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Katrin Stöver-Böhm
Katrin Stöver-Böhm (Foto: Max Orlich)
Leo Eder
Leo Eder (Foto: SWR3)
Ferdinand Vögele
Ferdinand Vögele (Foto: SWR3)
Cornelia Stenull
Cornelia Stenull (Foto: SWR3)

Täglich werden neue Corona-Höchststände gemeldet. Was bedeutet das für die Weihnachtsmärkte in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz?

Ja, es ist noch ein wenig hin bis Weihnachten – aber jetzt, wo die Tage kühler werden und das Wetter nasser, erwärmt es einen innerlich doch förmlich, an heiße Schokolade und Lebkuchen – und eben einen Bummel über den Weihnachtsmarkt – zu denken.

2G-Regel bei Weihnachtsmärkten wahrscheinlich

Schon in diesem Monat würden die ersten Weihnachtsmärkte beginnen. Doch aufgrund der rasant ansteigenden Corona-Zahlen warnt das RKI mittlerweile wieder vor Großveranstaltungen. Letztes Jahr mussten die Weihnachtsmärkte ausfallen. Wie sieht es in diesem Jahr aus? Hier findet ihr eine Übersicht über die Weihnachtsmärkte in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.

Etliche Veranstalter planen mit einer 2G-Regel – in Baden-Württemberg teilweise sogar mit der 2G+-Regel. Bei 2G müssen Besucherinnen und Besucher nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind. „Die Stoßrichtung 2G ist bei uns die sehr wahrscheinliche Variante“, sagt beispielsweise der Sprecher der Stadt Mainz zu den dortigen Weihnachtsmarkt-Überlegungen. 2G+ bedeutet, dass nur Geimpfte und Genesene Zutritt haben, die zusätzlich einen negativen Schnelltest vorweisen können.

Die meisten Weihnachtsmarktstädte haben flexible Konzepte erarbeitet, um schnell auf die aktuelle Pandemie-Lage reagieren zu können.

So planen die Städte ihre Weihnachtsmärkte in Rheinland-Pfalz

Hier ein paar Konzept-Beispiele für Kommunen in Rheinland-Pfalz und deren Weihnachtsmärkte:

Mainz

Auf dem Mainzer Weihnachtsmarkt gilt 2G mit Bändchen. Er wird am 25. November eröffnet. In der Stadt gibt es drei Buden-Areale mit insgesamt 100 Ständen: auf dem Marktplatz vor dem Dom, auf dem Liebfrauenplatz und auf dem Ernst-Ludwig-Platz. Die Farbe der Bändchen werde wechseln, damit sie nicht gefälscht werden könnten. Außerdem müssen alle eine Maske tragen sobald es eng wird, zum Beispiel beim Anstehen an den Buden.

Trier

Vom 19. November bis 22. Dezember soll man in Trier von Bude zu Bude schlendern können. Wegen steigender Corona-Zahlen kann er aber nur unter Einhaltung der 2G-Regel stattfinden. Das heißt, zum weihnachtlichen Budenzauber haben nur Geimpfte und Genesene Zutritt. Es werde eine Absperrung und Einlasskontrollen geben, teilte die Stadt mit.

Koblenz

In Koblenz setzt man auf ein flexibles Konzept, um auf die Corona-Lage reagieren zu können, und will den Weihnachtsmarkt etwas entzerren, um Gedränge zu vermeiden. Geplant sind die Buden in der Innenstadt von 18. November bis 9. Januar 2022 – „vorbehaltlich der weiteren Entwicklungen im Rahmen der Corona-Pandemie“, wie die Koblenz-Touristik mitteilte. Wer auf dem Weihnachtsmarkt Essen oder Trinken möchte, muss geimpft oder genesen sein. Nach Vorlage des Impf- oder Genesenenstatus und Personalausweis bekommt man ein Bändchen für die Dauer des Weihnachtsmarktes.

Ludwigshafen und Kaiserslautern

In Ludwigshafen sind die Stände und Hütten vom 10. November bis zum 23. Dezember geöffnet, wie die Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft mitteilte. Seit Dienstag (23. November) haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu umzäunten Flächen. Das sind die Areale zwischen Stiftsplatz, Schillerplatz und Altenhof sowie entlang der Marktstraße.

