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China ist berühmt für dreckige Luft und setzt deswegen seit einigen Jahren massiv auf erneuerbare Energien. Die vielen künftigen Elektroautos sollen auch mit umweltfreundlich erzeugtem Strom geladen werden. Im Dezember 2017 wurde in China deshalb eine Straße gebaut, die auf einen Kilometer Länge Solarzellen statt Asphalt hat.

Solarstraße 1; Foto: CCTV

Ein chinesischer Reporter zeigt live im TV die neue Solarstraße

CCTV

Die Solarstraße ist in der Stadt Jinan im Osten Chinas, ungefähr auf halber Strecke zwischen Peking und Shanghai. Dort wurde eine komplette Spur einer Zubringer-Schnellstraße aufgerissen, um Solar-Panels einzubauen. Die Panels sind speziell beschichtet und gehärtet, damit die Autos und Lastwagen drüber fahren können. Insgesamt haben diese Solarzellen eine Fläche von gut 5.800 Quadratmetern und sollen im Jahr rund eine Million Kilowattstunden erzeugen, das würde bei uns für rund 200 Vierpersonen-Haushalte genügen. Zurzeit wird der erzeugte Strom für Straßenbeleuchtung in Tunnels und elektrische Verkehrsschilder verwendet, bald sollen mit dem Strom auch E-Autos geladen werden.

Solarstraße; Foto: imago

Ein Auto auf der Solarstraße.

imago

Kaum gebaut, schon geklaut

Wenige Wochen nach dem Bau der Straße rissen Diebe die Fahrbahn auf und stahlen mehrere Panels. Eine erste Bilanz ist auch deshalb noch nicht möglich. Diese beschichteten Panels sind sehr teuer. Ob sich die Straße wirklich rechnet, wird sich erst noch zeigen.

Die Chinesen probieren einfach

Man muss den Chinesen wirklich zu Gute halten: Die probieren hier solche Sachen wie Solarstraßen einfach mal aus und schauen dann, wie es läuft und dass im großen Stil. Wenn es klappt: gut, wenn nicht, dann Schwamm drüber, dann war es eben den Versuch wert.