkeit, Kopfschmerzen, trockener Husten. Wie hunderttausende andere von euch." Seine Erkrankung führte er auf Fahrlässigkeit und Pech zurück. Er werde "vollkommen transparent" hinsichtlich seiner Krankheit sein, sagte Macron.

18.12.2020, 18:20 Uhr – Österreich: dritter harter Lockdown ab 26. Dezember

In Österreich wird es vom 26. Dezember bis 24. Januar einen dritten harten Lockdown geben mit ganztägigen Ausgangsbeschränkungen, teilte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz mit. Das Haus darf nur aus triftigen Gründen verlassen werden. Schüler werden bis 17. Januar per Fernunterricht unterrichtet. Ab dem 18. Januar sollen der Handel sowie erstmals seit November auch Kultur und Gastronomie wieder öffnen - allerdings nur für Menschen, die bei einem der dann landesweit umsonst angebotenen Corona-Schnelltests negativ getestet werden.

18.12.2020, 18:01 Uhr – EU bestellt weitere 80 Millionen Impfdosen bei Moderna

Die EU-Kommission nutzt ihre Option auf 80 Millionen zusätzliche Impfstoffdosen des US-Herstellers Moderna. Dies teilte das Unternehmen mit. Die Brüsseler Behörde hatte für die EU-Staaten einen Rahmenvertrag ausgehandelt, wonach sie zunächst 80 Millionen Dosen bestellt mit der Option auf weitere 80 Millionen.

Fest bestellt seien nun die gesamten 160 Millionen Dosen, teilte Moderna in Cambridge im Bundessstaat Massachusetts mit. Die ersten Lieferungen würden Anfang 2021 beginnen, sofern die EU-Kommission den Impfstoff zulässt, hieß es weiter. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hatte am Donnerstag erklärt, dass sie am 6. Januar eine Empfehlung dazu abgeben will.

18.12.2020, 17:24 Uhr – Schwedens Regierung empfiehlt erstmals Mundschutz

Weil die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus weiter steigt, hat die schwedische Regierung am Freitag strengere Regeln angekündigt. In den Restaurants dürfen ab Heiligabend nur maximal vier Personen an einem Tisch sitzen und nach 20 Uhr darf kein Alkohol ausgeschenkt werden. Zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie forderte Ministerpräsident Stefan Löfven die Schweden auf, in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Mundschutz zu tragen. Das Nichtbefolgen werde aber nicht unter Strafe gestellt.

Erst am Vortag hatte sich Schwedens König pessimistische zum Verlauf der Corona-Pandemie in Schweden geäußert:

Kaum Corona-Einschränkungen Schwedens König zum Corona-Sonderweg: „Glaube, wir haben versagt“

Schulen offen, Gastronomie offen, keine Maskenpflicht – viele haben Schweden in diesem Jahr für seinen coolen Umgang mit der Pandemie bewundert. Zu Recht? Immer mehr Menschen sterben und König Carl Gustav macht seinem Unmut erstmals offen Luft.  mehr...

18.12.2020, 15:52 Uhr – Heidelberger Uniklinik verlegt Covid-19-Patienten

Das Heidelberger Uni-Klinikum hat zum ersten Mal Covid-19-Patienten in andere Krankenhäuser verlegt. Das Uniklinikum reagierte damit auf die steigende Zahl von Intensivpatienten. Nach SWR-Informationen wurden vier Patienten mit einem Spezial-Transporter – einer Art fahrender Intensivstation – in verschiedene Krankenhäuser im Raum Stuttgart und Ulm gebracht. Dort werden sie intensivmedizinisch betreut.

Baden-Württemberg

„Lage ist sehr angespannt“ Heidelberg muss Intensivpatienten in andere Krankenhäuser verlegen

Die zweite Corona-Welle rollt und rollt: Auch im Uni-Klinikum Heidelberg werden die Intensivplätze knapp. Zwei andere Krankenhäuser im Südwesten mussten jetzt einspringen.  mehr...

18.12.2020, 15:48 Uhr – Schweiz schließt Gaststätten – kein breiter Lockdown

Angesichts einer drohenden Überlastung der Krankenhäuser legt die Schweiz bei den Corona-Maßnahmen nach. Ab dem 22. Dezember werden Gasthäuser sowie Freizeit-, Sport- und Kultureinrichtungen für einen Monat geschlossen. Auf einen erneuten Lockdown verzichtet das Land aber – obwohl es gemessen an der Bevölkerungszahl mehr Corona-Neuinfektionen als etwa in Deutschland gibt. Die Geschäfte bleiben offen. Auch Skifahren bleibt über die Feiertage möglich.

18.12.2020, 15:04 Uhr – Neue Entschädigungsregeln bei Kita- und Schulschließungen

Der Bundesrat hat den neuen Entschädigungsregeln für Eltern zugestimmt, die wegen geschlossener Kitas und Schulen oder eingeschränkten Betriebs der Einrichtungen nicht zur Arbeit können. Eine Verdienstausfallentschädigung vom Staat gibt es nun auch, wenn Schulen nicht geschlossen werden, sondern lediglich die Präsenzpflicht ausgesetzt wird, so wie das in einigen Bundesländern jetzt der Fall ist. Voraussetzung ist, dass das Kind nicht anderweitig „zumutbar“ betreut werden kann.

Betroffene Eltern von Kindern bis zwölf Jahre oder Kindern mit Behinderung haben Anspruch auf eine Lohnersatzzahlung von 67 Prozent des Nettolohns. Maximal kann man 2.016 Euro monatlich bekommen. Der Anspruch gilt für 20 Wochen – jeweils zehn Wochen für Mütter und zehn für Väter oder 20 Wochen für Alleinerziehende. Die Regelung soll rückwirkend ab dem 16. Dezember gelten – und damit auch für den aktuellen Lockdown. Die Anträge für die Entschädigung stellt der Arbeitgeber bei der zuständigen Behörde vor Ort.

18.12.2020, 14:22 Uhr – Höhere Sterblichkeit in Deutschland: 46 Prozent mehr Tote in Sachsen

Nach dem Anstieg der Corona-Infektionen steigt auch die Zahl der Todesfälle weiter an: Nach vorläufigen Erkenntnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind Mitte November etwa neun Prozent mehr Menschen gestorben als im Schnitt der Vorjahre. Vor allem für Sachsen meldete Destatis eine hohe Übersterblichkeit.

Bundesweit starben zwischen dem 16. und 22. November mindestens 19.600 Menschen, wie das Amt mitteilte. Basis ist eine Sonderauswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen, die aktuell bis zur 47. Kalenderwoche zur Verfügung steht. Das Mittel der Jahre 2016 bis 2019 für diese Woche lag bei 17.977 Toten. „Besonders auffällig ist die Entwicklung der Sterbefallzahlen in Sachsen“, erklärte das Demografie-Team von Destatis. In der 41. Kalenderwoche lag die Zahl der Sterbefälle dort noch unter dem Durchschnitt – in der 47. Kalenderwoche lag sie um 46 Prozent darüber. Auch in vier anderen Bundesländern lag die Übersterblichkeit im zweistelligen Bereich: in Baden-Württemberg, Brandenburg, Thüringen um jeweils zwölf Prozent und Nordrhein-Westfalen um zehn Prozent.

Nach vorläufigen Ergebnissen (derzeit bis einschl. 47. KW) sind in der Woche vom 16. bis 22. November 2020 in Deutschland mindestens 19 600 Menschen gestorben. Die #Sterbefallzahlen liegen somit etwa 9 % über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. https://t.co/NBjwd2iR7T https://t.co/zOjhttIylo

18.12.2020, 13:56 Uhr – Bundestag und Bundesrat beschließen Homeoffice-Pauschale

Die Bundesländer haben grünes Licht für die vom Bundestag bereits beschlossene Steuerpauschale für die Arbeit im Homeoffice und andere Steueränderungen gegeben. Wer während der Corona-Krise von zu Hause arbeitet, kann seine Ausgaben damit leichter in der Steuererklärung geltend machen. Pro Jahr können dadurch maximal 600 Euro für die Arbeit im Homeoffice angerechnet werden. Die Sonderregelung gilt für die Jahre 2020 und 2021.

Steuererleichterung wegen Corona Homeoffice-Pauschale: Wie sie funktioniert und wer davon profitiert

Die Homeoffice-Pauschale kommt: Bundestag und Bundesrat haben die Steuererleichterung von maximal 600 Euro im Jahr beschlossen. Die Pauschale gilt für die Steuererklärungen der Jahre 2020 und 2021. Wir erklären, für wen sich die Steuererleichterung lohnt. Denn: Nicht alle im Homeoffice werden davon profitieren.  mehr...

18.12.2020, 13:05 Uhr – Auch Kanaren gelten wieder als Risikogebiet

Deutschland stuft die Kanarischen Inseln und damit ganz Spanien als Corona-Risikogebiet ein. Dies gilt ab Sonntag, wie das Außenministerium in Berlin mitteilt. Die Ausnahme für die beliebten Urlaubsinseln von der Reisewarnung für Spanien werde gestrichen. Das übrige Spanien gilt bereits seit dem 2. September als Risikogebiet.

18.12.2020, 12:28 Uhr – Medien: Österreich plant nach Weihnachten den dritten Lockdown

Österreich plant, nach Weihnachten bis zum 18. Januar in einen dritten Lockdown zu gehen, berichteten die österreichische Presse Agentur APA und andere Medien. Für diejenigen, die sich bei einem geplanten Massentest kurz vor Ende des dritten Lockdowns dann nicht auf das Coronavirus haben testen lassen, sollen die Einschränkungen länger gelten, als für Bürger, die ein negatives Testergebnis vorlegen können. Details sind aber noch offen. Heute will die Bundesregierung darüber beraten.

18.12.2020, 12:03 Uhr – Spahn: Impfungen beginnen mit über 80-Jährigen und Pflegeheimen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Impfverordnung vorgestellt, in der die Reihenfolge der Impfungen festgelegt wird. „Wir werden dabei zuerst denjenigen einen Schutz anbieten, die ihn auch besonders benötigen“, sagte Spahn. Begonnen werde deshalb voraussichtlich ab dem 27. Dezember mit den Pflegeeinrichtungen und den über 80-Jährigen. Jeder zweite Todesfall an oder mit Corona betreffe über 80-Jährige. „Die Schwächsten zu schützen, ist das erste Ziel unserer Impfkampagne“, sagte der CDU-Politiker. Dies werde ein bis zwei Monate dauern. Erst danach könne das Angebot verbreitert werden.

Viele von uns sind in Gruppe 4 So lange kann es dauern, bis die erste Gruppe geimpft ist

Die Impfungen gegen Covid-19 beginnen mit den über 80-Jährigen und den Pflegekräften – dann kommt erst mal lange nichts. Für die meisten von uns wird es noch ein „langer Winter“, sagt Spahn.  mehr...

18.12.2020, 8:42 Uhr – Zahl der Positiv-Tests in USA steigt auf über 17 Millionen

In den USA sind nach Berechnungen von Reuters mittlerweile in mehr als 17 Millionen Fällen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Zahl der Fälle steigt demnach um knapp 240.000 auf 17,16 Millionen. Die Zahl der Fälle, in denen positiv getestete Menschen starben, erhöht sich um mindestens 3.335 auf 311.102.

18.12.2020, 7:35 Uhr – RKI meldet 33.777 neue Positiv-Tests und 813 weitere Todesfälle

In Deutschland wurden 33.777 Corona-Neuinfektionen gemeldet, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte. Damit steigt die Gesamtzahl der Positiv-Tests auf 1.439.938. Weitere 813 Menschen, die positiv getestet wurden, starben. Insgesamt werden nun 24.938 Todesfälle registriert. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 184,8 von 179,2 am Vortag. Bund und Länder streben das Ziel von 50 an. Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen positiv getestet wurden.

In der Zahl der Neuinfektionen sind 3.500 Nachmeldungen aus Baden-Württemberg enthalten, die am Vortag aus technischen Gründen nicht übermittelt worden waren. Abzüglich der Nachmeldungen wurden somit 30.277 neue Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. 

18.12.2020, 7:20 Uhr – China will bis zum Neujahrsfest 50 Millionen Menschen impfen

In China sollen bis zum Start der Reisehochsaison anlässlich des dortigen Neujahrsfests Anfang kommenden Jahres 50 Millionen gegen das Coronavirus geimpft werden, wie die Zeitung South China Morning Post berichtete.

18.12.2020, 7:14 Uhr – Zeitung: US-Notfallzulassung für Moderna-Impfstoff beschlossen

Die US-Arzneimittelbehörde FDA wird in wenigen Tagen eine Notfallzulassung für den Corona-Impfstoff des US-Biotechkonzerns Moderna beschließen, wie die Zeitung Financial Times unter Berufung auf Personen, die dem Prozess nahestehen, berichtete. Es wäre damit die zweite in den USA verfügbare Corona-Impfung.

Moderna approval to make US first to authorise two Covid vaccines https://t.co/VrCvwx6M5F

18.12.2020, 4:39 Uhr – Studie: Höheres Risiko im Restaurant als im Bus

Der Aufenthalt in einem Restaurant oder einer Bar erhöht französischen Forschern zufolge das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Auch ein geselliges Beisammensitzen mit Gästen zum Abendessen erhöhe die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung, teilten die Forscher vom Pasteur-Institut mit. Die Studie bestätigt Annahmen, wonach das gemeinsame Essen ein höheres Risiko birgt als etwa die Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln oder das Einkaufen. Die Wissenschaftler hatten untersucht, welche Faktoren Infizierte von jenen unterschieden, die sich nicht mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Insgesamt befragten die Forscher rund 3.400 Menschen, die sich mit dem Virus angesteckt hatten, und 1.700 Menschen ohne Corona-Infektion.

18.12.2020, 3:19 Uhr – Krankenhäuser sollen wieder Geld bekommen

Wegen der stark gestiegenen Zahl von Corona-Patienten könnten Krankenhäuser wieder Ausgleichszahlungen erhalten. Das meldet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Kliniken in Hotspot-Gebieten sollen finanziell besonders unterstützt werden. Das stehe in einem Eckpunktepapier des Gesundheitsministeriums. Vorgesehen seien Finanzhilfen für das Freihalten von Betten. Auch für das Verschieben von Operationen soll es Geld geben.

18.12.2020, 2:23 Uhr – Bundesregierung will Gedenkveranstaltung für Opfer

Die Bundesregierung denkt über eine zentrale Gedenkveranstaltung für die Corona-Opfer nach. Das hat ein Regierungssprecher den Zeitungen der Funke Mediengruppe gesagt. Auch der Bundesregierung sei es wichtig, ein Zeichen zu setzen, dass die Verstorbenen nicht vergessen seien und das Leid der Betroffenen gewürdigt werde. Wegen der aktuellen Pandemielage gebe es aber noch keine konkreten Pläne. Zuvor hatten schon die deutschen Bischöfe und Bundespräsident Steinmeier eine solche Veranstaltung vorgeschlagen.

17.12.2020, 19:20 Uhr – EU-Behörde entscheidet am 6. Januar über Zulassung von Moderna-Impfstoff

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) will die Entscheidung über die Zulassung eines weiteren Corona-Impfstoffs vorziehen. Dabei geht es um das Präparat des US-Herstellers Moderna. Ursprünglich war die Entscheidung am 12. Januar geplant. Sie wurde nun auf den 6. Januar vorverlegt. Als Grund teilte die EMA mit, dass Moderna früher als erwartet weitere Daten übermittelt hat. Damit könnte bereits Anfang Januar der zweite Impfstoff gegen das Coronavirus in der EU zugelassen sein. Schon am kommenden Montag will die Behörde über die Zulassung des Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer entscheiden.

Medizin Auch Corona-Impfstoff von Moderna soll wirksam sein

Nach Biontech gibt es jetzt auch gute Nachrichten von Moderna. 94,5% Wirksamkeit soll der Corona-Impfstoffkandidat des US-Pharmaherstellers haben. Wie ist das einzuschätzen?  mehr...

17.12.2020, 18:00 Uhr – ARD-Deutschlandtrend: Harter Lockdown trifft auf breite Zustimmung

Nach einer Umfrage für den ARD-Deutschlandtrend ziehen die meisten Deutschen Konsequenzen aus den steigenden Infektionszahlen. 60 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ihre Familientreffen an Weihnachten stark einschränken werden. Die seit gestern geltenden strengeren Corona-Schutzmaßnahmen halten 70 Prozent der Befragten für angemessen. Die generelle Bewertung der Politik in Corona-Zeiten fällt durchwachsen aus: 57 Prozent der Deutschen sind laut Umfrage mit dem Krisenmanagement von Bund und Ländern zufrieden, 42 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden.

17.12.2020, 17:45 Uhr – Hotelübernachtungen zu Weihnachten in Baden-Württemberg erlaubt

Trotz verschärfter Regeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Baden-Württemberg Hotelübernachtungen für Familienbesuche über die Weihnachtstage ermöglichen. Solche Hotelübernachtungen aus familiärem Anlass seien vom 24. bis 27. Dezember nun auch explizit als Härtefälle in die Begründung der Verordnung aufgenommen worden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Donnerstag:

„Wir haben das ausdrücklich mit reingeschrieben, damit dem Ordnungsamt klar ist, dass das auch erlaubt ist.“ Als Härtefall gelte etwa auch ein Wohnungsbrand oder wenn man mit einem Motorschaden liegen bleibe. Geschäftsreisende dürfen sowieso weiter im Hotel übernachten.

17.12.2020, 16:33 Uhr – Jetzt 1.000 Corona-Tote in Rheinland-Pfalz

Die Zahl der Corona-Toten in Rheinland-Pfalz ist auf 1.000 gestiegen. Seit dem Vortag starben weitere 21 mit dem Coronavirus infizierte Menschen, wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitgeteilt hat. In Rheinland-Pfalz sind fast 18.900 Menschen mit dem Virus infiziert - ein neuer Höchststand.

Datenanalyse des SWR Corona in Altenheimen: Zahlen in Rheinland-Pfalz steigen drastisch

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in Rheinland-Pfalz mindestens 2.545 Infektionen in Alten- und Pflegeheimen registriert worden. Besonders tragisch: Die meisten davon gab es in den vergangenen zwei Wochen. Das geht aus einer Datenanalyse des SWR hervor.  mehr...

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17.12.2020, 15:54 Uhr – Spahn zu Corona-Impfung: „Wir fangen mit den Höchstbetagten und Gefährdeten an“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat angesichts des geplanten Corona-Impfstarts am 27. Dezember um Geduld gebeten. „Wer nicht über 80 ist und nicht im Alten- oder Pflegeheim ist, muss sich noch ein Stück gedulden“, sagte der CDU-Politiker im Interview mit der Welt. „Also bitte nicht am 27. dann alle schon irgendwie versuchen, einen Termin zu kriegen und zu ordern. Wir fangen erstmal an mit den Höchstbetagten und Gefährdeten.“ Am Freitag will Spahn eine Impfverordnung zur sogenannten Priorisierung unterzeichnen – also zur konkreten Reihenfolge, welche Bevölkerungsgruppen wann mit einer Corona-Impfung drankommen können.

17.12.2020, 15:18 Uhr – Rekordanstieg bei Coronavirus-Infektionen in Schweden

In Schweden verzeichnen Behörden mit 8.881 neuen Coronavirus-Fällen einen neuen Tagesrekord. Die Zahl der Todesfälle steigt um 91 auf 7.893. In Schweden ist die Sterberate im Verhältnis zur Einwohnerzahl um ein Vielfaches höher als in den nordischen Nachbarländern, im Vergleich zu einigen größeren europäischen Ländern aber niedriger. Schwedens König Carl Gustav kritisierte die Corona-Strategie seines Landes scharf.

Kaum Corona-Einschränkungen Schwedens König zum Corona-Sonderweg: „Glaube, wir haben versagt“

Schulen offen, Gastronomie offen, keine Maskenpflicht – viele haben Schweden in diesem Jahr für seinen coolen Umgang mit der Pandemie bewundert. Zu Recht? Immer mehr Menschen sterben und König Carl Gustav macht seinem Unmut erstmals offen Luft.  mehr...

17.12.2020, 14:39 Uhr – Merkel nach EU-Gipfel mit Macron negativ getestet

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach dem EU-Gipfel in der vergangenen Woche mit einigen Tagen Abstand einen Corona-Test gemacht, der negativ ausgefallen ist, wie eine Sprecherin des Bundespresseamtes mitteilte. Zudem habe sie beim Treffen durchgängig die Infektionsschutz-Regeln eingehalten beziehungsweise eine FFP-2-Maske getragen. Dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der positiv getestet wurde und ebenfalls auf dem EU-Gipfel war, wünsche sie eine baldige vollständige Genesung.

17.12.2020, 13:15 Uhr – Nachtrag bei RKI-Daten: Erstmals über 30.000 Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen hat neuen Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge erstmals die Schwelle von 30.000 überschritten. Aus technischen Gründen seien aus Baden-Württemberg etwa 3.500 Fälle zu wenig übermittelt worden, teilte das RKI auf seiner Internetseite mit. Diese kommen rechnerisch zu den am Morgen gemeldeten 26.923 bestätigten Neuinfektionen hinzu – damit wurden innerhalb von 24 Stunden etwa 30.423 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Den Angaben zufolge sollen die nachträglich gemeldeten Fälle ab morgen in den Fallstatistiken veröffentlicht werden.

17.12.2020, 11:44 Uhr – Spahn: EU-weit soll ab 27. Dezember geimpft werden

Die Impfungen gegen das Coronavirus sollen in der gesamten Europäischen Union (EU) nach Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach Möglichkeit direkt nach Weihnachten anlaufen. In Deutschland werde am 27. Dezember begonnen, vorausgesetzt die Zulassung des Corona-Impfstoffes komme wie geplant, sagte der CDU-Politiker. Auch die anderen EU-Staaten wollten dann in der Lage sein, mit den Impfungen zu beginnen.

.@jensspahn bei der Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Merkel, @AnjaKarliczek, Prof. Şahin und Dr. Türeci von der @BioNTech_Group: "Wir starten in Deutschland und der EU, so die Zulassung der EMA kommt, am 27. Dezember mit den #Impfungen."

17.12.2020, 10:48 Uhr – Frankreichs Präsident Macron positiv auf Corona getestet

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Der 42-Jährige sei nach dem „Auftreten erster Symptome“ getestet worden, hieß es in einer Erklärung des Präsidialbüros in Paris. Er werde sich nun eine Woche lang isolieren und seine Arbeit aus der Distanz fortsetzen.

17.12.2020, 8:24 Uhr – Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein rechnet mit 50.000 Impfdosen

Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Frank Bergmann, rechnet mit 50.000 Corona-Impfdosen, die in der kommenden Woche Nordrhein-Westfalen zugewiesen werden. Damit könnten 25.000 Menschen geimpft werden, da drei Wochen später eine zweite Impfung erfolgen müsse, sagte Bergmann im ZDF. „Diese 25.000 Personen werden vorzugsweise in den Heimen geimpft werden, dazu zählen die Bewohner aber auch Pflegerinnen und Pfleger, die in den Heimen arbeiten.“ Im Bezirk Nordrhein gebe es ausreichend Personal, das die Impfungen vornehmen könne.  Bereits seit dem Frühjahr hätten  sich über 4.000 Ärzte und medizinisches Personal bereiterklärt, mitzuwirken.

17.12.2020, 7:55 Uhr – Zulassung für Biontech-Pfizer-Impfstoff in Ecuador und Chile

Der Corona-Impfstoff von Pfizer und Biontech ist nun auch in Chile und Ecuador zugelassen worden. Die Impfkampagne werde im Januar beginnen, kündigte der ecuadorianische Gesundheitsminister Juan Carlos Zevallos an. Zu Jahresbeginn sollen 50.000 Impfdosen bereitstehen. In Chile gilt die Zulassung des Corona-Impfstoffes für Menschen ab 16 Jahren. Nach Angaben von Präsident Sebastián Piñera erhält Chile die ersten 20.000 Impfdosen noch im Dezember. Anschließend soll in einem ersten Schritt das Gesundheitspersonal auf den Intensivstationen geimpft werden.

Der Biontech-Pfizer-Impfstoff ist bereits in mehreren Ländern zugelassen, darunter die USA, Mexiko, Kanada und Großbritannien. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will am Montag ihre Entscheidung über das Biontech-Pfizer-Vakzin fällen. Danach entscheidet die EU-Kommission zusammen mit den Mitgliedstaaten über die Marktzulassung.

17.12.2020, 7:38 Uhr – Neuer Höchstwert: Mehr als 3.500 Corona-Tote in den USA

Die USA verzeichnen mit mindestens 3.580 Corona-Todesfällen einen neuen Höchstwert. Die Zahl der Menschen, die an oder mit dem Virus starben, stieg in den Vereinigten Staaten damit auf 307.767, wie aus einer Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten hervorgeht. Die Zahl der Infektionen stieg um mindestens 232.255 auf 16,92 Millionen an. Die USA weisen in der Pandemie weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

17.12.2020, 7:30 Uhr – Kassenärzte-Chef Gassen rechnet mit Scheitern des Lockdowns

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, rechnet mit einem Scheitern des seit Mittwoch geltenden harten Lockdowns. „Ich gehe nicht davon aus, dass wir bis zum 10. Januar eine relevante Absenkung der Infektionsraten und schon gar nicht der Todesfälle erreichen werden“, sagte Gassen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Daran werde auch eine Verlängerung nichts ändern. Es sei schwer vorstellbar, dass der von der Politik als Messlatte genannte Wert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen durch einen Lockdown nachhaltig unterschritten werde – „egal, ob der Lockdown nun drei oder zehn Wochen dauert“. Zur Senkung der Todesfälle forderte Gassen daher tägliche Tests des Personals in Alten- und Pflegeheimen. Zudem dürfe kein Besucher ein Heim ohne negativen Schnelltest betreten.

17.12.2020, 7:17 Uhr – RKI: Knapp 27.000 Neuinfektionen, fast 700 weitere Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut (RKI) verzeichnete 26.923 bestätigte neue Corona-Fälle innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Tags zuvor wurden 27.728 Neuinfektionen gemeldet. Insgesamt liegt die Zahl der Infektionen in Deutschland damit bei 1.406.161. Innerhalb eines Tages starben weitere 698 Menschen an oder mit dem Virus, insgesamt liegt die Zahl der Covid-19-Todesfälle damit bei 24.125. Die Sieben-Tage-Inzidenz fällt auf 179,2 von 179,8 am Vortag. Bund und Länder streben das Ziel von 50 an. Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich innerhalb von sieben Tagen neu anstecken.

17.12.2020, 5:00 Uhr – Corona in Pflegeheimen: Zahlen in RP explodieren

Mindestens 2.545 Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz konnten seit Beginn der Pandemie Alten- und Pflegeheimen zugeordnet werden. Mehr als 2.000 davon kamen allein in den vergangenen Wochen hinzu, das sind mehr als 80 Prozent. Das geht aus Daten des Landesuntersuchungsamtes (LUA) hervor, die dem SWR vorliegen. Zwar hatte die Landesregierung mit dem Teil-Lockdown Anfang November strengere Regeln für die Heime erlassen, dennoch konnte die drastische Zunahme der Corona-Infektionen nicht gebremst werden. Von dieser Entwicklung besonders betroffen ist die Vorderpfalz. Mehr als 500 Infektionen wurden aus Alten- und Pflegeheimen in Speyer, Frankenthal, Ludwigshafen und dem Rhein-Pfalz-Kreis gemeldet.

17.12.2020, 4:09 Uhr – Montgomery: Politik lässt Ärzte im Stich

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, warnt angesichts der hohen Corona-Zahlen vor einer Zuspitzung der Lage in den deutschen Krankenhäusern. „Es wird bei zunehmender Überfüllung der Intensivstationen immer mehr zu Triage-Entscheidungen kommen und die wird leider von den Ärzten alleine getroffen werden müssen, weil die Politik uns hier im Stich gelassen hat“, sagte Montgomery der Rheinischen Post. Triage bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden müssen, wem sie zuerst helfen. Ein Mediziner aus dem sächsischen Zittau hatte zuvor mit Äußerungen um eine Triage von Corona-Patienten für Aufregung gesorgt. Die Klinik bestätigte oder dementierte die Schilderungen des Arztes nicht.

17.12.2020, 2:17 Uhr - Sachsen erwägt Abriegelung der Hotspots

In Sachsen erwägen die Landesregierung und die Kommunen, dass die Corona-Hotspots von der Außenwelt abgeriegelt werden. Das berichten die Bild-Zeitung und die Freie Presse. Demnach dürften die Einwohner nur noch während eines festgelegten Zeitfensters und auf dem kürzesten Weg einkaufen gehen. Auch die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen könnten verschärft werden. Sachsens Regierungssprecher Ralph Schreiber (CDU) erklärte dazu, es gebe keinen konkreten Beschluss. Der Krisenstab arbeite aber mit Hochdruck daran, das Infektionsgeschehen einzudämmen. Dies beinhalte auch Szenarien zum weiteren Vorgehen, sollten die Infektionszahlen weiter steigen. In Sachsen lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt bei über 400, in einzelnen Kommunen sogar bei über 1.000. 

17.12.2020, 1:23 Uhr – Bundestag beschließt Homeoffice-Pauschale

Wer während der Corona-Krise von zu Hause arbeitet, soll seine Ausgaben leichter in der Steuererklärung geltend machen können. Der Bundestag beschloss eine Homeoffice-Pauschale von maximal 600 Euro im Jahr. Sie soll für die Steuererklärungen der Jahre 2020 und 2021 gelten. Damit die Regelung in Kraft treten kann, muss am Freitag aber noch der Bundesrat zustimmen. Dieser Betrag wird vom zu versteuernden Einkommen abgezogen, sodass die fälligen Steuern sinken. Allerdings zählt die Homeoffice-Pauschale zu den Werbungskosten, für die allen Steuerzahlern pauschal 1.000 Euro angerechnet werden. Nur wer mit seinen Ausgaben hier über 1.000 Euro kommt, profitiert also von der Maßnahme.

16.12.2020, 20:54 Uhr – Gesundheitsminister rechnen mit bundesweiten Impfungen am 27.12.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern gehen davon aus, dass in Deutschland am 27. Dezember mit den Corona-Impfungen begonnen wird. Das teilte der Berliner Senat mit, der derzeit den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) innehat. Voraussetzung sei, dass der Impfstoff, der von dem Mainzer Unternehmen Biontech und dem US-Pharmakonzern Pfizer entwickelt wurde, am 23. Dezember die Zulassung durch die EU-Kommission erhalte. Aus Teilnehmerkreisen heißt es, in allen Bundesländern solle insbesondere zuerst in den Alten- und Pflegeheimen geimpft werden.