Traben-Trarbach

Der „Mosel-Wein-Nachts-Markt“ in Traben-Trarbach findet auch diesen Winter nicht statt. Im Gegensatz zu anderen Weihnachtsmärkten findet dieser nämlich eigentlich unterirdisch in alten Weinkeller-Gewölben – und somit in geschlossenen Bereichen und auf engstem Raum statt. Dem Veranstalter, der Stadt und den Betreibern sei das zu riskant, so die Stadt.

Rheinland-Pfalz

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So planen die Städte ihre Weihnachtsmärkte in Baden-Württemberg

Auch in Baden-Württemberg laufen die Planungen derzeit noch weiter. Einige Wahnachtsmärkte haben bereits geöffnet, andere wurden kurzfristig abgesagt.

Stuttgart

Die Stadt Stuttgart hat am Montag den diesjährigen Weihnachtsmarkt kurzfristig abgesagt. „Auch wenn es unglaublich weh tut, bleibt uns jetzt keine andere Wahl mehr“, teilte der Stuttgarter Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) mit. 

Karlsruhe

Der Weihnachtsmarkt in Karlsruhe am 22. November eröffnet worden – als eine Art Weihnachtsstadt mit Buden und Riesenrad auf dem Marktplatz. Besucherinnen und Besucher müssen einen 2G-Nachweis vorzeigen. Der Markt erstreckt sich über drei Plätze, auf allen gilt Maskenpflicht.

Besonders ist: Es gibt frei zugängliche Bereiche, wie zum Beispiel den Kunsthandwerkermarkt. Hier gilt die Marktregelung und solange die Verkaufsbuden in einem bestimmten Abstand aufgestellt sind, dürfen alle diesen Teil des Weihnachtsmarkts ohne Zugangsbeschränkung (aber mit Maske) besuchen.

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Esslingen und Ulm

In Esslingen wird es in diesem Jahr keinen Mittelaltermarkt in der Vorweihnachtszeit geben. Ursprünglich war geplant, dass er am Dienstag eröffnet wird.

In Ulm hat der Weihnachtsmarkt am 22. November begonnen. Besucherinnen und Besucher müssen sich digital mit der Corona-Warn-App, der Luca-App oder mit einem Formular registrieren. Außerdem gelten auf dem Markt Abstandsregeln, Maskenpflicht und 2G-Regeln – es dürfen also nur Geimpfte und Genesene den Ulmer Weihnachtsmarkt besuchen.

Ludwigsburg

Die Stadt Ludwigsburg hat den Barock-Weihnachtsmarkt, der eigentlich am Dienstag hätte starten sollen, abgesagt. Grund dafür ist, dass sich die pandemische Lage in Ludwigsburg weiter zugespitzt hat. Der Geschäftsführer des Klinikums, Dr. Jörg Martin, sagt: „Wir stehen kurz vor einer Überlastung unserer medizinischen Versorgungskapazitäten und müssen dringend gegensteuern.

Mannheim, Heidelberg und Freiburg

Der Mannheimer Weihnachtsmarkt am Wasserturm ist am 22. November mit der 2G-Regel gestartet. Besucherinnen und Besucher müssen auf dem Weihnachtsmarktgelände eine medizinische Maske tragen. Das Veranstaltungsgelände ist abgegrenzt.

In Heidelberg hat der Weihnachtsmarkt am 18. November begonnen. Auf den vier Plätzen in der Altstadt, wo die Weihnachtsmarktbuden aufgebaut sind, gilt die 2G-Regel – auf dem Universitätsplatz, dem Marktplatz, dem Kornmarkt und dem Karlsplatz. Besucherinnen und Besucher müssen dort einen Geimpft- oder Genesenen-Nachweis zeigen. Sie bekommen dann ein Bändchen, das für die gesamte Dauer des Weihnachtsmarkts gültig ist.

Auch der Freiburger Weihnachtsmarkt hat am 18. November eröffnet. Auf allen sieben Plätzen in der Innenstadt gilt Maskenpflicht. Besucherinnen und Besucher, die Speisen oder Getränke zu sich nehmen möchten, müssen einen 2G-Nachweis vorzeigen. Waren und verpackte To-go-Produkte können laut Veranstalter ohne einen Nachweis eingekauft werden. In Freiburg sind mobile Scouts unterwegs, die die 2G-Nachweise und die Kontaktdaten checken. Besucherinnen und Besucher bekommen dann ein tagesaktuelles Bändchen ans Handgelenk.

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