Autor
Anna Wollner
Anna Wollner, SWR3 Kino-Checkerin; Foto: RBB
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Eine mysteriöse Stimme, ein verzauberter Wald, ein magischer Fluss und Schneemann Olaf, der allen die Show stiehlt: Die Eiskönigin 2 geht in die Tiefe, sucht nach dem Sinn des Lebens und ist perfekt für Fans des ersten Teils, die inzwischen, wie der Film auch, älter geworden sind.

Weißt du, wie oft du Let it Go bzw. Lass jetzt los schon gehört hast? Eine Million Mal? Die Zahl könnte stimmen, wenn du Kinder oder Enkelkinder zwischen 4 und 14 Jahren hast. Der Ohrwurm von Die Eiskönigin hat es aber auch echt in sich. Fast 1,3 Milliarden Dollar hat der Film vor ein paar Jahren eingespielt – Merchandisegewinne mal nicht mit eingerechnet. Jetzt kommt der unvermeidlich zweite Teil – und das lange Warten hat sich gelohnt.

Disney traut sich diesmal etwas

Die Eiskönigin 2 ist kein reiner Abklatsch von Film Nummer Eins. Der war ein Märchen um zwei Schwestern, eine mit magischen Fähigkeiten, angehaucht mit ein paar Fehlentscheidungen im Leben und Abenteuern, mit dem unweigerlichen Happy End, dem „Und wenn sie nicht gestorben sind“, das jetzt irgendwie weitererzählt werden muss. Mit einem dramaturgischen Kniff, der für mich gelingt. Ein Film, quasi für die Fans vom ersten Teil, die eben auch älter geworden sind. Die Eiskönigin 2 hat das Unschuldige des Kinderfilms verloren und das ist für Disney schon wagemutig.

Szenenbilder aus dem Film:

Szenenbilder Die Eiskönigin 2; Foto: Walt Disney
Walt Disney

Die Eiskönigin 2 geht in die Tiefe

Im Mittelpunkt stehen natürlich wieder Elsa und Anna, es geht um eine mysteriöse Stimme, die Elsa hört, einen verzauberten Wald hinter einer Nebelwand, einen magischen Fluss, Eingeborene, die im Einklang mit der Natur leben und eben Elsa, die ein düsteres Familiengeheimnis wieder gutmachen will. Es geht darum rauszufinden, wo man im Leben hingehört, wer man ist und auch, was der Sinn des Lebens für jeden Einzelnen ist und welche Verantwortung man für die Fehler der Vergangenheit hat. Das alles eben in einer Mischung aus Abenteuer, komödiantischen Einsätzen, vor allem durch Olaf den Schneemann, der von Elsa mit einem dauerhaften Thermafrostschutz überzogen wurde, dass er nicht schmilzt.

Hape Kerkeling: „Ich mag an Olaf, wie er die Welt sieht“

Die Eiskönigin 2 sieht absolut perfekt aus. Egal ob die Eiszaubereien von Elsa, das wilde raue Meer über das sie flieht oder die vielen Spielereien mit den Einzelteilen von Olaf. Mal wieder ist er es, der allen die Show stiehlt. Seine Stimme, Hape Kerkeling, hat sich erneut in den charmevollen Schneemann verliebt: „Ich mag an Olaf, dass er egal was passiert, immer liebenswürdig bleibt. Es bringt ihn nicht wirklich etwas aus der Ruhe. Ich mag diese gesunde Naivität an ihm und ich mag, wie er in die Welt schaut und wie er die Welt sieht. Da kann man was von ihm abgucken: Die Welt als einen bunten schönen Ort zu sehen.“

Der Ohrwurmcharakter fehlt (leider)

Nur die Songs haben, anders als im Vorgängerfilm, weniger Ohrwurmcharakter und sind weniger eindringlich. Aber das kann für leidgeplagte Eltern ja auch von Vorteil sein. Deswegen gibt es von mir vier von fünf Elchen.

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