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Anna Wollner
Anna Wollner, SWR3 Kino-Checkerin; Foto: RBB
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Langsam braucht man im Kino echt einen Doktor in Marvelogie. Also quasi einen Doktor in Superheldenwissenschaft. Denn das MCU, das Marvel Cinematic Universe wird immer größer! Donnergott Thor bekommt mit „Thor – Tag der Entscheidung“ sein drittes Einzelabenteuer und ist nicht allein.

Im konkreten Fall heißt das: Thor verliert zwar schon gleich zu Beginn seinen riesigen Hammer, trifft aber auf seinen alten Kumpel Bruce Banner alias Hulk und hat mit dem jede Menge Spaß und Verantwortung.

Thor's Heimat steht vor der Zerstörung

Nach einigen innerfamiliären Disputen in den ersten beiden Thor-Filmen geht es hier nämlich um die Zukunft von Asgard, der Heimat von Thor. Hulk, Thor und sein Stiefbruder Loki müssen gegen Hela kämpfen, die Göttin des Todes. Die will Asgard zerstören und landet erstmal auf dem Planeten Sakaar, einer knallbunten Weltraummülldeponie, um von hier ihren Masterplan auszuhecken.

Improvisation heißt das Zauberwort

Klingt nach einer bierernsten Angelegenheit – ist es aber nicht. Neben den überdimensionierten Schlachten in einem quietschbunten Nintendo-Design ist der Film besonders von einer Sache geprägt: Humor. Regisseur Taika Waititi setzt vor allem auf kurzweilige Gags und viel Improvisation. Das sorgt dafür, dass Thor auch einfach mal loslacht, weil Chris Hemsworth nicht ernst bleiben kann. Zum Beispiel in einer Szene, in der Thor und Hulk auf dem Bett sitzend ihren Beziehungsstatus ausdiskutieren. Momente, die dankenswerterweise im Film geblieben sind und Bock auf mehr machen.

gallery-swr3-T56Z9; Foto: © MARVEL

Ordentlich Action gibt's auch bei „Thor – Tag der Entscheidung“

© MARVEL

Denn auch die Schauspieler um Hemsworth, Mark Ruffalo, Tom Hiddleston und Neuzugang Jeff Goldblum als durchgeknallter Planetenpräsident „Grandmaster“ sowie Cate Blanchett als Hela genießen jede Sekunde des Films. „Thor – Tag der Entscheidung“ ist eine Mischung aus Shakespeare, Seifenoper, Familiendrama und Monty Python Humor, der Marvel auf eine neue Ebene hebt. Ein bisschen wie die „Guardians of the Galaxy“. Nur besser. Eine Frischzellenkur, die Thor und seinem Film gut tut – deswegen gibt es auch vier von fünf Hämmern. Meinetwegen auch Elchen.

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