16.12.2020, 16:22 Uhr – Merkel: Auch Versand von FFP2-Masken an Risikogruppen geplant

Die vom Bund organisierten FFP2-Masken für Menschen aus Corona-Risikogruppen sollen nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im neuen Jahr auch zugeschickt werden – um Schlangen beim Abholen in Apotheken zu vermeiden. Auf eine Frage der FDP, ob ein Versand angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen nicht besser gewesen wäre, sagte Merkel: „Das wird in einem zweiten Schritt auch geschehen.“

Die am Dienstag gestartete Abgabe von zunächst drei kostenlosen  FFP2-Masken in Apotheken habe – mit Ausnahmen – im Großen und Ganzen gut geklappt. „Wir standen vor der Frage, vor Weihnachten nichts zu tun oder dies zu tun“, erläuterte die Kanzlerin. Der vorgesehene Rest der Masken solle im Januar dann per Post verteilt werden.

16.12.2020, 15:17 Uhr – Bundesregierung fördert Produktion von Antigentests in Deutschland

Die Bundesregierung fördert ab sofort die Produktion von Antigentests in Deutschland. Heute sei die entsprechende Richtlinie in Kraft getreten, teilten die zuständigen Ministerien mit. Gefördert werden nun Unternehmen, die in diesem Bereich Produktionsanlagen aufbauen oder erweitern. Damit werde Deutschland unabhängiger von Importen aus Asien, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Bis Ende März 2021 könnten Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gestellt werden. Die maximale Förderung beträgt 30 Millionen Euro. Insgesamt stünden 200 Millionen Euro zur Verfügung.

Unternehmen können ab sofort die Förderung von #Antigentest- Produktionsanlagen beantragen. @jensspahn: "Bei #Schnelltests muss sich unser #Gesundheitswesen auf den heimischen Markt verlassen können. Deshalb fördern wir den Aufbau inländischer Produktion.“ https://t.co/gwEDGzScrX

16.12.2020, 14:25 Uhr – Ministerium kündigt Impfverordnung an

Das Bundesgesundheitsministerium will in einer Impfverordnung die Reihenfolge von Impfungen in Deutschland festlegen. „Ziel wird sein, diejenigen als erste zu impfen, die besonders gefährdet sind vom Coronavirus, und diejenigen, die diese Menschen betreuen“, kündigte ein Ministeriumssprecher an. In der geplanten Impfverordnung werde demnach eine Priorität festgelegt. Die Länder hätten aber die Möglichkeit, „da pragmatisch mit umzugehen".

16.12.2020, 14:19 Uhr – Biontech will Corona-Impfstoff auch nach China liefern

Das Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech hat nun auch mit China eine Auslieferung seines Corona-Impfstoffs vereinbart. Die Vereinbarung mit dem  Partnerunternehmen Fosun Pharma sehe die Lieferung von 100 Millionen Dosen im kommenden Jahr vor und stehe noch unter dem Vorbehalt der Zulassung durch die chinesischen Behörden, teilte Biontech mit. Beide Unternehmen hatten bereits im März eine strategische Zusammenarbeit zur gemeinsamen Entwicklung und Kommerzialisierung eines potenziellen Covid-19-Impfstoffs beschlossen, der auf der Technologie von Biontech beruht.

16.12.2020, 13:42 Uhr – Bislang fast 140.000 Corona-Impfungen in Großbritannien

In Großbritannien haben bislang 137.897 Menschen den von Biontech und Pfizer entwickelten Impfstoff gegen Covid-19 bekommen. Als erstes westliches Land hatte Großbritannien vor einer Woche mit Massenimpfungen begonnen. „Ein wirklich guter Start für das Impfprogramm“, twitterte Nadhim Zahawi, zuständiger Minister für die Verteilung des Corona-Impfstoffes.

A really good start to the vaccination program. It’s been 7 days and we have done: England:108,000 Wales: 7,897 Northern Ireland: 4,000. Scotland:18,000 U.K Total 137,897. That number will increase as we have operationalised hundreds of PCN (primary care networks)

16.12.2020, 10:46 Uhr – Sternsinger ziehen nicht von Tür zu Tür

Die Sternsinger müssen wegen der Corona-Krise jetzt doch deutschlandweit zuhause bleiben. Besuche von Haus zu Haus werde es diesmal nicht geben, teilten die Träger der Aktion mit. In der vergangenen Woche hatten sie noch darauf gehofft, dass die Sternsinger in den katholischen Diözesen unter strengen Corona-Auflagen Süßigkeiten und Spenden einsammeln können. Als Ersatz sind jetzt unter anderem digitale Sternsinger-Besuche geplant. Gesegnete Aufkleber mit dem Wunsch „Christus segne dieses Haus“ sollen per Post versendet und in Gottesdiensten ausgelegt werden. Bei der inzwischen 63. Sternsingeraktion wird vor allem Geld für Kinder in der Ukraine gesammelt.

16.12.2020, 10:20 Uhr – Von der Leyen für europaweiten Impfstart am selben Tag

Die Impfungen gegen das Coronavirus sollten nach Meinung von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in allen Mitgliedsstaaten gleichzeitig starten. Alle sollten bei der Verteilung von Impfstoff gegen gleich behandelt werden, sagte von der Leyen im Europaparlament. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte gestern bekannt gegeben, dass sie am nächsten Montag ihr Gutachten zum Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer abgeben will.

To end the pandemic, we need up to 70% of the population vaccinated. This is a huge task. So let's start rapidly with the vaccination together, as 27, on the same day. As we have been united through the pandemic, we will get out of it together & united. https://t.co/bpFpkjUuGR

16.12.2020, 10:00 Uhr – Ifo-Institut senkt Konjunktur-Prognose

Das Ifo-Institut hat seine Konjunkturprognose für das kommende Jahr gesenkt, prognostiziert allerdings nach wie vor ein Wachstum der Wirtschaft. Wegen der Corona-Pandemie wird es allerdings geringer ausfallen. Nach Ansicht der Experten wird das Wirtschaftswachstum 2021 bei 4,2 Prozent liegen statt der bisher erwarteten 5,1 Prozent. Für das laufende Jahr rechnen die Forscher mit einer Schrumpfung um 5,1 Prozent. Der aktuelle Lockdown ist bei der Prognose aber noch nicht berücksichtigt.

16.12.2020, 9:00 Uhr – Wirtschaftsinstitut erwartet kräftigen Aufschwung nach Lockdown-Winter

Trotz des Winter-Lockdowns rechnet das gewerkschaftsnahe Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung IMK mit einem kräftigen Aufschwung in Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt werde um voraussichtlich 4,9 Prozent wachsen. In diesem Jahr erwartet das IMK aber einen coronabedingten Rekordeinbruch von fünf Prozent. Die wirtschaftliche Erholung werde durch die zweite Infektionswelle und die notwendigen Gegenmaßnahmen unterbrochen. Aber aufgeschoben sei nicht aufgehoben, sagte IMK-Direktor Sebastian Dullien. Die wirtschaftliche Grunddynamik sei stark genug, und die Stützungspolitik von Regierung und Europäischer Zentralbank wirke.

16.12.2020, 8:55 Uhr – Drogeriekette Müller ruft Schutzmasken zurück

Die Ulmer Drogeriemarktkette Müller hat in den vergangenen Wochen einen schwarzen Mundschutz verkauft, der gesundheitsgefährdend sein kann. Die Drogeriemarktkette ruft deshalb diese "schwarze 7-Monatsschutzmaske viral Protect in den Größen M und L" zurück. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, enthält das Band am Mundschutz in Einzelfällen Anilin. Dieser Stoff rieche unangenehm, deshalb waren chemische Untersuchungen der Masken durchgeführt worden. Anilin gelte als gesundheitsgefährdend und könne krebserregend sein. Die Masken eines Berliner Herstellers sollen auf keinen Fall weiter genutzt werden und können zurückgegeben werden. Im Laufe des Jahres hatte es in Deutschland bereits mehrere Maskenrückrufe gegeben, zumeist wegen ungenügenden Schutzes.

16.12.2020, 7:46 Uhr – Spahn rechnet mit Normalisierung bis zum Sommer

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwartet eine Normalisierung der Corona-Lage bis zum Sommer. Dann gebe es genug Impfstoff für alle, und man könne Zug um Zug in die Normalität zurückkehren, sagte Spahn dem Sender ntv. Das sei aber erst mit dem Erreichen einer Impfquote von 55 bis 65 Prozent der Bevölkerung möglich. Bis dahin brauche es weiterhin Hygiene- und Abstandsregeln. In Deutschland gelten seit heute verschärfte Corona-Beschränkungen. Der Einzelhandel muss schließen, nur Geschäfte des täglichen Bedarfs bleiben geöffnet. Auch Schulen und Kitas sind zu, eine Notfallbetreuung wird eingerichtet.

16.12.2020, 7:22 Uhr – VdK fordert Reichenabgabe und 100 Euro Sofortgilfe für Hartz-IV-Empfänger

Der Sozialverband VdK fordert einen Lastenausgleich für die Finanzierung der Mehrkosten in der Corona-Pandemie. VdK-Präsidentin Verena Bentele sagte im SWR, Menschen, die über mehr als eine Million Euro Privatvermögen verfügten, müssten ein Prozent davon abgeben. Mit dem Lastenausgleich sollten Einkommensschwache unterstützt werden, die sich FFP2-Schutzmasken, Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel nicht leisten könnten. Der Sozialverband fordert auch eine 100-Euro-Corona-Soforthilfe für Hartz-IV-Empfänger. Anders als über 60-Jährige oder Risikopatienten würden sie zum Beispiel keine kostenlosen FFP2-Masken bekommen.

16.12.2020, 6:44 Uhr – Rheinland-Pfalz: Auch Reisebüros und Sonnenstudios müssen schließen

Auch Reisebüros und Sonnenstudios müssen in Rheinland-Pfalz ab heute schließen. Das hat die rheinland-pfälzische Landesregierung klargestellt. Gestern hatte es zunächst geheißen, sie könnten weiterhin geöffnet bleiben.

16.12.2020, 6:32 Uhr – Umfrage: Mehrheit junger Erwachsener findet neue Maßnahmen gut

Zwei Drittel der jungen Erwachsenen in Deutschland finden die härteren Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie gut. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag des Redaktionsnetzwerks Deutschland bei 18- bis 29-Jährigen. Jeder fünfte Befragte hätte sich sogar noch strengere Regeln gewünscht – zwölf Prozent lehnen die Maßnahmen dagegen ab. Außerdem bedauern vier von fünf Befragten, dass die seit heute geltenden Maßnahmen nicht schon früher beschlossen worden sind.

16.12.2020, 6:06 Uhr – RKI meldet Höchststand bei Corona-Toten in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet einen Höchststand bei den Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt sind innerhalb eines Tages 952 Tote registriert worden. Weil Sachsen gestern keine Zahlen an das RKI übermittelt hat, könnten die Fallzahlen heute durch nachträgliche Meldungen höher ausgefallen sein. Außerdem gab es laut RKI rund 27.700 Corona-Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stiegt von 173,7 auf 179,8 Fälle pro 100.000 Einwohner.

16.12.2020, 5:02 Uhr – Spahn: Geimpfte sollen Nebenwirkungen per App melden können

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will den Menschen nach einer Corona-Impfung die Möglichkeit geben, eventuelle Nebenwirkungen zügig per App zu melden. In der ARD sagte Spahn, Vertrauen sei beim Impfen das Allerwichtigste. Er erwartete die Zulassung des Corona-Impfstoffs in der EU vor Weihnachten. Zum Auftakt rechne er mit 400.000 Impfdosen in Deutschland. Bis kommenden Sommer könne jeder geimpft sein, der es wolle, so der Gesundheitsminister.

16.12.2020, 3:12 Uhr – Weltärztepräsident rechnet mit Einschränkungen bis Ostern

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery rechnet mit harten Corona-Einschränkungen bis Ostern kommenden Jahres. Auch wenn die Impfungen jetzt beginnen, werde es nur allmählich eine Verbesserung der Lage geben, sagte er den Funke-Medien. Montgomery warnte eindringlich davor, die Einschränkungen überstürzt zu lockern, wenn sich die Infektionslage im neuen Jahr entspanne.

16.12.2020, 0:27 Uhr – Mehr Corona-Impfstoff für die EU?

Die EU-Staaten sollen offenbar mehr Corona-Impfstoffe bekommen als bisher geplant. Spiegel Online meldet, die EU-Kommission wolle vertraglich vereinbarte Optionen für den Kauf von zusätzlichen 180 Millionen Dosen der Hersteller Biontech und Pfizer sowie Moderna einlösen. Das würde laut Spiegel Online mehr als drei Milliarden Euro kosten. Heute wurde bekannt, dass der Biontech/Pfizer-Impfstoff noch vor Weihnachten in Europa zugelassen werden könnte. In Deutschland würde dann innerhalb von 24 bis 48 Stunden mit dem Impfen begonnen.

16.12.2020, 0:07 Uhr – Ab heute verschärfte Corona-Beschränkungen

Angesichts der Corona-Infektionszahlen treten heute deutschlandweit verschärfte Maßnahmen in Kraft. Die meisten Geschäfte müssen bis zunächst 10. Januar geschlossen bleiben. Außerdem gelten strenge Kontaktbeschränkungen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat davor gewarnt, die Regeln aufzuweichen. In der virtuellen Sitzung der Unionsfraktion sagte sie, anderenfalls werde das Land noch länger im Lockdown bleiben müssen. Der Januar und Februar würden sehr hart. Die Zahl der Intensivpatienten werde weiter steigen.

15.12.2020, 22:53 Uhr – Große Nachfrage an kostenlosen FFP2-Masken

Viele Menschen nutzen offenbar das Angebot, von heute an drei kostenlose FFP2-Masken zu erhalten. Die Apothekerverbände in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg melden eine große Nachfrage. So habe es etwa in Heilbronn, Mannheim oder Karlsruhe lange Warteschlangen vor Apotheken gegeben. Das Angebot gilt für Menschen über 60 und Corona-Risikogruppen.

15.12.2020, 20:02 Uhr – EU-Kommission will 180 Millionen zusätzliche Impfdosen kaufen

Die EU-Staaten sollen mehr Corona-Impfstoffe erhalten als bisher vorgesehen. Nach Informationen des Spiegel bereitet die EU-Kommission derzeit vor, die vertraglich vereinbarten Optionen für den Kauf von zusätzlichen 180 Millionen Impfdosen einzulösen.

Geplant ist demnach der Kauf von 80 Millionen weiteren Dosen des US-Herstellers Moderna und 100 Millionen der deutschen Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer. Der Preis für die 180 Millionen zusätzlichen Dosen läge bei gut 3,2 Milliarden Euro.

Moderna sollte 80 Millionen Dosen liefern, Biontech und Pfizer 200 Millionen. Für den Fall, dass diese Mengen den Bedarf nicht decken können, waren Optionen für den Kauf zusätzlicher Chargen vorgesehen.

Als weiterer Grund kommt infrage, dass Sanofi-GSK und AstraZeneca zuletzt Rückschläge bei der Entwicklung ihrer Impfstoffe erlitten haben. Das Vakzin von Moderna soll voraussichtlich Mitte Januar in der EU zugelassen werden, das von Biontech und Pfizer schon am 21. Dezember. Die Zustimmung der EU-Kommission gilt als sicher.

15.12.2020, 18:32 Uhr – Bidens Amtseinführung ohne Massenpublikum

Die Amtseinführung des künftigen US-Präsidenten Joe Biden am 20. Januar soll angesichts der Corona-Pandemie ohne das sonst bei der Amtsübergabe übliche Massenpublikum stattfinden. Das für die Vereidigung des Präsidenten zuständige Komitee rief die Bevölkerung dazu auf, von Reisen abzusehen und die Amtseinführung stattdessen von zu Hause aus zu verfolgen.

Biden und die künftige US-Vizepräsidentin Kamala Harris sollten wie üblich bei einer Zeremonie am Kapitol, dem Sitz des US-Kongresses in der Hauptstadt Washington, vereidigt werden, hieß es weiter. Biden werde dort auch seine Amtsantrittsrede halten. Die Veranstaltung werde aber sehr begrenzt sein, und die sonst übliche Parade nach der Vereidigung werde "neu erdacht". Nähere Einzelheiten würden in den nächsten Tagen und Wochen bekannt gegeben.

15.12.2020, 18:17 Uhr – Steinmeier ruft zu Geduld in der Krise auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft die Deutschen zu Geduld in der Corona-Krise auf. „Wenn wir jetzt die Geduld verlieren, dann wird uns das Virus noch lange im Griff behalten“, sagt er. „Mein persönlicher Lichtblick in diesem Jahr sind die Vernunft und der Zusammenhalt, mit dem sich die meisten in unserem Lande dem Virus entgegengestellt haben. Die Rücksichtnahme, aufeinander achtgeben – das lässt sich nicht von oben verordnen. Es kommt aus der Mitte unserer Gesellschaft.“

15.12.2020, 17:49 Uhr – Spahn: Impfungen maximal 72 Stunden nach Zulassung

In Deutschland sollen die Impfungen nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn „24 bis 72 Stunden“ nach der EU-Zulassung der ersten Corona-Impfstoffe beginnen. Das sagte der CDU-Politiker in einem Instagram-Auftritt mit Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Wenn die europäische Zulassungsbehörde EMA am 21. Dezember grünes Licht für den Impfstoff von Biontech und Pfizer gebe, werde die EU-Kommission „ein, zwei Tage“ später formell entscheiden. „Dann hätten wir in Europa die weltweit erste reguläre Zulassung“, fügt er hinzu. Das Paul-Ehrlich-Institut prüfe, ob die ausgelieferten Chargen die versprochene Qualität hätten. Es sei die Frage, ob man dann an Weihnachten oder dem Tag danach beginnen könne, sagt Spahn.

15.12.2020, 16:42 Uhr – Merkel: Januar und Februar werden harte Monate

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warnt davor, dass Januar und Februar sehr harte Corona-Monate werden. Deutschland gehe „stramm“ auf eine Sieben-Tages-Inzidenz von 200 zu, sagt sie laut Reuters in der CDU/CSU-Bundestagsfraktionssitzung. „Ich bin beunruhigt“, fügt sie demnach hinzu und fordert die Bevölkerung auf, angesichts der am Mittwoch beginnenden Lockdowns nicht nach Ausnahmen von den Beschränkungen zu suchen.

15.12.2020, 14:34 Uhr – Entscheidung über Zulassung der Corona-Impfstoffe möglicherweise am 21. Dezember

Der Corona-Impfstoff der Unternehmen Pfizer und Biontech könnte schon vor Weihnachten auch in der EU zugelassen werden. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will dafür den Weg freimachen. Schon am 21. Dezember werde sie ihr Gutachten über die Zulassung des Impfstoffes der Pharmaunternehmen aus den USA und Mainz vorlegen, kündigte die Behörde in Amsterdam an. Das sind acht Tage früher als geplant. Es gilt als so gut wie sicher, dass die EMA grünes Licht geben wird. Formell muss dann noch die EU-Kommission zustimmen. Das gilt als Formsache und könnte auch innerhalb eines Tages erfolgen. Damit wäre der Weg frei für Massen-Impfungen in allen EU-Mitgliedsstaaten.

15.12.2020, 13:55 Uhr – Regierung bündelt Daten zur Corona-Krise auf neuer Internetseite

Die Bundesregierung bündelt auf der neuen Internetseite www.dashboard-deutschland.de aktuelle Daten zur Coronavirus-Krise. Dort finden sich nach Angaben der zuständigen Ministerien Informationen zu Gesundheit, Wirtschaft und Finanzen – beispielsweise der aktuelle Umsetzungsstand der Corona-Hilfen. Bis Mitte 2021 soll das inhaltliche Angebot noch ausgebaut werden.

Mit dem Dashbord Deutschland stellt die #Bundesregierung zusammen mit @destatis aktuelle Informationen zu den Themenbereichen #Gesundheit, #Wirtschaft, #Mobilität und #Finanzen bereit. Die Daten sind kostenfrei und ohne Registrierung nutzbar. https://t.co/PA3TtjSEIN #Servicetweet https://t.co/g1rz422L3U

15.12.2020, 13:15 Uhr – Spahn rechnet mit Impfstoffzulassung am 23. Dezember

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass der Corona-Impfstoff am 23. Dezember zugelassen wird. Zwei bis vier Tage später könne man dann damit beginnen, die ersten Menschen in Deutschland gegen Covid-19 zu impfen.

Spahn sei gegen eine Notfallzulassung des Impfstoffs. Es gehe ihm um eine ordentliche, gründliche und zügige Zulassung. Entscheidend sei, dass die Bevölkerung Vertrauen habe in die Sicherheit eines Impfstoffs und sich viele impfen ließen. „Nichts ist wichtiger beim Impfen als Vertrauen in den Impfstoff“, sagte Spahn.

Zudem sei es wichtig, den Weg zur Zulassung eines Impfstoffs in Europa gemeinsam zu gehen. Spahn wundere sich „über manche Tonlage“. Man rede viel vom europäischen Geist und beschwöre die europäische Zusammenarbeit, „und dann in der Krise, wenn es tatsächlich darauf ankommt, ziehen einige zuerst brutal die nationale Karte“.

15.12.2020, 11:49 Uhr – Click-and-collect in Rheinland-Pfalz erlaubt

Geschäfte in Rheinland-Pfalz, die wegen des Lockdowns ab Morgen geschlossen sind, dürfen Abhol-, Liefer- und Bringdienste anbieten – wenn die Kunden die Ware vorher bestellt haben. Das hat die Staatskanzlei auf Nachfrage klargestellt. Auch Baumärkte dürfen Abhol-, Liefer- und Bringdienste nach vorheriger Bestellung anbieten. Am Morgen hatte es von der Landesregierung zunächst geheißen, Baumärkte seien ohne Ausnahme geschlossen. Ebenfalls klar gestellt hat die Landesregierung wie sie mit Ausnahmen für selbständige Handwerker umgeht, wie es sie beispielsweise in NRW oder Hessen gibt. In Rheinland-Pfalz bleiben die Baumärkte für solche Handwerker ebenfalls geschlossen. Sie könnten wie normale Kunden den Abhol-, Liefer- und Bringdienst auf Vorbestellung nutzen, so die Staatskanzlei - oder sich im Großhandel eindecken, der geöffnet bleibe.

15.12.2020, 11:40 Uhr – RKI-Präsident Wieler: „Lage so ernst wie noch nie“

RKI-Präsident Lothar Wieler äußert sich erneut besorgt über das Infektionsgeschehen: „Die Lage ist so ernst, wie sie noch nie war in dieser Pandemie.“ Die Zahlen der Infektionen und der Toten seien zu hoch. „Im Moment infizieren sich viel zu viele Menschen“, sagt Wieler. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass sich die Situation über Weihnachten nochmal zuspitzen wird.“

15.12.2020, 10:34 Uhr – Click-and-collect in Baden-Württemberg nicht möglich

Die Landesregierung Baden-Württemberg hat sich darauf verständigt, im einen Liefer- und Abholservice im Einzelhandel abzulehnen. Nach längeren Diskussionen ist die Entscheidung jetzt gefallen, wie ein Regierungssprecher dem SWR bestätigte. Der Handelsverband hatte darauf gedrungen, das CDU-geführte Wirtschaftsministerium stand dem geforderten Click-and-collect-Service positiv gegenüber. Das Staatsministerium hatte gestern bereits betont: ein solches Angebot sie kontraproduktiv, es würde dem Geist des Bund-Länder-Beschlusses widersprechen. Die Befürchtung: lange Schlangen vor den Geschäften und damit wieder viele Menschen in den Fußgängerzonen.

15.12.2020, 8:31 Uhr – Handelsverband rechnet mit Klagen des Einzelhandels

Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet damit, dass Einzelhändler wegen der ab morgen geltenden Ladenschließungen klagen werden. Im Morgenmagazin von ARD und ZDF hat Verbandschef Stefan Genth gesagt, es gehe darum, dass der Gastronomie für November und Dezember bis zu 75 Prozent ihrer Umsätze ersetzt würden. Das sei eine Ungleichbehandlung gegenüber dem Einzelhandel. „Große Handelsunternehmen kriegen überhaupt keinen Betriebskostenzuschuss, während das bei der Gastronomie und Hotellerie völlig anders ist.“ Bei vielen Händlern sei das Eigenkapital aufgebracht. Es sei zu befürchten, dass bis zu 50.000 Geschäfte und 250.000 Jobs in den Innenstädten verloren gehen könnten.

15.12.2020, 5:30 Uhr – Kostenlose FFP2-Masken ab heute für Risikogruppen

Wer zu einer Corona-Risikogruppe gehört, bekommt ab heute kostenlos FFP2-Masken in der Apotheke. Laut Bundesgesundheitsministerium sind das Über-60-Jährige und Menschen mit Vorerkrankungen. Jeder von ihnen bekommt zunächst drei Masken gegen die Vorlage des Personalausweises oder einer Eigenauskunft. Ab 1. Januar sollen Berechtigte weitere zwölf Masken erhalten.

Deutschland

Risikogruppen So gibt es die FFP2-Masken kostenlos

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15.12.2020, 5:17 Uhr – RKI: 14.432 Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut 14.432 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind knapp 400 mehr als heute vor einer Woche. Außerdem sind weitere 500 Menschen in Deutschland im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

15.12.2020, 3:49 Uhr – Lockdown in den Niederlanden

Wegen der steigenden Infektionszahlen legen auch die Niederlande das öffentliche Leben weitgehend lahm. Laut Premierminister Mark Rutte sollen die Maßnahmen bis zum 19. Januar andauern. Das Land werde fünf Wochen abgeriegelt. Zum ersten Mal seit Ausbruch der Pandemie müssen in den Niederlanden auch die Geschäfte schließen. Ausgenommen davon sind nur Läden für den täglichen Bedarf.

15.12.2020, 2:37 Uhr – Bericht: Bundesregierung für schnellere Impfstoff-Zulassung

Die Bundesregierung dringt bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA darauf, den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer noch vor Weihnachten zuzulassen. Das berichtet die Bild-Zeitung und beruft sich auf Regierungskreise. Demnach verlangen Kanzleramt und Gesundheitsministerium die Zulassung bis 23. Dezember. Die Arzneimittelbehörde hatte eine Entscheidung für den 29. Dezember angekündigt. Dies gelte in Kreisen der Bundesregierung als zu spät, berichtet Bild. In Großbritannien, den USA und Kanada ist der Impfstoff bereits zugelassen.

15.12.2020, 2:34 Uhr – Giffey fordert „pragmatische“ Lösungen für berufstätige Eltern

„Die beschlossenen massiven Einschränkungen werden berufstätigen Eltern wieder viel abverlangen“, sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“. Es brauche „pragmatische“ Lösungen – vor allem wenn Eltern die Kinderbetreuung wegen fehlender Alternativen ganz zu Hause übernehmen müssen und deshalb ihrer Arbeit nicht nachgehen könnten. Dafür gebe es nach wie vor eine Entschädigung von 67 Prozent vom Nettoeinkommen – geregelt im Infektionsschutzgesetz. Daneben wurde die Zahl der Kinderkrankentage für 2020 erhöht, die jedem Elternteil jährlich zusteht, von 10 auf 15 pro Elternteil sowie von 20 auf 30 für Alleinerziehende. Das Arbeitsministerium prüfe zudem zügig Möglichkeiten für zusätzlichen bezahlten Urlaub.

15.12.2020, 1:16 Uhr – Notfallzulassung für Anti-Corona-Impfstoff gefordert

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft fordert eine Notfallzulassung für einen Anti-Corona-Impfstoff. Deren Präsident Gerald Gaß sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, er frage sich, ob man wirklich bis zum 29. Dezember brauche, um in Europa eine Zulassung zu erreichen. Gebe es sie früher, dann könnten mobile Teams noch vor Weihnachten in Pflegeheime gehen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sich mehrfach gegen eine Notfallzulassung ausgesprochen.

14.12.2020, 19:20 Uhr – Mallorca verschärft zu Weihnachten Corona-Maßnahmen

Wegen wieder steigender Infektionszahlen hat die Regionalregierung Mallorcas die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus über Weihnachten verschärft. Für die Urlauberinsel gilt damit wieder die höchste Stufe des Corona-Protokolls, teilte die Regierungschefin der Balearen mit. Francina Armengol. Die Einschränkungen sollten zunächst bis zum 28. Dezember gelten und dann erneut auf den Prüfstand. Auf den Nachbarinseln Menorca und Ibiza sind die Infektionszahlen jedoch niedriger und die Maßnahmen milder.

Wer aus dem Ausland und dem Rest Spaniens auf die Balearen reist, muss einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Kinder unter sechs Jahren sind ausgenommen; das Testergebnis kann auch auf Deutsch abgefasst sein.

14.12.2020, 16:50 Uhr – Ab Dienstag kostenlose FFP2-Masken für Risikogruppen

Rund 27 Millionen Deutsche, die zu Corona-Risikogruppen gehören, können ab morgen die ersten kostenlosen FFP2-Masken erhalten. Das geht aus einer entsprechenden Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums hervor. Demnach sollen in einem ersten Schritt über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen drei Masken gratis in der Apotheke holen können. Dafür benötigen sie nach Angaben aus dem Ministerium nur ihren Personalausweis oder einen nachvollziehbaren Nachweis, dass sie zu einer Risikogruppe gehören.

14.12.2020, 16:32 Uhr – Corona-Lage in hessischen Krankenhäusern angespannt

Die Lage in den hessischen Krankenhäusern ist angespannt. Aktuell würden knapp 2400 Corona-Patienten behandelt, sagt der hessische Gesundheitsminister Kai Klose. „Es sind noch 55 Intensivbetten frei, die explizit auch für Covid-19 Patientinnen und Patienten vorbehalten werden.“ Die Auslastung der Intensivstationen liege bei um die 90 Prozent.

14.12.2020, 15:40 Uhr – Corona-Impfungen in den USA losgegangen

In den USA haben in New York die Impfungen von Mitarbeitern des Gesundheitswesens begonnen. Die erste Spritze bekam die Krankenschwester Sandra Lindsay von der Intensivstation des Island Jewish Medical Center, teilt der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo mit.

This is what heroes look like. Sandra Lindsay, an ICU Nurse at Long Island Jewish Medical Center in Queens, became the FIRST AMERICAN to get vaccinated in a non-trial setting. Thank you Sandra and thank you Dr. Michelle Chester. #NewYorkTough https://t.co/g4HGZ3jbGG

14.12.2020, 15:10 Uhr – Ziemiak fordert Querdenker zu Verantwortung auf

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat die Querdenker aufgerufen, sich wegen der hohen Corona-Infektionszahlen verantwortlich zu verhalten. Dies beinhalte, sich an die Abstands- und Hygiene-Regeln zu halten, sagt der CDU-Politiker mit Blick auf angemeldete Demonstrationen. Jeder sei für sich selbst verantwortlich, aber eben auch für die Mitmenschen. Er warnte vor „Egoismus und Rücksichtslosigkeit“.

