STAND
AUTOR/IN

Die sommerlichen Temperaturen locken zur Abkühlung ins Wasser, dabei sollte vor allem in den Flüssen nicht geschwommen werden. Die DLRG gibt Tipps, was ihr tun müsst, wenn jemand kurz vor dem Ertrinken ist.

Bei dem Schlauchboot-Unglück bei Schwanau in der Ortenau kamen mehrere Menschen ums Leben. Ursula Jung von der DLRG Baden-Württemberg sagt in SWR3, was zu tun ist, wenn jemand am Ertrinken ist:

  1. Notruf absetzen! Auch wenn man es schafft, den Ertrinkenden an Land zu ziehen, sollte er danach ärztlich versorgt werden.
  2. Wer ein sicherer Schwimmer ist, kann reinspringen, sollte zuvor jedoch mindestens Schuhe und Hose ausziehen, ABER: Im Neckar gibt es eine geringe Strömung, mit mittleren Schwimmfähigkeiten kann man hier ohne Weiteres helfen. Selbst erfahrene Schwimmer können jedoch niemals gegen die Strömung anschwimmen, deshalb sollte man beim Rettungsversuch die Strömung für sich nutzen und flussabwärts schwimmen. Im Rhein bringt man sich selbst in Gefahr, auch als guter Schwimmer auf keinen Fall ins Wasser gehen!
  3. Wenn es etwas in der Umgebung gibt, wie z. B. eine Luftmatratze oder einen aufblasbaren Wasserball, dann – als guter Schwimmer – mit ins Wasser nehmen. Alles, was Auftrieb gibt, ist hilfreich. Der Grund, warum die meisten ertrinken, ist die Erschöpfung.
  4. Wer sich schwimmend dann an den Ertrinkenden annähert, sollte ihn von hinten anschwimmen. Der Ertrinkende versucht sich an alles zu klammern. Wenn man ihn von vorne anschwimmt, klammert er sich fest, man hat – wenn man kein Rettungsschwimmer ist – nur wenig Chancen, sich daraus zu befreien.
  5. Wer nicht schwimmen kann oder sich selbst beim Rettungsversuch in Gefahr begeben würde, läuft am Flussufer mit der Strömung mit. Mut zusprechen ist dabei sehr wichtig.

Ab wann ist man ein sicherer Schwimmer?

Die DLRG sagt, dass Kinder sichere Schwimmer sind, wenn sie das Jugendschwimmabzeichen in Bronze haben. Das heißt: 200 Meter frei schwimmen, vom Startblock springen und aus 2 Metern tiefe einen Gegenstand hochholen können.

Ertrinken: Der lautlose Tod

Grundsätzlich gilt: Behaltet eure Freunde, Kinder, Eltern im Wasser im Blick. Denn wer denkt, man sieht es doch, wenn da einer zappelt und schreit, irrt sich. Genau das ist das Märchen. Ertrinken geschieht leise!

Darum solltest du auf keinen Fall im Rhein schwimmen

Darum solltest du auf keinen Fall im Rhein schwimmenBestes Wetter an diesem Wochenende – da kommen einige vielleicht auf die Idee, sich im Rhein abzukühlen. ⚠️⚠️⚠️ Lasst es bleiben! ⚠️⚠️⚠️Posted by SWR3 on Saturday, June 30, 2018

Darum solltest du auf keinen Fall in der Mosel schwimmen

Warum du nicht in der Mosel schwimmen solltestDie Mosel ist kein Planschbecken!Posted by SWR3 on Friday, August 3, 2018

STAND
AUTOR/IN

Meistgelesen

  1. Nach neuen Compliance-Vorwürfen Bild-Chefredakteur Reichelt von allen Aufgaben entbunden

    Mit sofortiger Wirkung hat der Medienkonzern Axel Springer Bild-Chefredakteur Julian Reichelt von seinen Aufgaben entbunden. Vorausgegangen waren Vorwürfe wie Machtmissbrauch.  mehr...

  2. Stockholm

    Süß oder peinlich? Greta singt und tanzt – das Netz reagiert mit Jubel und Häme

    Greta Thunberg ist ausgelassen, singt schief, tanzt wild und hat sichtlich Spaß: Viele kriegen da einfach gute Laune, aber auch Spott muss Greta danach ertragen.  mehr...

  3. Philadelphia

    Schock und Wut in den USA Frau wird in Nahverkehrszug vergewaltigt – keiner der Anwesenden hilft

    „Keiner hat eingegriffen oder irgendetwas getan, um der Frau zu helfen“, sagt ein Polizist. In den Sozialen Medien wächst die Wut auf die untätigen Zeugen.  mehr...

  4. Leipzig

    Antisemitismus-Vorwürfe von Gil Ofarim Überwachungsvideos werfen Fragen auf – wie war es denn nun?

    Wurde Sänger Gil Ofarim in einem Leipziger Hotel wirklich antisemitisch beleidigt? Überwachungsvideos schüren jetzt Zweifel an seiner Schilderung.  mehr...

  5. Drei Monate nach der Flutkatastrophe „Ich hoffe, dass wir die Leute ansatzweise warm in den Winter bringen“

    Die Bilder der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben alle gesehen. Aber wie geht es den Menschen vor Ort drei Monate später? Viel hat sich getan, doch ein Ende ist noch nicht in Sicht.  mehr...

  6. Von den leiblichen Eltern entführt? Sekte meldet sich: Vermisste Elfjährige bei „Zwölf Stämmen“

    Sie kam nicht vom Joggen heim: In Bayern wird seit Samstag ein elfjähriges Mädchen von ihren Pflegeeltern vermisst. Nun führt ihre Spur wohl zu der Sekte, der ihre leiblichen Eltern angehören.  mehr...