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Anna Wollner
Anna Wollner, SWR3 Kino-Checkerin; Foto: RBB
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Es gibt Filme, die haben eine so absurde Geschichte, das kann sich eigentlich niemand ausdenken in Hollywood. Jetzt kommt so eine Geschichte ins Kino. BlacKkKlansman von Spike Lee. Schon der Titel ist eine Anspielung auf den Ku Klux Klan, ein rassistischer und gewalttätiger Geheimbund aus den USA.

Szenenbilder aus Blackkklansman; Foto: Universal Pictures

Szenenbilder aus Blackkklansman

Universal Pictures

Schwarzer will in Ku Klux Klan

Colorado Springs Ende der Siebziger Jahre. Ron Stallworth (John David Washington) ist der erste und einzige schwarze Polizist der Stadt überhaupt. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten im Police Departement, Mobbing und übelstem Rassismus, gerät er in die Abteilung für Undercover-Einsätze. Ausgerechnet er infiltriert in einem Einsatz den Ku Klux Klan und bittet erstmal am Telefon um Aufnahme. Zu den echten Treffen schickt er seinen Kollegen Flip (Adam Driver), einen weißen Juden.

Großartige Story, großartige Schauspieler

Kaum zu glauben ist nicht nur die Story, sondern auch was für einen rasanten Film Lee hier gemacht hat. Mit viel Humor und großartigen Schauspielern. Nämlich John David Washington, der Sohn von Denzel Washington, und Star-Wars-Star Adam Driver.

Hochpolitisch und brandaktuell

Aber der Film ist nicht nur einfach gut, er ist eben auch hochpolitisch und brandaktuell und hat seine Botschaft als Parodie verpackt. BlacKkKlansman spielt zwar in den 70ern, entlarvt aber auch aktuellen Rassismus, nicht nur in Amerika, sondern überall, weltweit. Die Dimension im Film wird am Ende klar. Wenn Lee seinen Film mit Bildern der Ausschreitungen von Charlottesville im August 2017 enden lässt. Spätestens da hat jeder Gänsehaut.