14.12.2020, 13:22 Uhr – Söder: „Glaube nicht, dass am 10. Januar alles vorbei ist“

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zweifelt daran, ob der Lockdown in Deutschland nach der ersten Januar-Woche wieder aufgehoben werden kann. „Ich glaube nicht, dass am 10. Januar schon alles vorbei ist“, sagt Söder nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Es komme darauf an, ob die Maßnahmen ausreichten, auf die angepeilte Inzidenz von 50 Fällen je 100.000 Einwohner zu kommen. Das gelte auch für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts: „Ich glaube nicht, dass es in den Schulen am 10. Januar einfach wieder so weiter geht.“

14.12.2020, 11:31 Uhr – Antarktis-Forschungsstation soll direkt versorgt werden

Wegen der weltweiten Corona-Pandemie wird die deutsche Antarktis-Forschungsstation Neumayer III in diesem Jahr ausnahmsweise direkt von Deutschland aus per Schiff versorgt. Wie das Alfred-Wegener-Institut mitteilte, wird der Forschungseisbrecher "Polarstern" kurz vor Weihnachten ohne Zwischenstopp in die Antarktis fahren. Er bringt Nachschub sowie Techniker und eine Austauschcrew zu der Station.

Üblicherweise erfolgt die Anreise per Flugzeug über Zwischenstopps in Südafrika und einer russischen Antarktisstation. Durch die Non-Stop-Fahrt soll das Risiko einer Einschleppung des Coronavirus reduziert werden. Alle Teilnehmer der Fahrt begäben sich vorher in strikte Quarantäne und würden mehrfach getestet, hieß es.

14.12.2020, 10:49 Uhr – Steinmeier: „Die Lage ist bitterernst“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den verschärften Lockdown verteidigt. „Die Lage ist bitterernst“, sagt der Bundespräsident in einer Erklärung zu den neuen Beschränkungen. „Von Mittwoch an wird deshalb unser öffentliches und unser privates Leben so stark eingeschränkt wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik.“ Aber einschneidende Maßnahmen seien wegen der hohen Corona-Infektionszahlen nötig.

14.12.2020, 8:44 Uhr – Impfstoff-Hersteller Curevac macht weiteren Schritt zur Zulassung

Das deutsche Biotech-Unternehmen Curevac ist auf dem Weg zur Zulassung seines Corona-Impfstoffes einen Schritt weiter. Nach Angaben des Tübinger Unternehmens hat die zulassungsrelevante klinische Phase-III-Studie mit voraussichtlich mehr als 35.000 Teilnehmern begonnen. Mit ersten Ergebnissen rechnet Curevac nach Angaben eines Sprechers Ende des ersten Quartals 2021. Curevac-Chef Franz-Werner Haas sprach nach dem Start der dritten Phase von einem "Meilenstein in der Entwicklung unseres Impfstoffkandidaten CVnCoV".

14.12.2020, 8:04 Uhr – Virologe: Auf Feiern und Familienbesuche weitgehend verzichten

Der Düsseldorfer Virologe Jörg Timm hat dazu aufgerufen, über die Weihnachtstage auf private Feiern und Familienbesuche weitgehend zu verzichten. "Bei den aktuellen Infektionszahlen ist sonst mit einer drastischen Zunahme der Covid-19-Fälle im neuen Jahr zu rechnen, die uns vor enorme Probleme stellen wird", sagte der Leiter des Instituts für Virologie an der Universitätsklinik Düsseldorf der "Rheinischen Post".

Timm bezeichnete die Beschlüsse von Bund und Ländern zur Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen als notwendig. "Die Belastung auf den Intensivstationen hat in den letzten Wochen kontinuierlich zugenommen, so dass dringend weitere Maßnahmen erforderlich waren", sagte der Wissenschaftler.

14.12.2020, 6:42 Uhr – Sechs Prozent mehr Glas- und Plastikabfälle

Während der Corona-Pandemie haben die Privathaushalte in diesem Jahr deutlich mehr Müll verursacht. Die eingesammelte Menge von Plastik und anderen Leichtverpackungen sowie von Glas stieg in diesem Jahr um jeweils rund sechs Prozent, wie eine Umfrage des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) unter seinen Mitgliedsfirmen ergab.

Der Grund: In Pandemiezeiten gehen die Menschen zum Essen weniger oder gar nicht mehr in Restaurants, stattdessen kaufen sie mehr ein oder bekommen Essen geliefert. Der BDE wertet die Umfrageergebnisse als Beleg dafür, dass Abfallvermeidung in Corona-Zeiten kaum möglich sei.

14.12.2020, 5:11 Uhr – 16.362 Fälle: Corona-Neuinfektionen deutlich über Vorwochenwert

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau, auch wenn die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) zum Wochenstart wieder vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet haben. Innerhalb eines Tages wurden 16.362 neue Fälle übermittelt, wie das RKI bekannt gab. Das sind rund 4000 Fälle mehr als am vergangenen Montag, als die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 12.332 lag. Der bisherige Rekord war am Freitag mit 29.875 gemeldeten Fällen erreicht worden. An Sonntagen und Montagen sind die vom RKI veröffentlichten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

14.12.2020, 4:18 Uhr – In den USA wird ab heute geimpft

In den USA soll ab heute gegen das Corona-Virus geimpft werden. Als erstes sollen Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen sowie Bewohner von Alten- und Pflegeheimen eine Dosis erhalten. Es handelt sich um die größte Impfkampagne in der Geschichte des Landes. Zum Einsatz kommt ein Impfstoff des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer.

14.12.2020, 1:53 Uhr – Kinderschutzbund fordert finanzielle Lockdown-Hilfen für arme Familien

Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) verlangt wegen des harten Lockdowns finanzielle Hilfen für einkommensschwache Familien. Der DKSB fordere die Übernahme der Kosten für ein digitales Endgerät für bedürftige Kinder sowie eine Kompensationszahlung für arme Familien, da es für diese Familien fast nicht zu schaffen sei, für ihre Kinder ein Laptop oder Tablet für den Fernunterricht zur Verfügung zu stellen, sagte der Präsident des DKSB, Heinz Hilgers, den Zeitungen der „Funke Mediengruppe". Mit der Ausweitung des Distanzunterrichts vor Weihnachten würden auch Kinder und Jugendliche nicht mehr mittags in der Schule verpflegt werden. „Viele Kinder mit Eltern mit geringem Einkommen haben Anspruch auf ein kostenloses Mittagessen in Kita oder Schule", so Hilgers. Diese Leistung falle ersatzlos weg und werde an keiner Stelle kompensiert.

14.12.2020, 0:38 Uhr – Krankenhausgesellschaft rechnet mit mehr Intensivpatienten

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft rechnet trotz des Lockdowns mit weiter steigenden Zahlen von Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen. „In den nächsten zwei Wochen werden die Infektionszahlen zunächst noch einmal steigen", sagte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland". Der Lockdown wirke erst mit Verzögerung. Er rechne damit, dass die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen von derzeit rund 4.500 auf 5.000 zur Jahreswende steigen werde, sagte Gaß.

13.12.2020, 22:45 Uhr – Braun warnt vor überfüllten Innenstädten

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) bittet die Bevölkerung, die nächsten beiden Tage nicht für Shoppingtouren zu nutzen. Es müsse verhindert werden, dass die Innenstädte überfüllt seien, sagte er in der ARD. Die Corona-Infektionszahlen seien so hoch, dass man unbedingt die Kontakte reduzieren müsse. Auf die Frage, warum die Verschärfungen erst ab Mittwoch gelten antwortete Braun, manche Länder würden diese beiden Tage noch zur Vorbereitung auf den Lockdown brauchen. Von da an müssen die meisten Geschäfte schließen, Ausnahmen gelten unter anderem für Lebensmittelläden, Apotheken und Tankstellen.

13.12.2020, 18:26 Uhr – Experten: Deutschland droht zweite Rezession

Der deutschen Wirtschaft droht Experten zufolge wegen der strengen Corona-Beschränkungen eine erneute Rezession. Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer sagte, die wirtschaftlichen Risiken seien deutlich gestiegen. Mit dem Einzelhandel würde ein wichtiger Absatzkanal der deutschen Industrie geschlossen werden.

Der Bund will die betroffenen Unternehmen mit insgesamt bis zu elf Milliarden Euro unterstützen. Das kündigte Finanzminister Scholz an. Der Höchstbetrag werde pro Betrieb auf 500.000 Euro erhöht. Der maximale Zuschuss ist demnach geplant für direkt und indirekt von Schließungen betroffene Unternehmen.

Bundesweiter Lockdown: Scholz kündigt Milliardenhilfen an https://t.co/7OV6eKMt1u #Coronavirus #Lockdown #Finanzhilfen

Der Einzelhandel, der vom Mittwoch an schließen muss, reagierte prompt: Das Geld werde nicht reichen, um eine Pleitewelle in den Innenstädten zu verhindern, so der Handelsverband Deutschland.

13.12.2020, 17:59 Uhr – USA wollen am Montag mit dem Impfen beginnen

Nach der Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer soll in den USA am Montag mit dem Impfen begonnen werden. Als Erstes sollen Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen sowie Bewohner von Alten- und Pflegeheimen geimpft werden.

Nach der Erteilung der Notfallzulassung am Freitag war der Impfstoff über das Wochenende verpackt und ausgeliefert worden. Unterdessen überschritt die Gesamtzahl der Corona-Infektionen in den USA, wo die Pandemie weiterhin außer Kontrolle ist, die Marke von 16 Millionen Menschen.

13.12.2020, 17:15 Uhr – Gegner von Corona-Maßnahmen demonstrieren mit Auto-Korso

Nach der Verkündung des harten Lockdowns wegen der Corona-Pandemie haben in Düsseldorf Gegner der Maßnahmen demonstriert. In einem Auto-Korso fuhren sie durch die Stadt. Der neue Lockdown werde Hunderttausende Arbeitsplätze kosten, kritisierte ein Redner. Die Demonstration sei mit 50 Wagen angemeldet gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Die Verkehrsstörungen hätten sich in Grenzen gehalten.

13.12.2020, 16:53 Uhr – Tschentscher warnt Handel vor Rabattaktionen am Montag und Dienstag

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hat den Handel davor gewarnt, mit Rabattaktionen bis zum Lockdown ab Mittwoch die Kauflust weiter anzuheizen. Auch die Bürger sollten „an den kommenden beiden Tagen keinen Black Friday veranstalten, sondern nur die nötigsten Einkäufe tätigen“, sagte der SPD-Politiker der Bild. Die Menschen sollten in diesem Jahr auf geplante Weihnachtseinkäufe verzichten.

Hamburgs Bürgermeister mahnt die Bürgerinnen und Bürger, die Situation ernst zu nehmen. https://t.co/Ry8wqJDBgG #tschentscher #hamburg #lockdown https://t.co/LuoHK6C9iD https://t.co/MxaMmenA2y

13.12.2020, 15:55 Uhr – Kretschmann: Diese Regeln gelten in Baden-Württemberg

Auch in Baden-Württemberg wird noch mal eine Schippe draufgelegt – nach den bereits beschlossenen Regeln, die seit Samstag gelten:

Stuttgart

Aktuelle Corona-Regeln Das sind die Corona-Regeln in Baden-Württemberg

Bund und Länder haben eine Verlängerung der Corona-Regeln beschlossen. Grundschulen und Kitas will Baden-Württemberg, je nach Lage, früher wieder öffnen.  mehr...

13.12.2020, 13:49 Uhr – Dreyer: Diese Regeln gelten in RP

Das öffentliche Leben wird auch in Rheinland-Pfalz angesichts der sich ausbreitenden Corona-Pandemie schon ab dem kommenden Mittwoch (16. Dezember) drastisch heruntergefahren. Dabei orientiere sich das Land an den Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz.

Mainz

Aktuelle Corona-Regeln Rheinland-Pfalz stoppt Start für Wechselunterricht an Grundschulen

Die bestehenden Corona-Vorschriften wurden auch in Rheinland-Pfalz bis zum 14. Februar verlängert. Das Land wollte die Grundschulen eigentlich früher öffnen – hat sich jetzt aber doch dagegen entschieden.  mehr...

13.12.2020, 12:31 Uhr – Warnapp Nina wird verbessert

Statt nur allgemeiner Hinweise zur Corona-Pandemie soll die staatliche Warn-App Nina künftig an auch lokale Daten liefern. Dazu zählten Infektionszahlen und die jeweiligen Vorschriften zur Eindämmung des Virus vor Ort , sagte der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Armin Schuster. Es gebe einen enormen Informationsbedarf bei den Menschen – aber auch eine große Verunsicherung darüber, welche Regeln wo gelten würden.

Das müsse sich dringend ändern, betonte Schuster, der die Leitung der Behörde am 10. November übernommen hatte. Ihm sei daher wichtig gewesen, „dass dieses Update jetzt noch rechtzeitig vor den Weihnachtstagen kommt, an denen wahrscheinlich mehr Menschen als zuletzt einen Ortswechsel vornehmen werden, etwa um die Eltern zu besuchen“. Die neue Nuina-Version 3.3 soll die Menü-Elemente und wichtige Inhalte von Warnmeldungen künftig auch in sieben Fremdsprachen sowie in leichter deutscher Sprache anbieten.

Die Warnmeldungen, die über Nina verschickt werden, stammen aus den bundesweit mehr als 250 Rettungsleitstellen. Oft geht es dabei um Unwetter, Brände oder Bombenfunde bei Bauarbeiten. Laut BBK haben aktuell rund 8,1 Millionen Nutzer die App installiert. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte Schuster zum neuen Leiter des BBK gemacht, nachdem es im September eine Panne beim bundesweiten Warntag gegeben hatte. Der frühere Bundespolizist saß zuletzt für die CDU im Bundestag.

13.12.2020, 12:15 Uhr – Marburger Bund: Homeoffice ermöglichen, wo es geht

Der Marburger Bund appelliert angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen an Arbeitgeber, ihren Angestellten Homeoffice zu ermöglichen. Die Vorsitzende des Ärzteverbandes, Susanne Johna, sagte, das Homeoffice werde auch dazu führen, dass weniger Menschen morgens und abends in vollen Bussen und Bahnen zusammenkämen und sich dabei gegenseitig anstecken könnten. Wichtig sei, die Kontakte deutlich zu minimieren. Nur durch diese Strategie lasse sich der Trend der hohen Infektionszahlen brechen.

13.12.2020, 11:43 Uhr – Nach Bund-Länder-Treffen: Was wir wissen müssen


Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten und -präsidentinnen der Länder haben erneut telefoniert. Nun ist klar: Eine Art Lockdown soll ab Mittwoch kommen. Das ändert sich dann.

Berlin

Regeln bis Mitte Februar verlängert Überblick Deutschland: medizinische Masken und mehr Home-Office

Die Corona-Einschränkungen gehen bis Mitte Februar weiter. Das haben Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder beschlossen. Zudem gibt es Änderungen bei der Maskenpflicht und Arbeitgeber sollen mehr Home-Office anbieten.  mehr...

13.12.2020, 7:18 Uhr – 20.200 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut innerhalb eines Tages 20.200 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das sind rund 2.500 mehr als am vergangenen Sonntag. Außerdem sind innerhalb eines Tages rund 320 weitere Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Am Freitag hatte das Robert-Koch-Institut die bisher höchsten Zahlen registriert. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

13.12.2020, 2:20 Uhr – Handel fürchtet Jobverluste durch harten Lockdown

Der Handelsverband Deutschland HDE warnt vor den Folgen eines härteren Lockdowns. Es könnten bis zu 250.000 Arbeitsplätze in den Innenstädten verloren gehen. Der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes Stefan Genth sagte der Bild am Sonntag, unter normalen Umständen sei der Dezember der wichtigste Monat im Jahr - in der Pandemie aber ein Totalausfall. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die 16 Ministerpräsidenten wollen am Sonntagvormittag ab 10 Uhr über mögliche schärfere Maßnahmen gegen die hohen Corona-Infektionszahlen beraten. Laut ARD-Hauptstadtstudio sind die unionsgeführten Bundesländer dafür, spätestens bis zum kommenden Mittwoch das öffentliche Leben weitgehend herunterzufahren.

12.12.2020, 22:09 Uhr – Medienbericht: Bund und Länder wohl einig über Lockdown

Bund und Länder haben sich einem Medienbericht zufolge weitgehend auf einen Lockdown geeinigt. Dieser solle spätestens ab Mittwoch gelten, berichtet das Magazin Business Insider. Darauf hätten sich die Chefs der Staatskanzleien mit dem Kanzleramt geeinigt. Dann sollten die Geschäfte schließen. Das Kanzleramt wolle lieber bereits Dienstag als Starttermin, hieß es in dem Bericht. Private Treffen sollten demnach weiterhin auf fünf Personen und zwei Haushalte begrenzt werden – Kinder unter 14 Jahren zählen dabei nicht.

Über welche möglichen weiteren Verschärfungen wohl entschieden wird, haben wir hier zusammen gefasst.

Berlin

Regeln bis Mitte Februar verlängert Überblick Deutschland: medizinische Masken und mehr Home-Office

Die Corona-Einschränkungen gehen bis Mitte Februar weiter. Das haben Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder beschlossen. Zudem gibt es Änderungen bei der Maskenpflicht und Arbeitgeber sollen mehr Home-Office anbieten.  mehr...

12.12.2020, 19:02 Uhr – Strobl: Bußgeld für Verstöße gegen neue Regeln

Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) hat die Menschen in Baden-Württemberg aufgerufen, sich an die seit heute geltenden Ausgangsbeschränkungen zu halten. Die Polizei werde die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie landesweit kontrollieren. Strobl warnte davor, sich über die Ausgangsbeschränkungen am Abend und in der Nacht hinwegzusetzen: "Wer nach 20 Uhr unterwegs ist, zu Fuß oder mit dem Rad, motorisiert oder ÖPNV, sollte einen guten Grund haben, der von der neuen Corona-Verordnung gedeckt ist. Wer sich dann ohne triftigen Grund in der Öffentlichkeit aufhält, muss mit einem Bußgeld rechnen." Als triftiger Grund gilt zum Beispiel der Weg zur Arbeit oder ein dringend nötiger Arztbesuch.

12.12.2020, 17:45 Uhr – Bundesverfassungsgericht bestätigt Verbote von "Querdenken"-Demos in Frankfurt und Dresden

Das Bundesverfassungsgericht hat Demonstrationsverbote für Querdenker in Dresden und Frankfurt am Main bestätigt. Trotzdem sind in beiden Städten Anhänger der "Querdenken"-Bewegung und Gegendemonstranten auf die Straße gegangen. In Frankfurt seien einige hundert Menschen aufeinandergetroffen, so die Polizei. Sie habe die Demonstranten unter Androhung eines Wasserwerfer-Einsatzes zum Abziehen bewegt.

12.12.2020, 16:38 Uhr – Kretschmann: Lockdown noch vor Weihnachten möglich

Nach Darstellung von Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) sind Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Union-geführten Ministerpräsidenten für einen bundesweiten Lockdown noch vor Weihnachten. Das sagte er nach einem gemeinsamen Corona-Gespräch. Die Gesellschaft müsse sich auf einen harten Lockdown einstellen, so Kretschmann. Es zeichne sich ab, dass dies eher vor Weihnachten als an Weihnachten komme. Alle müssten damit rechnen, dass das gesellschaftliche Leben schon nächste Woche heruntergefahren werde.

12.12.2020, 15:25 Uhr – Einzelhandel: Scholz fordert schnelle Einschränkung

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) forderte am Samstag schnelle Einschränkungen für den Einzelhandel. "Das wird schwer für die Einzelhändlerinnen und Einzelhändler, die Männer und Frauen, die da arbeiten, für diejenigen, die sich Unternehmen aufgebaut haben. Das wird schwer für Kinder, für Eltern, für Junge und Alte", sagte er in Berlin. Scholz versprach, dass die Regierung die damit verbundenen wirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen weiter im Blick haben werde. Der Finanzminister mahnte zur Solidarität: "Für mich ist klar: Wir werden das miteinander schaffen." Dafür müssten sich aber alle an die Regeln halten. "Nichtstun ist etwas, was wir uns wirklich nicht erlauben können."

12.12.2020, 14:49 Uhr – Dresdner „Querdenken“-Demo endgültig untersagt

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat das Verbot der „Querdenken“-Demonstration heute in Dresden bestätigt. „Der Eilantrag wurde abgelehnt“, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Damit seien in diesem Fall alle rechtlichen Mittel ausgeschöpft und die Veranstaltung sei endgültig untersagt.

Der Anmelder hatte am Vormittag Verfassungsbeschwerde gegen das zuvor vom Dresdner Verwaltungsgericht und Sächsischen Oberverwaltungsgericht (OVG) Bautzen bestätigte Verbot der Kundgebung gegen die Corona-Politik eingelegt.

12.12.2020, 12:21 Uhr – Tschechien verbietet „Coffee-to-go“

Mit einer neuen Corona-Regel hat die tschechische Regierung für Irritationen gesorgt: Der Verkauf von „Coffee-to-go“ ist nun verboten. In der Verordnung des Minderheitskabinetts zu den Krisenmaßnahmen heißt es umständlich, dass der Verkauf „ausgeschenkter oder vor Ort hergestellter Getränke“ an Kunden zum Konsum „außerhalb der Innenräume“ verboten werde.

Viele glaubten zunächst an einen Formulierungsfehler. Doch Gesundheitsminister Jan Blatny stellte inzwischen klar: „Das ist kein Irrtum - es zielt darauf ab, dass wir nicht auf Weihnachtsmärkten oder auf der Straße mit Bechern und Essen in der Hand herumlaufen.“

Für weitere Verwirrung sorgte Handelsminister Karel Havlicek. Seiner Ansicht nach sei Kaffee zum Mitnehmen erlaubt, wenn man den Becher "in einer Tasche nach Hause“ mitnehme.

12.12.2020, 9:48 Uhr – "Querdenken"-Demo in Frankfurt auch von nächster Instanz untersagt

Der hessische Verwaltungsgerichtshof hat das Verbot der für heute geplanten "Querdenken"-Demonstration in Frankfurt bestätigt. Das Gericht in Kassel habe die Beschwerde der Antragsteller zurückgewiesen, teilte ein Gerichtssprecher am Morgen mit. Das höchste hessische Verwaltungsgericht bestätigte damit die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt zur Verbotsverfügung der Stadt. In der ersten Instanz befanden die Richter, dass Veranstaltungen in der angemeldeten Größe "ohne hinreichendes Hygiene- und Durchführungskonzept vor dem Hintergrund der Pandemielage" nicht vertretbar seien. Den Veranstaltern der Demonstration bleibt nach Angaben des Gerichtssprechers noch die Möglichkeit, sich an das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe zu wenden.

Zu dem Protest gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie waren 40.000 Teilnehmer angemeldet, mit Kundgebungen an zwölf verschiedenen Orten sowie einem Demonstrationszug durch die Frankfurter Innenstadt. Auch zahlreiche Gegendemonstrationen waren angekündigt. "Querdenken" hatten ihre Unterstützer in den vergangen Tagen dazu aufgerufen, auch trotz des Verbots nach Frankfurt zu kommen und spontane Versammlungen anzumelden.

12.12.2020, 8:41 Uhr – Gewerkschaft fordert frühe Impfung von Polizisten

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, fordert eine schnellere Impfung von Polizisten als bisher vorgesehen. "Die Empfehlung der Impfkommission, die Polizei auf den vorletzten Platz der Prioritäten-Liste für die Impfungen zu setzen, wird nicht den Realitäten des Polizeialltags gerecht", sagte Wendt der "Rhein-Neckar-Zeitung". Polizeibeamte seien ständig einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt, sagte er. Das sei vergleichbar mit dem des Pflegepersonals. "Sie können niemand auf zwei Meter Entfernung festnehmen oder durchsuchen", sagte der Gewerkschaftschef. Die Polizei müsse daher in der Priorität "deutlich nach oben gerückt werden".

Auch die Innenminister der Länder fordern eine schnellere Impfung von Polizisten. Laut einem Entwurf der Ständigen Impfkommission sollen nach der ersten Gruppe mit "sehr hoher» Priorität", dazu gehören etwa Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen und Menschen über 80 Jahre, weitere Gruppen mit besonderen Risiken vorrangig geimpft werden. Die Kommission definiert dazu erst Gruppen mit "hoher" und "erhöhter" Priorität. Erst dann folgt die Gruppe mit gering erhöhter Priorität, zu der laut Impfkommission auch Polizisten zählen.

12.12.2020, 3:56 Uhr – Impfstoff von Biontech/Pfizer erhält Notfallzulassung in den USA

In den USA ist erstmals ein Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen worden. Die Arzneimittelbehörde des Landes hat dem Präparat des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer eine Notfallgenehmigung erteilt. Sie gelte für Personen ab 16 Jahren. US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass der erste Impfstoff in weniger als 24 Stunden verabreicht werde. Neben den USA haben inzwischen unter anderem auch Mexiko, Großbritannien, Kanada, Bahrain und Saudi-Arabien Genehmigungen für den Impfstoff erteilt. Die Entscheidung der Europäischen Arzneimittel-Agentur über eine Zulassung steht noch aus.

12.12.2020, 0:47 Uhr – Trump zu US-Arzneimittelbehörde: „Geben Sie die verdammten Impfstoffe jetzt raus“

US-Präsident Donald Trump hat die Arzneimittelbehörde des Landes in rabiatem Ton dazu aufgefordert, Corona-Impfstoffe sofort zuzulassen. Bei Twitter schrieb er, der Chef der Behörde, Steven Hahn, solle „die verdammten Impfstoffe“ jetzt rausbringen. Mehrere Medien berichten übereinstimmend, Hahn sei zum Rücktritt aufgefordert worden, sollte der Impfstoff von Biontech und Pfizer nicht im Laufe des Tages zugelassen werden. Ein Berater-Komitee der FDA hatte sich am Donnerstag dafür ausgesprochen, eine Notfallzulassung dieses Impfstoffs für Menschen ab 16 Jahren zu erteilen. Die Empfehlung ist nicht bindend, meistens folgt die Behörde aber den Empfehlungen der Experten.

12.12.2020, 0:20 Uhr – Altmaier: Nicht bis nach Weihnachten warten

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) drängt im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu schnellem Handeln noch vor Weihnachten. Ansonsten drohe ein vollständiger Kontrollverlust, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Intensivstationen gelangten derzeit an ihre Kapazitätsgrenzen. Man könne auf gar keinen Fall bis nach Weihnachten warten, ehe man reagiere. „Wir müssen jetzt klären, wie es weitergeht“, so Altmaier. Er plädiert dafür, die Wirtschaft möglichst zu schonen - zum Nulltarif werde es aber nicht gehen. Bund und Länder sprechen morgen über eine bundesweite Verschärfung der Corona-Auflagen.

12.12.2020, 0:01 Uhr – Chef der Innenministerkonferenz: Müssen Impfstoff-Transporte schützen

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Georg Maier (SPD) aus Thüringen, hat vor Angriffen auf Transporte von Corona-Impfstoffen gewarnt. Auch die Impfzentren werde man schützen müssen, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Wegen der aufgeheizten Atmosphäre und radikalen Äußerungen von Impfgegnern sei das ein Gebot der Stunde. Ihn wundere auch, wie gering die Impfbereitschaft in der Bevölkerung sei. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass spätestens im Januar mit Corona-Impfungen begonnen werden kann.

11.12.2020, 20:11 Uhr – Landesärztepräsident befürwortet schärfere Corona-Maßnahmen in Baden-Württemberg

Landesärztepräsident Wolfgang Miller findet die schärferen Corona-Beschränkungen in Baden-Württemberg gut. Die Ärzte seien froh und dankbar, dass durch die Maßnahmen die Chancen bestünden, das Infektionsgeschehen noch in den Griff zu bekommen, sagte Miller dem SWR. Ab morgen dürfen sich in Baden-Württemberg Menschen nur noch mit einem konkreten Grund im öffentlichen Raum aufhalten. Dazu zählen zum Beispiel das Einkaufen sowie Sport und Bewegung. Nachts zwischen 20 und 5 Uhr dürfen Menschen nur noch für bestimmte Zwecke unterwegs sein. Dazu gehört beispielsweise der Beruf oder, um Minderjährige zu begleiten.

11.12.2020, 17:21 Uhr – Brandenburg plant Ausgangsbeschränkung und Ladenschließungen

Brandenburg plant eine drastische Verschärfung der Corona-Regeln. Im Entwurf der neuen Verordnung, über den sich das Kabinett verständigte, ist eine Ausgangsbeschränkung mit Ausnahmen vorgesehen. Im Entwurf, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, ist auch die Schließung von Läden geplant - außer etwa Supermärkten, Drogerien und Apotheken. Schulen sollen vom 16. Dezember für Schüler ab der siebten Klasse den Präsenzunterricht schließen, ausgenommen Abschlussklassen. Hinzu kommt laut Regierung ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit. Der Kabinettsbeschluss soll spätestens am Dienstag fallen. Die "B.Z." aus Berlin berichtete zuvor über den Entwurf.

11.12.2020, 16:14 Uhr – Dreyer fordert bundesweiten Shutdown

Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, hat sich für schärfere Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie ausgesprochen. Die SPD-Politikerin sagte in einer Pressekonferenz, man sei für einen bundesweiten "Shutdown".

11.12.2020, 14:21 Uhr – BW: Allgemeine Ausgangsbeschränkung ab dem 12. Dezember

Baden-Württemberg verhängt ab Samstag eine allgemeine Ausgangsbeschränkung im ganzen Land. Das kündigte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) an. Der Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung sei von 20:00 bis 5:00 Uhr nur noch aus „triftigen Gründen“ erlaubt, sagte der Grünen-Politiker. Auch tagsüber solle man sich nicht ohne Gründe draußen aufhalten. Der öffentliche Ausschank von Alkohol wird untersagt.

Stuttgart

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11.12.2020, 13:46 Uhr – Spahn: Impfangebot für alle Interessenten wohl im dritten Quartal 2021

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwartet ein breites Impfangebot für alle Interessenten im dritten Quartal des kommenden Jahres. Das sei aber lediglich der gegenwärtige Stand, betonte Spahn. Es werde noch eine schwierige Phase geben, in der alle aufeinander aufpassen müssten. Zunächst sollte die begrenzte Zahl an Impfdosen nur für besonders gefährdete Personen wie alte Menschen verwendet werden.

11.12.2020, 13:20 Uhr – Söder: Bayern und Baden-Württemberg verschärfen Regeln notfalls allein

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte für sein Bundesland schärfere Beschränkungen an – notfalls im Alleingang zusammen mit dem Nachbarland Baden-Württemberg. Beide Länder im Süden würden auch dann handeln, wenn andere nicht mitmachten, sagte Söder. Darüber habe er mit Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) gesprochen. Söder plädierte erneut für rasche, bundesweite Verschärfungen. „Ein kompletter Lockdown ist gerecht.“

11.12.2020, 13:16 Uhr – Laschet fordert „schnellstmöglichen Lockdown“

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) fordert einen schnellstmöglichen Lockdown in ganz Deutschland. Bereits an diesem Wochenende sollte das beschlossen werden, sagte der CDU-Politiker.

11.12.2020, 12:00 Uhr – Live: Die Pressekonferenz der BW-Landesregierung

Baden-Württemberg steht vor strengeren Corona-Einschränkungen. Wie die aussehen sollen und ab wann sie gelten, hat die Landesregierung am Morgen in einer Sondersitzung des Kabinetts besprochen. Die Ergebnisse der Sitzung werden auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben.

