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Björn Widmann
Björn Widmann (Foto: SWR3)
Mario Demuth
Mario Demuth (Foto: SWR3, privat)
Cornelia Stenull
Cornelia Stenull (Foto: SWR3)
Leo Eder
Leo Eder (Foto: SWR3)
Katrin Stöver-Böhm
Katrin Stöver-Böhm (Foto: Max Orlich)
Ferdinand Vögele
Ferdinand Vögele (Foto: SWR3)

Wegen der unklaren Situation rund um die neue Corona-Variante Omikron wurden die Maßnahmen vor dem Jahreswechsel verschärft. Das betrifft teilweise auch Geimpfte und Genesene.

In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz müssen sich die Menschen an verschärfte Corona-Regeln halten. Sie sind nach Weihnachten in Kraft getreten und galten auch an Silvester.

Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte und Genesene

Bund und Länder hatten beschlossen, dass nach den Weihnachtsfeiertagen unter anderem neue Kontaktbeschränkungen gelten sollen. Baden-Württemberg setzte sie bereits am 27. Dezember in Kraft, Rheinland-Pfalz einen Tag später. Seitdem gilt: Treffen sind nur noch mit bis zu zehn Personen über 14 Jahren erlaubt – das betrifft Geimpfte und Genesene. Sind Ungeimpfte dabei, sind die Regeln noch strenger.

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Corona-Regeln in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gilt momentan Alarmstufe II. Unter anderem sind Großveranstaltungen mit Zuschauern verboten. Außerdem müssen Clubs und Diskotheken schließen.

Um größere Menschenansammlungen zu verhindern, hatten an Silvester mehrere Städte in Baden-Württemberg ein Alkoholverbot erlassen.

Neue Corona-Regeln seit dem 27. Dezember in Baden-Württemberg

Kontaktbeschränkungen

Hier gibt es nun neue Kontaktbeschränkungen – auch für Genesene und Geimpfte:

  • 10 Personen in Innenräumen
  • 50 Personen im Freien

Bei Treffen, an denen mindestens eine ungeimpfte Person teilnimmt, darf nur ein Haushalt mit zwei Personen aus einem weiteren Haushalt zusammenkommen.

Allgemein gilt: Kinder und Jugendliche bis einschließlich 13 Jahren werden unabhängig von ihrem Impfstatus in keiner Konstellation mitgezählt.

FFP2-Maskenregeln in Innenräumen

In Innenräumen, in denen eine Maskenpflicht besteht, sollen alle Personen ab 18 Jahren nun eine FFP2-Maske oder vergleichbare Maske tragen (KN95-/N95-/KF94-/KF95-...).

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Sperrstunde für die Gastronomie

In der Gastronomie ist – innerhalb der Alarmstufe II, in der sich das Land aktuell befindet – eine Sperrstunde eingeführt worden, die von 22:30 bis 5 Uhr gilt. In der Nacht von Silvester auf Neujahr ging die Sperrstunde erst um 1 Uhr los. Für private Zusammenkünfte in gastronomischen Betrieben gelten die Regelungen der privaten Kontaktbeschränkungen. Das heißt, dass auch hier nicht mehr als zehn Geimpfte oder Genesene zusammenkommen dürfen.

Verschärfung von 2G-Plus

2G-Plus bedeutet, dass zusätzlich zum Impf- oder Genesenen-Nachweis noch ein aktueller negativer Test benötigt wird. Hier hat die baden-württembergische Landesregierung nochmals nachgeschärft. Nun brauchen alle, bei denen die vollständige Impfung oder Genesung schon länger als drei Monate her ist, einen zusätzlichen Test. Ausnahmen gibt es nur noch für:

  • Geboosterte
  • Menschen, die sich laut Stiko-Empfehlung noch nicht boostern lassen können. Das sind insbesondere Kinder und Jugendliche mit vollständigem Impfschutz bis einschließlich 17 Jahren.

Silvester in Baden-Württemberg

Auch dieses Jahr war es an Silvester eher still. Feuerwerk durfte im Vorfeld nicht verkauft werden und es galt ein Böllerverbotauf durch die Kommunen zu definierenden publikumsträchtigen Plätzen“, so hatte es die Landesregierung angeordnet.

Für private Silvesterfeiern gab es keine Ausnahme bei den beschlossenen Kontaktbeschränkungen. Zudem wurden zwischen dem 31. Dezember ab 15 Uhr und dem 1. Januar bis 9 Uhr Ansammlungen von mehr als zehn Personen verboten – ebenfalls „auf von den Städten und Gemeinden festzulegenden Plätzen“.

Regeln für Schüler unter 18 in den Ferien: Test statt Schülerausweis

Für Schülerinnen und Schüler, die noch nicht volljährig sind, gelten in den Weihnachtsferien auch andere Regeln. Weil über die Weihnachtsferien nicht in der Schule getestet wird, gilt der Schülerausweis nicht wie sonst als Ersatz für einen Test. Wer also ungeimpft und zwischen 6 und 17 Jahre alt ist, braucht einen aktuellen, negativen Corona-Test, wenn man zum Beispiel mit Bus oder Bahn fahren, ins Kino oder ins Restaurant gehen will.

Nach den Weihnachtsferien reicht für 6- bis 17-Jährige dann aber wieder der Schülerausweis – allerdings nur noch bis Ende Januar. So sollen Schüler motiviert werden, sich gegen Corona impfen zu lassen

Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz gelten bereits seit dem 4. Dezember verschärfte Corona-Regeln. Am 23. Dezember ist eine neue Corona-Verordnung in Kraft getreten, die die Schließung von Clubs und Diskotheken vorsieht. Seit 28. Dezember setzt Rheinland-Pfalz die von Bund und Ländern neu beschlossenen Maßnahmen um.

Silvester in RLP

Für Silvesterpartys galt die Regelung, die auf der Bund-Länder-Konferenz beschlossen wurde: Seit dem 28. Dezember sind nur noch Zusammenkünfte von maximal zehn Personen erlaubt – auch wenn alle geimpft oder genesen sind.

Sobald eine ungeimpfte Person an einem Treffen teilnimmt, gelten die Kontaktbeschränkungen für ungeimpfte Personen. Das bedeutet: Das Treffen ist auf den eigenen Haushalt und höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes beschränkt.

Außerdem war in Rheinland-Pfalz wie in den anderen Bundesländern auch der Verkauf von Feuerwerk dieses Jahr wieder verboten und es durfte auf öffentlichen Plätzen mit viel Publikum nicht geböllert werden.

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