Autor
Anna Wollner
Anna Wollner, SWR3 Kino-Checkerin; Foto: RBB
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Was machen Haustiere eigentlich, wenn wir mal nicht so genau hingucken? Die Antwort auf diese Frage gab es vor zwei Jahren im Kino: Der Animationsfilm Pets, um den Terrier Mischling Max und seine Freunde in New York City, hat uns Einblicke in das Leben der Haustiere gegeben. Jetzt kommt Pets 2.

Pets 2 – Alles wie immer

Die Fortsetzung macht da genau weiter. Ging es im ersten Teil noch um Max, der unfreiwillig einen anderen Hund an seine Seite bekommen hat und sein Revier behaupten musste, sind die beiden mittlerweile dicke Kumpels und stehen vor einer komplett neuen Herausforderung. Ihr Herrchen und Frauchen leben mittlerweile zusammen und bekommen ein Kind – also ein Menschenkind.

Pets 2; Foto: © 2019 UNIVERSAL STUDIOS
© 2019 UNIVERSAL STUDIOS

Süße Tiere und süße Kinder

Hund Max betrachtet das zunächst sehr argwöhnisch, verliebt sich dann aber recht schnell in das menschliche Wesen und folgt ihm auf Schritt und Tritt. Max muss lernen, das Kind auch loszulassen, vor allem als es in den Kindergarten kommt. Bei einem Ausflug aufs Land lernt er einen echten Hütehund kennen und da treffen mit ihm als Stadthund und dem anderen als Landhund echt Welten aufeinander.

Das ist allerdings nur ein Teil der Geschichte, denn Pets 2 hat drei Handlungsstränge, die am Ende zu einem großen verschmelzen.

Drei Geschichten in einem Film

Während Max Landluft schnuppert, geht es in der Stadt New York drunter und drüber. Erst geht das Lieblingsspielzeug von Max verloren, auf das die Hündin Gidget aufpassen sollte, am Ende muss noch ein weißer Tiger aus einem Zirkus gerettet werden. Und dafür braucht es die Hilfe von allen Tieren!

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Mit dabei: Jan-Josef Liefers, Fahri Yardim, Frederik Lau und Co.

Der Film liest sich – was die Synchronsprecher betrifft – wie das Who is Who des deutschen Films. Jan-Josef Liefers ist dabei, Jella Haase, Fahri Yardim, Dietmar Bär, Diddi Hallervorden, Frederik Lau. Und die sind stets bemüht. Teil Eins war für mich damals eine der schlechtesten Synchronfassungen des Jahres, hier mehr Mühe. Liefers spielt den Haupthund Max, Yardim einen durchgeknallten Hasen, der gerne Superheld wäre, Jella Haase eine Hündin, die sich als Katze verkleiden muss.

Die großen Kracher fehlen der Fortsetzung

Pets 2 hat genau wie der erste Teil eine großartige Ausgangsidee: Was machen Tiere, wenn die Menschen nicht hingucken. Eine grandiose Idee, die relativ schnell verpufft und auserzählt ist. Zwar stecken die Macher von Ich, einfach unverbesserlich und Die Minions zwar hinter dem Film, allerdings fehlen aber die ganz großen Kracher: zu viel sinnlose Handlung, zu wenig Platz für richtige Kreativität. Deswegen gibt es von mir hier „nur“ drei von fünf Elchen.