11.12.2020, 11:39 Uhr – Beschwerde über „Impfstoff“-Wein aus Rheinland-Pfalz

Die Hamburgische Landesstelle für Suchtfragen (HLS) hat sich beim Deutschen Werberat über einen „Impfstoff“-Wein aus Rheinland-Pfalz beschwert. Ein Winzer-Unternehmen bewirbt den Wein als „Lösung für alles“, wie die HLS mitteilte. „Hilft garantiert nicht gegen das Virus. Macht die Lage aber etwas erträglicher“, heißt es auf der Homepage des Winzerunternehmens. Folgen des Weintrinkens seien unter anderem lallen, stolpern, Namen vergessen, laute Selbstgespräche und dämliches Reimen. Aus Sicht der Landesstelle für Suchtfragen verstößt dieses Marketing gegen diverse Richtlinien für Alkoholwerbung. Gerade für alkoholkranke Menschen in der Corona-Krise sei dies an Zynismus kaum zu überbieten.

11.12.2020, 11:33 Uhr – Bildungsminister stellen sich auf Schulschließungen ein

Die Bildungsminister der Länder stellen sich auf eine Schließung von Schulen ein, um die Ausbreitung der Corona-Pandemie abzubremsen. Wenn die Ministerpräsidenten am Wochenende einen harten Lockdown beschließen sollten, seien die Bildungsminister auch bereit, ihren Teil beizutragen, sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und rheinland-pfälzische Bildungsministerin, Stefanie Hubig (SPD). Wenn es notwendig sein sollte, müsse es dann auch Einschränkungen des Regelbetriebs an den Schulen geben. Diese sollten aber möglichst kurz gehalten werden. Vor Beginn der Sitzung hatte sich die Mehrheit der Länder noch dafür ausgesprochen, so lange wie möglich am Präsentunterricht festzuhalten.

11.12.2020, 9:57 Uhr – Seehofer fordert sofortigen Lockdown

Bundesinnenminister Hors Seehofer (CSU) will mit Corona-Verschärfungen nicht bis nach Weihnachten warten. „Die einzige Chance, wieder Herr der Lage zu werden, ist ein Lockdown, der aber sofort erfolgen muss“, sagte der CSU-Politiker dem Spiegel. „Warten wir bis Weihnachten, werden wir noch Monate mit den hohen Zahlen zu kämpfen haben.“ Zugleich kritisierte Seehofer das bisherige Vorgehen gegen das Virus. Der Vorteil, den sich Deutschland im Frühjahr in der Pandemie erkämpft habe, sei verspielt. Das liege nicht an der Disziplinlosigkeit der Bürger, „sondern vor allem an unzureichenden Maßnahmen“. Er habe bereits im Oktober das Gefühl gehabt, nicht alle Regierungschefs hätten den Ernst der Lage richtig erkannt, erklärte der Minister.

11.12.2020, 9:03 Uhr – Baden-Württemberg kündigt Lockdown nach Weihnachten an

Baden-Württemberg geht wegen der steigenden Corona-Infektionen nach Weihnachten bis mindestens 10. Januar in den Lockdown. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) kündigte an, zur Not eine gemeinsame Lösung mit den Nachbarländern Baden-Württembergs anzustreben, sofern keine bundeseinheitliche Lösung gefunden werden könne. Wie genau der Lockdown aussehen soll, blieb zunächst offen. Am kommenden Sonntag soll es laut Kretschmann noch einmal Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Länderchefs geben.

11.12.2020, 5:52 Uhr – Bundesärztepräsident warnt vor überzogenen Erwartungen an Lockdown

Der Chef der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, warnt vor überzogenen Erwartungen an einen harten Lockdown. Er sei dafür, das öffentliche Leben zwischen Weihnachten und dem 10. Januar herunterzufahren, sagt Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Es ist aber eine Illusion zu glauben, mit einem harten Lockdown von 14 Tagen ab Weihnachten bekommen wir die Pandemie in den Griff.“

Nach dem Ende eines Lockdowns würden die Infektionszahlen mit den Lockerungen auch wieder steigen. Bund und Länder müssten einheitlich vorgehen. Angesichts des Flickenteppichs an Regelungen bestehe die Gefahr, dass die Zustimmung in der Bevölkerung zu den notwendigen Beschränkungen verloren ginge.

11.12.2020, 5:26 Uhr – RKI meldet neue Höchststände bei täglichen Neuinfektionen und Corona-Toten

Die Zahlen der täglichen Neuinfektionen und Corona-Toten in Deutschland haben neue Höchststände erreicht. Das Robert-Koch-Institut meldete am Morgen 29.875 Neuansteckungen mit dem Coronavirus binnen eines Tages sowie 598 neue Todesfälle. Damit wurden die Rekordwerte von 23.679 Neuinfektionen am Donnerstag und 590 Sterbefällen binnen 24 Stunden am Mittwoch übertroffen.

11.12.2020, 3:26 Uhr – Thüringen plant Ladenschließungen

Thüringen plant angesichts steigender Corona-Infektionszahlen Ladenschließungen und Distanzunterricht ab der ersten Klasse. Ab dem 19. Dezember sollen etliche Geschäfte schließen, wie die Staatskanzlei am frühen Morgen mitteilte. Davon ausgenommen könnten demnach Lebensmittelgeschäfte und Geschäfte für den Grundbedarf sein. Die Landesregierung verwies auf eine entsprechende Regelung in Sachsen. Die Regelung gelte vorbehaltlich der Entscheidungen der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz. In den Schulen soll für die Klassenstufen eins bis sechs Distanzunterricht eingeführt werden. Dies gelte vorerst am 21. und 22. Dezember 2020 sowie zwischen dem 4. und 10. Januar 2021.

11.12.2020, 2:32 Uhr – Baden-Württemberg: Offenbar weitere Einschränkungen ab kommender Woche geplant

Baden-Württemberg will wegen der steigenden Corona-Infektionen das öffentliche Leben weiter herunterfahren. Das meldet die Deutsche Presse-Agentur. Sie beruft sich auf ein Gespräch der Landesregierung mit den kommunalen Spitzenverbänden. So seien unter anderem ab Anfang der kommenden Woche eine nächtliche Ausgangssperre sowie tagsüber Ausgangsbeschränkungen geplant. Für den Aufenthalt im öffentlichen Raum sei dann ein triftiger Grund erforderlich, etwa für die Arbeit.

Unklar sei noch, ob dazu auch das Einkaufen über den täglichen Bedarf hinaus zählen soll. Auch, ob Schulen ab kommender Woche schließen, werde noch diskutiert. Die neuen Maßnahmen sollen heute in einer Sondersitzung des Kabinetts beschlossen werden, hieß es.

Stuttgart

Aktuelle Corona-Regeln Das sind die Corona-Regeln in Baden-Württemberg

Bund und Länder haben eine Verlängerung der Corona-Regeln beschlossen. Grundschulen und Kitas will Baden-Württemberg, je nach Lage, früher wieder öffnen.  mehr...

11.12.2020, 1:19 Uhr – Bericht: Mehr als 10.000 Ärzte wollen in Impfzentren helfen

Mehr als 10.000 Ärzte in Deutschland wollen in den Corona-Impfzentren helfen. Das berichten die Funke-Medien und berufen sich auf eine Umfrage bei den Kassenärztlichen Vereinigungen in den Ländern. Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kann spätestens im Januar mit dem Impfen begonnen werden. Die geplanten regionalen Impfzentren würden gerade eingerichtet. Später sollen die Arztpraxen das Impfen in der Fläche übernehmen.

10.12.2020, 23:41 Uhr – USA: Experten-Gremium empfiehlt Notzulassung des Impfstoffs von Biontech und Pfizer

In den USA hat das zuständige Expertengremium der Arzneimittelbehörde FDA eine Notzulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer empfohlen. 17 Teilnehmer hätten dafür gestimmt, vier dagegen, einer habe sich enthalten, hieß es nach einer Sitzung in Washington. Damit rückt eine Notzulassung des von dem amerikanischen und deutschen Konzern gemeinsam entwickelten Impfstoffes in den USA näher. Bereits am Dienstag hatte die FDA erklärt, sie stufe den Impfstoff als sicher und wirksam ein.

10.12.2020, 21:22 Uhr – Baden-Württembergs Innenminister für Ausgangssperre an Silvester

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat sich für eine Ausgangssperre in der Silvesternacht ausgesprochen. „Ich will es klipp und klar sagen: Ich bin dafür, dass wir an Silvester eine Ausgangssperre machen. Dann wird es keine Ansammlung auf den Straßen geben“, sagte Strobl im Interview mit Zur Sache Baden-Württemberg. Für Weihnachten wolle er aber an den Lockerungen der Kontaktbeschränkungen festhalten. Auch Kontrollen hätten die Menschen während der Weihnachtstage im privaten Raum nicht zu befürchten. Ein Kabinettsbeschluss dazu könne in Baden-Württemberg bereits morgen fallen. Wissenschaftler, auch von der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina hatten zuvor Kontaktbeschränkungen bereits für die Weihnachtsfeiertage empfohlen.

10.12.2020, 19:31 Uhr – Mecklenburg-Vorpommern kippt Hotel-Regelung für die Feiertage

Wer in Mecklenburg-Vorpommern über Weihnachten seine Familie besucht, darf jetzt doch nicht in Hotels oder Ferienwohnungen übernachten. Das Land kippt eine entsprechende Regelung, kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) an. Sie ist außerdem dafür, dass der Einzelhandel zum vierten Advent schließen soll. Lebensmittelgeschäfte sollen aber offen bleiben.

10.12.2020, 19:22 Uhr – Corona-Lage an Schulen: Gewerkschaft GEW kritisiert Kultusminister

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft macht die Kultusminister der Länder für mögliche Schulschließungen und eine Ferienverlängerung verantwortlich. Gewerkschaftschefin Marlis Tepe sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, sie sei enttäuscht und verärgert darüber, dass nicht rechtzeitig auf Wechselunterricht umgestellt worden sei. Die Kultusminister haben heute erneut betont, dass die Schulen so lang wie möglich offen bleiben sollen.

10.12.2020, 19:06 Uhr – EU einigt sich auf Haushalt und Corona-Paket

Der Weg für den 1,8-Billionen Euro starken EU-Haushalt und die milliardenschweren Corona-Hilfen ist frei. Die Staats- und Regierungschefs einigten sich am Donnerstag in Brüssel auf einen Kompromiss zum neuen Rechtsstaatsmechanismus, wie ein Sprecher von EU-Gipfelchef Charles Michel auf Twitter mitteilte. Ungarn und Polen hatten wichtige Entscheidungen wochenlang blockiert.

10.12.2020, 18:29 Uhr – Gefeiert wird nur drinnen: Frankreich verhängt Ausgangssperre für Silvesterfeier

Wegen der Corona-Pandemie dürfen die Franzosen den Jahreswechsel nicht im Freien feiern: Die Regierung verhängte für Silvester eine nächtliche Ausgangssperre, wie Premierminister Jean Castex am Donnerstagabend mitteilte. Als Grund nannte er die zu hohen Neuinfektionszahlen.

10.12.2020, 17:58 Uhr – Italien meldet sprunghaften Anstieg der Corona-Totenzahl

Italien meldet einen sprunghaften Anstieg der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion auf 887 von 499 am Vortag. Auch die Zahl der Neuinfektionen steigt den Daten des Gesundheitsministeriums zufolge deutlich um 16.999 nach einem Zuwachs von 12.756 am Mittwoch. Damit sind insgesamt 62.626 Tote und knapp 1,8 Millionen Ansteckungen verzeichnet.

10.12.2020, 16:53 Uhr – Baden-Württemberg plant offenbar ganztägige Ausgangsbeschränkungen

Die baden-württembergische Landesregierung hat zunächst für den Stadtkreis Pforzheim eine ganztägige Ausgangsbeschränkung verhängt. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart sagte dem SWR, möglicherweise werden die Ausgangsbeschränkungen schon kommende Woche auf alle Regionen ausgedehnt, in denen die Sieben-Tages-Inzidenz ebenfalls über 300 Neuinfektionen liegt.

In der Region Pforzheim liegt die Sieben-Tages-Inzidenz seit mehr als drei Tagen über dem Wert von 300. Die Bewohner des Stadtkreises dürfen tagsüber zwischen 5 Uhr und 20 Uhr ihre Wohnungen nur aus triftigen Gründen verlassen. Für die Zeit zwischen 20 Uhr und 5 Uhr früh gelten noch strengere Regeln. Außerdem müssen unter anderem Friseure schließen, Schwimm- und Hallenbäder werden auch für den Schulsport gesperrt. Bisher gelten die Einschränkungen nur für Pforzheim.

Pforzheim

Erlass der Landesregierung Auch tagsüber Ausgangsbeschränkungen in Corona-Hotspot Pforzheim

Die Landesregierung hat am Donnerstag einen Erlass an die Stadt Pforzheim herausgegeben. Unter anderem werden die Ausgangsbeschränkungen ausgeweitet - für den Pforzheimer Oberbürgermeister reicht das jedoch nicht aus.  mehr...

10.12.2020, 16:19 Uhr – Bund und Länder erhöhen Abschlagszahlungen für Corona-Sonderhilfen

Die höheren Abschlagszahlungen für die Corona-Sonderhilfen im November und Dezember sind endgültig beschlossen. Der entsprechende Vorschlag aus dem Bundesfinanz- und Wirtschaftsministerium sei mittlerweile von den Ländern angenommen, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Damit sollen die Abschlagszahlungen für Unternehmen bis zu 50.000 Euro betragen – statt bisher maximal 10.000 Euro. Die Regierung reagiert damit auf Kritik aus der Wirtschaft. Selbstständige bekommen weiterhin eine Abschlagszahlung von maximal 5.000 Euro. Diese Grenzen sollen für die Monate November und Dezember gelten. Die Hilfen erhalten können Unternehmen und Selbstständige, die vom Teil-Shutdown stark betroffen sind.

10.12.2020, 15:57 Uhr – München reagiert mit Alkoholverbot auf „Glühwein-Hopping“

München will mit einer Ausdehnung des bisher nur punktuellen Alkoholverbots auf das gesamte Stadtgebiet verhindern, dass sich zahlreiche Gruppen vor Glühweinständen versammeln. „Dieser Schritt ist erforderlich, weil es trotz eindringlicher Appelle angesichts steigender Infektionszahlen in der ganzen Stadt zu Menschentrauben vor Glühweinverkaufsstellen kommt“, erklärte die Stadtverwaltung. Deutschlands drittgrößte Stadt hatte zunächst nur an einzelnen Plätzen und dann lediglich im Zentrum den Alkoholkonsum verboten, was Kritiker als Flickenteppich bezeichnet hatten.

Menschentrauben vor Glühweinständen – deshalb untersagt #München jetzt den Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum ganztägig im gesamten Stadtgebiet. Das KVR verweist zudem auf Ausgangsbeschränkung, nächtliche Ausgangssperre und das Verbot von Ansammlungen und öffentlichen Feiern https://t.co/4u2VD5SadF

10.12.2020, 15:43 Uhr – Bundesland Berlin plant schärfere Auflagen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) will die Maßnahmen zur Corona-Eindämmung verschärfen. Er wolle dies am Dienstag dem Senat vorschlagen. „Wir werden den Einzelhandel herunterfahren müssen“, sagte Müller. „Jenseits vom Lebensmitteleinzelhandel müssen alle anderen Shopping-Angebote geschlossen werden, und zwar bis zum 10. Januar, es geht nicht anders.“ Ab wann die verschärften Corona-Maßnahmen gelten sollen, stehe Müller zufolge noch nicht fest – es könne aber durchaus noch vor Weihnachten sein. Die Verschärfung der Auflagen solle auch mit Brandenburg abgestimmt werden. An den Schulen sollten die Ferien entweder bis zum 10. Januar verlängert oder der Unterricht ab dem 4. Januar digital stattfinden.

10.12.2020, 14:50 Uhr – Spahn: Ab 1. Januar sollen alle Corona-Meldungen digital kommen

Derzeit werden rund 50 Prozent der Corona-Meldungen laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) digital übermittelt, der Rest etwa über Fax. Ab dem 1. Januar 2021 sei eine digitale Übermittlung vorgeschrieben, sagte der CDU-Politiker im Bundestag.

„Wir haben bei der #Digitalisierung des #Gesundheitswesen​s in den letzten drei Monaten mehr geschafft als in zehn Jahren zuvor. So hart diese Krise ist, wir nutzen sie für die Digitalisierung“, führt @jensspahn aus.

10.12.2020, 14:38 Uhr – Moderna startet Impfstoff-Erprobung an Jugendlichen

Der US-Pharmakonzern Moderna hat mit der Erprobung seines Corona-Impfstoffes an Jugendlichen begonnen. Dem ersten Teilnehmer einer mittleren bis späten Studienphase sei der Impfstoff heute verabreicht worden, teilte Moderna mit. Bei den Untersuchungen geht es um Jugendliche im Alter von zwölf bis einschließlich 17 Jahren. Das Unternehmen hat in den USA und in der EU einen Antrag auf Notfallzulassung seines Impfstoffs gestellt.

We just announced that the first adolescent participants have been dosed in the Phase 2/3 study of mRNA-1273, our vaccine candidate against COVID-19, in adolescents ages 12 to less than 18. Read more: https://t.co/eoMqojmsuk https://t.co/JoA0M8I2v6

10.12.2020, 12:15 Uhr – Alternative zu Corona-Warn-App in Sachsen entwickelt

Für Menschen, die die Corona-Warn-App nicht nutzen wollten oder kein Smartphone besitzen, haben sächsische Wissenschaftler und Firmen ein Corona-Warnsystem im Schlüsselanhängerformat entwickelt. Der sogenannte Corona-Warn-Buzzer werde als Alternative zur bisherigen Corona-Warn-App in den kommenden Wochen in einem Feldprojekt getestet, sagte die sächsische Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Dazu sollen bis zu 3.000 Prototypen in dem sächsischen Ort Augustusburg verteilt werden. Für die Entwicklung des Buzzers hat Sachsen zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Nach der Pilotphase sollen die Geräte nicht mehr als 50 Euro kosten.

Das Gerät kann den Angaben zufolge via Bluetooth Kontakte mit anderen Menschen erkennen und speichern, die entweder die Corona-Warn-App über ihr Smartphone oder einen Corona-Warn-Buzzer nutzen. Der Buzzer zeichne die Kontakte auf, ohne diese zu personalisieren, hieß es. Die gespeicherten Daten würden nach 14 Tagen wieder gelöscht.

10.12.2020, 11:27 Uhr – RKI-Präsident sieht keine Alternative zu hartem Lockdown

Der Teil-Shutdown seit Anfang November reicht dem Präsidenten des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, nicht aus, um das Coronavirus erfolgreich einzugrenzen. Die Kontakte der Bevölkerung müssten um mindestens 60 Prozent reduziert werden, die aktuellen 40 Prozent seien zu wenig. Irland und Belgien hätten mit einem harten Lockdown die Kontakte erfolgreich um mehr als 60 Prozent senken können und damit Ansteckungen reduziert. Zu solchen härteren Maßnahmen gebe es auch in Deutschland keine gute Alternative, sollten die Kontakte nicht noch vorher deutlich stärker reduziert werden.

Wieler rief die Bevölkerung daher dazu auf, rund um Weihnachten nicht zu reisen und große Feste zu meiden. Virtuelle Begegnungen seien grundsätzlich besser als persönliche Treffen in großer Runde. Ansonsten würden die Infektionszahlen und auch die Zahl der Todesfälle nach Weihnachten wieder steigen. In den USA sei das Thanksgiving-Fest ein warnendes Beispiel gewesen: Hier stiegen die Zahlen seitdem deutlich an.

10.12.2020, 10:50 Uhr – RKI-Chef: Lage ist „besorgniserregend“

Die Lage hat sich nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) in den vergangenen Tagen verschlechtert. „Das ist besorgniserregend“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Im Vergleich zum Frühjahr gebe es in etwa doppelt so viele Corona-Ausbrüche in Alters- und Pflegeheimen. Deswegen sei es wichtig, das Virus durch weniger Kontakte zwischen Menschen einzugrenzen.

Wieler gehe davon aus, dass bislang weniger als zehn Prozent der Deutschen bereits mit dem Coronavirus infiziert waren. Positiv getestet seien in etwa 1,5 Prozent, aber es gebe natürlich eine Dunkelziffer, weil nicht alle getestet worden seien.

10.12.2020, 10:16 Uhr – Niedersachsen nimmt geplante Corona-Lockerungen zurück

Niedersachsen nimmt die ins Auge gefassten Corona-Lockerungen über Weihnachten und den Jahreswechsel zurück. Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) im Landtag in Hannover an. Die geltenden Kontaktbeschränkungen auf maximal fünf Personen aus zwei Haushalten sollen demnach lediglich vom 24. bis zum 26. Dezember auf zehn Verwandte ausgeweitet werden – Kinder unter 14 Jahren sind hiervon ausgenommen. Eltern können ihre Kinder bereits in der kommenden Woche vom Präsenzunterricht befreien lassen, damit weniger Kinder in den Klassen sitzen.

10.12.2020, 9:59 Uhr – Gates-Stiftung spendet weitere 250 Millionen Dollar

Die Bill and Melinda Gates Foundation sagte weitere 250 Millionen Dollar zur Entwicklung kostengünstiger Corona-Impfstoffe und Behandlungsmöglichkeiten zu. Insgesamt stellt die Stiftung damit nun 1,75 Milliarden Dollar zur Bekämpfung der Pandemie zur Verfügung. Mit dem Geld soll unter anderem geholfen werden, dass auch ärmere Länder Tests und Impfstoffe erhalten. „Jeder, überall verdient es, von der im Jahr 2020 entwickelten Wissenschaft zu profitieren“, erklärte Melinda Gates, Co-Vorsitzende der Stiftung.

10.12.2020, 9:55 Uhr – Sachsen bleibt Corona-Hotspot

Sachsen bleibt in Deutschland der Corona-Hotspot. Am Donnerstag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) für den Freistaat knapp 310 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Das ist mit deutlichem Abstand der höchste Wert aller Bundesländer.

Der Landkreis Bautzen übersprang mit (530,4) laut RKI auch wieder die 500-Marke bei der Sieben-Tage-Inzidenz. Bundesweit hatte lediglich der Landkreis Regen in Niederbayern am Donnerstag mit 589,1 einen höheren Inzidenzwert. Es folgen in Sachsen die Landkreise Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (486), Meißen (426) und Zwickau (420).

10.12.2020, 8:37 Uhr – Patientenschützer fordern Corona-Register für Pflegeheime

Angesichts steigender Infektionszahlen in Pflege- und Altenheimen fordern Patientenschützer ein bundesweites Corona-Register für die Einrichtungen. Wie das Divi-Intensivregister für Krankenhäuser müsse ein Corona-Pflege-Radar tagesaktuell das Infektionsgeschehen in jedem der 12.000 Pflegeheime anzeigen, sagte der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Darin erfasst werden sollten die Zahl der Infizierten, der Genesenen, der Verstorbenen und der Heimbewohner, die aufgrund einer Corona-Infektion in eine Klinik verlegt werden mussten.

Zudem müsse auch das jeweils zur Verfügung stehende Personal an ein solches Register gemeldet werden, sagte Brysch. Sobald sich eine Ketteninfektion abzeichne, könnten lokale Taskforces gezielt zum Einsatz kommen. In Kombination mit Hygieneregeln und häufigen Tests würde ein Corona-Pflege-Radar den Schutz Pflegebedürftiger deutlich erhöhen, so Brysch.

10.12.2020, 7:56 Uhr – Milliardenverlust für Tui-Konzern

Der Reisekonzern Tui hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Minus von rund 3,1 Milliarden Euro gemacht. Das ist einer der größten Verluste in der Firmengeschichte. Im Vorjahr lag Tui noch mit mehr als 500 Millionen Euro im Plus. Konzernchef Friedrich Joussen zeigte sich aber überzeugt, dass das Reisegeschäft wieder florieren wird, sobald die Corona-Krise überwunden ist. Tui hatte im April als erstes deutsches Großunternehmen einen staatlichen Milliardenkredit bekommen. In der vergangenen Woche schnürte der Konzern ein weiteres Rettungspaket, an dem sich der Bund ebenfalls in Milliardenhöhe beteiligt.

10.12.2020, 6:18 Uhr – 44 Prozent der Deutschen sehen psychische Belastungen bei sich

Rund 44 Prozent der Deutschen gaben in einer Umfrage an, die Corona-Pandemie habe negative Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit. Das ist der geringste Anteil unter den 16 befragten Bevölkerungen, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov dazu untersucht hat. In Großbritannien sehen 65 Prozent negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit durch Corona – das war der höchste Anteil. Unter Einwohnern in Hongkong machten 63 Prozent diese Angabe, in Italien 62 Prozent. Die USA lagen mit 56 Prozent auf Platz 9 dieser Liste. YouGov hatte mehr als 21.000 Menschen in 15 Ländern und Hongkong interviewt. Die Ergebnisse seien repräsentativ für die jeweilige Bevölkerung ab 18 Jahren, hieß es.

10.12.2020, 5:24 Uhr – Bereits mehr als 20.000 Corona-Tote in Deutschland

In Deutschland sind mittlerweile bereits mehr als 20.000 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Wie das Robert-Koch-Institut mitteilte, stieg die Zahl der Corona-Toten hierzulande um 440 auf 20.372 Fälle. Zudem meldete das RKI 23.679 Neuansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus binnen 24 Stunden – auch diese Zahl ist ein neuer Höchstwert.

10.12.2020, 4:57 Uhr – Neuer Höchststand der täglichen Corona-Toten in den USA von mehr als 3.000

Die Zahl der täglichen Corona-Toten hat in den USA einen neuen Höchststand von mehr als 3.000 erreicht. Am Mittwoch seien bis zum Abend (Ortszeit) 3.071 weitere Todesopfer der Pandemie registriert worden, teilte die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mit. Zudem wurden mehr als 220.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages registriert. Allein in Kalifornien, dem bevölkerungsreichsten der 50 US-Bundesstaaten, waren es laut „Covid Tracking Project“ mehr als 30.000 Neuansteckungen binnen eines Tages.

10.12.2020, 4:55 Uhr – Sprecher: Seehofer nach möglichem Kontakt in Quarantäne

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) begibt sich nach einem möglichen Kontakt mit einer positiv getesteten Mitarbeiterin in Quarantäne. „Hinweise auf eine Infektion des Ministers liegen derzeit nicht vor“, schreibt ein Sprecher auf Twitter. Bei der heute beginnenden Innenministerkonferenz wird Seehofer vertreten.

Bundesinnenminister #Seehofer hat sich nach einem möglichen Kontakt mit einer positiv auf #Corona getesteten BMI-Mitarbeiterin vorsorglich in Quarantäne begeben. Hinweise auf eine Infektion des Ministers liegen derzeit nicht vor. Staatssekretär Engelke vertritt ihn bei der #IMK.

10.12.2020, 2:15 Uhr – Patientenschützer fordern bundesweites Corona-Register für Pflegeheime

Patientenschützer fordern ein bundesweites Corona-Register für Pflegeheime. Damit könne man Pflegebedürftige besser schützen, hat der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, den Zeitungen der Funke Mediengruppe gesagt. Erfasst werden sollen Zahlen zu Infizierten, Menschen, die die Erkrankung überstanden haben, Verstorbenen und Heimbewohnern, die wegen einer Corona-Infektion in eine Klinik verlegt werden müssen. Außerdem soll auch das verfügbare Personal erfasst werden. Mit den Daten könne schneller reagiert werden, wenn bei größeren Ausbrüchen praktische Unterstützung von außen notwendig wird, so Brysch.

10.12.2020, 1:00 Uhr – Verfassungsschutz: Steigende Gewaltbereitschaft bei „Querdenken“-Anhängern

Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt vor einer steigenden Gewaltbereitschaft bei Anhängern der „Querdenken“-Bewegung. Angriffe auf Polizeikräfte und Journalisten bei Großveranstaltungen ließen darauf schließen, heißt es in einer Stellungnahme der Behörde, aus der die Zeitungen der Funke Mediengruppe zitieren. Grundsätzlich sei aber festzuhalten, dass kleinere Versammlungen überwiegend friedlich verliefen. Heute und morgen wollen die Innenminister von Bund und Ländern auch über den Umgang mit der „Querdenken“-Bewegung beraten.

10.12.2020, 0:32 Uhr – Söder für Lockdown von Weihnachten bis 10. Januar

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich für einen kompletten Lockdown von Weihnachten bis zum 10. Januar ausgesprochen. Wenn alle mitmachten, hätte man drei Wochen, in denen man einfach Kontakte reduzieren könne, sagte er in der ZDF-Sendung von Markus Lanz. Eine bessere Zeit als diese werde man im ganzen Jahr nicht mehr finden, erklärte Söder. Er zeigte sich zuversichtlich, dass es vor Weihnachten noch zu einer Runde zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder kommt. In Bayern gelten seit Mittwoch strengere Regeln wie Ausgangsbeschränkungen, Alkoholverbot in Innenstädten und Ausgangssperren in Hotspots.

9.12.2020, 21:03 Uhr – Schleswig-Holstein: Landesregierung für Lockdown ab Weihnachten

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen will Schleswig-Holsteins Landesregierung ihren Kurs deutlich verschärfen. Es sei notwendig, spätestens ab Weihnachten in einen harten Lockdown zu gehen, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Die Situation sei dramatisch. Der weitere Anstieg der Zahlen zeige, dass die Maßnahmen derzeit nicht ausreichten, so Günther. Mit einem Lockdown könne man die Zeit über den Jahreswechsel nutzen, um „diese gefährliche Entwicklung in Deutschland zu stoppen“. Über Details will Schleswig-Holsteins Landesregierung am Donnerstag beraten. Bereits klar ist, dass der Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit untersagt werden soll.

9.12.2020, 20:47 Uhr – NRW-Ministerpräsident Laschet fordert „echten Lockdown“

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) fordert einen „echten Lockdown“. Damit könne man sich „für 2021 wieder eine Perspektive hin zu mehr Normalität“ erarbeiten, schrieb er auf Twitter. Wenn alle 16 Bundesländer und der Bund jetzt gemeinsam handeln würden, werde man die hohen Infektionszahlen deutlich senken können.

Die Infektionszahlen sind zu hoch. Wir brauchen einen echten Lockdown, um uns für 2021 wieder eine Perspektive hin zu mehr Normalität zu erarbeiten. Wenn alle 16 Länder und der Bund jetzt gemeinsam handeln, werden wir die hohen Infektionszahlen deutlich senken können. #Leopoldina https://t.co/1ynswCRxBZ

9.12.2020, 17:47 Uhr – Offenbar Cyber-Angriff auf Arzneimittel-Behörde

Die Europäische Arzneimittel-Behörde ist offenbar Ziel einer Cyber-Attacke geworden. Das bestätigte ein Sprecher der Behörde. Die EMA stehe in Kontakt mit den Justizbehörden und habe unverzüglich eine umfassende Untersuchung eingeleitet. Weitere Einzelheiten wollte der Sprecher mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen zunächst nicht mitteilen.

Die EMA prüft zur Zeit die Zulassungsanträge von Pharmaunternehmen für Corona-Impfstoffe für den europäischen Markt.

9.12.2020, 16:23 Uhr – Nächtliche Ausgangssperre in München

In München gilt ab sofort eine nächtliche Ausgangssperre. Die bayerische Landeshauptstadt hat eine Sieben-Tages-Inzidenz von 200 überschritten, was nach den verschärften Corona-Bestimmungen im Freistaat zu einem Ausgangsverbot zwischen 21:00 Uhr und 5:00 Uhr führt, wie die Stadt mitteilte. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in München aktuell bei 205,4 Infizierten je 100.000 Einwohner. An den Schulen wird ab der 8. Klasse von Donnerstag an auf Fernunterricht umgestellt. Die Corona-Fallzahlen seien „zu hoch vor allem für unsere Krankenhäuser, die immer mehr reguläre Leistungen zurückfahren müssen, um die wachsende Zahl an Covid-19-Patienten versorgen zu können“, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD).

Neue #Corona-Verordnung: In #München gilt neben der Ausgangsbeschränkung auch eine nächtliche Ausgangssperre, ab der 8. Klasse in der Regel Distanzunterricht und das Alkoholkonsumverbot wird auf den Bereich innerhalb des Altstadtrings ausgeweitet - mehr -> https://t.co/Z4qZoVA59l

9.12.2020, 15:54 Uhr – Europäische Arzneimittelbehörde: Wurden Opfer von Cyberangriff

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA ist eigenen Angaben zufolge Ziel eines Cyberangriffs geworden. „Die Agentur hat in enger Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden und anderen relevanten Stellen zügig eine vollständige Untersuchung eingeleitet“, teilte die European Medicines Agency (EMA) auf ihrer Webseite mit. Weitere Einzelheiten nannte sie nicht. Die EMA ist für die Beurteilung und Überwachung von Arzneimitteln zuständig. Dazu zählen auch die Corona-Impfstoffe von Biontech und anderen Firmen.

9.12.2020, 14:58 Uhr – Bayern: Gericht billigt neues Infektionsschutzgesetz als verfassungskonform

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof erteilte dem neuen Infektionsschutzgesetz des Bundes vorläufig seinen Segen. Mit der Neufassung hätten Bundestag und Bundesrat die von dem bayerischen Gericht geäußerten Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit weitgehend ausgeräumt, entschieden die Richter in einem Eilverfahren zu Kontaktbeschränkungen und Gastronomieschließungen in Bayern. Eine genauere Prüfung könne aber erst in einem sogenannten Hauptsacheverfahren erfolgen.

9.12.2020, 13:34 Uhr – Spahn: Über 60-Jährige erhalten je drei FFP2-Masken für Feiertage

Über 60-Jährige sollen sich nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für die Weihnachtsfeiertage jeweils drei FFP2-Schutzmasken kostenlos in Apotheken abholen können. Für Anfang kommenden Jahres soll es dann für alle Risikogruppen zwei fälschungssichere Coupons für jeweils sechs Schutzmasken geben.

"Risikogruppen zu schützen, ist unser oberstes Ziel. Deswegen geben wir über 60-Jährigen und anderen vom GBA definierten Risikogruppen die Möglichkeit, 3 Atemschutzmasken in ihren Apotheken kostenfrei abzuholen. Das gilt bis zum 31.12.“ @jensspahn zur #Schutzmasken-Verordnung.

9.12.2020, 12:58 Uhr – Allergische Reaktionen nach Corona-Impfung in Großbritannien

Bei den ersten Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer in Großbritannien gab es zwei Fälle von allergischen Reaktionen. „Gestern Abend haben wir uns zwei Fallberichte über allergische Reaktionen angesehen. Wir wissen aus den sehr umfangreichen klinischen Studien, dass dies kein Merkmal war“, sagte die Leiterin der britischen Arzneimittelbehörde MHRA, June Raine. Der nationale Gesundheitsdienst NHS erklärte, es handele sich um zwei Personen, die bereits in der Vergangenheit mit allergischen Reaktionen zu kämpfen hatten. Als Vorsichtsmaßnahmen werde dazu geraten, dass Menschen mit einer Vorgeschichte signifikanter allergischer Reaktionen den Impfstoff nicht erhalten sollten.

9.12.2020, 12:49 Uhr – Münchner Sicherheitskonferenz wird verschoben

Die Münchner Sicherheitskonferenz wird 2021 wegen der Corona-Pandemie verschoben. Die Tagung, zu der sich seit mehr als 50 Jahren jedes Jahr im Februar in München Außen- und Sicherheitspolitiker sowie Experten aus der ganzen Welt treffen, solle „so früh wie möglich“ nachgeholt werden, teilte ihr Organisator Wolfgang Ischinger mit.

2021 war die Münchner Sicherheitskonferenz vom 19. Bis 21. Februar geplant. „Als Vorsitzender ist es nach wie vor mein Ziel, die Münchner Sicherheitskonferenz 2021 weitestgehend in ihrer traditionellen physischen Form einzuberufen, sobald es die Bedingungen erlauben“, erklärte Ischinger.

9.12.2020, 12:30 Uhr – Post übernimmt Logistik für Corona-Impfstoff in Baden-Württemberg

Die Deutsche Post übernimmt auch in Baden-Württemberg die Logistik für die Verteilung des Corona-Impfstoffs. Die Tochter DHL sei damit beauftragt worden, teilte ein Sprecher des zuständigen Sozialministeriums mit.

Zuvor hatte der Bonner Konzern bereits in Niedersachsen einen Zuschlag erhalten. DHL solle dort rund 2,2 Millionen Impfdosen und rund 350 Paletten Zubehör lagern und transportieren, hatte die Post erklärt. In Nordrhein-Westfalen hatte zuvor der Logistikkonzern Kühne+Nagel einen Vertrag vereinbart. Dieser umfasst die Lagerung und den Vertrieb an die Impfzentren des Bundeslandes.

9.12.2020, 10:41 Uhr – Merkel für härteren Lockdown

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) plädierte in der Generaldebatte im Deutschen Bundestag erneut für einen härteren Lockdown. Sie verwies auf Empfehlungen der Wissenschaft, jetzt die Kontakte weiter drastisch zu senken. Sie halte es daher für richtig, die Geschäfte nach Weihnachten bis mindestens 10. Januar zu schließen und auch den Unterricht an den Schulen zu minimieren. Zur erfolgreichen Bekämpfung des Virus sei „das verantwortliche Verhalten eines jeden Einzelnen und die Bereitschaft mitzumachen“ das Entscheidende, sagte Merkel.

9.12.2020, 7:37 Uhr – Neuer Höchststand bei Corona-Toten in Deutschland

Trauriger Höchststand: In den letzten 24 Stunden sind so viele Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben, wie noch nie zuvor: 590 waren es. Damit sind in den Bundesländern mittlerweile fast 20.000 Menschen an Covid-19 gestorben. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet auch einen Anstieg der Positiv-Tests in Deutschland um 20.815 auf über 1,218 Millionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist innerhalb von 24 Stunden um 1,9 auf 149,1 pro 100.000 Einwohner gestiegen.

9.12.2020, 6:13 Uhr – Kretschmer räumt Versäumnisse der Ministerpräsidenten ein

Wegen des ersten harten Winter-Lockdowns in Deutschland räumt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) ein, die frühen Mahnungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu schärferen Maßnahmen in der Pandemie seien richtig gewesen. Kretschmer bejahte eine entsprechende Frage in der digitalen Veranstaltung „Zur Sache, Leipzig“. Die Ministerpräsidenten hätten die Situation anders eingeschätzt und „mit dem heutigen Wissen würden wir viele Dinge zeitiger und auch konsequenter machen“.

9.12.2020, 04:09 Uhr – Kasernen der Bundeswehr sollen Zwischenlager werden

Die Bundeswehr wird ihre Kasernen als Zwischenlager für den Corona-Impfstoff zur Verfügung stellen – das sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es liege bereits ein entsprechender Amtshilfeantrag des Gesundheitsministeriums vor. Die Bundeswehr habe auch den Ländern Unterstützung angeboten. Sie könne bis zu 26 Impfzentren und entsprechend viele mobile Impfteams bereitstellen, so Kramp-Karrenbauer.

9.12.2020, 03:10 Uhr – Städtetag für weitere Regelverschärfung nach Weihnachten

Der Deutsche Städtetag ist für weitere und strengere Einschränkungen nach Weihnachten. Hauptgeschäftsführer Dedy sagte der Saarbrücker Zeitung, nach den Feiertagen sei eine ideale Zeit für einen Lockdown. Schulen und Kitas seien zu, es gebe Betriebsferien, viele Menschen hätten Urlaub. Er werbe deshalb für eine Art gesunden Stillstand vom 28. Dezember bis etwa zum 10. Januar. Auch Gesundheitsminister Spahn hatte die Menschen in Deutschland bereits auf einen möglichen Komplett-Lockdown nach Weihnachten eingestimmt.

9.12.2020, 02:12 Uhr – EMA fühlt sich nicht unter Druck wegen Impfstoff

Die Zulassung für den Covid-19-Impfstoff von BioNTech und Pfizer in Großbritannien setzt die Europäische Arzneimittel-Agentur nach eigenen Angaben nicht unter Zugzwang. EMA-Chefin Cooke sagte der Zeitung Die Welt, eine Entscheidung werde am 29. Dezember fallen. Die Zulassung werde nur erteilt, wenn die EMA überzeugt sei, dass der Impfstoff sicher, wirksam und qualitativ hochwertig sei.

8.12.2020, 20:25 Uhr – Spahn für harten Lockdown nach Weihnachten

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Menschen in Deutschland auf einen möglichen Komplett-Lockdown nach Weihnachten eingestimmt. Ihm falle keine bessere Zeit im Jahr ein, in der Gesellschaft weiter runterzukommen und Kontakte zu reduzieren, sagte er bei Bild live. Wegen der anhaltend hohen Infektionszahlen sei es sinnvoll erneut „umfassender, dafür kürzer“ Kontakte zu reduzieren und damit Infektionszahlen zu senken. Spahn wiederholte zudem seine Erwartung, dass zum Jahreswechsel, spätestens aber im Januar, mit den Impfungen gegen das Coronavirus begonnen werden kann.

8.12.2020, 19:45 Uhr – Nachbesserungen bei November-Hilfen geplant

Die Bundesregierung will nach massiver Kritik aus der Wirtschaft die Auszahlung der November-Hilfen nachbessern. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur haben sich das Finanz- und das Wirtschaftsministerium darauf geeinigt. Demnach werden die Abschlagszahlungen für die Unternehmen von bisher höchstens 10.000 Euro auf künftig maximal 50.000 Euro erhöht. Diesen Vorschlag sollen nun die Länder prüfen. Offen ist aber immer noch, wann genau die regulären Novemberhilfen ausgezahlt werden sollen.

8.12.2020, 17:57 Uhr – Lauterbach lobt Biontech

Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (SPD) hat das Mainzer Unternehmen Biontech für die schnelle Entwicklung eines Impfstoffes gelobt:

8.12.2020, 16:14 Uhr – US-Arzneimittelbehörde hält Biontech-Pfizer-Impfstoff für sicher

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer als sicher eingestuft. Aus den Daten von 38.000 Teilnehmern an klinischen Studien hätten sich „keine besonderen Sicherheitsbedenken“ ergeben, die einer Notfallzulassung entgegenstehen würden, schrieb die Behörde in einem Bericht.

Biontech und Pfizer haben bei der FDA einen Antrag auf eine Notfallzulassung ihres Impfstoffes eingereicht. Am Donnerstag tagt der beratende Ausschuss, um darüber zu entscheiden. Der Bericht der FDA legt nun nahe, dass die Aufsichtsbehörde dazu neigt, grünes Licht für den Biontech-Pfizer-Impfstoffkandidaten zu geben. Dieser wird bereits seit heute in Großbritannien flächendeckend eingesetzt.

8.12.2020, 15:47 Uhr – Söder befürwortet Schließung von Geschäften

Bayern befürwortet nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine Schließung von Geschäften von Weihnachten bis 10. Januar. Wenn dies auf einer Ministerpräsidentenkonferenz beschlossen werde, werde die Regierungskoalition von CSU und Freien Wählern dies unterstützen, sagte Söder. Benötigt würden Unterstützung für den Handel und einheitliche Regelungen für Deutschland.

8.12.2020, 15:18 Uhr – Schweiz sichert sich weitere drei Millionen Impfdosen von Moderna

Die Schweiz stockt die Bestellzusage für den Covid-Impfstoff von Moderna von 4,5 Millionen auf 7,5 Millionen Dosen auf. Sofern die Zulassung erteilt werde, könne Moderna den Impfstoff bereits im Dezember ausliefern, erklärte das US-Unternehmen. Das Land mit rund acht Millionen Einwohnern hat zudem Liefer-Verträge mit Pfizer/Biontech (rund drei Millionen Dosen) und AstraZeneca (rund 5,3 Millionen Dosen) unterzeichnet.

🗞️ Covid-19-Impfstoff: Bund sichert weitere Moderna-Impfdosen https://t.co/AM71bwgbvz 🗞️ Vaccin contre le COVID-19 : la Confédération s’assure l’accès à d’autres doses de vaccin de Moderna https://t.co/cnF34R0Duc

8.12.2020, 15:06 Uhr – Rheinland-Pfalz: Lockerungen höchstens über Weihnachten

Auch in Rheinland-Pfalz wird es wegen weiterhin hoher Zahlen an Corona-Neuinfektionen keine Lockerungen der Auflagen geben. Allenfalls über Weihnachten sei dies denkbar, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nach einer Kabinettssitzung. Erwögen werde, dass vom 23. bis 27. Dezember zehn Personen aus drei Haushalten zusammenkommen könnten. Entscheiden werde das Kabinett darüber in der nächsten Woche.

An Silvester seien Lockerungen nicht möglich. Es werde auch ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum sowie ein Böllerverbot geben, kündigte die SPD-Politikerin weiter an. „Für uns ist klar, dieses Silvester ist kein Silvester der Parties.“

Malu #Dreyer: #Infektionszahlen müssen drastisch sinken, bundesweite Trendwende nicht erkennbar. Kliniken nicht entlastet - Todesfälle #Corona steigen. Das heißt die in Aussicht gestellten #Lockerungen für #RLP an #Weihnachten eingeschränkt und an Silvester nicht möglich. https://t.co/4yTsmNvcCk

8.12.2020, 13:56 Uhr – Sachsen schließt ab Montag Schulen und Geschäfte

Sachsen wird nach Angaben von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) ab Montag einen Lockdown bis zum 10. Januar verhängen. Am Freitag wolle das Kabinett formell beschließen, dass ab dem 14. Dezember Schulen und nicht lebensnotwendige Geschäfte geschlossen werden. Grund seien die sehr hohen Infektionszahlen.

8.12.2020, 13:35 Uhr – Thüringen: Keine gelockerten Corona-Regeln zu Feiertagen

Die Corona-Kontaktbeschränkungen sollen in Thüringen über die Weihnachtsfeiertage und Silvester nicht gelockert werden, sagte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke). Darauf habe sich die rot-rot-grüne Landesregierung angesichts hoher Infektionszahlen verständigt. Der Vorschlag soll noch mit Landtag und Kommunen beraten werden.

8.12.2020, 13:19 Uhr – Baden-Württemberg will Alkoholausschank im Freien verbieten

Die baden-württembergische Landesregierung will den Alkoholausschank unter freiem Himmel vor allem aufgrund des hohen Andrangs an Glühweinständen im Land verbieten. Man werde ein flächendeckendes Alkoholverbot in die nächste Corona-Verordnung aufnehmen, kündigte Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) an. Die Kommunen sollten das schon zum 3. Advent umsetzen.

8.12.2020, 12:20 Uhr – Saarland erlässt Alkoholverbot auf Plätzen und Straßen über Silvester

Das Saarland hat angesichts der Corona-Pandemie ein Alkoholverbot an belebten Plätzen und Straßen an Heiligabend und über Silvester beschlossen. Die geltenden Kontaktbeschränkungen sollen zwischen dem 23. und dem 27. Dezember gelockert werden, wie die saarländische Staatskanzlei mitteilte. Die Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie werde dahingehend angepasst. Sie trete am 14. Dezember in Kraft und bleibe bis zum 27. Dezember bestehen.

Bestandteil der neuen Verordnung ist nach Angaben des saarländischen Gesundheitsministeriums ein Vorratsbeschluss. Damit könne die Verordnung bei unverändertem Infektionsgeschehen vom 28. Dezember bis zum 10. Januar 2021 ohne einen neuen Ministerratsbeschluss verlängert werden.

8.12.2020, 12:12 Uhr – Vier Löwen in Zoo von Barcelona mit Corona infiziert

Der Zoo im spanischen Barcelona meldet die Infektion von vier Löwen mit dem Coronavirus. Das sei der zweite bekannte Fall, in dem sich Großkatzen angesteckt hätten. Auch bei zwei Mitarbeitern des Zoos seien die Tests positiv ausgefallen. Die Tiere hätten in dem für Besucher geöffneten Zoo keinen Kontakt zu anderen Tieren gehabt. Das Veterinäramt in Barcelona kontaktierte den Bronx Zoo in New York, in dem im April der erste Fall einer infizierten Großkatze bekannt wurde.

8.12.2020, 11:08 Uhr – Kretschmann: „Scharfer Lockdown nach Weihnachten rückt näher“

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) pocht angesichts steigender Corona-Infektionszahlen auf drastische Einschränkungen des öffentlichen Lebens. So könne man nicht weitermachen, sagte Kretschmann bei einer Kabinettssitzung, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. „Ein scharfer Lockdown nach den Weihnachtstagen rückt näher.“

8.12.2020, 10:10 Uhr – Leopoldina fordert härtere Maßnahmen

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina fordert umfassende Kontaktbeschränkungen nach Weihnachten. „Ab dem 24. Dezember 2020 bis mindestens zum 10. Januar 2021 sollte in ganz Deutschland das öffentliche Leben weitgehend ruhen und ein harter Lockdown gelten“, heißt es in einer Stellungnahme. „Hierfür sollten zusätzlich zu den ab dem 14. Dezember vorgeschlagenen Maßnahmen alle Geschäfte bis auf die des täglichen Bedarfs geschlossen und die Weihnachtsferien in den Bildungseinrichtungen verlängert werden.“ Grund seien die anhaltend hohen Infektionszahlen.

8.12.2020, 9:14 Uhr – Länderchefs und Bund wollen über schärfere Corona-Regeln beraten

Die Bundesländer wollen einem Medienbericht zufolge noch in dieser Woche mit dem Bund darüber beraten, ob die Corona-Maßnahmen weiter verschärft werden sollen. Das RBB Inforadio zitierte Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) mit den Worten, dass die Konferenz wahrscheinlich am Donnerstag stattfinden werde. Vorab würden sich einige Länderchefs in kleinerer Runde austauschen.

8.12.2020, 8:38 Uhr – 90-jährige Britin bekommt weltweit erste Corona-Impfung

In Großbritannien wurde mit dem Impfen gegen das Coronavirus begonnen. Als erster Mensch weltweit, der nicht an einer Studie zur Entwicklung des Impfstoffs der Pharmaunternehmen Pfizer und Biontech teilnahm, bekam die 90-jährige Margaret Keenan das Mittel in einem Krankenhaus im englischen Coventry um 7:31 Uhr (MEZ) verabreicht.

90-year-old Margaret Keenan is the first to receive the Pfizer/BioNTech vaccine, administered by Matron May Parsons, as UK's mass vaccination programme begins https://t.co/3eBGv3RUsU https://t.co/ltWAL8uDmr

8.12.2020, 8:16 Uhr – RKI: Über 14.000 Neuinfektionen, 423 weitere Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete binnen 24 Stunden einen Anstieg der Positiv-Tests in Deutschland um 14.054 auf über 1,197 Millionen. Die Zahl gestorbener Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, erhöht sich um 423 auf 19.342. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt um eins auf 147,2 pro 100.000 Einwohner. Bund und Länder streben an, diesen Wert wieder unter die Schwelle von 50 zu drücken.

8.12.2020, 8:10 Uhr – SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach fordert vier Wochen Weihnachtsferien

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (SPD) fordert angesichts steigender Infektionszahlen einen harten Lockdown. „Wir sollten die Schulen vier Wochen in die Weihnachtsferien schicken, das heißt idealerweise schon innerhalb der nächsten Woche und dann bis einschließlich der ersten Januarwoche“, sagte Lauterbach der Zeitung Rheinische Post. Seiner Ansicht nach solle auch der Einzelhandel nach Weihnachten geschlossen werden. „Zu Silvester darf es beim Kontaktverbot keine Lockerungen geben. Wir müssen die Weihnachtszeit für eine Unterbrechung der Pandemie nutzen und dürfen uns nicht an bis zu 500 Tote am Tag durch Covid gewöhnen.“

8.12.2020, 7:54 Uhr – Auch Spahn für Diskussion über schärfere Maßnahmen

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich wegen weiterhin hoher Infektionszahlen für eine Diskussion über schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie ausgesprochen. „Der Ansatz, kurz und umfassender, um wirklich einen Unterschied zu machen, ist wahrscheinlich der erfolgreichere. Wenn wir nicht hinkommen mit der Entwicklung der nächsten ein, zwei Wochen bis Weihnachten, dann müssen wir das diskutieren“, sagte Spahn bei Phoenix laut Mitteilung des Senders. Nicht ausschließen wolle Spahn demnach Einschränkungen beim Einzelhandel. „Wir müssen das abhängig machen von den nächsten Tagen, ob es uns gelingt, die Zahlen runterzubringen.“

.@jensspahn (@CDU @BMG_Bund) hält härtere Maßnahmen in Risikogebieten nicht für ausgeschlossen. #unterdenlinden spezial mit dem Thema: "#Corona-Jahr 2020 – Eine Bilanz" jetzt ansehen: 📲 https://t.co/ioFEyifvB3 https://t.co/ATROlXHdSZ

8.12.2020, 3:39 Uhr – Großbritannien startet mit Impfprogramm

In Großbritannien sollen an diesem Dienstag die ersten Menschen gegen Corona geimpft werden. Vor dem Start laufen die Vorbereitungen in mehreren Dutzend Krankenhäusern auf Hochtouren. Am Wochenende kamen – unter anderem in einem Krankenhaus im Süden von London – Boxen mit den ersten Impfdosen an. Das Vakzin von Biontech und Pfizer stellt die Behörden vor eine logistische Herausforderung, da es bei minus 70 Grad Celsius gekühlt werden muss. Die britische Regierung will das in Belgien produzierte Präparat notfalls mit Militärflugzeugen einfliegen, damit es nicht im befürchteten Brexit-Verkehrschaos stecken bleibt.

8.12.2020, 1:46 Uhr – Unicef: Rund 320 Mio Kinder von Schulschließungen betroffen

Rund 320 Millionen Kinder konnten nach Angaben der Vereinten Nationen wegen der Corona-Pandemie Anfang Dezember keinen Unterricht in ihren Schulen erhalten. Das seien nahezu 90 Millionen mehr von Schulschließungen betroffene Jungen und Mädchen gewesen als noch Anfang November, teilte das UN-Kinderhilfswerk Unicef mit. Anfang November sei 232 Millionen Kinder der Schulbesuch aufgrund der Pandemie verwehrt worden. Die Lernerfolge der Mädchen und Jungen seien durch die Schulschließungen gefährdet, zudem leide ihr physisches und mentales Wohlbefinden, hieß es. Weiter warnte Unicef, dass viele Kinder unter dem Wegfall der Schulspeisung litten. Das gelte besonders für arme Länder.

8.12.2020, 1:03 Uhr – Schärfere Corona-Regeln ab Montag in Sachsen? Kabinett berät

In Sachsen könnte es nach Medienberichten von der kommenden Woche an strengere Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie geben. Unter Berufung auf Regierungskreise berichtet die Bild-Zeitung am Montagabend, es werde diskutiert, Geschäfte vom kommenden Montag an (14. Dezember) zu schließen. Nur lebensnotwendige Läden sollen – wie im Frühjahr – offen bleiben. Welche das neben Lebensmittel-Geschäften genau sind, sei noch unklar.

Sachsens Regierungssprecher Ralph Schreiber konnte den Bericht am Abend nicht bestätigen. Er verwies darauf, dass das Kabinett am Dienstag zu den verschärften Corona-Schutzmaßnahmen tagen wolle. Dann sollen Eckpunkte für weitere Maßnahmen und auch eine Zeitschiene festgelegt werden, sagte Schreiber der Deutschen Presse-Agentur. Dies könne dann von den parlamentarischen Gremien beraten werden. Dann könnte am Freitag eine Sondersitzung des Kabinetts einen Beschluss fassen.

7.12.2020, 20:52 Uhr – WHO gegen Corona-Impfpflicht

Die Weltgesundheitsorganisation WHO ist gegen eine allgemeine Corona-Impfpflicht. Besser sei es, den Menschen die Daten und Vorteile zu präsentieren und sie selbst entscheiden zu lassen. WHO-Impfexpertin Kate O'Brien schreibt auf Twitter, es gebe Beispiele, in denen eine Impfpflicht den gegenteiligen Effekt gehabt und nicht zu einer höheren Immunisierungsrate in der Bevölkerung geführt habe. Eine Impfung vorzuschreiben oder ausdrücklich zu empfehlen, könne aber in bestimmten Berufen wie beispielsweise in der Intensivmedizin sinnvoll sein, so O'Brien.

In Deutschland hat die Bundesregierung eine Impfpflicht mehrfach ausgeschlossen.

7.12.2020, 20:15 Uhr – Stiftung Patientenschutz kritisiert Impfkommission

Die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission stoßen auf Kritik. Der Deutschen Stiftung Patientenschutz fehlt eine klare Prioritätensetzung. Vorstand Eugen Brysch sagte, über acht Millionen Menschen scheinbar gleichberechtigt auf Nummer eins zu setzen, könne nicht funktionieren.

Die Impfkommission hat vorgeschlagen, zuerst Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen, ältere und gefährdete Personen zu impfen - außerdem Personal in Notaufnahmen, Pflegeheimen, sowie mit engem Kontakt zu Risikogruppen und Infizierten. Das wären etwa 8,6 Millionen Menschen. Die Bundesländer haben nun drei Tage Zeit, die Empfehlung zu prüfen und zu bewerten. Im Anschluss will das Gesundheitsministerium eine Rechtsverordnung erstellen.

7.12.2020, 17:47 Uhr – Niedersachsen verschärft Corona-Regeln vorerst nicht

Niedersachsen verschärft seine Corona-Maßnahmen vorerst nicht. "Ich kann gut verstehen, dass Länder, die besonders hohe Inzidenzwerte aufweisen, weitere Verschärfungen vornehmen", sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). "Für Niedersachsen sehe ich dazu derzeit keine Notwendigkeit."

Niedersachsen verzeichne derzeit unter den Bundesländern die drittniedrigsten Infektionszahlen in Deutschland, sagte Weil. Es gebe große Unterschiede im Infektionsgeschehen zwischen Ländern wie Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und mit einem gewissen Abstand auch Niedersachsen auf der einen Seite sowie Sachsen, Bayern und Berlin auf der anderen Seite.

Weil räumte ein, es gebe auch in Niedersachsen noch einzelne Landkreise oder kreisfreie Städte mit höheren Inzidenzen. Sie lägen jedoch allesamt unter 200. "Landesweit haben wir aktuell eine Inzidenz von 81, in der letzten Woche war die Tendenz abnehmend", erklärte der Regierungschef. Allerdings habe sich der Rückgang am Wochenende verlangsamt.

7.12.2020, 16:12 Uhr – Insider: Merkel offenbar für weitere Maßnahmen vor Weihnachten

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hält offenbar angesichts der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen Entscheidungen über weitergehende Maßnahmen noch vor Weihnachten für nötig. Gegenwärtig werde ihr zu viel über Glühweinstände gesprochen und zu wenig über die Krankenschwestern und Pflegekräfte, die unter Hochdruck und mit großem Einsatz auf den Intensivstationen und in den Pflegeheimen arbeiten müssten, sagte Merkel nach Angaben von Sitzungsteilnehmern in einer Video-Sitzung der Unionsfraktion.

Mit den bisher ergriffenen Maßnahmen komme man von den auf einem viel zu hohen Niveau stagnierenden Infektionszahlen nicht herunter, sagte Merkel demnach weiter. "Mit diesen Maßnahmen kommen wir nicht durch den Winter." Das heiße, man werde den Winter nicht ohne zusätzliche Maßnahmen durchstehen können. Nun müsse die Diskussion darüber geführt werden, wie man wo was tun müsse. Dies müsse noch vor Weihnachten entschieden werden. Man dürfe nicht auf das Prinzip Hoffnung setzen, dass die seit einigen Tagen wieder steigenden Zahlen heruntergehen würden. Mit den Ministerpräsidenten werde man in den nächsten Tagen weiter beraten, kündigte Merkel demnach an.

7.12.2020, 15:02 Uhr – Schweiz kauft drei Millionen Impfdosen von Biontech/Pfizer

Die Schweiz hat sich den von Biontech und Pfizer entwickelten Coronavirus-Impfstoff gesichert. Nach der Absichtserklärung Anfang November wurde nun der Vertrag abgeschlossen, erklärte das Bundesamt für Gesundheit (BAG). „Pfizer/Biontech liefern der Schweiz drei Millionen Impfdosen – sofern die Zulassung durch Swissmedic erfolgt ist.“

Bereits früher hatte die Alpenrepublik mit den Unternehmen Moderna und AstraZeneca die Lieferung von insgesamt 9,8 Millionen Impfdosen vereinbart.

7.12.2020, 14:21 Uhr – Kliniken: Keine Lockerungen an Weihnachten und Silvester

Wegen der anhaltend hohen Zahl an Neuinfektionen fordern die deutschen Krankenhäuser, die für Weihnachten und Silvester in Aussicht gestellten Lockerungen bei den Einschränkungen zurückzunehmen. Hielten Bund und Länder an ihren Beschlüssen fest, könne dies „zu einem Anstieg der Infektionszahlen führen, mit weiteren Folgen für die Kliniken“, sagte der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, dem Handelsblatt. „Ich rate aufgrund der aktuellen Lage dringend dazu, diese angekündigten Lockerungen nicht aufrecht zu erhalten.“ Zudem seien Verschärfungen der Maßnahmen „in Gebieten mit sehr hoher Inzidenz absolut sinnvoll und notwendig“, sagte Gaß.

7.12.2020, 14:15 Uhr – Corona-Krise bringt zahlreiche neue Wortschöpfungen hervor

Corona hat den Wortschatz 2020 stark geprägt. Das teilte das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim mit. Etwa 1.000 neue Wörter und Wortverbindungen zu Corona hat das Institut in diesem Jahr demnach gesammelt. Auch Abstandsgebot, Aluhut und zweite Welle landeten neu in der Sammlung.

Von #Aluhut bis #Zukunftscampus – aktuelle Ergänzungen im Wortschatz der Zehnerjahre: https://t.co/h4EzO66vtv Das Projekt „Neuer Wortschatz", geleitet von A. Klosa-Kückelhaus, präsentiert #neue #Wörter der Jahre 2010-20, die 2020 in unserem #Neologismen|wörterbuch ergänzt wurden. https://t.co/F8unPVZ6LO

Begriffe zeigten nicht nur, dass sich die Gesellschaft mit bestimmten Phänomenen und Konflikten herumschlägt, sagte der Münchner Soziologe Armin Nassehi der Deutschen Presse-Agentur. „Es ist ja auch eine wichtige Funktion von Begriffen, dass sie komplizierte Sachverhalte auf einen Nenner bringen können“, erklärte er. Das funktioniere interessanterweise auch mit Ironie. So habe sich etwa der Begriff Aluhut für Menschen durchgesetzt, die Verschwörungstheorien anhängen.

7.12.2020, 14:12 Uhr – Impfkommission will zuerst in Alten- und Pflegeheimen impfen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt, Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeheimen sowie das Personal in Notaufnahmen, der Transplantationsmedizin und der Altenpflege zuerst gegen das Coronavirus zu impfen. Das geht aus der Empfehlung hervor, die das Robert Koch-Institut (RKI) verschickt hat und der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Die Empfehlung der Stiko soll nun Eingang in eine Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministerium finden. In der ersten Prioritätengruppe befinden sich mehr als 8,6 Millionen Menschen.

In einer zweiten Prioritätengruppe – mehr als 6,7 Millionen Menschen – sollen dann die 75- bis 80-Jährigen, das Personal in stationären oder ambulanten Dienst in Einrichtungen für Demenzkranke oder geistig Behinderte sowie etwa Bewohner von Demenzeinrichtungen geimpft werden. In einer dritten Prioritätengruppe – 5,5 Millionen Menschen – sollen dann Menschen, die etwa zwischen 70 und 75 Jahre alt sind, Vorerkrankungen oder Kontakt mit Schwangeren haben gegen das Coronavirus geimpft werden.

7.12.2020, 12:21 Uhr – Bundesweiter Aktionstag: Bahn verstärkt Maskenkontrollen

Hunderte Bundespolizisten und Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn kontrollieren heute in ganz Deutschland schwerpunktmäßig die Einhaltung der Maskenpflicht in den Zügen. Schon vergangene Woche hatte der bundeseigene Konzern angekündigt, die Kontrollen im Dezember noch einmal verstärken zu wollen. Täglich soll in bis zu 50 Prozent der Fernzüge kontrolliert werden. Mit dem Aktionstag will die Bahn erneut auf das Thema aufmerksam machen.

7.12.2020, 12:21 Uhr – Hans fordert Rücknahme von Lockerungen zu Silvester

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat angesichts der angespannten Coronalage eine Rücknahme der für Silvester geltenden Ausnahmeregelungen sowie einen baldigen neuen Krisengipfel von Bund und Ländern gefordert. "Wir dürfen jetzt kein Risiko eingehen", sagte er dem "Spiegel". Die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester dürfe nicht zum Treiber des Infektionsgeschehens werden. Es müsse einheitlich gehandelt werden.

Nach Weihnachten solle "überall in Deutschland wieder zu den alten, strengeren Coronaregeln" zurückgekehrt werden, ergänzte Hans. Daher solle möglichst schon in der kommenden Woche ein neues Spitzengespräch zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Regierungschefs der Länder stattfinden, um über die aktuelle Situation gemeinsam zu beraten.

7.12.2020, 11:25 Uhr – Linke fordert Vermögensabgabe zur Finanzierung der Corona-Lasten

Die Linke hat zu Beginn der Haushaltswoche im Bundestag ihre Forderung bekräftigt, zur Finanzierung der Corona-Lasten eine Vermögensabgabe einzuführen. "Es darf nicht sein, dass die Bürgerinnen und Bürger mit kleinen und normalen Einkommen geschröpft werden", sagte Fraktionschef Dietmar Bartsch der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Wir brauchen eine einmalige Vermögensabgabe von Multimillionären und Milliardären." Es müsse klargestellt werden, "wer nach der Corona-Krise die Rechnung zahlt", fügte Bartsch hinzu. Der Bundestag beschließt in dieser Woche den Bundeshaushalt 2021. Er sieht Ausgaben von 498,6 Milliarden Euro vor bei einer Neuverschuldung von 180 Milliarden Euro.

7.12.2020, 11:13 Uhr – Söder: Nicht nach Schlupfloch suchen

Das schludrige Umgehen mit den Corona-Auflagen ist nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder ein Grund für die konstant hohen Corona-Infektionszahlen. "Es ist an einigen Stellen ein Schlendrian eingekehrt", sagte der bayerische Ministerpräsident vor einer Videokonferenz des CSU-Vorstands in München. Aus diesem Grund sei die zweite Infektionswelle auch die heimtückischere. "Sie wird oft unterschätzt." Im Frühjahr hätten sich viele Menschen konsequenter an die Vorgaben gehalten, auch im Handel werde inzwischen nicht mehr alles so genau genommen.

7.12.2020, 10:50 Uhr – Baden-Württemberg will Alkoholausschank im Freien einschränken

Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) will den Alkoholausschank im Freien einschränken. "Ich sehe, dass es bei uns sehr wichtig sein wird, jetzt den Alkoholausschank in der Öffentlichkeit zu beschränken", sagte er dem SWR. Er werde diese notwendige Maßnahme dem Ministerrat des Landes vorschlagen. Mit Blick auf die Zustände an Glühweinständen in vielen Innenstädten sagte er: "Wir haben jetzt am Wochenende gesehen, dass dort die Weihnachtsmärkte über die Hintertür kommen." Es bildeten sich unheimliche Schlangen, wo die Menschen sich nicht mehr an Abstandsgebote hielten. Die Menschen, so Lucha weiter, müssten merken: "Es geht um keine Petitesse. Wir haben trotz der Einschränkung leicht steigende Zahlen."

7.12.2020, 8:42 Uhr – Impfkommission kündigt Entwurf zur Priorisierung an

Die Ständige Impfkommission (Stiko) will noch in dieser Woche ihren Entwurf für die Priorisierung der Impfungen gegen das Coronavirus vorlegen. "Die Empfehlung wird dann für alle Länder und Gesundheitsbehörden verfügbar sein", sagte der Vorsitzende Thomas Mertens im Deutschlandfunk. Damit hätten sie alle Informationen, die sie für ihre Vorbereitungen bräuchten. Die Kritik, die Stiko habe für eine offizielle Empfehlung zu lang gebraucht, wies Mertens zurück: Man könne keinen Impfstoff empfehlen, der formal noch gar nicht zugelassen sei.

Die Stiko befürwortet zunächst eine Priorisierung der Impfungen mit dem Ziel, schwere Covid-19-Verläufe und Todesfälle zu vermeiden. Laut den bisherigen Plänen der Bundesregierung sollen sich Risikogruppen wie Ältere und Vorerkrankte vorrangig impfen lassen, aber auch Medizin- und Pflegepersonal sowie Menschen in Berufen zur Aufrechterhaltung staatlicher Funktionen und des öffentlichen Lebens.

7.12.2020, 8:34 Uhr – Söder: Weiteres Treffen mit Merkel vor Weihnachten

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) glaubt, dass es noch vor Weihnachten ein weiteres Treffen zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den 16 Ministerpräsidenten geben wird. Die bisher verabredeten Maßnahmen reichten nicht aus, um die Corona-Zahlen zu drücken, sagte Söder im ZDF. Alle vier Minuten sterbe ein Menschen mit dem Virus. „Ich bin sicher, dass wir uns nochmal vor Weihnachten treffen.“ Bayern hatte am Sonntag neue Beschränkungen für die Hotspot-Regionen mit besonders hohen Corona-Infektionszahlen angekündigt. Nun werde auch der kleine Grenzverkehr zu Tschechien und Österreich eingeschränkt, weil in den Grenzregionen besonders hohe Corona-Zahlen zu beobachten seien, sagte Söder.

7.12.2020, 7:34 Uhr – RKI meldet fast 12.500 neue Positiv-Tests

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet einen Anstieg der Positiv-Tests in Deutschland um 12.332 auf über 1,183 Millionen. Die Zahl gestorbenen Menschen, die positiv getestet wurden, erhöht sich um 147 auf 18.919. Am Montag fallen die Zahlen in der Regel niedriger aus, weil am Wochenende weniger getestet wird und weniger Daten übermittelt werden. Vergangenen Montag waren rund 1000 weniger Neuinfektionen gemeldet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 146,2 pro 100.000 Einwohner. Bund und Länder streben an, den Wert wieder unter die Schwelle von 50 zu drücken.

7.12.2020, 4:07 Uhr – Kanzleramtschef für schärfere Regeln in Hotspots

Kanzleramtschef Helge Braun will, dass sich Vertreter von Bund und Ländern in dieser oder der nächsten Woche zu einem weiteren Corona-Krisengipfel treffen. Die Politik müsse mindestens für die Hotspots noch einmal deutlich schärfere Regeln aufstellen, sagte Braun auf bild.de. Die Zahl der Neuinfektionen müsse so schnell wie möglich auf unter 50 Fälle pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen gebracht werden. Wenn Kontakte konsequent beschränkt würden, wie dies in Frankreich und Belgien geschehen sei, sei dieses Ziel innerhalb von drei Wochen zu schaffen.

7.12.2020, 2:56 Uhr – Lehrerverband ist gegen verlängerte Weihnachtsferien

Der Deutsche Lehrerverband ist gegen verlängerte Weihnachtsferien wegen der Corona-Pandemie. Schüler würden so weniger lernen und die soziale Schere beim Bildungserfolg werde größer, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger dem Handelsblatt. Eine Alternative zu längeren Ferien sei zum Beispiel ein Wechsel aus analogem und digitalem Unterricht. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hatte zuvor eine deutschlandweite Verschärfung der Corona-Maßnahmen gefordert. Dabei schlug er unter anderem vor, die Weihnachtsferien um eine Woche vorzuziehen und um eine Woche im Januar zu verlängern.



7.12.2020, 1:38 Uhr – Wer soll zuerst geimpft werden? Verbände rechnen mit Debatten

Wohlfahrtsverbände rechnen mit Streit darüber, wer in Deutschland zuerst gegen das Coronavirus geimpft werden soll. Sobald es einen zugelassenen Impfstoff gebe, wer es eine Verteilungsdebatte geben, sagte der Paritätische Wohlfahrtsverband den Funke-Zeitungen. Es werde zu Konflikten führen, wenn Menschen erst später drankämen, die aus gesellschaftlicher oder wirtschaftlicher Sicht als weniger wichtig angesehen würden. Der Verband sagte außerdem, nicht der Geldbeutel dürfe darüber entscheiden, wie Impfstoffe verteilt würden. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert deshalb, dass die Bundesregierung schnell festlegt, welche Gruppen zuerst ein Impf-Angebot bekommen sollen. Er erwartet, dass die Impfstoffe von BioNtech/Pfizer und Moderna bald in Deutschland zugelassen werden.

7.12.2020, 1:00 Uhr – Folgen weitere Bundesländer Bayerns Vorbild?

Nach der Ankündigung Bayerns, die Corona-Regeln zu verschärfen, wird über ein ähnliches Vorgehen auf Bundesebene diskutiert. Auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) ist für Ausgangssperren, wie es sie in Bayern geben soll - allerdings nur in Corona-Hotspots mit hohen Fallzahlen, sagte er in der ARD. Aber man werde einiges verbieten, so Bouffier weiter - beispielsweise den „Alkoholverkauf oder die Alkoholnutzung in der Öffentlichkeit“. Kritik an möglichen schärferen Regeln kommt von FDP-Chef Christian Lindner: Er fordert eine dauerhafte Strategie, die nicht jede Woche gerändert werde. Söder hatte am Abend angesichts anhaltend hoher Corona-Zahlen weitreichende Beschränkungen für sein Bundesland verhängt.

6.12.2020, 22:00 Uhr – Trumps Anwalt offenbar positiv auf Corona getestet

Rudy Giuliani, der persönliche Anwalt des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte Trump auf Twitter mit. Der 76-jährige ehemalige Bürgermeister von New York kämpft derzeit zusammen mit Trump juristisch gegen das Ergebnis der Präsidentschaftswahl. Bislang ohne nennenswerten Erfolg. Trump spricht noch immer von einem angeblichen Wahlbetrug.

6.12.2020, 21:52 Uhr – Verschärfung bayrischer Corona-Regeln: Diskussion auch auf Bundesebene

Nach der Ankündigung Bayerns, die Corona-Regeln zu verschärfen, wird über ein ähnliches Vorgehen auf Bundesebene diskutiert. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält es für richtig, die Beschränkungen auf ganz Deutschland auszuweiten. Auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) ist für Ausgangssperren - allerdings nur in Corona-Hotspots mit hohen Fallzahlen, sagte er in der ARD. Kritik kommt von FDP-Chef Christian Lindner: Er fordert eine dauerhafte Strategie, die nicht jede Woche geändert werde.

6.12.2020, 19:45 Uhr – Handelsverband beklagt schlechtes Weihnachtsgeschäft

Das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel läuft aus Sicht des Handelsverbands Deutschland weiter schlecht. Die Lage sei vor allem in den Innenstädten dramatisch. Bis zu 50.000 Händler drohe die Insolvenz. Der baden-württembergische Handelsverband berichtet, die Kunden seien durch die Corona-Einschränkungen verunsichert. Vor allem die Bekleidungsgeschäfte meldeten Umsatzeinbußen.

6.12.2020, 17:40 Uhr – Scholz' Pläne zu Schutzschirm für Veranstaltungen stößt auf Kritik

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) stößt mit seinem Plan, die Kosten für ausfallende Konzertveranstaltungen im kommenden Jahr zu übernehmen, auf Kritik. Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Christian Dürr sagte, der Finanzminister solle erst einmal dafür sorgen, dass die November- und Dezemberhilfen bei den Unternehmen ankämen. Es sei falsch, immer neue Mittel in Aussicht zu stellen, die sowieso nicht abgerufen werden könnten. Dürr forderte stattdessen, eine erweiterte Verlustverrechnung einzuführen. Scholz hatte im Tagesspiegel staatliche Hilfen angekündigt, falls Veranstaltungen zwischen Juli und Dezember 2021 wegen der Corona-Krise ausfallen müssen. Konzertveranstalter sollen damit ermutigt werden, wieder loszulegen, so der SPD-Politiker.

6.12.2020, 16:05 Uhr – Lauterbach fordert bundesweit strengere Regeln wie in Bayern

Die von Bayern geplanten schärferen Corona-Maßnahmen sollten nach Ansicht des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach zügig auf ganz Deutschland ausgeweitet werden. "Der Wellenbrecher-Shutdown reicht bei weitem nicht mehr aus. Es ist nicht akzeptabel, dass wir jeden Tag bis zu 500 Tote haben", sagt er der "Funke"-Mediengruppe. Er regte zudem die Schließung des Einzelhandels nach Weihnachten an. "Die Geschäfte sollten mindestens bis Ende der ersten Januar-Woche geschlossen bleiben. Wir brauchen jetzt einen harten Shutdown, um etwas zu bewirken", so Lauterbach.

6.12.2020, 15:27 Uhr – 200 Menschen bei "Glühwein-Spaziergang" in Heidelberg

Die Polizei hat am Samstag in Heidelberg eine Gruppe von rund 200 Menschen aufgelöst, die zusammengekommen waren, um Glühwein zu trinken. In fast allen Fällen hätten sie weder Abstand gehalten noch eine Mund-Nase-Bedeckung getragen, teilte die Polizei mit. Elf Streifenwagen-Besatzungen und mehrere Kommunikationsteams waren im Einsatz. Gegen die Betreiber der Gaststätten wird jetzt ermittelt. Polizeipräsident Andreas Stenger nannte das Verhalten unsolidarisch und absolut nicht hinnehmbar.

6.12.2020, 14:42 Uhr – Bayern will erneut den Katastrophenfall ausrufen

Wegen der anhaltend hohen Corona-Zahlen will Bayern ab Mittwoch wieder den Katastrophenfall ausrufen. Das hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Sondersitzung des Kabinetts in München mitgeteilt. Außerdem stellte er einen 10-Punkte-Plan vor, der auch eine allgemeine Ausgangsbeschränkung für ganz Bayern vorsieht. Menschen sollen bald nur noch „aus triftigen Gründen“ wie Schule oder Arbeit aus dem Haus gehen, so Söder. Für Hotspots mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen soll es außerdem nächtliche Ausgangssperren geben. An Weihnachten sind Lockerungen geplant, aber nicht für Silvester. Am Dienstag soll noch der Landtag über die neuen Regeln abstimmen.

6.12.2020, 13:35 Uhr – Italien lockert teilweise strikte Corona-Regeln

Italien lockert in mehreren Regionen die strikten Corona-Beschränkungen. So dürfen zum Beispiel die Menschen in der Toskana, in Kampanien und dem Aostatal seit heute wieder kleineren Reisen unternehmen, aber weiterhin nur innerhalb ihrer Region. Auch ist der Einzelhandel ist wieder geöffnet. Restaurants und Bars müssen weiter geschlossen bleiben. In der Region Abruzzen in der Mitte Italiens bleiben die strengen Einschränkungen bestehen. Die Bewohner dürfen ihre Häuser nur für die Arbeit, Lebensmitteleinkäufe oder Arztbesuche verlassen sowie um ihre Kinder zur Schule zu bringen.

6.12.2020, 11:24 Uhr – Bund plant offenbar Rettungsschirm für Veranstaltungen

Der Bund plant einem Medienbericht zufolge einen Corona-Schutzschirm für Veranstaltungen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sagte dem Tagesspiegel, wer in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres eine Veranstaltung plane, die dann wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden müsse, solle dafür Ersatz bekommen. Er wolle die Konzertveranstalter damit ermutigen, jetzt wieder loszulegen. Außerdem werde an einem Förderprogramm für Kulturveranstaltungen gearbeitet, so Scholz.

SWR3 Report Kultur in der Krise Künstler, Musiker, Veranstalter leiden – das sind ihre Geschichten

Es trifft sie hart, viele haben Existenzängste. Die meisten Kulturschaffende können kaum Geld verdienen, wenn keine Veranstaltungen stattfinden. Menschen aus SWR3Land haben uns von ihrer fatalen Situation erzählt.  mehr...

6.12.2020, 10:32 Uhr – Noch strengere Corona-Regeln in der Diskussion

Wegen der weiter hohen Corona-Infektionszahlen diskutieren Politiker über Verschärfungen der Einschränkungen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) berät darüber heute mit seinem Kabinett. Auch rund fünf Wochen nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns sinken die Infektionszahlen nicht wie erhofft.

6.12.2020, 8:37 Uhr – Deutlich mehr Neuinfektionen als vor einer Woche

Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen in Deutschland liegt deutlich über dem Niveau der Vorwoche: Das Robert-Koch-Institut meldete mehr als 17.700 neue Fälle innerhalb eines Tages — das sind über 3.100 mehr als am vergangenen Sonntag. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil weniger getestet wird. Die Zahl der Menschen, die an oder mit dem Virus gestorben sind, ist um 255 auf insgesamt 18.772 gestiegen.

6.12.2020, 7:42 Uhr – Warn-App hat bisher 1,5 Milllionen Menschen gewarnt

Die Corona-Warn-App hat bisher mehr als 1,5 Millionen Menschen vor einer möglichen Infektion gewarnt. Das hat Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) der Welt am Sonntag gesagt. Die deutsche Warn-App sei besser als alle asiatischen Versionen, da sie genauer sei und nicht so viele Menschen unnötig in Quarantäne schicke. Außerdem sei die deutsche App an Labore angebunden, so Braun.

Update mit neuer Funktion Corona-Warn-App jetzt auch mit Kontakttagebuch

Die Corona-Warn-App kann dabei helfen, Infektionsketten zu unterbrechen, indem Kontakpersonen gewarnt werden. Jetzt hat die App auch eine neue Funktion, die das noch einfacher machen soll.  mehr...

6.12.2020, 7:39 Uhr – Krankenhäuser kommen an die Grenzen

Die deutschen Krankenhäuser kommen nach Darstellung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) durch die Corona-Pandemie an ihre Grenzen. In einzelnen Ländern wie Sachsen sei die Zahl der Intensivpatienten fünfmal so hoch wie im April, zitiert die Welt am Sonntag DKG-Präsident Gerald Gaß. Gegenwärtig befänden sich 40 Prozent mehr Covid-Patienten auf Intensivstation als während der ersten Welle.

6.12.2020, 6:53 Uhr – Schulglocken läuten zum Lüften

Viele deutsche Grundschulen lassen jetzt alle 20 Minuten ihre Schulglocken läuten, um damit an die Corona-Lüftungen zu erinnern. Dafür hätten viele Schulen die eigentlich abgeschalteten Schulglocken wieder reaktiviert, teilte der Vorsitzende des Grundschulverbandes, Edgar Bohn, mit. Die Behörden empfehlen, regelmäßig alle 20 Minuten für rund fünf Minuten stoßzulüften, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Bohn kritisierte, viele Kinder seien in der derzeitigen Kälte nicht warm genug angezogen.

6.12.2020, 3:30 Uhr – Scholz: Mehrwertsteuer steigt ab Januar wieder

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat eine Verlängerung der bis Jahresende befristeten Mehrwertsteuersenkung ausgeschlossen. Die Absenkung müsse befristet sein, damit sich ein volkswirtschaftlicher Effekt ergibt und die Bürger bei größeren Anschaffungen nicht auf bessere Zeiten warten, sagte Scholz dem Tagesspiegel. Um wegen der Corona-Krise den Konsum anzukurbeln, wurde zum 1. Juli der reguläre Mehrwertsteuersatz von 19 auf 16 Prozent und der ermäßigte Satz von 7 auf 5 Prozent gesenkt - und bis 31. Dezember befristet.

6.12.2020, 1:18 Uhr – Giffey fordert Beobachtung von „Querdenkern“

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) fordert ein härteres Vorgehen des Staates gegen die sogenannte Querdenken-Bewegung. Bei Gruppen, die sich verfassungsfeindlich äußerten oder einen Angriff auf die Demokratie planten, müsse sich der Verfassungsschutz einschalten, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Dies bedeute nicht, dass alle, die bei solchen Demonstrationen mitlaufen, als Verfassungsfeinde angesehen würden. Der Staat müsse jedoch wachsam sein, wenn die Demokratie angegriffen werde, sagte Giffey. Sie werde in Kürze gemeinsam mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) Eckpunkte für ein „Wehrhafte-Demokratie-Fördergesetz“ vorlegen.

6.12.2020, 1:01 Uhr – Bericht: Söder will für Bayern schärfere Maßnahmen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will einem Zeitungsbericht zufolge wegen der anhaltend hohen Infektionszahlen schärfere Corona-Schutzmaßnahmen im Freistaat durchsetzen. Man könne die hohen Todeszahlen nicht hinnehmen und brauche jetzt ein konsequentes Vorgehen, sagte der CSU-Chef der Bild am Sonntag. Es sei besser, bis Weihnachten zu handeln, als ein dauerhaftes Stop-and-go für die Bevölkerung. Söder hat für heute sein Kabinett zu einer Sondersitzung einberufen. Beobachter erwarten schärfere Corona-Regeln an Silvester, in Schulen sowie Ausgangssperren in Hotspots.

6.12.2020, 0:31 Uhr – Braun: Überbrückungshilfen wohl bis Juni

Die Bundesregierung geht laut Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) derzeit davon aus, dass die Corona-Überbrückungshilfen bis zum kommenden Juni gezahlt werden. Ab dem Sommer rechnet die Bundesregierung laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit Massenimpfungen. Braun sagte der Welt am Sonntag, das Kurzarbeitergeld werde genauso bis zum Ende der Krise gelten wie auch die Überbrückungshilfe. Zur Höhe der Staatsverschuldung erklärte er: „Da gibt es keine fixe Grenze. In der Krise werden wir keine notwendige Unterstützungsmaßnahme aus fiskalischer Strenge unterlassen.“

5.12.2020. 19:56 Uhr – Party in Heidelberger Hotel aufgelöst

Mehrere Jugendliche haben sich von Freitag auf Samstag in der Heidelberger Weststadt in ein Hotel eingemietet und dort eine Corona-Party gefeiert. Eine Nachbarin hatte wegen des starken Lärms die Polizei verständigt. Als die Beamten vor Ort erschienen, fanden sie sieben Personen im Alter zwischen 16 und 21 Jahren aus sechs verschiedenen Haushalten vor. Mindestens drei weitere Teilnehmer waren zuvor aus dem Fenster geklettert und geflüchtet. Offenbar war viel Alkohol im Spiel. Die Polizei ermittelt nun unter anderem gegen den Hotelverantwortlichen. Die Jugendlichen wurden wegen Verstoßes gegen die Corona-Auflagen angezeigt und müssen mit einem Bußgeld rechnen, sagte ein Sprecher der Polizei.

5.12.2020, 19:04 Uhr – Spahn rechnet mit Verteilungskonflikten um Impfstoffe

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet mit Streit über die Verteilung von Corona-Impfstoffen. Er erwarte in der deutschen Bevölkerung emotionale Diskussionen, sagte er in Berlin. Nach aktuellem Stand werde es im Januar in Deutschland nur drei Millionen Impfdosen geben. Es werde nicht umsonst an Konzepten wie dem polizeilichen Schutz von Impfzentren gearbeitet.

Wer wird zuerst geimpft? Spahn fürchtet Verteilungskonflikte um Corona-Impfstoff

In Großbritannien sollen ab Dienstag die ersten Corona-Impfungen durchgeführt werden. Bevor es auch in Deutschland losgeht, muss noch einiges geklärt werden. Gesundheitsminister Spahn rechnet mit Konflikten.  mehr...

5.12.2020, 17:10 Uhr – Portugal hebt Reiseverbot über Weihnachten auf

Die portugiesische Regierung hat die Lockerung der Corona-Einschränkungen über Weihnachten angekündigt. Allerdings werden sie unmittelbar danach wieder eingesetzt, um Neujahrsfeierlichkeiten zu verhindern. Damit wird das Reiseverbot zwischen dem 23. und 26. Dezember aufgehoben. Am 31. Dezember sind Straßenfeste verboten. Im Freien dürfen sich höchstens sechs Menschen treffen. Jeder muss am Neujahrstag spätestens um 2 Uhr morgens zu Hause sein.

5.12.2020, 15:54 Uhr – Städte- und Gemeindebund stellt Feiertags-Lockerungen in Frage

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund stellt die Lockerung von Kontaktbeschränkungen über Weihnachten und Neujahr in Frage. „Je nachdem wie die Entwicklung in den weiteren zehn Tagen ist, werden sicherlich auch noch einmal die für Weihnachten und Silvester bislang vorgesehenen Lockerungen hinterfragt werden müssen“, sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem Handelsblatt. „Denn diese Lockerungen werden nicht nur zu mehr Kontakten, sondern auch zu erhöhten Reiseaktivitäten führen, die wiederum ein Risiko darstellen können.“

5.12.2020, 15:24 Uhr – RKI-Präsident würde sich „sofort“ impfen lassen

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, würde sich „sofort“ impfen lassen, wenn dies möglich wäre. „Ich würde es gerne bekommen“, sagt er in der Welt zu den entwickelten Vakzinen, die aber noch nicht zugelassen sind. Er werde aber nicht sofort geimpft, weil er zu keiner Risikogruppe gehöre und deshalb erst später geimpft werde, betonte er.

5.12.2020, 14:42 Uhr — Merkel: Bürger sollen „verantwortungsvoll“ bleiben

Die öffentlichen Hilfen in der Corona-Krise werden weniger — das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor den Haushaltsberatungen angekündigt. In ihrem Video-Podcast sagte sie, das aktuelle Maß an Unterstützung ließe sich nicht endlos fortsetzen. Zudem bat die Kanzlerin die Bürgerinnen und Bürger noch einmal, „geduldig und verantwortungsvoll“ zu bleiben: Alle sollten Kontakte außerhalb der Familie möglichst weiter reduzieren.

5.12.2020, 14:13 Uhr — Spahn rechnet mit Massenimpungen im Sommer

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass es spätestens im Sommer Massenimpfungen gegen das Coronavirus geben wird. Das hat er dem Nachrichtenportal t-online gesagt. Insgesamt gebe es fünf Impfstoffe, die bis dahin zugelassen sein könnten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Impfungen in ihrem Video-Podcast als Licht am Ende des Tunnels bezeichnet.

5.12.2020, 12:13 Uhr — Rheinland-Pfalz entscheidet nächste Woche über Corona-Regeln an Weihnachten

Die rheinland-pfälzische Regierung will nächste Woche entscheiden, welche Corona-Regeln über Weihnachten gelten. Das hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) der Zeitung Rheinische Post gesagt. Wegen der hohen Infektionszahlen halte sie große Zurückhaltung im Umgang miteinander an Weihnachten und Silvester für angebracht, so Dreyer.

Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz Diese Corona-Regeln gelten rund um Silvester

Was ist an Silvester im Südwesten erlaubt und was nicht? Und wie lange gelten die aktuellen Corona-Regeln noch? Hier erfährst du mehr!  mehr...

5.12.2020, 11:48 Uhr — Demo-Verbot in Mannheim: Polizei mit Antikonflikt-Teams im Einsatz

Die für heute angemeldeten Kundgebungen sogenannter Querdenker in Mannheim und Bremen sind endgültig verboten. In Bremen war eine Großkundgebung mit 20.000 Teilnehmern angekündigt. Diese wurde vom Bundesverfassungsgericht untersagt. Die Demo in Mannheim hat der Verwaltungsgerichtshof abgelehnt, weil er eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit befürchtet. Trotz des Verbots hat sich die Polizei in Mannheim auf einen Einsatz vorbereitet. In der Stadt sind unter anderem Antikonflikt-Teams unterwegs. Die Beamten sollen verhindern, dass es doch zu Kundgebungen kommt.

5.12.2020, 10:44 Uhr — Argentinien: Reiche sollen für Corona-Hilfen zahlen

Argentinien will sein Corona-Hilfsprogramm mit einer Sondersteuer für Reiche finanzieren. Die 12.000 reichsten Menschen des Landes sollen eine einmalige Sonderabgabe leisten. Per Gesetz soll eine Steuer von bis zu 3,5 Prozent auf das Vermögen im Inland und bis zu 5,25 Prozent auf Vermögen im Ausland erhoben werden. Die Regierung hofft, damit umgerechnet etwa drei Milliarden Euro einzunehmen. Das Geld soll als Hilfe für kleine Unternehmen und sozial Schwache genutzt werden.

5.12.2020, 9:27 Uhr — Kaum Verstöße bei Ausgangssperren in Mannheim und Ludwigshafen

Die erste Nacht mit Ausgangssperre ist in Mannheim und Ludwigshafen ruhig verlaufen. In Mannheim war die Polizei zwischen 21 Uhr und 5 Uhr mit einem Großaufgebot unterwegs, um die Einhaltung zu kontrollieren. Man habe mehrere hundert Fahrzeuge und Personen kontrolliert, so die Polizei nach ihrem nächtlichen Einsatz. Dabei seien nur wenige Verstöße festgestellt worden. In Ludwigshafen habe es keine Vorkommnisse gegeben, so Polizeisprecherin Martina Centmaier im SWR. Sie vermutete, dass Wind und Regen dazu beigetragen hätten, dass die Leute zu Hause geblieben seien.

Neue Regelungen Ausgangsbeschränkungen in Hotspots – wen betrifft das und was bedeutet das?

In Corona-Hotspots in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gelten bald nächtliche Ausgangssperren, um die Neuinfektionen zu senken. Wen das betrifft und welche Regeln genau gelten, erklären wir hier.  mehr...

5.12.2020, 9:03 Uhr — Pforzheim verkündet nächtliche Ausgangssperre

In Pforzheim gilt ab sofort eine nächtliche Ausgangssperre zur Senkung der Corona-Zahlen. Zuletzt lag der Sieben-Tages-Inzidenz-Wert in Pforzheim bei 272. Bürger dürfen zwischen 21 Uhr und 5 Uhr ihre Wohnungen nur aus triftigen Gründen verlassen, teilte die Stadt mit. Außerdem gilt eine Maskenpflicht in der Innenstadt und das Ausschenken von Alkohol ist zwischen 17 Uhr und 6 Uhr verboten. Ab Montag müssen Friseure und Sonnenstudios schließen. Die Ausgangssperre gilt zunächst bis 14. Dezember, die gesamte neue Allgemeinverfügung bis 22. Dezember.

Pforzheim

Stadt gibt Details bekannt Corona-Hotspot Pforzheim verkündet nächtliche Ausgangssperre

Die Stadt Pforzheim hat mit weiteren Einschränkungen auf den landesweit höchsten Corona-Inzidenzwert reagiert. Wie die Stadt mitteilt, gilt ab Samstag unter anderem eine nächtliche Ausgangssperre.  mehr...

5.12.2020, 8:25 Uhr — Corona-Zahlen weiter auf hohem Niveau

Die Corona-Zahlen in Deutschland bleiben trotz des aktuellen Teil-Shutdowns auf einem hohen Niveau. Laut Robert-Koch-Institut meldeten die Gesundheitsämter am Freitag 23.318 neue Ansteckungs-Fälle. Das sind etwa 1.600 Neuinfektionen mehr als am Freitag vor einer Woche. Etwa 480 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Die sogenannte Reproduktionszahl gibt das RKI derzeit mit 1,0 an. Das bedeutet, dass ein Infizierter im bundesweiten Durchschnitt genau einen weiteren Menschen ansteckt.

5.12.2020, 3:12 Uhr — Giffey befürchtet mehr häusliche Gewalt

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) befürchtet, dass es wegen der Corona-Beschränkungen an Weihnachten mehr häusliche Gewalt gibt. Im Frühjahr seien die Zahlen um etwa 25 Prozent hochgegangen - im Vergleich zu 2019, auffällig sei es an den Osterfeiertagen gewesen, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" mache zurzeit bis zu 480 Beratungen in der Woche zu häuslicher Gewalt - das sei etwas weniger als im Frühling. Giffey geht aber von einer großen Dunkelziffer aus.

5.12.2020, 1:33 Uhr — Ausgangssperre in der Türkei

Für Menschen in der Türkei gilt wegen Corona seit dem Abend eine landesweite Ausgangssperre. Bis zum frühen Montagmorgen dürfen Menschen nur zwischen 10:00 und 17:00 Uhr ihre Wohnungen verlassen, um einzukaufen. Das steht in einer Verfügung des Innenministeriums. Menschen unter 20 und über 65 Jahre dürfen demnach während der Ausgangssperre am Wochenende nicht vor die Tür. Unter der Woche gilt in der Türkei schon seit einigen Tagen eine Ausgangssperre zwischen neun Uhr abends und fünf Uhr morgens. Touristen sind von den Regeln ausgenommen.

4.12.2020, 21:02 Uhr – Abgabefrist für Steuererklärungen verlängert

Viele Deutsche bekommen im nächsten Jahr wegen der Corona-Krise mehr Zeit, um ihre Steuererklärung abzugeben. Das hat das Bundesfinanzministerium mitgeteilt. Werde die Steuererklärung vom Steuerberater für das Kalenderjahr 2019 erstellt, verlängere sich die Abgabefrist um einen Monat bis Ende März nächsten Jahres. Auch die Möglichkeit, Zahlungen zu stunden werde auf Antrag verlängert.

4.12.2020, 20:30 Uhr – Standorte für 31 Impfzentren in Rheinland-Pfalz stehen fest

Die Standorte aller geplanten 31 Impfzentren in Rheinland-Pfalz stehen fest. Die Zentren sollen Mitte Dezember startklar sein, wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte.

Mitte Dezember startklar Standorte für 31 Impfzentren in Rheinland-Pfalz stehen fest

Die Standorte aller geplanten 31 Impfzentren in Rheinland-Pfalz stehen fest. Die Zentren sollen Mitte Dezember startklar sein, wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte.  mehr...

4.12.2020, 17:21 – Schweiz und Tschechien erlauben Skifahren über Weihnachten

Schweiz und Tschechien haben grünes Licht für Skifahren über Weihnachten gegeben. In der Schweiz werden Skigebiete über die Weihnachtsferien offen bleiben, teilte die Regierung mit. Allerdings müssten Hygiene-Maßnahmen befolgt und die Kapazitäten in Zügen oder Kabinenbahnen begrenzt werden. So müssten Masken getragen und das Abstandsgebot auch beim Anstehen am Ski-Lift eingehalten werden. Die Skigebiete in Tschechien dürfen ab dem 18. Dezember öffnen, das gab Gesundheitsminister Jan Blatny bekannt. Mit den Einzelheiten zum Hygienekonzept und dem Warteschlangen-Management werde sich das Kabinett am Montag befassen.

In der EU gibt es unterschiedliche Regelungen zum Skifahren über Weihnachten und Neujahr. Deutschland konnte sich mit dem Vorschlag, Skifahren bis Ende Januar in der EU zu verbieten, nicht durchsetzen. Trotz Protesten der Liftbetreiber will Bayern als das Bundesland mit den größten Skigebieten in Deutschland Skifahren vorerst nicht zulassen. Auch in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bleiben die Skilifte vorerst geschlossen. Gleiches gilt für Frankreich.

Skifahren nur für Einheimische Österreich macht seine Grenzen an Weihnachten und Silvester quasi dicht

Urlaub für Deutsche in Österreich – das wird bis Januar so gut wie nicht möglich sein. Für alle Einreisenden aus Corona-Risikogebieten gilt eine zehntägige Quarantänepflicht.  mehr...

4.12.2020, 17:21 – Nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Hotspot-Gebieten

Als Maßnahme gegen die anhaltend hohen Zahlen der Corona-Neuinfektionen gelten in einigen Kreisen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bald nächtliche Ausgangsbeschränkungen. In einer festgelegten Zeit dürfen Anwohner dann nur noch mit einem triftigen Grund aus dem Haus. Dazu zählen beispielsweise medizinische Notfällen oder aus Arbeitsgründen.

Neue Regelungen Ausgangsbeschränkungen in Hotspots – wen betrifft das und was bedeutet das?

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4.12.2020, 17:06 – Abgabefrist für die Steuererklärungen wird verlängert

Das Bundesfinanzministerium hat laut dpa-Informationen die Abgabefrist der Steuererklärung verlängert. Für durch Steuerberater erstellte Steuererklärungen vom Kalenderjahr 2019 hat man demnach einen Monat mehr Zeit. Die Abgabefrist ist somit der 31. März 2021. Außerdem werden den Angaben zufolge auch Stundungsmöglichkeiten verlängert. Steuerpflichtige, die durch die Corona-Krise unmittelbar und nicht unerheblich negativ wirtschaftlich betroffen sind, können bei ihrem Finanzamt bis zum 31. März 2021 einen Antrag auf Stundung stellen. Die Stundungen laufen dann laut Ministerium längstens bis zum 30. Juni 2021. Damit würden bis Ende Dezember befristete Regelungen verlängert werden.

4.12.2020, 15:20 – Spahn: Besuch im Pflegeheim soll trotz Corona möglich bleiben

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat zusammen mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine „Handreichung“ für stationäre Einrichtungen vorgestellt. Bewohner von Pflegeheimen sollen auch bei hohen Corona-Zahlen weiterhin Besuch empfangen können und nicht wie im Frühjahr durch Besuchsverbote isoliert werden. Darin werden Empfehlungen abgegeben, wie Besuche durch Angehörige oder Freunde unter Pandemiebedingungen weiterhin ermöglicht werden können. „Wir wollen die Pflegebedürftigen bestmöglich schützen. Wir wollen sie nicht wegsperren, nicht isolieren“, sagte Spahn in Berlin.

4.12.2020, 14:40 Uhr – 300 Millionen Impfdosen für Deutschland

Deutschland kann auf 300 Millionen Corona-Impfdosen hoffen, das sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums der Deutschen Presseagentur. Den Umfang von 300 Millionen Impfdosen werde es geben, sollten alle Impfstoff-Kandidaten der Pharmafirmen am Ende auch zugelassen werden. Die Verfügbarkeit in den ersten Monaten hänge aber natürlich an den Produktionskapazitäten der Unternehmen.

4.12.2020, 13:54 Uhr – Massentests in Österreich gestartet

In Österreich haben heute die angekündigten Corona-Massentests angefangen. In mehreren Bundesländern können sich die Bewohner freiwillig testen lassen. Österreich will damit herausfinden, ob manche Menschen infiziert sind, ohne es zu merken. Über Weihnachten will das Land seine Skigebiete wieder öffnen. Für deutsche Touristen ist Skifahren aber kaum möglich, sie müssen nach der Einreise nach Österreich erstmal in Quarantäne.

4.12.2020, 13:16 Uhr – Impfung auch in Deutschland kostenlos

Die Bundesregierung hat betont, dass den Bürgern für eine Impfung keine Kosten entstehen sollen. „Die Impfung wird kostenlos sein“, sagt ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. Dies werde unabhängig von der Art der Versicherung gelten. Regierungssprecher Steffen Seibert macht auf Nachfrage deutlich, dass darüber hinaus keine finanziellen Anreize für eine möglichst große Impfbereitschaft geplant seien.

4.12.2020, 11:53 Uhr – Britisches Impfprogramm soll am Dienstag starten

Der britische Gesundheitsdienst NHS will nach dem Eintreffen der ersten Impfdosen im Land am kommenden Dienstag mit dem Impfen beginnen. Das sagte NHS-Providers-Geschäftsführer Chris Hopson in der BBC. Premierminister Boris Johnson sprach von der größten Massenimpfung in der Geschichte Großbritanniens. Die britische Arzneimittelbehörde MHRA hatte am Mittwoch dem Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt. Großbritannien ist damit das erste Land überhaupt, das den Impfstoff zur breiteren Anwendung freigegeben hat.

Bereits in der kommenden Woche wird mit einer Lieferung von 800.000 Impfdosen gerechnet. Millionen weitere sollen bis Jahresende hinzukommen. Als erstes geimpft werden sollen Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeheimen sowie über 80-Jährige und besonders gefährdetes medizinisches Personal. Wegen der komplizierten Lagerung bei minus 70 Grad soll der Impfstoff aber zunächst nur in 50 Kliniken im Land verabreicht werden. Später sollen weitere Zentren hinzukommen.

4.12.2020, 9:20 Uhr – Spahn: Keine deutschen Alleingänge bei Beschaffung von Impfstoff

Deutschland lehnt Alleingänge bei der Besorgung von Impfstoffen ab, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit Blick auf Großbritannien. „Wir haben von Anfang an gesagt, wir machen das zusammen mit allen 27 (EU-Staaten)“, sagte er im ZDF. Damit sei sichergestellt, dass alle zur selben Zeit die ersten Dosen bekämen. Zudem habe sich Deutschland an internationalen Initiativen beteiligt, um über Europa hinaus solidarisch zu sein.

4.12.2020, 8:57 Uhr – In manchen Regionen Verschärfung der Einschränkungen nötig

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist für eine Verschärfung der Einschränkungen je nach örtlicher Lage. „Wir haben noch zu viele Landkreise und Regionen, wo es zusätzliche Maßnahmen noch braucht“, sagte er im ZDF. Eine pauschale, bundesweite Verschärfung des derzeit geltenden Teil-Lockdowns lehne er aber ab.

4.12.2020, 8:38 Uhr – Moderna rechnet mit 100 Millionen Impfdosen im ersten Quartal 2021

Das US-Pharmaunternehmen Moderna will im ersten Quartal des kommenden Jahres 100 bis 125 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs produzieren. Der Großteil davon – zwischen 85 und 100 Millionen Impfdosen – sei für die USA bestimmt, wie das Unternehmen mitteilte. Bereits bis zum Ende dieses Jahres will Moderna nach eigenen Angaben 20 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs herstellen.

Das Pharmaunternehmen hatte am Montag die Notfallzulassung seines Impfstoff-Kandidaten in den USA und Europa beantragt. Die EU-Kommission hat mit Moderna vereinbart, dass bei einer Zulassung zunächst 80 Millionen Impfstoffdosen geliefert werden und weitere 80 Millionen, „wenn die Notwendigkeit besteht“. Klinische Studien bescheinigen dem Moderna-Impfstoff eine Wirksamkeit von über 94 Prozent. Laut neuen Untersuchungen des US-Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) biete er eine mindestens dreimonatige Immunität.

4.12.2020, 8:14 Uhr – Pfizer liefert weniger Impfstoffdosen aus

Der Pharmakonzern Pfizer hat das Auslieferungsziel bei seinem Corona-Impfstoff in diesem Jahr nach eigenen Angaben unter anderem wegen Verzögerungen beim Ausbau der Lieferkette halbieren müssen. Der Ausbau dauere länger als angenommen, sagte eine Sprecherin des Unternehmens dem Wall Street Journal. Außerdem hätten die Ergebnisse der klinischen Studie später vorgelegen als ursprünglich gedacht.

Der Zeitung zufolge hielt Pfizer noch bis Mitte November intern an dem Ziel fest, bis Ende des Jahres 100 Millionen Impfdosen auszuliefern. Zuletzt sprach das Unternehmen allerdings nur noch von 50 Millionen. Für das kommende Jahr bleibe es aber bei der ursprünglichen Planung zur Auslieferung von mehr als einer Milliarde Impfstoff-Dosen.

4.12.2020, 7:54 Uhr – Altmaier gegen Steuererhöhungen in der Corona-Krise

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) spricht sich trotz hoher Kosten in der Pandemiebewältigung gegen Steuererhöhungen aus. „Jegliche Steuererhöhung wäre Gift in der Krise", sagte der CDU-Politiker der Wirtschaftswoche. „Daher lehne ich das entschieden ab. Weder eine Vermögensteuer noch eine andere Verbrauchsteuer darf die Last der Unternehmen in der Krise erhöhen.“ Debatten über höhere Steuersätze oder die Wiedereinführung der Vermögensteuer verunsicherten den Mittelstand und hemmten Investitionen. „Deshalb brauchen wir Planbarkeit über die nächste Wahl hinaus.“

4.12.2020, 6:07 Uhr – RKI: Mehr als 23.000 Neuinfektionen und 432 weitere Tote

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete einen Anstieg der Positiv-Tests in Deutschland um 23.449. Das sind etwa 640 mehr als am Freitag vor einer Woche. Die Zahl der Ansteckungen bleibt damit auf einem hohen Niveau. 432 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle auf 18.034.

Insgesamt haben sich bislang mehr als 1,13 Millionen Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Als genesen gelten dem RKI zufolge etwa 820.600 Menschen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag kaum verändert bei 134,9 pro 100.000 Einwohner. Bund und Länder streben an, den Wert wieder unter die Schwelle von 50 zu drücken.

4.12.2020, 4:12 Uhr - Viele Neuinfektionen in Kitas

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen hat auch bei Kita-Kindern den kritischen Grenzwert von 50 überschritten. Das geht aus aktuellen Zahlen der Corona-Kita-Studie hervor, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Zahl liege im Durchschnitt bei 59 pro 100 000 in sieben Tagen. Die Tendenz sei aber rückläufig, erklärte Familienministerin Franziska Giffey (SPD). Sie fordert, dass Kita-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter als eine der ersten Berufsgruppen die Möglichkeit zur Impfung bekommen sollten.

4.12.2020, 2:34 Uhr - Kassenärzte: Anreize für Impfung schaffen

Für die künftigen Corona-Impfungen brauche es konkrete Anreize, fordert der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz, Peter Heinz. Wer gegen Corona geimpft ist, müsse dadurch Vorteile haben, sagte er der "Rhein-Zeitung", zum Beispiel Theaterbesuche ohne Beschränkungen oder Auslandsreisen ohne anschließende Quarantäne. Fehlten solche Anreize, so würden sich viele Menschen nicht impfen lassen, ist Heinz überzeugt.

4.12.2020, 0:38 Uhr - Merkel fordert faire Impfstoffverteilung

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich bei einer Sondersitzung der UNO-Generalversammlung dafür eingesetzt, dass ein möglicher Corona-Impfstoff gerecht verteilt wird. Alle Menschen weltweit müssten einen fairen Zugang zu wirksamen Impfstoffen bekommen, betonte Merkel per Video. UNO-Generalsekretär António Guterres forderte die Staaten auf, mehr zu investieren. Der UNO fehlten noch immer 28 Milliarden US-Dollar für medizinische Programme.

3.12.2020, 20:56 Uhr - Fauci kritisiert Großbritannien für schnelle Impfstoff-Zulassung

Der US-Immunologe Anthony Fauci hat die britischen Aufsichtsbehörden für die rasche Zulassung des Corona-Impfstoffs der Firma Pfizer kritisiert. Fauci wirft den Behörden mangelnde Sorgfalt bei der Prüfung des Impfstoffs vor.

"Ich liebe die Briten, sie sind großartig, sie sind gute Wissenschaftler, aber sie haben die Daten von der Firma Pfizer einfach übernommen, anstatt sie wirklich, wirklich sorgfältig zu prüfen", sagte Fauci in einer Videoaufnahme, die von mehreren britischen Medien ausgestrahlt wurde.

Großbritannien hatt gestern als erstes Land eine Notfallzulassung für den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer erteilt. Schon ab der kommenden Woche sollen die Briten geimpft werden.

3.12.2020, 18:55 Uhr - Frankreich will Impfungen kostenlos anbieten

In Frankreich soll die Corona-Impfung für alle Menschen kostenlos sein. "Der Beginn der Impfung ist jetzt nur noch eine Frage von Wochen", sagt Premier Jean Castex bei der Vorstellung der nationalen Impfstrategie. Eine Million besonders gefährdete Menschen sollen bereits im Januar geimpft werden können. Das seien etwa Ältere in Pflegeheimen. Frankreich werde über rund 200 Millionen Impfdosen verfügen, was es ermögliche, 100 Millionen Menschen zu impfen, so der Premier.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte schon angekündigt, dass es in Frankreich keinen Impfzwang geben werde. Castex äußerte sich auch zur derzeitigen Corona-Lage im Land. Die Situation habe sich klar verbessert, aber die Situation bleibe fragil. "Wir haben dieses Virus noch nicht besiegt", warnte er.

17:24 Uhr – EU-Kommission will schneller über Zulassung von Impfstoff entscheiden

Die EU-Kommission will laut Informationen der Deutschen Presseagentur über die Zulassung eines Corona-Impfstoffes viel schneller entscheiden als üblich: innerhalb von drei Tagen nach einer Empfehlung der EU-Arzneimittelagentur Ema. Normalerweise liege der Zeitraum bei 67 Tagen, erklärte eine EU-Beamtin der Deutschen Presseagentur. Die Ema wolle bis spätestens 29. Dezember ihre Empfehlung zum Antrag auf eine bedingte Marktzulassung abgeben, den die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer für ihr Präparat eingereicht hat. In Großbritannien, das nicht mehr der EU angehört, ist die Zulassung bereits erfolgt. Die EU-Kommission folgt in der Regel der Ema-Empfehlung. Statt der sonst üblichen 22 Tage wolle sich die Kommission nur einen Tag lang mit den EU-Ländern beraten, sagte die Beamtin.

3.12.2020, 16:47 Uhr – Guterres fordert Milliarden für Kampf gegen Corona-Pandemie

UN-Generalsekretär António Guterres hat die Staatengemeinschaft zu weiteren Investitionen in den Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgefordert. Den Vereinten Nationen würden noch immer umgerechnet 23 Milliarden Euro für die Finanzierung der medizinischen Programme fehlen, betonte Guterres auf einer Sondersitzung der UN-Vollversammlung zu der Pandemie in New York. Die UN bräuchten davon mehr als vier Milliarden US-Dollar (3,3 Milliarden Euro) in kürzester Zeit, so Guterres. Mit dem Geld soll das Anti-Corona-Programm der UN finanziert werden. Das Programm hat das Ziel, weltweit die schnellstmögliche Bereitstellung von medizinischen Diagnoseinstrumenten, Medikamenten und Impfstoffen gegen Covid-19 sicherzustellen – vor allem in armen Staaten.

3.12.2020, 16:33 Uhr – November-Hilfen für Hotels, Gastronomie und Co fließen erst im Januar

Die November-Hilfen des Bundes für die Wirtschaft sollen erst ab Januar fließen. Das erfuhr der SWR nach einer Telefonschalte zwischen Bund und Ländern. Insgesamt hat der Bund rund 30 Millionen Euro veranschlagt, um Restaurants, Hotels oder Solo-Selbstständigen zu helfen, die wegen des Teil-Lockdowns ihr Geschäft schließen mussten. Sie sollen bis zu 75 Prozent des Vorjahresumsatzes ersetzt bekommen. Einen Teil der Hilfe konnten die Betroffenen als Abschlagszahlung bekommen, maximal aber 10.000 Euro. Diese Abschlagszahlungen fließen laut Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) seit Ende letzter Woche, die restliche Zahlung könnte aber erst ab dem 10. Januar gezahlt werden. Im Gespräch ist deshalb, die Abschlagszahlungen zu erhöhen. Sowohl Wirtschaftsminister Altmaier als auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) haben angekündigt, dass höhere Vorschüsse geprüft werden sollen.

3.12.2020, 13:42 Uhr – Nächtliche Ausgangssperren in allen Corona-Hotspots in Baden-Württemberg

Mehrere stark von Corona betroffene Kreise in Baden-Württemberg – sogenannte Corona-Hotsports mit besonders hohe Infektionszahlen – wollen ihre Corona-Maßnahmen verschärfen und nächtliche Ausgangsbeschränkungen einführen.

Für Mannheim hat Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) bereits ab Freitag eine nächtliche Ausgangsbeschränkung angekündigt. Von 21 bis 5 Uhr dürfen die Mannheimer ihre Häuser dann nur noch mit triftigem Grund verlassen, wie etwa für berufliche Tätigkeiten. Die Polizei soll die Ausgangsbeschränkungen kontrollieren.

Auch die Nachbarstadt Ludwigshafen will eine nächtliche Ausgangsbeschränkung einführen. Das sagte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) der Deutschen Presseagentur. Außerdem wollen die Kreise Schwarzwald-Baar und Tuttlingen nach dpa-Informationen strengere Regeln ab dem Wochenende umsetzen. Die Regelungen seien allerdings noch in Abstimmung.

Mannheim

Harte Einschränkungen wegen des hohen Inzidenzwerts von über 200 Alles zur nächtlichen Ausgangssperre in Mannheim

Mannheim verschärft die Corona-Regeln in der Stadt. Es gibt nächtliche Ausgangsbeschränkungen von 21 Uhr bis 5 Uhr morgens.  mehr...

3.12.2020, 11:17 Uhr – RKI-Chef Wieler: Befürchte viele weitere Corona-Tote

Der RKI-Präsident Lothar Wieler rechnet im weiteren Zeitverlauf „mit vielen weiteren“ Toten. Für Wieler sei die derzeitige Entwicklung mit vermehrten schweren Verlaufen und erhöhten Todeszahlen nicht überraschend. Es seien immer mehr ältere Menschen betroffen, vor allem in der Altersgruppe der über 80-Jährigen: „Wir müssen unsere ältesten Mitmenschen daher dringend schützen“, sagte Wieler. Außerdem appellierte Wieler: „Bitte lassen Sie uns alle unsere Kontakte reduzieren“. Als positive Entwicklung empfindet Wieler, dass die Fallzahlen in allen Altersgruppe mit Ausnahme der älteren Bevölkerung sinken. „Wir sehen leichte Erholungen – das ist ein Trend, der in die richtige Richtung geht“.

3.12.2020, 11:19 Uhr – Telefonische Krankschreibung wegen Atemwegserkrankungen bis Ende März möglich

Die telefonische Krankschreibung bei leichten Atemwegsbeschwerden wird noch bis zum 31. März 2021 möglich sein, das hat der Bundesausschuss beschlossen. Hintergrund seien „die deutschlandweit anhaltend hohen Covid-19-Infektionszahlen“, erklärte das Gremium. Die telefonische Krankschreibung kann für bis zu sieben Tage erfolgen und um maximal sieben weitere Tage verlängert werden. Die niedergelassenen Ärzte müssen sich dabei persönlich vom Zustand der Patienten durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugen. Ziel der Regelung ist es, das Infektionsrisiko in Arztpraxen zu senken und die Ärzte zu entlasten.

3.12.2020, 11:17 Uhr – Schnelltests: Lehrkräfte und Erzieher sollen sich selbst testen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat in den Zeitungen der Funke Mediengruppe angekündigt, dass Kitas und Schulen oder deren Träger eigenständig Corona-Schnelltests beziehen und nutzen könnten – nach vorheriger Schulung. „Lehrerinnen und Lehrer werden sich regelmäßig selbst testen dürfen“, so Spahn. Daneben sollen auch die Schulträger bei Bedarf mit geschultem Personal Tests vor Ort durchführen dürfen. Die neue Verordnung soll am Freitag in Kraft treten.

RKI-Chef Wieler hält Schnelltests an Schulen für sinnvoll, wenn diese im Rahmen eines Hygienekonzepts stattfinden. Er empfiehlt außerdem einen Hygienebeauftragten der Schule, der von lokalen Behörden weitergebildet wird, um die Tests sinnvoll einzusetzen:

3.12.2020, 11:16 – Bundestag zahlt Abgeordneten-Mitarbeitern bis zu 600 Euro Corona-Bonus

Der Ältestenrat des Bundestags hat für tausende Mitarbeiter von Bundestagsabgeordneten einen steuerfreien Corona-Bonus von bis zu 600 Euro beschlossen. Die Augsburger Allgemeine zitierte aus einem Schreiben von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU): „Das Geld soll im Dezember ausbezahlt werden und dient der Abmilderung der zusätzlichen Belastungen durch die Corona-Krise“. Rund 4500 Mitarbeiter der insgesamt 709 Abgeordneten würden den Corona-Bonus erhalten. Ein Sprecher des Bundestages wies darauf hin, es handele sich hier lediglich um die wirkungsgleiche Übertragung des Tarifabschlusses für Angestellte im öffentlichen Dienst des Bundes. Dies sei – wie bei anderen tariflichen Regelungen auch – erforderlich gewesen, da die Mitarbeiter formal nicht zum öffentlichen Dienst gehören, sondern befristete Arbeitsverträge mit den einzelnen Abgeordneten haben.

Der Augsburger Allgemeinen zufolge zeigten sich mehrere Abgeordnetenmitarbeiter „überrascht, aber eher etwas befremdet als erfreut“. „Wir haben das nicht gefordert“, sagte ein Abgeordnetenmitarbeiter der Zeitung. „In unserem Büro überlegen wir jetzt, das Geld für einen wohltätigen Zweck zu spenden.“

3.12.2020, 11:16 Uhr – Verkauf von Antikörper-Test aus Drogerie bleibt erlaubt

Die Drogeriekette dm darf weiter einen Coronavirus-Antikörpertest verkaufen. Das Regierungspräsidium Tübingen teilte mit, dass die für Baden-Württemberg und damit auch für dm zuständige Marktüberwachungsbehörde „keinen Hinweis auf einen unzulässigen Vertrieb der Probenahme- und Einsende-Kits“ sehe. Man habe sich mit der für den Hersteller des Kits zuständigen Behörde und dem Bundesgesundheitsministerium abgestimmt. Der Test wird über den Internetshop von dm angebotenen. Mit diesem können sich Kunden zu Hause selbst eine Blutprobe entnehmen. Diese Probe wird an ein Labor geschickt und dort auf Antikörper gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 untersucht. Die Drogeriekette dm hat erläutert, dass das Produkt Kunden die Möglichkeit biete, diskret und ohne einen Arztbesuch einen Test vorzunehmen.

3.12.2020, 10:39 Uhr – Kretschmer will notfalls Schulen in Sachsen schließen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat laut der Sächsischen Zeitung vor weiteren Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen gewarnt. Falls die Infektionszahlen binnen zwei Wochen nicht sinken würden, bleibe nichts anderes übrig, als Kindertagesstätten und Schulen komplett zu schließen, sagte Kretschmer. Die Krankenhäuser seien voll und die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Sieben-Tages-Schnitt müsse deutlich unter die 200 kommen, aus seiner Sicht sogar deutlich unter 100.

3.12.2020, 9:59 Uhr – Montgomery hält Öffnung der Skilifte für „fahrlässig und gefährlich“

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, lehnt eine Öffnung der Skilifte und Seilbahnen in den deutschen Wintersportgebieten wegen der Corona-Pandemie ab. Dem ZDF-Morgenmagazin sagte Montgomery: „Ich halte es für fahrlässig und gefährlich, Lifte aufzumachen“. Für Langläufer und Tourengänger könnten die Pisten geöffnet werden. In der freien Natur gebe es keine Corona-Gefahr. Aber für Lifte und Gastronomie gelte dies nicht. Einwände kommen vom Vorstandsvorsitzender des Verbands deutscher Seilbahnen und Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn Matthias Stauch. Stauch verwies auf umfassende Sicherheits- und Hygienekonzepte. Es gebe „bisher keinerlei Erkenntnisse, das Gäste sich infiziert haben bei uns“, sagte Stauch im Morgenmagazin.

Skifahren nur für Einheimische Österreich macht seine Grenzen an Weihnachten und Silvester quasi dicht

Urlaub für Deutsche in Österreich – das wird bis Januar so gut wie nicht möglich sein. Für alle Einreisenden aus Corona-Risikogebieten gilt eine zehntägige Quarantänepflicht.  mehr...

3.12.2020, 9:56 Uhr – Lambrecht warnt vor Impfpflicht durch die Hintertür

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht warnt vor einer ungeregelten Corona-Impfpflicht durch die Hintertür, falls Bürgerinnen und Bürgern ohne Impfschutz im gesellschaftlichen Leben Nachteile drohten. Es handele sich „nicht nur um eine rechtliche, sondern vor allem auch um eine ethische Frage, die wir sehr gründlich abwägen müssen“, sagte sie der Augsburger Allgemeinen. Eine breite öffentliche Diskussion über das Thema sei sehr wichtig.

Vor möglichen Folgen für nicht geimpfte Bürger bei bestimmten Aktivitäten müssen laut Lambrecht zuerst wissenschaftliche Fragen geklärt werden. Bisher gebe es nach ihrer Kenntnis „noch keine fundierten Erkenntnisse darüber, ob und in welchem Maße eine Impfung nicht nur die geimpfte Person vor einem Ausbruch der Krankheit schützt, sondern auch andere Personen vor einer Ansteckung“, erklärte die Ministerin. Dies sei aber Voraussetzung für alle weiteren Überlegungen. Lambrecht betonte, dass die Bundesregierung eine Impfpflicht weiter ablehne. Die Impfung solle auf freiwilliger Basis erfolgen.

3.12.2020, 9:21 Uhr – Deutsche Post bereitet sich auf Impfstoffverteilung vor

Die Deutsche Post bereitet sich darauf vor, Corona-Impfstoffe zu verteilen. Man spreche gerade jeden Tag mit Regierungen und Herstellern, sagte der Chef der Express-Sparte, Pearson. Man habe auch Erfahrungen damit, extrem gekühlte Waren zu transportieren – das tue man jeden Tag. Gestern hatte Großbritannien dem Impfstoff von Biontech und Pfizer eine Zulassung erteilt. Dieser muss bei etwa minus 70 Grad gelagert werden.

3.12.2020, 8:29 Uhr – Massive Corona-Einschränkungen an Weihnachten in Italien

In Italien hat die Regierung für die Weihnachtszeit strenge Reise-Einschränkungen beschlossen. Menschen dürfen ab dem 21. Dezember nur noch innerhalb ihrer eigenen Region verreisen. An den Weihnachtsfeiertagen sowie an Neujahr ist es den Menschen sogar verboten, die Stadt zu verlassen, in der sie wohnen. Ausnahmen gelten jeweils für Arbeitswege oder für Reisen aus gesundheitlichen Gründen. Mit den Maßnahmen will die italienische Regierung einen Wiederanstieg der Corona-Infektionszahlen verhindern. Gesundheitsminister Roberto Speranza hatte gestern gewarnt, dass in Italien ohne Einschränkungen an Weihnachten eine dritte Welle drohe.

3.12.2020, 8:16 Uhr – Corona-Regeln bis Januar verlängert

Restaurants, Hotels und Freizeiteinrichtungen bleiben bis zum 10. Januar geschlossen. Bund und Länder einigten sich gestern Abend in einer Videoschalte darauf, die Maßnahmen zu verlängern. Bislang galten die Corona-Regeln bis 20. Dezember.

Als Begründung für die Verlängerung nannte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die Corona-Zahlen. „Die Neuinfektionen wollen einfach nicht nach unten gehen“, erklärt ARD-Berlin-Korrespondentin Anita Fünffinger in SWR3. Den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten sowie der Kanzlerin sei klar, dass es nach den Lockerungen zu Weihnachten und Silvester nicht so weitergehen könne. „Dann möchte man noch einmal zurückfahren – deswegen eine weitere Beschränkung“, erklärt Fünffinger.

Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz Diese Corona-Regeln gelten rund um Silvester

Was ist an Silvester im Südwesten erlaubt und was nicht? Und wie lange gelten die aktuellen Corona-Regeln noch? Hier erfährst du mehr!  mehr...

3.12.2020, 8:11 Uhr – Flixbus fährt ab 17. Dezember wieder

Der Fernbus-Anbieter Flixbus bietet ab dem 17. Dezember vorübergehend wieder Verbindungen an. In Deutschland sollen dann 150 Ziele angefahren werden, wie das Unternehmen in München mitteilte. Das Angebot bleibe zunächst bis zum 11. Januar begrenzt. Flixbus hatte seinen Betrieb am 3. November wegen der neuen Corona-Kontaktbeschränkungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorübergehend eingestellt.

3.12.2020, 6:55 Uhr – Johnson will nicht unter den Ersten bei Corona-Impfung sein

Der britische Premierminister Boris Johnson will nicht unter den Ersten sein, die ab nächster Woche in seinem Land gegen Corona geimpft werden. Johnson möchte denjenigen den Vortritt lassen, die „ein hohes Risiko für ernsthafte Komplikationen“ haben, teilte seine Sprecherin mit. Der 56-Jährige „würde keinen Impfstoff nehmen wollen, der für jemanden bestimmt ist, der extrem anfällig ist“. Großbritannien erteilte am Mittwoch als erstes westeuropäisches Land eine Notfallzulassung für einen Corona-Impfstoff. Als Regierungschef fällt Johnson eigentlich eine Priorisierung bei der Impfung zu. Der Premier war im Frühjahr selbst schwer an der Virusinfektion erkrankt und verbrachte drei Tage auf der Intensivstation.

Covid-19-Impfstoff von Biontech und Pfizer Großbritannien lässt Impfstoff von Biontech zu

Das Mainzer Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer haben in Großbritannien die Notfallzulassung für ihren gemeinsam entwickelten Corona-Impfstoff erhalten. Das Vereinigte Königreich ist damit das erste Land der Welt, das den Impfstoff genehmigt hat.  mehr...

3.12.2020, 6:05 Uhr – RKI: Über 22.000 Neuinfektionen und 479 weitere Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete einen Anstieg der Positiv-Tests in Deutschland um 22.046 auf über 1,106 Millionen. Am Tag davor waren 17.270 gemeldet worden. Die Zahl der gestorbenen Menschen, die positiv getestet wurden, erhöht sich um 479 auf 17.602.

Am 20. November verzeichnete das RKI mit 23.648 den bisherigen Höchststand an neuen Fällen.

3.12.2020, 3:42 Uhr - Tschechien lockert Maßnahmen

Tschechien lockert ab heute seine Corona-Beschränkungen. Alle Geschäfte und Gaststätten dürfen wieder öffnen. Die Zahl der Kunden bleibt auf eine Person je 15 Quadratmeter Ladenfläche begrenzt. Auch die nächtliche Ausgangssperre entfällt. Museen und Galerien dürfen mit Einschränkungen öffnen. Geschlossen bleiben müssen Theater und Kinos.

3.12.2020, 3:32 Uhr - Linke kritisiert Corona-Beschluss

Linkenfraktionschef Dietmar Bartsch hat die geplante Verlängerung der Corona-Beschränkungen bis zum 10. Januar kritisiert. Entscheidungen, die so weitreichend Grundrechte einschränkten, könnten nicht nach "Gutsherrenart" verkündet werden. Dass es keine demokratische Debatte gegeben habe, füge der Pandemiebekämpfung Schaden zu. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte nach einer Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten erklärt, man habe sich auf eine Verlängerung der Regeln geeinigt. Beschlossen wird diese allerdings erst beim nächsten Bund-Länder-Gipfel.

3.12.2020, 1:38 Uhr - Lehrer und Erzieher dürfen sich bald selbst testen

Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher sollen sich bald selbst auf das Coronavirus testen dürfen - wenn sie vorher geschult wurden. Das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Funke-Zeitungen gesagt. Kitas und Schulen könnten ab Freitag eigenständig Schnelltests beziehen und nutzen. Eine Entsprechende Regelung tritt dann in Kraft. Bislang dürfen Antigen-Schnelltests nur von medizinisch geschultem Personal durchgeführt werden.

3.12.2020, 0:12 Uhr - Diskussion über Impfstoffzulassung in Großbritannien

Nach der Notfallzulassung des Impfstoffs von Biontech und Pfizer in Großbritannien haben Politiker das EU-Verfahren verteidigt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte, man wolle in der EU mit Blick auf das Vertrauen der Bürger bewusst kein Schnellverfahren wie das in Großbritannien. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warf der britischen Regierung indirekt vor, dass sie mit ihrem eiligen Vorgehen die Impfbereitschaft eher schwäche. Vertrauen sei wichtig, so Söder. Verschiedene Politiker hatten Großbritannien dafür kritisiert, dass der Impfstoff dort schon eine Notfallzulassung hat. Bei dem EU-Prüfverfahren würden die Daten viel genauer analysiert - heißt es aus Brüssel.

2.12.2020, 20:10 Uhr – Corona-Auflagen werden bis 10. Januar verlängert

Bund und Länder wollen die derzeit geltenden Corona-Auflagen bis zum 10. Januar verlängern. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder in Berlin geeinigt. Am 4. Januar will die Runde wieder zusammenkommen, um über das weitere Vorgehen zu beraten - ursprünglich waren die gegenwärtigen Auflagen bis zum 20. Dezember befristet.

2.12.2020, 16:15 Uhr – TUI-Konzern bekommt weitere Staatshilfen

Der Reiseanbieter TUI hat sich mit privaten Investoren, Banken und dem Bund auf ein Finanzierungspaket von 1,8 Milliarden Euro geeinigt. Wie der Reiseanbieter aus Hannover der Deutschen Presseagentur mitteilte, soll TUI mit den Staatshilfen vor einem möglichen finanziellen Absturz in der Corona-Krise abgesichert werden. Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte, die beschlossenen Maßnahmen seien „wichtig, denn das Unternehmen war vor der Krise profitabel und hat als Unternehmen der Reisebranche durch die Corona-Krise mit nie dagewesenen Schwierigkeiten zu kämpfen“. Der Staat unterstützte den Reisekonzern bereits mit drei Milliarden Euro.

2.12.2020, 13:05 Uhr – Österreich bremst Einreisen über Weihnachten mit Quarantänepflicht

Österreich hat für alle Einreisenden aus Corona-Risikogebieten vom 7. Dezember bis zum 10. Januar eine zehntägige Quarantänepflicht verhängt, das teilte die Regierung in Wien mit. Ziel sei es, den Tourismus weitgehend einzudämmen.

Dafür wird in Österreich das öffentliche Leben nach einem dreiwöchigen Lockdown teilweise wieder hochgefahren, das sagt Kanzler Sebastian Kurz nach der Kabinettssitzung. Ab Montag dürfen Schulen, der Handel sowie körpernahe Dienstleistungen, wie etwa Friseure, wieder öffnen. Gastronomie und Hotels bleiben noch bis zum 7. Januar geschlossen. Ebenfalls geschlossen bleiben Sport-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Skifahren und anderer Outdoor-Sport allerdings bereits ab dem 24. Dezember wieder möglich sein. Die Ausgangsbeschränkungen gelten künftig nur noch in der Nacht.

2.12.2020, 11:32 Uhr – 13 Bewohner eines Seniorenheims sterben nach Infektion mit dem Coronavirus

In Neckargemünd sind in einem Seniorenheim 13 Bewohner nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Rund 80 der etwa 90 Bewohner der Einrichtung waren infiziert, teilte eine Sprecherin der Betreibergruppe mit. Zuletzt hatten sich auch neun Mitarbeiter mit dem Coronavirus angesteckt.

2.12.2020, 11:30 – Die Corona-Krise führt zum Homeoffice-Boom

Laut einer Studie hat die Corona-Krise zu einem Homeoffice-Boom geführt. In diesem Jahr hätten doppelt so viele Berufstätige von zu Hause oder mobil gearbeitet wie 2019, das geht aus einer am Untersuchung der Initiative D21 hervor, die vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert wurde. 32 Prozent der Befragten hätten angegeben, inzwischen im Homeoffice tätig zu sein. Bei den Berufstätigen mit Bürojob lag der Anteil demnach sogar bei rund 60 Prozent.

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2.12.2020, 11:16 Uhr – Deutsche Bahn verspricht viele Sonderzüge zu Weihnachten

Um die Corona-Abstandsregeln einzuhalten, hat die Deutsche Bahn rund 100 Sonderzüge zwischen dem 18. und 27. Dezember eingeplant – das sind etwa doppelt so viele Extra-Züge, wie in den vergangenen Jahren. Bahn-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber teilte mit: „Wir haben diese Weihnachten so viel Kapazität wie noch nie“. Bis Jahresende stünden so rund 13.000 Sitzplätze zusätzlich zur Verfügung. In bis zu 50 Prozent der Fernverkehrszüge kontrollieren zudem sogenannte „Sicherheitsteams“ an Bord die Einhaltung der Maskenpflicht.

Mit uns reist Ihr zu #Weihnachten trotz #Corona sicher. Wir weiten das Platzangebot aus, passen die Buchungssysteme auf die bestmöglichen Sitzabstände an und setzen Hygienestandards in Zügen und Bahnhöfen konsequent um. Alle Maßnahmen unter: https://t.co/4SmmqVfVvF #sicherreisen https://t.co/RDGJg6MK9t

2.12.2020, 11:10 Uhr – Interpol warnt vor gefälschten Corona-Impfstoffen

Interpol hat weltweit vor Kriminalität im Zusammenhang mit Corona-Impfstoffen gewarnt. „Während Regierungen die Markteinführung von Impfungen vorbereiten, planen kriminelle Organisationen, Lieferketten zu unterwandern oder zu stören“, sagte Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock. Wie die Organisation mitteilte, gehe es etwa um Diebstahl, Fälschung und das illegale Bewerben von Impfstoffen. Alle Behörden müssten auf die Bekämpfung dieser kriminellen Aktivitäten vorbereitet sein.

2.12.2020, 10:56 Uhr – Corona-Fälle bei zwei Haustieren in Deutschland gemeldet

Erstmals seit der Einführung der bundesweiten Meldepflicht sind zwei Corona-Erkrankungen bei Haustieren in Deutschland gemeldet worden. Es handelt sich dabei um eine Katze aus Frankfurt und einen Hund aus München, sagte der Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts, Thomas Mettenleiter, der Neuen Osnabrücker Zeitung. Grund zur Sorge seien die tierischen Corona-Fälle aber nicht: „Die Pandemie spielt sich zwischen Menschen ab“, sagte Mettenleiter. Im Vergleich zu den Infektionen bei Menschen seien die Fallzahlen bei Tieren verschwindend gering. Weltweit wurden laut der Weltorganisation für Tiergesundheit nur etwa 70 Infektionen bei Haustieren nachgewiesen.

2.12.2020, 9:54 Uhr – Frankreich will mit Grenzkontrollen Skiurlaube verhindern

Der französische Premierminister Jean Castex hat dem Sender BFM TV gesagt, man wollte durch zufällige Grenzkontrollen „französische Bürger daran hindern, sich zu infizieren“. Zuvor hatte bereits Frankreichs Präsident Emmanuel Macron angekündigt, die Franzosen davon abhalten zu wollen, ins Ausland zu reisen, sollte es Ländern geben, die ihre Skigebiete offen halte. Während sich Deutschland und Italien für eine Öffnung der Skigebiete erst nach Neujahr stark machen, wollen Österreich und die Schweiz diese gar nicht schließen.

2.12.2020, 9:39 Uhr – 20.000 Soldaten sollen in Gesundheitsämtern helfen

Die Bundesregierung hat mehr Unterstützung in der Corona-Pandemie durch Soldaten zugesagt. Diese sollen zu Gesundheitsämtern geschickt werden. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sagte der Sendergruppe RTL/ntv: „Wir haben das Kontingent aufgestockt für 20.000, insofern ist auch noch Luft nach oben“. Für den Einsatz bei den Ämtern komme es immer darauf an, ob die Soldaten in die Struktur passten und ob Arbeitsplätze vorhanden seien. Derzeit seien rund 10.000 Soldaten im Corona-Einsatz. Die Truppe bereite sich nun auch darauf vor, bei der Lagerung und Sicherung von Impfstoffen zu helfen.

2.12.2020, 9:10 Uhr – Ausgangsbeschränkungen in allen sächsischen Landkreisen

Wegen der sehr hohen Zahl an Neuinfektionen in Sachsen gibt es in alles sächsischen Landkreisen Ausgangsbeschränkungen. Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte dem ZDF-Morgenmagazin: „Es gilt nahezu im gesamten Freistaat bis auf die drei großen Städte, die ein anderes Infektionsgeschehen haben, eine Ausgangsbeschränkung“. Man müsse die Zahl der Neuinfektionen unbedingt rasch senken, weil die Krankenhäuser bereits extrem belastet seien, warnte Kretschmer.

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2.12.2020, 8:41 Uhr – Großbritannien plant schnellen Impfbeginn

Großbritannien will bereits von kommender Woche an den Corona-Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer einsetzen. Der Impfstoff stehe schon zu Wochenbeginn zur Verfügung, teilte das britische Gesundheitsministerium mit. „Das sind sehr gute Nachrichten“, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock.

Help is on its way. The MHRA has formally authorised the Pfizer/BioNTech vaccine for Covid-19. The NHS stands ready to start vaccinating early next week. The UK is the first country in the world to have a clinically approved vaccine for supply.

2.12.2020, 8:07 Uhr – Biontech bekommt Notfallzulassung in Großbritannien

Die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel hat nach Angaben des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt. Das teilten die beiden Unternehmen mit. Damit bekommen die Briten früher grünes Licht für einen Corona-Impfstoff als die EU und die USA.

2.12.2020, 7:45 Uhr – Spahn: Keine Garantie für Schnelltests in Heimen an Weihnachten

Gesundheitsminister Jens Spahn hat die Hoffnung auf eine Verfügbarkeit von Corona-Schnelltests in allen Alten- und Pflegeheimen bis Weihnachten gedämpft. "Kann ich versprechen, dass jedes Pflegeheim am 24.12. welche hat? Nein", sagte Spahn im WDR-Fernsehen. Es seien schon Tests verfügbar, aber eben noch nicht überall ausreichend, so Spahn. Das werde sich aber Zug um Zug verbessern. Ein Schnelltest könne eine zusätzliche Sicherheit für einen Besuch bei Verwandten bedeuten, sagte Spahn. Die anderen Corona-Regeln seien damit aber nicht aufgehoben.

2.12.2020, 6:07 Uhr – RKI: Über 17.000 Neuinfektionen und 487 weitere Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete einen Anstieg der Positiv-Tests in Deutschland um 17.270 auf über 1,084 Millionen. Am Tag davor waren 13.604 gemeldet worden. Die Zahl gestorbener Menschen, die positiv getestet wurden, erhöht sich um 487 auf 17.123.

2.12.2020, 4:34 Uhr – Mehr als 2.500 Corona-Tote in den USA und über 180.000 Neuinfektionen

In den USA sind innerhalb eines Tages mehr als 2.500 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Binnen 24 Stunden seien landesweit 2.562 Corona-Todesfälle registriert worden, teilte die Johns-Hopkins-Universität am Dienstagabend mit. So viele Tote hatte es in den USA zuletzt Ende April auf dem Höhepunkt der ersten Infektionswelle gegeben.

Die Johns-Hopkins-Universität verzeichnete bis Dienstagabend zudem mehr als 180.000 Neuinfektionen. Besonders schlimm ist die Lage derzeit in mehreren Bundesstaaten im Mittleren Westen der USA, darunter Indiana und South Dakota.

2.12.2020, 2:44 Uhr – Saarlands Ministerpräsident: „Noch nie war Geschlossenheit so lebenswichtig wie jetzt“

Vor den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch hat der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) ein Ende des Streits über die Finanzierung der Corona-Hilfen gefordert. „Noch nie war Geschlossenheit so lebenswichtig wie jetzt“, sagte Hans den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

„Je schneller wir das Virus einbremsen, desto weniger Geld kostet es. Je mehr wir mit einer Stimme sprechen, desto besser werden die Maßnahmen von den Menschen akzeptiert und mitgetragen“, appellierte Hans vor der Videokonferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). „Deutschland muss zusammenbleiben. Die Debatten zwischen Bund und Ländern über die Finanzierung sind da schädlich.“

2.12.2020, 1:21 Uhr – Umfrage: So viele arbeiten im Homeoffice

Die Corona-Krise hat zu einem Boom beim Home Office geführt. Das zeigt eine repräsentative Studie des Digitalverbands D21:

2.12.2020, 0:16 Uhr – Immer mehr Bundespolizisten infizieren sich mit dem Coronavirus

Die Zahl der nachweislich mit Covid-19 infizierten Bundespolizisten ist stark angestiegen. Das berichtet die Düsseldorfer "Rheinische Post" unter Berufung auf aktuelle Zahlen des Innenministeriums. Waren zu Beginn der Pandemie im März 68 und im April 41 Beamte positiv getestet worden, schnellte die Zahl von 21 im August und 68 im September im Oktober auf 221 neue Fälle hoch. Bis zum 25. November zählte die Bundespolizei bereits weitere 288 Infizierte. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf Anfrage des AfD-Politikers Martin Hess hervor.

Die Gesamtzahl der seit Ausbruch der Corona-Pandemie von Corona direkt betroffenen Bundespolizisten stieg danach auf 731, wie Innen-Staatssekretär Hans-Georg Engelke mitteilte.

1.12.2020, 17:48 Uhr – Tübinger Universitätsklinik testet weiteren möglichen Corona-Impfstoff

Das Paul-Ehrlich-Institut hat die erste klinische Prüfung einer dritten Art von Impfstoffen gegen Covid-19 in Deutschland genehmigt. An der Universitätsklinik Tübingen starten in den nächsten Tagen damit die ersten klinischen Tests mit einem selbstentwickelten Corona-Impfstoff. Nach Angaben des Klinikums handelt es sich um einen potenziellen Impfstoff, der mit Hilfe so genannter T-Zellen wirken soll. T-Zellen sind wichtige Bestandteile des menschlichen Immunsystems im Kampf gegen Erreger. Die Idee dazu stamme aus der Immuntherapie gegen Krebs. Das Paul-Ehrlich-Institut hat die Testreihe genehmigt. Es spricht von einem weiteren vielversprechenden Ansatz für Impfstoffe gegen Covid-19.

1.12.2020, 15:06 Uhr – Merkel sieht generelle verkaufsoffene Sonntage kritisch

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auf dem Digitalgipfel die Ausweitung verkaufsoffener Sonntage kritisiert. Mit offenen Sonntage den Handel zu Entzerrung sei „kein Allheilmittel, um die Pandemie zu überstehen“. Außerdem treffe eine generelle Öffnung mit den Verkäuferinnen und Verkäufern eine ohnehin gestresste Berufsgruppe. Wichtiger sei es, nicht zu häufig einkaufen zu gehen, um Kontakte und damit mögliche Infektionen zu vermeiden.

1.12.2020, 15:03 Uhr – Heil: Deutscher Arbeitsmarkt kommt gesund durch den Corona-Winter

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat die Zahlen des Arbeitsmarktes in Deutschland vorgestellt. Dabei sagt er, der deutsche Arbeitsmarkt komme „gesund durch den Corona-Winter“. In den vergangenen Monaten sei das große Beben trotz enorm schwieriger Rahmenbedingungen ausgeblieben. „Das haben wir allen voran der Kurzarbeit zu verdanken, mit der wir Millionen von Jobs gerettet haben.“ Dagegen betonte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Sabine Zimmermann, Wirtschaftshilfen und Kurzarbeit könnten den Einbruch lediglich abfedern: „Es bleibt das Gebot der Stunde, die Arbeitslosenversicherung zu stärken.“ Neben dem Kurzarbeitergeld müsse auch die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes weiter verlängert werden, forderte sie.

1.12.2020, 13:37 Uhr – Baden-Württemberg startet nicht früher in die Weihnachtsferien

Die Weihnachtsferien in Baden-Württemberg beginnen jetzt doch nicht früher. Das hat ein Regierungssprecher dem SWR am Dienstagvormittag bestätigt. Stattdessen sollen die Ferien wie ursprünglich geplant am 23. Dezember beginnen — am 21. und 22. Dezember soll Schulunterricht stattfinden.

Schüler der Klassenstufen 1 bis 7 sollen an diesen Tagen in die Schule kommen können, es besteht aber — wie bisher schon — keine Präsenzpflicht. Für Schüler ab der Klassenstufe 8 soll es an den beiden Tagen Fernunterricht geben. Schulen, die die beweglichen Ferientage nutzen wollen, um die Weihnachtsferien früher beginnen zu lassen, steht dies selbstverständlich frei, so die Landesregierung in einer Mitteilung.

Scharfe Kritik von Lehrer-Gewerkschaft Doch keine früheren Weihnachtsferien in Baden-Württemberg

Vergangene Woche schien es schon sicher, dass die Weihnachtsferien im Land wegen Corona verpflichtend verlängert werden. Doch die Regierung kippte die angekündigte Regelung wieder.  mehr...

1.12.2020, 11:45 Uhr – Friseurkette Klier ist insolvent

Der Umsatzeinbruch in der Corona-Krise hat Deutschlands größte Friseurkette Klier in die Insolvenz gedrückt. Das Amtsgericht am Firmenhauptsitz Wolfsburg eröffnete am Dienstag ein entsprechendes Verfahren, um die Forderungen der Gläubiger zu prüfen.

Klier war infolge des starken Nachfragerückgangs seit dem Beginn der Pandemie finanziell immer mehr in Bedrängnis geraten. Nachdem Anfang September zunächst ein Schutzschirmverfahren beantragt worden war, um das Unternehmen zu sanieren, steht nun nach drei Monaten der Weg für das Insolvenz-Hauptverfahren frei.

1.12.2020, 11:03 Uhr – Biontech und Pfizer beantragen EU-Zulassung für Corona-Impfstoff

Die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer haben bei der Europäischen Arzneimittelagentur die Zulassung für ihren Corona-Impfstoff in der EU beantragt. Der Antrag auf eine bedingte Marktzulassung sei eingereicht, teilten Biontech und Pfizer mit. Zuvor hatte bereits der US-Konzern Moderna einen entsprechenden EU-Antrag für seinen Impfstoff gestellt.

1.12.2020, 8:47 Uhr – Lewis Hamilton positiv auf Corona getestet

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte sein Mercedes-Rennstall mit und erklärte: „Von leichten Symptomen abgesehen geht es ihm gut und er fühlt sich fit.“ Hamilton sei in der vergangenen Woche dreimal getestet worden - der Befund sei jedesmal negativ gewesen. Zum letzten Mal sei er am Sonntagnachmittag getestet worden. Am Montagmorgen sei Hamilton allerdings mit leichten Symptomen aufgewacht. Zur gleichen Zeit sei der siebenmalige Weltmeister informiert worden, „dass eine Kontaktperson, mit der er vor seiner Ankunft in Bahrain in Kontakt stand, nachträglich positiv getestet wurde“, schilderte Hamiltons Team. Er fällt damit für das kommende Rennen aus; wer ihn ersetzen wird, ist derzeit noch unklar.

1.12.2020, 7:49 Uhr – Spahn: Impfungen in Arztpraxen ab Frühsommer

Die Corona-Impfzentren in Deutschland sollen nach Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von Mitte Dezember an einsatzbereit sein. Ziel sei es, im Januar dann mit den Impfungen zu beginnen - und zwar in den Risikogruppen und bei Beschäftigten des Gesundheits- und Pflegewesens, sagte Spahn im Deutschlandfunk. Ab Frühjahr beziehungsweise Frühsommer solle dann auch in den Arztpraxen geimpft werden.

1.12.2020, 7:44 Uhr – Verschärfte Dezember-Beschlüsse treten in Kraft

Strengere Kontaktbeschränkungen im Dezember, Lockerungen dann über Weihnachten: Die von Bund und Ländern beschlossenen neuen Corona-Regeln sind in den meisten Bundesländern in Kraft getreten. Restaurants, Theater und Freizeiteinrichtungen bleiben geschlossen. Zusätzlich sind private Zusammenkünfte ab sofort auf maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt begrenzt. Kinder bis 14 Jahre sind davon ausgenommen.

Mit der Verschärfung der Maßnahmen bis 20. Dezember soll eine Überbelastung der Krankenhäuser verhindert werden. „Die Zahl der Patienten steigt zwar noch, aber nicht mehr so stark wie noch vor zwei Wochen. Wenn das so bleibt, wäre die Entwicklung für die Kliniken beherrschbar“, sagte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, der Passauer Neuen Presse. Man habe aktuell bundesweit knapp 40 Prozent mehr Patienten in den Intensivstationen, als es im Frühjahr waren, sagte Gaß.

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1.12.2020, 6:11 Uhr – Mehr als 13.000 Neuinfektionen und 388 weitere Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete einen Anstieg der Positiv-Tests in Deutschland um 13.604 auf über 1,067 Millionen. Am Tag davor waren 11.169 gemeldet worden. Die Zahl der gestorbenen Menschen, die positiv getestet worden waren, erhöht sich um 388 auf 16.636.

1.12.2020, 3:20 Uhr – Zahl der überforderten Gesundheitsämter nimmt weiter zu

Trotz der leicht rückläufigen Neuinfektionszahlen haben einem Bericht zufolge mehr Gesundheitsämter Schwierigkeiten bei der Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten: 60 der deutschlandweit 400 Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) bis Montag Engpässe gemeldet, wie die Neue Osnabrücker Zeitung unter Berufung auf eine RKI-Sprecherin berichtete.

43 Ämter – und damit mehr als jedes zehnte – meldeten demnach Schwierigkeiten der Kategorie 3, wonach „die Durchführung von Infektionsschutzmaßnahmen aufgrund von Kapazitätsengpässen nicht mehr vollständig erfolgt“. 17 weitere Gesundheitsämter gaben demnach an, in absehbarer Zeit überlastet zu sein.

1.12.2020, 1:45 Uhr – Wirtschaftsweise: Nicht jeder sollte 75 Prozent des Umsatzes vom Vorjahr bekommen

Der Chef der Wirtschaftsweisen, Lars Feld, fordert eine stärkere Beteiligung der Länder an den Corona-Sonderhilfen: „Bund und Länder sollten sich diese Belastungen hälftig teilen“, sagt Feld den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Zugleich forderte er eine Reduzierung der Hilfen: „Sie sollten nicht in Höhe von 75 Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonats erstatten, sondern an den Fixkosten pauschalierend ausgerichtet sein.“ Kritiker monieren, dass manche Unternehmer mit niedrigen Fixkosten zurzeit mehr verdienen, als vor der Krise, wohingegen andere mit beispielsweise hohen Mieten kaum über die Runden kommen Steuererhöhungen zur Finanzierung lehnt Feld strikt ab. Diese verböten sich in der Krise.

1.12.2020, 0:55 Uhr – Auch Moderna beantragt Notfallzulassung für Impfstoff

Der US-Pharmakonzern Moderna hat wie angekündigt als erstes Unternehmen die Zulassung für einen Corona-Impfstoff in der EU beantragt. Ein entsprechender Antrag sei am Montag bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur Ema eingereicht worden, bestätigte eine Moderna-Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in New York.

Parallel dazu wurde auch eine Notfall-Zulassung bei der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA beantragt. Der Impfstoff könnte der zweite sein, der in den USA eine Notfallgenehmigung bekommt. Die Mainzer FirmaBioNTech und ihr US-Partner Pfizer haben bereits eine solche für ihren Impfstoff schon beantragt.

1.12.2020, 00:05 Uhr – Städtetag warnt für 2021 vor zehn Milliarden Euro Finanzloch bei Kommunen

Den Kommunen droht nach Angaben des Hauptgeschäftsführers des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, im nächsten Jahr wegen der Corona-Krise ein Defizit von gut zehn Milliarden Euro. Durch den Teil-Lockdown könne sich die Lücke sogar noch vergrößern, zitiert das RedaktionsNetzwerk Deutschland Dedy in einem Vorabbericht.

„Das macht uns in den Städten große Sorgen.“ Er fordert dem Bericht nach Bund und Länder eindringlich dazu auf, auch 2021 und 2022 Mittel bereitzustellen, um die Kommunen zu stabilisieren.

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